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Montag, 18. September 2017

Sicherheitsmasssssssnahmen Nummer neununddreißig: Der Sicherheitsdienst von Amazon verschickt Links... Sicherheitsdienst von Amazon, schon klar

Es ist mal wieder soweit. Eine sehr gut gemachte Phishing-Mail, die angeblich von Amazon direkt kommt, geht um.

Um es kurz zu machen, angeblich bekommt man eine Sicherheitswarnung vom Amazon Sicherheitsdienst, das eigene Konto wäre eingeschränkt, weil es dort verdächtige Aktionen gegeben hätte. Die Sicherheit des Kunden wäre wichtig und man möge sich doch bitte über den Link einloggen.
Das machen wir natürlich NICHT! Es handelt sich definitiv um Betrug im fortgeschrittenen Maßstab, wie Onlinewarnungen.de deutlich macht. Hier geht es zur Warnung.
Da der gesamte Text in perfektem Deutsch geschrieben ist, das Design fast exakt einer Amazon Mail nachempfunden wurde und dazu auch noch an meine Tiff26-Mailadresse gesandt wurde, verzichte ich darauf, den Text hier wiederzugeben. Für einen Screenie schaut bitte auf Onlinewarnungen.de.

...sacken lassen. Aber sag mal, Ace, wenn die Mail so gut ist, wie hast Du entdeckt, dass es eine Fälschung ist? Ein Betrugsversuch?
Oh, danke für die Frage, die kommt mir sehr gelegen. Zuallererst war ich erst gestern auf meinem Amazon-Account, und da ist mir nichts aufgefallen; zudem würde ich, wäre ich tatsächlich im Zweifel, ein neues Fenster aufmachen und mich per Hand nach Amazon bewegen und NUR im neuen Fenster einloggen, um nachzuschauen, ob und was los ist. Aber so weit brauchte ich gar nicht zu gehen.
In der Mail gibt es insgesamt fünf Links, vier davon blau unterlegt, der fünfte führt angeblich zum Login. Die blau unterlegten Links existieren aber gar nicht. Das ist nur Text mit blauer Schrift.Meine Sicherheit, mein Konto und Amazon.de sind einfach nur Text anstelle von Weiterverlinkung. Und das ist der erste gravierende Fehler der Spammer. Blauer Text ist immer ein Link. Ist kein Link dahinter, dann stimmt etwas nicht. Einfach mal mit der Maus drüber gehen, und siehe da, unten im Browser wird nichts, aber auch gar nichts angezeigt.
Da war die Mail natürlich schon lange aufgeflogen, aber ich habe in Eurem Sinne weitergesucht und weitere, sehr eindeutige Beweise für Phishing-Betrug gefunden. Wenn man auf der Mail auf die Absenderadresse geht und sie sich anzeigen lässt, sieht man folgendes: sicherheit@amazon.dе
Egal, was auch passiert, Amazon würde nie von einem anderen Ort Mails versenden als von Amazon.de, Amazon.com oder einem anderen Landesserver wie Amazon.us oder Amazon.uk.
Was habe ich noch bemerkt? Kein Impressum. Die ganze dämliche Seite hat kein Impressum. So. Macht Amazon nie. Niemals nicht nie. Fälschung. Betrug. Großes Verbrechen.
Und last but not least, der Link zum angeblichen Einloggen auf Amazon. Wenn man da mit der Maus drüber geht, dann sieht man unten im Browser, dass die Adresse auf Bit.ly geht. Das ist ein Kurz-URL-Dienst, der hier eifrig für diesenBetrug missbraucht wurde. Was die lieben Herren und Damen Verbrecher bei ihrem perfekten Plan nicht bedacht haben: Das verwischt leider ihre Spuren nicht.
Amazon würde natürlich NIE die Dienste eines URL-Kürzers in Anspruch nehmen. Ist bei dem Mailaufkommen auch illusorisch.

Fazit: Gut gemachter Spam, richtig gut gemachter Spam, aber nicht gut genug gemachter Spam.
Meine Damen und Herren deutschsprachige Internetverbrecher: Ihr seid schlecht. In beiderlei Hinsicht.

Donnerstag, 17. August 2017

Sicherheitsmasssssssnahmen Nummer achtunddreißig: Die Rechnung, die Rechnung... Und eine existierende Antwortmailadresse

Gestern erhielt ich eine Mail. Es war eine von jenen Mails, die sich nach einmaligem Öffnen selbst löschen. Zum Glück habe ich geantwortet und verfüge deshalb noch über den Text.
Vorweg eines: Es ist natürlich Phishing-Spam, und der Anhang ist Virenverseucht. Aber die Mailadresse, die zur Antwort, bzw. als Absender hinterlegt ist, gibt es wirklich. Das macht es etwas perfide. Aber gleich mehr dazu.
Hier erstmal der Inhalt:
Gesendet: Mittwoch, 16. August 2017 um 06:25 Uhr
Von: "Inkasso Directpay GmbH"
An: "Alexander Kaiser"
Betreff: Rechnung für Alexander Kaiser zur Bestellung vom 16 August 2017 NR080810308
Sehr geehrte(r) Alexander Kaiser,

zu unserem Bedauern mussten wir gerade feststellen, dass unsere Erinnerung NR. 080810308 bisher ergebnislos blieb. Nun bieten wir Ihnen nun letztmalig die Möglichkeit, den nicht gedeckten Betrag unseren Mandanten Directpay GmbH zu begleichen.

Aufgrund des andauernden Zahlungsverzug sind Sie gezwungen zusätzlich, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 68,24 Euro zu tragen. Bei Rückfragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Tagen. Um zusätzliche Mahnkosten zu vermeiden, bitten wir Sie den ausstehenden Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Zahlungseingänge bis zum 15.08.2017.

Hinterlegte Daten:

Alexander Kaiser
Breslauer Str. 1
31029 Banteln



Überweisen Sie den aussehenden Betrag unter Angaben der Artikelnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 21 August 2017 auf unserem Konto verbucht wird. Können wird bis zum genannten Datum keine Überweisung einsehen, sind wir gezwungen unsere Forderung an ein Inkassounternehmen zu übergeben. Sämtliche damit verbundenen zusätzliche Kosten werden Sie tragen.

Die detaillierte Forderungsausstellung Nummer 080810308, der Sie alle Positionen entnehmen können, ist beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen

Inkasso Johannes Heinrich

So, NATÜRLICH ist das die Antwortmail. Ich habe den Brief da nur rauskopiert, inklusive allen Angaben. Kenner werden gleich gesehen haben, dass die Antwort an Karstadt ging. Die haben auch prompt geantwortet und sich für den Spam, der mit ihrer Adresse verschickt wird, entschuldigt, obwohl sie rein technisch nichts dafür können und sich die Mail auf den "Mandanten Directpay GmbH" bezieht.
Hier ist die Antwort von Karstadt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

aktuell werden unter Angabe der absendenden E-Mail-Adresse news@newsletter.karstadt.de Zahlungsaufforderungen versendet, die nicht von der Karstadt Warenhaus GmbH stammen. Genannt werden verschiedenste Firmen, die angeblich offene Forderungen eintreiben wollen.

Diese Mail ist ein ausdrücklicher Betrugsversuch uns nicht näher bekannter Personen. Wir empfehlen Ihnen, darauf nicht zu reagieren. Auch empfehlen wir, den Anhang, der der E-Mail in der Regel beigefügt ist, nicht zu öffnen.

Weitere Informationen zu diesem Sachverhalt können wir Ihnen leider nicht geben, da wir, wie bereits ausgeführt, nicht der Absender der genannten E-Mail sind. In diesem Zusammenhang erlauben wir uns, dieses Ticket ohne weitere Bearbeitung zu schließen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr karstadt.de - Serviceteam


Damit dürfte also alles klar sein. Wer demnach Post von Incasso Directpay GmbH mit Antwortadresse bei Karstadt bekommt, kann die Geschichte mit neunundneunzigprozentiger Sicherheit kommentarlos löschen. Das eine Prozent Unsicherheit kommt daher, dass, wenn Ihr Karstadt-Kunde seid, sicherheitshalber doch mal aufs Kundenkonto gucken solltet, ob da noch was offen ist. ABER benutzt dafür keine Links aus der Mail. Macht ein neues Tab auf und loggt Euch per Hand ein.

So, jetzt noch fix zum erheiternden Spiel "Woran ich Spam erkenne":
1) Die Rechnung bezieht sich auf eine Bestellung, die am gleichen Tag ausgestellt wurde wie die Mahnung. Sehr unprofessionell, liebe Diebe.
2) Sehr geehrte(r) Herr Kaiser - genderneutrale Anrede, typisch für einen Kettenbrief ohne Aufwand.
3) "Nun bieten wir Ihnen nun..." Merkt Ihr schon, ne?
4) Absender ist angeblich News@newsletter.karstadt.de, dabei steht im Briefkopf Inkasso Directpay GmbH.

Das Deutsch ist zwar recht gut, aber nicht gut genug. Alleine das würde schon vermuten lassen, dass wir es hier mit einem Fake, mit Phishing und einem mit Viren verseuchten Anhang zu tun haben. Mit einem Wort: Verbrechen. Das arme Karstadt-Team kann da nichts für. Gar nichts. Absolut nichts. Karstadt ist hier ebenfalls Opfer des Verbrechens. Aber, und das seht Ihr am Auszug der Antwort, das Team reagiert freundlich und vollkommen angemessen. Dabei hatte ich nur aus Jux und Dollerei auf den Antwortbutton gedrückt und "Come and get me" geschrieben. Keiner war überraschter als ich, weil es plötzlich eine Antwort gab...

Also: Virenspam. Am besten gleich löschen, vor allem, wenn Ihr nicht bei Karstadt kauft.




Dienstag, 13. Juni 2017

Sicherheitsmasssssssnahmen Nummersiebenunddreißig: Perfides Paypal-Phishing der pesonderen Art.

Heute flatterte mir mal wieder Paypal-Spam auf den virtuellen Schreibtisch. Und zwar nicht im Ordner Spam, sondern im regulären Posteingang. Wenn ich den bemitleidenswerten Ganoven finde, der meine Mailadresse verkauft...

Jedenfalls erreichte mich heute eine Nachricht der Seite Pay Pal mit dem Titel "Konfliktlösungen".
In der Mail befand sich eine Nachricht in sehr gutem Deutsch, in der ich aufgefordert wurde, nach mehrmaliger Aufforderung endlich wegen auffälliger Aktionen auf meinem Konto tätig zu werden.
...sacken lassen.
Wie gesagt, sehr gutes, fehlerfreies Deutsch und ein ansprechender Text.
ABER: Die lieben Phisher haben dennoch einige Fehler begangen.


Zuerst aber zu unser aller Erbauung, der Text der Mail. Anschließend erkläre ich, warum es sich um Phishing handelt. Die Links wurden von mir entfernt. Nicht, dass ein DAU vorbeischaut, draufklickt, sich einloggt und wegen mir seine Nutzerdaten auf Paypal.de preisgibt. Aber auch dazu gleich mehr.



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Wir brauchen Ihre Hilfe.
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Guten Tag!


Wir haben Sie kürzlich per E-Mail gebeten, uns bei der Lösung eines
Problems zu helfen, das in Zusammenhang mit Ihrem Konto aufgetreten
ist. Ihr Konto ist nach wie vor vorübergehend eingeschränkt, da wir bisher
nichts von Ihnen gehört haben.

Mit Ihrer Hilfe bekommen wir Ihr Konto aber schnell wieder in Ordnung.

Wo liegt das Problem?

Wir haben ein ungewöhnliches Muster von Zugriffen auf Ihr Konto
festgestellt. Unterstützen Sie uns, damit wir unberechtigte Zugriffe
schnell ausschließen können.

Bearbeitungsnummer: PP-%random%

Wie geht es jetzt weiter?

Loggen Sie sich bitte in Ihr Konto ein und rufen Sie die Seite
"Konfliktlösungen" auf. Dort sehen Sie, welche Informationen wir genau von
Ihnen brauchen - und können sie gleich einreichen.

Um uns zu helfen und um zu erfahren, welche Funktionen Ihres Kontos bis zur
Lösung des Problems eingeschränkt sind, loggen Sie sich in Ihr Konto ein
und rufen Sie die Seite "Konfliktlösungen" auf.

Viele Grüße!


Also, warum ist dies eine Fälschung, eine Phishing-Mail? Eine gut gemachte, zugegeben.
1) Keine persönliche Anrede. Paypal spricht mich immer mit Namen an.
2) Kein Impressum. Was für ein peinlicher Fehler. Ohne Impressum am Ende der Mail, keine Verifikation.
3) Der Absender ist "Pay Pal" (nur echt mit dem Leerzeichen) von einem Server namens @sover.net. Paypal hat seinen eigenen Mailserver.
4) Und jetzt wird es knifflig. Im Original sind die blauen Sätze und Worte natürlich mit Links unterlegt, die, wenn man den Mauszeiger draufhält, verraten, wo sie hinführen. Und sie führen tatsächlich nach Paypal, was natürlich spätestens unmöglich ist, wenn man das Leerzeichen bei Pay Pal bemerkt hat. Und tatsächlich führt der Link nicht zu Paypal.de oder Paypal.com, was sie aber müssten, wäre dies eine echte Mail von Paypal, sondern auf eine .pro-Domain, die mit Paypal genau... Nichts zu tun hat.
5) Und als kleines Schmankerl: Man schaue mal in Zeile 12 dieser Mail. Da steht dann tatsächlich: Bearbeitungsnummer: PP-%random%
Tja, da hat wohl ein Makro nicht funktioniert, und dieser ambitionierte deutsche Muttersprachler von einem Verbrecher hat zwar vieles richtig gemacht, zum Beispiel in die richtige Rechtschreibung investiert und eine Domain gekauft, der er den Namen Paypal verpassen konnte, aber dann hat er wahrscheinlich zehntausende Mails rausgejagt, ohne dass sie über eine zufällig generierte Bearbeitungsnummer verfügen. Sie haben nur das nicht funktionierende Makro. Also, wenn das nicht komisch ist, dann weiß ich auch nicht. ^^

Fazit: Phishing. Ganz klar Phishing. Finger weg von den Links. Antworten dürfte auch ins Leere führen. Einfach löschen, das Ding, merken, warum es Spam ist und bei der nächsten Mail mit dem neu erworbenen Wissen extra genau draufschauen.
Ach, und nicht vergessen: Wenn es Euch doch in den Fingern juckt: Immer selbst ein neues Tab öffnen, die deutsche Paypal-Adresse per Hand eingeben und dann in aller Ruhe einloggen und das Konto checken. Niemals die Links nehmen. Nie.
Paypal versendet auch oft Mails mit fertigen Links, ich weiß. Benutzt die einfach nicht.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen. ^^V

Mittwoch, 6. April 2016

Sicherheitsmasssssssnahmen Nummer einunddreißig: Paypal wieder

Paypal mal wieder. Die Spammer und Phisher haben die große Online-Bank mit den bequemen schnellen Überweisungen (und für den Empfänger exorbitant hohen Gebühren, aber was soll man tun, es ist so praktisch) nicht vergessen und launchen einen neuen Phishing-Attemp.
Da erreichte mich also von der Mail-Adresse service@desy.de, getarnt als Paypal-Button, die neueste Version von Phishing-Spam. Tja. Das ist schon mal Fehler Nummer eins. Wenn ich nur mit der Maus über den Absenderbutton fahren muss, damit der mir verrät, dass er nicht von den Paypal-Servern kommt, dann ist der Spam so offensichtlich, dass es schon wehtut.

Auch der Rest ist nicht besonders intelligent aufgemacht. Zwar benutzt die Spam-Mail ein Impressum von Paypal, aber das Deutsch ist stellenweise so schlecht, dass man beinahe schon aus Mitleid das HTML-Dokument im Anhang anklicken möchte, damit die Spammer wenigstens ein Erfolgserlebnis haben... Nein, nicht wirklich. ;P
Also, es gibt schon sehr, sehr miserable Verbrecher auf der Welt... Aber es gibt eben auch eine Menge DAU (dümmste anzunehmende User) im Netz. Und dann noch jene, die zweifeln, ob nicht doch... Und für diese Leute schreibe ich ja diese Kolumne und zeige ihnen, WARUM diese Nachricht Spam ist.

Hier die Mail im Original:

Lieber PayPal Kunde,
Aufgrund der jüngsten betrügerischen Aktivitäten haben wir ein neues Online-Sicherheitssystem für den maximalen Schutz der persönliche Daten unserer Kunden gestartet.
Nach dieser Tatsache, wird Ihnen angeboten, ihr PayPal-Konto zu aktualisieren.

Um Ihr PayPal-Konto zu aktualisieren, liegt Ihnen in Ihrer E-Mail Adresse ein Formular zur Verfügung.
Bitte laden Sie das Formular aus, rufen Sie über Ihren Internet-Browser und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Hinweis: Das Formular muss in einem modernen Browser geöffnet werden, dass JavaScript aktiviert hat. (z.B. Internet Explorer, Mozilla Firefox)
Nach Abschluss dieser Phase wird die Aktualisierung Ihres PayPal-Kontos normal funktionieren.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihre Zeit.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte den Kundenservice.
Mit freundlichen Grüßen,
PayPal-Team.


Wo sind die Rechtschreibfehler?
1) "Nach dieser Tatsache, wird Ihnen angeboten.."
Weder das Komma, noch die Wortwahl ergeben einen Sinn.

2) "Um Ihr PayPal-Konto zu aktualisieren, liegt Ihnen in Ihrer E-Mail Adresse ein Formular zur Verfügung."
Liegt... zur Verfügung. Ups, da ist aber mancher Einselfer besser.

3) "...muss in einem modernen Browser geöffnet werden, dass JavaScript..."
Das. Mit einem S. Leute, dieses das kann man z.B. durch "welches" ersetzen, also ganz klar ein normales das.

4) "Mit freundlichen Grüßen, PayPal-Team."
Der Schlusshammer. Wo sitzen diese Spammer, in Japan, dass sie keine Pronomen kennen?

Ja, das ist Spam. Ja, Phishing-Spam.
Nein, man sollte NICHT auf das HTML-Dokument im Anhang klicken. Definitiv nicht. Nein. Nein, nein, nein. Nur, damit das klar ist.

Sonntag, 17. August 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, Nummer dreiundzwanzig: Profis am Werk. Profis?

Bwahahahaha! Was habe ich gelacht, als ich Dienstag den Spam da unten bekommen habe.
Da denkt man, die haben alles richtig gemacht, trumpfen auf mit perfektem Deutsch und einer einigermaßen weniger fadenscheinigen Begründung, weshalb man den mitgesendeten Link benutzen soll, und dann machen die alles falsch, was irgendwie falsch zu machen geht.
Gehen wir mal die Dinge durch, bevor wir zur allgemeinen Erbauung den Phishing-Spam anschauen.
Zuallerst die Versendermail. Die kommt von service@paypal.de... So sieht es auf den ersten Blick aus. Aber das ist nur der mitgeschickte Name; geht man mit der Maus drauf, wird angezeigt, wo sie wirklich herkommt, nämlich von einem Server auf der Pazifikinsel Nuvalu: mail@patries.nu... Erster Fehler.
Wie ich schon erwähnte, ist das Deutsch nahezu perfekt. Aber das schützt nicht vor Spamfehlern. Hier kommt auch gleich Fehler Nummer zwei: Die Ansprache. "Guten Tag, lieber Kunde" ist der eindeutigste Hinweis auf Phishing. Paypal spricht mich mit Namen an, weil ich meine Kundendaten bei ihnen hinterlegt habe. Hier könnten wir schon Schluss machen, aber hey, gehen wir den Rest durch.
Fehler Nummer drei: Der Link. Der führt nämlich nicht auf einen Paypal-Server. Jeder, der mit der Maus drübergeht, erkennt das sofort. Und Paypal verschickt zwar ab und an Links, aber sagt nie, dass man draufklicken soll.
Fehler Nummer vier: Das Design. Es hat absolut nichts mit dem üblichen Design von Paypal zu tun. Nichts. Aber sowas von nichts.
Fehler Nummer fünf: Kein Impressum. Und das wird Paypal nie passieren.

Falls sich mal ein Spammer auf meine Seite verirrt und einigermaßen Deutsch versteht, um zu schauen, wie er/sie den Spam erfolgreicher machen kann: Gute Idee, und ist die Mühe auch wert, aber solange es keine persönliche Anrede gibt, vergebliche Liebesmüh'. Und auch MIT einer solchen Anrede - habe ich tatsächlich schon bekommen - loggt man sich SELBST in einem neuen Browserfenster auf Paypal.de ein und benutzt NICHT den Link. Eigentlich habt Ihr keine Chance, Ihr armen Schwerverbrecher. Auf Euch und Euren Phishing-Spam fallen nur die dümmsten anzunehmenden User rein. Ist es nicht lachhaft, dass sich Phishing dennoch zu lohnen scheint? Oder eher traurig?
Aber egal. Zu unser aller Erbauung nun die Phishing-Mail selbst:


Αktuаlіѕіеrung dеѕ Kоntоѕtаtuѕ

Guten Tag, lieber Kunde!

Wir haben in Ihrem Konto ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt.
Loggen Sie sich ein, um Ihre Identität zu bestätigen.

Was ist los?

Hat jemand ohne Ihr Wissen Ihr Konto verwendet?

Das sollten Sie tun!

Loggen Sie sich jetzt hier (Link von mir gelöscht) in Ihr Konto ein.

Wir bitten Sie möglicherweise, Informationen zu bestätigen, die Sie beim Eröffnen Ihres Kontos
angegeben haben. So wird sichergestellt, dass Sie der Kontoinhaber sind.

Wie geht es nun weiter?

Lassen Sie uns Ihr Konto gemeinsam wiederherstellen. Nachdem Sie alle Schritte durchgeführt haben,
wird Ihr Konto innerhalb von 72 Stunden wiederhergestellt.

Viele Grüße
Ihr Security Team

Donnerstag, 24. Juli 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, Nummer zweiundzwanzig

Sachen gibt es und Sachen gibt es. Und für blöde hält man uns. Zum Beispiel mit diesem Phishing-Spam niederster Sorte weiter unten. Da hält man uns sogar für debil. Denn der Link, der im Text steht, ist tatsächlich noch einmal verlinkt und führt, wenn man drauf klickt statt drag'ndroppt, nach Creativekettle.com. Und die haben mit Paypal etwa so viel zu tun wie Apple mit eigenen Ideen.

Anzeichen dafür, dass es Spam ist:
1) Kein Impressum.
2) Keine persönliche Anrede
3) Sehr mieses Deutsch aus dem schlechtesten Übersetzer, den das Internet zu bieten hat.
4) Die Mail wurde von Paypai.com verschickt, das nun auch absolut NICHTS mit Paypal zu tun hat.
Alles in allem: Wirklich miserabler Phishing-Spam.

Hier zu unser aller Erbauung noch mal die Original-Mail:

Ihre Kreditkarten-Informationen hat sich geändert.

Am 22. Juli 2014 hat Ihre Kreditkarte von Ihrem PayPal entfernt Konto.

Sie erhalten diese E-Mail-Benachrichtigung, weil diese E-Mail-Adresse als administrativer Kontakt E-Mail für Ihr PayPal-Konto aufgeführt. wenn Sie glauben, das ist ein Fehler, klicken Sie auf den Link unten, melden Sie sich bei Ihrem PayPal Konto, und folgen Sie den Anweisungen.
https://www.paypal.com/de/cgi-bin/secured-login  (Link von mir entfernt)

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Dieses Postfach wird nicht überwacht, und Sie werden keine Antwort erhalten.

Aufrichtig,
PayPal

----------------------------------------------------------------

PayPal Email ID PP22456

Dienstag, 17. Juni 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Achtzehnte: Die Phisher haben es mir wohl übelgenommen, dass ich mich über sie lustig gemacht habe...

Tja, da haben wir den Salat. Bereits den zweiten Tag in Folge habe ich eine eMail von Paypal bekommen, in der ich aufgefordert werde, über einen mitgeschickten Link meine Identität zu verifizieren und meine Benutzerdaten einzugeben, weil mein Konto wegen unnormaler Aktivitäten vorübergehend gesperrt wurde.
Direkte Anrede, mein eigener Name, meine Mailadresse, dazu das übliche Design und nur zwei Rechtschreibfehler -  das muss doch echt sein, oder?
Ist es nicht.
Nein, ist es wirklich nicht. Warum? Ich bin natürlich sofort beide Male auf mein Paypal-Konto gegangen. In einem separaten Fenster. Mein Konto ist nicht gesperrt. Die Mail ist eine Fälschung, die mich dazu verführen soll, den Verbrechern, die mich angeschrieben haben, blauäugig meine Kontodaten zu überlassen. Phishing at it's best. Leider. So gut, dass es die meisten Menschen täuschen wird. Vor allem, weil das Design mit Paypal identisch ist, das Impressum vorhanden ist UND der Absender über den Paypal-Server kommt. Augenscheinlich. Aber was nicht ist, das ist, dass mein Konto gesperrt ist. Das habe ich sofort verifiziert, indem ich mich in einem neuen Fenster selbst eingeloggt habe.
...sacken lassen.

Ich kann es hier nur nochmal sagen: Klickt NIEMALS auf mitgesandte Links! Wenn Ihr so eine Mail bekommt, die nahezu authentisch ausschaut, loggt Euch IMMER selbst ein, indem Ihr ein neues Fenster aufmacht und eigene Links benutzt. Paypal sagt wieder und wieder, dass es KEINE LINKS verschickt! Das ist das oberste Gesetz.
Mit anderen Worten: Fallt nicht drauf rein, auch wenn diese Verbrecher sich erheblich mehr Mühe gegeben haben als die Idioten aus Osteuropa mit ihren per Google Übersetzer erstellten Texten.

Tja, was heißt das jetzt für mich? Irgendwo da draußen im Internet existiert eine Datenbank, in der meine eMail mit meinem Realnamen verknüpft ist. Es ist nicht besonders schwer, beide zusammen zu finden, wenn man sich ein wenig Mühe gibt. Das ist sicher bei vielen von uns der Fall. Aber sie macht Betrug einfacher, zugegeben. Ich möchte ungern glauben, dass ich nun tatsächlich im Kieker dieser Verbrecher bin und sie mich gezielt anschreiben - wäre wahrscheinlich auch zuviel der Ehre...
Also muss mein Fazit erst Recht lauten, nie auf Links zu klicken. Ende.

Was heißt es noch? Beide Mails habe ich an spoof@PayPal.com weitergeleitet, wo sich Spezialisten dieses Betrugs annehmen werden. Wenn es Hinweise auf den Absender gibt, werden sie sie finden und die nötigen rechtlichen Schritte einleiten. Immerhin ist Paypal ein Milliardengeschäft, und diese Banditen versuchen es für ihren Betrug zu missbrauchen. Paypal als erste hat Interesse daran, sie zur Strecke zu bringen und ihr "Geschäftsmodell" zu unterbinden.
Also, liebe Phishing-Spammer, wenn Ihr Fehler gemacht habt, nachlässig wart, Spuren hinterlassen habt, freut Euch schon mal auf den Besuch der Polizei und eine Strafanzeige. Und es nützt auch gar nichts, von Russland oder Indien aus zu operieren.
Falls Ihr keine Fehler gemacht habt, gut. Aber Ihr werdet Eure Masche weiter betreiben, und irgendwann einen Fehler machen, und irgendwann wird dieser Fehler von Menschen wie mir an Paypal weitergeleitet werden... Wir reden dann noch mal.
Ich weiß, ein frommer Wunsch. Aber Paypal ist wie gesagt ein Milliardengeschäft, und es muss und wird gegen dieses Verbrechen vorgehen.

Zuletzt noch mal der wichtigste Punkt: KLICKT NIE AUF LINKS IN MAILS VON PAYPAL, BANKEN, SPARKASSEN UND DERGLEICHEN! Loggt Euch immer selbst ein, in einem neuen Tab oder Fenster. Das ist das ganze Geheimnis, um den Verbrechern das Geschäft zu versauen.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Siebzehnte: Powerplay im Phishing-Sektor

Urgs. Und das meine ich so, wie es klingt. Urgs. Noch besser: URGS! Was sich in nur drei Tagen in meinem Spamordner gehäuft hat, geht auf keine Kuhhaut. Klar, das ist alles Phishing-Spam, Betrug, Gaunerei, Cracken und Erpressung. Aber so, wie es sich gehäuft hat - neben dem anderen Spam, den ich normalerweise bekomme - lohnt es sich, die diversen Spammails (entschärft) zu veröffentlichen.

An dieser Stelle noch mal ganz deutlich: Die nachfolgenden, kursiven Mails, die ich ab hier veröffentliche, sind definitiv Spam, im engeren Sinne ein Betrugsversuch und/oder ein Crackversuch. Definitiv. Zweifel nicht möglich. Nur, dass Ihr das glasklar wisst. Einer der Gründe, warum ich die Spammails alle veröffentliche, ist auch, damit jemand, der sich nicht ganz sicher ist und dann im Web sucht, hier auf meiner Seite erfährt, dass es auch tatsächlich Spam ist.
Meine Kommentare sind nicht kursiv, btw.

Den Anfang macht der gute alte Paypal-Spam:
Sehr geehrter PayPal-Kunde,


Sie haben deepcen5232@sky.de als eine neue E-Mail-Adresse für Ihr Paypal-Konto hinzugefügt.

Wenn Sie diese Änderung nicht zu, überprüfen Sie mit Familienangehörigen und andere, die Zugriff auf Ihr Konto erstes haben können.
Wenn Sie immer noch das Gefühl, dass eine unbefugte Person Ihre E-Mail geändert, klicken Sie auf Wiederherstellung PayPal Konto und befolgen Sie die nächsten Schritte.

Bitte laden Sie das Formular beigefügt, um diese E-Mail und öffnen Sie sie in einem Web-Browser.
Hinweis: Aus Gründen der Sicherheit werden wir Ihre IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit, Vorsätzliche Falscheingaben werden strafrechtlich verfolgt und angezeigt aufzeichnen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass dies eine Sicherheitsmaßnahme soll helfen, schützen Sie und Ihr Konto.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.


Wenn Sie auf unsere Anfrage zu ignorieren, uns zu lassen, haben Sie keine andere Wahl, als temporäre Ihr Konto sperren.

Mit freundlichen Grüßen,
PayPal Konto schreiben Abteilung


Bitte nicht auf diese E-Mail antworten Sie nicht, da dies nur eine Benachrichtigung. E-Mail an diese Adresse gesendet werden, können nicht aufgelöst werden.

Also, ganz davon abgesehen, dass die Mail auf gesichert@paypa1.com lautet, also mit einer Ziffer als 1, nicht mit einem richtigen l, würde ich ums Verrecken NICHT auf das beigefügte HTML-Dokument klicken. Trojaner-Gefahr. Noch schlimmer, in Zeiten des Bundestrojaner, es ist auch eine Gelderpressung möglich, sobald der PC erst einmal Virenverseucht ist. Also, ab in die Tonne mit dieser Mail. Sie hat im übrigen auch kein Impressum und verweist nie auf die echte Paypal-Domäne. Selbst für Anfänger leicht zu erkennen.

Der nächste Kunde versucht es mit Postbank-Spam:
Sehr geehrter Kunde,
=========================================

Der Status ihrer Transaktion wurde verändert

und erfordert nun ihre Aufmerksamkeit.

=========================================================================
Nutzen Sie bitte den unten stehenden Link und loggen Sie sich in Ihr Konto ein,

um alle offenen Fragen zu klären.

Klicken Sie hier (Link von mir entfernt)
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Diese Nachricht ist eine automatisierte Mitteilung,
die von unserem System gesendet wurde.

Bitte antworten Sie nicht auf diese eMail.
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© 2014 Deutsche Postbank AG


Keine direkte Anrede, kein Impressum, nur der Link - wer darauf reinfällt, gerät in extreme Erklärungsnot.

Kunde Nummer drei lockt mit einer todsicheren Masche - um leichtgläubigen Idioten, die auf todsichere Maschen reinfallen, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Oder glaubt hier einer, die würden ihre Zeit mit Spammen verbringen, wenn sie rund neunzig Euro am Tag verdienen würden?:
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 Hier die wichtigste Regel: Kein verdammtes Impressum, keine persönliche Anrede, das ist eine an Millionen! verschickte Kettenspam-Mail. Und wer das Versprechen nach mindestens siebzig Euro am Tag garantiert - nun, es gibt ja kein Impressum. Und die Links... Tja, das Beweisvideo. Nicht, dass man Videos nicht fälschen könnte. Nicht, dass man sich nicht den PC voller Viren lädt, wenn man dem Link folgt. Nicht, dass man dann nicht erpressbar ist.
Ganz klar: Finger weg von diesem Wunderspam. Aber irgendjemand sollte mal Capital und dem Handelsblatt sagen, dass ihre guten Namen missbraucht werden.

Und nochmal Paypal:
Stornierte Paypal Kontoabbuchung vom 10.06.2014
Sehr geehrter Kunde,
das angegebene Konto wurde nicht ausreichend gedeckt um die Kontoabbuchung vorzunehmen. Leider konnten wir bis heute keinen Zahlungseingang auf unsere Geldforderung Nummer 27AA68859866 vom 05.04.2014 erkennen. Wir hoffen es ist Ihnen nur entgangen die zurück gebuchte Überweisung erneut auszuführen.
Dabei wird Ihnen eine Mahngebühr von 19,00 Euro und die Kosten unserer Beauftragung von 42,76 Euro verrechnet. Falls Sie diesen Zahlungstermin nicht einhalten, werden wir Ihnen weitere Kosten des Mahnverfahrens und Verzugszinsen in Rechnung stellen müssen. Die Rufnummer und weitere Informationen finden Sie in Ihrer Rechnung anbei.

Wir erwarten die Überweisung bis spätestens 12.06.2014 auf unser Konto. Der Rechnungsbetrag der Bestellung entspricht 357,00 Euro.

Für Rückfragen oder Anregungen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb des gleichen Zeitraums.

Mit freundlichen Grüßen.

Leonard Schubert

Sehr geschickt gemacht. Das kommt nicht von Paypal, sondern von einem Anwalt. Und damit man der Zahlungsaufforderung widersprechen kann, soll man DAS BEIGEFÜGTE ZIP-ARCHIV ÖFFNEN!
Also mal ehrlich: Welcher mahnende Anwalt gibt denn dem Mahnenden das Werkzeug in die Hand, effektiv widersprechen zu wollen? Wer hier nicht die Spam-Falle riecht, den Virendownload, die potentiellen Schäden für den eigenen PC, der sollte vielleicht nur in Begleitung seiner Eltern surfen gehen. Oder in Begleitung seiner Kinder, je nachdem, wer mehr Ahnung hat.
Spam, Phishing-Spam, potentielle Virenschleuder. Weg damit.

Und der letzte Kandidat für heute, bei dem ist es egal, ob er für den neuen Börsenroboter wirbt, oder ob er dir verspricht, beim nächsten Hype mit am Start zu sein und Millionen mitzuverdienen - er will nur, dass du leichtgläubig auf die Links klickst, die er mitgeschickt hat.
Hallo,
ich wollte dir schreiben, weil ich was echt krasses entdeckt habe!
Stell dir mal vor du wärst von Anfang an bei WhatsApp als Mitgründer
(Link von mir entfernt) dabeiSchon am ersten Tag!
Stell dir vor, dass du an allen Mitgliedern mitverdienen würdest (egal ob du Sie gebracht hast oder nicht) 

Du hast sowas sicher noch nie gesehen! Du wärst jetzt sehr reich, wenn du einer der Mitgründer wärst!
Jetzt ist deine Chance! Start war erst der 03.06.2014
Schau hier vorbei: kostenlose Infos anfordern (Link von mir entfernt)

WhatsApp in einer neuen Form, mit 100%iger Datensicherung! Keine Spionage! Alles abhörsicher! 

Hier werden über 10 Millionen Nutzer nur allein in diesem Jahr erwartet. Stell dir vor, du würdest an allen mitverdienen! 

Wenn du schnell einsteigst, dann wirst du sehr schnell ein automatisches Einkommen von 50.000 - 300.000 Euro im Monat haben.
Glaubst du nicht? Ich habe es auch nicht geglaubt! Doch heute allein, habe ich schon 1921,36 Euro verdient!

So viel kann man nur verdienen, wenn man zu den Ersten gehört, deshalb solltest du schnell handeln!
Alle Beweise gibt es nach diesem Video!

Schau es dir hier an: VIDEO (Link von mir entfernt)


Liebe Grüße


Wieder mal: Keine direkte Anrede. Also Massen-Mail. Kein Impressum, keine Angaben, worum es überhaupt geht - aber klick auf den verdammten Link, den der Halunke mitgeschickt hat...
Das ist so spammig, das trieft ja schon.

Und noch einmal in aller Deutlichkeit: Alle kursiven Texte sind einzelne Spam-Mails aus meinem Spam-Ordner. Sie sind da, um Lug und Betrug zu verbreiten, Euch zu schaden und Euch Euer sauer verdientes Geld abzunehmen. Also, nicht drauf reinfallen und ab in dem Spamordner damit, dann gehen da gleich alle nachfolgenden Mails vom gleichen Spam-Verteiler mit rein. Anschließend löschen. Was ich jetzt tun werde.

Noch mal ganz fix die wichtigsten Regeln:
1) Seriöse Banken und Paypal schicken keine Links zum eigenen Konto mit.
2) Mails seriöser Unternehmen haben ein Impressum.
3) Seriöse Mails haben keine Rechtschreibfehler, als hätte ein ukrainischer Grundschüler versucht, einen chinesischen Text per Google-Übersetzer ins Deutsche zu transferieren.
4) Sicher gibt es da draußen irgendwo die Möglichkeit, seriös an nur einem Tag und das dauerhaft siebzig Euro zu machen, ohne jemanden zugrunde zu richten. Aber wer würde dieses Wissen freiwillig teilen wollen?
5) Schaut Euch die Absendermails an. Ist der schon merkwürdig, dann schiebt lieber eine Mail als eine zu wenig in den Spam-Ordner.
6) Und gierige Abmahnanwälte schicken garantiert niemals nie Widerspruchformulare mit und machen sich das eigene Geschäftsmodell damit kaputt.

Das noch mal in aller Kürze. Und wenn Ihr doch mal zweifelt - um Himmels Willen keine Links anklicken! Fragt vorher jemanden, der sich damit auskennt. Oder mich. Bis dahin, surft sicher und habt Spaß.

Donnerstag, 10. April 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Elfte: Spam der neuen Stufe.

Unter der Überschrift: Wісhtіg: Ungewöhnliche Αktіvіtätеn in Ihгеm ΡауΡаl-Konto flatterte mir gerade neuer Spam ins Haus. Wieder mal. Möchte man so sagen. Diesmal aber ist es mir wichtig, besonders darauf hinzuweisen, dass es Spam ist - weil die Macher zwar nur unzureichend der deutschen Sprache mächtig sind, aber sehr geschickt vorgehen, wie Ihr im Text sehen werdet.
Vorab noch mal: Ja, es ist Spam. Phishing. Wer auf den Link in der Meldung klickt (Link natürlich von mir entfernt), ist nur einen Schritt davon fort, wirklich viel Geld zu verlieren.
Warum ist es Spam? 1) Die persönliche Anrede fehlt. Paypal spricht seine Kunden mit vollem Namen an. Das reicht bereits, um es als Spam zu erkennen.
2) Paypal schickt keine Links mit, um aufs Konto zu kommen. Dieser Link ist aber schlau unterlegt, indem er nicht einfach sagt: Klick mich! Das macht diesen Spam m.E. gefährlicher.
3) Die üblichen Rechtschreibfehler von Nicht-Muttersprachlern... Warum gehen die nicht den Amis oder den Russen oder den Chinesen auf die Nerven? ^^°

Aber genug informiert. Hier, zu unser aller Erbauung der Text - die eindeutigen Stellen von mir diesmal fett markiert.


Gutеn Tag!

Wіг haben іn Ihrem Kοntο ungewöhnliche Αktіνіtätеn festgestellt. Lοggеn Sie ѕісh bei РауРаl ein,
um Ihre Idеntіtät zu bеѕtätіgеn und Ihг Passwort und die Ѕісhегhеіtѕfгаgеn zu аktuаlіѕіегеn.

Zum Ѕсhutz Ihres Kоntоѕ kann nіеmаnd Geld ѕеndеn oder Gеld abbuchen. Аußегdеm kann nіеmаnd
Konto ѕсhlіеßеn
, Rückzahlungen ѕеndеn, Bankkonten еntfегnеn, oder Kгеdіtkагtеn entfernen.

Dаѕ sollten Ѕіе tun

Lоggеn Sie ѕісh so bаld wie möglісh in Ihг ΡауΡаl-Konto еіn. Wir bіttеn Sie möglісhегwеіѕе,
Informationen zu bestätigen, dіе Sie bеіm Eröffnen Ihгеѕ Kontos аngеgеbеn haben.
Ѕο wird ѕісhегgеѕtеllt, dass Ѕіе der Kοntοіnhаbег sind.

Wіе geht еѕ nun wеіtег?

Lassen Ѕіе uns Ihг Konto gеmеіnѕаm wiederherstellen. (Link von mir entfernt.)
Νасhdеm Sie аllе Schritte duгсhgеfühгt haben, аntwогtеn wir Ihnеn innerhalb νοn 72 Ѕtundеn.

Wir fгеuеn uns, dаѕѕ Sie ΡауΡаl nutzen.

Vіеlе Grüße,
Ihг Team νοn ΡауΡаl


Fazit: Hierauf kann man leicht reinfallen. Aber seid versichert, dies ist Spam. Und klickt NIE auf die mitgeschickten Links. 

Mittwoch, 2. April 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Zehnte: Präventive Früherkennung

Betrüger werden immer dreister. Ist halt so. Die wollen schließlich was verdienen. Und an wem? An uns. Unserer Leichtgläubigkeit. Unserer Panik. Unserer Angst. Mit anderen Worten: Phisher und Pharmer sind nicht einfach nur Schweine, sondern Straftäter mit besonderer Schwere der Tat. Sie nehmen psychische Not nicht nur billigend in Kauf, sie versuchen, diese gezielt zu erzeugen.
In Fällen wie diesen ist es dann beruhigend, wenn einem mal ein Spam ins Haus flattert, der sofort als Phishing-Mist zu erkennen ist, so wie der, den ich unten posten werde. Das macht den Vorgang nicht besser, die Verbrecher nicht besser - es macht sie nur dümmer.
Um es kurz zu machen, mir ist wieder mal Paypal-Spam ins Postfach geflattert. Die Absenderadresse lautet: alex@dailyshirt.nl Wir haben es also eventuell mit einem besonders großen Idioten zu tun... Oder mit einer armen Sau, dessen Postfach gerade massiv missbraucht wird. Tja.
Das Anschreiben enthält ein paar Fehler, die man dennoch leicht überlesen kann, ansonsten ist es (fast) gutes Deutsch. Was mich aber SOFORT sicher macht, dass es sich um Phishing handelt: Ich werde nicht mit Namen angeredet. Dort steht: Lieber Kunde. Also können wir diese Aufforderung wie so viele andere getrost ad acta legen.
Die einzige Sache, die mich hier stört, ist, dass man sich bei den Phishern nicht angemessen revanchieren kann... Na egal, vielleicht in Zukunft irgendwann einmal.
Bis dahin amüsiert Euch mit dem Text der Mail. Link von mir entfernt.

Lieber Kunde,

Wir arbeitet fοrtlaufend an der gewährleiѕtung der Ѕiсherheit. Dazu werden die Kοnten in unѕerem Ѕуѕtem regelmäßig überрrüft.
Kürzliсh haben wir Ihr Kοntο geрrüft und benötigen weitere Infοrmatiοnen, damit wir Ihnen einen ѕiсheren Ѕerνiсe anbieten können.
Ѕοlange unѕ dieѕe Infοrmatiοnen niсht zur Verfügung ѕtehen, iѕt Ihr Zugang zu νertrauliсhen Kοntοfunktiοnen eingeѕсhränkt.
Wir möсhten Ihren Zugang ѕсhnellѕtmögliсh wiederherѕtellen und entѕсhuldigen unѕ für dieѕe Unannehmliсhkeit.

Warum iѕt mein Kοntοzugriff eingeѕсhränkt?

Ihr Kοntοzugriff wurde auѕ dem fοlgenden grund eingeѕсhränkt:

Wir möсhten überрrüfen, daѕѕ ѕiсh niemand οhne Ihre Εrlaubniѕ bei Ihrem Kοntο angemeldet hat.

Kοntοzugriff wiederherzuѕtellen


Beim Εinlοggen werden die Μaßnahmen angegeben, mit deren Ηilfe Ѕie den Kοntοzugriff wiederherѕtellen können.
Wir arbeiten daran, die Ѕiсherheit Ihreѕ Kοntοѕ zu gewährleiѕten, und bedanken unѕ für Ihr Verѕtändniѕ.
Wir bedanken unѕ für die raѕсhe Εrledigung dieѕer Αngelegenheit.

Ηerzliсhe grüße
Kοntοрrüfungѕabteilung


Сοруright © 2014. Αlle Reсhte vοrbehalten.

Mittwoch, 12. März 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Achte: Double Punch

Heute fand ich gleich zweimal Spam vor, der angeblich von Paypal stammt.
Spam Nummer eins ist herzerfrischend naiv und schlecht geschrieben. Es gibt keinerlei Zweifel darüber, dass es schlechtes, sehr schlechtes ausländisches Phishing ist. Man soll i.ü. dazu verführt werden, das beiliegende HTML-Dokument auszufüllen und zu versenden. Aber was rede ich lange, lest selbst:

Hinweis: Sicherheitsmaßnahmen treffen

 Führt uns zu einer weiteren Verbesserung des Systems bald.
Um Ihre Kontoinformationen sicher und up to date, haben wir
Intervalle überprüft Ihre Identität.
Bitte gehen Sie sofort und am Ende dieses Prozesses.

Um zu bestätigen, laden Sie bitte das beigefügte Formular von E-
Mail und füllen Sie es.
Wenn dies nicht abgeschlossen ist, werden wir gezwungen, Ihre
Konto auszusetzen

Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten.
Vielen Dank.

Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2014 PayPal Inc.


Niemand kann daran zweifeln, dass dies Spam ist. Und ich meine nicht das wohlschmeckende Dosenfleisch aus Minnesota.
Der zweite Spam ist leider eine ganze Spur übler.

Der Header macht schon nervös; aber ein selbstständiger Check meines Accs bei Paypal (also SELBST im Browser die Adresse eingeben und dort selbstständig einloggen. Immer. Niemals Links benutzen. Niemals. Oder Ihr steckt in der Scheiße) hat ergeben, dass der Spam eben Spam ist.

Hier ist der Headtext:
Sie haben eine Zahlung über 19,12 EUR an posterjack GmbH (quattlaender55@t-online.de) gesendet.

Der Rest wird mir nicht angezeigt, solange ich die Mail nicht aus dem Spamordner zurückverschiebe, weil dieser kein HTML anzeigt. Das werde ich auch nicht tun, denn mit HTML kann man auch unschöne Dinge versenden wie z.B. Würmer und andere Viren.
Mein Fazit lautet daher: Kriegt Ihr so einen schönen Header über eine angeblich gezahlte Leistung, checkt Eure Konten. Selbst. Nicht über mitgeschickte Links. Niemals. Und schon ergibt sich, dass der Spam Spam ist. IMMER, wenn Ihr unsicher seid, loggt Euch selbst ein. Und benutzt NIE mitgeschickte Links. Weder bei Paypal, noch bei Euren Hausbanken. Nie. Dann seid Ihr zwar noch nicht zu einhundert Prozent sicher, zugegeben. Aber wenn Ihr Links von Spam-Mails nehmt und deren Anweisungen befolgt, seid Ihr zu einhundert Prozent im Arsch, das prophezeie ich Euch.
Also nicht vergessen, stets mitdenken.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Siebte. Alles wie gehabt.

Also wirklich. Jetzt bin ich ehrlich enttäuscht. Nachdem der sechste Fall in dieser Kategorie so genial aufgemacht war, um sogar mich kurz wanken zu lassen, ist Phishing-Spam Nummer sieben wieder der alte, übliche, mit Google Übersetzer hergestellter Billigst-Spam. Darauf fällt nun wirklich nicht mal meine Oma rein.

Aber lest diesen (hahahahahaha) versuchten Betrug selbst.

Sehr geehrter Kunde,
Es ist zu unserer Aufmerksamkeit gekommen, dass Ihre PayPal-
Kontoinformationen muss sein
als Teil unserer anhaltendes Engagement, um Ihr Konto zu schützen
und aktualisiert
reduzieren Sie die Instanz von Betrug auf unserer Website. Wenn
Sie bitte 5 Minuten konnte
aus Ihrem Online-Erfahrung und aktualisieren Sie Ihre
persönlichen Aufzeichnungen werden Sie
nicht in allen künftigen Problemen mit dem Online-Dienst
ausführen.

Die mangelnde Ihre Unterlagen bei uns zu aktualisieren, werden
die Ergebnisse in Sperrung des Kontos.
Bitte aktualisieren Sie Ihre Unterlagen vor 12. Februar 2014

Sobald Sie füllen haben die Form befestigt, Ihr PayPal-Konto
Aktivität
nicht unterbrochen werden und wird auch weiterhin wie gewohnt.


Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail.


Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten, die
verursacht. Mit freundlichen Grüßen, PayPal Team-Investigation.


Urheberrecht 1999-2014 PayPal Inc. Alle Rechte vorbehalten.


Lausiger geht es wirklich nicht. Also wirklich, Ihr Internet-Kriminelle, geht das nicht etwas besser?
Andererseits, wenn ich richtig drüber nachdenke: Bleibt mal lieber bei diesem lausigen Level.

Montag, 20. Januar 2014

Sicherheitsmasssssssnahmen, die Sechste. Nun werden sie richtig dreist.

Und wieder mal erreicht mich Phishing-Spam, der auf Paypal-Kunden abzielt. Wie immer gilt: Ruhe bewahren und nie auf Links 
drücken.
Paypal wird NIE dirket verlinken.
Aber schauen wir uns den aktuellen Spam an und entscheiden dann, warum er ein Fake ist: 
 
 
 Lіеbег Kundе,

Wіг геgеlmäßіg аllе Vогgängе іm ΡауΡаl, Im Rаhmеn unѕегег Ѕісhегhеіtѕmаßnаhmеn ргüfеn.
Vог kuгzеm hаbеn wіг unѕ mіt Ihnеn іn Vегbіndung gеѕеtzt, nасhdеm wіг еіn Ρгоblеm
іm Zuѕаmmеnhаng mіt Ihгеm Kоntо fеѕtgеѕtеllt hаttеn.

Wіг hаbеn аuѕ fоlgеndеm Gгund Infогmаtіоnеn νоn Ihnеn егbеtеn:

Ηаbеn Ѕіе bіttе Vегѕtändnіѕ, dаѕѕ dіеѕ еіnе Ѕісhегhеіtѕmаßnаhmе іѕt, dіе Ѕіе
und Ihг Kоntо ѕсhützеn ѕоll. Wіг bеdаuегn еνеntuеllе Unаnnеhmlісhkеіtеn.

Vіttе fоlgеn Ѕіе dеn untеn gеnnаntеn Ѕеіtе Um ѕісh еіnzulоggеn und dеn Kоntоzugгіff wіеdегhегzuѕtеllеn:

Kоntоzugгіff wіеdегhегzuѕtеllеn[http://sjxnsjez912.h903.paysecure1323.com/?dGlmZjI2QGdteC5kZQ==]

Bеіm Εіnlоggеn wегdеn dіе Μаßnаhmеn аngеgеbеn, mіt dегеn Ηіlfе Ѕіе dеn Kоntоzugгіff wіеdегhегѕtеllеn könnеn.
Wіг агbеіtеn dагаn, dіе Ѕісhегhеіt Ihгеѕ Kоntоѕ zu gеwähгlеіѕtеn, und bеdаnkеn unѕ füг Ihг Vегѕtändnіѕ.
Wіг bеdаnkеn unѕ füг dіе гаѕсhе Εгlеdіgung dіеѕег Аngеlеgеnhеіt.

Ηегzlісhе Gгüßе
Kоntоргüfungѕаbtеіlung

Copyright © 1999-2014. Alle Rechte vorbehalten.
 
Gleich im ersten Absatz offenbart sich eine grauenhafte Grammatik. Spätestens hier - ab in die Tonne damit.
Zwei und drei sind beinahe schlüssig, nur das Apostroph am Ende des zweiten und der Beginn des 
dritten Absatz verrät den Nicht-Muttersprachler. Absatz vier beginnt mit einem mehr als 
peinlichen Tippfehler, oder  vielmehr brilliert mit Unwissenheit über das Deutsch an sich. 
Absatz fünf ist unnötig und unfreiwillig komisch; auf jeden Fall ist er peinlich.
 
Kommen wir zu Absatz fünf, dem Link. Im gesamten Linktext steht nicht EINMAL das Wort Paypal. 
Und wenn man z.B. per Ultrace.de der Adresse auf der Spur ist, verrät uns diese Seite, dass der 
entsprechende Server in Hong Kong steht.
Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Spam. Dreister Spam. 
Spam, der von zwei Leuten geschrieben wurde. Die erste Person kann Deutsch (fast) wie seine Muttersprache. 
Person zwei, die den Text modifizieren musste, kann kein Deutsch und ist für alle Fehler verantwortlich. Pech.
Der Rest des Textes ist zu vernachlässigen. Spam. Phishing-Spam. Zweifellos. Wer diesem Link folgt, 
ist selbst schuld.

Fazit: Klickt niemals niemals NIE bei solchen Dingen wie Bankgeschäften auf mitgelieferte Links! 
Geht selbstständig auf die entsprechende Seiten. Aber mitgelieferte Links lassen IMMER auf Phishing-Spam 
schließen. Immer.
Bleibt also nur zu hoffen, dass die Qualität dieses Phishings weiter rapide abnimmt.
Und China, was haben wir Euch getan? ^^°°°

Freitag, 20. Dezember 2013

Sicherheitsmasssssssnahmen die Fünfte - Chuzpe, Chuzpe

Also, ganz wirklich, wenn Ihr wissen wollt, was Chuzpe ist, dann lest mal den Paypal-Phishing-Spam, der mir gerade ins Postfach geflattert kam, vor allem aber den Absatz, den ich fett gesetzt habe. Dann wisst Ihr, was Chuzpe ist.

Sehr geehrter PayPal-Mitglied,

Ihr PayPal-Konto wurde gesperrt.
aufgrund eines automatisierten Abgleiches Ihrer Kundendaten
mit Vergleichsstatistiken wurde das Risiko eines
Zahlungsausfalls f?r Ihr Konto als ?berdurchschnittlich hoch eingestuft

Um weiterhin problemlos Ihr PayPal-Konto nutzen zu k?nnen,
bitten wir Sie Ihre Daten - als Sicherheit bei Zahlungsausf?llen - bei uns erneut zu registrieren.

Ihre Daten k?nnen Sie mithilfe des beigef?gten Formulars
hinterlegen.
Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, dieses
Vorgehen ist allerdings aufgrund vermehrter Betrugsversuche
erforderlich.

Mit freundlichen Gr??en,
Ihr PayPal Kundenservice
 
 
 

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Sicherheitsmasssssssnahmen die Vierte...

So. Lange Zeit war es ruhig. Aber heute erreichte mich wieder eine Perle des Phishings nach Informationen über mein PayPal-Konto. Wieder einmal in hervorragendem Deutsch. Mein alter Deutschlehrer würde einen Herzinfarkt kriegen... Ich weiß gar nicht, was grausamer ist, der Gedanke, dass die Verbrecher tatsächlich glauben, mit diesem radegebrechten Deutsch tatsächlich jemand hereinlegen zu können, oder der Gedanke, dass es deutsche Muttersprachler gibt, die da tatsächlich drauf reinfallen. ^^°
Hier jedenfalls wie immer die literarische Phishing-Perle, leicht entschärft, um alle DAU zu schützen:

Unser Service Abteilung hat Ihr Konto überprüfen und fand
einige ernsthafte Probleme in Ihrem Konto, hatte Ihre Kreditkarte
wurde mehrmals von Ihrem Bankkonto abgelehnt
Bitte beachten Sie, dass wir Sie Ihr Bankkonto als zweite
Quelle für Ihre Zahlung, dies im Falle Ihrer Verwendung sind eine
Kreditkarte als primäre Quelle für Ihren Fonds anderweitig
verwenden wir Ihre Kreditkarte als zweite Quelle für Ihre Zahlung
ist, ist dies in Falls Sie sich mit Ihrem Konto als primäre
Quelle.
Sie müssen wissen, dass Ihre Kreditkarte müssen Mitarbeiter
auf den gleichen Bankkonto in Ihrem paypal. das ist wichtig! ..
wenn mehr als eine Karte in Ihr PayPal-Konto bitte confirme jede
Karte mit ihrem Bankkonto mit der angehängten Datei.

Bitte nehmen Sie sich 5 Minuten, um die angehängte Datei zu
füllen, um Ihr Konto und Ihre Zeit für Ihre zukünftige Nutzungen
speichern.

Hinweis: Bitte benutzen Sie einen modernen Web-Browser wie
Firefox oder Google Chrome, die attachement Datei zu öffnen.


Wichtig, wenn jemand ebenfalls diese Perle der Leute-Verdummung bekommt: Die Absenderadresse IST Info@Paypal.de. Mir ist nicht ganz klar, wie das technisch machbar ist, aber Rückfragen landen demnach tatsächlich bei PayPal. Sieht zumindest so aus. Sinn der Geschichte ist natürlich, dass der Kunde den Anhang öffnet, und sich trojanisiert oder mit Viren und Würmern infiziert. Aber seien wir ehrlich: PayPal-Adresse hin oder her, DAS IST EIN FAKE. Öffnet den Anhang nicht, löscht das Ding erst als Spam und dann aus dem Spam-Ordner und sendet das Fake nach PayPal.de, damit sie Anzeige erstatten können. Irgendwann erwischen sie alle.

Dienstag, 3. September 2013

Sicherheitsmasssssssnahmen die Dritte...

Also ehrlich. Wirklich. Echt jetzt. Da war ich beinahe schon verwöhnt, geradezu herausgefordert, um die Phishingmails, die mich im Namen von PayPal erreicht hatten, von einer echten Mitteilung zu unterscheiden, und dann erreicht mich diese absolute Blamage des versuchten Betrugs weiter unten.
Liebe Phishing-Verbrecher, solche idiotischen Kollegen und ihre Übersetzungsbots habt Ihr dann doch nicht verdient. Wenn man geschnappt, vor Gericht kommt und verurteilt wird, dann will man schließlich auch gute Arbeit geleistet haben, oder? Diese Kollegen sind so unprofessionell, wahrscheinlich müssen sie wegen Unfähigkeit Sozialhilfe beantragen.
Aber genug des Mitgefühls für gewissenlose Verbrecher, Sozialschmarotzer, Paranoia fördernde Banditen und Internetwegelagerer. Ich will Euch die Mail nicht vorenthalten:

Sehr geehrter PayPal-Kunde,

Wir haben ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem Konto festgestellt auf
02. September 2013.

Sie müssen Ihre Kontobewegungen zu bestätigen, bevor du kannst
weiterhin die Karte verwenden. Nach der Bewertung ist
Entfernen Sie alle Beschränkungen auf Ihrem Konto.
Bitte laden Sie das Formular aus und befolgen Sie die
Anweisungen auf dem Bildschirm.


**************************************************************


Vielen Dank für die Nutzung des PayPal Inc.
Wir schätzen Ihr Geschäft und die Gelegenheit, Ihnen zu dienen.


Ich denke, eine Erklärung, warum ich diesen Spam sofort identifiziert habe, und an welchen Punkten, erspare ich mir. Es ist zu offensichtlich. ^^
Natürlich habe ich weder das Formular heruntergeladen, noch hat GMX dankenswerterweise die HTML-Version der Mail dargestellt (was in manchen Fällen für eine Infizierung mit einem Wurm reichen dürfte), noch habe ich aaa@aaa.com zurückgemailt.
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Spam immer so leicht zu identifzieren und damit zu vermeiden ist. Dumme Verbrecher braucht das Land. ^^V

Mittwoch, 19. Juni 2013

Sicherheitsmasssssssssnamen, die Zweite

Okay, jetzt haben sie einen eingestellt, der nicht nur des Deutschen mächtig ist, sondern es auch lückenlos beherrscht.
Heute erreichte mich eine Phishingmail, angeblich von PayPal, mit der schon bekannten Überschrift: Sicherheitsmaßnahmen! Man beachte: Korrekte Verwendung des ß.
Woran ich gemerkt habe, dass es Phishing-Spam ist? Nun, die Absender-Mailadresse lautet ssmith1347@att.net. Da man PayPal-Nachrichten vom PayPal-Server gewohnt ist, ist das schon ein enormer Hinweis - wenn man mal davon absieht, dass PayPal mich grundsätzlich mit meinem Namen anspricht. Auch der Grund ist fadenscheiniger nicht zu nennen: Der Zugang sei eingeschränkt, weil man verhindern möchte, dass andere den Account missbrauchen. Spring mal ins Messer, damit dich keiner erdolcht.

Hier der Text der Spam-Mail:
Lieber Kunde,
Wir аrbeitet fortlaufend an der Gewährleistung der Sicherheit. Dаzu werden die Konten in unserem Sуstem regelmäßig überрrüft.
Kürzlich hаben wir Ihr Konto geрrüft und benötigen weitere Informationen, damit wir Ihnen einen sicheren Service аnbieten können.
Sοlаnge uns diese Infοrmаtiοnen nicht zur Verfügung stehen, ist Ihr Zugаng zu vertrаulichen Kοntοfunktiοnen eingeschränkt.
Wir möchtеn Ihrеn Zugаng schnеllstmöglich wiеdеrhеrstеllеn und еntschuldigеn uns für diеsе Unаnnеhmlichkеit.

Klickеn Siе bittе hiеr um diеsе Bеschränkung аufhеbеn zu könnеn (Link von mir entfernt. Es gibt so viele DAU da draußen...)

Wаrum іst meіn Kontozugrіff eіngeschränkt?

Ihr Kontozugriff wurde аus dem folgenden Grund eingeschränkt:
Wir möchten überрrüfen, dаß sich niemand ohne Ihre Erlaubnis Zugriff zu Ihrem Konto verschаft hat.

Coрyright © 1999-2013. аlle Rechte vorbehаlten. 


Warum ist mit dieser Spam, der zweifellos Spam ist, einen Eintrag wert?
Ich werde es Euch sagen: Weil das Deutsch fehlerlos ist. Und weil das viele dazu bewegen könnte, zu grübeln und zu zweifeln und sich doch einen Keylogger zuzuziehen, wenn man auf den Link drückt. Unter anderem.

Fazit: Solltet Ihr da draußen ein PayPal-Konto haben, so eine Mail bekommen und für echt halten... Nutzt niemals den Link. Geht immer manuell auf Eure PayPal-Seite und loggt Euch dort ein. Dann seid Ihr immer auf der sicheren Seite. Immer. Dann nützt den Spammern auch das Engagement eines deutschen Muttersprachlers nichts. Und der Spam wird irgendwann einmal unrentabel.

P.S.: Verschafft mit nur einem f. Auch der Texter dieser Mail könnte nicht als Lektor arbeiten...

Donnerstag, 11. April 2013

Sicherheitsmasssssssnahmen von PayPaI...

Okay, ich weiß, Ihr da draußen seid alle verantwortungsvolle Nutzer sowohl Euer Mail-Accounts, als auch Eurer Social Network-Auftritte und natürlich Eurer Paypal-Accounts. Isja auch richtig so. Muss auch so sein. Dennoch kommt es vor, dass man auf Spam reinfällt. Oder mal nicht nachdenkt. Oder etwas gerade nicht auf dem Schirm hat.
Ich zum Beispiel wurde schon Opfer einer Abo-Falle im Internet (der ich mich durch eisernes Nichtbeachten der Inkasso-Anschreiben leicht widersetzt habe - es gab KEINE rechtliche Grundlage für eine Rechnung, aber schreiben darf sie jeder, nur eben nicht gerichtlich geschützt eintreiben), und kriege tonnenweise Spam-Mails.

Heute war es mal wieder soweit. Ich habe PayPal-Spoof gekriegt. Und weil ich finde, dass es ein wichtiges Thema ist, will ich heute über den Spoof bloggen. Und wie man den Spoof erkennt.

Hier die Mail:
Sehr geehrter PayPal-Mitglied,

aufgrund eines automatisierten Abgleiches Ihrer Kundendaten
mit Vergleichsstatistiken wurde das Risiko eines
Zahlungsausfalls für Ihr Konto als überdurchschnittlich hoch eingestuft

Um weiterhin problemlos Ihr PayPal-Konto nutzen zu können,
bitten wir Sie Ihre Daten - als Sicherheit bei Zahlungsausfällen - bei uns erneut zu registrieren.

Ihre Daten können Sie mithilfe des beigefügten Formulars
hinterlegen.
Wir bitten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, dieses
Vorgehen ist allerdings aufgrund vermehrter Betrugsversuche
erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr PayPal Kundenservice

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Copyright © 1999-2013 PayPal. All rights reserved
PayPal Deutschland & Osterreich Pty Limited
ANB 09 472 291 471 (AFSL 197357)


Hier die Mail-Adresse:   Sicherheitsmabnahme@PayPaI.net
Hier die Mailadresse, an die versandt wurde:   Kein Empfänger

Die angehängte PDF.Datei, die ein Formular enthalten soll, dass man lt. der Mail ausfüllen und zurücksenden soll, ist natürlich virenverseucht. Diese enthält den Trojaner PHISH/PayPal.AS.1!
Dessen Ziel ist es natürlich, Eure PC's auszuspionieren. Ich selbst habe den Trojaner beinahe installiert, weil ich die PDF hierher kopieren wollte. Zum Glück aber hat Avira seinen Job gemacht.


So. Verlassen wir uns also in Zukunft darauf, dass Avira, Kaspersky und Co. ihren Job machen, oder werden wir selbst aktiv?
Wir sortieren vor. Und mit einigen wenigen Schritten erkennen wir auch eine Phishing-Mail als solche. ...Moment, ich starte kurz einen Trojanerkiller, bevor ich weiterschreibe. Man weiß ja nie. Ich persönlich schwöre neben Avira auf Spybot Search&Destroy sowie Malwarebytes Anti-Malware.
Aber genug von mir. Wie erkennt Ihr eine solche Mail als Phishing-Mail?

1) An der Absenderadresse: PayPal
Hier sieht man es nicht so gut, aber im Schriftfonds meines MailAccs sieht man, dass der letzte Buchstabe von Paypal kein L ist, sondern ein großes I. Paypal macht sowas nicht.
2) Am Empfänger: Kein Empfänger
Bereits jetzt können wir die Mail in den virtuellen Abfalleimer überweisen. Aber es geht noch leichter und mit noch weniger detektivischem Gespür, als mit dem eindeutigen Hinweis, dass die Mail nicht direkt an MICH verschickt wurde.
3) Die Ansprache:Sehr geehrter PayPal-Mitglied, 
Obwohl Paypal durch die Anmeldung über persönliche Daten verfügt, so eine formlose Ansprache. Dabei weiß jeder Idiot, der einmal mit Word, Access oder Excel Kettenbriefe erstellt hat, dass es nichts einfacheres gibt, als eine Datenbank und Briefe zu verknüpfen. Keine persönliche Ansprache = Fake.
4) Umlaute! Hier waren sie gründlich: für Ihr Konto als überdurchschnittlich
Hier haben sie es vergessen. Dabei ist es so wichtig, gerade an dieser Stelle: Osterreich
Also liebe Grüße an PayPaI in Osterreich.

Fazit: Eigentlich reicht schon die fehlende direkte Ansprache, um zu erkennen, dass diese Mail nicht von Paypal sein kann. Also ab in die Tonne und weg mit dem Müll.
Diese Phishing-Mail wurde übrigens von einem Muttersprachler geschrieben (abgesehen vom sehr geehrteR Mitglied, aber Fehler macht ja jeder), das steht außer Frage, sonst wären die Umlaute nicht so formvollendet eingesetzt worden. Und auch die Adresse wurde so gewählt, sodass man möglichst wenig Zweifel hat, die Mail wäre echt. Aber Paypal wird niemals ein Formular verschicken. Würde so etwas nötig sein, was die Mail beschreibt, würde gebeten werden, sich einzuloggen. Aber ohne einen Link zu setzen.
Also: Lasst Euch nicht verarschen. Das ist wichtig. Verinnerlicht das. Denn würde sich dieser Phishing-Spam NICHT lohnen, würden diese Kriminellen es NICHT versuchen.

Fazit: Ich habe die Mail gleich an Paypal weitergeleitet. Die werden sich drum kümmern und hoffentlich das Mail-Konto auf dem entsprechenden Server sperren lassen und Strafanzeige stellen. Die Endung auf .net lässt hoffen, dass der Server eben nicht auf Tuvalu steht und dass daher Anmeldedaten vorhanden sind, die polizeilich verfolgt werden können. Ich drücke den Ermittlern den Daumen.

Was mich wieder zur Erkenntnis bringt: Im Netz ist man nicht wirklich anonym, und das gilt gerade für Verbrecher. Also, Leute, behandelt, nebenbei gesagt, die Menschen, die Ihr im Internet trefft, so, wie Ihr selbst behandelt werden wollt. ^^b