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Mittwoch, 8. Juli 2009

Zurück ins wahre Leben? Was ist wahres Leben?

Hm. Seit mich mein alter Freund Lucas heute darauf aufmerksam gemacht hat, das ich ja "lange nichts mehr im Blog geschrieben" habe, dachte ich darüber nach. Über das was ich schreiben könnte, über das was ich schreiben wollte. Ich habe eigentlich erkannt, dass ich in letzter Zeit immer einen Anlass für einen Blog brauchte, und bisher hatte ich den nicht gefunden.
Natürlich hätte ich kurz über meinen extraknappen Trip mit meinen Kumpels zur Ostsee referieren können - oder erwähnen, dass ich auf Fanfiction.de mittlerweile 3354 Hits habe.
Ich könnte einem sehr guten Freund in diesem Blog beistehen, der kürzlich einen großen Verlust erlitten hat - würde mir auch nur irgendetwas einfallen, für das mein Blog der richtige Rahmen wäre, was er aber nicht ist.
Ich könnte mir Ärger, Seelennot, Zufriedenheit und Nachdenklichkeit von der Seele schreiben. Letztendlich fühle ich für all das keine Motivation oder keine Chance, einen wirklich sinnvollen Text zu schreiben.

Dann geschah folgendes: In der aktuellen Leine Deister Zeitung las ich den Kommentar, der den schwungvollen Titel trägt: Zurück ins wahre Leben. Der Verfasser, Herr Jan Schlüter, geht darin auf einer Fünftel Zeitungsseite auf ein Ereignis ein, das uns wohl fast alle die letzte Woche beschäftigt hat, den Tod von Michael Jackson und seine Beisetzung am gestrigen Tage.
Nun war ich nie ein besonders großer oder fanatischer Fan des "King of Pop", dennoch habe ich seine Lieder sehr gerne gehört und fand die meisten seiner Videos schlichtweg genial. Es gibt Menschen, die kann man entweder hassen oder lieben. Ich glaube, Michael kann man nur lieben oder noch nicht kennen.
Jedenfalls schreibt Herr Schlüter: [...] Mehr als 1,6 Millionen Menschen beteiligten sich an der Internetlotterie, um an Michael Jacksons Trauerfeier teilzunehmen... [...] Nun ist der Rummel endlich vorüber. Die Medien beruhigen sich, die Fans hoffentlich auch... [...] ...bei manchem muss wohl erst die erkenntnis reifen, dass auch der als Ersatzmonarch fungierende Star nur aus Fleisch und Blut war... [...] Seine Anhänger sollten Jacko vor allem für dessen Musik dankbar sein, sich aber nicht in kitschiger Verklärtheit verlieren, sondern in die eigene Realität zurückkehren... [...]
Ehrlich gesagt habe ich in dem Moment gewusst, als ich Nun ist der Rummel vorüber las: Dies ist mein neuer Blog.
...sacken lassen.
Lieber Her Jan Schlüter, ich muss wirklich sagen, Ihren Kommentar habe ich mit Widerwillen, ja, mit deutlicher Abneigung gelesen. Was unterstellen Sie da den Fans von Michael Jackson? Was unterstellen Sie mir da persönlich? Nein, reden Sie sich nicht raus, dass Sie nur die fanatischten Fans unter ihnen meinten, und werfen Sie mir nicht vor, dass ich nur auszugsweise aus Ihrem Kommentar berichte; alle anderen Textpassagen sind lediglich Fakten. Was mich aufregt sind die Meinungen!
Wenn ich so einen Kommentar lese, bin ich Michael Jackson-Fan, selbst wenn ich es vorher nicht gewesen wäre. Wir alle sind dann Michael Jackson-Fans, und wir alle sind dann darüber verärgert! Wieso scheren Sie uns alle über einen Kamm? Wieso werfen Sie uns Realitätsflucht vor, und ihm, unser Traumkönig gewesen zu sein? Haben Sie solche Angst vor Menschen, die sich von jemandem verabschieden wollen, der ihre Leben bewegt hat? Oh, er hat vielen Menschen etwas gegeben, er hat sie träumen lassen. Er hatte Visionen, schuf einige der besten Musikstücke und Musikvideos der Welt. Er erfand den Moonwalk. Ihn als etwas anderes zu sehen als einen Mega-Star wäre Kurzsichtigkeit. Ihn aber zum Oberträumer vom Nimmerland zu erklären und zu "hoffen, das sich die Fans beruhigen" nur ein Schlag in unsere Gesichter.
Wir trauern nicht alle gleich. Die einen weinen, die anderen sind stumm. Der eine oder andere mag Daheim einen Altar für sein Idol haben, andere wie ich jedoch nur ein oder zwei Alben.
Dennoch waren und sind wir Fans.
Michael Jackson-Fans neigen weder zu Spontandemonstrationen, noch zum Massenmord. Sie wollen weder die Grundlage unserer Demokratie erschüttern, noch die Welt zur Scheibe erklären, in derem Mittelpunkt sein Grab liegt.
Sie werfen uns kitschige Verklärtheit vor. Und? Ich weiß nicht wo Sie das gesehen haben, aber bitte, Herr Schlüter, lassen Sie uns doch unsere kitschige Verklärtheit. Sie tut niemandem weh und hilft einigen damit klar zu kommen, dass jemand gegangen ist, der schon immer da war und großartige Musikwerke geschaffen hat.
Zurück zur eigenen Realität? Was für ein ausgesprochen dummer Spruch, denn Michael Jackson GEHÖRT zur eigenen Realität eines jeden Fans! So gesehen war das widerum ein sehr guter Rat.
Herr Schlüter, ich glaube nicht, dass Sie ein Fan sind. Bitte schreiben Sie nicht bei Wikipedia ab, um einen Kommentar zu verfassen, wenn das Thema Ihnen Angst macht, Sie aber keine Ahnung davon haben.
Ihr sehr enttäuschter, bekennender Michael Jackson-Fan Alexander "Ace" Kaiser.

Zurück ins wahre Leben? Was ist wahres Leben?

Hm. Seit mich mein alter Freund Lucas heute darauf aufmerksam gemacht hat, das ich ja "lange nichts mehr im Blog geschrieben" habe, dachte ich darüber nach. Über das was ich schreiben könnte, über das was ich schreiben wollte. Ich habe eigentlich erkannt, dass ich in letzter Zeit immer einen Anlass für einen Blog brauchte, und bisher hatte ich den nicht gefunden.
Natürlich hätte ich kurz über meinen extraknappen Trip mit meinen Kumpels zur Ostsee referieren können - oder erwähnen, dass ich auf Fanfiction.de mittlerweile 3354 Hits habe.
Ich könnte einem sehr guten Freund in diesem Blog beistehen, der kürzlich einen großen Verlust erlitten hat - würde mir auch nur irgendetwas einfallen, für das mein Blog der richtige Rahmen wäre, was er aber nicht ist.
Ich könnte mir Ärger, Seelennot, Zufriedenheit und Nachdenklichkeit von der Seele schreiben. Letztendlich fühle ich für all das keine Motivation oder keine Chance, einen wirklich sinnvollen Text zu schreiben.

Dann geschah folgendes: In der aktuellen Leine Deister Zeitung las ich den Kommentar, der den schwungvollen Titel trägt: Zurück ins wahre Leben. Der Verfasser, Herr Jan Schlüter, geht darin auf einer Fünftel Zeitungsseite auf ein Ereignis ein, das uns wohl fast alle die letzte Woche beschäftigt hat, den Tod von Michael Jackson und seine Beisetzung am gestrigen Tage.
Nun war ich nie ein besonders großer oder fanatischer Fan des "King of Pop", dennoch habe ich seine Lieder sehr gerne gehört und fand die meisten seiner Videos schlichtweg genial. Es gibt Menschen, die kann man entweder hassen oder lieben. Ich glaube, Michael kann man nur lieben oder noch nicht kennen.
Jedenfalls schreibt Herr Schlüter: [...] Mehr als 1,6 Millionen Menschen beteiligten sich an der Internetlotterie, um an Michael Jacksons Trauerfeier teilzunehmen... [...] Nun ist der Rummel endlich vorüber. Die Medien beruhigen sich, die Fans hoffentlich auch... [...] ...bei manchem muss wohl erst die erkenntnis reifen, dass auch der als Ersatzmonarch fungierende Star nur aus Fleisch und Blut war... [...] Seine Anhänger sollten jacko vor allem für dessen Musik dankbar sein, sich aber nicht in kitschiger Verklärtheit verlieren, sondern in die eigene Realität zurückkehren... [...]
Ehrlich gesagt habe ich in dem Moment gewusst, als ich Nun ist der Rummel vorüber las: Dies ist mein neuer Blog.
...sacken lassen.
Lieber Her Jan Schlüter, ich muss wirklich sagen, Ihren Kommentar habe ich mit Widerwillen, ja, mit deutlicher Abneigung gelesen. Was unterstellen Sie da den Fans von Michael Jackson? Was unterstellen Sie mir da persönlich? Nein, reden Sie sich nicht raus, dass Sie nur die fanatischten Fans unter ihnen meinten, und werfen Sie mir nicht vor, dass ich nur auszugsweise aus Ihrem Kommentar berichte

Freitag, 26. Juni 2009

Happy?

Gestern Abend gegen halb elf war es endlich soweit: Die Zahl der Aufrufe meiner Storys auf Fanfiction.de durchbrachen die Dreitausender-Grenze. Das Erstaunliche daran ist, dass ein Großteil, nämlich über zweieinhalbtausend Aufrufe - wahrscheinlich mehr - im Zeitraum April bis heute erfolgten. Ich bin nicht sicher, ob ich mich darüber freuen kann, immerhin habe ich mittlerweile fünfzig eigenständige Storys gepostet, und die Anzahl der Aufrufe verteilt sich ja auf die etwas über einhundertdreißig Kapitel all meiner Geschichten. Dazu kommen einundfünfzig Kommentare. Klingt beeindruckend, aber ist das auch viel? Wie ist das Interesse meiner Leser? Die Seite ist groß, es gibt zahlreiche Geschichten in zahlreichen Genres. Habe ich also das eine oder andere Leserherz zu packen gekriegt, oder mache ich mir hier selbst etwas vor? Ich sehe es durchaus kritisch. Aber letztendlich freue ich mich doch über jeden Aufruf und jeden Review.
Danke, meine lieben Leser. Macht weiter so. ^^V

Edit am Montag, dem 29.06.: Gerade gecheckt und für schreibenswert befunden: Um 13.40 Uhr habe ich exakt 3111 Aufrufe registriert. Dazu kommen vier neue Reviews.
Ich glaube, ich freue mich zu Recht. ^^

Edit Nr. 2 am Mittwoch, dem 01.07.: So, ich bin bis Montag fern jedes Internets, deshalb kommt diese Meldung schon jetzt, obwohl ich bis zur nächsten Doppel-Null warten wollte.
Heute um Sechzehn Uhr verzeiche ich 3193 Hits für meine Geschichten. Wenn ich wieder hier bin, werden es vielleicht schon 3300 sein. V^^V

Montag, 22. Juni 2009

Die weltweiten Zeitungsentenvorräte reichen nicht mehr für unsere Kinder!

Es ist eine erschütternde, alarmierende und irgendwie auch gruselige Erkenntnis: Die weltweiten Vorräte an Zeitungsenten gehen unweigerlich dem Ende entgegen! Experten schätzen das die Vorräte an Bildzeitungsenten, Yellow Press-Reserven und The Sun-Vorkommen lediglich noch weitere zwanzig Jahre reichen werden. Unsere Kinder und unsere Kindeskinder müssen also zwangsläufig ohne Zeitungsenten auskommen. Eine Vorstellung voller Schrecken, blanker Horror! Warum tut die Politik nichts dagegen?

Stammleser meines Blogs (also alle beide) wussten natürlich spätestens nach der Überschrift, dass ich obigen Text in keinster Weise ernst gemeint habe. Im Gegenteil, dies ist das humorvolle Vorwort für das eigentliche Thema, dem ich mich in diesem Blog widmen möchte. Und das Thema ist Erdöl.
Wieder und wieder liest man in Tageszeitungen, in Internetmagazinen und sonstigen Publikationen, dass die weltweiten Erdölreserven zwanzig, höchstens dreißig Jahre reichen, und wenn die enorm wachsende chinesische Industrie ein wenig sparsamer ist, eventuell vierzig Jahre. Danach, so die Zeitungen, ist Schluss mit lustig. Dann ist alles Öl abgesaugt, und wir stehen da mit unseren Autos, mit unserer Plastikproduktion, mit unseren petrochemischen Medikamenten. Dann war es das mit unserer Zivilisation.
Und genau das ist ALLES QUATSCH! Das kommt eben davon wenn reißerische Publikationen reißerische Aufmacher suchen um reißerische Falschinformationen unter die Leute zu bringen, um reißerischen Absatz ihrer Zeitungen zu erreichen. Oder um es noch deutlicher zu sagen: Das ist alles erstunken und erlogen und kann mit ungenügendem Fachwissen schon nicht mehr ausreichend erklärt werden. Ich akzeptiere höchstens noch pure Faulheit zur Recherche, fordere aber Höchststrafen für die Autoren solcher Artikel: Macht Hörbücher draus und zwingt die Verfasser, ihre eigenen literarischen Ergüsse vierundzwanzig Stunden anzuhören.
...Okay, für diese Forderung muss ich mich wohl mit Amnesty International auseinander setzen, das ist nämlich schon seelische Grausamkeit.

Aber kommen wir zu den Fakten: Warum ist die Aussage, unsere weltweiten Erdölvorräte würden nur noch dreißig, vierzig Jahre vorhalten, absoluter Quatsch?
Immerhin wachsen mit China und Indien zwei riesige, Ölverschlingende Volkswirtschaften heran, die mehr und mehr Öl brauchen.
Und der Ölpreis klettert in Deutschland ja auch in schwindelerregende Höhen, oder?
Nun, seit einigen Tagen habe ich Zugang zu Fachliteratur, und dort sah ich bestimmtes Wissen bestätigt, das ich in der Dokumentation "Sind wir allein im Universum?" vor Jahren gelesen hatte.
Bereits in dem Buch hieß es zum Thema Rohstoffe sinngemäß:
"In die Aufstellung der weltweiten Rohstoffreserven kommen nur bereits erschlossene Lagerstätten. Bereits vermutete oder zumindest aufgedeckte Lagerstätten fließen hier nicht mit ein. Daran kann es dann liegen, dass die Weltvorräte für Gold in der 1959er-Schätzung noch für fünfzehn Jahre reichen, in der 1960er-Schätzung aber dreißig - einfach weil eine neue erschlossene Lagerstelle in die Aufstellung gelangt ist."
Oder um es speziell für das Thema Öl zu sagen: Alle vermuteten, alle entdeckten und alle verbrauchten Lagerstätten zählen erst dann, wenn sie auch bereits erschlossen sind. Das bedeutet, das all die vermuteten Vorräte in Alaska, die Riesenvorkommen in Sibirien und all jene Schätze in der weltweiten Tiefsee hier noch gar nicht rein gerechnet sind. Wenn man diese vermuteten und bereits erkundeten (aber noch nicht angezapften) Reserven hinzuzieht, kommt man auf zweihundert Jahre und mehr - egal wie sehr Chinas und Indiens Wirtschaften noch wachsen. Und das ist noch nicht das Ende des Themas, wenn sogar Experten vermuten, das die weltweit existierenden Vorräte womöglich knapp gegen unendlich gehen. Denn jetzt kommt der Clou.

Wie gesagt habe ich seit einiger Zeit Zugang zu Fachliteratur, in die ich mich aus beruflichen Gründen einarbeiten muss. Die Sache mit den erfassten Rohstoffen war mir zuvor schon bekannt. Dazu kommt jetzt die Förderpraxis. Und die besagt, dass selbst die sprudelfreudigstens Ölfelder selbst mit der aktuell modernsten Technik lediglich bis zu einem Maximum von siebzig Prozent gefördert werden können!
Die Regel sind aber in etwa vierzig bis fünfzig Prozent!
Für deutsche Ölfelder unter dem Heidesand, im Rheingraben und in der Nordsee gilt sogar nur ein Wert von fünfunddreißig Prozent maximaler Ausbeute...
Wie das?
Nun, das ist einfach erklärt. Erdöl und Erdgas, die meistens gemeinsam vorkommen, lagern nicht einfach in riesigen Kavernen, die nur noch angezapft werden müssen. Sie lagern sich in sogenanntem Speichergestein, meist einer porösen Sandsteinschicht, aus der das Erdöl mit dem einen oder anderen Trick gefördert werden muss.
Die Saudis haben es da recht gut. Ihre Ölfelder stehen zumeist unter sehr hohem Erdgasdruck, sodass sie zwanzig bis dreißig Prozent eines Ölfelds ohne den Einsatz von Pumpen fördern können. Das bedeutet natürlich, das alle Erdölfelder, welche die Saudis in den letzten sechzig Jahren aufgegeben haben, weil sie nicht mehr sprudelten, damals nur zu zwanzig, dreißig Prozent angezapft wurden. Es liegen also noch bis zu achtzig Prozent des bereits geförderten Öls im Sand der ewigen Wüste. Mit den bereits von mir angesprochenen Methoden kann man heutzutage aber sogar siebzig Prozent dieses Öls fördern. Die Saudis sitzen also im wahrsten Sinn des Wortes noch immer auf einem schwarzen Goldschatz, den sie anzapfen werden, sobald die Ölfelder mit Eigendruck erschöpft sind, und man mit Wassereinleitung oder Lösungsmitteln arbeiten muss, um den Rest zu fördern.
In Zukunft wird die Industrie langfristig Mittel und Wege finden, um achtzig oder sogar neunzig Prozent des Erdöls zu fördern. Wenn es sich wirtschaftlich rentiert vielleicht sogar bis nahezu hundert Prozent. Ist alles nur eine Frage der Kosten und der Technik. Das Ende des Öls ist in Sicht? Eher gehen uns die Zeitungsenten aus. Und das wäre echt mal ein Segen für uns.

Warum ist das Öl also so teuer? Tja, damit betreten wir einen Bereich, der, ehrlich gesagt, purer Kapitalismus ist. Furchtbarer, erschreckender Kapitalismus, der auf Angebot und Nachfrage beruht. Fakt ist, das es bis vor kurzem eine Methode gab, das Angebot von Erdöl künstlich zu verknappen und damit eine künstliche Nachfrage zu erzeugen. Speulanten konnten durch einen kaufmännischen Trick Optionen auf Erdöl erwerben. Es wurde also weg gerechnet, aber noch nicht bezahlt. Dafür blechen mussten die Spekulanten erst, wenn sie die Option in Anspruch nahmen, also es selbst verkauft hatten. Und dies taten sie, nachdem sie selbst durch ihre Optionen das Erdöl künstlich verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hatten.
Diese Kapitalismuspiraten wendeten sich meinen Informationen aber dem Lebensmittelmarkt zu und sorgten mit der gleichen Methode für horrende Lebensmittelpreise in Afrika, die man prompt der Erzeugung von Biokraftstoff in afrikanischen Ländern zuschrieb, und nicht den Kapitalismusheuschrecken. Das Thema überteuerter Grundversorgung ist mittlerweile länger aus den Medien verschwunden, deshalb vermute ich zu Recht, das irgend jemand dem Optionskauf einen Riegel vorgeschoben hat.
Das ist aber leider nicht das Ende hoher Preise, denn nun kommen die wirklich finanzstarken Investoren, die auch das Geld haben, um das Öl wirklich zu kaufen. Und die Muße und Reserven, um es längere Zeit zu horten, also auf hohe Preise zu warten. Sie lagern das Öl einfach ein, bis es einen akzeptablen Verkaufspreis erreicht hat. Die Zinsen, die sie dabei bezahlen, sind in Anbetracht des zu erwartenden Gewinn ein kalkulierbares Risiko, denn obwohl mehr Erdöl gefördert wird als der Weltmarkt wirklich braucht, stürzen sich Spekulanten auf jede Schwankung des Rohölpreises und sorgen somit für Verteuerungen... Der Endeffekt ist ein steigender Ölpreis, obwohl das Angebot höher ist als die Nachfrage.
Leidtragende dieser Praxis sind in Deutschland dann die Leute direkt an der Front, also die Tankstellenpächter und Heizölfirmen, denen vorgeworfen wird, was in Rotterdamm verbockt wurde, aber das nur am Rande.

Glücklicherweise kann man als Verbraucher etwas dagegen tun. Ja, man kann tatsächlich auf seine eigene Weise gegen künstliche Hochpreise protestieren. Aber das ist mit Arbeit verbunden. Man kann den Ölpreis beobachten und einkaufen, sobald er niedrig ist. Reicht man mit seinem Vorrat nicht, kann man hochpreisig kleinere Partien kaufen, um über die Runden zu kommen, bis die nächste Tiefpreisphase erreicht ist. Und Tiefpreisphasen haben wir trotz Spekulanten jedes Jahr immer mal wieder. Diese Methode ist halt nur mit persönlicher Anstrengung verbunden.

Also, mein persönliches Fazit: Am Erdöl liegt es nicht, und es wird auch noch für unsere Kinder und Kindeskinder reichen. Wir brauchen also weder neue Atomkraftwerke, noch müssen wir die Ölkraftwerke abreißen, weil ihr Rohstoff eh bald nicht mehr reicht.
Es schadet dennoch nicht, angesichts der Spekulationssituation die Abhängigkeit von ausländischem Öl einerseits zu reduzieren und sich andererseits in diesen unseren Tagen das eine oder andere Land mit beträchtlichen Ölreserven schon jetzt zu einem sehr guten Freund zu machen, um eventuell in Zukunft aufgrund dieser Freundschaft einen besseren Preis zu kriegen als all die anderen Kinder auf dem Schulhof. Also machen wir uns ruhig bei Russland und Kanada sehr, sehr beliebt, denn das ist die einzige Gefahr, die unserer Wirtschaft wirklich droht, obwohl auch in Zukunft mehr Öl gefördert werden wird als die Weltwirtschaft braucht: Bezahlbares Rohöl in ausreichender Menge zu bekommen.

Bei den Zeitungsenten hoffe ich jedoch auf eine baldige weltweite Verknappung und extreme Rationierung: Nur noch eine Zeitungsente pro Boulevardzeitung und Monat. Das wäre ein Labsal für uns alle.

Montag, 15. Juni 2009

Nur Scholl-Latour konnte nach Iran gehen...

Wem dieser Titel bekannt vorkommt, und angelehnt an ein Zitat über Nixon, hat vollkommen Recht.
Zwar gibt es auch diesmal etwas über mein schreiben zu berichten - fast zweitausendachthundert Aufrufe auf Fanfiction.de, danke, liebe Leser ^^V - aber wieder einmal wende ich mich der Weltpolitik zu.

Ich bin verwundert. Ehrlich, ich bin zutiefst verwundert. Und diese Verwunderung betrifft den Iran und seinen gerade wiedergewählten Präsidenten Ahmadinedschad. Unruhen gibt es in der Hauptstadt. Seine politischen Gegner glauben nicht, dass er mit über sechzig Prozent der Stimmen gleich im ersten Wahlgang gewonnen hat. Sie sprechen von Unstimmigkeiten, von der Behinderung freier Kontrollen, und westliche Medien beschweren sich darüber, massiv behindert worden zu sein. Sein schärfster Kontrahent steht unter Hausarrest, nachdem er sich selbst zum Sieger erklärt hat, und das bei etwas mehr als einem Drittel der abgegebenen Stimmen. Ach, und Studenten gehen zu Tausenden auf die Straße, um gegen Ahmadinedschad zu protestieren.
Nun hat Ahmad*** nicht gerade den besten Ruf bei uns. Er gilt als Holocaust-Leugner, Nationalist und Feind des Westens. Und wahrscheinlich fördert er die Hamas im Gaza-Streifen.
Ach, und augenscheinlich lässt er iranische Wissenschaftler eine Atombombe konstruieren.

Andererseits ist das Thema zu differenziert, um es nur so zu betrachten. Der Iran ist nicht einfach nur der Iran, sondern auch das ehemalige Kaiserreich Persien, ein Land, das von Rechts wegen hätte reich sein müssen. Ein Land, das von Öl und Erdgas prosperieren müsste. Von diesen Schätzen kam nie besonders viel beim Volk selbst an, das Land befindet sich zudem gerade in einer Rezession. Und dann haben die Israelis auch noch mit einem Militärschlag gegen die Nukleareinrichtungen des fernen Nachbarn gedroht.
In solcher Atmosphäre ist ein Nicht Pro-Westlicher Präsident natürlich automatisch ein Nachteil - zumindest aus der westlichen Welt gesehen. Aber irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass Ahmad*** irgendetwas richtig machen muss.
Wer von uns hatte nicht unterschwellig das Gefühl, die USA würden nach ihrem erfolgreichen Schlag gegen die Ölwirtschaft des Mittleren Osten, tschuldigung, den Irak, nicht auch noch den Iran angreifen?
Und welche Nation, die augenscheinlich mit dem Iran verfeindet ist, verfügt über die Atombombe?
Normalerweise hätte ein Holocaust-Leugner vor meinen Augen keine Gnade verdient. Ahmad*** jedoch wurde so hartnäckig und so perfide falsch zitiert - dank dem Internet schnell nachweisbar falsch zitiert - dass ich mich frage, ob die Berichte darüber, ob er wirklich den Holocaust leugnete, so stimmen, wie sie wiedergegeben wurden.
Mich beschleicht der Verdacht an eine Kampagne der Westlichen Welt, um einen vielleicht ungeschickten, aber sichtlich beherzten Politiker daran zu hindern, wiedergewählt zu werden. Vielleicht mit der Motivation, dass ein mehr pro Westen ausgerichteter Präsident auf die Bombe verzichten würde.
Andererseits hat Scholl-Latour gesagt: "Was bleibt ihnen anderes übrig? Wenn sie die Atombombe haben, werden sie nicht angegriffen."
Von wem? Ein großes Geheimnis der Weltpolitik.
Und siehe da, Nord-Korea HAT die Bombe. Und etliche scharfe Petitionen, Rügen und aufgestockte Hilfslieferungen für die darbende Bevölkerung konnten Kim Jong-Il nicht dazu bringen, seine Atomwaffen abzuschaffen. Anscheinend hilft die Atombombe selbst gegen eine Superpolizei wie die USA.

Fazit: Ich bin dafür, nachdrücklich dafür, dass die Vorwürfe und Anzeigen der Opposition nachgeprüft werden. Eine demokratische Wahl muss eine demokratische Wahl bleiben. Und das Ergebnis muss dann von allen akzeptiert werden.
Ob das nun Menschen sind, die von den Gratis-Kartoffelrationen des Präsidenten profitiert haben, oder ob es Studenten sind, die ihr neues Idol nun nicht im Amt sehen, Demokratie sieht keine gewalttätigen Proteste als legal an.
Das bedeutet: Ist das Wahlergebnis legal, dann muss auch der Westen dies akzeptieren, soll die eigene Demokratie nicht zur Farce werden. Ist es manipuliert, dann bin ich ausdrücklich für Sanktionen, um den wahren iranischen Präsidenten zu unterstützen.
Mit stark tendenziöser Berichterstattung im Westen ist allerdings niemandem geholfen, außer dass eine demokratische Kontrolle der Wahl erschwert wird.
Und was die Bombe angeht - liefert dem Iran kein Uran.
Blauäugig? Vielleicht. Aber wie wir am Beispiel von USA, GB, Russland, Frankreich und China sehen, bedeutet die Bombe zu haben nicht automatisch, sie einzusetzen. Bei Indien und Pakistan bin ich da nicht so sicher... ^^°

Dienstag, 9. Juni 2009

Mit Computerspieleverboten gegen Kinderpornos, oder was?

Manchmal kann ich selbst nicht so recht verstehen, was in der Welt vorgeht - und ich halte mich im allgemeinen für einen klugen Burschen. So sind mir einige der Vorgänge der letzten Zeit unbegreiflich. Geradezu selbstzerstörerisch.
Ich meine, wenn jemand die Pest hat, dann kommt doch auch kein Arzt und sagt: "Das ist gar nicht die Pest, das sind Mückenstiche! Kippt sofort alle Teiche zu, um die Mücken auszurotten!"
Merkwürdiges Beispiel? Ha! Von wegen.

Nehmen wir mal Bezug zum Titel: Computerspieleverbot.
Es gibt tatsächlich Politiker in Deutschland, die behaupten, wer Egoshooter spielt, verroht innerlich und ist eher bereit andere Menschen zu töten. Dies führt zu Amokläufen. Wenn wir also die Egoshooter und andere Computerspiele des Genres verbieten, sind wir auf der sicheren Seite, und es kommt nicht mehr zu Amokläufen.
Hallo? Das klingt doch wieder nach Pest und Mückenstichen!
Herrschaften, jetzt mal ganz ehrlich: Wenn tatsächlich einmal jemand Realität und Spielewelt nicht mehr auseinander halten kann, bezweifle ich stark, dass er mit Computerspielen für den nächsten Amoklauf üben kann. Diese Spiele erklären weder den Ladevorgang, noch Kniffe wie Sicherung und gezieltes Schießen. Hey, ich war beim Bund, ich habe mit allen geläufigen Waffen geschossen. Ich kenne mich aus. Seit ich das erste Mal eine P1 abgeschossen habe und vor dem lauten Knall erschrak weiß ich: Mit Waffen zu töten trainiert man mit Waffen! Das kann einem kein Computerspiel vermitteln.
Gut, gut, es kann eventuell, in irgendeiner Pararealität jenseits von Vernunft und Verstand einen Amokläufer geben, der seine grausige Tat begangen hat, weil ein Egoshooter seine Synapsen zersäbelt hat. Wahrscheinlich ist es indes nicht. Amokläufer, die Computergames wie Egoshooter auf ihren PCs haben, werden damit sicherlich nicht für den Amoklauf trainiert haben. Sonst würden sie nämlich erwarten, an jeder Ecke neue Munition zu finden, die sie aufnehmen, indem sie drüber weg laufen; und ein Tippser auf die Erste Hilfe-Box würde ihnen helfen, wieder volles Leben zu bekommen. Sie haben Egoshooter TROTZDEM auf dem PC.
Wir haben in Deutschland eine sehr strenge FSK für Computerspiele. Sehr viele Spiele sind nur für Erwachsene freigegeben, eine verschwindend geringe Zahl gibt es sogar erst ab achtzehn. Wollt Ihr, liebe verbotswütige Politiker, tatsächlich die sehr gute Arbeit dieser Institution in den Wind schießen, sechzig Millionen Erwachsenen ihre Mündigkeit absprechen und alles auf ein "Killerspiel" schieben?
Waffen töten Menschen, und natürlich derjenige, der diese Waffen in Händen hält. Spiele tun das nicht. Denn: Wo sind all die Amokläufer, die Egoshooter spielen, dadurch labil und mordlüsternd werden, sich Waffen besorgen und dann über unschuldige Menschen herfallen? Immerhin wurden hunderttausende dieser Spiele verkauft.
Jeder Amoklauf ist eine furchtbare Tat, ausgeführt von einem zerrissenen, jenseits der Menschlichkeit befindlichen Täter ohne Hoffnung auf eine Zukunft. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen. Aber, und das ist das perfide, mit dem Verbot von Computerspielen, die zudem der FSK unterliegen, verhindern wir bestimmt keine Amokläufe.
Das geht nur über das soziale Umfeld, Prävention, psychologische Beratung und vielleicht ein wenig Verständnis lange bevor jemand mit dem Leben abschließt und sich zu solch einem Wahnsinn hinreißen lässt.

Auch ein großes Thema: Kinderpornographie.
Zur Zeit ist es hochaktuell, nachdem die Gebärmaschine im Ministersessel (ich entschuldige mich explizit hier bei allen Frauen und Müttern, die nicht über Vermögen verfügen und dementsprechend ihre Kinder nicht an Nannys abschieben können) gesagt hat, man müsse das Internet zensieren. Gemeint ist, Seiten von Anbietern der Kinderpornographie mit Stoppschildern zu belegen, um den Surfer auf sein Missverhalten aufmerksam zu machen. Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob die IP dabei nicht auch noch gespeichert wird.
Nur: Was soll das bitte bringen? Kinderpornographie ist ein Verbrechen. Schlimmer noch ist es Kinder zu missbrauchen um diese Aufnahmen zu machen. Wird das verhindert, indem man virtuelle Stoppschilder vor entsprechende Seiten hängt? Ich meine, Hallo? Wenn Ihr solche Seiten gefunden habt, warum blockt oder löscht Ihr sie nicht? Und den Opfern hilft das auch nicht weiter.
Pädophile im weitesten Sinne waren noch nie Personen der Öffentlichkeit oder haben sich dazu in irgendeiner Form bekannt. Sie sind meist Täter, Konsumenten, Weiterverbreiter. Sie organisieren sich in Zirkeln, beinahe geheimen Logen. Alle Schläge der Polizei gegen Kinderpornographie im Inland ist immer gegen diese geschlossenen Gesellschaften gerichtet. Immer wieder berichten die Medien von Netzwerken, also Passwortgeschützten Servern, auf die nur die Mitglieder Zugriff haben. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, wie ein harmloser Internetuser ausgerechnet auf diese Seite stoßen, das Passwort knacken und in diesen Zirkel gelangen soll. Im Umkehrschluss kann ich mir nicht vorstellen, dass Fahnder da erst ein Stoppschild vorsetzen, um eventuell allen Mitgliedern dieser kranken Gemeinschaft die Zeit zu geben, belastendes Material zu vernichten.
Imho ist das nicht weiter als der Versuch, uns, die User, langsam an eine staatliche Kontrolle zu gewöhnen. Ich habe hierzu ein interessantes Beispiel aus Finnland ertwittert. Dort findet die Sperrung von Internetseiten statt (nicht die dämlichen Stopp-Schilder). Aber welche Seiten wurden dort gesperrt? Von über eintausend Seiten hatten zwei einen Bezug Kinderpornographie, eine war tatsächlich vollkommen zu Recht gesperrt worden.
Die restlichen tausend Seiten? Auch Pornographie, allerdings keine verbotene.
Das droht uns auch in Deutschland, wenn deutsche Beamte in Entscheidungswut geraten und auch noch die Macht dazu haben, solche Seiten zu sperren.
Herrschaften! Auch damit verfehlen wir die Wirkung! Wir sind wieder bei der Pest und Mückenstichen! Die Täter gehören verhaftet, verurteilt und therapiert, bzw. psychiatrisch isoliert, und die Opfer in psychologische Behandlung, um die Traumata zu verarbeiten. Virtuelle Verbotsschilder nützen ihnen gar nichts.
Lasst die Polizei ihre Arbeit machen. Das Thema ist zu wichtig und zu ernst, als dass man es als Aushängeschild für illegale Kontrolle freier Medien missbrauchen sollte.

Fazit: Wenn jemand die Pest hat, kann man ihm nicht helfen, indem man Teiche mit Mückenlarven zuschüttet. Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern sträflich unverantwortlich. Für Volksverdummung sollte es ein Strafmaß geben.

Herzlichen Dank an alle, die meine Geschichten lesen

Tja, ich habe es so nicht erwartet, aber das Experiment Fanfiction.de beschert mir mehr Aufmerksamkeit in zwei Monaten als ich ansonsten in einem Jahr erhalte. Unaufhaltsam klettert die Zahl der Aufrufe meiner Geschichten auf die 2600er Marke, wobei zwei Dinge zu erwähnen interessant sind:
1) Ich habe mittlerweile 44 Geschichten rein gestellt, einige davon mit mächtiger Überlänge, was das alles ein wenig relativiert.
2) Richtig angefangen einzustellen habe ich erst Ende März. Seit diesem Zeitraum bekam ich über dreißig Reviews, die vom Grundtenor positiv waren.
Okay, das ist noch nicht mein Einstieg in die von mir so begehrte Profi-Liga, in den Bereich der massenhaft verkauften Bücher, der eigenen Community, der Fans und Fanfic-Schreiber, die sich nun in meinen Welten bewegen. Kurz gesagt, kein Hype. Aber ich kann mit einer gewissen Ruhe sagen: Ich bin zufrieden. Noch nicht satt, aber zufrieden.


Edit: 10.06.2009, und jetzt sind es 2623 Aufrufe... Ich habe entweder einen sehr eifrigen Leser oder sehr viele Einmalleser... Vielleicht irgendwas dazwischen.
Auf jeden Fall noch mal danke. ^^V

Dienstag, 2. Juni 2009

Die Welt dreht sich

Und das ist auch gut so.
Veränderungen bei mir: Auf Fanfiction.de habe ich soeben meinen zweitausendzweihundertfünfzigsten Zugriff registriert. Ich weiß nicht ob das viel oder wenig für FF.de ist. Aber ich weiß, dass das sechshundertfünfzig Zugriffe seit dem zwölften Mai sind, UND das ich mich sehr darüber freue. Zeitgleich habe ich meinen dreißigsten Review registriert, und auch hier weiß ich nicht, ob es viel oder wenig ist, auf jeden Fall ist der Tenor vom Grund her positiv.
Liebe User und Mitautoren auf FF.de: Herzlichen Dank dafür, das ich gelesen werde. ^^b

Veränderungen in der Welt:

Ein Passagierflugzeug der Air France ist über dem Atlantik verschwunden, und eine uns wohl bekannte nervige Zeitung mit vier Buchstaben spekuliert: War es ein Blitzschlag?
Liebe BLÖD, sicherlich nicht. Denn gegen das primitivste und älteste Problem des Stratosphärenflugs werden unsere findigen Luftfahrtingenieure sicher schon ein Mittel gefunden haben.
Edit: Jetzt, da es offensichtlich wird, das die Maschine tatsächlich abgestürzt und alle über zweihundert Insassen ums Leben gekommen sind, möchte ich kurz anmerken, das meine Sympathie den Hinterbliebenen gilt. Auch wenn obiger Text den Opfern gegenüber etwas zynisch klingt, er ist keinesfalls so gemeint. Zynisch sollte er nur gegenüber der Schlagzeilensucht der BLÖD-Zeitung sein. Sollte jemand nun ernsthafte Zweifel an meinem Mitgefühl und meiner Integrität gehabt haben, so hoffe ich, das hiermit auszuräumen.


H1N1 streunt immer noch durch die Medien, und noch immer erschallen halbherzige Kassandrarufe von irgendwelchen Türmen, die vor der großen Pandemie warnen, nur weil Wissenschaftler das nicht ausschließen.
NATÜRLICH schließen sie das nicht aus, immerhin ist die Möglichkeit, das es immer noch zur Pandemie durch H1N1 kommt, nicht ausgeschlossen. Ein guter Wissenschaftler weiß das.
Aber, liebe Medien, vielleicht fragt Ihr mal: Ist es eigentlich wahrscheinlich, dass es noch zur Pandemie mit H1N1 kommt? Die Antwort wäre sicher ein klares Nein. Aber das wollt Ihr sicher weder hören noch drucken. Soviel zur BLÖDisierung der deutschen Medienlandschaft.

In Pakistan geht die Armee noch immer gegen den offenen Aufstand der Taliban vor, zehntausende Menschen mussten ihr altes Leben und ihr Hab und Gut aufgeben, um vor den Kämpfen zu fliehen. Die Hochburg der Taliban-Bewegung befindet sich jetzt im Krieg.
Sehr merkwürdig. Sehr, sehr merkwürdig. RICHTIG merkwürdig.
Warum ich das sage? Nun, bisher ging ich von drei Fakten aus:
1) Die Taliban sind vom pakistanischen Geheimdienst ausgesuchte und trainierte Pashtunen aus Koranschulen, die als verlängerter militärischer Arm dieses Geheimdienstes dienen sollten.
2) Die Eroberung Afghanistans durch die Taliban ist der einzige militärische Sieg der Pakistani.
3) Geheimdienst und Militär in Pakistan sind bereits stark von militanten konservativen muslimsischen Kräften unterwandert.
Da fragt man sich wirklich, was dort gerade geschieht. Kommt es zur großen Säkularisierung, also der endgültigen Trennung von Kirche und Staat? Ist es ein Machtkampf zwischen verschiedenen konservativen Fraktionen um die Vorreiterrolle? Hat der neue Präsident etwa mehr Rückhalt und mehr Macht als all seine Vorgänger zusammen und traut er sich tatsächlich, im eigenen Haus aufzuräumen? Fragen über Fragen über Fragen.

Nord-Korea testet Langstreckenraketen und Atombomben, und die Welt ist in Aufruhr.
Hallo? Lasst sie doch Atombomben testen, soviel wie sie wollen. Jeder einzelne Test kostet nicht nur Millionen, die das Militärbudget extrem belasten und die Wehrfähigkeit der Armee ernsthaft in Frage stellen, er kostet auch waffenfähiges Plutonium, das danach in Angriffswaffen nicht mehr eingebaut werden kann. Lasst sie doch ihr ganzes Material verballern, dann kloppen sie es wenigstens nicht auf Seoul, Tokyo oder Beijing.
Und davon einmal abgesehen, hat das Patriot-System nicht bereits vor Jahren bewiesen, wie effektiv es gegen anfliegende Raketen ist? Dazu die Aegis-Kreuzer der Amerikaner, die zweifellos vor Ort sind, und die vergleichsweise primitive Tarn- und Waffentechnik der Nord-Koreaner vorausgesetzt, wer will so eine Waffe fürchten, wenn auf jeden Abschuss einhundert Möglichkeiten lauern, diese Rakete abzufangen?
Okay, besser es kommt gar nicht erst dazu. Aber Angst davor haben? Sicher nicht, wenn irgendjemand im amerikanischen Militär seinen Sold auch wert ist.
Diejenigen, die am meisten unter dieser Farce zu leiden haben sind natürlich all jene, denen das Geld vorenthalten wird, welches das Militär für die Atombomben- und Raketentests: Das Volk. Und das ist das wahrlich schlimme an der Situation in einem Land, das seit Jahren Hilfslieferungen aus dem Ausland braucht, um eine Hungersnot im Land zu vermeiden.
Die nächste UNO-Resolution sollte Nord-Korea dazu auffordern, den Reisanbau zu optimieren und die Grundversorgung der eigenen Bevölkerung wieder sicher zu stellen, anstatt mit Waffen herum zu spielen, die im Ernstfall gar keinen Nutzen haben.

Ach ja, das ist auch noch passiert: Die Billy und Barry-Show gerät richtig in Fahrt. Neben Gesprächsbereitschaft mit dem Iran - ohne Vorbedingungen - und der ultimativen Aufforderung an Israel, die umstrittenen Siedlungsprojekte einzustellen, bewegt sich tatsächlich etwas in der Beziehung zu Kuba. Barry macht wirklich ernst und stellt die ganze Welt auf den Kopf. Kumpel, ich drücke Dir die Daumen. Wenn Du nur zwanzig Prozent Deiner Ziele erreichst hast Du mehr bewirkt als Deine Vorgänger.

Montag, 1. Juni 2009

Der Hildesheimer Lyrik-Wettbewerb

Es ist merkwürdig, für welche Dinge ein Blog manchmal praktisch ist. Zuerst hatte ich ihn als kastrierte Version einer Homepage gesehen, später als Newsfeed. Nützlich ist er allemal, gerade um auf Ereignisse und Veränderungen hinzuweisen.
Unter die Abteilung Ereignisse fällt die Überschrift. Zum dreizehnten oder vierzehnten Mal findet der Hildesheimer Lyrikwettbewerb statt. Ziel ist es aus einer möglichst großen Anzahl von Gedichten die "Perlen" heraus zu picken und jedermann eine Schreiberplattform zu bieten. Der, beziehungsweise die Sieger, sieben an der Zahl, werden auf großformatige Plakate gedruckt, die in Bussen und Wartehäuschen des Hildesheimer Stadtverkehrs aufgehängt werden und dort gelesen und gesehen werden können. Letztes Jahr hatte es noch gut zweihundert Einsendungen von knappen siebzig Gedichtbegeisterten gegeben. Dabei hat meine Mutter Dorita Kaiser einen der damals acht Plätze erobert, was mich als Autor besonders stolz gemacht hat. Es war ihr erster Versuch überhaupt in ihrem Leben sich literarisch zu betätigen, und dann gleich sowas - wow.
Dieses Jahr waren es schon Anfang Mai zweitausend Einsendungen, und bis zum vorgezogenen Einsendeschluss kamen sicher noch einmal tausend dazu. Was rund tausend Teilnehmern entspricht, und das bundesweit.
Die Vorjahressiegerin Dorita Kaiser nimmt ebenfalls wieder teil und wurde mit einem wundervollen Gedicht über das voran gehen auf der Homepage des Lyrikwettbewerbs nominiert.
Als ihr Sohn verlinke ich direkt auf ihren Beitrag. Aber von dort kann jeder Interessierte die teils sehr unterschiedlichen Gedichte einsehen und - so sie es möchten - auch bewerten. Denn dieses Jahr werden drei der Siegergedichte nicht von der Jury, sondern vom Publikum gevotet. Ich jedenfalls drücke meiner Mutter die Daumen, und garantiert findet sie da draußen weitere Fans.

Dienstag, 26. Mai 2009

Zucker ohne Ende... Und Uran!!!

Tja, es kommt wie es kommen musste: Hatte ich zuerst erwartet, dass mir das twittern Zeit und Lust am bloggen nehmen würde, sehe ich mich nun mit dem Gegenteil konfrontiert.
Die nette Zwitscherin kl_diva, der ich eifrig folge, hat einen Artikel auf n-tv.de entdeckt, in der die Organisation Foodwatch darüber berichtet, dass Capri Sonne zuviel Zucker enthalte. Es ist augenscheinlich die gleiche Gruppe, die vor zuviel Uran im natürlichen Mineralwasser gewarnt hat.
...Liebe Foodwatch-Gruppe: WEN INTERESSIERT´S?
Dass Capri Sonne kein gesundes Getränk ist und zudem reichlich überzuckert ist, wissen wir seit Jahren! Jetzt die Verbraucher zu verunsichern und dem Jugendsport einen Sponsor zu verleiden nenne ich Wichtigtuerei. Außerdem ist Capri Sonne mit der Angabe von "Zitat: Sechseinhalb Würfelzucker pro Tüte" noch immer weit weniger zuckerhaltig als Coca Cola. Sehe ich dazu einen Bericht? Nein. Ist Euch wohl zu mächtig, die Coca Cola Company.
Lasst den Kindern doch den ungesunden Spaß. Es liegt an den Eltern, dass die Kleinen sich dennoch gesund ernähren. Und darüber hinaus gebt Ihr ja auch zu, dass TROTZDEM echte Frucht enthalten ist. Also, was soll`s? Profiliert Euch doch bitte über die Überfischung der Meere, durch das Hin- und Hergeschiebe von Schlachtvieh in Europa, oder meinetwegen über Gammelfleisch, anstatt Euch nette, bequeme Nischen zu suchen! Ich als großer Sushi-Liebhaber würde mich sehr über eine Sushi-Analyse freuen...

Und wenn ich schon mal dabei bin: Euer Uran-Appell fällt definitiv unter Panikmache. Nur weil Euch der Urangehalt im natürlichen Mineralwasser zu hoch ist, bedeutet das noch nicht, dass Wasser trinken plötzlich schädlich ist! Wir haben in Deutschland äußerst strenge Verbraucherschutzgesetze, und wo dies nicht stimmt, erschaffen wir sie, auch im Clinch mit der EU. Wenn also unser Verbraucherschutzministerium einen Grenzwert für Uran im Mineralwasser festlegt, ist der weit von gesundheitsschädigend entfernt. Eure persönliche Meinung möchte ich dann doch bitte von einem unabhängigen Forschungsinstitut generell untermauert sehen. Außerdem hätte man sich beim Thema Mineralwasser eher auf die teilweise hohen Konzentrationen an natürlichen Salzen gestürzt, was ein weit besseres, schwierigeres und wichtigeres Thema bei Wasser ist.
Und mal so ganz unter uns, Hey, Mineralwasser kommt aus dem Boden. Und im Boden gibt es nun mal Spuren von Mineralien und Metallen. Deshalb auch von Uran. Jetzt haltet Euch fest, sogar Schweres Wasser und Überschweres Wasser, also Deuterium und Tritium kommt im Mineralwasser vor. Allerdings reicht es noch nicht, um Reaktoren zu betreiben oder Atombomben zu bauen. Und jetzt verrate ich Euch noch etwas: Das ist ganz natürlich.
Wenn dann doch mal ein Wasser auf den Markt kommt, das die sehr niedrig angesetzten Grenzwerte überschreitet, gehört es natürlich vom Markt genommen. Aber nur weil Ihr eine Geschichte zur Profilierung braucht, müssen wir jetzt nicht Dutzende Mineralwassermarken vom Markt nehmen. Alles was Ihr erreicht ist unseriöser Journalismus... Mit dem Euer Name in Zukunft verbunden ist. Also überlegt Euch gut, was Ihr in Zukunft propagiert. Wir BRAUCHEN definitiv in Deutschland ein paar ernsthafte, wache Augen mit Sachverstand, die den Verbraucher dann beschützen, wenn der Staat versagt. Wir BRAUCHEN KEINE Bildzeitung im Verbraucherschutz.

Sonntag, 17. Mai 2009

Das leidige Wahlthema

Vor einiger Zeit ließ ich meinen alten Kumpel und Schreiberkollegen Harun Raffael zu Wort kommen und machte ihn mit seinen Antworten zu meinen Ideen den Kreationismus betreffend zu meinem ersten Gastblogger.
Eine andere meiner Kolleginnen der brotlosen Schreiber, definiert als Hobby-Autor, ist Miyu-Moon, die in diesem Blog oft vertreten ist. Neulich habe ich sie gefragt, ob sie nicht mein zweiter Gastblogger werden will, und heraus gekommen ist der Text da unten. Ich muss zugeben, sie hat mich wieder einmal beeindruckt. Leider weiß ich nicht, wie viele Menschen meinen Blog wirklich lesen, aber lesenswert ist ihr Artikel zur Kommunalwahl in Karlsruhe allemal.

Miyu-Moon:
Ja, ich muss meinen ersten Blog-Eintrag mit dem wohl langweiligsten Thema für Menschen unter und über 21 Jahren beginnen. Heute oder genauer gesagt vor zwei Tagen bekam ich meinen ersten Stimmzettel für eine Gemeindeatswahl. Das Kuvert lag also zwei Tage auf dem Küchentisch, obwohl es mit einer großen, fetten Rothscrift gekennzeichnet war. Vermutlich machen es die anderen 50% der Wahldesinteressierten genauso und ignorieren das Unvermeidliche, bis man darauf aufmerksam gemacht wird.
Interessant ist hierbei zu sehen, dass auch ein Handzettel beiliegt, der einen genau erklärt WIE man wählen sollte.

Was mich gleich zu der Frage bringt, ob die heutigen Wähler Idioten sind, wir für Idioten gehalten werden oder man auch schon vor 20 Jahren Gebrauchsnaweisungen für die überforderten Wähler mitschickte.
Das schlaue Papierchen sagt alles, nur leider nicht, wo der unerfahrene Erstwähler sein Wahllokal findet.
Warten wir doch mal 10 Jahre ab, ob dann nicht vielleicht noch eine Karte von Google angeheftet wird.
Vielleicht bringen sie sogar ein Programm heraus, dass man auf sein Handy downloaden kann, - selbstverständlich gegen Gebühr-, das einen dann stracks per Satellit zur nächsten Wahlurne führt. Wenn es schon diese gefaketen "Such-deine-Freunde-Programme" von Klingeltonanbietern gibt, warum nicht dann auch ein System das den orientierungslosen Wähler führen soll?

Wieder zurück zum Wahlmaterial. Hier habe ich neun Seiten mit den Namen und Adressen völlig wildfremder Menschen, wobei ich 48 dieser 341 Menschen meine Stimmen geben soll.
Im Ernst, bin ich die Einzige die das als leichtsinnig empfindet?
Okay, keiner dieser 48 wird es jemals zum Bundeskanzler oder Bundespräsidenten schaffen und dementsprechend ist die Angst zum Ziel zukünftiger, terroristischer Anschläge auserkoren zu werden, irrelevant- aber trotzdem leichtsinnig. Leichtsinn, weil jeder Depp so deine restlichen Daten nachgoogeln könnte, wenn er den Zeitaufwand in Kauf nehmen möchte.
Mit so einer Liste drückt man den Verbrechern, Trollen oder radikalen Besserwissern, eine gute Waffe in die Hand. Hab ich schon erwähnt, dass nicht nur die Anschriften der jeweiligen Leute, sondern auch deren Berufe preisgegeben werden?

Ausländerfeindliche Individuen die es nicht dabei belassen ihre Hassreden am Stammtisch zu üben, bekommen somit mal schnell ein paar "lohnende" Ziele in die Hand gedrückt.
Linke könnnen darüber wettern, dass viel zu viel gutsituierte in der Wahlliste vertreten sind.
Diese Liste muss wohl nicht fortgeführt werden, da jeder wohl erkennt worauf ich hinaus möchte.
Aber ich möchte auch kurz eauf einige erfreuliche Dinge aufmerksam machen, was alle der zu wählenden Parteien beispielweise gemeinsam haben.
Fast überall in den Wahlreihen sind Rentner vertreten und die SPD hat beispielweise einen Haufen Studenten die sie unterbringen wollen.

Die CDU dagegen bietet ein Großkontingent an Selbstständigen, Bankangestellten, Ärzten und sonstigen Berufstätigen in leitenden Positionen. Ich weiß ja nicht nach welchen Kriterien diese Leute zusammengesucht werden, aber soll schon das eine erste Beeinflussung des Wählers sein, indem man besonders viele LEITpersonen mit den Zukünftigen Leitenden in der Politik asoziieren soll?

Die Grünen dagegen warten mit einer Riege an Diplomerworbenen und Lehrern auf. Ich wundere mich nur über den Pizzabäcker, aber unter dem großen Motto der ökologischen Politik, finden wohl Menschen aus allen Sparten zueinander.

Als nächste folgt die FDP. Ich möchte jetzt mal nicht hinterfragen, was den der Unterschied zwischen einer "Familienfrau" und einer "Hausfgrau" ist, denn das würde wohl den Querschnitt durch unsere Gesellschaft völlig ruinieren. Abgesehen davon das die FDP sich wohl für zu jung und dynamisch hält, da sie den Rentner von der Liste gekickt haben.

Dann haben wir noch unseren Linken.
Hier stechen mir als erstes die ganzen Sozialen Berufe ins Auge, aber auch den armen Erwerbslosen, den man wohl eine letzte Chance geben will. Ist das nicht rührend?

Dann folgen auf den letzten Plätzen noch die städtischen Parteien.

Die KAL präsentieren sich auf der Liste genauso wie die Werbung für unsere Stadt. Studentenfreundlich, kulturfreundlich, bildungsreich und hochtechnologisiert. Reine Zufall oder eine erneute Marketingstrategie?

Als nächstes folgen die "Freien Wähler BüKa".
Das letzte Wort bitte nicht mit den falschen Dingen aossoziieren, weil es ja so komisch klingt, den es ist nur eine Abkürzung für "Bürger für Karlsruhe", mehr nicht. Ich sehe hier nur zwei Künstler hervorstechen, aber ansonsten präsentiert sich hier der gleiche Durchschnitt wie bei allen anderen Parteien oder Zusammenschlüssen.

"Gemeinsam für Karlsruhe", stechen überraschenderweise mit mehr göttlichen Beistand aus der Masse, als die gesamte CDU, nämlich mit gleich drei Pastoren. DA frägt man sich doch wo den bei der Großpartei das Christliche abgeblieben ist, wenn man sich dort so die Berufe anguckt.

Zuletzt folgen die etwas unterpräsentierten "Karlsruher für Familien" mit sage und schreibe nur 12 Personen. Nun da ihnen 35 Personen fehlen so im Gegensatz zu den anderen Gruppierunge die immer mit 47 Leuten vertreten sind, kann ich nur sagen das hier die Pädagogen in der leichten Mehrheit sind.

Wenn ich wirklich viiiel Zeit hätte, würde ich noch ein paar Grafiken mit einem genaueren Jobvergleich oder dem üblichen Mehr Männer/Mehr Frauen(?)-Diagramm einwerfen, aber dafür bleibt leider keine Zeit.
Ich weiß jetzt nicht, was es noch zu sagen gibt.
Außer das ich bei soviel Vielfalt schon die Hände über den Kopf zusammenschlagen muss. Nichts gegen die Grundsätze unserer Demokratie, aber wenn man bedenkt wie lesefaul viele Jugendliche sind, wer will da wirklich noch erwarten, dass sich ein jeder über acht verschiedene Parteien informiert und dann noch brav 48 Stimmen vergibt, ohne sich zu verzählen?
Bei mir wird das jedenfalls noch eine Weile dauern, bevor ich mir ein genaues Bild über die Kandidaten gemacht habe, aber um nach bohlens'ischen Leitsätzen vorzugehen.
Ich weiß definitiv jetzt schon, wenn ich NICHT wählen werde und das ist die CDU!
Allen anderen Finalisten viel Glück bei der Wahl.

Fußball, Drogen und der Grand Prix

Was haben die Schlagworte der Überschrift gemeinsam? Eigentlich gar nichts. Und doch alles. Dann jedoch wieder nichts. Zumindest nicht gemeinsam. Natürlich kann der Grand Prix zur Droge werden (an dieser Stelle meine Glückwünsche an Norwegen für den Sieg), und auch Fußball ist für viele eine Droge. Aber kann Fußball zum Grand Prix werden? Oder umgekehrt? Nein. Oder doch?
Kann die Bedeutung tauschen? Nein, natürlich nicht. Andererseits, rein philosophisch ist so viel möglich, was man sich auch vorstellen kann.
Warum dieser Text? Nun, ich hatte all das auf einem Schlag. Fußball! Drogen! Und den Grand Prix!
Gut, gut, keine Panik, das mit den Drogen kann ich relativieren. In diesem Zusammenhang spreche ich vom üblichen Alkoholkonsum vor, während und nach einer Fußballpartie.
Aber lasst mich von vorne beginnen: Gestern war das wahrscheinlich Titelentscheidende Derby zwischen Wolfsburg und Hannover. Hannover wurde mit fünf Treffern eingeseift, und Wolfsburg ist, wenn sie das letzte Spiel nicht verlieren, Meister. Jedenfalls bin ich mit Freunden nach Hannover, um genau dieses Spiel zu sehen, und vor, während und danach wurde eifrig konsumiert, und vor allem geschimpft, geschimpft und manchmal auch gemeckert. Nun muss man aber dazu sagen, dass ich den Bayern den Titel NICHT gönne, weshalb ich persönlich auf eine widrige Art mit den drei Punkten für Wolfsburg zufrieden bin. Aber mussten es gleich fünf Tore sein? ^^°°°
Ich weiß jetzt jedenfalls wieder, warum ich mich nicht für Fußball interessiere, und das ist auch gut so. Für mich verbleibt die Erinnerung an einen feuchtfröhlichen Nachmittag, an einen Maxi-Kaffe aus dem Hauptbahnhof, der einer Cola von McDonalds Ehre gemacht hat, einer lauschigen mehrstündigen Sitzung im Waterloo-Biergarten, frischem Sushi aus der Passerelle-Gaststätte und ein, zwei Absackern daheim in Banteln. Zuhause angekommen platzte ich dann auch prompt in die Ausläufer des Grand Prix, was dazu führte, das ich meine Pläne für den Abend einmal komplett umschmiss und mir die letzten Titel sowie das Voting komplett ansah. Hierbei gewann, wie ich oben schrieb, Norwegen mit einem uneinholbaren Vorsprung, Deutschland schaffte es gerade so, nicht abzustürzen... Und alle Teilnehmerländer bekamen Punkte, was für mich der erfreulichste Aspekt war. Ärgerlich für mich ist nur, das mein Favorit Spanien quasi im Keller gelandet ist, und dabei habe ich für sie angerufen. ^^°
Na ja, der Grand Prix hat seine eigenen Gesetze, und seine eigenen, neuen Regeln führten dazu, dass zwei der großen vier Geldgebernationen, also England und Frankreich, im prächtigen Mittelfeld landeten, während wir harmlos am Ende der Punktekette dümpelten.
Herrschaften, wenn wir in Zukunft nicht auch die Vorrunde auf uns nehmen, gewinnen wir den Grand Prix nie mehr, so einfach ist das.
Alles in allem hatte ich meinen Spaß. Weitestgehend.

Hierzu ein Gedicht:

An die schöne Dame

An die schöne Dame,
die ihr Leben in vollen Zügen genoss.
Die schwer bepackt auf Treppen saß,
während sich Strom auf Strom an Reiselustigen in den Zug ergoss.
Abi stand auf ihren Ärmeln,
eine weite Reise hatte sie vor,
geblondet war die Kurzfrisur,
dunkel stachen schon die Haarwurzeln hervor.
Ihr Poloshirt war, sofort habe ich´s gesehen,
herabgeknöpft, so weit es ging.
Und schöner als dies war nur
ihr wirklich, wirklich wunderschönes Gesicht.
Drei Sätze wechselten wir, ein wenig teilten wir den Weg.
Dann war sie fort.
Schöne Dame,
eine wundervolle Reise wünsche ich dir.

...Was das Gedicht angeht, vergesst nicht Regel Nummer eins, die Euch Mama beigebracht hat: Wenn ihr nichts gutes zu sagen habt, sagt GAR NICHTS. ^^V

Dienstag, 12. Mai 2009

Vermischtes

Tja, so war die Woche... Bei DSDS haben sie tatsächlich einmal zwei gute Sänger entdeckt sowie ein armes, zwangsgeblondetes Mädchen, das im Auftrag der Eltern Karriere um jeden Preis machen muss (und deshalb gegen alles und jeden beißt und kratzt), die H1N1 ist immer noch keine tödliche Pandemie (witzig fand ich den Artikel, in dem behauptet wurde, CNN hätte schon euphorisch eine Hymne in Auftrag gegeben, die bei der Beisetzung von Grippeopfern in Massengräbern gespielt werden sollte - was für eine Geldverschwendung), eine junge Frau hat eine andere junge Frau geschnitten, leider in einer Schule, und damit Amok-Alarm ausgelöst (ohne einen einzigen Schuss abzugeben - mit einem Messer auch schwer möglich - hat sie die ganze Schule in Panik und Todesangst versetzt. ...oder war das die überreagierende Schulleitung?), der Benzinpreis knabbert an der 1,30-Marke, meine auf Fanfiction.de hochgeladenen Storys wurden mittlerweile 1600x aufgerufen...
Ist noch etwas von Bedeutung passiert? Sicherlich, aber unsere Medien stürzen sich ja lieber auf Dinge, die schnell viel - vor allem kurzfristige - Aufmerksamkeit bringen, um ihre Zuschauer- oder Leserzahlen zu puschen.
Aber mit dieser Art von Journalismus ist es wie mit Drogen: Den Fixern reicht die Dosis irgendwann nicht mehr um high zu werden, und sie setzen mehr an. Wieder und wieder und wieder. Bis sie irgendwann so drauf auf der Droge sind, dass normaler Journalismus bedeutet, dass unter fünf Morden eine Meldung keine Meldung ist. Himmel, müssen denn dann die Blogger für den seriösen Journalismus sorgen?
Ich glaube, der Tag an dem MEIN Blog als seriöser angesehen wird als meine Tageszeitung, ist der Tag, an dem ich dringend eine Zeitung gründen sollte. Die Welt möge uns alle davor bewahren.
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass Benedict der XVI. sich wirklich darum bemüht, seinen früheren Patzer auszugleichen und bei seiner Nahostreise für die Versöhnung zwischen Juden und Muslime wirbt, ohne zugleich das Christentum darüber zu erheben. Ehrlich, wenn das auch nur ansatzweise funktioniert, hat Papa Razzi meinen Respekt, den er eigentlich für seine mittelalterlichen Moralvorstellungen, die Fortsetzung der Kirchpolitik der Nichtverhütung, die Geldgeschäfte des Vatikans und seines allgemeinen Stemmens gegen Veränderungen (Abschaffung des Zölibats, Einführung weiblicher Priester, Haltung zur Abtreibung z.B.) verloren hat.

Soviel zur Weltpolitik. Kommen wir zu einem Punkt im Vermischten, der mir am Herzen liegt.
Eine Person, ich will da nicht näher ins Detail gehen, hat neulich mit mir über Schwule diskutiert. Diese Person war der festen Meinung, dass a) Homosexualität eine Krankheit ist, b) Homosexuelle deshalb Jesus nicht lieben, c) sie geheilt werden können, wenn sie die strahlende Göttlichkeit und die Liebe von Jesus Christus annehmen.
Da ich bereits etliche Breschen in meinem Haupthaar hinnehmen musste, habe ich darauf verzichtet mit selbiges zu raufen. Aber wieder einmal habe ich zwei Dinge bestätigt gesehen. Einerseits, dass ich auf diesem Gebiet wesentlich toleranter bin als ich selbst gedacht habe... Einige meiner Freunde sind dagegen regelrecht homophob.
Und andererseits: Ich HASSE Kreationisten!
Das ist genau ihre Vorgehensweise: Eine Theorie (so nennen sie es zumindest) oder eine Idee wird aufgestellt, mit Zähnen und Klauen verteidigt, und ernstzunehmener Widerspruch, der ihr Argumentsgehäuse vernichtet, wird mit folgenden Worten abgewiegelt: So sehe ich das, und jetzt will ich auch nicht mehr drüber reden.
Himmel, Arsch und Zwirn. Ich bin nun wirklich nicht religiöser als unbedingt notwendig, aber eben auch kein Atheist. Dennoch frage ich mich ernsthaft, warum manche Menschen so etwas wirklich glauben, vertreten und in diesem Punkt belehrungsresistent sind, selbst wenn man a) feststellt, dass Jesus nachweislich alle Menschen liebt (siehe hierzu die Bibel) und b) auch Schwule bekennende Christen sein können, wenn sie den Glauben haben.
Hier kommt wieder der Einwand: So sehe ich das, und jetzt will ich nichts mehr dazu hören.
Wer verbreitet so einen Unsinn? Und wo wird es stoppen? Hier sind es Homosexuelle die in die Kathegorie "krank" abgeschoben werden, obwohl wir längst wissen, dass sie das Ergebnis ganz natürlicher biologischer Vorgänge sind (oder willentlicher Entscheidungen, die jeder von uns zu respektieren hat), dort drüben behauptet jemand, Dinosaurierknochen wären von Gott erschaffen und in den Erdschichten eingelagert worden, irgendwo in eine Ecke kocht wieder das Ursuppe funktioniert gar nicht-Argument auf... Was unterscheidet solche Menschen eigentlich von Holocaust-Leugnern, Scientologen und Fanatikern jeglicher Couleur?
Langsam beschleicht mich sogar das Gefühl, meine tolerante Art könnte die Minderheit, und der selbstherrliche, unbelehrbare Aspekt am Menschen das Gros sein.
Nun, ich hoffe nicht.
Inzwischen habe ich mich übrigens wieder abgeregt.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Fanfiction.de

Heute mal ein eher kurzer Blog-Eintrag zu einem aber nicht unwichtigen Thema. Wie jeder, der diese Seite besucht und ernsthaft studiert, wissen sollte, bin ich begeisterter Hobby-Autor mit diversen Semi-professionellen Veröffentlichungen und zwei Book on Demand-Projekten. Dazu kommen Dutzende kürzerer oder längerer Projekte, an denen ich seit Jahre schreibe oder mitschreibe.
Warum spreche ich das an? Die Antwort ist simpel. Ich denke, ich habe im Internet endlich einen Platz gefunden, an dem ich einen Großteil meiner Arbeiten unkompliziert hochladen und einem breiten Publikum anbieten kann. Und schon macht die Überschrift Sinn. ^^
Fanfiction.de bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, um eigene Werke präsentieren zu können. Dutzende Themen zum Bereich Fanfiction ermöglichen Leser und Autor eine leichte Zuordnung und Orientierung, und im Bereich "Eigene Arbeiten" kann man Poesie und Prosa nach eigenem Gutdünken hoch laden. Auch diese Bereiche sind wieder unterteilt und sortiert. Sie bieten eine gute Gliederung. Man kann sich nur mit Gewalt verlaufen, möchte ich sagen.
Selbstverständlich habe ich bisher auf Fanfiction bisher kaum etwas GELESEN. Dafür habe ich aber umso mehr HOCHGELADEN. Das Besondere dabei ist, dass ich einige der Geschichten hochladen konnte, die bisher nirgends im Netz zu finden waren, die nur im Fanzine des Black Hole Galaxie, dem "World of Cosmos" zu finden waren. Tatsächlich plane ich, nach und nach alles auf Fanfiction.de hochzuladen, woran ich die alleinigen Rechte besitze, sowie meine eigenen Fanfictions.
Der Nachteil bei der Geschichte: Zwar präsentiere ich meine älteren Arbeiten einem größeren Publikum, aber leider sind die ganz alten Sachen noch in alter Rechtschreibung geschrieben. Zum Teil sind sie auch noch umständlich gegliedert und hier und da noch mit Rechtschreibfehlern behaftet. Aber wenn ich diese riesige Menge an Geschichten sehe frage ich mich: Kann ich das schaffen, oder schafft es mich?

Fazit: Fanfiction.de ist einfach in der Handhabung, bietet eine Menge interessierter Leser und interessanter Autoren (zumindest wenn ich von meiner Kommunikation mit ihnen ausgehe), verständnisvolle Moderatoren. Es ist eine nette Plattform, die ich voll ausnutzen werde. Und wer weiß, vielleicht ergibt sich dadurch endlich der von mir lang ersehnte Sprung in die Profi-Liga.

Mittwoch, 29. April 2009

Schweinegrippe heißt eigentlich H1N1... Und spart Öl.

Folgende Kuriosität ist mir begegnet: Nachdem der Hype um die neue Pandemie (Bezeichnung für eine weltweite Verbreitung eines Krankheitserregers) gerade so richtig aufkommt und die Boulevard-Presse sich so richtig schön drauf eingeschossen hat, erreichte mich folgende Meldung:
Moslems und Juden sind in erstaunlicher Zweisamkeit vereint. Nämlich im Anliegen, die als Schweinegrippe berüchtigt gewordene Lungenerkrankung nicht länger Schweinegrippe zu nennen.
Der Grund für diesen Antrag ist erschreckend banal: Sowohl bei Moslems als auch Juden gelten Schweine als unreine Tiere, weshalb der Name an sich bereits eine Beleidigung ist.
Abgesehen davon, dass dieses Ansinnen eine Beleidigung darstellt, weil sie so unsachlich ist, dass es weh tut, haben sie gar nicht mal so unrecht wenn sie fordern, dass die Grippe nach dem Herkunftsort benannt werden sollte. Also Mexiko-Grippe, oder Nordamerika-Grippe.
In Europa hat man sich heute durchgerungen, die Schweinegrippe tatsächlich umzutaufen, auf Neue Grippe. Also, da fand ich Mexiko-Grippe aber besser. Vor allem wenn man weiß, dass genau DIESER Erreger bei Schweinen bisher überhaupt nicht nachgewiesen wurde.
Was nun? Lachen wir drüber und widmen uns wieder dem Tagesgeschäft? Oder malen wir ein buntes Schild mit der Aufschrift: DAS ENDE IST NAHE! und wandern wir durch die Fußgängerzonen der Großstädte, am besten begleitet mit schlimmen Husten?
Weder noch. Zwar haben einige Medien gemeldet, H1N1 (ist mir lieber als Schweinegrippe) hätte Deutschland erreicht, aber damit sind wir noch meilenweit von einer Epidemie oder gar Pandemie entfernt.
Warum? Dazu wichtige Fakten.
1) Der Virus ist entweder mutiert oder hat sich abgeschwächt. In anderen Ländern, zum Beispiel den USA oder Spanien, gab es bisher keine Todesfälle; die Infizierten befinden sich auf einem guten, stabilen Genesungskurs.
2) Die Inkubationszeit für diese Form von Lungenerkrankung beträgt ein bis vier Tage. Dies ist die Zeit von der Ansteckung bis zum möglichen Ausbruch der Krankheit, die sich mit grippalen Symptomen zeigt. Also Fieber (teilweise HOHES Fieber), Husten, Schnupfen, Appetitlosigkeit, in einigen Fällen Durchfall und andere Verdauungstraktbeschwerden.
Die Infektion erfolgt grundsätzlich durch Tröpfcheninfektion. Also annießen, anhusten, einen kontaminierten Gegenstand berühren.
3) H1N1 ist nicht gefährlicher als der übliche Grippe-Virus, der tatsächlich jedes Jahr pandemisch über uns hereinbricht und bei weitem nicht so große Panik auslöst - oder so große Panik verbreitende Schlagzeilen. Danke dafür, BILD!
Im Gegenteil. Die herrschende Meinung von Virologen ist, dass gesunde Menschen diese Infektion mit Bettruhe und Schonung problemlos durchstehen werden.
4) Merkwürdigerweise waren bei der ersten Welle an großflächigen Erkrankungen hauptsächlich junge Menschen betroffen. Zielgruppe für Grippe sind aber Alte, Kinder, Kranke.
Da wird man nachdenklich, in mehr als einer Beziehung. Was man aber dringend begreifen sollte ist, dass Mexiko City eine Stadt in einem Talkessel mit ZWANZIG MILLIONEN MENSCHEN ist. Wenn dieser Virus wirklich so ein Killer wäre oder wenn die Schutzmaßnahmen nicht greifen würden, welche Mexiko ergriffen hat, hätten wir schon tausende Tote und hunderttausende Erkrankte. Haben wir aber nicht. Irgendwas machen sie also richtig in Mexiko.
5) Tamiflu hilft! Aber bitte, bitte, bitte, liebe Mitbürger, verfallt weder in Panik und hortet Tamiflu, noch verflucht die Politiker, die nicht jedem Deutschen sein eigenes Tamiflu-Päckchen gewähren. Denn Tamiflu sollte man nur in zwei Fällen nehmen: Einerseits wenn man einer Risikogruppe angehört, also Arzt, Pfleger ist und direkt mit Grippefällen arbeitet, Polizisten auch, andererseits wenn man erkrankt ist oder durch Infektionen in nächster Nachbarschaft absehen kann, es selbst zu kriegen.
Was ist Tamiflu? Tamiflu ist ein Botenstoff, der den Viren sagt, sie sollen nicht das machen was sie tun, nämlich sich in gesunden Zellen selbst reproduzieren.
Jetzt in Panik auszubrechen und den Tamiflu-Lizenzgeber noch reicher zu machen ist vollkommen unnötig.

Ich spekuliere ja zur Zeit ein wenig darüber, ob die Tatsache, dass vor allem junge Menschen in der ersten Welle der Erkrankten betroffen waren, nicht für einen terroristischen Anschlag spricht. Aber wenn ja ist er schief gelaufen, weil der Virus nach ein paar Generationen nicht mehr letal ist.
Andererseits schlage ich mir die Hände vors Gesicht, wenn ich mir vergegenwärtige, dass bei der letzten Grippewelle rund zweihunderttausend Menschen umgekommen sind. Okay, die Zahl recherchiere ich noch mal. Sie erscheint mir etwas klein zu sein.
H1N1 hat vielleicht erst begonnen, aber hat nicht einmal annähernd so viele Opfer gefordert, und wird es wahrscheinlich auch nicht. Höchstwahrscheinlich.

Mein Schlusswort:
Ich weiß es nicht genau, aber ich denke, mein schwerer Husten und meine starke Erkältung, die ich um Silvester hatte, war Teil der damaligen Grippewelle. Meine Schwester hatte schweres Fieber, weitere Verwandte ebenso. Ich habe zwar die ganze Krankheit mit einem zweistündigen Fieberschub überstanden, war danach aber drei bis vier Wochen nicht auf der Höhe.
Übrigens gab es keine Toten in unserem Fall.
Also, dieser Rat gilt für alle Grippe-Infektionen, nicht nur für H1N1, das keinen von uns je erreichen wird, zumindest nach meiner Einschätzung: Wenn Ihr Grippe hattet, geht es langsam an. Sehr viel mehr Menschen sterben nicht an der Infektion, sondern daran, dass ihr Herzmuskel geschwächt wurde und sie sich zuviel zumuten. Leben ist viel schöner als Sterben, versprochen.

Und um noch einmal Bezug auf den Titel zu nehmen: Tatsächlich spart diese "Krise" Öl ein - nämlich wenn Flüge nach Mexiko und aus Mexiko raus storniert werden.
Der Ölverarbeitenden Industrie wird das nicht gefallen. Zwar versucht sie schon seit Wochen an den Tankstellen unsere neue Schmerzgrenze auszuloten, indem sie ihren Sprit rund achtzehn Cent teurer anbietet als sie sollte - Rohöl ist mehr als genug auf dem Markt - und wir bezahlen eifrig, weil BILD darüber NICHT berichtet. Aber "genug" gibt es ja für diese Branche nicht. Anders kann man sich das Gejammer z.B. der Gasversorger nicht erklären, die einerseits sich an den Ölpreis hängen wenn er steigt, aber bei fallenden Preisen davon plötzlich nichts mehr wissen wollen. Bundeskartellamt, das ist Euer Job.

Montag, 20. April 2009

Gastblogger des Monats.

Ich weiß, ich weiß, der Titel ist etwas hochgestochen, aber wann hat mich sowas je aufgehalten? *g* Jedenfalls fühlte sich mein Autorenkollege Harun Raffael durch meine vehementen Blogs den Kreationismus betreffend motiviert genug, um selbst Fakten zu sammeln und einen Artikel zu schreiben.
Ich finde ihn viel zu gut, um ihn nicht zu veröffentlichen, deshalb kommt hier mein allererster Gastblogger Harun zu Wort:

Die Wahrheit über Jesus
NT-Forschung - ein immens weites und extrem intensiv beackertes Feld, auf
dem du jede Menge solcher Desinformation finden kannst, wie du sie unter dem
Stichwort "Kreationismus" beklagt hast.
Ich hatte mich schon vor längerer Zeit mal von einem "Standardwerk" über
Jesus informieren lassen: "The Holy Blood and the Holy Grail" von Michael
Baigent, Richard Leigh & Henry Lincoln. Richtig, das ist das Buch, von dem
Dan Brown plagiiert haben soll. Nur, dass in diesem Buch absolut nichts über
Jesus drinsteht, was nicht schon vorher Andere geschrieben hätten. Wo hatten
Baigent/Leigh/Lincoln denn wohl ihre Inhalte her?
Jedenfalls haben sie sich als hochkundige Bibelforscher geriert, und den
Indizienbeweis geführt, dass Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war, als
politischer Aufrührer hingerichtet wurde, die Kreuzigung aber überlebt hat,
und noch so manches mehr. Klingt alles sehr schlüssig, ja geradezu
zwingend - man fühlt sich gedrängt, mit diesem Buch als Rüstzeug andere
Leute über Jesus aufzuklären. Freilich zeigte sich nach und nach, dass schon
ein GEO-Artikel über den historischen Jesus ausreichte, um zumindest ein
oder zwei der "Schlüsselindizien" von Baigent/Leigh/Lincoln als sachlich
falsch nachzuweisen, und einige mehr als zumindest extrem ungewiss.
Was ich sagen will? Nun, Tiff, wenn du Angaben über den historischen Jesus
aufgegriffen hast, dann ist die Formulierung "massive Zweifel" hoch
angebracht - an der Formulierung "belegen" aber würde ich massive Zweifel
anmelden.
Zu den Evangelisten habe ich selber die begründete Auffassung gehört, dass
keiner von ihnen ein Zeitzeuge Jesu gewesen sein kann, und am allerwenigsten
kann der Evangelist Johannes der Jünger gleichen Namens gewesen sein. Diese
Identifizierung, die seit der Spätantike christlicher Kanon ist, kann schon
deshalb unmöglich stimmen, weil das Evangelium offenkundig von einem
hochgebildeten griechischen Literaten verfaßt wurde. Aber, Lutz, da du
offenbar ganze Seminare zu dem Thema besucht hast, will ich meine Zweifel
nicht weiter führen, denn so gründlich hab ich mich nicht kundig gemacht.

Aktuell in der Diskussion: Paul Verhoefen hat ein Buch über Jesus
herausgebracht. Keinen Film. Ein Sachbuch. Seine eigene Darstellung:
ursprünglich hatte er begonnen, an Bibelseminaren teilzunehmen, weil er
einen Film über Jesus machen, und dafür recherchieren wollte. Je mehr er
dort erfuhr, desto klarer wurde sein Entschluss, den Film zu streichen, weil
so ein Film eine klare Aussage treffen muss, wie es denn nun war - und dazu
sah sich Verhoeven nach seinen Studien nicht mehr in der Lage! Stattdessen
hat er jetzt nach 20 Jahren in ein Sachbuch gepackt, was er in all den
Recherchen und Diskussionen erfahren hat, mit allen Ungewissheiten. IMHO:
Eine bermerkenswert vorbildliche Haltung!

Kreationismus-Debatte
Seit bald 20 Jahren wächst - erst ganz heimlich, mittlerweile laut und
selbstherrlich - ein Trend des Zeitgeistes heran, auf praktisch jedem
denkbaren Themengebiet die Behauptung zu verfechten: Wir bekommen eine
Irrlehre erzählt, es ist in Wirklichkeit alles ganz anders, und die Wahrheit
wird von der Verschwörung der orthodoxen Wissenschaft unterdrückt.
Was einstmals hierzulande nur die spezielle Macke Erich von Dänikens war -
und einiger ganz obskurer Hobbyautoren - wird längst auf immer mehr Gebieten
eine populäre Masche, die immer breiteren Anklang findet. Das schließt an
prominentester Stelle die Bewegung des Kreationismus ein; wobei die
einschlägigen Darwin-Leugner in Europa zum guten Teil ohne jeden Bezug zum
christlichen Fundamentalismus agieren. Siehe den prominenten (?) Vertreter
Hans-Joachim Zillmer. Nach eigenen Angaben ist er Bestsellerautor mit
Büchern wie "Darwins Irrtum" und "Die Evolutions-Lüge", und nach seinen
Texten ausweislich konfessionslos bis kirchenfeindlich.
Dieser Trend ist direkt parellel und geistesverwandt mit jenen Leuten der
modischen Anti-Umweltschutz-Propaganda, die uns einreden wollen, es gäbe
überhaupt keine Erderwärmung, und wenn doch, waren wir es nicht, und z.B.
Rachel Carsons Warnungen vor Pestiziden seien ein Haufen Lügen - komplett
mit der Behauptung, die ganze Umweltbewegung sei nur eine Loge von
Propagandisten, die mit ihren Panikmache-"Lügen" die eigene Karriere
absichern wollten. Diese spezielle Variante von Verschwörungstheorie hat
einen guten Freund von mir völlig vereinnahmt (der ansonsten z.B. Zillmers
Rhetorik problemlos durchschaut).
Immer wieder das gleiche Muster: Was im Mainstream der Öffentlichkeit als
anerkannt gilt, ist in Wirklichkeit ein Haufen Unsinn, in Wahrheit ist alles
ganz anders, und die anerkannte Lehre ist eine Verschwörung eines Kartells
von Meinungsmachern, die damit nur ihre Autoritätsposition und ihre Pfründe
verteidigen wollen.
Immer wieder interessant zu beobachten, wie Dänikenisten, Kreationisten,
Anti-Öko-Aktivisten und politische Verschwörungstheoretiker inklusive
Antisemiten exakt dieselbe Sprache sprechen. Physik-Revolutionäre, die
wissen, wie man die Schwerkraft aufhebt, Zeitmaschinen und Sternentore baut,
genauso. Nur dass die Geschichtstheorien à la Däniken und die
Physik-Theorien in Grunde harmlos sind, während die anderen Varianten sich
allmählich zu einer gesellschaftspolitischen Krisensituation auswachsen.

- Neulich in der FAZ gesehen: Es gibt im US-Staat Kentucky ein komplettes
Kreationismus-Museum, in Petersburg, am Highway 275 gleich hinter der
Flughafenausfahrt von Cincinnati. So eine Art Mittelding aus
Naturkundemuseum und Theme Park. (www.creationmuseum.org)
Ich fühlte mich gleich an den riesigen Däniken-Themenpark im schweizerischen
Interlaken erinnert, der mittlerweile leider Konkurs gemacht hat.
(Verabscheue ich Däniken? Ja. Aber macht etwas so schräges die Welt nicht
doch bunter? Auch ja. Ich glaub' ich hätte es doch gerne mal besucht.)

- In der FAZ wird überhaupt sehr regelmäßig über die Bemühungen der
Christenszene berichtet, mit der modernen Wissenschaft und speziell dem
Darwinismus klarzukommen; die Rede ist von den respektablen Christen, nicht
den Kreationismus-Bekloppten. Mir sind im Lauf eines Probeabos neben dem
Touristenbesuch im Creation Museum u.a. zwei Buchbesprechungen zum Thema
begegnet.

- Zu den Forschungen über den Stammbaum des Lebens und unsere
Nicht-Verwandtschaft mit den Schwämmen:
Typisches Syndrom der Revolutions-Theorien - der hemmungslose Wille, die
Ergebnisse der seriösen Forschung beliebig auszuplündern und zu
missbrauchen, indem man alles zitiert, was man für sich verwenden kann,
grundsätzlich unter Missachtung jeglichen Zusammenhangs - also irreführend
unvollständig und damit lügnerisch falsch darstellt.
Es gibt keine eigenständige Forschung des Kreationismus. Es besteht alles
als geplündertem Material - nimm, was die Wissenschaft hervorbringt, aber
ignoriere, dass die gesamte Forschungsarbeit, die du zitierst, die
Korrektheit des wissenschaftlichen Weltbildes teils voraussetzt, teils
bestätigt. Motto: "Es ist alles nicht wahr, und auch wenn es wahr ist,
bestätigt es in Wirklichkeit uns."

- zu Tostan: Es ist eben kein Problem von "man kann nicht alle
Minderheitenmeinungen darstellen". Alle Spielarten von Kreationismus und
Intelligent Design sind eben überhaupt keine wissenschaftlichen
Auffassungen, sondern religiöse Glaubensüberzeugungen, die mit dem Schein
wissenschaftlicher Argumentation bemäntelt werden - dies ist ein absoluter
Wesensunterschied zu legitimen Minderheitenmeinungen innerhalb der
Forschung. Die Kreationisten weigern sich, das Spiel nach den Regeln zu
spielen, aber sie wollen den Profit davon, so zu scheinen, als ob. Das wurde
auch von US-Gerichten ausdrücklich so befunden - man kann also US-Richter
von der Sache der Vernunft überzeugen.

- Zu Tiffs USA-Ausführungen: Die US-Verfassung gebietet zwar die Trennung
von Kirche und Staat, was heißt, dass eindeutige Religion nicht an die
Schulen darf. Das hat auch die besagten Gerichtsurteile ermöglicht.
Leider verbietet in den USA nichts, dass die Kirche die Kontrolle über die
gesamte Gesellschaft übernimmt - weil es US-Philosophie ist, möglichst wenig
staatlich zu regeln, und möglichst viel staatsfernen Regelungen zu
überlassen. Auf dieser Ebene kann sich die Tyrannei des christlichen
Fundamentalismus ungebremst austoben. Wenn z.B. Museen allein von
Stiftergeldern abhängen, und Kampagnen gegen "unanständige" Kunst gefahren
werden; oder wenn Stadt- und Schulbibliotheken von Schul- und Bürgerkomitees
kontrolliert werden, und alle Titel, die die Evolutionslehre oder andere
unerwünschte Dinge behandeln, ganz im Stillen der Bücherverbrennung
anheimfallen.

- Das Auge und die Unmöglichkeit seiner Evolution:
Am witzigsten - oder am obszönsten - daran ist, dass diese Geschichte noch
heute permanent als aktuelle Erkenntnis der Kreationisten serviert wird,
obwohl sie in Wirklichkeit schon um 1900 als Argument gegen Darwin
vorgebracht wurde. Und schon damals haben führende Darwinisten klipp und
klar belegt, dass und warum das Argument von der Perfektion des Auges
absoluter Unsinn ist. Alle Antworten liegen vor. Damit kann man schon seit
über hundert Jahren als Kreationist diese Geschichte eigentlich gar nicht
mehr in den Mund nehmen - wenn man ehrlich wäre. Seit damals belügen die
kreationistischen Prediger permanent ihre Zuhörerschaften, indem sie ein
absolut und zwingend widerlegtes Argument präsentieren, als ob die
Widerlegung nicht existierte.
Es gibt etliche solche Beispiele, auch neuere Erkenntnisse, bei denen
Verteidiger der Evolution eine klar schlüssige Argumentation vorlegen, warum
ein "Beweis" der Kreationisten unhaltbar ist, und dies dem fraglichen
Prediger detailliert mitteilten - und der erzählt seinem Publikum dieselbe
Predigt ohne ein Wort der Änderung weiter. (Exakt dasselbe erlebt man mit
UFOs.)

- Karbon-Analyse:
Eine der widerlichsten Auswirkungen dieser Wissenschafts-Revisionisten ist,
dass man sich fast gar nicht mehr traut, ernsthafte kritische Diskussionen
um das eine oder andere Thema zu führen, weil man fürchten muss, dass man
der Lügenrhetorik der Revisionisten damit Munition liefert. Die
Radiokarbondatierung und andere Verfahren haben durchaus ihre Tücken, und
man muss mit vielen Ergebnissen sehr vorsichtig sein. Aber mag ich das
überhaupt noch aussprechen, wenn ich weiß, dass ich sofort von H.J. Zillmer
zitiert werde, der mich als Zeugen dafür nimmt, dass alle Geschichte
gefälscht ist, und die Weltgeologie in Wirklichkeit durch eine abrupte
Polverschiebung zu erklären ist?

- Grand Canyon: Der ist möglicherweise tatsächlich durch eine
Katastrophenflut innerhalb weniger Jahrtausende entstanden, statt in
Jahrmillionen. Man hört von seriösen Forschern wenig darüber - vermutlich
deshalb, weil die Angelegenheit von den Revisionisten vereinnahmt worden
ist, bevor überhaupt eine seriöse Diskussion darüber entstehen konnte,
wodurch das ganze Thema anrüchig geworden ist.

- Was soll ich sagen, die "Diskussion" mit Roland Roth über
Alternativgeschichte vor Zeiten im WoC brodelt immer noch in mir. Nicht
zuletzt, weil ich erst in den Jahren seither in einigen Punkten
herausgefunden habe, wie unehrlich Roland in einigen Behauptungen war.
Zweifellos nicht in Form einer willentlichen Lüge seinerseits - man
beobachtet in dieser Szene immer wieder verblüfft, wie weit die Praxis des
Selbstbelügens und der ehrlichen Pflege irrwitzigster Illusionen gehen kann.
Jedenfalls sind die Mystery-orientierte Geschichtsforschung, die
UFO-Forschung und die Spielarten der Paraphysik weitere Felder genau des
gleichen revisionistischen Denkens.

- "Die junge Dame war präpariert worden" - der Fall muss nicht ganz so
verschwörerisch sein, wie du ihn klingen läßt. Es ist für Anhänger von
Verschwörungstheorien und ähnlichem absolut typisch, dass sie sich mit einem
Feuereifer in die Aufgabe stürzen, absolut alles (bestätigende) über ihre
Theorie zu wissen - wodurch sie auf absolut alles eine fertige Antwort parat
haben, was ein durchschnittlich interessierter Laie gegen sie vorbringen
könnte. Das ist mir erstmals in Fragen der Weltpolitik begegnet, statt in
der Wissenschaft. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es eine antisemitische
Theorie war, aber es war in der generellen Gegend.

- "dass Kreationisten tatsächlich so einen Punkt nutzen und gegen dich
verwenden"
In der Tat: Wenn man es nicht gerade mit besonders Dummen zu tun hat, muss
man höllisch darauf achten, dass man wirklich Argumente vorbringt, welche
von vornherein mit den Erwiderungen und der inneren Logik der Revisionisten
rechnen. Das erfordert geradezu professionelle Kenntnisse. Andernfalls wird
man kalt erwischt.
Seit ich weiß, was die intelligenteren Kreationisten für ein
Argumentationsniveau gegen Darwins Theorie der natürlichen Selektion
aufzufahren imstande sind, halte ich mich aus der Sache eher raus. Da kommt
nur noch ein Richard Dawkins mit - oder, vor seinem allzu frühen Tod,
Stephen Jay Gould. An seinen Schriften habe ich 20 Jahre lang den Kampf
gegen den Kreationismus mitverfolgt.

- Die Ursuppenfrage:
Typische Sache von halbkorrektem Halbwissen, das für ein spezielles
Propaganda-Interesse eingespannt wird. Die "Ursuppe" in der klassischen Form
gilt tatsächlich weithin als etwas überholtes Modell, das nicht so ganz
überzeugt. Man kommt damit bis zu einfachen Aminosäuren, aber nicht bis zu
Nukleinsäuren und Selbstreplikation. Seither hat man ein ganzes Rudel neuer
Denkansätze entwickelt, wie die Urelemente des Lebens unter den Bedingungen
der Urerde entstanden sind. Es wird auch weiterhin neue Modelle geben -
selbst dann, wenn jemand es schaffen sollte, im Experiment echtes neues
Leben zu erschaffen, wird man nicht absolut wissen können, dass das Leben
damals wirklich genau so entstanden ist.

- Der Neonazi in Auschwitz:
Schöne Bekanntschaften machst du. Ich hätte sofort gewusst, was ich dem
miesen Sack von krawallsüchtigem Wichtigtuer hätte um die Ohren hauen
können. Sachlich: Es ist doch eine ganz simple Sache der logischen
Vernunft - selbst wenn Zyklon-B charakteristische Ablagerungen an den Wänden
hinterlassen sollte, kann nicht irgendein Hansel hereinlaufen, einmal auf
die Wand glotzen und sagen: "Da ist aber nichts!" Das ginge nicht mal, wenn
die Räume perfekt witterungsgeschützt wären. Jeder, der da rein geht, und
demonstrativ die Wand mit den "fehlenden Ablagerungen" anstarrt, zieht nur
ne Show ab. Oder er ist so absolut blöd, dass er allein dafür in den Knast
gehört.

- Tostan zur Internetrecherche:
Problem. Gerade bei kontroversen Themen liefert das Internet weniger
Information als eine Sintflut von Desinformation. Es sei denn, du hast
Sites, wo du weißt, dass ernsthaft gearbeitet wird (mit kleinen Vorbehalten
ist Wikipedia fast immer ein guter Erstanlauf). Aber gefestigte
Revisionismus-Prediger haben oft eine Kompetenz der Detail-Argumentation,
dass eine schnelle Recherche dich nicht weiterbringt. Einige grobe
Lügengeschichten immerhin kann man auf diesem Weg schnell zum platzen
bringen.
Ein besonders perfides Beispiel aus der Anti-Öko-Propaganda: Kaum hab ich
Rachel Carsons "Stummer Frühling" gelesen, und rede mal davon, da bekommen
ich zu hören: "Carson? Die hat doch die Adlereier gekocht, ehe sie ihre
Sterilität bewiesen hat!"
Also via Wikipedia nachgeforscht.
Befund eins: Die Geschichte mit den unfruchtbaren Greifvogeleiern wurde erst
einige Jahre nach Carsons Tod erstmals von anderen Forschern vorgebracht.
Befund zwei: Selbst eine ganz unverblümt propagandistische Anti-Öko-Site
("reason online - free minds for free markets") wusste über Carson nichts
weiter negatives zu sagen, als dass ihre eine spezielle Aussage, DDT
verursache beim Menschen Krebs, sich als falsch erwiesen hat. Die Typen
hätten sich massive Betrugsvorwürfe gegen Carson nicht entgehen lassen.
Befund drei: Es gibt spezielle bekannte Typen, die notorisch gegen Carson
Stimmung machen. Das geht alles auf einen Artikel zurück, in denen ein
Biologe, J. Gordon Edwards, versucht hat, Carson "des Betrugs zu überführen".
Der Artikel ist leicht verfügbar und erweist sich als ein einziger Erguß von
peinlicher Hysterie, in den nach 20 zähen Seiten nichts aufgetaucht ist, was
ein normaler Mensch als "Beweis für Betrug" betrachten kann. Den Rest hab
ich mir geschenkt.
So einfach ist die Aufklärung aber längst nicht in allen Fällen.

- Wikipedia-Mängel:
Vor einiger Zeit hatte ich Anlass, den Geisteswissenschaftler Friedrich
Dilthey nachzuschlagen. Auf Wikipedia fand ich den folgenden Text (hier in
Auszügen):

Friedrich Dilthey
Als Sohn einer calvinistischen Predigerfamilie besuchte er in Wiesbaden das
Gymnasium und referierte dort zum Abitur das Thema Über den Einfluß des
griechischen Altertums auf die Jugend. In Berlin (1853) und Heidelberg
(1852) studierte er u.a. bei August Boeckh, Kuno Fischer...
Ausserdem war Dithey einer der bekanntesten Sexualforschern seiner Zeit und
schrieb wichtige Werke, für die er bereits damals von der Kirche verfolgt
wurde und anschließend 1911 auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
In der Tradition Schleiermachers bemühte er sich, die Hermeneutik als
Methodenlehre der Geisteswissenschaften zu entwickeln. Anfangs sah er das
Erleben als Grundlage der Hermeneutik und das Verstehen als psychologische
Einfühlung in die geistigen Vorgänge eines Autors.
Später aber wich Dilthey, der alte Lüstling von diesem psychologischen
Standpunkt ab und rückte die Begriffe des Ausdrucks und des
Ausdrucksverstehens in den Mittelpunkt der geisteswissenschaftlichen
Methodik: Die Geisteswissenschaften hätten die Aufgabe, den Zusammenhang
zwischen Leben, Ausdruck und Verstehen zu klären. Dabei sei der Ausdruck
eher Objektivation des allgemeinen Geistes eines Zeitalters, als
Erscheinungsform individueller Lebensimpulse eines Autors oder Künstlers.
Unter anderem war auch er der Erfinder und Sinngeber des Wortes
"Scheißkopf".

Soweit ein typischer Fall des Wikipedia-Problems des "Vandalismus". Diese
Spaßguerilla-Manipulationen wurden tatsächlich in Nullkommanichts entdeckt,
und als ich recherchierte, habe ich die dubiose Fassung der Seite nur noch
über Google-Recherche bekommen; für Direkt-Navigation war der Text schon
bereinigt. Allerdings haben es die "Aufpasser" fertiggebracht, ein halbes
Dutzend Bearbeitungsgänge zu brauchen, bis sie alle "Schmierereien"
ausgemerzt hatten. Etwas flüchtige Arbeitsweise. Das Ergebnis war aber am
Ende in Ordnung.

Sonntag, 19. April 2009

Juhuuu, es geht ums schreiben!

Und das meine ich auch so!
Zuerst einmal das Wichtigste: In meiner Fanreihe Full Metal Panik: Nord Atlantik-Flotte habe ich gerade Folge fünf beendet. Ihr könnt die vollständige Episode auf Battletech.info, Twobt.de, Animexx.info und seit neuestem auf fanfiction.de lesen.
Ich wünsche viel Spaß dabei.

Was mich gleich zum nächsten Thema bringt: Fanfiction.de!
Nachdem ich mich dort vor einem halben Jahr eher halbherzig angemeldet hatte, habe ich hier und da ein paar Sachen von mir hoch geladen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, ich habe nach und nach Storys hinzu gefügt. Die Reaktion war gewaltig! Was dazu führte, dass ich noch mehr hoch geladen habe. Damit ist mein Ace Kaiser-Bereich auf Fanfiction.de die einzige Seite im Internet, auf der auch Geschichten von mir zu lesen sind, die ich sonst nirgends veröffentlicht habe, abgesehen vom World of Cosmos, dem Fanzine meines Clubs.
Für viele, die "mal was anderes" von mir lesen wollen genau das Richtige. Im Prinzip will ich da alles von mir veröffentlichen, was ich noch irgendwo irgendwie gespeichert habe - es wird also ein Menge werden. Enjoy it.

Samstag, 18. April 2009

Die Macht ist stark in jenen dort...

Als ich diesen Blog begonnen habe, war ich mir über vieles nicht klar: Worüber würde ich schreiben, würde ich Leser haben, welche Themen fand ich und welche würden mich finden?
Was wollte ich mit einem Post würdigen, was bekämpfen? Würde dieser Blog ein zahnloser Tiger sein oder würde er etwas bewegen?
Auf viele dieser Fragen habe ich mittlerweile Antworten erhalten. Sie waren nicht immer jene, die ich erwartet habe.
Vor allem die Themen, die mich gefunden haben, erstaunen mich immer wieder.
So wie dieses:

Wie Jane´s Police Review geschrieben hat, sollen acht Beamte der Polizei der südschottischen Region Strathclyde bei der Frage nach ihrer Religion bei einer Umfrage "Jedi" angegeben haben.
Hier der Link zur BBC News!

Auf den ersten Blick ist das natürlich erst einmal witzig, dann romantisch.
Wer die Star Wars-Filme kennt, die der Ursprung der Jedi-Ritter sind, der weiß für was ein Jedi einsteht und was er unglaubliches leistet um seine stets altruistischen Ziele zu erreichen.
Wer weiß, wenn Menschen, vor allem Polizisten die Prinzipien der Jedi oder auch nur einen Teil davon übernehmen, wird diese Welt vielleicht ein besserer Ort. Vielleicht auch nicht.
Zufällig weiß ich aus einem Interview, das mit George Lucas geführt worden war, dass ein enger Freund ihm angetragen hatte, die "Macht" offiziell zur Religion zu machen, mit ihm, Lucas, als Hohepriester. George hat das abgelehnt, obwohl seine Religion der Macht sicher nicht mehr und nicht weniger Glauben erfordert als jede andere Religion. Und in jedem Fall finde ich eine Religion, die aus den Tiefen von Zeit und Raum zu uns kommt aus einer weit, weit entfernten Galaxis, vor langer, langer Zeit, wesentlich ansprechender als Kreationismus.
Andererseits ist man schon versucht - also ich bin versucht - sich vor den Kopf zu schlagen und ernsthaft zu fragen: Soll Star Trek jetzt auch Religion werden? Und die Bischofstracht die eines Starfleet-Admirals sein?
Alles in allem haben wir es hier mit einer sich verselbstständigten Idee zu tun, ohne das Zutun von außen. Und Menschen, die sich von den Jedis aus den Star Wars-Filmen inspiriert sehen, könnten sich weit schlimmere Vorbilder suchen. Es ist nie verkehrt, sich altruistische Ideale zu eigen zu machen. Und solange sie keine Snow Speeder für Patrouillenfahren benutzen wollen, ist ja noch alles im grünen Bereich. So gesehen kann man diese Szene aus der schottischen Polizei mit einem leichten Grinsen und einem eher wohlwollenden Nicken betrachten und ihnen wünschen: Möge die Macht mit Euch sein!

Tatsächlich, so der Bericht weiter, würden über dreihundertneunzigtausend Menschen im United Kingdom ihre Religion mit "Jedi" angeben... Na ja, immer noch besser als Zeuge Jehovas oder Mitglied der Scientology Church zu werden.
Es bleiben aber zwei Punkte, die einem Kopfschmerzen bereiten können, wenn man sie in logischer Konsequenz verfolgt:
1) Jetzt wo es so viele Menschen gibt die sich selbst Jedi nennen... Wann gibt es den ersten Glaubenskrieg mit Menschen, die sich eher den Sith zurechnen?
2) Was passiert, wenn sie die Macht wirklich benutzen wollen? Noch schlimmer, was wenn sie Erfolg haben?
Ich gebe zu, das alles irritiert mich ein wenig. Aber mein Amüsement überwiegt.

Donnerstag, 16. April 2009

Zurück in die Achtziger

Heute geht es leider nicht ums schreiben. Leider. Es geht allerdings auch nicht um Evolutionsgegner, Kreationisten oder religiösen Fanatismus.
Heute widmen wir uns einem vollkommen anderen Thema. Nämlich einer Zeitreise an den Anfang der achtziger Jahre. Eine Rückkehr in die Tage, über die man von einem bestimmten Thema noch so gut wie gar nichts wusste und das deshalb mit Weltuntergangsstimmung erfolgte: Die Immunschwächekrankheit AIDS.

AIDS, wir erinnern uns alle, wird bei Geschlechtsverkehr und/oder Blutkontakt übertragen. Ungeschützter Sex ist also irgendwie eine Art russisches Roulette, vor allem wenn man oft wechselnde Partner hat.
Damals, in den frühen Achtzigern, als der AIDS-Virus nach Europa schwappte - oder vielmehr als man ihn hierzulande endlich zur Kenntnis nahm - wusste man nicht sehr viel über ihn. Wird er beim küssen übertragen? Kann eine Jungfrau angesteckt werden? Was ist wenn man eine Tasse verwechselt? Muss ich das Essgeschirr eines AIDS-Kranken nach dem Essen vernichten? Was passiert wenn er mich anatmet?
Heutzutage schlägt man sich bei solchen Fragen und Gedanken an den Kopf. Natürlich sind die damaligen Gedanken auch ein wenig der Endzeitstimmung und der Panik geschuldet, die von manchen Medien verbreitet wurde, unter ihnen auch die so heiß geliebte Zeitung mit den vier großen Buchstaben, die nicht gerade ein Ruhmesblatt der Aufklärung war.
Stattdessen berichtete sie lieber von endlosen Sexparties New Yorker Risikogruppen, die taten als gäbe es kein Morgen mehr.
Risikogruppen sind natürlich auch ein großes Stichwort. Sie bezeichnen Personen, bei denen eine Ansteckungsgefahr höher ist als bei anderen. Sicherheit bietet dieser Begriff sicherlich nicht.
Aber das war damals in den Achtzigern, fast dreißig Jahre tief in der Vergangenheit. Heutzutage sind wir aufgeklärt. Heutzutage haben wir dreißig Jahre intensivster Information hinter uns, um aus der Massenkrankheit nicht eine wirkliche Epidemie werden zu lassen.
Wir wissen, dass die Pille überhaupt keinen Schutz gegen Ansteckung bietet, Kondome hingegen schon. Wir wissen, dass man nicht an AIDS stirbt, sondern an anderen Krankheiten, nachdem AIDS das Immunsystem immens geschwächt hat.
Und wir wissen, dass wir AIDS überall begegnen können. Nicht unbedingt müssen, aber können. Also ist es im ureigensten Interesse jedes einzelnen Menschen, verantwortungsbewusst mit seiner Sexualität umzugehen und sich gegebenenfalls zu schützen.
Meine persönliche Meinung ist natürlich, Kondome zu benutzen und/oder Sex in einer festen Beziehung zu haben. Denn wer auf ungeschützten Sex besteht und sich lediglich auf die Pille der Partnerin oder ihre anderweitigen Verhütungsmethoden verlässt (ja, hier spreche ich ausschließlich die Männer an) riskiert gerade bei Sexualpartnern, die er nicht oder kaum kennt, eine Infektion. Da sind wir wieder beim russischen Roulette.
Wer also dieses Risiko eingehen möchte, egal wer sein Partner ist, bitte. MEIN Ding wäre es nicht.

Mit einem Bein in den Achtzigern schauen wir trotzdem mal auf das aktuelle Geschehen. Da wurde diese Woche doch tatsächlich eine junge Frau verhaftet, die laut Zeitung HIV-infiziert sein soll (wo die es her hat? Keine Ahnung) und die beim ungeschützten Sex mit drei verschiedenen Partnern mindestens einen angesteckt haben soll.
Natürlich kenne ich die Umstände dieses Geschehens nicht, und da man selbst ein verantwortungsvoller Mensch ist muss man sich an den Kopf fassen und der jungen Frau sagen, dass sie fahrlässig gehandelt hat, wenn sie von ihrer Infektion wusste. Andererseits kann man ihr keinen Vorwurf machen, wenn sie es nicht wusste.
Ich weiß auch nicht, ob und wie lange sie mit diesen drei Männern in einer Beziehung gelebt hat, oder ob sie unter dem berühmten Begriff One Night Stand zusammengefasst gehören.
Aber ich weiß, dass die junge Frau als Sängerin der Girls-Truppe No Angels berühmt ist, und das sich dementsprechend viele Medien auf diese Geschichte gestürzt haben. Vor allem kann man ganz klar den Trend sehen, dass gerade Zeitungen wie die mit den vier großen Buchstaben eine Vorverurteilung vornehmen, sie als gefährlich einordnen und Staatsanwälte mit solchen Aussagen zitieren: "Sie ist in Untersuchungshaft, weil ein hohes Risiko besteht, dass es wieder passiert."
Willkommen zurück in den Achtzigern. Willkommen bei Pappteller, weggeschüttetem Kaffee, sobald er vertauscht wurde und Atemschutz gegen die bösartige Krankheit. Was wird ihr vorgeworfen? Dass sie Männer zum ungeschützten Sex zwingt?
Natürlich gilt meine Sympathie in erster Linie ihren Partnern, von denen laut Zeitung einer infiziert wurde und nun selbst Träger der Immunschwäche ist.
Aber angenommen, er und die No Angels-Sängerin waren füreinander wirklich ein One Night Stand und lebten nicht in einer längeren, vielleicht monogamen Beziehung zusammen. Nur mal angenommen. Was dann?
Dann frage ich, mit all dem Inbrunst von dreißig Jahren Aufklärung über AIDS: Junge, warum hast Du kein Gummi genommen? Ist Dir ungeschützter Sex wichtiger als Deine Gesundheit?

Unser aller Fazit soll natürlich nicht sein, dass wir alle jetzt auf Sex verzichten sollen. Nicht einmal, dass man nur noch in monogamen Beziehungen leben sollte. Ja, es ist nicht einmal so, dass man ein eins zu eins-Risiko hat, sich einen infizierten Sexualpartner auszusuchen. Das ist wesentlich kleiner, und selbst dann muss eine Infektion nicht unbedingt erfolgen.
Kehren wir also aus den Achtzigern zurück und schauen wir uns die Gegenwart an. Gute Leute haben versucht, es uns seit dreißig Jahren zu erklären: Sei nicht dumm. Nimm ein Kondom.

Freitag, 3. April 2009

Unverhofft kommt oft...

Und Ausnahmen bestätigen die Regel.
Als ich heute nach Hause kam, wurde ich überrascht. Sehr überrascht. Richtig überrascht. Ich hatte einen Pappumschlag erhalten. Als ich diesen öffnete, flatterten mir drei Exemplare des Aktuellen Perry-Comics entgegen.
Mein erster Gedanke war: Nanu, Belegexemplare von der Alligatorfarm?
Ähemm, Alligatorfarm heißt die Zeichnertruppe, die den Perry-Comic in unregelmäßigen Abständen raus bringt und sich dabei sehr unterschiedlicher, teils frecher, teils erfrischender Stile bedient...
Dieser Gedanke war natürlich abwegig, denn obwohl die Alligatorfarm offen im Fandom nach Autoren und Zeichnern gesucht hatte und ich auch mit drei Autoren drei Ideen in Comicstrips, so genannte Onepager, verarbeitet hatte, machte ich mir da keine Hoffnung. Entweder beschäftigten sich meine Zeichner mit etwa anderem oder sie verließen in blinder Wut die Alligatorfarm.
ABER EINER KAM DURCH! Ja, einer hat es geschafft und dem One-Pager, den ich geschrieben habe, nicht nur Form geliefert, sondern auch im Perry untergebracht!
Deshalb herzlichen Dank an meinen Zeichner Carsten Dörr. Wann hecken wir den nächsten Unsinn aus?
Zwar befindet sich der One-Pager gewissermaßen auf der letzten Seite, aber ich finde ihn wunderbar gelungen. Reinschauen lohnt sich. Kaufen auch. Und sei es nur wegen dieser einen Seite von mir. ^^b

Edit: Ich habe es bisher tot geschwiegen, weil sich Roland etwas drüber geärgert hat, aber da er nun im seinem Blog "Schreiberlings Egozine" selbst drüber berichtet hat, darf ich wohl auch: Ebenfalls vertreten ist als Autor Roland Triankowski mit dem Comic "Gerettet", der grob an dem von ihm erarbeiteten Konzept angelehnt ist. Nach langem Überlegen finde ich ihn recht gut geraten - nur hat er mit Rolands Vorlage nicht mehr viel zu tun. Allerdings ist die Action in der Episode in Ordnung und am Zeichenstil ist nichts auszusetzen. Nur diese Fixierung auf sekundäre weibliche Geschlechtsteile (muss sich die Pilotin wirklich fast zu Anfang ihren Hauch von Bluse zerreißen und fortan quasi oben ohne herum laufen? Ich meine, das bringt die Handlung nicht voran, und so schön gezeichnet sind die Brüste nun auch nicht) ist etwas nervig.
Ansonsten, Roland, es ist nur halb so schlimm wie Du denkst, und ich würde gerne weitere Comics aus Deiner Feder lesen.

Donnerstag, 2. April 2009

Endlich geht es mal wieder ums schreiben...

Tatsächlich! Dieser Blogeintrag behandelt wirklich meine Schreiberei.
Seit einiger Zeit bin ich auf Fanfiktion.de angemeldet und hatte dort auch zwei meiner umfassenderen Serien hoch geladen. Tatsache ist, dass ich zur Zeit nicht einmal halb so viel schreibe wie ich es eigenlich könnte und gewohnt bin. Ich hoffe auf einen Kreationsschub im Frühjahr. Jedenfalls habe ich mich dazu entschlossen, Fanfiktion.de zu benutzen: Benutzen, um eine Menge meiner älteren Storys, die bisher nur gedruckt im World of Cosmos erschienen sind, dem Magazin des Science Fictionclubs Black Hole Galaxie, in dem ich langjähriges Mitglied bin.
Ein Teil ist schon oben, weitere werden nach einer gefühlten und durchgeführten Überprüfung folgen. Dabei sind sehr viele Geschichten, die nirgends sonst im Web zu finden sind - und natürlich alle aus meiner Feder stammen.
Wer also andere Facetten an mir kennen lernen will - einige haben eine unglaubliche Länge von nur zwei Seiten - oder abseits meiner neueren Mega-Geschichten schmökern möchte, der folge dem unten stehenden Link mit Drag&Drop.

Edit: Ja, ich gebe zu, ich war faul. Und ja, ich sehe ein, Ihr wollt auch faul sein.
Darum bin ich über meine Faulheit gesprungen, um Euch zu erlauben weiter faul zu sein.
Sprich: Ich habe gelernt, wie man Links setzt. Probiert es gleich mal aus und benutzt den Link unten auf meine Page bei Fanfiktion.de.
Fanfiktion.de