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Donnerstag, 20. August 2020

2.000 Klicks auf die Evil-Expo

"Jaha, liebe Crossover-Geschichte zwischen Marvel, DC, Star Wars, World of Warcraft und Herr der Ringe, ab hier beginnt der Ernst des Lebens für Dich. Das hast Du jetzt davon, dass Du ein lustiger Text bist, der den Imperator, Sauron, Thanos, Darkseid und Arthas persifliert und noch etliche Seitenhiebe an andere Universen austeilt, jetzt bist Du bekannt und begehrt.
Und ab hier erwarte ich mehr von Dir und ein regelmäßiges Wachstum der Klicks und der Reviews."
Das habe ich am 04.10.2015 zu meiner Fanstory Die Evil-Expo geschrieben. Immerhin, sie hat heute 2.000 Klicks erreicht. Aber dafür hat sie fast fünf Jahre gebraucht, und der letzte Eintrag bezog sich sogar noch auf die Schnapszahl, nicht auf den ersten Tausender.


Statistik: Damals stand der Counter bei 13 Reviews. Erstaunlicherweise sind da vier dazu gekommen, was uns zu stolzen siebzehn Reviews bringt. Also quasi ein Review pro Jahr. Heißt das, dieses Jahr konnt noch einer dazu? Ich warte und hoffe.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Sonntag, 4. Oktober 2015

1.111 Klicks auf die Evil-Expo - Schnapszahl

Jaha, liebe Crossover-Geschichte zwischen Marvel, DC, Star Wars, World of Warcraft und Herr der Ringe, ab hier beginnt der Ernst des Lebens für Dich. Das hast Du jetzt davon, dass Du ein lustiger Text bist, der den Imperator, Sauron, Thanos, Darkseid und Arthas persifliert und noch etliche Seitenhiebe an andere Universen austeilt, jetzt bist Du bekannt und begehrt.
Und ab hier erwarte ich mehr von Dir und ein regelmäßiges Wachstum der Klicks und der Reviews.


Was ehrlich gesagt vielleicht etwas übertriebene Erwartungen sind, denn der Tausender war am 16.03., und seither ist es bei dreizehn Reviews geblieben. Aber es kann ja noch anziehen.
Für Freunde des sowohl tiefsinnigen, als auch klamaukigen Humors sei die Geschichte auf jeden Fall wärmstens empfohlen. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Montag, 16. März 2015

1.000 Klicks auf die Evil-Expo

Tatsächlich. Diese Geschichte, die ich vollkommen aus Quatsch geschrieben habe, in der Darkseid, Thanos, Arthas, Palpatine und Sauron aufeinandertreffen - und das auf der Messe des absolut Bösen - und ordentlich einen heben gehen, hat gerade die 1.000er-Marke durchbrochen. Wow. Es gibt also noch einen Sinn da draußen für Comedy, die fünfe mal gerade sein lässt und ordentlich kalauert.
Wer noch nicht drauf war, hier ist der Link.
Einige waren es schon und haben immerhin dreizehn Kommentare hinterlassen.
Und, aber das ist kein Versprechen, eventuell bekommen Darkseid, Thanos und Sauron so wie Palpatine und Arthas auch noch eigene Kapitel, wenn mir was witziges einfällt.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Dienstag, 27. September 2011

Wann ist eine Sucht eine Sucht?

Bitte den Titel meines heutigen Blogeintrags mit der Melodie von Herbert Grönemeyers Hit "Männer" im Ohr lesen.
Und so wie ich angefangen habe, mache ich auch gleich weiter. Erzwungen witzig.

In meiner Tageszeitung, der LDZ, wurde heute eine Studie der Bundesregierung vorgestellt, nach der etwas mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland Internetsüchtig sind. Grund? Sie verbringen mehr als vier Stunden am Tag im Web.
...sacken lassen.
Verschiedene Medien verbreiten diese Information auch im Internet. Aber seltsamerweise hauen diese Medien der Studie sprichwörtlich auf die Finger, so die Hamburger Morgenpost und N-TV.de.
...sacken lassen.

Gehen wir die Sache doch mal, ha, ha, sachlich an. Was haben wir hier? Eine von der Bundesregierung, genauer gesagt dem Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Thema Internetsucht der Universität Lübeck.
Ich persönlich wehre mich vehement dagegen, dass ich als Süchtiger bezeichnet werde. Immerhin bin ich im Durchschnitt vier Stunden am Tag im Netz, und ich fühle mich keineswegs süchtig. Wikipedia beschreibt die Internetsucht so:

"Internetabhängigkeit verursacht wie andere Verhaltensstörungen die Vernachlässigung üblicher Lebensgewohnheiten, sozialer Kontakte, der persönlichen Versorgung und Körperhygiene, da ein Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit im Internet verbracht wird. Im Extremfall kann die virtuelle Welt zu einem vermeintlich vollständigen Ersatz für sonstige reale soziale Kontakte werden und damit zu sozialer Isolation führen.

Nach außen wird die Sucht verheimlicht oder man will sie nicht wahrhaben, verharmlost sein Verhalten. Ist der PC defekt, kommt es zu Entzugserscheinungen wie schlechter Laune, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Schweißausbrüchen. Unter Umständen schlägt sich die Abhängigkeit auch in Faulheit nieder und in der „Erkenntnis“, dass das Leben ohne Computer sinnlos sei. [...]"
..sacken lassen.

Gehen wir nach der Definition von Wikipedia und nach den Erkenntnissen der Uni Lübeck, so begegnen uns ein halbes Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands nicht mehr auf den Straßen, beim Einkaufen, im täglichen Leben, auf der Arbeit, weil sie ihr Leben vollkommen auf das Internet konzentrieren - oder eben dieses gute halbe Prozent stinkt fürchterlich... Oder beides.
...sacken lassen.

Ja, es ist wahr, es gibt dieses Faktum, Internet-Sucht. Und ja, es ist ein Problem. Vor allem für die Betroffenen, wenn sie denn merken, was mit ihnen geschieht.
Auf Youtube gibt es, wenn man lange sucht, schöne Videos von Leuten, die z.B. ihre WoW-CD's zerstören. Sieht effektvoll aus, aber wir wissen ja alle, dass man die Software-CD's heutzutage nicht mehr braucht; solange der eigene Account existiert, kriegt man die Software von Blizzard gratis im Download.
Warum ich WoW anspreche? Weil es ein Beispiel ist, das oft gewählt wird, um Internet-Sucht zu beschreiben.
Die verlockende, virtuelle Welt, die Ersatz für das normale Leben sein soll, entführt, verführt und treibt ins Verderben?
...sacken lassen.

Ich stelle jetzt einmal eine sehr gewagte Hypothese auf, bevor ich ein wenig über mein Konsumverhalten schreibe. Diese Hypothese lautet: Menschen, die Internetsüchtig sind, sind auch anfällig für andere Formen der Sucht.
All jene, die World of Warcraft, Facebook, soziale Netzwerke im Allgemeinen, Internetforen, Communitys egal welcher Form, usw, für die Schuldigen der Sucht der Betroffenen halten, vergessen m.E. Ockams Skalpell:

"1)Von mehreren möglichen Erklärungen ein und desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.
2)Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält, die in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt."

Im Anbetracht von zwölf Millionen WoW-Spielern weltweit und einhundertfünfzig Millionen aktiven Nutzern von Facebook speziell, und fast einer Milliarde Nutzer von sozialen Netzwerken weltweit stehen wir hier vor dem Umkehrschluss. Gibt es draußen in der Welt eine Milliarde Internetsüchtiger, oder sind Internetsüchtige süchtig, weil sie zur Sucht an sich neigen, und das Internet ihr Medium geworden ist?
Ich neige für mich persönlich zu entscheiden, dass zu den üblichen Süchten wie Spielsucht, Trinksucht, Drogensucht, Nikotinsucht und Telefonsucht, die kleineren Süchte außen vor gelassen, nun auch noch die Internet-Sucht hinzu gekommen ist.
Und ich neige dazu festzustellen - nein, nicht dass Internet-Süchtige selber Schuld an ihrem Dilemma sind, das wäre zynisch und zeigt nur, dass das soziale Umfeld dieser Menschen hilflos ist - dass Internetsüchtige in der Tat auch eine andere Sucht haben könnten als das Internet. Wir könnten es labeln wie wir wollen, irgend etwas bleibt immer, wonach man süchtig werden kann. Problematisch wird es natürlich, wenn Menschen, die eigentlich gar nicht dazu neigen, nach irgend etwas süchtig werden. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, und das wäre vielleicht wirklich mal eine Studie der Universität Lübeck wert, festzustellen, ob Menschen generell zu Süchten neigen können.
N-TV und MoPo reduzieren die Zahl dann auch flink von 560.000 Internet-Süchtigen auf die schweren Fälle mit rund 56.000.
...sacken lassen.

So, gleich beschreibe ich mal mein eigenes Internet-Verhalten. Aber vorher kommt noch mein Fazit: Natürlich sollte man die Zahl der Internet-Süchtigen nicht beschönigen. Das sind Menschen, die im Moment keine Hilfe bekommen, keine Anleitung und keine Unterstützung. Im Umkehrschluss darf man aber nicht jeden, der im Schnitt vier Stunden vor dem PC und/oder im Internet verbringt als süchtig, Sozialversager oder klassischen Nerd abstempeln, der sich nur von Bringdienst-Pizza ernährt und nicht mehr wäscht.
Dies ist beiden Gruppen gegenüber unfair, den Süchtigen ebenso wie den normalen Internet-Nutzern.


So, wir kommen zum Highlight. Wir kommen zu meinem Verhalten im Umgang mit dem PC.
Ich möchte aber sehr viel früher anfangen, sehr viel weiter ausholen. Erinnert sich noch jemand an "Pong"? Dieses Spiel mit dem Tennisfeld, den beiden Balken und dem Ball? Eine supersimple Form des Computerspiels, aber damals so populär, dass eigens Geräte für den Hausgebrauch gebaut wurden, die nur dieses Spiel beherrschten.
Ich selbst habe auf so einem Gerät meine ersten Erfahrungen gesammelt.
Dann kam der Atari 2600. Kennt den noch jemand, mit seiner Vielzahl an Blöckchengrafik-Spielen wie Pitfall und Tank Commander?
Darauf folgte bei mir der C64 II, und auch heute noch habe ich Spiele wie Pirates!, Kaiser, Wizball und Pool of Radiance in liebevoller Erinnerung.
Zeit, ein Fazit zu ziehen. Mit diesen Geräten und einem eigenen Fernseher, ja, damals gab es noch keine Monitore für diese Zwecke, pflegte ich zu spielen. An schlechten Tage durchaus mal sechs Stunden. Nur zu spielen, wohlgemerkt. Dennoch hatte ich, als ich jünger war, meine Zeit auf unserem Bolzplatz, in meinem Freundeskreis, und als ich älter wurde, meine Zeit in meiner Clique, vornehmlich Abends und dann da, wo die Nikotin-Süchtigen ungesehen von den Eltern rauchen konnten. Habe ich zum Glück nie angefangen. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte, aber das Zeug schmeckt mir nicht und gibt mir auch nichts.
Merkt Ihr was? Ich habe Zeit für meine Spiele genommen, aber ich bin nicht durch das soziale Netzwerk gefallen, das ich mir in den Jahren herangezüchtet hatte.

Überspringen wir mal den Amiga und die allerersten PC's, die ich in einer Zeit zum Spielen, und - oho, es wird interessant - für das Schreiben nutzte, und kommen wir in jene Zeit, in dem ich im Internetzeitalter ankam.
Es begann mit einem eigenen Telefon für mich, und daraufhin mit einer Internetverbindung mit 56K-Modem. Ich hatte plötzlich eine E-Mail-Adresse, und fand prompt mein erstes Internet-Forum, in dem ich auch heutzutage Zeit verbringe, dort sogar als Moderator tätig bin: The World of Battletech. Das war im Jahr 2000, und eröffnete mir eine völlig neue Welt.
Wie schon gesagt, zu diesem Zeitpunkt benutzte ich bereits den PC, um zu schreiben. '96, als ich damit startete, begann ich damit, ältere handgeschriebene Texte abzutippen, später schrieb ich immer weniger vor, ich wurde schneller an der Tastatur, und tippte direkt in Word. Heutzutage habe ich viele, viele angefangene Ideen und Texte, die ausschließlich am PC geschrieben wurden.
Heutzutage schreibe ich sehr viel am PC, für meine Geschichten und Romane, hier in meinem Blog, in den Foren, in denen ich moderiere, und surfe nebenbei im Netz. Deshalb kann man meine Arbeitszeit am PC kaum von der Zeit differieren, die ich im Netz bin. Das läuft nebenbei, und deshalb ist die Studie auch unfair zu mir und meinesgleichen.


Kommen wir weiter, kommen wir zu sozialen Netzwerken, Youtube und Facebook. Und ja, auch zu World of Warcraft.
Ich gebe zu, in die sozialen Netzwerke bin ich erst vor knapp vier Jahren gekommen. Über eine Freundin lernte ich MySpace kennen. Später, über eine weitere Freundin, kam MeinVZ hinzu, und schließlich, gegängelt vom Trend (und dem 50 Jahre, 50 Geschichten-Projekt), trat ich dieses Jahr auch Facebook und Google+ bei.
Ich möchte nicht behaupten, dass ich hier täglich präsent bin. MeinVZ besuche ich nur, wenn mich eine Mail informiert, das mir jemand etwas geschrieben hat. Ebenso MySpace. Auf Facebook schaue ich, wenn ich nicht benachrichtigt werde, bestenfalls einmal die Woche rein, wenn ich daran denke. Und Google+, das nicht gerade vor Aktivität überschäumt, habe ich viermal aufgesucht, seit ich da gemeldet bin. Das war im Mai. Viel wichtiger als das sind meine Stammforen, in denen ich mehrmals täglich rein schaue. Das, meine Mail-Adresse auf Gmx.de, und natürlich mein Account auf Fanfiktion.de, das für mich eine wichtige Ressource ist. Auf diesen Seiten interagiere ich mit sehr vielen Menschen. Und ich kann sagen, ich habe fünfundneunzig Prozent von ihnen das erste Mal im Internet kennen gelernt, und von denen kenne ich bestenfalls fünf Prozent persönlich. Viele dieser Menschen, die mir teilweise viel bedeuten, würde ich ohne Internet gar nicht kennen. Ich hätte mich nie mit ihnen geschrieben, hätte nie mit ihnen gechattet, wäre ihnen nie hilfreich gewesen, hätte viele nie mit meinen Geschichten und Romanen erfreuen können...

Ergo: Mit dem Internet haben wir eine schnelle, effektive Kommunikationsform, und ein Teil meines sozialen Netzwerks hat sich verlagert. Nein, das ist das falsche Wort. Meine Welt ist GRÖßER geworden, größer durch das Internet. Und ich habe mir sehr viele neue soziale Kontakte allein über das Internet erschlossen.
Wenn mich das zum Süchtigen macht, dann ladet mir das Kreuz auf; meine Freundschaften werde ich deshalb nicht aufgeben oder vernachlässigen.


Ich habe mal optimistisch geschrieben: Im Internet begegnen sich nur die Seelen.
Tja, im Zeitalter des Cyber-Mobbings muss man das wohl so interpretieren: Manche dieser Seelen sind eben echte Drecksäcke und Arschlöcher. Im Internet zeigen sie ihr wahres, komplexbelastetes, gehetztes Wesen. Aber deshalb das ganze Internet verteufeln, regulieren, verwünschen?

Ich habe gerade erst gelesen, dass die Piraten-Partei in ihrem Pamphlet überhaupt nicht auf die Internet-Sucht eingeht, und das man ihr das vorwerfen muss.
Warum, frage ich? Wirft man der CDU vor, dass sie in ihrem Wahlprogramm mit keinem Wort auf die Suchtheilung Alkohol-Kranker eingeht? Oder der SPD die Nikotin-Abhängigen? Nur weil die Piraten-Partei als kompetent für das Internet 2.0 gilt, sollte man die Kranken und deren Behandlung doch bitte weiterhin den Spezialisten überlassen. Dieser Pranger für die Piraten ist selbstentlarvend und feige. Was sollten sie auch machen? Eine bessere Behandlung fordern? Sich im Namen des Internets für die Suchtfälle entschuldigen? Die Süchtigen selbst behandeln?
...sacken lassen.


Weil es so schön ist, hier noch mal ein Einblick in mein Suchtverh... Ich meine, in meinen Umgang mit dem Internet.
Kommen wir ans Eingemachte, kommen wir zu World of WarCraft.
Ja, ich spiele WoW. Und das nun schon vier Jahre. Ja, ich spiele gerne WoW, es gibt mir immer wieder was, meistens ein paar schöne Stunden (in denen ich eigentlich an meinen Romanen hätte weiter schreiben sollen ^^), Abwechslung und Kurzweil.
In den Achtzigern, als wir alle noch eifrig Spiele getauscht haben, da fragte mich ein Freund, was für C64-Spiele ich mir ausborgen wolle. Daraufhin antwortete ich: "Ein Spiel, in dem ich meinen Weg, meine Aufträge und meine Waffen selbst aussuchen kann." Zwanzig Jahre später erschuf man die virtuelle Welt von World of WarCraft, in der man Stunden zubringen kann, ohne einen einzigen Auftrag zu haben, sprich Quest. Einfach, indem man durch die Landschaft reitet, farmt (dieser Ausdruck bedeutet, dass z.B. ein Charakter mit Minenarbeiterausbildung Erzvorkommen sucht und abbaut, deren Ergebnisse er entweder selbst verbraucht, oder im Auktionshaus verkauft) und seine Berufe levelt (was bedeutet: Man hat in WoW zwei primäre und vier sekundäre Berufe. Vor allem die sekundären Berufe, Angeln, Kochen, Erste Hilfe und Archäologie, bieten hier und da Hilfe beim Spielen und beim Leveln. Deshalb ist es sinnvoll, sie möglichst schnell auf den höchstmöglichen Stand zu bekommen. Sprich, Stoffe sammeln, um mit Erster Hilfe Verbände anzufertigen, die dem Charakter dann bei Questen nützen. Und das ist nur ein Beispiel.)

Nun habe ich WoW, und mein Main (meistens der erste Charakter, den man erschafft, mittlerweile aber der Charakter, den man am meisten spielt) ist auf der derzeitigen Höchststufe von 85. Dennoch spiele ich WoW... Durchwachsen. Es gibt Tage, da gehe ich gar nicht online, in manchen Wochen spiele ich jeden Tag, in manchen Wochen gar nicht. Es kommt vor, wenn ich in eine Instanz mitgehe oder einen bestimmten Erfolg wie einen Level-Up oder ein besonderes Ereignis erreichen will, dass ich schon mal drei, vier, fünf oder gar sechs Stunden im Spiel verbringe. Aber eigentlich nicht am Stück. Nach spätestens zwei Stunden ist es mir über.
Aber, doch, ich habe viel Spaß an dem Spiel, und werde es weiter spielen. Nicht zuletzt deshalb, weil ich auch hier, wie in den sozialen Netzwerken, so meine Freundschaften und sozialen Beziehungen habe. Mit den Menschen hinter den Charakteren, nicht mit den Polygon-Gestalten.
Auch hier gilt: Don't blame the game. Wer hier süchtig wird, hat nur seine Sucht gefunden. Traurig, aber wahr.

So, das waren meine Gedanken zum Thema. Wer mich in Azeroth besuchen möchte, der findet mich auf dem Server Kargath auf Seite der Allianz. Mein Nachtelfenkrieger Arliczan ist mein Main. Ich bin immer für einen Plausch oder eine Instanz zu haben.
Da ich aber nur sehr moderat spiele, bin ich jetzt eher Mittelmaß. Aber die Ausrüstung passt.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Heimunterricht. Heimunterricht? Und World of Warcraft!

Ein etwas irreführender Titel zu einem Thema, dem ich gerne mal mein persönliches Fazit mitgeben möchte. Der Zusatz ist eine eher spontane Idee, und wird in Teil zwei dieses Blogs behandelt.


Heimunterricht heißt in diesem Fall, dass Eltern das Recht fordern, ihre eigenen Kinder Zuhause zu unterrichten. Dies ist in unserem Land bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht möglich, weil die Bildungshoheit beim Staat liegt und wir eine allgemeine Schulpflicht haben.
Vor einiger Zeit verfolgte ich einen Bericht im Fernsehen, ein Bremer Ehepaar betreffend, deren Söhne im Grundschulalter sind. Nach einigen Schwierigkeiten auf ihrer Schule hat sich das Paar dazu entschlossen, ihre Kinder daheim zu unterrichten. Da beide Lehrer sind, hatten sie temporär sogar eine Genehmigung dafür, und die Kinder hatten bei den Kontrollprüfungen auch sehr gute Noten. Irgendwann aber spielte Bremen nicht mehr mit und bestand darauf, dass die Jungs wieder auf eine reguläre Schule gehen.
Dort hat es den beiden aber nicht gefallen, und nach ein paar Wochen sowie einigen Fragen nach den langen Haaren der beiden Jungs nahmen die Eltern den Heimunterricht wieder auf. Den jetzigen Stand kenne ich nicht, aber das Schlusswort des Vaters beinhaltete nach meiner vagen Erinnerung Begriffe wie "auswandern".

Heute auf Tagesschau.de ist ein ganz ähnlicher Bericht zu sehen. Eine christlich geprägte Familie mit sieben Kindern ist aus Deutschland ausgewandert, um ihre Kinder daheim zu unterrichten. Grund dafür sei, so der Vater, dass der Unterricht in Deutschland weniger und weniger dem christlichen Glauben entspräche. Dafür erhielt und erhält die Familie Unterstützung US-amerikanischer christlicher Organisationen.

...sacken lassen. Noch mehr sacken lassen.

Familie eins: Unverständlich für mich. Die beiden sind Lehrer, verbringen ihre Arbeitszeit damit, die Kinder anderer Eltern zu unterrichten - und haben kein Vertrauen in ihre Kollegen?
Selbst wenn es an der Schule hapert, da ließe sich sicherlich eine geeignetere Lehranstalt finden. In meinen Augen sind die Eltern Überprotektiv. Dabei hätten es gerade diese zwei so nötig, auf eine reguläre Schule zu gehen, dem Mikrokosmos des Elternhauses zu entkommen, soziale Kontakte zu schließen und neue Erfahrungen zu machen, vom Ausflug bis zur Klassenfahrt.
Dass sich ausgerechnet Pädagogen derart in Heimunterricht hinein steigern und sogar so weit gehen auszuwandern, ist Narzißmus.
In meiner Schulzeit war ich nie der Beliebteste, hatte Spitznamen wie Professor und Streber, aber dennoch möchte ich keinen Tag und kein gewechseltes Wort aus dieser Zeit missen. Ich habe Dinge gelernt, die ich so vorher nie gesehen hatte, neue Perspektiven kennen gelernt und neue Erfahrungen gemacht... (Unter anderem in Chemie, dass man mit dickem Schnupfen eine Schwefelreaktion nicht unbedingt riechen muss.)
All das enthalten diese Eltern ihren Kindern vor. Aber irgendwann werden sie zu alt für den Mikrokosmos Elternhaus sein. Was dann?

Familie zwei: Oh... Mein... Gott... Ganz Deutschland spricht von Überfremdung, Kultureller Übernahme durch den Islam und besserer Integration. In der Schweiz machen sich rechte Gruppen die Entscheidungsmüdigkeit der Direktdemokratie zunutze und drücken ein Verbot für den Anbau von Minaretten an Moscheen durch. Und in Bayern spukt noch immer die "privilegierte Partnerschaft" der Türkei durch die Regierungsämter, also über einen Staat, der in der NATO seit über fünfzig Jahren unserem Schutz gedient hat und dessen Staatsbürger maßgeblich an unserem Fünziger- und Sechziger-Aufschwung Teil hatten.
Diese ganze Diskussion ist nichts gegen die drohende Entfremdung Deutschlands durch militante und radikale Christen! Oh ja, über dieses Thema rege ich mich sehr gerne auf, weil ich Leute hasse, die unfair kämpfen. Und christliche Fanatiker, egal ob Kreationisten oder nicht, haben nicht einmal den Mumm, mit einer Waffe auf einem Video zu posieren und Tacheless zu reden - sie kommen von hinten, heimlich, mit dem Dolch im Ärmel. Angst vor dem islamischen Gottesstaat? Ehrlich gesagt ist die Gefahr durch radikale Christen größer, und ich fürchte mich mehr vor dem christlichen Gottesstaat.
Bestes Beispiel hierfür ist unser gute Familienvater, der fürchtet, das seine Kinder nicht christlich genug erzogen werden. Und das der Lehrplan seiner Meinung nach nicht christlich genug unterrichtet. Dies geht so weit, das er mit seiner Familie sogar auswandert. In ein Land, das ihm seinen eigenen Lehrplan erlaubt.
Verfolgt? Unterdrückt? Bevormundet? Mitnichten. Auch dieser Familienvater enthält seinen Kindern die Sozialisierung mit Gleichaltrigen vor, isoliert sie, indoktriniert sie, nimmt ihnen Chance und Recht auf eine zweite Meinung, auf eine eigene Meinung. Und wie dieser Lehrplan aussieht, möchte ich gar nicht wissen.
Viele Muslime, die sich gegen die Schulpflicht ihrer z.B. Töchter stemmen, nennen als Grund dafür gerne den Biologie-Unterricht, wo "die Mädchen Dinge lernen, die gegen unseren Glauben sind". Als wenn Körperfunktionen und Kinder kriegen nicht zu den Dingen gehören, durch die sie selbst überhaupt erst existieren... Der Haken ist, dass die Argumente christlicher Schulverweigerer damit ABSOLUT IDENTISCH sind. Für beide habe ich kein Verständnis, und beides darf es in Deutschland, einem säkularisierten Land mit strikter Trennung von Kirche und Staat NICHT GEBEN.
Sollen sie meinetwegen in den USA ihre Kinder unterrichten, sieben jungen Menschen die Chance auf ein eigenständiges Leben verbauen. Sollen sie drüben bleiben und im Mikrokosmos Elternhaus leben. Aber deshalb eine Diskussion über Heimunterricht in Deutschland beginnen? Sicherlich nicht. Der Staat darf die Bildungshoheit nicht aus der Hand geben. Das ist meine Meinung.


Kommen wir zu einem anderen Thema, Teil zwei meines Titels: World of Warcraft.
Das ist ein MMORPG, ein Multi Media Online Role Playing Game, oder übersetzt ein Rollenspiel im Internet. Nach Angaben von Blizzard, dem Vertreiber des Spiels und dem Betreiber der Spieleserver, gibt es weltweit rund fünf Millionen Spieler. Damit ist es das beliebteste Browser-Spiel der westlichen Welt, vielleicht sogar weltweit. Auf jeden Fall ist es ein Bombengeschäft, das durch neue Add-ons beständig attraktiv gehalten wird.
Gestern berichtete Stern TV direkt nach einer Reportage über Glücksspielsucht auch über World of Warcraft. Der Bericht ging dabei erheblich unter die Gürtellinie, tangierte kurz Ego-Shooter und konzentrierte sich schlussendlich auf Suchtopfer.
Die Reportage begleitete Spieler auf eine so genannte LAN-Party, also ein Treffen von Spielern, die sich ansonsten nur übers Netz treffen, beleuchtete die Personen vor den Konsolen und das Umfeld einer solchen LAN, inklusive kommerzieller Händler.
Danach schwenkte der Bericht (kehrte aber gerne wieder und wieder zur LAN-Party zurück, um die Zeit voll zu kriegen) auf eine amerikanische Sucht-Klinik um, in der nur Rollenspiel-Aussteiger betreut werden. Man ließ Ex-Süchtige zu Wort kommen, präsentierte Beispiele von WoW-Spielern, die auf Youtube-Videos ihren Ausstieg verkündeten und dafür ihre Spiele-CDs zerbrachen, ihren Account verkauften, und, und, und...

...sacken lassen.
Ich spiele selbst World of Warcraft. In der Woche bin ich schon mal acht Stunden on. Länger hält meine Aufmerksamkeitsspanne für WoW selten an, außer ich verbeiße mich ernsthaft in ein Problem oder eine bestimmte Questreihe. Ist das vorbei, geht meine Zeit bei WoW wieder drastisch zurück. Es gibt immer Tage, an denen ich gar nicht on gehe, oder lediglich meine Auktionen kontrolliere. So ist das nun mal. Der eine spielt mehr, der andere weniger.
Ich habe allerdings schon immer gespielt. Ganz früher, Anfangs der achtziger, hatte ich einen Atari 2600, und hatte Spiele wie Pitfall, Pac Man und dergleichen.
Darauf folgte Ende der Achtziger mein C64, auf dem ich dann Pirates!, Wizball, Pool of Radiance, Kaiser und andere spielte.
Während meiner Bundeswehrzeit konnte ich günstig einen gebrauchten Amiga kaufen. Ich übernahm ihn mit Dutzenden Spielen, von Populous über Pirates! Gold bis hin Powermonger.
Dann kaufte mein Bruder seinen ersten PC, einen 486er. Er stieg relativ spät in den PC-Sektor ein, denn damals war der 486er schon ein leistungsstarkes Gerät, das ich später von ihm kaufen konnte. Damals machten Spiele wie World of Warcraft Furore und revolutionierten den Markt.
Mit mehr Rechenleistung kamen auch komplexere Spiele heraus. Waren anfangs zu C64er Zeiten Bilder noch als Speicherfresser verpönt, konnte es nun gar nicht mehr plastisch genug sein, konnte eine Grafikkarte gar nicht genug leisten. Waren Spiele zum Anfang der PC-Zeit nur mit Diskette, später mit CD spielbar, war irgendwann der Sprung zu großen Festplatten da, auf denen das Spiel komplett gespeichert wurde. Die Spiele wurden größer, komplexer, brauchten mehr und mehr Festplattenspeicher - und boten dafür auch mehr. Es fing mit grafisch einfachen Sachen wie Masters of Orion 2 an, schwenkte über Command&Conquer, schlitterte über Emperor of Dune voran, bis wir Warcraft 3 erreichten - und die Serverabhängigen Spiele wie eben World of Warcraft.

...nach diesem kleinen Exkurs gilt wieder: Sacken lassen.
Ich habe, seit ich zehn Jahre alt bin, mehr oder weniger regelmäßig gespielt. Ich bin mit der Brotkiste, wie der C64 liebevoll genannt wurde, groß geworden. Ich habe nie selbst programmiert, und erst sehr spät angefangen auf dem PC zu schreiben. Ich war nie richtig tief drin, und heutzutage beherrsche ich nicht einmal HTML. Dafür kenne ich Tools, die das für mich übernehmen. Ich bin vielleicht kein Experte, aber ich schaue von INNEN auf die Materie, nicht auf außen.
Darum frage ich Stern TV: Hallo? Tickt Ihr noch richtig? Schön und gut, Eure Youtube-Videos von Leuten, die ihre Spiele-CDs zerbrechen... Aber WoW wird komplett auf der Festplatte installiert und braucht keine CDs zum starten. Eine Klinik in Amerika für Spiele-Süchtige? Nett, wirklich nett. Überlaufen scheint die Klinik allerdings nicht zu sein, mit ihren fünfundzwanzig Plätzen. Eine dicke junge Deutsche legt ihrer sozialen Probleme und ihrer Fettleibigkeit die Spielsucht zugrunde... Sicher, dass es nicht doch die Schokoriegel waren?
Es ist irreführend, unfair und tendenziös, Interviewpartner falsch zu zitieren, falsch anzukündigen und aus dem Zusammenhang gerissen zu zeigen. Wenn also ein kommerzieller Verkäufer darüber berichtet, dass man für eine epische Waffe eben Ruf farmen muss, weil man sie für Gold nicht bekommt, dann bedeutet das NICHT, dass er das Spiel negiert. Dann bedeutet das nur, dass die Spieler, die keinen Ruf farmen wollen, eine geringe Aufmerksamkeitsspanne und wenig Ausdauer haben.
Fazit: Ein externer Bericht, der auch Opfer zu Wort kommen lässt. Allerdings stellt er WoW in den Vordergrund und vergisst zu erwähnen, dass man bei allen MMORPGs süchtig werden kann - auch bei offline gespielten Computerspielen - und er bauscht das Problem unnötig auf. Siehe die fünfundzwanzig Plätze in der Computersucht-Klinik. Bei *hust* fünf Millionen WoW-Spielern weltweit. Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht, hier wird ein Schuldiger gesucht. WoW ist nur ein Spiel. Und leider gibt es Menschen, die damit nicht umgehen können. Aber diese Menschen hätte man alle auch eine Stunde vorher im Bericht über Glücksspielsucht wieder finden können. Das ist kein seriöser Journalismus, liebe Stern TV-Redaktion.


Edit: Ich bin dem Link von Norbert gefolgt und stieß auf zwei Videos von ARD-Sendungen zum Thema Spielsucht. Beide Filme haben gravierende Fehler, die auch die Stern TV-Reportage hatte. Sie nennen keine Zahlen, keine harten Fakten. Sie führen Einzelschicksale auf und pauschalisieren sie auf alle anderen. Damit erklären sie auch mich zu einem potentiell Süchtigen, und das gefällt mir absolut gar nicht. Keine Fakten, Verallgemeinerungen, Laien statt Experten kommen zu Wort. Vor zwanzig Jahren hätte man so einen schwammigen Bericht in der Bunten erwartet, aber sicher nicht in der ARD.