Samstag, 26. November 2011

2222 schon wieder

Schnapszahlen sind für mich immer besonders erfreulich, gerade wenn es um meine Geschichten auf Fanfiktion.de geht. Bedeutet es doch, dass ich was positives über Geschichten aus meiner Feder zu bloggen habe.
Die heutige Schnapszahl 2222 hat eine meiner begehrtesten Geschichten ereilt - Ultimate Perry Rhodan erreicht zweitausendzweihundertzweiundzwanzig Aufrufe und erfreut sich damit großer Beliebtheit. Zudem weist die Geschichte zehn Reviews auf. Das klingt jetzt nicht so viel, aber da die Reviewer mit meiner Arbeit zufrieden sind, bin ich es auch mit den Reviews. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch mehr werden dürfen. ^^

Lest mich weiter und bleibt mir treu.

Donnerstag, 24. November 2011

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!

Und ich möchte hinzufügen: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!! Und: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!! AAAAAAAAAAA!! AAAAAAAAAAAAAA!!!!
Da fasse ich mir doch an den Kopf! Karl Theodor zu Guttenberg betreibt fleißig seine Legendenbildung, und die ZEIT geht ihm auch noch zur Hand!!! Im Interview mit der ZEIT sagt er so schöne Sachen wie: "Ich habe Fehler gemacht", und: "Es war kein Betrug."
Im weiteren Verlauf des Interviews erzählt er, wie er "interessante Passagen sofort kopiert, herunter geladen und gespeichert hat", und kommt schließlich zu dem Schluss: Zitatanfang "Ich wusste offensichtlich später auch nicht mehr, an welchem Text ich selbst bereits gearbeitet hatte, welcher Text mein eigener und welcher möglicherweise ein Fremdtext war, insbesondere beim Zusammenfügen dieser Bruchstücke." Zitat Ende.

Oookay, ich habe noch nie eine Arbeit für die Uni geschrieben, noch nie ein Staatsexamen abgegeben oder gar das Zweite Staatsexamen (Guttenberg aber auch nicht), und ich habe nie eine Doktorarbeit geschrieben. Aber wenn ich lese, wie sich der gute Gutti hier raus windet, mit dem Elan und dem Schleim der gemeinen Nacktschnecke, indem er dann auch noch tränendrückerisch sagt: Zitatanfang "Das politische Leben hat mich nicht überfordert, wohl aber die parallele wissenschaftliche Arbeit." Zitat Ende Dann ist uns wohl allen klar, was das bedeutet: Nehmt mich nicht als Doktor, nehmt mich aber als Politiker.

...sacken lassen.

Also, lieber KTG, eines vorweg. Ich habe einiges gelernt, seit Sie mit diesem miesen Plagiatsstück aufgeflogen sind: Richtiges Zitieren lernt jeder Student im Ersten Semester. Wer das nicht beherzigt, der kriegt von seinem Professor ordentlich eines auf die Finger. Wer den Mist in der Doktorarbeit abliefert, muss mit scharfen Konsequenzen rechnen! Gerade WEIL die akademische Welt von der Arbeit anderer lebt, muss hier klar abgegrenzt werden: Was sind meine Gedanken, was die Gedanken anderer? Wer das NICHT KANN, der hat im Studium nichts verloren und sollte auch keine Doktorarbeit abgeben. Schon gar nicht ohne Zweites Staatsexamen. Und man sollte dann auch NICHT BEANTRAGEN, den Doktortitel schon vorab führen zu dürfen.
Und, KTG, eine Frage: Wieso beeinträchtigte die Belastung Ihre politische Arbeit nicht? Überlastung SUCHT SICH NICHT AUS, WAS sie überlastet. Sie sind offensichtlich mit akademischen Leistungen überfordert, nicht in der Lage, einen Betrug als solchen auch zuzugeben (verständlich, wenn er selbst vor der Presse sagt, dass er erst nach den Vorwürfen selbst in seine Dissertation rein gesehen hat... Oh, wie viel Wahrheit steckt doch in diesen Worten), nicht in der Lage, sich zu entschuldigen, nicht in der Lage, neu anzufangen, wohl aber in der Lage, die Sache aussitzen zu wollen.

Ich fasse zusammen: Mieser Akademiker, der nicht mal die Grundlagen beherrscht, die zehntausende Doktoren in Deutschland beachten mussten.
Mieser Politiker, der effekthaschend in Afghanistan in einem sicheren Gebiet für die Kameras, die er selbst mitgebracht hat, mit kugelsicherer Weste herumlief.
Mieser Verlierer, der mehr Bestürzung darüber gezeigt hat, erwischt worden zu sein, als über den Grund dafür: seinen Betrug.
Alles in allem: Ich werde Sie nicht wählen. Und ich weiß, dass Sie sich winden und versuchen, durch Lügen und Halbwahrheiten wieder auf die politische Bühne Deutschlands zurück zu kommen. Und Sie glauben, dann ist alles wieder gut. Warum? Weil Sie da oben und reich sind, und wir hier unten und arm?

Ich will Ihnen mal etwas sagen: Zwar sind auch Doktoren nur auf ihrem eigenen Gebiet Doktoren, aber die Doktoren, die ich kenne, halten sich wenigstens nicht für unfehlbar und unanfechtbar, geschweige denn sakrosant. Es sind Menschen.
Sie sind Ken. Genau, der aus der Barbie-Serie. Eine nicht mal besonders hübsche Kunstfigur.
Ich mag Sie nicht, und das wird sich nie ändern. Und jedes Mal, wenn Sie an Ihrer Legende stricken, und versuchen, Ihren Betrug zu rechtfertigen oder zu verdrehen, stehe ich bereit, um jeden, der meinen Blog liest, daran zu erinnern, WAS Sie getan haben. Und wie.

Ich persönlich gebe Ihnen eine letzte Chance, KTG. Ehrlich zugeben, dass Sie beschissen haben. Die Ausrede mit dem "herunterladen und vergessen" ist ein zweischneidiges Schwert und könnte dazu führen, dass man Sie für einen Idioten hält. Oder ehrlich zugeben, dass Sie haben schreiben lassen. Das macht Sie zwar nicht zu einem besseren Politiker, oder gar einem besseren Menschen, aber Sie übernehmen Verantwortung... Was Ihnen ansonsten ja fremd zu sein scheint.
Tun Sie das nicht, nun, ich bin nicht der einzige Blogger, der hofft, dass es auch Politiker gibt, denen man vertrauen kann. Als Kommunalpolitiker ist mir das sogar ein persönliches Anliegen. Und Sie tun nichts Gutes für unsere Zunft.

Ach, Scheiß auf die Chance. Jemand der sich so raus redet und so windet, will nicht Vergebung, er will Konfetti. Ich traue Ihnen nicht, KTG. Und das werde ich sagen, solange wie Sie ein öffentliches Amt zu erreichen versuchen, dass Menschen wie mich Ihren unfähigen Händen ausliefert.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Blogger von nebenan.

P.S.: Hier noch ein netter Tagesschau-Kommentar.

Dienstag, 22. November 2011

Wissen ist Macht, Glauben ist Ohnmacht - Klimawandel eine Glaubensfrage?

Seit etwa zwei Jahren twittere ich. Seit einem knappen Monat habe ich ein Tool gefunden, mit dem ich tatsächlich Twitter nicht nur für die Verbreitung meiner Tweeds nutzen, sondern auch mitlesen kann.
Vor etwa einer Stunde fiel mir dann ein Tweed von @Newstopaktuell auf, der zu diesem Artikel führte.
Das Besondere an diesem Artikel ist seine Engstirnigkeit. Das "Ende der Klimalüge" wird hier herbei geredet.
Ich möchte mich mit dem Thema nicht zu sehr auseinandersetzen, weil mir der Klimarat IPCC überhaupt nichts sagt. Wohl aber zu dem Artikel selbst, der vor Fehlern, Lügen und Ignoranz nur so strotzt.
Ich arbeite diesen Blödsinn mal Punkt für Punkt ab.

1) Die australische Zeitung The Australian titelte: "The IPCC has ben wrong for the past fifteen years!"
(Die IPCC hat sich die ganzen letzten fünfzehn Jahre geirrt!)
...sacken lassen.
Nun ist es schon mal sehr sensationsheischend, eine Zeitung als Beleg für diese Aussage zu nehmen anstelle einer zitierfähigen wissenschaftlichen Arbeit. Zudem auch noch eine, die dem in letzter Zeit in erhebliche Kritik geratenen Medienmogul Rupert Murdoch gehört, der für Sensationen, nicht aber unbedingt für die Wahrheitsfindung bekannt ist. Es ist dabei aber besonders dämlich, wenn @Newstopaktuell auf den Diskussionsthread verlinkt, nicht auf den Zeitungsartikel selbst.
Verlinkung auf belegbare Quellen habe ich nicht gefunden. Ergo: Unglaubwürdige Berichterstattung.

2) "Klimalügner IPCC am Ende"
...sacken lassen.
Die IPCC ist ein Konglomerat von Fachleuten und Wissenschaftlern, die die neuesten Erkenntnisse über das Weltklima referieren und Empfehlungen geben. Die IPCC schreibt selbst nicht auf ihrer Homepage, fünfzehn Jahre falsch gelegen zu haben oder räumt Teilaspekte ein. Klarer Fall von träumerischem Wunschdenken. So wird definitiv KEIN Journalismus gemacht. Abgesehen davon, dass die IPCC nicht von den Journalisten mit dieser "Tatsache" konfrontiert wurde, wie es gute Journalisten, die nicht für Murdoch arbeiten, getan hätten.

3) Als Beleg für die Behauptung, der Treibhauseffekt existiere gar nicht, werden Wissenschaftler erwähnt, die "schon vor hundert Jahren" belegt haben, dass es den Treibhauseffekt nicht gibt, nicht geben kann.
...sacken lassen.
Schon vor hundert Jahren hat man auch die Homöopathie als nicht funktionierenden Schwachsinn erkannt, und dennoch hat sie sich gehalten.
Bei der Klimaforschung sieht es jedoch anders aus. Vor einhundert Jahren hatten Wissenschaftler weder Wettersatelliten, noch weltweite Messstationen, also unsere heutigen Möglichkeiten. Anders ausgedrückt: Schon vor hundert Jahren können sich Wissenschaftler geirrt haben. Und ihnen haben definitiv die Daten von heute gefehlt. Das ist unumstößlich.

4) Der sogenannte "Treibhauseffekt" ist nichts anderes als wissenschaftlich verbrämter Unsinn.
...sacken lassen.
Da wird also ein Themenfeld der Wissenschaft, an der laut Wikipedia seit fünfzig Jahren geforscht wird, mal eben als null und nichtig, wissenschaftliche Spinnerei abgetan.
Der Treibhauseffekt ist eine Wechselwirkung zwischen bestimmten, vermehrt auftretenden Gasen und Sonnenstrahlung. Das kann man mögen oder hassen, wegreden geht allerdings nicht. Außer, man wird dafür bezahlt. Aber Wissenschaft besteht nicht aus Glauben, sondern aus Wissen. Und wir wissen, wo diese Gase sind, was sie bewirken und wie sie es tun. Der Rest ist Messarbeit und Datenauswertung.

5) Für diesen Punkt muss ich zitieren: "Laut Klima(l)ügnern sollte das Spurengas CO2 (atmosphärischer Gehalt: nur 0,0385 Prozent) nun diese von der Erde abgstrahlte Wärmeenergie absorbieren. Das Dumme dabei ist, dass CO2 das gar nicht kann! CO2 ist nämlich nur bei minus 73,5 und weniger Grad Celsius zur Absorbtion von Energie in der Lage. Was vom Erdkörper abgestrahlt wird, ist aber deutlich wohltemperierter und somit für CO2 in tieferen atmosphärischen Schichten gar nicht absorbierbar, da es dort nicht kalt genug ist."
...sacken lassen.
Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben, um ein paar Tatsachen zu verdrehen, sprich sich die Wirklichkeit wie gute Kreationisten zurecht zu biegen und physikalische Erkenntnisse gegen die Wissenschaft zu verwenden.
Selbst ich als Laie weiß, dass es NICHT darum geht, dass CO2 in der Atmosphäre Wärme ABSORBIERT. Das wäre in zehn, zwanzig und mehr Kilometern Höhe, wo automatisch Minusgrade herrschen, vielleicht auch ein wenig viel verlangt.
Tatsächlich aber geht es darum, dass Gase wie CO2 zwar Wärmestrahlung auf die Erde lassen, jedoch die Wiederreflexion ins All behindern. Dass diese Gase Wärmestrahlung speichern sollen, ist Blödsinn. So funktioniert die Aufheizung der Erde nicht.
Das hätte ein guter Journalist herausgefunden, mit einem Klick auf Wikipedia.

Ein richtig guter Journalist jedoch kennt all diese Fakten, verdreht sie, und schreibt ein Rupert Murdoch-Pamphlet gegen die Wissenschaft und gegen die wissenschaftliche Forschung zum Klimawandel.

...sacken lassen.
News Top Aktuell, das war eine miese Leistung für Journalisten. Oder es war eine exzellente, hoffentlich bezahlte Lobby-Auftragsarbeit. In beiden Fällen: Setzen, sechs.
Tatsächlich bin ich kein Verfechter des von Menschen verursachten Treibhauseffekts und der damit zusammenhängenden globalen Erwärmung. Nein, sicher nicht.
Stattdessen weiß ich, dass sich die Erde periodisch, in einem Zeitraum, den ich jetzt nicht im Kopf habe (der aber sechshundert bis eintausend Jahre andauern kann, ich recherchiere das noch mal), um ein bis zwei Grad erwärmt und wieder abkühlt. Das liegt vor allem daran, dass wir uns mitten in einer sogenannten Interglaziale befinden, der warmen Phase einer Eiszeit, und Schwankungen in der Welttemperatur über einen großen Zeitraum sind da vollkommen normal. Und, daran möchte ich auch kurz erinnern, zur Römerzeit galt Germanien als noch unwirtlicher und kälter, während sich um 900 herum norwegische Bauern auf dem warmen und fruchtbaren Grönland niederließen. Tatsächlich war das Eis der Antarktis dann zu Cooks Zeiten ein noch gewaltigeres Bollwerk und der Nil fror zu, als wir den letzten Tiefpunkt erreicht hatten. Dies mal als Ansatz für ein Zeitfenster für Erwärmung und Abkühlung.
Nun streben die Temperaturen wieder nach oben, und ich weiß noch nicht, wann wir die aktuelle Spitze erreichen werden. Tatsache ist jedenfalls, dass es die Erderwärmung gibt. Tatsache ist auch, dass der Mensch die Erderwärmung u.a. mit Klimagasen begünstigt. Da wir aber erst seit rund einhundertfünfzig Jahren das Wetter effektiv beobachten, wird noch viel Forschung notwendig sein, um die natürliche Erwärmung und den Anteil von Menschenhand zu bestimmen. Soweit mein eigenes Wissen zum Thema.
...sacken lassen.


Fazit: Es gibt die globale Erwärmung. Sie mit Blick auf das nicht existente "Klimagate" wegreden zu wollen, oder mit Hinweis darauf, dass "der Treibhauseffekt gar nicht funktionieren kann", nur weil sie Wirtschaftsinteressen stört, ist dumm, leichtfertig und wird für die gleichen Wirtschaftsinteressen horrende Kosten verursachen. Wie ich schon sagte, halte ich den menschlichen Anteil an der Erwärmung für nicht gleichbedeutend mit der Gesamterwärmung, um es schwammig zu sagen. Jeder Journalist, jeder Wissenschaftler, der sagt, es gibt keine globale Erwärmung, hat entweder von Klimaforschung, Geologie, Meteorologie oder wenigstens rationaler Wissenschaft keine Ahnung (was bei Journalisten eventuell verzeihbar wäre - eventuell), oder sie lügen ganz bewusst.
Deshalb, liebe @Newstopaktuell: Ihr seid mir schon mehrfach negativ aufgefallen. Noch so ein Propaganda-Ding, und Ihr seid entfolgt. Wer sich als Journalist ausgibt, muss auch als Journalist arbeiten.
Selbstredend werde ich dann auch all meinen Followern die Entfolgung empfehlen.
Es kann NICHT angehen, dass ich Laie EURE journalistische Arbeit machen muss, um die Welt vor Dummheit zu bewahren.

Samstag, 19. November 2011

33.333

Es ist mal wieder soweit. Schnapszahl! Wenige Tage nach dem letzten Tausender verzeichne ich dreiunddreißigtausenddreihundertunddreiunddreißig Aufrufe auf meiner Seite. Na, wenn das nicht mal einen Blogeintrag über Fanfiktion.de wert ist...

Was mich zu einem anderen Thema bringt. Ich bin ja nicht der einzige, den höhere Klickzahlen und mehr Kommentare freuen. Ein mittlerweile guter Freund von mir, der Autor Stinkstiefel, hat eine geniale alternative Stargate-Geschichte namens Projekt Killian geschrieben, nicht abgeschlossen, die Jahre vor dem Spielfilm ansetzt, und dazu... in Deutschland. Ich habe es gerne gelesen, und ich denke, wenn er mehr Klicks kriegt, dann kommt auch bald die Fortsetzung. Also, Leute, schaut mal rein, wenn Ihr eine unabhängige Story im Stargateversum lesen möchtet. Ich empfehle sie nachdrücklich.

Donnerstag, 17. November 2011

He's back - und wir haben ihn nicht vergessen!

Tja, es ist also soweit. Karl Theodor und so weiter zu Guttenberg traut sich das erste Mal seit seinem Rücktritt und seiner Flucht nach Amerika wieder zu einem öffentlichen Auftritt. Laut dem Handelsblatt soll er auf einem Sicherheitskongress in Halifax, Kanada, eine Rede zum Thema Weltwirtschaftskrise halten.
...sacken lassen.

Nur noch einmal zur Erinnerung an den Themenkomplex: KTG ist im März als Verteidigungsminister zurückgetreten, weil ihm "die feige Linke und die heuchlerische anonyme Schwarmintelligenz im Internet" (ironische Hervorhebung von mir) nachweisen konnte, dass er nicht nur über die Hälfte seiner Doktorarbeit geklaut hatte, sondern sogar für das Fazit Fremdtexte verwendet hat - was den Sinn des Fazits ad absurdum geführt hat.
Darauf, dass er mit nur einem Staatsexamen mit seiner Doktorarbeit beginnen durfte, und dass er den Doktortitel rund ein Jahr vor Abgabe seines Machwerks bereits führen durfte - machte sich ja gut auf seinem Namensschild - will ich auch nur am Rande eingehen.
Viel wichtiger ist für mich, wofür dieser Mann steht, der bei der Bundeswehr ach so beliebt war, weil er im sicheren Masar el Sharif für die Presse mit kugelsicherer Weste Schaulaufen betrieben hat, als wäre er direkt an der Front: Nämlich für halbherzige Ausreden, stückchenweise Teilgeständnisse, ans Ausmaß der Enthüllung seiner Verfehlungen angepasst, und einen weinerlichen, rührseligen Abschied, in dem er es gewagt hat, sich als Opfer darzustellen. Ohne seine Tat zuzugeben, als er bereits entlarvt war. Dabei war er sich auch nicht zu schade, seine eigene Familie zu instrumentalisieren.
...sacken lassen.

Man kann ihm sicherlich vieles vorwerfen. Als Wirtschaftsminister hat er mir überhaupt nicht gefallen (was wohl auch an seiner Mitgliedschaft bei der Atlantikbrücke liegt, die amerikanische Interessen in Deutschland schützt und neoliberale Wirtschaftspolitik propagiert - genau, die gleiche Wirtschaftspolitik, die uns in die aktuelle Krise geführt hat), und als Verteidigungsminister werfe ich ihm Ablenkung auf Kosten der Soldaten vor. So hat er nämlich, als die Vorwürfe konkreter wurden, den Tod von drei deutschen Soldaten in Afghanistan genutzt, um sich zu verteidigen, weil "die Aufmerksamkeit nicht ihm, sondern den getöteten Soldaten gebühre". Gorch Fock-Affäre; undurchsichtige Handlungsstrategie im Zuge der Untersuchungen zur Zerstörung der von Taliban entführten Tanklaster; Ministerarbeit, als sei sie von der BILD-Redaktion diktiert; nein, ich kann nichts Gutes an KTG in der Politik entdecken.
...sacken lassen.

So, jetzt hat er also seinen ersten Auftritt in Kanada, und nicht in den USA, wo er viele persönliche Kontakte haben soll. Das ist dann wohl der erste Schritt in Richtung Comeback für ihn.

Fazit: Ich habe es ja gewusst. Er kommt durch die Hintertür wieder und wird definitiv 2013 für den Bundestag antreten. Das ist meine Prognose. Und Merkel wird, falls sie überhaupt wieder die Regierung bilden kann (was ich nicht hoffe, denn schlechter geht es nicht, besser allemal), keine Probleme haben, ihn wieder in die Regierung zu holen. Obwohl er beinahe für zehntausende Doktoren ihre hart erarbeiteten Titel zur Lächerlichkeit degradiert hatte. Obwohl er sich nicht einmal entschuldigt hat. Obwohl er der Wissenschaft großen Schaden zugefügt hat, vor allem durch seinen Abschied auf Raten. Obwohl er seinen Ghostwriter schlecht bezahlt hat... Okay, letzteres ist meine Mutmaßung.

KTG, komm ruhig wieder, wenn Du meinst, Du wirst wieder gewählt, sobald der Staub sich gelegt hat. Mit einem Mann, der sich entschuldigt, und dann wieder von unten versucht Tritt zu fassen hätte ich kein Problem. Wohl aber mit jemandem, der von Glaubwürdigkeit keine Ahnung hat, aber dieses Land regieren will. Dreister geht es wohl nicht. Es fehlt nur noch, dass am Ende "die Linke" schuld war, und alles war nur ein Komplott gegen den zukünftigen Bundeskanzler. Wundern würde mich diese Legendenbildung keinesfalls.
Ich für meinen Teil stehe dann bereit und helfe dabei, den Staub wieder aufzuwirbeln.
Aber theoretisch kannst Du Dich ja immer noch aufrichtig entschuldigen, um Dir eine zweite Chance ehrlich zu verdienen.
Allein, daran glaube ich nicht.
Komm nur, ich warte auf Dich. Die feige, anonyme Schwarmintelligenz wartet auf Dich.

Montag, 14. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 3

Und weiter geht es mit dem Webcomic-Roll.
Die Reaktionen sind ja eher spärlich. Aber das hindert mich nicht daran, weiter zu machen.

Der nächste englsichsprachige Comic beschäftigt sich mit World of Warcraft. Siinigerweise heißt er: "World of Warcraft, eh?", und beschäftigt sich - man lese und staune - mit dem Erfolgs-MMORPG von Blizzard.
Die Kanadierin Kelly Aarons zeichnet hier humorvolle, sympathische, augenzwinkernde Texte aus Sicht der Horde, und speziell aus der Sicht ihrer Tauren-Druidin Cadistra.
Ihr zur Seite steht die Blutelfen-Paladina Kissless, und gemeinsam erleben sie ihre Abenteuer in Azeroth.
Die ersten rund fünfzig Comics von ihr sind Onepager oder Ein Bild-Cartoons. Später wagt sie sich mehrfach an längere Storylines. In einem dieser längeren Arcs stößt der Heiler Kama hinzu, um das Duo fortan zu unterstützen.
Eigentlich updated der Comic jeden Montag, doch seit einiger Zeit erfolgt er nur sehr unregelmäßig. Kelly Aaron lässt da die Zügel ungewohnt lange schleifen; ich hoffe ja, weil sie eine neue Arbeit gefunden und deshalb für ihr "sweet Baby" keine Zeit mehr hat. Generell zu empfehlen, sonst würde ich nicht regelmäßig rein schauen.


Manly Guys doing manly Things von Kelly Turnbull ist, wie der Name schon verrät, ein englischsprachiger Comic mit eine Menge Humor, Ironie und Sarkasmus. Punchline der Geschichte ist eine Agentur, die machomäßigen Männern nach ihrer Zeit als Actionheld den Einstieg ins normale Berufsleben erleichtert. Und so tummeln sich dann auch ganz besondere Personen in der Agentur, so wie zum Beispiel Duke Nukem, Kratos aus dem Spiel God of War, Marv aus dem legendären Film Sin City oder gar Goliath aus der Disney-Serie Gargoyles.
Dazu kommen etliche große, Muskelbepackte Männer aus etlichen weiteren Serien, Filmen, Spielen, Bücher und dergleichen, die ich nicht zuordnen kann.
Sie stellen sich unter der Leitung des "Commanders", einem geschiedenen Vater und zeitreisendem Space Marine (übrigens ein Original-Charakter), den Unbilden des normalen Lebens.
Ich verfolge den Comic erst seit einer Woche, hatte aber viel Spaß dabei, ihn von Anfang an nachzulesen.
So wie ich das erkennen kann, kommt der Update einmal wöchentlich.



Daily Quests
von Sara Kleeyo ist wieder ein englischsprachiger WoW-Comic. Meistens geschildert aus der Sicht eines Blutelfen-Pärchens, aber sie/er hat auch ein paar Gastbeiträge auf ihrer Seite. Mit viel Spaß schaut sie auf die Lebensumstände, die man eben so hat, wenn man auf Seiten der Horde in Azeroth unterwegs ist.
Der Comic kriegt sein Update immer Montags. Bisher habe ih keine größere Verzögerung bemerkt.


Um wenigstens ansatzweise gerecht zu sein, präsentiere ich jetzt einen WoW-Webcomic, der aus der Sicht der Allianz erzählt: Dark Legacy behandelt die Erlebnisse der Gilde Dark Legacy, und hat anfangs einen eher gewöhnungsbedürftigen Stil. Nach ein paar Seiten aber hat Arad Kedar seine Form und seinen Stil gefunden und gestaltet seine Comics aufwändiger.
Die Comics haben im Allgemeinen einen düsteren Humor, und man muss sich beinahe schon schämen beim Lachen. Wen das nicht stört, der wird wundervoll unterhalten von den vielen unterschiedlichen Charakteren und ihren Abenteuern in Azeroth.
Aber Leute mit schwachem Magen sollten die Rubrik Gighs Kitchen überspringen. Was die Nachtelfenheilerin da in ihre Töpfe tut ist gewöhnungsbedürftig. ^^
Der Comic kriegt jeden Montag eine neue Seite, und ich habe nicht bemerkt, dass Arad großartig laggen würde. In jedem Fall schreibt er amüsante Geschichten für seine Charaktere.


Der zweite - oho, es gibt noch einen - englische Allianz-Webcomic zum Thema World of Warcraft ist ein älteres, bereits abgeschlossenes Projekt der Autoren Dave Kossak und Rhys Yorke, die mittlerweile professionell für Blizzard arbeiten: Flintlocke's Guide to Azeroth.
Erzählt werden die Abenteuer des Zwergenjägers Flintlocke und seinem üblichen, täglichen Wahnsinn. Gemeinsam mit seinen Gefährten richtet er normalerweise mehr Schaden an als er nützt. Ich sage einfach mal: Reinschauen.
Wie ich oben schon schrieb, ist der Webcomic abgeschlossen. Der Leseaufwand ist also überschaubar.

Samstag, 12. November 2011

33.000 mit leichter Verspätung

Ich gebe zu, ich war in letzter Zeit etwas verwöhnt. Mit schöner Regelmäßigkeit hatte ich alle zwanzig Tage eintausend Aufrufe auf meine Geschichten bei Fanfiktion.de.
Diesmal haben die Klickzahlen zwei Tage Verspätung.
Ich hoffe nicht, das dies ein Zeichen für das nachlassende Interesse von Euch Lesern ist. ^^°

Aber aussagekräftiger sind ohnehin die Reviews. Also, schreibt mir welche. ^^

Lest mich weiter und bleibt mir treu.


Edit: Heute habe ich doch glatt den SPAMFILTER entdeckt. Da waren drei alte Kommentare versteckt, die ich soeben freigegeben habe. Sorry, liebe User. Ich habe Euch nicht zensiert. ^^°

Edit 2: Auch gerade entdeckt: Dies ist exakt mein dreihundertster Blogpost. ^^

Donnerstag, 10. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 2

Den zweiten Teil meines Rolls fülle ich hauptsächlich mit deutschen Seiten, damit ich das hinter mir habe.

Den Auftakt macht Joscha Sauers Blog-Comic Nicht lustig. In seinen Ein Bild-Comedy-Performances kommen seine Knuddel-Menschen so richtig in Fahrt. Seien es die beiden verrückten Wissenschaftler, Herr Riebmann aus der Zwischenwand oder die üblichen Opfer des Alltags. Natürlich kriegt auch der Weihnachtsmann sein Fett weg. Beliebte Themen bei ihm sind auch die todesverliebten Lemminge. Legendär die Szene mit dem Tod, der einem Lemming sagt: "Hören Sie auf, mich zu verfolgen!" Und der Lemming: "Aber... Ich liebe Sie!"
Auch die ungezählten Yeti-Sketche, Zeitreise-Dinosaurier, auf ihre eigene Art fiese Hunde, (legendär die Szene mit dem lesenden Hund, an dessem Zaun folgende drei Schilder zu sehen waren: 1. Warnung vor dem Hund. 2. Hey, ich kann schreiben! 3. Dann kann ich auch lesen!), Kühe, und was das Tierreich noch zum Besten gibt.
Episch wird es dann allerdings, wenn es ein Crossover zwischen ihm und Ruthe gibt.
Während Ralph Ruthe einen Maulwurf zeichnet, der mit dem Besenstiel gegen einen Sarg über seiner Decke trommelt, taucht bei Joscha ein Maulwurf auf, der einen alten, toten Maulwurf auf dem Bett eines Mannes ausdrapiert und sagt: "So, jetzt liegt MEIN toter Großvater in Ihrem Schlafzimmer! Wie finden Sie das? WIE FINDEN SIE DAS?"
Die Mafia kriegt natürlich auch ihr Fett weg.
Nicht lustig lädt sehr unregelmäßig hoch, ungefähr einmal die Woche ist normal. Es kann auch mal sein, das zwei Wochen oder länger nichts kommt. Aber dann lädt Joscha auch mal zwei in der gleichen Woche hoch. Legendär ist auch das Merchandising der Seite, mit T-Shirts, Kaffeetassen und vielen weiteren Extras.
Nichts gegen den Pudel des Todes, Leute.


Der Cartoonist Flix aus Berlin hat auf seiner Homepage einen eigenen Bereich für simple Schwarzweiß-Comics, in dem er den Alltag veralbert: Flix' Helentage.
Auf diesen Vier Bilder-Strips kommt so ziemlich alles vor, was ihn bewegt und was er kennen lernt. Ob Beziehungsprobleme, eine seiner Reisen, der ganz normale Berliner Alltag, sein Job aus Comiczeichner (er hat schon einige Bücher raus gebracht), oder sogar - man staune - sein neues Sofa. Alles wird verflixt erzählt.
Doch auch ihm sind Grenzen gesetzt. Wenn er erzählt, dass er eigentlich Vampir ist, und seine Kumpels Joscha und Ralph ja Werwölfe, und er dann nicht mehr weiter weiß, ist das schon irritierend. Aber lustig. ^^V
Der Flix datet sehr unregelmäßig ab. Alle zwei Wochen zumindest bringt er aber seine "Heldentage" auf den neuesten Stand.


Last but not least für die deutschen Comics kommt wieder Ralph Ruthe zum Zug. Bei den Frühreifen kämpfen Ralfi, Norbert und Marcel mit den Unbilden klein zu sein, erwachsen zu werden, der Schule, den Eltern und der Pubertät.
Vor allem Ralfi fängt sich mit seiner Liebe für die Veganerin Jenny regelmäßig Ärger ein. Und dann ist da noch sein eigener Hund, der ihm das Leben schwer macht, von Mama und Papa ganz zu schweigen...
Ralph Ruthe tobt sich hier tüchtig aus, bringt die Probleme, Peinlichkeiten und Unmöglichkeiten dieses Alters auf den Punkt und uns zum Lachen. Amüsant, abstrakt, abstrus, aber immer witzig begleitet er Ralfi und Freunde durch ihren Alltag.



Arkward Zombie
von Katie Tiedrich gehört definitiv zu meinen englisch-sprachigen Lieblingen. Katie parodiert hauptsächlich Spiele, von Nintendo über Portal bis zu Minecraft, Filme wie Matrix, Anime und Manga... Zu viel um es alles aufzuzählen. Sie ist ungeheuer kreativ und trifft fast immer meinen Humor. Ich bin sehr zufrieden mit ihr.
Sie lädt eigentlich regelmäßig jeweils Montag einen neuen Comic hoch; Ausnahmen bestätigen die Regel. Für Game-Fans von Link&Co. sehr zu empfehlen.


So, die vier sollten erst mal vorhalten.
Bitte schreibt mir in die Kommentare, welche Comics Ihr besucht habt und wie Ihr sie findet.

Mittwoch, 9. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 1

Webcomics, was ist das? Oder vielmehr, was SIND sie?
Webcomics sind für jeden etwas, der schon einmal die Micky Maus durchgeblättert hat; der einen Manga im Schrank hat; der mit Lucky Luke in den Sonnenuntergang geritten ist, Tim&Struppi auf Abenteuer begleitete; Lollek und Bollek mochte; mit Clever&Smart auf verrückte Missionen gegangen ist und mit Captain America oder Superman die Welt zu retten versuchte...

Im Prinzip ist ein Webcomic ein Comic im Internet, wie es der Name schon sagt. Er wird regelmäßig oder unregelmäßig, manchmal auch gar nicht geupdatet... Was bei einigen Schade ist. Thematisch sind Webcomics breit gestreut, es ist für jeden was dabei. Manche Webcomics sind grandios, manche gewöhnungsbedürftig, manche extrem, so wie das Web selbst sein kann.
In meinem heutigen Blogeintrag möchte ich erst mal vier der Comics vorstellen, die ich regelmäßig besuche. Ich werde dazu schreiben, wer sie produziert, wie oft geupdatet wird, und natürlich von vorne herein, worum es geht. Die Webcomics, die ich besuche, sind fast alle auf englisch. Das als Warnung vorneweg. Aber ich musste eher selten zum Web-Übersetzer greifen, also keine Panik, Leute. ^^
Ich stelle alle Links ab Seite eins ein; teilweise haben diese Webcomics vierhundert Episoden.


Ich beginne mal mit leichter Kost vom Blind Ferret-Team Lar Desouza und Ryan Sohmer.
Least I could do behandelt die Abenteuer des eigentlich eher normalen Rayne Summers. Das "eigentlich" ist hier das Problem, denn Rayne hat gegenüber Sexualität ein sehr offenes Verständnis. Der erste Comic, der im Web zu finden ist, zeigt ihn prompt auch dabei, wie er seinem Penis zur fünfzigsten Frau gratuliert...
Macho-Schwachsinn, könnte man jetzt sagen, und man hätte eventuell auch Recht. Aber das ist nur ein Teilaspekt der Geschichte. Denn es dreht sich für Rayne nicht nur um Frauen. Rayne ist Fantasy-begeistert, Manga- und Comic-Liebhaber, ein guter Freund und ein verlässlicher Partner - nur nicht in Liebesdingen. Tja.
Das Augenmerk gilt natürlich Rayne, aber auch die anderen Mitglieder des Comics kommen nicht zu kurz. So kommt zum Beispiel sein Bruder vorbei, der ein noch rigoroseres, kompromissloseres Verhältnis zu Frauen pflegt, und dabei gerne noch darauf herum reitet, dass er Chirurg ist.
Ich will nicht zu viel erzählen, um nicht die Freude an der Entdeckung des Comics zu nehmen. Ich erwähne nur eine Szene, in dem Rayne für den 1. April seinem eher klein geratenen Freund Mick die Tür zu seinem Zimmer zu einer typischen runden Hobbit-Tür umbaut.
Oder wenn der Lehrer John mit dem imaginären Darth Vader auf seiner Schulter Zwiegespräche hält... Der Spaß und der Humor kommen nie zu kurz.
Eine kleine Warnung vielleicht noch. Lar Desouza ist der vierte? Zeichner, der LICD umsetzt. Der Stil des ersten Zeichners Trevor Adams und der der nachfolgenden Zeichner ist... Sehr different und gewöhnungsbedürftig. Bis zu Lars unverwechselbarem und gutem Stil dauert es ein wenig, aber die Story ist es wert, versprochen.
Der Comic wird!!!! täglich geupdated, und Sonntags kommt grundsätzlich ein Least I could do! Beginnings! in Form einer großformatigen Seite, in der der junge Rayne die Welt auf den Kopf stellt.


Der nächste Webcomic ist ebenfalls von Blind Ferret und dem bewährten Team Desouza/Sohmer. Looking for Group fängt als World of Warcraft bealike an.
Der Elf Cale'Anon betritt das Geschehen mit dem großherzigen Versprechen, alles Gute in der Welt zu beschützen. Leider trifft er schon auf der ersten großformatigen Seite auf den Untoten Hexenmeister Richard, der dem Elfen anhand eines Hasen erklärt, dass die Welt aus Gut und Böse besteht - und dass er nicht zu den Guten gehört. Das Cale selbst auch ein "Böser" sein soll, ist für ihn dann doch etwas schwierig zu verstehen. Und das sie die Hilfe der Troll-Priesterin Benny brauchen, um den gerade eben von Richard in Asche verwandelten Cale zu rezzen - was sie in die unvorteilhafte Lage bringt, gegen einen General des Königs zu kämpfen und seine Männer zu töten - hilft auch nicht gerade weiter. Aber es ist der Beginn einer Zweckgemeinschaft, die für etliche Lacher gut ist, aber auch für den einen oder anderen Schauder.
LFG beginnt als WoW-Comic-Klon, aber etabliert sich schnell in der eigenen Welt mit eigenen Regeln. Zwar begegnen einem viele der alten Völker - schnell kommen weitere Trolle, Gnome, Zwerge und Menschen hinzu - aber wir haben hier viel Eigendynamik, und ein grandioses Gesamtkunstwerk, das jede gelesene Seite wert ist.
LFG wird garantiert!!! jeden Montag und jeden Donnerstag fortgesetzt. Ich habe es noch nie erlebt, dass das Blind Ferret-Team jemals Verspätung gehabt hätte.


Willkommen auf einem deutschsprachigen Webcomic: Ruthe.de. Ralph Ruthe ist ein wahres Multitalent. Wer dem Link folgt, gelangt nicht nur auf der Hauptseite seiner Homepage mit jeweils dem aktuellsten Cartoon, er hat auch Zugang zu einer Vielzahl an Videos, die Ralph in den meisten Fällen alleine produziert, spricht, und die Musik dazu schreibt und macht.
Zu Ralph Ruthe möchte ich nicht viel sagen, nur dass er seinen ganz eigenen Humor hat, der sich wirklich, wirklich lohnt; es ist eigentlich für jeden was dabei.
Und es lohnt sich, vor allem wenn man seine Arbeiten noch nicht kennt, wirklich bis zum Anfang zurück zu klicken und sich alles anzuschauen.
Hauptelemente von Ralph sind die HNO-WG (Giraffe, Nashorn und Koala), der Weihnachtsmann und Rudolph, der Typ in rosa Hasenkostüm, die Bäume, der gelbe Hund und der arme blonde Kerl, der bei Ruthe selten viel zu lachen hat. Auf seine Kosten kommt man trotzdem, versprochen.
Ralph veröffentlicht unregelmäßig, aber man kann sich sicher sein, dass es die Woche mindestens zwei Updates gibt, manchmal auch vier oder sogar fünf. Gibt es keine Updates, steht bald wieder ein neues Video an. Der Mann ist super produktiv, und wer ihn nicht schätzt, hat selber Schuld. Wer ihn nicht kennt, sollte das UNBEDINGT nachholen.

Dann wäre da als letzte Vorstellung des Tages die englische Seite vom Tsunami Channel samt Webcomic.
Eine Warnung vorweg: Der Hauptautor Akira hat letztes Jahr im Frühjahr eine fast anderthalbjährige Pause beendet... In diesen Tagen befindet er sich in einer weiteren, bereits ein Jahr andauernden Pause.
Der Comic ist schwarzweiß, aufgelockert durch die Arbeiten von Akiras Schwester Romy und diversen Gastcomics.
Der Comic selbst ist geprägt durch die vielen Anspielungen auf populäre Mangas und Animes. Hier erkennt man sehr gut den Insider, nein, den Fachmann. Gerade Anime-Fans, wie ich einer bin, haben hier sehr viel Spaß.
Den Hauptanteil bestreitet übrigens Experimental Comic Kotone, kurz ExCoKo.
Wie im Anime kriegt die Hauptfigur, "Onii-chan", den weiblichen Cyborg Kotone als kleine Schwester zur Seite gestellt... Im Forum der Seite wird übrigens reichlich spekuliert, wie Oniichans wahrer Name lauten könnte.
Und damit beginnt nicht nur der Spaß, sondern auch der Ärger, regelmäßig angeheizt vom Tutor des studierenden Oniichans, Professor Hagesawa, der selbst ein übermäßiges Interesse an Animes hat. Seine Assistentin Tsunami hat dabei auch alle Hände voll zu tun, um die schlimmsten Schnitzer des Professors, ebenso wie seine Hentai-Sucht, auszubügeln.
Das Ganze nimmt dann nicht Harem-hafte, sondern Datingsim-hafte Züge an, wenn die Kendo-Meisterin Raika Teil von Oniichans Leben wird. Natürlich trägt sie ein richtiges Katana bei sich und hat mit inneren Dämonen zu kämpfen.
Dann folgt auch noch die ominöse japanische Verlobte Haruna für Oniichan, die kein Englisch spricht, und recht unbedarft daher kommt, sowohl was die plötzliche Verlobung angeht, als auch die Umstände ihres auf den Kopf gestellten Lebens. Nur, um dann der doch recht gewalttätigen Raika effektvoll Kontra zu geben.
Und das passiert alleine auf den ersten Seiten. Und es sind längst nicht alle Figuren. Spätenstens wenn Konstantin dazu kommt - jung, bisexuell und offen für jeden und alles zwischen sechzehn und achtzig - ist ExCoKo vollends im Comedy-Sektor angekommen.
Wie ich eingangs schon schrieb, pausiert Akira. Ich schaue immer wieder mal rein in der Hoffnung, das es weiter geht; ins Forum habe ich nicht geschaut.
Dennoch, es gibt viel zu entdecken, gerade als Fan von populären Animes und Mangas. Ich halte es nicht für verschwendete Zeit, all dies nachzulesen. Selbst wenn Akira seine Arbeit nie mehr fortsetzen sollte. Ein Schicksal, das viele viel versprechende Webcomics ereilt. Leider.

Das waren natürlich nicht alle Webcomics, die ich verfolge. Die anderen werde ich Euch nach und nach Häppchenweise präsentieren.
Schreibt mir bitte in die Kommentare, welche Comics Ihr Euch angesehen habt, und was Ihr von ihnen haltet.

Freitag, 4. November 2011

How to deceive german people...

Also, Leute, ich weiß ernsthaft nicht, wo ich heute anfangen soll.
Ich weiß wirklich nicht, wo ich thematisch hinsteuern soll.
Und ich weiß echt noch nicht, wie weit ich es heute führen soll.

Fangen wir mit dem Thema an, über das ich ursprünglich posten wollte:
Mittagstisch. Diskussion. Zufällig erwähnt: "Pluto ist ja kein Planet mehr."
Da kriege ich zu hören: "Ja, aber dieser andere Planet im Planetoidengürtel, der größer als der Mond ist, der soll ja Planet werden."
"Wo? Im Asteroidengürtel?" "Ja." "Größer als der Mond?" "Ja." "Du meinst nicht Ceres?"
"Nein, das kam im Fernsehen. Den haben sie neulich erst entdeckt."
"Das ist unmöglich." ... ... ... "Du weißt auch nicht alles besser, und es kam im Fernsehen."
...
"Das ist trotzdem unmöglich. Ein Objekt dieser Größe müsste schon vor Jahrtausenden entdeckt worden sein. Sieh dir Ceres an. Eintausend Kilometer groß, und seit Ewigkeiten bekannt."
"Aber es kam im Fernsehen in so ner Sendung. Man konnte ihn vorher nicht sehen, weil er so eine Oberflächenstruktur hat. Er wurde jetzt erst entdeckt."
"Sieh mal, ein Objekt größer als der Mond, das sich im Planetoidengürtel befindet, reflektiert Sonnenlicht und wird damit sichtbar. Ceres hat man so entdeckt. Wenn das Ding größer als der Mond ist, dann hätte man deinen Planeten noch vor Ceres entdecken müssen."
"Aber es kam im Fernsehen. Du weißt auch nicht alles besser. Die werden ja keinen Quatsch erzählen."
"Das ist trotzdem unmöglich. Du meinst sicher den neuen Planeten, den man in der Oortschen Wolke hinter Pluto entdeckt hat..."
"Nein, im Planetoidengürtel. Kam im Fernsehen. Und jetzt halt die Klappe."
...sacken lassen.

Also, hier noch mal zum Mitschreiben: Der Astronom Florian Freistetter, der auf Scienceblogs.de das Astrodicticum Simplex betreibt, ein Blog, der Astronomie Laien erklärt und näher bringt, hat vollkommen Recht. Die Existenz dieses Planeten, der angeblich im Planetoidengürtel existieren soll, erfordert Glauben. Wissenschaft aber erfordert Wissen. Mit einigen schlichten Beobachtungen, ein wenig Fachliteratur und gesundem Menschenverstand wäre mein Gesprächspartner von selbst darauf gekommen, dass ihm das Fernsehen - schade, dass ich den Sender nicht weiß - gequirlte Scheiße erzählt hat.
Florian hatte und hat zuerst mit dem Kometen Elenin zu kämpfen gehabt, der wahlweise aus hochverdichteter Masse eines Neutronensterns bestehen sollte, oder selbst ein Brauner Zwerg sein sollte (weil Idioten Koma und Schweif des Planeten für genauso fest hielten wie Sonnenmasse, dabei ist sie gasförmig und flüchtig), oder eben ein Vorbote von Nibiru, der schon im Dezember nächsten Jahres die Erde treffen soll, und das auf einer Bahn, für die er dreitausendsechshundert Jahre braucht... Was 1) eine sehr exzentrische, ellyptische Umlaufbahn erfordert, und 2) bedeutet, er müsste, um nächsten Dezember der Erde auch nur nahe zu kommen, bereits auf Höhe der Jupiterbahn sein.
Wäre das Objekt tatsächlich so groß wie ein Brauner Zwerg, und damit locker zwanzigmal so Massereich wie der Jupiter, hätten wir schon einen zweiten Mond am Himmel, alleine weil er Sonnenlicht reflektiert.
Klingt das soweit für alle logisch? Gut, okay. Und für alle, die jetzt rufen, Nibiru sei nur im Infrarotbereich zu erkennen, bzw. er absorbiert Sonnenstrahlen, eine Gegenfrage: Wenn da plötzlich ein riesiger schwarzer Fleck durchs Sonnensystem wandert, der Sterne verdeckt, meint Ihr, der fällt nicht auf?

Summa summarum verhält es sich auch mit dem Planeten, von dem das Fernsehen behauptet hat (Oh, ich WILL wissen, welcher dämliche Sender das war!!!), er wäre größer als der Mond und befände sich im Planetoidengürtel: Ein Ding, das so groß ist, erreicht fast die Größe des Mars. Zwar ist der Planetoidengürtel noch weiter entfernt als Mars, aber trotz der höheren Entfernung wäre er das hellste Objekt im Gürtel und wäre ohne Mühe bei der richtigen Konstellation mit bloßem Auge zu sehen.
Und auch wenn er Licht absorbiert, d.h. kein Sonnenlicht reflektiert, aus welchen Gründen auch immer, würde man ihn spätestens dann entdecken, wenn er Sterne verdeckt.
Also, Leute, bitte, bitte, bitte. Das ist Kreationismus, das ist Glaube statt Wissenschaft. Das ist Schwachsinn. Schaut zum Himmel und guckt nach, ob da irgendwas zu finden ist.
Und an meinen Gesprächspartner gerichtet: Glaub nicht jeden Scheiß, den Du im Fernsehen siehst, und verbiete mir nicht den Mund, nur weil Dir meine Antwort unbequem ist. Letztendlich weiß ich nicht annähernd so viel über Astronomie wie Florian Freistetter, aber unter den Blinden ist der Einäugige König.


Nächstes Thema. Es ist lange her, dass ich mich über GMX.de/Web.de aufgeregt habe. Heute ist es mal wieder so weit.
Die Redaktion schreibt unter dem Titel Deutsche für Euro-Aus Athens bei Sparverweigerung: "Die große Mehrheit der Deutschen ist für einen Austritt Athens aus der Eurozone, sollten die Griechen bei einem Volksentscheid gegen das internationale Hilfsprogramm stimmen. 82 Prozent sprechen sich im aktuellen ARD-Deutschlandtrend für das Euro-Aus der Hellenen aus."
...sacken lassen.

Leute, ich kann hier zwei Dinge nicht glauben. Das eine ist, dass hier wirklich suggeriert wird, dass Griechenland aus dem Euro aussteigen KANN; das andere, dass deutsche Politiker das für eine LÖSUNG halten.
Und noch ein Punkt stößt mir dabei sehr sauer auf: BILD. Natürlich ist es die BILD-Berichterstattung, die Fähnchen nach dem Wind-Merkel dazu gebracht hat, nach Atom-Umstieg und Minderlohnschwenk nun vom alternativlosen Retten von Griechenland auf den RAUS! RAUS! RAUS!-Zug aufzuspringen.
...sacken lassen.

Leute, mal ganz ehrlich. Griechenland hat knappe elf Millionen Einwohner. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt lt. Wikipedia 230 Milliarden Euro pro Jahr.
Zum Vergleich: Deutschland macht bei 82 Millionen Einwohnern fast 3,3 Billionen!
Oder um es mal in Worte zu fassen: Für eine Million Steuergelder, die Griechenland generiert, generieren wir zwei! Wir sind reicher als unser beliebtes südländisches Urlaubsland, erheblich reicher. Nicht nur ein bisschen reicher, sondern RICHTIG reicher. Und wir sind nicht die einzigen EU-Motoren. Sonst wäre das eine traurige Sache, das Vereinigte Europa.
...sacken lassen.

Natürlich läuft nicht alles rund in Griechenland. Gerade erst in den Siebzigern Demokratie geworden, ist der Staat recht jung. Korruption ist ein riesiges Problem. Beamte, die nicht existieren, Rentner, die nicht existieren und Tote, die Rente beziehen, sind für das erheblich geringere Budget Griechenlands ein Riesenproblem. Da muss was getan werden. Da muss aufgeräumt werden. Und man fängt am Besten z.B. in den Krankenhäusern an, wo man nur behandelt wird, wenn man sein Schmiergeld für den Arzt abgibt. Sicher. Aber das sind interne Probleme, die die Griechen bitte auch selbst regeln.
Okay, bleiben die großzügigen Beihilfen Deutschlands und anderer europäischer Staaten. Was ist damit?
Nun, ich misstraue Muberkel, dass wissen alle meine Blog-Leser. Und ich misstraue vor allem einer Hilfe, die vertraglich verlangt, das Griechenland von den Hilfsgeldern stantepede für ein paar Milliarden Euro deutsche U-Boote kauft. Was soll denn der Scheiß? Ich dachte, das Geld soll Griechenland helfen, und nicht Deutschen Werften? Muberkels Politik ist das.
Und jetzt kommt die Crux: Wofür ist das Geld da? Soll es die Infrastruktur verbessern? Fließen daraus Gehälter für Spezialisten, die Korruption bekämpfen? Werden wichtige Firmen wettbewerbsfähig gehalten, und damit Arbeitsplätze gesichert?
...sacken lassen.

Nun, es gibt da ein paar Banken, viele davon europäische Banken. Auch deutsche. Griechische sind, ehrlich gesagt, auch dabei. Die haben Griechenland geholfen, besser auszusehen als sie eigentlich dastanden, und ihnen damit den Sprung in die Währungsunion erleichtert. Und das war auch gut so, denn ich sehe einerseits in einem Land wie Griechenland in keinem Fall eine große Nagelprobe für eine Staatengemeinschaft von fast dreihundert Millionen Menschen, und andererseits kommt es auch deutschen Urlaubern zugute, die im Urlaub mit Euro bezahlen können.
Peter Scholl-Latour hat gesagt, es sei Quatsch, Griechenland zu "opfern" und den Euro politisch angreifbar zu machen, nur weil ein so kleines Land wie Griechenland in überschaubaren Schwierigkeiten steckt.
Zurück aber zu den Banken. Griechenland wurde ein rigoroser Sparkurs verpasst. Das mag auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Haben die doch alle über ihre Verhältnisse gelebt, die Pensionskassen und Rentenkassen leergefressen, und dergleichen - zumindest wenn man BLÖD glaubt. Aber was macht dieser rigorose Sparkurs? Warum demonstrieren so viele Menschen in Athen? Wieso wollen die nicht zum eigenen Wohl sparen? Trauern sie dem Geld nach, das die nichtexistenten Beamten bekommen haben, und das ihnen nun fehlt? Mussten sie jetzt doch Opa als verstorben abmelden und kriegen keine Rente mehr für ihn? Oder... sieht es vollkommen anders aus, und sorgt der rigide Sparkurs dafür, dass - japs - der sich selbst regulierende Markt plötzlich Arbeitsplätze KOSTET, weil die Sparmaßnahmen jeden vernünftigen Unternehmer kleine Brötchen backen lässt, bis die Krise vorbei ist?
Griechenland spart sich kaputt, aber nicht auf Kosten derer, die dort das Geld haben, die berühmten fünf Prozent. Auch nicht so sehr auf Lasten korrupter Ärzte, Richter, Rechtsanwälte, und was weiß ich noch. Nein, auf dem Rücken der Masse. Und glaubt mir, achttausend Renten, die an tote oder nichtexistente Personen ausgezahlt wurden, reichen nicht für elf Millionen korrupte Griechen.
...sacken lassen.

Und wenn wir schon mal dabei sind: WER kriegt eigentlich das Geld, das die EU zur Euro-Rettung zur Verfügung stellt? WER profitiert? Griechenland? Die Griechen? Die griechische Regierung? BILD? Nur eine Antwort ist richtig.
Aber es profitiert noch jemand. Hierzu ein kleines Rätsel: Wo hat das Land die meisten Verpflichtungen, d.h. die meisten Zinsforderungen, die es mit den Krediten aus Euro-Land fleißig bedienen muss, damit das Geld weiter fließt?
*trommelwirbel*
Richtig! Bei AUSLÄNDISCHEN BANKEN, darunter auch deutsche Banken! Dieser ganze Knüppelkurs, zur Schicksalsfrage für den Euro hoch gepusht, ist nichts weiter als eine Subvention für unsere eigenen Banken. Und das auf Kosten, des - zugegeben - korrumpierten Staates Griechenland, aber vor allem auf dem Rücken der kleinen Leute.
Das ist das Knochenxylophon, auf dem Muberkel und BLÖD gerade spielen.
...sacken lassen.

Und jetzt die Crux des Themas. Die europäischen Staaten und damit auch Griechenland haben rechtsgültige Verträge abgeschlossen. Weit reichende Verträge. Viele Verträge. Haben Rechte und Pflichten auf sich genommen.
Glaubt hier irgendjemand, Griechenland könnte einfach so zur Drachme zurückkehren? Glaubt hier irgendjemand, nur weil eine obskure Umfrage behauptet, die meisten Deutschen wollen Griechenland aus der Eurozone kicken, das hätte auch nur die geringste Auswirkung auf die Politik?
Glaubt hier noch irgendjemand, dass wenn Muberkel irgend etwas als "alternativlos" bezeichnet, dass es keine Alternativen gibt?
Nein, das geht alles nicht. Aber schreien tut sie ja, die Frau Doktor. Ach, wäre sie doch nur in der Physik geblieben. Dort kann man Macht-Politiker, die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen, sicher noch gut gebrauchen...

Mein Fazit: Retten sieht anders aus. Größter Schwachsinn aus den Stuben des Turbokapitalismus und aus dem Schwarz/Gelben Regierungssumpf.
Mein Rat: Entweder die Zügel schleifen lassen und Griechenland zu einer Wirtschaft verhelfen, die ihre Verpflichtungen eines Tages begleichen kann, oder ein radikaler Schuldenschnitt. Trifft dann ohnehin nur die Banken, die überhaupt eine Mitschuld am Griechenland-Desaster haben.
Was den Schuldenschnitt angeht: Keine Angst vor dem Staatsbankrott. Staaten überleben sowas. Und ein so kleines Land wie Griechenland mit einem so kleinen Bruttosozialprodukt reißt uns nicht mit in den Untergang.

Aber, man fragt sich zu Recht, warum dafür Geld da ist, und in Deutschland Menschen beinahe schon zwei Jobs brauchen, um ihre Familien über Wasser zu halten.
Die Antwort steht weiter oben. Das Geld ist ja nicht für die Griechen, sondern für deutsche Banken. Und für ein paar versteckte Subventionen hat Schwarz/Gelb doch immer Zeit und ein paar Milliarden übrig...
Anstatt den Banken das Geld und die Zinsen in den Arsch zu schieben, wäre eine Übernahme der Schulden und eine Verringerung der Zinslast angebracht. Daran würde Deutschland noch sehr gut verdienen. Aber dann könnte man die Banken ja nicht versteckt fördern.
Und das erklärt auch unser bröckelndes Sozialsystem: Deutsche Staatsbürger, ob mit oder ohne Hartz IV, sind keine Banken.
...sacken lassen.


So, genug geschrieben. Das reicht definitiv für einen Eintrag. Und es reicht für mich, um mich zu ärgern.
Das nächste Mal hoffe ich, dass Lettland pleite geht. Nicht, dass ich den Letten Böses wünsche... Aber wer wie ich gefühlte fünfzig Mal Griechenland geschrieben hat, der weiß, was ich meine. ^^°°°

Dienstag, 1. November 2011

Was für eine (Ohn-)Macht-Politikerin

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen ja, das manche Themen mich finden, und nicht umgekehrt. So ist es auch mit diesem Thema: Merkel und der Mindestlohn. Die Debatte an sich ist ja schon entlarvend. Mindestlohn ja, nachdem die CDU sich im Wahlprogramm eigentlich dagegen geäußert hat, weil er "Arbeitsplätze großflächig zerstört", diverse Erfolge des Mindestlohns z.B. in England wurden ignoriert.
Dass es mit dem Mindestlohn dennoch nicht zum Besten steht, aber dass die meisten Länder wenigstens einen haben, verraten uns Die Grünen hier.
Und dass es bei dieser Mindestlohn-Diskussion in der CDU nur darum geht, ihn auf dem Niveau der Zeitarbeitslöhne festzusetzen, diese also zu zementieren, und der soziale Aspekt ein schlechter Witz ist, sollte jedem aufmerksamen Zeitungsleser bekannt sein. Außer den üblichen Verdächtigen.
...sacken lassen.

Nun habe ich den Fehler gemacht und zum Mittag in der Leine Deister Zeitung gelesen.
Dort gibt es einen Kommentar von Tibor Pésca zum Thema unter dem Titel "Gleichmäßigere Verteilung".
Unter anderem schreibt Herr Pésca: [...]Sie hat es schon wieder getan, diesmal beim Mindestlohn! Was für eine Machtpolitikerin! Wie geschickt sie der SPD ein Thema wegnimmt! [...]
...sacken lassen.
Dazu muss ich sagen: [...] Was für ein Journalist! Wie er der orientierungslosen Merkel, während sie ihr Fähnchen nach dem Wind dreht, derart in den Arsch kriechen kann, ist erstaunlich! [...]
Denn wenn man die Zeitung weiter liest, findet man auf Seite vier unter dem Titel "Am Thema Gerechtigkeit führt kein Weg vorbei" folgende Textpassage, die Herrn Pésca und sein Lobgehudel auf Fraum Merkel ad absurdum führt: [...] Anders als bei der Abschaffung der Wehrpflicht, dem Atomausstieg oder in der Bildungspolitik sei der Anstoß für den nächsten Kursschwenk aus der Mitte der Partei gekommen - und nicht von Angela Merkel oder anderen CDU-Granden, wird in der Führungsetage der Partei betont.[...]
...sacken lassen.

Wenn man beide Textauszüge im Verhältnis sieht, und sich bewusst macht, dass der internationale Teil dieser Zeitung druckgleich in mindestens sieben weiteren Zeitungen des Dirk Ippen erscheint, frage ich mich, vor wie vielen Menschen Herr Pésca sich hier blamiert hat, für seinen unkritischen Lobgesang für eine Frau, die Trends hinterher hechelt. Und das meistens dann, wenn ihr ohnehin keine andere Wahl mehr bleibt.
Nur tiefschwarze Parteigänger und ewig stoische CDU-Gläubige können der Diskussion über Mindestlohn auf Höhe der Zeitarbeitslöhne und Merkels Schwenk unter dem Druck der Parteibasis überhaupt etwas Positives für sie selbst abgewinnen. Man muss schon eine ziemlich tiefschwarze Sonnenbrille aufsetzen, um hier Merkels Handschrift zu erkennen. Wie auch, sie ist ja gar nicht da.
...sacken lassen.

Letzten Freitag war bei mir in Banteln Ortsbegehung. Als ich mit unserem Bürgermeister zufällig vorweg ging, meinte er zum Thema Tempo, dass die Spitze das Tempo vorgibt, nämlich wir beide, die wir vorweg gingen, für alle anderen rund vierzig Personen, die teilnahmen.
Ich antwortete ihm: "Etwas Ähnliches gilt für Mobs. Drängel dich an ihre Spitze, und alle anderen glauben, du führst sie an."
Dass diese Worte nur ein paar Tage später zu einhundert Prozent auf Muberkel passen würden, habe ich bestenfalls geahnt.