Tja, was soll ich sagen? Nun hat meine Story Für den Kaiser auf Fanfiktion.de tatsächlich die zweite Schnapszahl geschafft und über zweitausendzweihundertzweiundzwanzig Aufrufe erreicht. Dabei ist der Text erstens recht lang - vier ausgewachsene Romane verbergen sich unter dem Link - und zweitens ist die Zweitausend gar nicht mal so lange her.
Wie sich das auf mein Book on Demand-Projekt auswirkt, wo ich den ersten der vier Romane verkaufe, werden wir sehen. Ein paar Verkäufe oder ein paar Downloads wären schon ganz nett. Man ist ja bescheiden. ^^ Wenn es sich lohnt, kommen die nachfolgenden drei Bände umso schneller, versprochen. ^^
Ansonsten, bleibt mir treu und lest mich weiterhin. Hier in meinem Blog, oder in meinen zahlreichen Geschichten.
Ach ja, bevor ich es vergesse, noch schnell ein brandaktuelles Thema hinterher geschoben: Die Welt geht unter!
Nein, KTG wird nicht zum neuen deutschen Kaiser ausgerufen, und Angela Merkel plant keine Fotostrecke für den Playboy. Die Lage ist viiiiel schlimmer!
Der Komet "Elenin" wird der Erde im Herbst sehr nahe kommen, und wir tauchen in seinen Schweif ein, oder werden alle vernichtet, oder beides. Warum? Weil der Komet kein Komet ist, sondern ein brauner Zwerg.
...sacken lassen.
*Seufz* *Doppel-Seufz* *Mega-Seufz*
Bevor ich auch nur ansatzweise auf diese neueste mögliche Vernichtung der Welt eingehe, hier ein simpler Fakt: Ein brauner Zwerg ist eine riesige Wasserstoffballung, die mindestens achtzehn mal größer als Jupiter ist. Es handelt sich hier um eine Protosonne, die nicht genügend Masse hatte, um die Kernfusion auszulösen; solch ein Monster von Format wäre am Nachthimmel neben dem Mond die hellste Lichtquelle. Außerdem hätte ein Gigant dieser Größenordnung durch seine Eigengravitation längst Einfluss auf die Planetenbahnen genommen.
*seufz* Elenin ist also definitiv KEIN brauner Zwerg. Das war der andere, der mit dem Schnurrbart, den er Chaplin geklaut hatte. Ihr wisst schon.
Was ist mit dem anderen Hinweis, dass die Welt untergeht?
Tja, da müssen sich die Mayas aber ganz schön verrechnet haben. Elenin kommt ein Jahr zu früh vorbei. Und er wird der Erde auch nicht besonders nahe kommen, nicht einmal nach kosmischen Maßstäben. Dass die Erde durch seinen Schweif treten könnte, gibt nur zu einer Sorge Anlass: Werden wir dann eine klare Nacht haben, damit wir - wie bei den Leoniden und den Perseiden - den Sternschnuppenschauer beobachten können?
Abgesehen davon scheint Elenin zu langsam und zu klein zu sein, um die Erde selbst bei einem Einschlag, DER NICHT STATTFINDEN WIRD, zu gefährden. Ein ganz normaler Komet, den wir im Herbst hoffentlich bei klarer Nacht ein paar Wochen beobachten können... Schön wäre es ja.
Also, geht die Welt unter? Ja, spätestens in drei Milliarden Jahren, wenn sich unsere Sonne zum Roten Riesen aufblähen wird. In naher Zukunft? Weiß man nicht so genau, aber die Wahrscheinlichkeit tendiert stark gegen Null.
Mache ich mich hier zum Erfüllungsgehilfen jene Verschwörung, die uns die Vernichtung der Welt durch Elenin verheimlichen will? Eher nicht, denn die wichtigsten Fakten sind auch für Laien nachprüfbar. Das wichtigste Argument, die Brauner Zwerg-Geschichte, steht für einen einigermaßen belesenen und der Wikipedia mächtigen Menschen, vollkommen außer Frage, da man weiß oder schnell erfährt, WAS ein Brauner Zwerg eigentlich ist: Eine zu klein geratene Protosonne. Und das Ding ist wahrlich NICHT zu übersehen. Die letzten Nächte war es zwar bewölkt, aber ein zweiter Stern im System wäre bestimmt irgendjemanden aufgefallen, bei dem es nicht bewölkt war. Absoluter Quatsch. Hirnrissiger Unsinn. Der Rest ist auch nicht viel besser.
Ich erinnere nur an den Berner Teilchenbeschleuniger, der Schwarze Löcher produzieren könnte, den CERN. Alle Verschwörungstheoretiker stürzten sich auf den Begriff "Schwarze Löcher", und prophezeiten das Ende der Welt.
Was die Forscher vom CERN aber meinten, waren Singularitäten, die für ein paar Mikrosekunden existieren könnten, und dann in sich selbst kollabieren würden. Zu kurz, um der Erde oder gar dem Teilchenbeschleuniger zu schaden. Und nicht massereich genug, um tatsächlich ein Schwarzes Loch zu sein. Denn dieses, wir wissen es ja alle, hat ein Vielfaches der Masse unserer Sonne und ist so kompakt, dass es sein eigenes Licht wieder anzieht. So ein Ding wäre natürlich übel. Haben wir aber nicht. Genauso wenig wie einen Braunen Zwerg, der als Komet getarnt unser Sonnensystem durchquert.
Aber manche wollen halt glauben, dass die Welt zerstört wird, und das möglichst bald. Warum? Ehrlich gesagt möchte ich das gar nicht erst wissen. ^^°°°
Nachtrag am 15.08.2011: Wie ich festgestellt habe, haben viele der Anhänger der "Brauner Zwerg"-Idee absolut KEINE Ahnung von Astronomie. Viele setzen die Koma des Kometen mit ihm selbst gleich, und wissen nicht das Mindeste über die Dichte derselben, geschweige denn des Schweifs.
Also nochmal für die Simpelmaten unter Euch: Eine Sonne, oder zumindest ein Brauner Zwerg besteht aus superkompakt gepackter Materie. Ein Kubikzentimeter kann da schon mal nach Art des Sterns Dutzende Tonnen wiegen. Die Koma eines Kometen, beziehungsweise der Schweif desselben hat praktisch gar keine Dichte. Es ist also richtig, wenn man sagt, dass der Komet als Ganzes die achtzehnfache Größe der Venus hat.... Allerdings auch nur ein Milliardenstel des Gewichts. Der Schweif, auch die Koma eines Kometen, sind einfach nur ultrafein verteilter Staub.
Oder anders ausgedrückt: Eine von meinem Auto angeleuchtete Nebelwand leuchtet, aber ich kann sie ohne Schaden durchfahren, weil sie keine nennenswerte Dichte hat. Das Gleiche gilt für Koma und Schweif eines Kometen.
Was wieder mal beweist: Größe ist eben nicht alles. Auch nicht im Weltall. XD
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