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Dienstag, 28. August 2012

Fällt Homöopathie in den Aufgabenbereich von Foodwatch?

Eigentlich wollte ich heute an meinen Geschichten weiter schreiben. Stattdessen habe ich die dafür vorgesehene Zeit damit verbracht, auf Scienceblog.de im Astrodicticum Simplex von Florian Freistetter einen Gastartikel über Homöopathie bei Tieren zu lesen. Vor allem die Kommentare haben es mir angetan.

Beim Lesen selbiger Kommentare habe ich mich wieder einmal gefragt, wieso Homöopathie immer noch existiert, wieso es tatsächlich Menschen gibt, die bereit sind, an Schwachfug wie sich erinnerndes Wasser zu glauben, weil die D10-Dosierung so hoch ist, dass der Wirkstoff defacto in der Lösung nicht mehr nachgewiesen werden kann, und eine Wirkung ergo da her kommen muss, weil das Wasser sich "an die Position der Moleküle des Wirkstoffs erinnert und dessen Positionen ausspart", was die "gleiche Wirkung hat, wie wenn die Moleküle noch da wären".
Und das bei einer Flüssigkeit im zweiten Aggregatzustand, wohlgemerkt. Verbunden mit der Aussage, dass dünner (bzw. nicht mehr nachweisbar) automatisch wirksamer ist, kann man nur noch den Kopf schütteln. Und dabei habe ich mich noch nicht einmal über das Simile-Prinzip ausgelassen, das Gleiches mit Gleichem heilen will...

Kommen wir zu Foodwatch, der Verbraucherschutzorganisation, über die ich mich sehr oft negativ ausgelassen habe. Weil sie zum Beispiel die negativen Seiten von Capri-Sonne aufführt, aber sich nicht an Coca Cola heranwagt. Oder sich in die Menus der Deutschen Bahn verbissen hat, ohne vorher deren Stellungnahme einzuholen.
Das alles hat sich rapide verbessert, seit ich mich mit Foodwatchs Forderung im Zuge des Fukushima-Unglücks nach Null Cäsium in Kinder- und Babynahrung auseinander gesetzt habe.
Der Foodwatch-Radioaktivitätsfachmann Martin Rücker hat erhebliche Arbeit geleistet, um auf meine gute Seite zu gelangen, und mir vieles mit Engelsgeduld erklärt, was Strahlung und strahlende Elemente angeht, sodass sogar ich es verstanden habe. Das plakative Festhalten der Kampagne an Cäsium-Isotopen hat er mir nicht erklärt, obwohl nicht nur Cäsium strahlt, aber er hat meine Hoffnung geschürt, dass sich Foodwatch in eine gute Richtung entwickelt - nämlich in eine kompetente, kämpferische und sachliche Verbraucherschutzorganisation. Sie hat übrigens fast drei Jahre gebraucht, um ihren ersten Eindruck auf mich bis zu diesem Punkt zu bringen, dass ich tatsächlich Hoffnung habe, Foodwatchs Arbeit könnte eines Tages auch für mich als Konsumenten nützlich werden. Bei Experten wie Herrn Rücker allerdings auch keine große Sache, bei der geballten Kompetenz.

Zurück zum Titelthema. Foodwatch heißt zwar Foodwatch, aber die Gesundheit des Menschen endet ja nicht in der Deutschen Bahn im Bordrestaurant, oder beginnt bei radioaktiv strahlendem Babybrei. Tatsächlich denke ich, dass auch Homöopathie in den Aufmerksamkeitsbereich von Foodwatch fällt, weil:
1) mit praktisch nichts gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wird.
2) Globuli vollkommen überzuckert sind.
3) homöopathische Medikamente so wertvoll wie ein kleines Steak sind.
4) in Homöopathie nicht drin ist was drauf steht.
5) wer Homöopathie vertraut, sich selbst daran hindert, wirkliche Hilfe zu suchen.
6) blaue Steine nicht bei einem Unfall mit einem Auto mit Azurmetalliclack helfen.

Ich denke, eine groß angelegte Aufklärungskampagne gegen Homöopathie könnte für Foodwatch der große Wurf werden - und, wenn die Bezahlung solcher Präparate durch die Krankenkassen endlich abgestellt wird, die Krankenkassen und damit wir den Gegenwert von jährlich vier bis acht Kernspintomographen einsparen werden.
Homöopathie will alles können, von der Heilung der Schlafbeschwerden bis zu AIDS und Krebs erfolgreich therapieren, liefert aber auch nicht mehr als einen Placebo-Effekt, den man billiger haben kann. Mit Homöopathie sollen angeblich "wichtige" Kinderkrankheiten "erlebt und besser auskuriert" werden, und dies auf Kosten der Kinderimpfung, wobei ich feststellen muss, das unser Immunsystem bestimmt keine Windpocken und keine Masern erleben muss, um stark zu werden. Im Dreck spielen reicht da auch schon. (Nostalgiemodus an: Mann, was haben meine Klamotten manchmal vor Dreck gestarrt. Und ich war glücklich und gesund. Nostalgiemodus aus.)
Homöopathie will mit Zuckerwasser und kleinen Zuckerkügelchen die "Alternative" zur "Chemiekeule Schulmedizin" sein, ohne zu erwähnen, dass sogar ihre Globuli mit D23-Dosierung (also ohne jeden Wirkstoff) auch nur Chemie sind. Homöopathie basiert einzig und allein auf dem Glauben an Heilung, und heilt nicht selbst. Und wo Homöopathie doch funktioniert, da ist sie in D3 dosiert, was Hahnemanns Prinzipien vollkommen zuwider spricht - weil diese Dosierung tatsächlich funktioniert und ein Naturpräparat vereinnahmt, ohne dass es Homöopathie ist.
Alles in allem: Homöopathie ist Geldschneiderei. Foodwatch, wäre das nicht was für Euch?

Nachtrag am 04.05.: Mist, da habe ich Foodwatch gerade mal gelobt, und war auch nicht sonderlich böse, dass die Organisation Homöopathie nicht anfassen will, und bin deshalb auf die Homepage gegangen, um zu schauen, was sie denn gerade schönes aktuell machen, da muss ich doch auf diesen Artikel stoßen, in dem Foodwatch in das gleiche dämliche Horn stößt, das auch schon der FDP-Minister Dirk Niebel gestoßen hat, nämlich dass die Subventionierung, bzw. der Anbau von Pflanzen für Biosprit die Lebensmittelpreise verteuert.
...sacken lassen.
Liebe Foodwatch, ich möchte hier nicht tadeln, nicht schon wieder. Ich möchte einfach Eurem Aufruf, der zweifelhaft ist, solange wir mehr Lebensmittel produzieren als wir in Deutschland konsumieren (und seien wir doch mal ehrlich, unser Getreide für Afrika wäre Eulen nach Athen tragen), den aktuellen Eintrag vom linksgerichteten Wirtschaftsblog Spiegelfechter gegenüberstellen, der m.E. erklärt, was nicht an der Teuerung von Lebensmitteln schuld ist.
Natürlich kann der gute Spiegelfechter irren. Dennoch wird es Eurem zwölfköpfigen Team helfen, die Sinne zu schärfen und konträre Meinungen zu betrachten, was für eine kritische Verbraucherorganisation nur gut sein kann.

Nebenbei bemerkt, im Anbetracht der großzügig stillgelegten Agrarflächen in Deutschland, der Bio-Abfälle, die jedes Jahr zu horrenden Mengen anfallen, des Kümmerkorns, der möglichen Verwendung von nicht nutzbaren Pflanzenteilen zur Ethanolgewinnung, und, und, und, sowie der durch Spekulanten künstlich hochgetriebenen Ölpreise ist es in meinen Augen eine sehr dumme Idee, E10 abzusägen, indem man z.B. finanzielle Anreize zu deren Produktion kürzt. Vor allem wenn man bedenkt, dass in unseren Sprit seit Jahr und Tag bereits fünf Prozent Ethanol eingemischt werden, und das lediglich verdoppelt wurde.
Hier gehen unsere Meinungen weit auseinander, und ich wünsche mir da Kritikfähigkeit, Foodwatch.

Samstag, 12. Mai 2012

Homöopathie funktioniert nicht, Schwesterherz

Neulich habe ich mich mit meiner Schwester gestritten. Über Homöopathie. Ich habe ihr gesagt, dass Homöopathie nicht funktioniert. Sie hat mir ihre Gegenargumente an den Kopf geworfen, wollte meine aber nicht anhören. Tja, dann eben auf diesem Wege.

Liebe Schwester, Du hast mir gesagt, dass Du Dich darauf verlässt, dass Homöopathie funktioniert, so wie die Mutter Deines Ex-Freunds sie dir erklärt und zubereitet hat. Arnika, Dosierungen, und dergleichen. Dabei habe ich festgestellt, dass Du nichts über Homöopathie darüber hinaus weißt, und dass Du den großen Fehler begehst, Naturheilkunde vollkommen kommentarlos der Homöopathie zuzuordnen.
Vorweg eines: Arnika ist eine anerkannte, nützliche Heilpflanze. Sie zu verwenden ist aber keine Homöopathie.

Lass mich Dir erst einmal erklären, was Homöopathie überhaupt ist, beziehungsweise was sie sein will: Sie geht zurück auf den mitteldeutschen Arzt Samuel Hahnemann, der sie "entdeckt" hat.
Eines Abends machte der Arzt ein Experiment mit Chinarinde, einer anderen medizinisch anerkannten Heilpflanze, die das sehr wirksame Fiebermittel Chinin enthält. Chinarinde wirkt schmerzstillend und Fiebersenkend.
Nun behauptete Hahnemann Zeit seines Lebens - die Chinarinde war da als Fieberarznei schon lange bekannt - als er eben diese Chinarinde gesund eingenommen hat, hätte er die Fiebersymptome entwickelt, gegen die Chinarinde sonst eingesetzt werde.
Dies brachte ihn zu folgender Erkenntnis: Similia Similibus Curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Oder anders ausgedrückt: Chinarinde hilft gegen Fieber, weil es bei Gesunden Fiebersymptome auslöst. Der Grundsatz der Homöopathie ist also der Anspruch, dass ich mich gegen z.B. Rückenschmerzen behandle mit einem Präparat, das normalerweise Rückenschmerzen auslöst.
Und hier kommt der Punkt, bei dem Du mich widerlegen und für immer zum Schweigen bringen kannst: Nimm eine beliebige homöopathische Substanz, benutze sie, und erleide genau die Symptome, die es bekämpfen soll.
Blödsinn? Richtig, ist es auch. Warum aber erkennt das nicht jeder sofort? Ganz einfach. Weil Homöopathen das ebenfalls wissen oder verdrängen, und stattdessen darauf bestehen "jeden Patienten individuell einzustellen". Oder anders ausgedrückt, dieser einfache Grundsatz von Hahnemann kann gar nicht stimmen, weil jeder Organismus anders ist, und man jedem sein Präparat erst zusammenrühren muss.
Warum aber hat Hahnemann auf die Chinarinde mit Fieber reagiert, wie er es behauptete? War die Chinarinde zufällig komplett auf ihn eingestellt? Wohl eher unwahrscheinlich.
Es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass das Experiment mit der Chinarinde nie erfolgreich kopiert werden konnte.
Also, so wie ich das sehe, ist das Grundprinzip Similia Similibus Curentur schon mal nicht zu halten. Denn selbst wenn Dein Homöopath Dich einstellt, wird Dein Präparat keinesfalls bei gesundem Zustand die Symptome auslösen, die Du im kranken Zustand verspürst.
Die sogenannte Erstverschlimmerung, das Du auch als Argument dargebracht hast, will mir besonders nicht in den Sinn. Abgesehen davon, das ich nicht verstehe, wieso es kurzfristig meine Symptome verstärken soll, wenn es doch diese Symptome bekämpft, wie soll hier Similia Similibus Curentur gelten?
Und bevor Du Dich jetzt wieder aufregst, weil ich mich auf die ach so tolle Wikipedia stütze, bzw. darauf verlinke, frage ich Deinen gesunden Menschenverstand: Hältst Du die Idee von Hahnemann wirklich für möglich? Dass eine anerkannte Heilpflanze, die Chinarinde, bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome auslösen kann, die es bei Kranken bekämpft? Gib der Sache mal einen Gedanken.

Ab hier aber kommen wir zu den richtigen Knallern: Den Dosierungen. Die Dosierungsangaben sind relativ simpel und einfach erklärt. D0 ist eine unverdünnte Lösung eines beliebigen Stoffs. Dem folgt D1, das ist ein Tropfen Lösung auf zehn Tropfen Wasser. D2 ist schon eins auf hundert, D3 eins auf tausend, immer zehnmal mehr.
An dieser Stelle muss ich kurz abschweifen, um meine weiteren Erklärungen zu untermauern. Der berühmte Arzt Paracelsus hat folgenden Spruch geprägt: "Ein Gift ist kein Gift. Kein Gift ist ein Gift. Allein die Dosis macht's, dass ein Ding ein Gift sei."
Mit diesem äußerst sinnvollen Ausspruch hat Paracelsus schon vorweg genommen, was sich als sehr wahr erwiesen hat: Eine Sache, in reiner Form ein Gift, kann in dosierter Form eine heilende Wirkung haben.
Oder anders formuliert: Verdünntes Schlangengift kann gegen eben dieses Schlangengift helfen.
Oder noch ein Beispiel: Der hochgiftige Fugu kann, wird er richtig tranchiert, problemlos genossen werden; macht der Koch einen Fehler, kommt es zu einer Hochdosierung seines natürlichen Gifts, das Atemlähmung auslöst und zum Tod führen kann.
Wir sind uns also einig, das viele gefährliche Dinge stark dosiert als Arznei herhalten kann. Oder anders herum, das normale Lebensmittel bei zu starker Dosierung tödlich wirken können. So wird zum Beispiel Salz in zu großer Menge tödlich wirken kann.
Das alles wusste Hahnemann natürlich. Er war ja Mediziner.
Was er aber als Neuerung eingefügt hat, ist die Dosierung über die Wirkung hinaus.
D.h. er propagierte nicht nur die D6-Dosierung, also einen Tropfen Lösung auf eine Million Tropfen Flüssigkeit, was von Medizinern noch als funktionierende Verdünnung bezeichnet wird.
Er propagierte darüber hinaus Dosierungen als wirksam, in denen der Wirkstoff überhaupt nicht mehr nachgewiesen werden kann. Um mal in den Extremen zu bleiben: Die Dosierung D24 bedeutet etwa einen Tropfen Lösung auf das Wasser des gesamten Atlantiks.
Nun kommt der Witz bei der Geschichte. Hahnemann behauptete, dass eine Arznei um so wirksamer sei, je mehr sie verdünnt wird. Hahnemann selbst bevorzugte D60: Das entspricht einem Tropfen Lösung auf eine Zahl Wassertropfen mit sechzig Nullen. Selbst eine Milliarde hat nur neun Nullen, und dürfte bereits im Hektoliterbereich sein. D60 entspricht dem Mehrfachen des Erdvolumens. Hier noch Wirksamkeit nachzuweisen ist vollkommen unmöglich.
Und würde diese Dosierung tatsächlich nicht nur wirken, sondern sogar stärker ausfallen, wäre die Menschheit schon lange ausgerottet worden. Das würde nämlich bedeuten, ein einziges Gramm Arsen, das jemals in den Wasserkreislauf gelangt ist, wäre in der hochgiftigen Wirkung potenziert worden und hätte sämtliches Wasser für uns potentiell tödlich gemacht.
Um diese haltlosen Ansätze zu erklären, erfinden Verteidiger schon mal so dumme Sachen wie das Erinnerungsvermögen von Wasser. Tja.
Hahnemann dachte also folgendermaßen: Gleiches muss mit Gleichem behandelt werden, aber nach ihm konnte niemand das Chinarinde-Experiment erfolgreich wiederholen. Und: Wenn ich ein Mittel so sehr verdünne, das ein Tropfen auf Wasser von der mehrfachen Masse der Erde verdünnt wird, ist es ein extrem hochwertiges, potenziertes Medikament. Damit man so etwas wiederfindet, gibt es die sogenannten Zuckerglobuli, die dann bei einem D60-Präparat nur noch Zucker und ein wenig Feuchtigkeit enthalten.
Aber das ist schon bei D24 der Fall. Und auch D10 ist schon so dünn, dass das Präparat nicht mehr nachgewiesen werden kann.

Warum also hält sich die Homöopathie, obwohl sie hahnebüchen, falsch und auch noch gefährlich ist, wenn ein Kranker statt einer ordentlichen Behandlung eine ganzkörperliche Behandlung mit Globuli bekommt, die nur ein wenig Wasser und eine Menge Zucker beinhalten?
Weil es funktioniert.
Wie, das ist ein Widerspruch? Richtig, ist es auch. Ich will das erklären. Homöopathie vom Prinzip kann NICHT funktionieren. Was also macht die Homöopathie, um erfolgreich zu sein? Einerseits vereinnahmt sie funktionierende Präparate wie die Arnika und gibt ihre sinnvollen Dosierungen bis hin zu D6 als Homöopathie aus, obwohl es sich um wirksame Naturarzneien handelt. Andererseits reden sich Homöopathen schnell mal damit raus, das ein Patient ganzheitlich eingestellt werden müsse, damit ein Mittel auch wirklich wirkt.
Oder um es anders auszudrücken: Das was Dir die Mutter Deines Ex gegeben hat, war ein wirksames Präparat, weil es sich um z.B. Arnika in einer sinnvollen Dosierung gehandelt hat. Es stand nur Homöopathie drauf, IST aber keine Homöopathie. Weil es, wie ich schon sagte, Deine Krankheitssymptome hervorrufen muss, wenn Du gerade gesund bist. Viele homöopathische Produkte sind gar keine, weil ihre Inhaltsstoffe bis maximal D6 dosiert, und damit wirksam sind.
Stärkere Verdünnungen bis hin zu einem Tropfen Lösung auf das Wasser des Bodensees können nicht funktionieren, sonst hätte die Menschheit niemals überlebt. Schon geringere Dosierungen sind Quatsch, ebenso wie die Theorie vom Erinnerungsvermögen von Wasser. Du weißt schon, das Präparat ist nicht mehr im Wasser, aber die Wassermoleküle liegen jetzt so, als wäre es das noch, und der Körper merkt das, und reagiert deshalb darauf, als würde er das Präparat bekommen. Absoluter Humbug. Leipziger Wissenschaftler erklärten das so: Wenn eine einzige Tollkirsche in die Elbe fällt, und diese nach Leipzig treibt, und von dort in die Wasserversorgung gelangt, ist durch die Verstärkung des Gifts durch die Potenzierung die ganze Stadt in wenigen Tagen tot.
Ist bisher nicht passiert. Wird auch nicht passieren. Warum? Weil Potenzierung Quatsch ist. Es wurde eben das Prinzip benutzt, dass verdünnte Gifte tatsächlich Medikamente sind, und ins Hirnrissige verzerrt. Das machen Pseudowissenschaftler sehr gerne. Genauso wie die Homöopathen Naturarzneien homöopathisch labeln, obwohl sie vollkommen unschuldig sind, die kleinen Arnika-Pflanzen.

Ich komme zu Fazit: Solange die Menschen nicht darüber aufgeklärt werden, was Homöopathie ist oder besser sein will, solange Homöopathie-Anwender wie die Mutter Deines Ex-Freundes nicht begreifen wollen, dass sie Naturheilkunde betreiben und keine Homöopathie, wird es der Homöopathie gut gehen. Und solange das Gesundheitsministerium die Krankenkassen weiterhin homöopathische Medikamente erstatten lässt, "weil das ja nur Kosten von ungefähr zwölf Millionen Euro im Jahr sind", ist Homöopathie ein gutes Geschäft.
Ich wünschte mir wirklich, Homöopathie wäre kein Verkaufsargument mehr. Dann würden viele Naturprodukte nicht mehr damit versehen werden, dann würde Homöopathie in den verdienten Orkus gehen.

Leute, ich habe jetzt viel über Homöopathie gelesen, und das nicht nur auf Wikipedia. Die Dosierungen alleine sind frei zugänglich, und wenn jemand in Afrika Menschen mit einem D24-Globuli von Malaria heilen will, dann brauche ich die Wiki nicht, um zu wissen, dass das absoluter hanebüchener Quatsch ist. Gefährlich obendrein. ^^°
Das ist nichts weiter als die Verballhornung angewandter Medizin in der Verdünnung giftiger Substanzen zu verträglichen Dosierungen. Aber das machen solche Scheinwissenschaftler gerne und oft. Bewiesene und bestätigte Tatsachen nehmen und solange verdrehen, bis sie ihren Zwecken dienen. Vom Gleichheitsprinzip mal ganz abgesehen, das noch dümmer ist, und nicht funktioniert, und nur deshalb beschützt wird, weil "jeder Mensch erst eingestellt werden muss, und wenn es bei Dir nicht funktioniert hat, musst Du eben neu eingestellt werden."
Im Mittelalter nannte man das Scharlatanerie.

Und an mein Schwesterchen: Wenn Du tatsächlich bis hier gelesen hast, bin ich gerne bereit, Deine Gegenargumente anzuhören. Falls Du welche hast.
Und nein, keiner nimmt Dir die Naturprodukte aus z.B. Arnika weg. Aber das ist nun mal KEINE Homöopathie, sondern Naturmittelarznei.
Der Ring ist freigegeben.