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Mittwoch, 31. Juli 2013

Skeptisch betrachtet: 12 Strang Doppelhelix DNS und Nibiru

NIBIRU
Wisst Ihr noch? Letztes Jahr um diese Zeit waren öffentliche Foren und vor allem die Kommentarbereiche von Youtube erfüllt vom Gezeter und wüsten Verteidigungen der Apologeten des ominösen Nibiru, der uns zur Wintersonnenwende am 21.12.12 mit Macht treffen sollte.
Natürlich ist NICHTS geschehen, außer natürlich, dass das Fernsehen über NICHTS berichtet hat.
Was aber alles hat geschehen sollen: Nibiru, wahlweise ein brauner Zwergstern mit erdgroßen Begleitern oder ein Riesenplanet (mit erdgroßen Satelliten) sollte auf seiner 3600 Jahre andauernden ellyptischen Kreisbahn um die Sonne an genau jenem Tag die Erde passieren. Dann sollten die Anunnaki, antike Götter, auf die Erde herabsteigen und die Menschheit versklaven, damit wir für sie nach Gold schürfen. (Warum sie nicht einfach die weltweiten Goldvorräte der Devisenfonds nehmen sollten, weil das ja schon geschürft und verarbeitet ist, habe ich leider vergessen zu fragen.)
Neben der Versklavung drohten uns noch: Naturkatastrophen, Weltuntergang, allgemeine Vernichtung, das Ende des Euros, das Ende Europas, das Ende der westlichen Zivilisation. Ach ja, ein gewisser Esoterik-Schreiberling schrieb auch was davon, dass die Erde "in direkter Linie zum Zentrum der Milchstraße" stehen würde, und dass von dort ein Synchronisationsstrahl kommen würde, der "uns auf eine höhere Stufe" der Existenz bringen würde. Neben Tod, Verwüstung, Untergang der Welt, usw, usf.Wie diese "höhere" Stufe aber aussehen soll, ist bemerkenswert vage.

Das Problem
Nun, die Autoren (die gut am Verkauf ihrer Bücher verdient haben) und ihre Apologeten (die vor allem ihre Panik verdient hatten) hatten allesamt in Bausch und Bogen Unrecht. Es kam kein Nibiru vorbei, erst Recht kein unsichtbarer, der nur vom Infrarotteleskop der NASA in der Antarktis gesehen werden konnte, es kamen demnach auch keine Anunnaki, und wir wurden auch nicht versklavt. (Zumindest nicht mehr als bisher schon.)
Es gab keine besonderen Naturkatastrophen, die der Erwähnung wert gewesen wären, und weder ging die Welt unter, noch der Euro. Eigentlich ging nichts unter, nicht mal Griechenland, obwohl Frau Kanzlerin so hart dafür gearbeitet hatte.
Und abgesehen von einem winzigkurzen Aufflackern der Esos, dass "mit der Sonne was nicht stimmen" würde, habe ich seither keinen Blödsinn mehr gelesen.
Ach, hatte ich erwähnt, dass die Erde einen Polsprung machen würde und sie deshalb ihr Magnetfeld verlöre? Nein? Das war auch so eine Sache. (Tatsächlich gibt es solche Polsprünge, d.h. Nordpol und Südpol welchseln. Der Nächste dürfte aber noch ein paar Jahrtausende brauchen. Keine Sorge, bis dahin haben wir eine Lösung.)
Jedenfalls dachte ich gerade daran, mir die alten Sachen rund um Nibiru noch mal anzuschauen und zu gucken, ob man nicht hier oder da etwas von jenen Apologeten zu fassen kriegt. Doch auf was musste ich stoßen? Auf die 12 Strang Doppelhelix DNS.

12 Strang Doppelhelix DNS
Um es kurz und schmerzlos zu machen, als ich diesem Begriff das erste Mal auf wer-weiss-was.de begegnet bin, klang es fast so, als würde der Verfasser der Erklärung - natürlich verfasst, bevor Nibiru nicht kam - der Meinung sein, wir hätten einmal nicht zwei Stränge, sondern zwölf Stränge DNS besessen, und nur zwei wären aktiv.
Nach einiger Recherche weiß ich nun, dass ich die Worte falsch interpretiert habe, dass dem nicht so ist. Tatsächlich ist die DNS selbst nach Meinung der Kryon-Channeler (was an sich schon reicht, um skeptisch zu sein) in zwölf Abschnitte unterteilt. Alle diese zwölf Abschnitte haben hebräische Namen, die zwölf differente Namen von Gott sein sollen. (Und das bei einem Gott, der sagt: Du sollst deinem Gott keinen Namen geben und Du sollst Dir kein Bildnis von ihm machen...)
Aber, es kommt noch besser: Innerhalb der menschlichen DNS gibt es einen großen Anteil an sogenannter Junk DNA. (Ja, auch ich schreibe mal DNA. Wenn die Wörter englisch sind.) Dieser "Müll"-Anteil muss natürlich mit Sinn gefüllt werden. Laut der Esotheriker enthält diese Junk DNA unsere ganz persönliche, über alle Leben hinweg erlebte Akasha-Chronik, unsere eigene persönliche Form eines Weltgedächtnis.

Ergebnis
Nun bietet die Junk DNA tatsächlich viel Raum und viel Platz für eine ganze Anzahl an Definitionen und Interpretationen. Aber auch für ein persönliches Weltgedächtnis?
Und hier kommt die pure Ironie daher, denn obwohl ein überwiegender Teil der DNS als Junk DNA bezeichnet wird, ist er nicht automatisch sinn-, und funktionslos. Das sieht man spätestens dann, wenn im Zusammenhang von nicht-kodierter DNS statt Junk DNA gesprochen wird.
Soll heißen: Die Wissenschaft arbeitet daran, Sinn und Zweck der Junk DNA zu erforschen - und hatte dabei auch bereits einzelne Erfolge. Die ungeheuer große und ungeheuer weite Dimension der menschlichen DNS gibt uns selbst nach der Gentypisierung noch etliche Rätsel auf. Aber ein Rätsel ist sicher gelöst. Da ein Teil der Junk DNA Funktionen erfüllt, anstatt einfach nur, nun, Müll zu sein, fällt es mir schwer, daran zu glauben, sie könnte meine persönliche Akasha-Chronik enthalten. Glauben ist hier der Knackpunkt. So heißt es auch sehr schön im Vorwort eines entsprechenden Buches von Lee Carol, dass wir wohl nie erfahren werden, ob die von ihm vorgelegten Informationen über die DNS deren tiefe Wahrheit widerspiegelt. Mit anderen Worten: Die Chancen, dass sich unsere DNS tatsächlich in zwölf Sequenzen aufteilt, die zwölf verschiedene Namen Gottes tragen, und in dessen Junk DNA wir unsere persönliche Ausgabe der Akasha-Weltchronik finden werden, sind nicht nur relativ gering, sie sind unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich, weil der Begriff Junk DNA irreführend ist. Weil sie Funktionen erfüllt und deshalb keinesfalls überflüssiger Müll ist, der sich geradezu anbietet, um mit höherem Sinn erfüllt zu werden...

Daher:
Die Welt der Esoterik ist groß, bunt und strotzt nur so von Versuchen, Wissenschaft zu vereinnahmen und für sich selbst zurecht zu biegen. In diesem speziellen Fall von Nibiru zur 12 Strang Doppelhelix DNS bleibt es beim biegen.
Oder anders ausgedrückt: Wenn ich etwas glauben soll, anstatt es zu wissen, hat es keinerlei Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.
Ich meine, Nibiru ist auch nicht vorbeigekommen, der Komet Elenin hat KEINE Erdbeben ausgelöst und war auch weder ein Stück eines Neutronensterns noch ein Brauner Zwergstern und hat zudem die Frechheit besessen, beim Flug um die Sonne zu zerbrechen (was natürlich die Amis waren - mit HAARP). Die Chancen stehen gut, dass das Channeling vom großen Kryon zum Thema 12 Strang Doppelhelix DNS genauso viel Realität enthält wie die Nibiru-Geschichten: Nämlich gar keine.

Sonntag, 28. Juli 2013

1.000 Klicks auf Equus Carnifex

So, nun hat es auch der Krimi in die Reihen der Vierstelligen geschafft. Der Equus Carnifex hat eintausend Klicks auf Fanfiktion.de erreicht. Dazu kommen 44 Reviews, was diese Geschichte zu einer recht besonderen macht - hatte ich schon erwähnt, dass sie fertig ist? ^^
Dieser Krimi entstand als Preis aufgrund der Verlosung im letzten August, wo ich 50.000 Klicks auf  meine Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de feierte und einer der Preise eine Geschichte nach Wunsch war. betty0815 wollte einen Krimi in meiner Heimat lesen - der Part ist mir definitiv gelungen. Aber auch hier nochmal: Alle Personen, alle Pferdehöfe und vor allem alle ermordeten Pferde sind fiktiv, Produkt meiner Vorstellung. Ich habe also keinen meiner Bekannten, Freunde oder Nachbarn verwurstet, obwohl so etwas ziemlich witzig sein soll.
Hat Spaß gemacht, ist viermal so lang geworden, wie ich versprochen hatte, hat dafür aber auch fast ein Jahr gedauert, weil ich immer wieder unnötige Pausen gemacht habe. Nun. Wir werden sehen, wie es mit der Geschichte laufen wird, die Spelllord gewonnen hat, die SySec-Stories.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 25. Juli 2013

86.000 Klicks auf Fanfiktion.de

Mist, das hat diesmal gedauert. Ich wollte den nächsten Tausender unbedingt heute noch erleben - und musste dafür bis um zehn Uhr Abends warten. Und jetzt steht der Zähler tatsächlich unverrückbar bei exakt 86.000 Klicks. Ein merkwürdiger Tag. ^^°

Das macht diesmal einen Zeitraum von acht Tagen, heute mitgerechnet.
Leider hat sich die Zahl der Reviews nur um drei von 1.128 auf 1.131 erhöht. Dabei gelten gerade sie als Brot der FF-Schreiber. Na, Schwamm drüber. Ich bin wohl einfach nur verwöhnt, und solche Zeiten muss man auch haben. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Tausender, auch auf den anstehenden Zehntausender. Und besonders auf die Einhunderttausend, die ich noch immer Ende November sehe. Aber auch die Reviews haben gute Chancen, in etwa einem Jahr bei Zweitausend zu stehen. Ich lasse mich da von Euch überraschen. ^^

Ach, wenn ich gerade dabei bin: Der  Equus Carnifex ist ja nun offiziell abgeschlossen. Endlich, möchte ich sagen. Dafür ist er aber auch viermal so lang geworden, wie ich ursprünglich versprochen hatte. Nun habe ich mich aber auch gleich an den 2. Platz von Spelllord gemacht, der sich eine Science Fiction-Geschichte gewünscht und ein nettes Szenario dafür abgeliefert hat. Hier geht es zur Story auf Fanfiktion.de. Ich hoffe, dass ich diesmal weder ein Jahr vergehen lasse, noch dass ich mich wieder in der Geschichte verliere. Aber bereits jetzt kann ich sagen: In dem Universum wird man mich mindestens noch einmal wiederfinden, meine Damen und Herren. ^^V

Achtung, Textbaustein:
Und wenn ich schon mal dabei bin, Herrschaften, kündige ich gleich noch mal was an, damit es kein
Zurück gibt. Unter dem Titel "Die Legende der Mordenai" werde ich ein Fantasy-Projekt beginnen, das es ausnahmsweise mal nur zu kaufen gibt. Dies werde ich unregelmäßig updaten und als eBook veröffentlichen. Dabei strebe ich möglichst große Kapitel an bei einem Update, größer als mein gewohntes zwölf Seiten-Update. Wie ich es mir vergüten lasse, überlege ich mir noch, anfangs sicherlich veröffentliche ich für maximal einen Euro; wenn die Story sechzig oder hundert Seiten hat, erreicht sie ihren permanenten Festpreis, der auch mit weiteren Updates nicht steigen wird. Dies ist ein Experiment, mit dem ich sehen möchte, ob ich mittlerweile bekannt genug bin und oft genug gelesen werde, um mit einem Nur Kauf-Projekt Geld zu verdienen. Drückt mir die Daumen. Mehr dazu dann hier im Blog. Natürlich verkünde ich auch jedes Update hier.
Und nein, außer einem Schnuppertext werde ich nichts von der Legende der Mordenai frei veröffentlichen.



Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Meine neueste Arbeit nennt sich Hirudo und handelt von Vampir-Astronauten. Habe ich erstmal angefangen, um die Idee nicht aus den Augen zu verlieren. Erwartet viel von der Geschichte. ^^
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^
Textbaustein Ende.

Mittwoch, 24. Juli 2013

5.000 Aufrufe auf Ultimate Perry Rhodan

Also, das ist auch nicht schlecht. Mein letzter Eintrag zum Thema ist vom 06.05. und behandelte die letzte Schnapszahl bei Ultimate Perry Rhodan, 4.444 Klicks auf Fanfiktion.de. Zwei Monate und achtzehn Tage später hat meine Fanfic demnach weitere 556 Klicks eingefahren. Und auch die Zahl der Reviews hat sich gesteigert. Waren es im Mai noch siebzehn, so hat Ultimate Perry Rhodan jetzt stattliche dreiundzwanzig. Na also, jammern auf hohem Niveau bringt also wirklich was. ^^V
Und Ihr wisst ja: Geschichten, an denen das Interesse (von euch) besonders groß ist, kriegen bevorzugt ein Update. Ja, das war ein Wink mit dem Zaunpfahl. XD

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

11.111 Aufrufe auf die Konoha Side Stories

Jetzt ist es offiziell: Die Leser meiner Naruto-Fanfiction Konoha Side Stories auf Fanfiktion.de sind ein ziemlich fauler Haufen. Ich meine, eigentlich kann ich mich nicht beklagen. Vor vier Tagen, am 20. noch, habe ich den letzten Tausender verkündet, und in besagten vier Tagen kamen nicht nur die 111 Klicks zur Schnapszahl zusammen, sondern sogar 121, was wahrscheinlich nicht zuletzt daran liegt, dass ich gestern ein Update in Form einer neuen Episode hochgeladen habe... Bei anderen Geschichten hätte das schon zu einem, zwei oder sogar drei Reviews gereicht - man bedenke, es ist ja auch ein neues Kapitel. Aber nicht bei den Konoha Side Stories. Hier steht der Counter der Reviews unverändert auf 172. Ein klitzeklein mehr Feedback hätte ich schon gerne, obwohl ich mich natürlich trotzdem über 121 Klicks in nur vier Tagen freue.

Damit sind die Konoha Side Stories tatsächlich meine stärkste Geschichte, so oder so. Das ist auch ziemlich gut, btw.

Übrigens, am linken Rand des Blogs geht es wie immer zu meinen gedruckten und meinen e-Büchern, die Ihr kaufen könnt. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Montag, 22. Juli 2013

1.000 Klicks auf Thranalis Weg

Ja, ich bin erstaunt. Was sich da so die Ränge hochwuselt bei  meinen Geschichten und Gedichten auf Fanfiktion.de ist schon erstaunlich. Ihr wisst ja, ich berichte normalerweise erst ab dem eintausendsten Klick über ein Projekt, und dann nur noch bei Schnapszahlen und weiteren Tausendern, auch wenn sie mehr verdient haben. Thranalis Weg habe ich zumindest schon erwähnt.
Begonnen hat alles, als der coole Nerdlicht mich dazu angestiftet hat, beim NaNoWriMo, dem National Novel Writing Month Germany mitzumachen, einem Wettbewerb mit nur einem Ziel: Dass die Teilnehmer die Disziplin aufbringen, in nur einem Monat einen fertigen Roman mit fünfzigtausend Wörtern zu schreiben.
Mein Kommentar damals: Okay, aber was mache ich mit der anderen Hälfte des Monats?

Schwamm drüber. Herausgekommen ist die Geschichte über eine antike Gottheit, die sich plötzlich in der Zukunft zurechtfinden muss - unserer Zukunft, hochtechnisiert und extrem friedlich. Witzig, wenn man ein Gott des Krieges ist. War. Oder doch ist? Auf jeden Fall erwacht Thranali gerade rechtzeitig, bevor die Kacke für die Erde am Dampfen ist, und prompt wird er ausgeschickt, um die Probleme der Menschen zu lösen. Wieder einmal. Aber das kennt er ja schon. Und er macht es ja eigentlich auch sehr gerne. Wenn sich einer mit Tod, Verderben und militärischem Pathos auskennt, dann sicher er. Und das ist auch bitter nötig, denn über den Gegner ist nichts bekannt. Rein gar nichts.
Und genau so mag Thranali seinen Weg: Fordernd. ^^
So, nach rund fünfzehn Tagen war das Ding im Kasten und ich fertig. Neulich habe ich mich mal drangemacht und eine Überarbeitung gestartet, die schon recht weit gediegen ist. Die Fortsetzung ist auch schon geplant, nämlich für nächsten November zum NaNoWriMo 2013.
Aber hier und jetzt freue ich mich erst mal über eintausend Klicks und zehn Reviews.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Sonntag, 21. Juli 2013

1.000 Aufrufe auf Tactical Roar: Zehnte These

Tactical Roar
Sachen gibt's. Erstaunliche Sachen sogar. 2006 veröffentlichte (das mir unbekannte Studio) Ancas eine dreizehnteilige Anime-Serie namens Tactical Roar. Ich habe sie damals verschlungen, und, als die Übersetzungen auf sich warten ließen, ein dreiviertel Jahr Geduld geübt, bis die Serie abgeschlossen vorlag. Im Groben geht es um eine privatmilitärische Schiffsbesatzung im mittleren Pazifik, die dem zunehmenden Schiffsverkehr gegen Bezahlung Geleitschutz stellt. Dies ist notwendig, denn der Grand Roar genannte permanente Wirbelsturm im Pazifik erschwert die Luftfahrt erheblich - das Schiff erlebt eine Renaissance. Diese Besatzung ist nun etwas Besonderes. Einerseits angeführt von hervorragenden Offizieren, die nur den Fehler haben, als Frauen geboren zu sein, andererseits ein Sammelbecken für diesen und jenen, der "woanders nicht dazu passt". Natürlich auch Frauen. Diese Damen und ihr Schiff, die Pascal Magi, von Spöttern, Idioten und Kritikern oft verächtlich Alice Brand genannt, geraten nun in das Komplott der Neunten These, die als Werkzeug dienen soll, die politische Ordnung im Pazifikraum neu zu sortieren. Jene, die von dieser Neuordnung profitieren, unterstützen die Neunte These tatkräftig.
In diesem Geschehen kommt ausgerechnet der Stiefbruder von Kapitänin Nanaha Mizaki für ein Computer-Update an Bord. Und ein Mann in einer Frauencrew, auf die scharf geschossen wird, das geht nie gut.

Meine Meinung
Der Anime hat mich begeistert. Weniger wegen seiner vielen Frauen-, und Mädchen-Charakteren, sondern eben trotz. Die Story ist kurzweilig, spannend, unterhaltsam, über kleinere Logikfehler wie Frauen im Schulmädchenalter, die in der CIC sitzen, sieht man gerne hinweg. Dazu kommt eine Menge - eine MENGE - Action und eine ziemliche Detailtreue beim Schiff, seiner Bewaffnung und deren Einsatz. Immer, wenn es zur Sache geht, fiebert man mit der Mannschaft der Pascal Magi mit.
Aber ich will nicht zuviel verraten, denn dies wird kein Review, sondern nur ein viel zu langes Intro.

Und nun ich:
Das Ende hat mich ehrlich gesagt nicht zufriedengestellt. Die Lösung des Geschehens deutet viel an, führt aber nicht aus. Auch hinterlässt die Geschichte einige Lücken. Zum Beispiel wird dem Schiff in Episode drei eine Falle gestellt. Hilfe bekommt es von einer Soldateneinheit. Sie entert einen Frachter und entdeckt auf der Brücke eine Bombe.
An diesem Punkt angelangt und nach der Explosion fragte ich mich, ob und wer überlebt haben konnte. Von den Soldaten. Und bevor ich mich versah, hatte ich James Cartridge erschaffen, den Anführer der Einheit, der ebenso wie knapp die Hälfte seiner Kompanie knapp überlebt haben und nun auf Vergeltung sinnen. Dazu kamen die losen Fäden zum Beispiel um Nanaha, ihren kleinen Bruder Ryousuke und die Pilotin Tsubasa. All das verknüpfte ich zu einer Fanfic, die ich auf Fanfiktion.de veröffentliche und die eine Art inoffizieller Fortsetzung sein sollte. Nun, der Anime ist von 2006, und ich habe ihn vorher nicht noch mal angeschaut, weshalb ich sicher ein paar Fehler und Widersprüche drin habe, aber... Spaß hat's gemacht, sehr viel Spaß. Und nun wurde meine Fanfic eintausend Mal angeklickt.
Honoriert wurde mir meine Arbeit mit sechsundzwanzig Reviews, was eine ganze Menge ist.
(Und ja, ich wollte die Geschichte noch mal überarbeiten und die Ränge angleichen, ich weiß.^^°)
Ich fand und finde immer noch, dass Tactical Roar ein mehr als unterschätzter Anime mit enormem Unterhaltungswert ist - vielleicht aber bin ich auch nur ein unverbesserlicher Underdog-Fan.
Ich sage nur: Viel Spaß beim lesen oder danke für's lesen und die Kommentare. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Samstag, 20. Juli 2013

3.333 Aufrufe auf Anime Evolution: Erweitert

Am 22.05. stand der 3.000er an, heute hat die  zweite Staffel meines epischen Anime-Overkills Anime Evolution die Schnapszahl erreicht. 3.333, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Die letzte Schnapszahl 2.222 war erst im November. Das Lesetempo für Erweitert nimmt zu, und das, obwohl ich für Erweitert nichts mehr schreibe, weil die Geschichte abgeschlossen ist.

Leider habe ich letztes Mal die Zahl der Kommentare nicht notiert. Im Moment sind es achtzehn. Was ich ein klein wenig schade finde. Aber immerhin, die Geschichte ist fast ein halbes Jahrzehnt alt. Zumindest dieser Part.
Also, auf die 4.000, und möge sie bald erreicht sein. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin oder wie in diesem Fall ruhig noch mal. ^^V

11.000 Klicks auf die Konoha Side Stories

Nun sind es 11.000 Klicks bei den Konoha Side Stories auf Fanfiktion.de. Genauer gesagt 11.018, bei einer Story, die erst am 13.05. ihre 10.000 gemacht hat.
Damit sind die Konoha Side Stories nicht nur die erste meiner Geschichten, die fünfstellig geworden ist (abgesehen von Anime Evolution, bei der ich alle Seasons getrennt eingestellt habe. Zusammen ergibt das für alle Anime Evolution-Staffeln im Moment 13.148 Klicks mit 93 Reviews, mit den Specials und Spiegel sogar15.036 Klicks und 113 Reviews, was Anime Evolution zu meiner stärksten eigenen Geschichte macht), sondern auch meine stärkste Fanfiction. Und mit 172 Reviews sind immerhin vier dazu gekommen. Auch hier ist Konoha Side Stories mit weitem Abstand führend.
Diesmal hat es achtundsechzig Tage gedauert, bis der Tausender voll war; dafür wird es bis zur nächsten Schnapszahl nicht so lange dauern - meine erste fünfstellige Schnapszahl bei einer Geschichte. ^^ Zugegeben, ich habe so viel nicht für Konoha Side Stories veröffentlicht, was wohl die leichte Zurückhaltung erklärt. Aber ich bin immer noch dran und schreibe eifrig weiter, versprochen. Und manchmal sogar für die Konoha Side Stories. ^^V

Übrigens, am linken Rand des Blogs geht es wie immer zu meinen gedruckten und meinen e-Büchern, die Ihr kaufen könnt. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 18. Juli 2013

85.000 Klicks auf Fanfiktion.de

Als ich mich Mittags eingeloggt habe, stand der Zähler bei 85.035 Klicks. Das macht einen Zeitraum von neun Tagen. Mein mittlerweile üblicher Rhythmus, möchte ich behaupten. Also, die 90.000 kriege ich (oder vielmehr Ihr, liebe Leser) bis zum 05.08. wohl eher nicht hin. Aber ich kann meine Prognose für die 100.000 deutlich runterschrauben. Statt Ende Dezember visiere ich nun einen Zeitraum irgendwo um den 30.11. an. Ja, das gibt wieder einen Wettbewerb mit Verlosung. Was genau, überlege ich mir noch. Die "Wünsch Dir was"-Variante ist auf jeden Fall in die Hose gegangen... Die "Wünsch Dir eine Geschichte"-Sache hingegen war schon recht erfolgreich.
Gerade kürzlich habe ich den Equus Carnifex offiziell abgeschlossen. Uff.
Ach, bevor es untergeht: Mit 1.128 Reviews habe ich seit dem letzten Tausender sechs mehr bekommen. War schon mal mehr, aber ich will mich auch nicht beschweren, denn so viel habe ich zugegebenermaßen nicht geschrieben. Und es ist immerhin einer mehr als letztes Mal.
Mal sehen, ob es den Rest des Monats besser geht. Und ja, Spelllord, ich arbeite bereits an dem Konstrukt für die Geschichte, die Du als zweiter Sieger des letzten Wettbewerbs (den zu 1.000 Reviews, zum Glück NICHT vom August) geschrieben bekommst. Diesmal fasse ich mich kürzer, versprochen. Und ich hoffe, es geht auch schneller. ^^V


Achtung, Textbaustein:
Und wenn ich schon mal dabei bin, Herrschaften, kündige ich gleich noch mal was an, damit es kein
Zurück gibt. Unter dem Titel "Die Legende der Mordenai" werde ich ein Fantasy-Projekt beginnen, das es ausnahmsweise mal nur zu kaufen gibt. Dies werde ich unregelmäßig updaten und als eBook veröffentlichen. Dabei strebe ich möglichst große Kapitel an bei einem Update, größer als mein gewohntes zwölf Seiten-Update. Wie ich es mir vergüten lasse, überlege ich mir noch, anfangs sicherlich veröffentliche ich für maximal einen Euro; wenn die Story sechzig oder hundert Seiten hat, erreicht sie ihren permanenten Festpreis, der auch mit weiteren Updates nicht steigen wird. Dies ist ein Experiment, mit dem ich sehen möchte, ob ich mittlerweile bekannt genug bin und oft genug gelesen werde, um mit einem Nur Kauf-Projekt Geld zu verdienen. Drückt mir die Daumen. Mehr dazu dann hier im Blog. Natürlich verkünde ich auch jedes Update hier.
Und nein, außer einem Schnuppertext werde ich nichts von der Legende der Mordenai frei veröffentlichen.



Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Meine neueste Arbeit nennt sich Hirudo und handelt von Vampir-Astronauten. Habe ich erstmal angefangen, um die Idee nicht aus den Augen zu verlieren. Erwartet viel von der Geschichte. ^^
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^
Textbaustein Ende.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Die Abschaltung von konventionellen Kraftwerken ist was?

Die Welt ist merkwürdig, finde ich. Zumindest, wenn man versucht, sie von der Warte eines Stromkonzerns in Deutschland zu sehen. Es gibt vier große Stromerzeuger in Deutschland, die wohl jeder kennt oder deren Namen man gehört hat: eOn, Vattenfall, EnBW und RWW. Diese vier Riesen stehen mittleren Betrieben gegenüber und dezentralen Versorgern, die ich unter "Stadtwerke" zusammenfassen möchte. Noch kleiner sind natürlich die bürgerlichen Genossenschaften, die in einem gemeinsamen Aufwand, ja, Kraftaufwand, Windenergie-, und Solarenergieprojekte aufgezogen haben.
Nun gab es ein Ereignis, nämlich im Jahr 2002, das Atomgesetz in der Novellierung von 2002, das den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie bis 2011 vorsah. Richtig, das wäre vor zwei Jahren gewesen.
Dann geschah das, worauf die Stromkonzerne eventuell gehofft haben: 2009 gewann Schwarz-Gelb, und es kam zur Novellierung von 2010, welche den Atomstrombetreibern großzügige Verlängerungen der Laufzeiten von bis zu vierzig Jahren gewährte... So mancher Heißsporn der Atomlobby wollte einige Kraftwerke sogar sechzig Jahre laufen lassen. Mit Absegnung von Mama Merkel.
Dann war das Touhoku-Erdbeben mit einer Stärke von 9.1 in Japan, mit anschließender, riesiger Tsunami, die in Japan alleine fast fünfhundert Quadratkilometer Landfläche überspülte, also Meilenweit ins Landesinnere eindrang. Die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kann angesichts dieser Tragödie nahezu vernachlässigt betrachtet werden, obwohl noch immer in dreißig Kilometer Umkreis rund um die havarierten sechs Blöcke des Kraftwerks mit der Radioaktivität und diversen radioaktiven Isotopen von z.B. Iod, Strontium und Cäsium nicht gerade gut Kirschen essen ist. Grund genug für Mama Merkel, nun um einhundertachtzig Grad zu drehen und das Atomgesetz 2011 erneut zu novellieren. Nun sollte die Kernkraftwerksindustrie in Deutschland nach einem Moratorium doch abgehandelt werden, und zwar bis 2022.
...sacken lassen.

Ich erinnere mich gut daran, wie hoch die Wellen der Debatte geschlagen waren: Deutschland drohe der Blackout, es scheine ja nicht den ganzen Tag die Sonne, erneuerbare Energien könnten nicht genug Strom liefern, einzig Atomkraftwerke laufen immer (solange es genug Wasser zur Kühlung gibt, wohlgemerkt), und, und, und. Nun laufen genau zu dieser Zeit neun Reaktorblöcke, wobei manche Standorte mehrere Reaktoren vorhalten, und dazu acht weitere Blöcke in Nichtleistungsbetrieb.
Tatsächlich gibt es so viel Strom, dass die Großen Vier lautstark darüber nachdenken, unrentable Kohle-, und Gaskraftwerke abzuschalten. Weil mehr Strom da ist, als gebraucht wird.
...sacken lassen.

Okay, ist schon klar, was die Stromkonzerne hier versuchen. Sie machen drauf aufmerksam, dass die Kraftwerke nicht rentabel sind und hoffen darauf, dass die Bundesregierung sie anweist, diese trotzdem in Reserve zu halten - was ihnen natürlich großzügig vergütet werden würde. Um die Netzstabilität zu gewährleisten, hieß es ja noch im Winter 2011, man müsse mindestens ein Kernkraftwerk in Reserve halten. Davon sprechen die Energiekonzerne heute nicht mehr.
Stattdessen wollen sie auf Staatskosten die Strommenge weiter reduzieren, die in Deutschland produziert wird.

Fazit: Tja, was haben wir hier also? Ich will mit meiner schlimmsten Befürchtung gleich ins Haus fallen: Deutschland hat all die Jahre viel zu viel Strom produziert. Sehr viel mehr als wir brauchen. Entweder wurden die Ausbauraten von erneuerbaren Energien hoffnungslos unterschätzt (wobei ich eines nicht verstehe: Wenn einer konstanten Nachfrage ein höheres Angebot gegenübersteht, sinkt der Preis für die Ware - warum geben die Stromkonzerne das nicht an den Endverbraucher weiter?), oder aber Deutschland - laut dieser Seite zahlen wir mit deutlichem Abstand den zweithöchsten Strompreis Europas mit 25,9 Euro pro 100Kw - produziert nicht nur zuviel Strom, sondern finanziert den Stromkonzernen den Export des Stroms ins europäische Ausland, wo er natürlich noch einmal bezahlt wird... Und das noch immer, denn, wie gesagt, die Großen Vier wollen ja weitere Kapazitäten abschalten, weil mehr als genug Strom zur Verfügung ist.
Und btw, die erneuerbaren Energien sind laut diesem Interview übrigens deutlich günstiger als Atomstrom...

Freitag, 12. Juli 2013

Geschafft! Der Equus Carnifex ist fertig

Nun, zumindest die Rohfassung der letzten beiden Kapitel, die ich gerade eingestellt habe. Den komplett überarbeiteten Text werde ich morgen oder Sonntag on stellen, dann ist der Equus Carnifex etwas spät, dafür aber bei zweiundachtzig Seiten mehr als viermal so groß wie versprochener Text für betty0815's Preis endlich fertig. Uff. Hat Spaß gemacht. Auch wenn es lange gedauert hat. Es ist viel mehr geworden, als ich eigentlich vorgehabt hatte. Und dadurch, dass ich mich nicht gezügelt habe, schob ich das Ende mehr und mehr vor mir her.
Ich hoffe, Dein Preis gefällt Dir, betty. ^^V

Aber des einen Ende ist des anderen Anfang. Wie eifrige Leser wissen, schreibe ich nicht nur rund dreißig Seiten die Woche (vorsichtig und konservativ geschätzt), sondern habe auch für eintausend Reviews auf Fanfiktion.de erneut einen Preis dieser Art ausgelotet. Damals hat Spelllord gewonnen. Er hat mir nach einigem Nachdenken auch ein Science Fiction-Konzept zugesandt, in dem er eine Geschichte sehen will. Ein sehr interessantes Konzept, bei dem mir durchaus die Finger jucken. Übrigens darf ich das Universum behalten, das hat er mir schon versprochen. ^^V
So, Spelllie, ich werde nicht sofort an die Arbeit gehen. Aber das Projekt steht ganz oben auf der Liste. Ich will schließlich den Rücken frei haben, wenn ich die Einhunderttausend Klicks erreiche und wieder großzügige Preise auslote. ^^b

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

4.444 Aufrufe auf Für den Kaiser

Am 06.03. waren es noch 4.000, nun hat Für den Kaiser auf Fanfiktion.de die Schnapszahl geknackt und damit auch schon fast den halben Weg zum nächsten Tausender zurückgelegt - und das obwohl die Serie abgeschlossen ist und ich durch Updates keine neuen Leser hinzugewinnen kann.
Damit ist dies meine beste eigene Geschichte, keine Fanfic, sogar noch besser als Belongo.
Meine Fanfics zu Perry Rhodan und Naruto, Ultimate Perry Rhodan und Konoha Side Stories, liegen noch darüber die Naruto-Fanfic dazu mit großem Abstand, zugegeben, aber immerhin sind beide Geschichten auch noch nicht abgeschlossen und kriegen ab und an ihre neue Leser ziehenden Updates. ^^

Nicht so schön: Die Zahl der Reviews ist mit sechzehn konstant geblieben. Die vielen Neuleser haben mir in vier Monaten nichts da gelassen, nur Klicks.

Wenn wir gerade beim Thema sind: Für den Kaiser Band eins gibt es als gedruckte Version hier und als eBook hier. Für den Kaiser Band zwei hier als gedruckte Version, hier als eBook.
Im Laufe des Sommers, August oder September, mache ich dann auch Buch vier fertig. Damit habe ich die Quadrologie gedruckt und als eBook komplett veröffentlicht. Dann ist dieses Projekt wirklich abgeschlossen. Abgesehen davon, dass ich immer noch nach schönen Titelbildern suche. Bis dahin bleibt es bei den Unifarbenen Covern.
Alle anderen Bücher von mir, die Ihr kaufen könnt, sind links oben in meinem Blog verlinkt. ^^V

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Dienstag, 9. Juli 2013

2.222 Klicks für Mein Gott, meine Göttin

Und wenn ich schon mal gerade am Bloggen bin: Am 17.04. waren es noch 2.000, nun habe ich die Schnapszahl erreicht. Mein Gott, meine Göttin wurde auf Fanfiktion.de eifrig geklickt.
Dazu kommen stattliche sechsunddreißig Reviews. Das ist nicht schlecht, wirklich nicht schlecht.
Die ersten vier Episoden, natürlich von mir überarbeitet, gibt es als eBook und gedrucktes Buch zu kaufen, btw, bei Buch zwei warte ich noch aufs Titelbild. Und seit ein paar Monaten hat die Version auf Fanfiktion.de auch ein neues Kapitel erhalten, das das baldige Ende einläuten wird. Eventuell.

Achtung, Textbaustein:
Kurzer Überblick über Mein Gott, meine Göttin: Ralf ist in einer Welt, in der Götter so alltäglich und real sind wie bei uns fotografierende japanische Touristen, so etwas, was man einen Atheisten nennt. Nein, er ist nicht so dumm zu behaupten, es gäbe keine Götter, wenn er jederzeit einen treffen kann. Er will nur keinen Gott haben. Denn das ist der Deal zwischen Menschen und Göttern. Die Menschen beten zu ihnen und dafür kümmern sich die Götter um die Menschen. Es könnte so schön sein, wären die Götter nicht menschlicher als die Menschen selbst, und Neid, Missgunst, Hass und Wut beherrscht sie ebensosehr wie Liebe, Mitgefühl, Verständnis und... Reue.
Makoto ist ein junger Gott des Erdelements, der seinen ersten Gläubigen sucht und in Ralf gefunden zu haben glaubt. Leider aber ist Ralf Atheist und leider hat sich Makoto noch immer nicht entschieden, ob er als Mann oder als Frau auftreten will. Ganz davon abgesehen, dass er Ralf aus Versehen tödlich verwundet hat. Und ohne Ralfs Hilfe kann Makoto ihn nicht retten. Abgesehen davon, dass das die kleinste ihrer gemeinsamen Schwierigkeiten ist...
Textbaustein Ende.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^

84.017 Klicks auf Fanfiktion.de

Nur fünf Reviews während dieses Tausenders, leider, gegenüber den neun vom vorigen Mal. Das hat mich ein wenig enttäuscht, vor allem weil Belongo und die Konoha Side Stories,beide im Zeitraum ein neues Kapitel gekriegt haben - eigentlich ein sicherer Kommi-Lieferant. Aber dafür hat es diesmal nur wieder neun Tage gedauert, bis der Tausender erreicht war. Solche Tage muss es eben auch geben. Zumindest bei Belongo liegt es vielleicht daran, dass ich da seit April nichts Neues mehr geschrieben hatte - andere Projekte hatten Vorrang und meine Leser haben die Geschichte ein wenig aus dem Fokus verloren, abgesehen von dreien. ^^
Na, ich will nicht lange jammern, dafür aber etwas ankündigen: Equus Carnifex, der Krimi um den Pferderipper im Leinebergland, kommt jetzt sicher mit dem nächsten Post zum Abschluss (hahahaha, ja, genau), und damit habe ich die Siegprämie von der 50.000er Verlosung für betty0815 übererfüllt. (Hat ja auch viel Spaß gemacht. ^^ )
Himmel, das war letztes Jahr am 05. August. Ich realisiere gerade, dass ich seither 34.000!!!! Klicks bekommen habe. Und damals habe ich mich noch über 632 Reviews gefreut...Heute sind es mit 1122 genau 490 mehr! 490!!! Und dann beschwere ich mich immer über zu wenig Feedback. Stattdessen wird es lawinenartig immer mehr!
Dafür kann ich nur ein großes, fettes Danke an Euch Leser aussprechen. Natürlich gibt es zur 100.000 auch wieder ein Gewinnspiel, versprochen. ^^ Aber bevor ich das tue, muss ich erst Spelllords Preis erfüllen: Zwanzig Seiten Geschichte nach seinen Vorgaben. Diesmal wirklich nur zwanzig Seiten, damit es nicht wieder so ausufert wie beim Equus Carnifex. ^^ Der hat nämlich jetzt schon dreiundsechzig Seiten...
Auf jeden Fall hat mir Spelllord ein sehr interessantes Datenblatt abgeliefert, das mir eine Story ermöglichen wird, die zu schreiben ebenso viel Spaß wie der Pferdemörder machen wird. Seid auf das Ergebnis gespannt. ^^

Und wenn ich schon mal dabei bin, Herrschaften, kündige ich gleich noch mal was an, damit es kein Zurück gibt. Unter dem Titel "Die Legende der Mordenai" werde ich ein Fantasy-Projekt beginnen, das es ausnahmsweise mal nur zu kaufen gibt. Dies werde ich unregelmäßig updaten und als eBook veröffentlichen. Dabei strebe ich möglichst große Kapitel an bei einem Update, größer als mein gewohntes zwölf Seiten-Update. Wie ich es mir vergüten lasse, überlege ich mir noch, anfangs sicherlich veröffentliche ich für maximal einen Euro; wenn die Story sechzig oder hundert Seiten hat, erreicht sie ihren permanenten Festpreis, der auch mit weiteren Updates nicht steigen wird. Dies ist ein Experiment, mit dem ich sehen möchte, ob ich mittlerweile bekannt genug bin und oft genug gelesen werde, um mit einem Nur Kauf-Projekt Geld zu verdienen. Drückt mir die Daumen. Mehr dazu dann hier im Blog. Natürlich verkünde ich auch jedes Update hier.
Und nein, außer einem Schnuppertext werde ich nichts von der Legende der Mordenai frei veröffentlichen.



Achtung, Textbaustein:
Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?
Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Meine neueste Arbeit nennt sich Hirudo und handelt von Vampir-Astronauten. Habe ich erstmal angefangen, um die Idee nicht aus den Augen zu verlieren. Erwartet viel von der Geschichte. ^^
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^
Textbaustein Ende.

Montag, 8. Juli 2013

Comic-Roll 3

Ja, es gibt noch mehr Web-Comics auf der Welt. Weit mehr als ich bereits vorgestellt habe. Sehr viele, die ich nicht verfolge. Sehr viele, die mich enttäuscht haben, weil sie irgendwann einmal abbrachen, ohne dass Autoren und Zeichner einen Grund nannten oder ein Lebenszeichen gaben. Passiert. Also konzentriere ich mich eben auf die, die laufen.

Flugs an dieser Stelle will ich noch keinen neuen Webcomic empfehlen, sondern auf die beiden Projekte von Sohmer und Lar hinweisen, die ich jeden Tag lese und auch keinen auslasse.
Das tue ich, damit wir einen schönen Anfang haben. ^^
Least I could do, handelt vom promiskuitiven Rayne Summers und seinem Freundeskreis - zu dem erstaunlicherweise auch Frauen gehören. Vornehmlich solche, die nicht mit ihm geschlafen haben.
Die Story geht unter die Gürtellinie, ist nicht immer das, was man politisch korrekt nennt, aber Rayne und seine Freunde sind Nerds. Richtige Nerds. Mit anderen Worten: Vertraut mir und schaut Euch den Webcomic an.
Täglicher Update, undurchbrochen. Und wird auch nicht unterbrochen werden.

Was uns auch schon zu Looking for Group bringt, einer Fantasy-Geschichte, die stark an WoW angelehnt ist, sich aber zunehmend davon emanzipiert hat. Im Prinzip handelt der Comic stark von der Kontroverse zweier sehr unterschiedlicher Charaktere. Da ist einmal Cale, der Elbe, unterwegs auf seiner Reise nach der Suche nach Gerechtigkeit, Harmonie, Völkerverständigung und das Gute an sich, und auf der anderen Seite der untote Hexenmeister Richard, der auf der Suche ist nach... Na ja, eigentlich sucht er nicht. Er ist eben ein zynischer, abgekarterter, gewissenloser und rücksichtsloser Mörder. Nein, nein, nicht was Ihr jetzt denkt. Die Intention des Webcomics ist Humor. Und selbst die extremsten Szenen sind doch irgendwie zum Lachen. Die Grenzen des Anstandes und des guten Geschmacks werden eher selten gesprengt - die Grenzen der Lachmuskeln hingegen öfters.
Updates Montag und Donnerstag.


Kommen wir mal zu den Neuvorstellungen.
Zuerst will ich hier Skullkicker nennen. Es geht im weitesten Sinne um Fantasy. Um ziemlich brutale, aber auch lustige Fantasy. Ein Zwerg und ein Mensch sind gemeinsam auf ihrer Tour durch ihren Realm. Und meistens ziehen sie dabei eine Blutspur hinter sich her. Man kann sie nicht kaufen, aber mieten. Ein paar Silberstücke reichen dafür, damit der Mensch Baldy (wegen seiner Glatze) seinen Revolver zieht, und Beardy (wegen seinem feuerroten Bart) seine Zwillingsäxte zückt. Zurück bleiben meist Chaos, Zerstörung und andere Verwüstungen. Und die beiden sind noch nicht einmal ansatzweise fertig. Nicht, solange es noch Bier zu trinken und Gold zu verdienen gibt.
Zweimal die Woche ein Update.

Greg handelt von den Freunden Greg und Ted. Beide etwas nerdisch, beide etwas mies gezeichnet. Aber der Autor sprudelt über vor guten Ideen und hat mir manch vergnügliche Momente beschert. Noch zu erwähnen ist: Promiskuitivität scheint in zu sein in amerikanischen Webcomics. Auch Ted ist so ein Typ: Gut aussehend, kräftig, ständig hinter Röcken her und manchmal auch erfolgreich. Mit Greg hingegen hat er einen Gegensatz, denn der arme Bursche wird nicht nur auf der Arbeit von seiner Vorgesetzten, der blonden Miss Lopez, hoffnungslos dominiert, das mit den Frauen im Allgemeinen will auch nicht so... Und ach ja, beide sind Nerds.
Unregelmäßiger Update, aber mindestens einmal die Woche.

Warnung an dieser Stelle: Lucy Purr's Imps beginnt mit sehr langweiligen zehn bis fünfzehn Seiten. Wer die aber durchhält, kriegt eine witzige, liebenswerte und charmante Geschichte über die sechsjährige Lucy erzählt, der durch einen Verwaltungsfehler in der Hölle die drei Geisseln Tear (Tränen), Pain (Schmerz) und Misfortune (Unglück) zur Seite gestellt werden. Da Auftrag nun mal Auftrag ist, dienen sie sich Lucy an und unterstützen sie in allen Belangen. Schade nur, dass eine Sechsjährige eher nicht dazu neigt, die Welt erobern zu wollen oder das Böse zu verbreiten. Dennoch scheinen die vier irgendwie zusammen zu gehören. Und für Lucy beginnt dank der dämonischen Kräfte der drei Imps eine Abfolge von Hochs und Tiefs im Leben, die sogar den Neustart des Maya-Kalenders berühren. Und ach ja, es GIBT einen Grund, warum man Pain und Kissinger nie zusammen auf einem Foto sieht... XD
Unregelmäßiger Update, aber mindestens einmal die Woche eine neue Folge.

Kommen wir zum Nerdigsten des Nerdigsten. Kommen wir zu Rod&Barry. Kommen wir zu den Königen der Nerds, die unter all den Nerds die Otakus sind. Zwei kleine, violette, haarlose Aliens, die den Auftrag haben, die Erde zu zerstören, aber sowas von. Doch was machen sie stattdessen? Lassen sich von der menschlichen Kultur anstecken und konsumieren, was der Markt an Comics, Rollenspielen, Filmen und TV-Serien hergibt. Und dann mischen sie manchmal auch noch "unerkannt" auf der Erde mit. Zumindest bis die große, blaue und gut gebaute Supreme Overlord ihnen auf die Schliche kommen wird...
Update, glaube ich, Montag und Donnerstag

Nicht ganz so nerdig, aber immer noch nerdig genug, sind diese Drei Panel-Strip-Comics Two Guys and Guy. Der Autor Wayne, der Wissenschaftler Frank (durchgeknallt und auf die Apokalypse hinarbeitend) und die extrem zynische Büroangestellte Guy leben in einer WG. Das Chaos ist vorprogrammiert, wenn drei so unterschiedliche Charaktere aufeinanderprallen, und die gute Guy lebt ihren Zynismus so gepflegt aus, dass ihr Psychiater eigens für sie eine neue Definition finden sollte.
Wichtig bei Two Guys and Guy ist, dass sich zwar Begebenheiten in den Comics wiederholen, so taucht Waynes fetter Cousin mehrfach auf, aber die Comics stehen alle für sich selbst. Bei manchen ist es wirklich besser so. Etwa, wenn Frank die Auswirkungen seines letzten Experiments beschreibt, der achtzig Prozent der Weltbevölkerung eliminiert hat, aber die Überlebenden berappeln sich schon wieder. Wäre da nicht der zweite Testlauf in acht Wochen...
Unregelmäßiger Update, aber mindestens einmal die Woche. Navigieren ist etwas fischig, aber es lohnt sich.

Für meine letzte Vorstellung muss ich etwas ausholen, denn er ist der einzige deutsche Webcomic, den ich heute vorstellen möchte. Er ist ebenfalls sehr nerdig und wird von einer Frau geschrieben und gezeichnet: Sarah Burrini. Der Titel: Das Leben ist kein Ponyhof.
Sarahs alter Ego erlebt in diesem Comic, der die Welt über den Alltag eines Comiczeichners aufklären (und durch Anzeigenschaltung eine PS3 finanzieren) soll, allerlei Abenteuer nahe des Skurrilen mit dem Elefanten Ngume, dem Zwergpony-Halbstarken Butterblume (kurz Butti) und dem wandernden Fliegenpilz El Pilzo. Später stößt noch Asmodius dazu, ein Spawn der Hölle, ein Wesen des Bösen, Beherrscher uralter verfluchter Kräfte und - ein Nerd.
Update Montag und Donnerstag.


Um das mal gesagt zu haben: Alle von mir vorgestellten Webcomics finde ich gut bis verdammt gut und lese sie regelmäßig. Zugegeben, die Häufung von nerdigen Webcomics ist bezeichnend. ^^ Aber ich stehe zu meinen Wurzeln.
Also, habt viel Spaß und versorgt die Webcomics mit Klicks und, wenn Ihr Euch traut, mit Kommentaren.
Ihr braucht übrigens teilweise recht gutes Englisch. Nur Sarah bietet zweisprachig an.

Sollte ich den einen oder anderen Comic schon erwähnt haben: Sorry. Schaut sie Euch trotzdem an.

Dienstag, 2. Juli 2013

Die TV Hören&Sehen enttäuscht in Ausgabe 24/2013 mit einem Homöopathie-Kotau

Schlecht kaschierte Werbung

Also, ich lese die TV ja regelmäßig. Vor allem wegen der Kolumne von Paulo Coelho und den Interwievs von Peter Scholl-Latour, der nachweislich nur drei Länder dieser Welt nicht besucht hat. Vornehmlich, weil sie nicht besiedelt oder frisch gegründet sind.
Und dann lese ich unkritische Artikel, die dem Mainstream hinterherpfeifen, so wie die Vorverurteilung des Kapitäns der Costa Concordia, der mich sehr enttäuscht hatte.
Oder den aktuellen Artikel: Natürlich abnehmen mit Homöopathie, der nicht nur keine Informationen bietet, sondern sogar verdummt.
Ich will das mal am Schlusswort festmachen, dass der zum Thema interviewte Dr. Markus Wiesenauer zum Besten gegeben hat: "Zu einer erfolgreichen homöopathischen Anwendung gehört aber auch eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und der Verzicht auf Genussmittel wie Schokolade oder Alkohol."
Das lasse ich mal kommentarlos so stehen und mache mit dem Rest des Artikels weiter.
Diese Globuli sollen ja wahre Wunderdinger sein, können sie doch den Appetit regeln, die Fettverbrennung, das Sättigungsgefühl, sollen den Körper anregen und "bestimmte" Schlankheitsprozesse in Gang bringen. All das praktisch ohne Nebenwirkungen und ohne Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Ein Wunder. Das muss es wohl sein, denn zwar sagt der Titel, Dr. Wiesenauer würde erklären, wie das genau funktioniert, doch Ahnung über das Thema hat er dann doch nicht, denn von Erklärungen sehe ich hier nichts. Und dann ist da noch der Untertitel im Index auf Seite fünf: Wir wissen nicht wie - aber sie funktioniert.
Dann wird der Artikel noch mit ein paar Buchstaben-Zahlencodes gewürzt. Beispiele sind Carduus marianus D4, Fucus D2, Zingiber D3, gefolgt von dem Hinweis, die Zahl hinter dem Namen gibt die Stärke des Präparats an. Je höher die Zahl, desto stärker wirke das Medikament.
Pause. Spätestens jetzt wäre mal die Zeit für ein klein wenig Ehrlichkeit gewesen. Auf Seite zwei zum Beispiel sind die Naturprodukte wie Artischocke, spanischer Pfeffer und Ingwer in den Stärken D3 bis maximal D6 angegeben. Das ärgert mich maßlos, ist doch D6 die letzte Dosierung, beziehungsweise Verdünnung, bei der im Präparat noch Spuren des ursprünglichen Präparats zu finden sind. Die Homöopathie aber bevorzugt Dinge wie D12. Für alle, die nicht wissen, was das bedeutet, sei es hier kurz erklärt und von mir zusammengefasst: Die Zahl hinter dem D bedeutet mit wieviel Wasser ein Wirkstoff verdünnt wurde. D3 bedeutet also, dass ein Tropfen Präparat mit eintausend Tropfen Wasser verdünnt wurde. D4 steht schon für zehntausend Tropfen, D6 für einhunderttausend Tropfen. Laut der homöopathischen Lehre eines Hahnemanns UND wie der Dr. Wiesenauer selbst sagt, ist die Wirkung höher, wenn defacto höher ist - also z.B. ein Tropfen Lösung auf das Wasser des Atlantiks, was einer D24-Dosierung entspricht.
Ich will hier jetzt nicht auf Hochpotenzen eingehen und auch nicht darüber meckern, dass Wasser sich nicht an ehemals enthaltene Wirkstoffe erinnern kann, wenn längst nichts mehr drin sein kann, weil Wasser keine Erinnerung hat, auch nicht durch klopfen, schütteln, rühren und im Mondlicht zubereiten. Ich will einfach nur wissen, warum nur Globuli in Potenzen empfohlen werden, die ein pflanzliches, medizinisch anerkanntes und wirksam dosiertes Arzneimittel bedeuten anstelle von Hochdosierungen, die doch so sehr Teil der Homöopathie sind - oder noch besser, ihr Sinn.
Und auch auf das Silime-Prinzip will ich nicht allzu sehr eingehen. Also, dass ein Mittel, das mir Fieberschübe beschert, gegen Fieber helfen muss... Ich will nur feststellen, dass die Homöopathie und besonders Dr. Wiesenauer hier Dosierungen als Homöopathie deklariert, die wirksame Natur-Arzneien darstellen. Und das ist nicht koscher. Vom Simile-Effekt lese ich gar nichts.
Es ist diese Vereinnahmung von Naturprodukten, die mich wütend macht. Und klar haben die eine Wirkung und damit auch eine Nebenwirkung.


Fazit: 

Mit Homöopathie hatte dieser Artikel nichts zu tun, aber auch rein gar nichts. Hier ging es nur um Naturprodukte, die in reiner Form und leicht verdünnt mit etwas Zucker konsumiert werden.
Leute, denkt doch mal nach: Alles, was es in den Medikamenten enthalten ist, kommt doch irgendwoher und wurde nicht aus Luft und Liebe erschaffen. All diese Wirkstoffe haben einen Teil ihrer Wurzeln in... Falsch, nicht der Homöopathie. In den Pflanzen, Leute, in den Pflanzen. Und klar haben dann Pflanzen wie die Zaubernuss und die Arnika eine Wirkung, sogar eine positive Wirkung. Auch Ingwer und Pfeffer.
Was also haben wir hier? Die TV enttäuscht hier mit einer nicht gekennzeichneten, unrecherchierten und zudem nach der homöopathischen Lehre auch noch falschen Werbung für Zuckerglobuli.
Ich wollte es nur mal sagen. Und, liebe TV Hören&Sehen, Kritik ist keine Kunst. An Schettino habt Ihr sie ja auch geübt.
Und vergesst nicht, liebe Leute: "Zu einer erfolgreichen homöopathischen Anwendung gehört aber auch eine gesunde Ernährung, viel Bewegung und der Verzicht auf Genussmittel wie Schokolade oder Alkohol."
Wenn man sich daran hält, müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn man nicht doch was abnimmt - trotz Globuli.

Montag, 1. Juli 2013

1.000 Klicks auf Sturmtruppen in der ersten Linie

Na, das ging ja mal fix. Gestern standen sie noch bei 992 Aufrufen, und heute beim Check sind es schon 1006. Sturmtruppen in der ersten Linie stürmen damit als achtzehnte Geschichte den vierstelligen Bereich. Dazu kommen sechsundzwanzig Reviews. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass ich die Geschichte aus einer Laune heraus Ende Dezember angefangen und Ende Januar das letzte Kapitel hinzugefügt habe... Ja, hier kommt auch noch was Neues, versprochen. Immerhin will ich mich als Rahmenhandlung an die Classic-Serie halten, und da gibt es noch einiges zu erzählen. ^^ Aber ich fange eben nicht sofort damit an. Da ist noch einiges mehr, was zuvor ein Update vertragen kann.
Doch im Moment bin ich erst einmal zufrieden. Und ich frage mich, wer sich da heute einmal durch alle Kapitel geklickt hat. ...und warum er oder sie keinen Review dagelassen hat. ^^°

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Sonntag, 30. Juni 2013

83.000 Aufrufe auf Fanfiktion.de - mit Volldampf zur 100.000!

Okay, diesmal waren es elf Tage, bis meine Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de den nächsten Eintausender erreicht haben.
Am 19. waren die 82.000 fällig, heute ist der 30. Aber ich zähle immerhin im Moment 1.117 Reviews, was immerhin neun mehr macht. Das ist insofern erstaunlich, dass ich im alten Rhythmus von erstaunlichen vierundzwanzig Tagen auch mal Zeiten hatte, wo ich keinen einzigen bekam. Heute kriege ich an fast jedem Tag einen. Und was noch auffällt: Reviews und Klicks purzeln dann besonders heftig, wenn ich eine Geschichte um ein Kapitel verlängere oder eine neue beginne. Also ehrlich, Leute, interessieren denn niemanden meine älteren Sachen? Auch da nehme ich Reviews immer gerne an. ^^ 

Achtung, Textbaustein:
Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?
Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Meine neueste Arbeit nennt sich Hirudo und handelt von Vampir-Astronauten. Habe ich erstmal angefangen, um die Idee nicht aus den Augen zu verlieren. Erwartet viel von der Geschichte. ^^
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^
Textbaustein Ende.

Freitag, 28. Juni 2013

Wir Deutschen sind noch da

Die Intention

Zugegeben, dieser Titel kann missinterpretiert werden. Aber ich versichere, dieser Blogpost wird sich anders entwickeln, als ein Missinterpret, der Schnurrbartpropaganda vermutet, erwartet.
Zuerst einmal möchte ich wieder auf das Buch über Geschichte hinweisen, das ich Dienstag erwähnt habe und das ich gerade lese. Ich bin mittlerweile beim Faschismus angekommen, genauer gesagt bei den Ideologien, Beweggründen und Möglichkeiten der Nationalsozialismus, markig und prägnant auch gerne mal als Nazitum abgekürzt. In Adolf Hitlers Machwerk "Mein Kampf" hat er viele Ideologien und die Ziele seiner Politik vorweggenommen. Ich möchte hier an dieser Stelle nicht allzu sehr auf seine "Blut und Boden"-Philosophien eingehen, die sogar mir Realschüler in der achten Klasse beigebracht worden sind, auch nicht auf fatale Dolchstoßlegende und wie die Nazis sie für ihre Sinne ausgenutzt haben. Und da ist durchaus noch das Kleinbürgertum zu nennen, die Bauernverbände, die Industrie, die Beamtenschaft und schließlich noch das Offizierskorps. All das konnte Hitler erfolgreich im Kampf gegen Sozialisten und - ja, jetzt kommt es - das Weltjudentum einspannen.
...sacken lassen.


Das Umfeld

Also, Hitler war Antisemit. Und damit stand er in einer furchtbar alten europäischen Tradition und konnte sich reichlich aus einem Pool an Vorurteilen, an Hörensagen, wilden Behauptungen und vor allem einer Tradition an Pogromen (Judenverfolgungen) bedienen und für seine Zwecke benutzen. Würde ich sagen, Antisemitismus war damals weiter verbreitet als heute und vor allem gesellschaftlich anerkannter, weil, irgendeinen Sündenbock für alles muss es ja geben, dann denke ich nicht, dass ich mit dieser Aussage übertreibe.
Aber Hitler geht noch weiter. Nicht nur, dass er den alltäglichen Antisemitismus für seine Zwecke genutzt, ja, geschürt hat... Indem er die Deutschen zu "Ariern" erklärt, ja, zur besten Rasse unter den Ariern und mit schlechtem Sozialdarwinismus zu legitimieren versucht (das Schwache muss dem Starken weichen; die fruchtbaren Schwarzböden der Ukraine müssen von Ariern bewirtschaftet werden; das Blut der Arier muss rein bleiben, usw, usf), indem er die Juden, das weltweite Judentum an sich zu allem Schlechten hochstilisiert, zum Weltfeind, der aufgehalten werden muss.. Indem er den kommenden Krieg als Krieg gegen die Juden herbeiredet, als ultimative Schlacht zwischen den guten Herrenmenschen, den Ariern, und den alles verseuchenden Untermenschen, dem Weltjudentum, treibt er die Propaganda, die Verleumdungen und den volkseinenden Aspekt eines gemeinsamen Feindes auf die Spitze. Und er gibt seinem Krieg eine Legitimation, eine Mission, die Recht und Gesetz, die Regeln und Anstand davon wischen, denn dem schlimmsten Feind von allem, der nicht zögert, dem Arier das Schlimmste anzutun, dem darf auch angetan werden, was einem sonst selbst blüht. Blah, blah, blah, und so weiter.


Wir sind noch da

Um es kurz zu machen: Wir Deutschen sind noch da. Das "arische" deutsche Volk, von Hitler herbeigeredet, hat den Krieg verloren. Und nach Hitlers Logik bedeutet verlieren, die Niederlage, dass man am Ende ist. Dass der Sieger mit dem Verlierer tut, was immer ihm beliebt. Und laut "Mein Kampf" ist dieses Ziel die Ausrottung der "Arier", die Vernichtung der Welt, und was einem noch an Propagandamüll einfällt, dem ein Josef Goebbels einfallen möchte. Sind wir ausgerottet? Wurden wir vernichtet? Hat man uns versklavt? Ich will alle drei Fragen mit Nein beantworten.


Fazit

Im Umkehrschluss bedeutet das schlicht und einfach Folgendes: Es gibt keinen Weltfeind, es gibt keinen unnachgiebigen Gegner, der die "Arier" ausrotten will. Es gibt kein Weltjudentum, das den Sieg zum Anlass unserer Ausrottung genommen hat. Hitler hatte, und das wird keinen wirklich verwundern, in keinem dieser Punkte Recht. So einfach ist das. Hitler war vor allem ein verbitterter Anhänger der Dolchstoßlegende, zudem Antisemit, weil das bequem und en vogue war, und als er einen Gegner brauchte, den eh alle gehasst haben, waren es eben die Juden. Obwohl die Kommunisten auch einen ziemlich guten Feind abgegeben hätten. Immerhin ist deren erklärtes Ziel die Weltrevolution.
Mit zwei Worten: Alles Quatsch. Der beste Beweis: All das, was dem Weltfeind in Deutschland und Polen, aber auch in Russland angetan wurde, führte nach der Niederlage nicht zur Vernichtung der Deutschen. Nicht einmal ansatzweise. Also ist die Stilisierung der Juden zur Weltgefahr einfach nur eine Riesendummheit.
Und dass sich die Ober-Nazis dabei nicht so sicher waren, wie gut die Riesendummheit funktioniert, ergab sich schon bei der Wannseekonferenz. Damals sagte einer der Teilnehmer zur Judenfrage, wer weiß ich nicht mehr, ungefähr sinngemäß: "Die Judenfrage muss eine komplette Lösung haben. Tun wir das nicht, hat zwar jeder Deutsche sein Feindbild, aber er sagt dann halt: Halt, den nicht, das ist mein Nachbar, der ist in Ordnung. Und schließlich hat jeder Jude seinen deutschen Fürsprecher, und wir haben nichts erreicht."


Traditionen

Was uns gleich zur nächsten Erkenntnis bringt: Antisemitismus hat eine große und lange Tradition in Europa, aber das macht ihn weder richtig, noch macht es ihn in auch nur einer Weise gut.
Und wie sagen die Tschechen doch immer? Alle Verallgemeinerungen sind gefährlich - auch diese.
In dem Sinne wenden wir uns dem wahren Feind der Menschheit zu: Geltungssucht, Borniertheit, Standesdünkel, Klassendenken, Rassismus. Sollte ich da was vergessen haben, schreibt es mir in die Kommentare.


Kleiner Nachtrag

Vieles von dem, was ich in dem Buch Abitur Wissen: Geschichte aus dem Weltbild-Verlag gelesen habe, haben auch meine Geschichtsbücher in der Realschule behandelt. Aber es wird eben nur ein Teil erwähnt, vielleicht die Hälfte. Wenn das mal hinkommt. Dazu wird in einer Ausführlichkeit berichtet, einer Detailtiefe, die mich verwundert, und die mich auch ärgert. Abiturienten erhalten, wenn sie sich denn auf ihr Lehrfach Geschichte einlassen, einen so umfassenden, einen so tiefgreifenden Einblick, kriegen ein solches Verständnis für Geschichte gelehrt, dass ich mich beinahe schäme, nur auf der Realschule gewesen zu sein. Ich muss daher davon ausgehen, dass Abiturienten in vielen, wenn nicht allen Fächern ein wesentlich besseres Rüstzeug mitgegeben wurde und wird.
Zum Beispiel die Bereiche des Buchs über Kapitalismus und Liberalismus und Sozialismus - super erklärt. Und dann blicke ich in den Bundestag, sehe die Kanzlerin und die Minister und wer sonst noch alles studiert hat und Abitur haben muss und eben dieses Wissen vermittelt bekommen haben muss... Und ich sehe sie die ganzen Fehler des neunzehnten Jahrhunderts einen nach dem anderen wiederholen.
Kann man es wissen und trotzdem mutwillig falsch machen? Augenscheinlich ja.
Im Bezug auf Antisemitismus (und hier möchte ich mich nicht mehr auf die Bundesregierung beziehen, btw.) erklärt es, warum es ihn immer noch gibt. Er ist nicht logisch, aber bequem.
(Kreationismus und intelligentes Design übrigens auch, wenn ich schon mal dabei bin.)

Dienstag, 25. Juni 2013

Industrielle Revolution - Gedanken und Parallelen

Die Problemstellung

Ihr wisst ja - zumindest die regelmäßigen Leser meines Blogs - dass ich sehr durch die Themen hüpfe. Ich schreibe, was mir gefällt oder was mich interessiert. Dabei gehe ich auch schon mal der Weltpolitik an die Gurgel. Obwohl, da brauchen wir uns nichts vorzumachen, der Weltpolitik nichts egaler sein könnte. Schon die Europa-Politik oder der deutsche Merkelismus sind erschreckend immun gegen meine berechtigten Argumente. Erst recht gegen die nicht berechtigten, die aber in der Minderheit sind.
Langer Rede, kurzer Sinn, ich lese gerade ein Geschichtsbuch. Es ist vom Weltbild Kolleg aus der Reihe Abitur Wissen. Das Fachgebiet ist Geschichte. Die überarbeitete Ausgabe ist von 1994. Etwas alt? Sicher. Aber da es sich um Geschichte handelt, ist da nur eine neunzehnjährige Lücke. Da das Buch seinen Schwerpunkt ab der französischen Revolution setzt, an dem für den Autor, Herr Friedrich Schultes, die Neuzeit begann, ist das zu vernachlässigen.
Beim Lesen des Buches bin ich auf ein paar wirklich erschreckende Parallelen gestoßen, die ich später ausführlich aufführen werde.
Zuerst aber möchte ich ein paar Fakten aus dem Buch nennen. Nicht wenige von Euch potentiellen Lesern werden die gleichen Parallelen und Zusammenhänge wie ich sehen. Aber es lohnt sich, bis zum Ende mit dem Fazit zu lesen, versprochen. Der Aspekt, den ich besonders beleuchten möchte, ist die Industrialisierung.


Historische Fakten

Wie gesagt geht Herr Schultes davon aus, dass mit der französischen Revolution die Neuzeit, oder vielmehr die Industrialisierung begann. Hierbei spielt die erste kostendeckend arbeitende, weil effiziente Dampfmaschine von James Watt die ausschlaggebende Rolle. Dampfmaschinen waren schon seit Jahrhunderten bekannt, aber da sie in der Preis-Nutzen-Rechnung durchwegs versagt hatten, konnten sie sich nicht wirklich durchsetzen.
Dadurch, dass er die Kondensation des Dampfes aus dem Kolben, den er antreiben sollte, in einen eigenen Kondensator verlagerte, funktionierten die Teile endlich so, wie sie sollten. Und es begann der Siegeszug der Dampfmaschine, der später durch den Otto-Motor von Nicolaus Otto abgelöst wurde: Benzin als Ölderivat war auf dem Vormarsch und ermöglichte wesentlich kleinere Motoren, die im Verbrennungsprinzip Kraft lieferten, nicht über den Umweg der Dampfbildung.
(Ich sehe jetzt gerade ein paar Leser die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ist da nicht was mit der Kernkraft? Wird da nicht auch mit der Hitze von den Brennstäben Dampf produziert, womit hochmoderne Turbinen betrieben werden? Gibt es nicht auch eine Art Otto-Motor für Kernenergie? Nein, gibt es nicht. Aber mich persönlich wundert, dass die Technik nie über den Druckwasserreaktor hinaus gekommen ist.)
Zugleich fielen zwei Ereignisse, die Europa für immer verändern sollten. Das erste Ereignis war die Einführung der flächendeckenden Impfung gegen Pocken. Die Kindersterblichkeit sank enorm, und in nur wenigen Jahren kam es in Deutschland und England zu erheblichen Bevölkerungszuwächsen.
Das zweite Ereignis war wahrscheinlich noch wichtiger. Justus von Liebig, deutscher Professor für Chemie, bewies die Düngewirkung z.B. von Salzen und begründete die moderne Agrikulturchemie. Dadurch erhöhten sich die Ernteerträge enorm und mehr Menschen konnten ernährt werden.
Soweit, so gut. Wir haben also eine Effizienzverbesserung in der beginnenden Industrie, weg von der Handarbeit, hin zur Nutzung von Maschinenkraft, die letztendlich in Henry Fords Fließbandarbeit mündete.
Etwa zur gleichen Zeit schritt die Kolonialisierung der Welt voran. Europas Industrien, allen voran England, erschlossen neue Absatzmärkte. Afrika wurde aufgeteilt, Asien als Kolonialgebiet oder als Markt eröffnet. Unter anderem erwähne ich hier die gewaltsame Öffnung des japanischen Absatzmarkts für ausländische Industrieprodukte durch Admiral Matthew Perry im Auftrag der USA. Nebenbei bemerkt führte dies zur Meiji-Restauration, also dem Ende der Samurai-Herrschaft, dem Ende des Bakufu genannten Regimes des Shogun, zur Öffnung für Industrie, westliche Fertigungsmethoden und westliche Medizin, was letztendlich zu Bevölkerungswachstum, mehr Wohlstand, wachsendem Wissen und der Industrialisierung Japans führte.
Aber ich gehe zu weit.
Zurück nach Europa. Die Landwirtschaft erwirtschaftete also mehr Produktivität, konnte mehr Menschen ernähren und es wurden immer weniger Menschen gebraucht, die die neuen Geräte bedienten. Die Zeiten, in denen zwanzig und mehr Knechte auf dem Kornboden mit Dreschflegeln auf die Getreidegarben einschlugen, gingen zu Ende. Mit einfachen Worten: Die bisher in der Landwirtschaft eingesetzten rund fünfzig Prozent der Bevölkerung wurden nicht in dem Maße gebraucht. Dazu kamen die Stein und Hardenbergsche Reformen, die unter anderem ein Ende der Leibeigenschaft der preußischen Bauern bedeutete. Dies sollte dazu dienen, u.a. das preußische Heer effizienter zu machen, nach rein französischem Vorbild, da von Stein und Co. annahmen, dass freie Bauern wesentlich effektiver kämpfen würden als Leibeigene. Der Schuss ging nach hinten los, denn viele Bauern verloren durch effektiven Lobbyismus einen Großteil ihres Landes an die Großgrundbesitzer, denen sie zuvor verpflichtet gewesen waren. Oftmals reichte das Land zur Bewirtschaftung nicht aus; die Stadtflucht setzte ein. Das Volk, in wenigen Jahren um zwanzig, dreißig Prozent gewachsen, drängte in die Städte und damit in die Industrie.


Zwischenfazit

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich absichtlich vereinfache, verallgemeinere. Zwar behandele ich nur einen begrenzten Aspekt der Geschichte, aber Herr Schultes hat ein ganzes Buch geschrieben. Es ist unmöglich, dies in einem simplen Blogeintrag wiederzugeben, will ich der Historie gerecht werden. Es lohnt sich in jedem Fall, den Links zur Wikipedia zu folgen und dort querzulesen, um ein Gefühl für die Materie zu entwickeln.
Ich mache derweil weiter mit meinem Geschichtsabriss.


Betrachtung der historischen Daten

Was also haben wir hier? Ein ganzes Heer an Ungelernten, das in die Städte zog und sich dort bessere Lebensbedingungen erhoffte. Arbeit, Anstellung, Entlohnung. Ein menschenwürdiges Leben. Wobei ein großer Teil dieser Menschen auch in die USA auswanderte, solange das neugegründete Land die freie Landnahme betrieb, um Einwanderer im großen Stil anzuziehen. Die Zahlen gingen massiv zurück, als die freie Landnahme endete.
Die sich entwickelnde Industrie hatte also ein wahres Heer an potentiellen Arbeitern vor sich. Durch Automatisierung von Prozessen wurden zudem immer weniger Arbeiter gebraucht. Und durch das Überangebot von Arbeitskräften sanken die Löhne. Teils widersetzten sich die Arbeiter den Modernisierungsprozessen, so wie die schlesischen Weber, die moderne Webstühle vernichteten, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten, obwohl diese ihnen nur ein Leben am Existenzminimum bescherten. Die preußische Armee beendete den Aufstand schnell und entschlossen.
Sicher, Reformgesetze, die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiter-Vereins, der schließlich zwangsläufig zur SPD führte, die Rückschläge durch die Sozialistengesetze, aber auch die Neuorganisation in Partei und Gewerkschaften, deren Mittel der Arbeitskampf war, taten später ihren Teil zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen.
Doch bis dahin sah es mau aus. Die Arbeit eines Mannes, oft vierzehn Stunden am Tag, reichte durch die Dumping-Löhne nicht dazu, eine Familie zu ernähren. Die Frau musste ebenfalls arbeiten, und dies zu vergleichsweise geringeren Löhnen. Also wurde auch die Kinderarbeit üblich, auf Kosten von Kindswohl und Bildung. Erwachsenen-Arbeitstage waren für Kinder keine Seltenheit, sondern die Norm. Als Negativ-Beispiele erwähne ich hier zwei Verwendungen von Kinderarbeit, die oft zum frühen Tod der Kinder führte:
Einmal war dies der Einsatz in den damaligen Bergwerken, wo Kinder aufgrund ihrer geringen Größe in engen Schächten eingesetzt wurden, wo sie Schwerstarbeit verrichten mussten.
Ein andernmal war da der Beruf des Schornsteinfegers, der, wenn nicht gleich den Panik-, Erstickungs-, oder Verletzungstod brachte, (bei Charles Dickens' Oliver Twist kann man nachlesen, wie Jungs oben in die Kamine gejagt wurden, um diese zu putzen. War der Chef der Meinung, der Bursche hätte lange genug Zeit im Kamin verbracht, zündete er ein rauchloses Feuer an, dessen Hitze den Jungen wieder raustreiben sollte. Manchmal war es nicht rauchlos, manchmal konnte der Junge nicht raus, weil er eingeklemmt war. Aber wozu damit belasten? Es gab unzählige Kinder in Reserve, die diese Arbeit verrichten konnten und mussten.) so doch den Tod durch Staublunge und Lungenkrebs, die die Arbeit in der feinen Asche nun mal mit sich brachte.
Und was war in der Industrie los? Dadurch, dass die Kinder von Industrie-Arbeitern mitarbeiteten - Ihr seht es richtig - wurde natürlich das Angebot an Arbeitskräften vergrößert, und als Folge sanken wieder einmal die Löhne, denn man konnte Jedermann jederzeit kündigen und neu einstellen; nur wer bereit war, mit seiner ganzen Familie am Existenzminimum zu arbeiten und zu leben, konnte auf ein sklavisches Dasein als Industriearbeiter hoffen. Oder er musste eben betteln gehen. In den 1830er Jahren in Berlin kamen auf drei Bürger ein Bettler.
Ja, die Lage wurde besser. Ja, das Leben der Menschen wurde besser. Und das, Herrschaften, verdanken wir zu großen Teilen der SPD, denn Industrie, Bürgertum und Adel, die damals meinungsgebend waren (Stichwort Dreiklassenwahlrecht), waren nicht am Wohl der Arbeiter interessiert, sondern an einer steigenden Rendite. Dementsprechend mussten sich die Arbeiter organisieren, als Proletariat, als eigene Bewegung, in Parteien und Gewerkschaften. Erst das brachte so etwas ähnliches wie eine klassenlose Gesellschaft. Und nein, ich denke nicht, dass Deutschland heutzutage klassenlos ist. Jemand hat mal gesagt - ich weiß nicht, ob ich es wortgemäß wiedergebe - dass das Zeichen einer klassenlosen Gesellschaft "nicht ist, wenn man neben dem Reichen Auto fährt, sondern wenn der Reiche neben einem im Bus sitzt".


Parallelen in der Dritten Welt

Kommen wir zu Teil zwei meiner Gedanken. Parallelen in unserer Zeit. Schauen wir mal kurz in die Dritte Welt, in die armen Länder der Erde, die gerade industrialisiert werden. Bangladesh. Erst kürzlich erschütterten Bilder und Nachrichten einer eingestürzten Textilfabrik, die auch für deutsche Einzelhandelsketten wie KiK und andere produzierte, mit mehreren hunderten Toten die Welt. Betroffen waren vor allem Frauen. Auch Kinderarbeit ist dort üblich.
Fällt jemandem etwas auf? Richtig. Wir haben die Situation, dass die Industrie im lohntechnisch billigeren Ausland fertigen lässt. Ein Arbeiter in Bangladesh kostet nur den Bruchteil eines Arbeiters in Deutschland. Und dennoch kann man die fertigen Waren in Deutschland verkaufen. Und weil man ja so billig verkaufen muss, um konkurrenzfähig zu sein, muss da doch was zu machen sein.
Wie war das doch gleich? Das Heer der Unqualifizierten zieht durch die Verbesserungen in Medizin und Landwirtschaft aus den Positionen in der Lebensmittelproduktion, wo es nicht mehr gebraucht wird, ab, und wendet sich der Stadt zu. Dadurch ergibt sich ein Überangebot an potentiellen Arbeitern. Die Löhne sinken. Und das tun sie so sehr, dass der Mann eine Familie nicht mehr ernähren kann. Die Frau muss ebenfalls arbeiten. Natürlich muss sie genauso hart arbeiten wie der Mann, kriegt aber weniger Lohn. Weil, und das ist der springende Punkt, durch die Ressource Frau natürlich die Arbeitsplätze wieder verknappt werden und die Löhne sinken, weil mehr Menschen bereit sind, für dieses Entgelt am Existenzminimums zu arbeiten. Und das ist noch nicht alles: Auch die Kinder müssen ran, um die Familie über Wasser zu halten, weil die Arbeit der Eltern nicht mehr reicht. Und oh weh, was passiert im armen Bangladesh? Durch die Kinderarbeit wird wieder die Arbeitsmarktsituation verschärft - die Löhne sinken.
Die Folge? Verelendung trotz Arbeit, Erhöhung des Analphabethentums und damit eine Bremse vor der Chance auf Bildung und eine Verbesserung der eigenen Situation. Und das ist nur ein Land von vielen, in denen internationale Firmen produzieren lassen. Unter anderem für den Absatzmarkt Europa, wo sie trotz der Billigproduktion im Ausland unter Ausbeutung ganzer Völkerscharen ihre hohe Rendite sichern. Warum wohl produziert Apple bei FoxConn? Nicht um Rendite zu machen, sondern um besonders viel Rendite zu machen.
(Die Lösung liegt natürlich für Bangladesh und die anderen ausgebeuteten Staaten der dritten Welt, aber auch für die FoxConn-Belegschaft in der Gründung starker Gewerkschaften. Es ist die einzige Möglichkeit für ein menschenwürdiges Leben, solange der Staat unter er Fuchtel der Industrie steht, anstatt es umgekehrt zu handhaben.)


Noch besser: Parallelen im heutigen Deutschland

Aber das ist noch nicht alles. Das ist noch nicht der ganze Bogen, denn dieses Spiel der Industrie wird auch gerade wieder mal in Deutschland gespielt und wird, solange unsere Gewerkschaften nicht vehement dagegen arbeiten, auch noch eine ganze Zeit so weitergehen.
Ich erinnere nur daran, dass das erste Jahrzehnt im neuen Jahrtausend geprägt war von Lohnverzicht zugunsten von Arbeitsplatzgarantien. Die Löhne sind nach und nach in Deutschland gefallen, während die Waren und Dienstleistungen im Preis gestiegen sind. Welcher Mann kann heutzutage den Lebensunterhalt der Familie alleine bestreiten? Oft genug muss die Frau ebenfalls arbeiten. Halbtags oder Vollzeit. Und hätten sie Kinder - wer kann sich heute denn schon noch Kinder leisten? - würden die ihren Teil dazu verdienen müssen, indem sie als Regaleinräumer im Supermarkt auf 400,-€ jobben gehen oder Zeitungen und Prospekte austeilen. Aber reicht diese künstliche Lohnreduktion der Industrie? Nein, natürlich nicht. Da, wo dem Vorstand eine starke Belegschaft gegenübersteht, die Abenteuer, Outsourcing und Produktionsmaximierung ohne Sinn und Verstand einen Riegel vorschiebt, reichen auf einmal geringere Renditen. Hauptsache, man ist im Plus.
Wo sie aber losgelassen, nützt auch die schwarze Zahl am Ende der Bilanz nichts. Denn dort, wo sie dürfen, da wird alles maximiert, Kosten werden gesenkt, Arbeitskosten auch, indem man die Belegschaft rauswirft und über einen Zeitarbeitsdienst zu billigeren Löhnen wieder einstellt, und dergleichen.
Oder es wird gleich dicht gemacht, weil eine industrielle Produktionsstelle, die nicht wesentlich mehr abwirft als das dicke schwarze Plus, "unrentabel" ist. Aus diesem Grund wird General Motors nach von Guttenbergs "Rettungsaktion" auch das Bochumer Opel-Werk schließen. Eine Entwicklung, die sich abgezeichnet hat, als der Ex-Minister noch für seine geniale Rettung und Hofierung des amerikanischen Mutterkonzerns gelobt wurde. Ehrlich, Opel wäre selbstständig besser dran. Und Bochum stünde nicht vor der Schließung.
Und weiß der Henker, was Opel mit den Subventionsmilliarden gemacht hat, die ihr zur Verfügung gestellt wurden.
Unter diesem Gesichtspunkt sollte man auch den Mindestlohn betrachten. Wenn Herr Rösler sagt, vier Euro seien eine gute Entlohnung und den Rest könne der Staat zuschießen, so ist das nichts weiter als die Verknappung aus den ersten Jahrzehnten des Industriezeitalters - nur mit anderen Methoden. Damit wird subventioniert und die Gemeinschaft trägt die Einsparungen der Industrie und fördert damit ihren Profit. Alleine deshalb geht der Weg nicht am Mindestlohn vorbei. Was die Industrie macht, wenn "der Markt alles reguliert", haben wir in den letzten Jahren oft genug gesehen. Wie oft ist die Börse kollabiert? Wann genau hat das Platzen der USA-Spekulationsblase eine weltweite Bankenkrise ausgelöst? Nein, Herrschaften, wenn sie losgelassen, geht es immer um Profit, um Renditensteigerung. Und ein Traditionsunternehmen in Deutschland mit einhundert Jahren Geschichte ist mit seinem Standort Deutschland auch nur so lange interessant, wie ein Großkonzern Vorteile hat oder in Deutschland bleiben MUß. Es ist abzusehen, dass der Name Opel z.B. ins Ausland abwandern wird, während die deutschen Werke nach und nach dem Rotstift zum Opfer fallen werden.
Ohne unsere sozialmarktwirtschaftliche Komponente, die ausgebaut, statt reduziert gehört (ja, ich rede hier tatsächlich gegen Privatisierung und für Verstaatlichung von Schlüsselunternehmen wie Post, Bahn und Strom, aber das ist was für einen eigenen Blogeintrag), und ohne starke Gewerkschaften stehen die normalen Arbeiter mit dem Rücken zur Wand. Und die Wand wird auch noch wegrationalisiert.
Noch geht es uns in Deutschland verhältnismäßig gut. Noch haben wir den höchsten je in Deutschland erreichten Lebensstandard. Noch haben Konservative und Liberale die amerikanischen Verhältnisse wie "Hire&Fire" nicht durchsetzen können. Noch nicht. Aber die Abwanderung unserer Arbeitsplätze ist sicher nicht nur ein feuchter Traum der Großindustrie.
Der Witz bei der ganzen Geschichte ist: Solche Firmen können sehr gut leben und ihre Arbeiter und Angestellten großzügig entlohnen, wie man z.B. an VW sieht. Und sie erwirtschaften auch gute Renditen. Es muss kein Lohndumping betrieben, keine Zeitarbeiter beschäftigt und keine Produktion ausgelagert werden. Nein, muss es wirklich nicht. Aber entweder sitzen dem Vorstand die unrealistische Renditeforderungen im Nacken (mal ganz ehrlich, jedes Jahr sieben Prozent Produktivitätssteigerung - wer soll das alles kaufen, und sollen Arbeiter und Angestellte umsonst arbeiten?), oder Banken haben übersteigerte Erwartungen für die gewährten Kredite zur Sicherung des Produktionsmittelankaufs. Das alles muss nicht sein. Und es kann auch relativ einfach von der Politik reguliert werden. Mindestlohn ist daher für diese übersteigerten Erwartungen reines Gift. Aber macht Euch darum keine Sorgen: Firmen, die ihre Arbeitsplätze in Deutschland abbauen und ins Ausland gehen, sobald der Mindestlohn Realität ist, hätten dies kurzfristig ohnehin getan.


Mein Fazit: 

Sehen wir den Fakten doch mal ins Auge und vergleichen wir sie mit den historischen Daten. Denn wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen, frei nach George Santayana. Und genau das steht uns bevor.
Wir erinnern uns, nach dem Ausverkauf der DDR-Betriebe für 'nen Appel und 'nen Ei an Westfirmen (diesen Wahn konnten nur wenige Betriebe überleben, so wie Zeiss und Rotkäppchen Sekt) jammerten deutsche Chefetagen, man möge doch mit Lohnforderungen das nächste Jahrzehnt moderat sein, um deutsche Arbeitsplätze zu sichern. Die Gewerkschaft war moderat, und was war die Folge? Die neuen Zeitarbeitsregeln, gedacht, um Geringqualifizierte und Randgruppen wie z.B. Arbeiter kurz vor dem Rentenalter wieder in Lohn und Brot zu bringen, wurden von der Industrie eigenwillig interpretiert und zur Verbesserung der Rendite verwendet (nicht zum Überleben) und fälschlich angewendet. Und auch der 400,-€-Job, ursprünglich dazu gedacht, die polnische Putzfrau (um es überspitzt auszudrücken) auf eine rechtliche Basis zu stellen, wucherte wild als Arbeitsgrundlage. So suchen NKD, KiK und dergleichen ihre Verkaufskräfte prinzipiell als 400,-€-Kräfte, weil der erste Job dieser Art keine Lohnnebenkosten fordert (oder, zumindest seit Merkels letztem Geniestreich, ein Butterbrot aus der Tasche des Arbeitnehmers). Zwei solche Jobs ersetzen eine Lohnnebenkostenpflichtige Teilzeitstelle und gehen somit auf Kosten der sozialen Kassen. Aber da es der Industrie dient, streuen die Regierungsparteien weiter brav Sand in die Augen der Bevölkerung und behalten die Regelungen brav bei, die einmal aus anderen Gründen und zu anderen Zwecken ins Leben gerufen worden waren.


Reale Gefahren

Ein letzter Punkt, über den ich diskutieren will, sind Elterngeld und Krippenplätze.
Vorweg möchte ich eines sagen: Ob nun der Mann das Geld verdient oder die Frau, ist nebensächlich. Auch die Entscheidung für oder gegen Kinder ist Sache des Einzelnen oder der Paare. Wenn eine Frau (oder der Hausmann) in einer Teilzeitstelle Erfüllung findet oder sogar ganztags arbeitet, damit das gemeinsame Geld für drei Urlaube im Jahr reicht, soll mir das recht sein. Was mir aber sauer aufstößt, das ist, dass, um bei einem einfachen Modell zu bleiben, die Frau in Teilzeit mitarbeiten muss, um die Familie über die Runden zu bringen. Oder sogar in Vollzeit, weil das Geld nicht reicht... Und damit wird natürlich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft. Viele Bewerber auf eine schlecht bezahlte Stelle ermöglichen es dem Arbeitgeber, diese Stelle noch schlechter zu entlohnen. Und je mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt dazukommen, desto größer wird die Flut arbeitswilliger Nichtverdiener, die auch mies bezahlte Jobs annehmen wie einen 400,-€-Job, einfach weil sie es müssen. Auch wenn vier dieser Jobs eine Vollzeitstelle mit vollen Lohnnebenkosten zerstören.
Und in diese Zeit will die CDU die Krippenplatzregelung einführen, damit Mütter ihre Kleinkinder abgeben können, um zu arbeiten... Und das nicht weil sie es so wollen, sondern weil es für die Ernährung der Familie die einzige Lösung ist.
Wenn jetzt auch noch die Kinder hinzugezogen werden, dann haben wir sie wieder, die Verhältnisse zu Beginn des industriellen Zeitalters. Nur kommt zu unserem Problem nicht nur die wachsende Zahl potentieller Arbeiter, aus denen Unternehmen schöpfen und Lohndumping betreiben können, sondern die noch weit unüberschaubarere Zahl an ungelernten Kräften im billigen Ausland.
Schätze, es wird Zeit, die soziale Marktwirtschaft zu retten und dem "sich selbst regulierenden freien Markt" endlich auf die Finger zu klopfen.
Seien wir ehrlich: Kapitalismus ist nur deshalb noch nicht furios gescheitert, weil immer wieder der Staat eingreift und ihn rettet. Und das brauchen wir nicht bis in alle Ewigkeit. Wirklich nicht.