Mittwoch, 27. Februar 2013

Full Metal Panic!-Fanfic: Nordatlanktik hat 2.222 Aufrufe erreicht

Was ich schon sehr erstaunlich finde, wenn ich bedenke, wie lange ich an dieser Geschichte nicht mehr weitergeschrieben habe. Dennoch sind die Klickzahlen ehrlich und beständig weiter in die Höhe gegangen. Die Fanbase für Full Metal Panic! im deutschsprachigen Raum muss größer sein, als ich erwartet habe. Und davon profitiere ich mit meiner Fanfic...
Und Gott sei Dank, sehen es mir meine Leser nach, dass ich das halbe Dutzend (?) existierender Romane nach The second Raid vollkommen ignoriere und meinen eigenen Mist zusammenschreibe eine sehr freie Interpretation nutze, um mich im FMP-Universum zu bewegen.

Kurz zusammenfassend: FMP!: Nordatlantik setzt irgendwann nach TSR ein, der dritten Staffel des FMP!-Animes und basiert auf dem Gedanken, dass Mithril weitere Unterseeboote der de Dannan-Klasse für internationale Einsätze erbaut. Eines dieser Boote ist die FEANOR, und ihr Start ins aktuelle Weltgeschehen ist holprig und riskant. Aber letztendlich gelingt die Indienststellung und fortan ist der Nordatlantik ihr von Mithril zugewiesenes Jagdrevier. Aber die Überschneidungen mit den Kollegen von der Pazifik-Flotte kommen schneller und häufiger, als man denkt. Und die Gründe dafür sind oftmals überraschend. Schließlich ist man Armee einer Geheimorganisation...

Soviel zum Plot. Wenn die Klickzahlen so bleiben und die Reviews etwas anziehen, habe ich eventuell genügend Drive, um endlich Folge sechs abzuschließen und den aktuellen Handlungsfaden zu beenden. Also, liebe Leser, strengt Euch an. ^^

Wie immer gilt: Links oben in meinem Blog geht es zu meinen Kaufbüchern als Druckversion und eBook.
Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Dienstag, 26. Februar 2013

Homo-Ehe in Deutschland

Um es vorweg zu sagen, ich bin nicht homosexuell. Daher weiß ich auch nicht, was in homosexuellen Männern und Frauen vorgeht. Das fällt mir schon bei den meisten heterosexuellen Frauen schwer, btw. Auf jeden Fall haben die homosexuellen Männer und Frauen (Männer deshalb zuerst, weil die Zahl von homosexuellen Männern zu homosexuellen Frauen ungefähr zehn zu eins ist), die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, anstatt Alibi-Beziehungen zu führen, einen langen und weiten Weg hinter sich, damit, um es burschikos auszudrücken, schwul sein in Deutschland endlich als normal angesehen wird. (Was es ja auch ist. Ein Teil der Menschen wird immer homosexuell sein. Das hat nichts mit Krankheit zu tun, nichts mit Erziehung oder Training, sondern schlicht und einfach mit Biologie.)
Seit dem Christopher Street-Zwischenfall haben sie einiges erlebt und mitgemacht. Während Schwule und Lesben mancherorts in der Welt noch immer oder schon wieder merkwürdig angestarrt werden, sei es in diversen russischen Städten, die ihre Jugend vor küssenden schwulen Pärchen schützen wollen, sei es in afrikanischen Ländern, die verhinden wollen, dass ihre Oberschüler von Schwulenorganisationen angeworben werden und die Todesstrafe für aktive Schwule fordern, sollte es das in Deutschland doch nicht mehr sein. Aber es sollte klar sein, dass Schwule und Lesben in Deutschland nicht wie die Türkei mit lediglich einer privilegierten Partnerschaft abzuspeisen sind. Nein, manche von ihnen wollen die volle, gleichwertige Ehe, wie die Heteropaare sie bekommen. Und das zu Recht.
...sacken lassen.

Nun regt sich in der Mitte der CDU Widerstand, ausgehend von dem Argument, dass Ehe und Familie vom Grundgesetz besonders geschützt sind, und dass es die gleichgeschlechtliche Ehe demnach eigentlich gar nicht geben dürfe, ohne diesen Schutz aufzuweichen.
Okay... Abgesehen davon, dass Homosexuelle genau diese Ehe anstreben, diesen besonderen Schutz, diese besonderen Privilegien, vergeben durch das Grundgesetz, die Gleichstellung mit dem Rest der Ehen in Deutschland an sich, frage ich mich doch eines...
Ist die CDU-Mitte wirklich so strunzdoof zu glauben, Schwule und Lesben würden einen andergeschlechtlichen Partner heiraten, wenn ihnen die gleichgeschlechtliche Ehe verweigert wird, oder ist das nur ein ziemlich doofer Versuch, dämlich auch noch, um homosexuelle Paare zu diskriminieren?
Letzteres, würde ich sagen, denn so dumm, Erklärung eins zu glauben, würde ich der CDU jetzt nicht unterstellen. Nicht sehr, zumindest.

Liebe CDU, Schwule und Lesben gehören zur Menschheit wie wir Heteros. Sie sind nicht aus dem Nichts gekommen und sie gehen auch nicht weg, wenn Ihr die Augen schließt. Alles, was sie wollen, ist, dass ihre Beziehungen genauso im vollen Umfang anerkannt werden wir unsere, dass sie Verträge als Ehepaar abschließen dürfen, vollwertig adoptieren dürfen und was der Privilegien für ein Ehepaar mehr sind. Alles, was sie nicht tun werden, ist, plötzlich heterosexuell zu werden, als müsse man dafür nur einen Schalter umlegen, sobald es schwierig wird. Ungerecht ist es außerdem.
Also, trollt keine schwulen Menschen, liebe CDU-Mitte. Es fällt immer auf Idioten zurück.

Samstag, 23. Februar 2013

70.000 Aufrufe auf Fanfiktion.de

So, es ist passiert. Meine Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de haben gerade die 70.000 Aufrufe geknackt. Etwas langsamer als letztes mal, als nur elf Tage vonnöten waren; diesmal sind es dreizehn. Mit sieben Rezensionen seither, also 966 insgesamt, habe ich auch nicht gerade einen Staat gemacht. Das heißt, das mögliche Gewinnspiel bei eintausend Rezensionen rückt schon ein wenig weiter in die Ferne und eines zum einhunderttausendsten Klick wird da wahrscheinlicher...

Aber ich will nicht zu pessimistisch klingen. Selbst dreizehn Tage zwischen zwei Tausendern, diesmal sogar ein vierfacher Nuller, ist atemberaubend fix und es inspiriert mich sehr. So sehr, dass ich gestern damit begonnen habe, endlich die überfällige Episode von Anime Evolution: Krieg zu schreiben. Eventuell wird es was bis Montag mit den anvisierten 22 bis 24 Seiten... Mal schauen.

Ich bin jedenfalls motiviert. ^^V
...Ach ja, der Equus Carnifex will ja auch beendet werden. Aber ich kann mich wirklich nicht entscheiden, ob die Bahnstrecke Hannover-Göttingen eine größere Rolle spielen soll, oder nicht...
Nun, in ein paar Tagen (hoffentlich) werdet Ihr meine Entscheidung lesen können.

Achtung, Textbaustein:
Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?
Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^
Textbaustein Ende.


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^ 

Donnerstag, 21. Februar 2013

Einmal kurz gelacht - Kommunalpolitiknachwuchs im Ring der Großen

Ich denke, der Titel sagt alles aus, was ich hier schreiben werde. Es geht um meine Heimat-Samtgemeinde Gronau, natürlich (Samtgemeinde ist ein Zusammenschluss selbstständiger Gemeinden zu einem größeren Verwaltungsgebilde, wobei die einzelnen Mitglieder Kompetenzen abgeben, aber auch behalten, um teilweise selbstständig zu bleiben, btw.) und um deren kommunale Entwicklung.
Seit einiger Zeit bietet sich, grob gesprochen, folgendes Bild in Samtgemeinde und Stadt Gronau:
Im Westen gibt es die große Gemeinde Flecken Eime, die vier Orte umfasst und die einen Discounter und einen Supermarkt ihr eigen nennt; Im Nordnordosten liegt die Gemeinde Betheln, die drei Orte umfasst und keinen Supermarkt ihr eigen nennt. Im Westen liegt die Gemeinde Despetal, drei Orte hoch und ebenfalls nicht mit Supermärkten gesegnet. Wir kommen im Südosten nach Rheden. Drei Orte, ein Achtzehn Loch-Golfplatz, aber keine größeren Einkaufsmöglichkeiten. Direkt darunter die Gemeinde Brüggen, ein Ort, kein Supermarkt. Kommen wir nach Südsüdwest, meinem Heimatort Banteln. Einen knappen Kilometer von Gronau Stadt entfernt, kein Supermarkt.
Nun die Einkaufslage in Gronau selbst. Dort massieren sich im Osten die Märkte, ungefähr zwischen siebenhundert und eintausend Meter von der Innenstadt entfernt; Aldi, das Leinecenter mit LIDL und Netto, REWE und Penny sind hier zu finden. Die Innenstadt selbst hält weder einen Vollversorger, noch einen Discounter bereit. Es gibt Bäcker und Schlachter, aber keine Einkaufsmöglichkeit für Dinge des persönlichen Bedarfs. Der Westen nun ist vollkommen einkaufsfrei.
Nun gibt es seit einiger Zeit Bestrebungen, ein sogenanntes Fachmarktzentrum im Westen der Stadt zu errichten (nicht zuletzt, weil die dort geplanten Bauplätze nicht angenommen werden und neue Bauprojekte in das begehrte Baugebiet im Südosten der Stadt ausgelagert werden), was am Veto des Landkreises gescheitert ist. Zu groß. Zudem merkten die Geschäfte in der Innenstadt an, das neue Center würde ihnen die Kunden abspenstig machen.
Es gibt derzeit eine abgespeckte Version, die dem Landkreis zur Genehmigung vorliegt, die erheblich verkleinert wurde. Sie hält aber vor: Einen Vollversorger, einen Schuhdiscounter, ein großes China-Restaurant und ein Sportsbar-Entertainment-Center. (Liste eventuell nicht vollständig.)
...sacken lassen.

Vorab erst mal eins. Für mich als Bantelner ist klar: Einen Supermarkt kriegen wir in Banteln weder genehmigt, noch finanziert. Nicht mal einen Discounter wie Penny oder Netto, geschweige denn einen NP. Für mich bedeutet ein Vollversorger im Westen der Stadt eine erhebliche Verkürzung der Einkaufswege und die beste Lösung angesichts der Tatsache, dass man als Bantelner zwischen Eime und Gronau zu wählen hat. Wobei ich persönlich in neunundzwanzig von dreißig Fällen nach Gronau fahre. Ich fände demnach die Einrichtung des Fachmarktzentrums in dieser abgespeckten Version nicht nur sinnvoll, sondern dringend notwendig. Näher kommt Banteln nicht an einen eigenen Supermarkt, fürchte ich.
...sacken lassen.

Wir kommen zum Titel, nachdem ich die Vor-Ort-Situation und meine persönliche Meinung kundgetan habe.
Tatsache ist, dass das Fachmarktzentrum im Westen der Stadt dem örtlichen Verband der Kaufleute selbst in der abgespeckten Version wehtut, um nicht zu sagen, erhebliche Zahnschmerzen bereitet. Am liebsten hätten sie es ganz weg, egal ob sie die Waren, die dort angeboten werden sollen, vorhalten können oder nicht. Deshalb schießt dieser Verband teils unter Unterstützung der Opposition erheblich gegen diesen Antrag.
Ich will mich jetzt nicht darüber auslassen, dass bereits ein Elektronik-Fachmarkt der Schere zum Opfer fiel, der vielen den Weg nach Hildesheim oder Hannover erspart hätte; ich möchte auch nicht mehr als notwendig darauf hinweisen, dass, wenn die Samtgemeinde das Fachmarktzentrum nicht baut, die Stadt Elze oder die Samtgemeinde Nordstemmen die Gelegenheit ergreifen und etwas Vergleichbares bauen werden; ich will auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen, sondern zum Thema kommen: Gestern stand in der LDZ ein Artikel über die Junge Union in der Samtgemeinde Gronau, die sich mit einem speziellen Aspekt des geplanten Fachmarktzentrums auseinander gesetzt hat: Mit der Sports- und Entertainment-Bar. Fakt ist, dass die Pläne ein Bowling-Center, eine Sportsbar und eine Abteilung ab achtzehn mit Spielautomaten vorsehen. Grund genug für die kleinen Kinder die Junge Union, nicht nur Konsequenzen für das Jugendzentrum Gronau zu sehen, sondern auch noch Jugendschutz-Probleme.
...sacken lassen.

Okay, ich will fair&square die Karten auf den Tisch legen: Liebe Junge Union Gronau, hackt es bei Euch? Was sollen diese Anspielungen auf den Jugendschutz? Welche Befürchtungen hegt Ihr da, die nicht an den Haaren herbeigezogen sind? Alkohol? Es gibt sechs, sieben Lokale allein in der Innenstadt oder deren Umgebung, die Alkohol ausschenken. Wie zum Henker soll eine Sportsbar diese Gefahr des Missbrauchs durch Jugendliche merklich erhöhen können? Der Spielhallen-Sektor? In seiner Hochzeit gab es drei Spielecenter in Gronau. Ich habe in jedem einzelnen schon mal gesessen und gespielt, meistens Billard. Jetzt ist es nur noch eines. Zudem ist der geplante Bereich in der Sportsbar streng ab achtzehn, wie es übrigens das Gesetz vorsieht. Und das ahndet wohlwollende Duldung von Gesetzesübertretungen der Betreiber, den Jugendschutz betreffend, sehr streng.
Was ist da noch? Ach ja, die Bowling-Bahn. Der Inbegriff der Sünde. Wir wissen ja alle, wie sehr eine Bowling-Bahn Jugendliche vom rechten Pfad abbringt und dem Pfad der Sünde zuführt. Ich meine, Bowling ist ja nicht mal ein Sport. Zudem müssen da vor allem die Mädchen und Frauen merkwürdige Verrenkungen machen, die bestimmt zum Verfall von Moral und Sitten führen. Sarkasmus aus.
...sacken lassen.

Natürlich sind die von der Jungen Union vorgebrachten Argumente nichts weiter als Nebelkerzen, Scheinargumente und heiße Luft, vorgetragen, um weitere Argumente zu haben, warum das Fachmarktzentrum bitte, bitte NICHT gebaut werden soll. Damit macht die Junge Union einen Schulterschluss mit den örtlichen Gewerbetreibenden, die gegen das Zentrum polemisieren, egal ob ihr Warenangebot betroffen ist oder nicht. Ich sag's ganz ehrlich, hysterische Hexenjagd ist nicht meins und das letzte Wort hat eh Herr Flory vom Landkreis. Da könnt Ihr noch so dagegen sein - es ist nun mal so.
Auch Scheinargument Nummer zwei, "man" müsse sich doch zuerst darum kümmern, wie es dem JUZ geht und dieses fördern, geht vollkommen am Thema vorbei.
Vor ca. drei Jahren hat sich die SPD ausgiebig mit dem Jugendzentrum beschäftigt und Fragebögen ausgewertet. Daraus ging eindeutig hervor, dass je älter die Jugendlichen werden, desto weniger identifizieren sie sich mit den JUZ und gehen auch hin. Das beginnt etwa ab sechzehn Jahren. Das ist ein Trend, den man kaum umgehen kann. In der gleichen Umfrage kam übrigens auch heraus, dass die Jugend der Samtgemeinde so etwas wie die Sportsbar sehr zu schätzen wissen wird. Ein "junges" Ambiente wie Bowling ist etwas, was bei uns dringend fehlt. Zusammen mit der Möglichkeit geselligen Beisammenseins in der Sportsbar eröffnen sich hier Optionen, die zu befriedigen bisher Alfeld oder Hildesheim hatten vorhalten müssen. Nun können wir die Jugendlichen und Heranwachsenden mit der potentiellen Sportsbar vor Ort unterhalten (und die Gewerbesteuern in der Samtgemeinde behalten, btw.).
Und was das JUZ angeht: Niemand, wirklich niemand, hindert das JUZ daran, mit dem Bowling-Center einen Kontrakt auszuarbeiten, der den Besuchern des JUZ günstige Konditionen für die Bowling-Bahn anbietet. ICH würde das als Samtgemeindebürgermeister in die Betriebserlaubnis einbauen. Und nebenbei bemerkt, eine Bowlingbahn in Gronau? Ich würde dort spielen.

Liebe Junge Union, es ist vollkommen legitim, die Interessen eines Teils der Bevölkerung zu vertreten. Es ist auch vollkommen okay, dabei einseitige Standpunkte zu vertreten, um ein Gegengewicht gegen reine Befürworter zu bilden. Was aber nicht in Ordnung ist, das sind Scheinargumente wie Jugendschutz und Schäden für das JUZ anzuführen, die so nie stattfinden werden. Oder soll die Schülerhilfe am Nachmittag in Zukunft nicht mehr mit Hilfe des JUZ, sondern mit Hilfe der Sportsbar durchgeführt werden?
Liebe Junge Union, Ihr werdet zitiert, dass Ihr nicht die Maria machen wollt. Da habt Ihr Recht. Es ist mehr der Judas, nicht so sehr die Maria. Entschuldigung, aber ich als Bantelner, der Vollversorger, China-Restaurant und Bowling-Center mit Sportsbar im Westen Gronaus haben will, ist es wirklich die Verschacherung einer guten Sache für dreißig Silberlinge.
Better luck next Time, Junge Union Gronau.

Und wenn wir schon mal dabei sind: Liebe Kaufleute in Gronau, reicht es denn nicht, wenn die Politik verspricht, dass es nur sortimentsfremde Artikel zu kaufen geben wird, die es in der Innenstadt nicht gibt? Warum diese Diskussion über alternative Standorte (z.B. auf dem Gelände der jetzigen Realschule) und die Polemik gegen jede Form von Fachmarktzentrum?
Bedenkt doch bitte folgendes: Wird das Fachmarktzentrum tatsächlich gebaut, rückt Gronau den Schienen der Bundesbahn ERHEBLICH näher. Und damit fällt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Strohkraftwerk tatsächlich an die Bahnstrecke gebaut wird. Und Ihr wollt Euch doch nicht wirklich mit der Bürgerinitiative "Saubere Luft" anlegen, weil Ihr deren Vorteile torpediert, oder?
Ich habe es getan und bin immer noch stinksauer. Na ja.
Überlegt es Euch, liebe Gronauer Kaufleute.

Montag, 18. Februar 2013

Für den Kaiser - Die Diadochen, das eBook

Ich weiß, ich weiß, ich hatte die eBook-Version vom zweiten Teil meiner Quadrologie Für den Kaiser schon viel früher versprochen. Aber jetzt habe ich sie endlich in einer Nacht und Nebel-Aktion fertiggekriegt. Und weil ich wirklich, wirklich darauf hoffe, dass sich eBooks leichter verkaufen lassen als gedruckte Bücher - wobei ich es immer hochwillkommen finde, wenn ich eines meiner Bücher in gedruckter Form in Händen halten und es signieren darf - verkaufe ich Die Diadochen, das eBook über die lulu.com-Homepage auch zu erfreulich günstigen 3,50€.
Einziger Haken dabei ist natürlich, dass der Anbieter, der meine Arbeiten vertreibt, weiterhin in den USA sitzt. Bei einem eBook nicht so relevant, aber um es kaufen zu können müsst Ihr Paypal haben.
Natürlich könnt Ihr die nichtüberarbeitete Fassung weiterhin auf Twobt.de, Fanfiktion.de und Battletech.info lesen. Aber ehrlich, ganz ehrlich, so als eBook liest es sich doch schon sehr viel angenehmer. ^^V


...sacken lassen.
Noch ein paar Worte in eigener Sache und eine kurze Erklärung, warum es so lange gedauert hat, bis ich die eBook-Fassung fertig hatte.
Grund Nummer eins ist natürlich lulu.com selbst, das seinen Service, Bücher für den Druck automatisch zu eBooks zu konvertieren, von heute auf morgen abgeschafft hat. Curse you, lulu.com.
Grund zwei ist, dass ich es mir sehr viel aufwändiger vorgestellt habe, ein eBook zu erstellen. Tatsächlich werden sich das Cover der gedruckten Version und der eBook-Version unterscheiden, ich weiß. Man möge es mir verzeihen.
Grund drei hingegen ist der gewichtigste. Amazon.de.
Regelmäßige Leser meiner Seite wissen, dass ich mit der lulu.com-Lösung nicht wirklich zufrieden bin. Das teure Porto macht aus einem Einzelkauf nicht gerade ein Vergnügen. Und je mehr man kauft, desto teurer wird der Portospaß auch noch. Und verpasst man dem Projekt eine ISBN-Nummer, fällt zwar das Porto weg und man kann das Buch im Buchhandel oder über Amazon.de bestellen - aber es wird dann auch gleich eine ganze Ecke teurer, ohne dass das Mehreinnahmen für mich armen Autor bedeutet... Daher war ich letzten Mai auch sehr froh vom Vortrag von Corinna Rindlisbacher vom eBokks-Team auf der Phantastika-Con, auf dem sie die Vertriebsmöglichkeiten von eBooks und gedruckten Büchern über Amazon.de vorgestellt hatte... Eine günstigere und praktischere Alternative, vor allem, wenn man bedenkt, dass Amazon.de kein Porto für den Versand gedruckter Bücher nimmt.

Dennoch habe ich gezögert und gezögert, mich mit Amazon.de auseinander zu setzen und meine Arbeiten dorthin zu transferieren... Nein, nicht weil ich faul war, sondern weil ich mit Amazon.de nicht wirklich glücklich war. Denn alle Jahre wieder gibt es Berichte darüber, wie miserabel der amerikanische Konzern seine deutschen Mitarbeiter behandelt - und es ist ihm egal.
Ich empfehle hierzu die Lektüre des aktuellen Spiegelfechters-Blogposts zum Thema über die (Ohn)Macht des Verbrauchers und diesen Blogpost aus dem Blog "Von Nullen und Einsen", in dem der Autor Ralph Phister die Frage stellt und beantwortet, inwieweit der derzeitige Shitstorm, der Amazon.de wegen der miserablen Arbeitsbedingungen seiner Angestellten trifft, wohl schadet: Nämlich gar nicht. Dazu ist Amazon.de in einer zu guten Marktposition und dazu ist es viel zu bequem, dort online zu bestellen.

Aber wie es der Spiegelfechter so schön gesagt hat: Einkaufen ist abstimmen mit den Füßen. Und deshalb werde ich nun mein Kaufverhalten überdenken und meine Bestellungen bei Amazon.de vorerst einstellen. Zwar kann ich wegen der ISBN nicht anders und Die Allianz - Im Korridor der Sterne ist weiterhin dort erhältlich (und ja, der Link ist ein Partnerlink. Es ist ausgleichende Gerechtigkeit, wenn ich mir einen Teil von Amazon.de's Gewinn abzwacke), aber vorerst bleibe ich mit meinen anderen Projekten auf der teuren, schwierigen Portofressenden amerikanischen Plattform lulu.com. Ich ziehe nicht um, bevor sich nicht etwas Entscheidendes bei Amazon.de ändert. Und nein, kein Direktlink, meinen Partnerlink ausgenommen, von dem Amazon.de nicht profitiert.

Also, nehmt meine Entscheidung und die daraus resultierenden Nachteile bitte (vorerst) hin. Ich mache mir das nicht leicht, denn die Buchveröffentlichung über Amazon.de ist sehr praktisch. Aber ein Konzern, der drei Prozent Umsatzsteuer weniger zahlt, weil er in Luxemburg registriert ist (und die bezahlt er logischerweise in Luxemburg), verdient das deutsche Online-Geschäft nun wirklich nicht.
Ich verlange nicht, dass Ihr auch nicht mehr bei Amazon.de einkauft. Aber ich bitte Euch, folgt mir zumindest bei meiner Entscheidung, meine eigenen Bücher betreffend. Ich danke Euch für Euer Verständnis.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

4.000 Aufrufe auf Ultimate Perry Rhodan

Wow, sage ich da nur. Dass ich mit einer Perry Rhodan-Fanfiction auf einer Seite wie Fanfiktion.de, die nur eine äußerst kleine Perry Rhodan-Sparte besitzt, einmal viertausend Aufrufe erreichen würde, hätte ich nicht so schnell erwartet. Tatsächlich habe ich Ende August letzten Jahres noch die letzte Schnapszahl verkündet; seither sind sechshunderteinundsiebzig Klicks dazugekommen.
Richtig, meine Perry Rhodan Fanfiction Ultimate Perry Rhodan hat sogar schon 4.004 Aufrufe erreicht. Wobei die Zahl der Reviews nicht merklich angestiegen ist. (Genauer gesagt gab es einen Review zu meinem vor zwei Tagen hochgeladenen neuen Kapitel. Aber ich jammere auf hohem Niveau, ich weiß)
Das ist eben das alte Dilemma; es gibt viele Klicks, aber wenig Feedback. Ich weiß nicht, wieso. Folgen viele Leute dem Motto: Wenn du nichts gutes zu sagen hast, sage lieber gar nichts?
Das wäre natürlich ein Credo, das vielen Leuten in diversen Fanforen gut zu Gesicht stünde - aber doch nicht beim Publikum von Perry Rhodan. Na ja, Schwamm drüber. Ich schreibe jedenfalls weiter dran, veröffentliche auf Fanfiktion.de und erwarte weiterhin Klickzahlen, die Ultimate Perry Rhodan auf dieser Seite zu meiner zweiterfolgreichsten Geschichte macht.

Und keine Angst, ich freue mich über wirklich jeden Review.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

P.S.: Den Ansturm, so will ich es mal nennen, auf meine Fanfiction verdanke ich zu einem beträchtlichen Teil Klaus N. Frick, der meinen entsprechenden Werbe-Tweet an seine Follower weitergetweetet hat. Oder war es Perry Rhodan selbst? Ich weiß es nicht mehr. Aber danke fürs Retweeten. ^^V

Freitag, 15. Februar 2013

8.000 Aufrufe auf die Konoha Side Stories

Das hat ja wahrlich nicht lang gedauert. am 08.02. berichtete ich noch von der Schnapszahl 7.777 für
die Konoha Side Stories auf Fanfiktion.de, sieben Tage später sind auch die zum nächsten Tausender notwendigen zweihundertdreiundzwanzig Aufrufe hinzu gekommen, um die 8.000 zu schaffen. Damit ist und bleibt KSS meine stärkste, meistgelesene und mit einhundertdreiundvierzig Reviews auch am meisten kommentierte Geschichte auf Fanfiktion.de.
Und das mit Abstand. Der nächste Text in der Liste, Ultimate Perry Rhodan, steht zwar knapp vor der 4.000, was ich für ein Perry Rhodan-Projekt auf Fanfiktion.de für sehr, sehr viel halte, genau gesagt steht der Counter bei 3.971 Zählern (und immerhin dreizehn Reviews), aber das ist nicht mal mehr die Hälfte von KSS.
Deshalb bedanke ich mich bei allen Anklickern, allen, die den Text dann auch lesen, allen, die mir per Mail oder auf Twobt.de oder Animexx.info Kommentare hinterlassen sowie an alle, die zu den einhundertdreiundvierzig aktuellen Reviews beigetragen haben. Wenn Ihr nur halb so viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben hatte, dann will ich sehr zufrieden sein. ^^V

Übrigens, < ---- dort am linken Rand meines Blogs findet Ihr meine erwerbbaren Bücher als Druckform oder als eBook. Ich freue mich über jeden einzelnen Verkauf. Die steigern übrigens nicht nur mein Vergnügen am Schreiben, sondern auch meine Möglichkeiten, dies zu tun.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.


P.S.: Irgendwie spinnt Blogspot. Ständig habe ich mit irgendwelchen Steuerzeichen zu kämpfen, die gar keine sind. ^^°°°

Donnerstag, 14. Februar 2013

Es gibt doch Gerechtigkeit auf dieser Welt...

...denn wie tagesschau.de heute vermeldet, hat die spanische Polizei zehn mutmaßlich Verdächtige festgenommen, die u.a. den sogenannten BKA-Trojaner programmiert und vom erpressten Geld profitiert haben sollen. Ich habe darüber gebloggt, weil ich das Ding auch auf dem PC hatte.

Kurz nochmal die Zusammenfassung, was der BKA-Trojaner überhaupt ist: Es handelt sich um einen Trojaner, d.h. ein Schadprogramm, das auf den PC eingeschleust wird und dann sein schändliches Werk beginnt. Normalerweise öffnen Trojaner eine Backdoor, über das der Cracker dann Zugriff auf das System des Geschädigten erhält. In diesem Fall aber sperrt der Trojaner, einmal aktiviert, die Systemeingabe im aktiven Profil und blockt den Bildschirm mit einer als amtlicher Warnung kaschierter, in schlechtem Deutsch verfassten Warnung, man sei bei irgendwelchen illegalen Tätigkeiten erwischt worden und man hätte ganz viele Pfui bäh-Dinge auf dem PC geortet. Und nun müsse man einhundert Euro per E-Geld-Transfer bezahlen, als einmalige Strafzahlung, damit der PC wieder entsperrt wird.
...wird er natürlich nicht. Egal, wie viel man bezahlt. Und damit sitzt man da, mit einem Trojaner auf dem System und einem System, mit dem man nicht mehr arbeiten kann.
Tja, anscheinend haben die Spanier die Bande hochgenommen. Ein Gericht wird sich der Sache annehmen und entscheiden, ob die Männer dieses Verbrechens schuldig sind und wie mit ihnen zu verfahren sein wird. Ich denke, nach einer entsprechenden Bestrafung steht dem einen oder anderen aus der Gruppe durchaus eine diesmal legale Karriere im Computer-, und Internetsektor bevor. So viel Energie kann man ja nicht verschwenden, und wenn man es von krimineller in legale Energie wandeln kann, soll es mir recht sein. Klar, der BKA-Trojaner in seinen ungezählten Varianten kostet Nerven ohne Ende, aber er macht ja nichts kaputt. Und zahlen werden immer nur die DAU, die dümmsten anzunehmenden User.
...sacken lassen.
Damit ist das Thema für mich erledigt. Ihre kriminelle Energie hat sie - voraussichtlich - in die Fänge der Justiz getrieben und die Spanier haben zugeschlagen. Alleine die Amtsanmaßung wird ihnen einiges einbringen. Die Erpressung in über einhunderttausend Fällen pro Jahr minimal, nur gerechnet anhand von denen, die gezahlt haben, wird auch nicht gerade das Strafmaß mindern. Und sie haben sicher jeden einzelnen Tag verdient.
Was für mich aber der erfreuliche, geradezu grandiose Nebeneffekt ist: Ein großangelegter Internetbetrug wie die so typischen Abo-Fallen und der Abmahnwahnsinn wurde von der Polizei ernstgenommen und die mutmaßlichen Täter nach den Ermittlungen vorläufig festgenommen. Nach de Vorführung vorm Richter werden sie in Haft genommen. Das lässt mich darauf hoffen, dass das Thema Internetkriminalität bei unseren Ordnungshütern verstärkt Beachtung finden wird. Denn, Herrschaften, das Internet ist KEIN Rechtsfreier Raum und war es auch noch nie.

Montag, 11. Februar 2013

Menschlich nicht in Ordnung, Frau von Cramm?

Okay, okay, ich hinke etwas hinterher: Ich beziehe mich bei meinem heutigen Post auf einen Artikel in der Leine Deister Zeitung von letztem Freitag, wo besagte Zeitung im regionalen Teil regionale Politiker der CDU zu Wort kommen ließ, um ihre Meinung über den Entzug des Doktortitels von Frau Schavan kund zu tun.
Vorweg dazu einmal für alle, die es nicht mitbekommen haben: Frau Anette Schavan, ehemals Doktor phil., bekam von ihrer Universität ihren Doktortitel aberkannt, weil die dortige Prüfungskommission rund einhundert Seiten ihrer Doktorarbeit als direktes und indirektes Plagiat erkannt hat. Dies zog einige Reaktionen nach sich; die letzte war ihr Rücktritt von ihrem Posten als Bundesbildungsministerin.
Dabei, das möchte ich hier noch mal kurz festhalten, weist Frau Schavan jegliche Täuschungsabsicht von sich, kann sich aber nicht auf andere Zitatregeln in den siebziger Jahren berufen, wie Stefan Weber, an der Uni Wien habilitiert und Spezialist für plagiierte Doktorarbeiten, in einem tagesschau.de-Interview eindeutig sagt, da die Promotionsvorschriften die gleichen seien wie heutzutage
Oder anders ausgedrückt: In Zeiten ohne Internet und allgemeiner Verfügbarkeit des Wissens der Menschheit kann man so ein großräumiges Kopieren vielleicht nicht bemerken, in unserer Zeit ist das hinfällig. Gut, gut, mag man jetzt anmerken, die Frau Schavan hat aus Versehen Texte, die sie schon kannte, in ihre Doktorarbeit eingebaut, und das passiert ja schonmal. Aber einhundert Seiten und davon nur ein Teil abgewandelt? Abgesehen davon muss sich Frau Schavan schon für sie unangenehme Fragen gefallen lassen.

Aber kommen wir zur Überschrift. Kommen wir zu den Kommentaren regionaler CDU-Politiker. So hat Klaus Krumfuß, Direktabgeordneter der CDU im niedersächsischen Landtag, gesagt: "Ich schätze die Arbeit von Frau Schavan sehr. Sie hat in den vergangenen Jahren viele Leuchttürme in der Bildungspolitik entwickelt."
Das halte ich für eine gute Aussage, die sich auf ihre Leistungen in der Politik bezieht, nicht auf ihre Doktorarbeit, und ihre Arbeitsweise hervorhebt. Das kann man stehenlassen.
Klaus Knoke, Vorsitzender der Gruppe UWE/CDU/Grüne, sagte unter anderem: "Die Uni hat versagt."
Damit hat er natürlich Recht, und selbstverständlich unterstütze ich das Nichtgesagte, nämlich dass eine Uni einfach nicht versagen dürfte. Deshalb müssen m.E. sämtliche Doktorarbeiten an deutschen Universitäten auf den Prüfstand.
Was aber gar nicht geht, das ist die Aussage von Frau von Cramm, Stadtverbandsvorsitzende der Elzer CDU und Kreistagsabgeordnete. Ich zitiere aus dem Text: [...]Aus ihrer Sicht sei der Zeitpunkt des Plagiatsvorwurfs gegenüber der Bildungsministerin aus Reihen der CDU von den Sozialdemokraten bewusst so gewählt. Sie will gehört haben, dass die SPD sogar Leute eingestellt habe, die darauf angesetzt werden, "solche Geschichten" auszugraben. "Das ist doch Hetze vor der anstehenden Bundestagswahl..." [...]
Und es geht weiter: [...]Bei der SPD würde man solche Fälle nicht aufdecken, weil die gar nicht so viele Mitglider mit Doktortitel hätte.[...]
Und: [...]"Lächerlich. Ein Mord wäre längst verjährt."[...]
...sacken lassen. Sehr, sehr, sehr lange sacken lassen.

Einer der Gründe, warum ich erst heute darauf eingehe, ist, damit ich ruhiger werde und keinen brandroten Leserbrief schreibe. Dazu juckt es mir immer noch in den Fingern, mich wahnsinnig über diese Schulhofhafte Verteidigung und die Vorwürfe an meine Partei - Ihr habt hoffentlich nicht vergessen, dass ich Kommunalpolitiker der SPD bin (sehr, sehr, sehr kommunal im Gemeinderat) - aufzuregen und einen Leserbrief zurückzufeuern.
Nun, ich habe mich beruhigt und gehe vorerst nur auf meinem Blog auf Frau von Cramm ein.


Sehr geehrte Frau von Cramm, es mag nicht vorstellbar für Sie sein, dass das Aufdecken noch eines Doktors, der nie hätte einer werden dürfen, keine SPD-Kampagne ist. Und es ist Ihr gutes Recht, das zu glauben. Aber wie ich schon in meinem Kommentar zu von Guttenberg schrieb: Man hat gefunden. Und zwar kräftig. Im Moment sieht es ganz so aus, als hätte Frau Schavan absichtlich plagiiert. Die Universität Düsseldorf geht davon aus, sonst hätte sie Frau Schavan den Doktortitel nicht entzogen. Da stellt sich mir die Frage: Wenn es eine SPD-Kampagne ist, ja, wenn sogar eigens dafür eingestellte Leute gezielt nach gegutteten Doktorarbeiten suchen -  warum macht Ihre Partei es denen dann so leicht, Doktoren zu finden, die niemals hätten Doktor werden dürfen, Frau von Cramm? Können Sie wirklich der SPD vorwerfen, dass sie eventuell findet? Oder gilt Ihr Vorwurf eher dem Umstand, dass sie eventuell überhaupt sucht? Wobei ich persönlich nicht davon überzeugt bin, dass es so eine Kommission gibt. Das Internet ist dynamisch genug, um selbst für solch einen Effekt zu sorgen. Dazu braucht es keine SPD-Leute, keine SPD-Mentalität und erst Recht kein SPD-Geld.
Der Zeitpunkt, das gebe ich zu, ist vor einer Bundestagswahl. Aber gestehen Sie der SPD doch ein wenig Verstand zu, dass sie diese Bombe, so sie denn dafür verwantwortlich wäre, möglichst erst im Frühjahr oder Sommer hätte platzen lassen, damit es für die Bundestagswahl den größtmöglichen Effekt gegeben hätte.

Ihr Vorwurf, bei der SPD würde man solche Vorwürfe gar nicht aufdecken, weil sie gar nicht so viele Doktoren hätte, kann ich entkräften. Auch wir haben Doktoren, denen selbstverständlich der Doktortitel entzogen wird, wenn sie ihn durch gutten erlangt haben. Davon aber einmal abgesehen halte ich diesen Vorwurf von Ihnen für den lächerlichsten Ihrer Aussagen. Das wirkt wie Schulhof-Trotz-Verhalten: Ätsch, wir haben trotzdem mehr Doktoren als Ihr. Sind Sie sich sicher, dass solch eine Aussage einer Kreistagsabgeordneten würdig ist? Davon abgesehen, sind Sie sich sicher, dass die SPD weniger Doktoren in ihren Reihen hat als die CDU? Ich bin es nicht.

Und zuguterletzt gilt es, eine Bildungslücke zu schließen. Sie sagten: "Lächerlich, ein Mord wäre längst verjährt."
Dieser sehr unpassende Vergleich, was soll er bezwecken? Abgesehen davon, dass es Unsinn ist, eine geguttete Doktorarbeit mit Mord zu vergleichen? Sowohl was die Ernst der Tat als auch die Härte der Strafe betrifft, wird hier mit zweierlei Maß gemessen; beide Taten haben nichts miteinander gemein. Im Gegenteil, solange die Universität Düsseldorf der Meinung bleibt, Frau Schavan gehört der Doktortitel entzogen, sehe ich keinen Grund, dies in Frage zu stellen. Der Rechtsweg bleibt Frau Schavan natürlich offen. Der Vergleich mit einem Mord ist nicht nur vollkommen unangebracht, Sie implizieren damit, dass eine geguttete Doktorarbeit "nicht so schlimm wie Mord ist". Da haben Sie natürlich Recht. Und auch wieder nicht. Denn für die Doktorarbeit gibt es einen Titel, für Mord nicht. Wer eine Doktorarbeit fälscht, kann viel erlangen, wer mordet, riskiert alles, was er hat.
Deshalb hinkt Ihr Vergleich nicht nur nicht, er assoziiert Ihr Verhalten mit einer, pardon, beleidigten Leberwurst ganz nach dem Motto: Was habt Ihr Euch erdreistet zu finden? Was habt Ihr Euch erdreistet, überhaupt zu suchen?
Nebenbei bemerkt: Dank Helmut Schmidt verjährt Mord in Deutschland nicht mehr.

Sehr geehrte Frau von Cramm, natürlich können Ihre Worte und Zitate aus dem Zusammenhang gerissen sein, was meine Antwort hier um vieles zu scharf macht. Sollte das der Fall sein, entschuldige ich mich dafür. Immerhin war ich nicht dabei, als Sie interviewt wurden.
Auf der anderen Seite, wenn Herr Rolf Kuhlemann alles wortwörtlich wiedergegeben hat, muss ich mich doch sehr über Sie wundern. Diese viele Vorwürfe an die SPD klingen wirklich, wirklich - ich bemühe den Vergleich erneut - an eine beleidigte Leberwurst.
Sehen Sie, Herr Klaus Krumfuß (MdL) hat Frau Schavan mit seiner Aussage genützt und ihre Arbeit gewürdigt. Sie hingegen haben Schuld, die es nicht gibt, auf die SPD abzuwälzen versucht. Es hätte nur noch ein Vorwurf wie in der WELT gefehlt, dass ja eigentlich die SPD an der Doktorarbeit überhaupt Schuld gewesen sei. Wobei er geflissentlich übersieht, dass die Düsseldorfer Universität von der CDU gegründet wurde... Aber wenn es so schön passt...
Sind Sie sicher, Frau von Cramm, dass Sie in solche Gesellschaft gestellt werden möchten?
Ich kann Ihnen nicht in den Kopf gucken, habe es gleichwohl aber probiert. Auch dafür entschuldige ich mich, denn wenngleich ich keinen Doktortitel habe und/oder in der CDU bin, so bin ich höflich genug einzugestehen, dass ich spekuliert habe. Ob meine Spekulationen zutreffen oder falsch sind, mögen andere entscheiden. Sie zum Beispiel, Frau von Cramm.

Mit freundlichem Gruß,
Alexander Kaiser, kein Doktor, kein CDU-Mitglied und auch kein Journalist. Einfach nur Alexander Kaiser.

Sonntag, 10. Februar 2013

Gaaaaanz knapp vor der 70.000...

Wie knapp? Superknapp. Am 30.01. noch habe ich die 68.000 Aufrufe meiner Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de gemeldet, heute sind es schon 69.000. Und das nach nur elf Tagen, was noch immer beträchtlich unter meinem vierundzwanzig Tage-Rhythmus ist, der mich zuvor Jahre begleitet hat. Auch mein neuer zwölf Tage-Rhythmus wird damit locker geknackt.
Dazu kommen 959 Rezensionen, was seit dem 30. neunzehn Plus macht (und ich will jetzt nicht auf Diskussionen oder halbe Doppelposts eingehen, nur mich still freuen ^^ ) und auch weit mehr ist, als ich gewohnt bin. Wenn es so weitergeht, kann ich ja schon absehen, wann ich einhunderttausend Mal angeklickt wurde. ^^V
Was bedeutet das für mich als Autor? Nun, die Zahl der Klicks hat sich statistisch gesehen rapide erhöht. Die Zahl meiner Reviews hat sich ebenso rapide erhöht. Im März letzten Jahres habe ich noch stolz die vierhundert verkündet, nun bin ich nicht mehr fern von der eintausend. Die steigenden Klick- und Review-Zahlen sagen mir ganz unverblümt, dass ich die Zahl meiner Leser rapide vermehrt habe und eventuell noch immer tue. Darüber freue ich mich natürlich sehr. Und ich bedanke mich bei allen alteingesessenen Lesern, bei allen Neuen, die in meinen Geschichten stöbern (übrigens dachte ich bis vor kurzem noch, ich wäre ein wirklich rühriger Autor. Aber gemessen an einigen von denen, die hauptberuflich schreiben, stecke ich wohl im Mittelfeld. Lediglich mit meiner Varianz habe ich etlichen Profis was voraus. ;D ), natürlich allen regelmäßigen Kommentatoren und auch denen, die bisher nur einmal kommentiert haben. Ich freue mich über jeden Klick und auch oder besser gerade über jeden Review, versprochen. ^^

Neunhundertneunundfünfzig Reviews bedeutet natürlich auch, ich komme der Eintausend immer näher. Und wenn ich die knacke - wenn Ihr die knackt - gibt es wieder ein paar Preise nichtmaterieller Art zu gewinnen. Vom so beliebten: Was schreibt Ace als Nächstes weiter bis zu anderen feinen Dingen, die ich mir noch überlegen werde.(Ja, das war ein Textbaustein aus dem alten Post.)

Achtung, Textbaustein:
Noch ein kurzer Roll für alle, die hier reinschauen und sich gerade fragen: Worüber redet der Kerl da überhaupt?
Also, ich schreibe gerne, und die Geschichten da oben sind ein Teil meiner Ergebnisse, die ich auf mehreren Foren, unter anderem Fanfiktion.de, poste.
Dazu gehören natürlich die Konoha Side Stories, die meine meistgeklickten und meistreviewten Geschichten sind -  in allen Foren, wo ich sie poste. KSS ist eine Naruto-Fanfiction, allerdings mal quasi von "außen" betrachtet, weil mein Hauptprotagonist kein Haupthandlungsträger ist, sondern ein Ninja wie Du und ich. ^^
Auch die Sturmtruppen in der ersten Linie ist eine Fanfic, eine Star Wars-Fanfic. Aber auch hier betrachte ich das Geschehen auf meine Art. In diesem Fall aus Sicht des Corellianers Jaava Hus, der nach einer Strafversetzung zu den Sturmtruppen seinen neuen Dienst auf Tatooine antreten muss, just zu einem Aufstand der Tusken...
Equus Carnifex ist ein Krimi, den ich zu schreiben versprochen habe, weil betty ihn bei meiner letzten Verlosung gewonnen hat. Im Prinzip geht es um einen umtriebigen Pferderipper im schönen Leinebergland und um ein gewissen Früchtchen von Cousine aus Karlsruhe, die den armen Leo damit traktiert, unbedingt den Täter finden zu wollen...
Und dann ist da noch Anime Evolution V, auch eine durch und durch eigene Geschichte, die ich damals als Parodie auf Animes begonnen habe, bis die Geschichte anfing, sich selbst ernst zu nehmen. Folgt mir in eine Welt voller Mechas, Gigantschiffe, Außerirdischen, einem Helden, der nur sooo knapp dran vorbeischrappt, seinen eigenen Harem zu kriegen, und natürlich das übliche Highschool-Leben, das man hat, wenn man Top eins der Erdverteidigung gegen die bösen Kronosier ist...
Beyonder ist eine Science Fiction-Geschichte, die tatsächlich im Nirgendwo beginnt. Menschen erwachen unter dem Licht zweier Monde. Sie tragen merkwürdige Kampfrüstungen. Und sie werden beschossen. Kein Zweifel möglich, jemand hat sie gegen ihren Willen in einen Kampf geworfen, und das fern der Erde. Wäre da nicht Alex Tarnau, der Ruhe und Struktur in die versprengten Menschen bringt, sie wären allesamt verloren. So aber tun sie den geheimnisvollen Schöpfern, die sie hier ausgesetzt haben den Gefallen und führen ihnen ihren Krieg - immer im Hinterkopf, dass dies die einzige Chance ist, um wieder nach Hause zu kommen. Oder doch nicht?
Zum Schluss noch ein paar Worte zu Belongo, der Geschichte von zwei Brüdern, die in einem fiktiven Afrika eine fiktive Diamantenmine finden und plündern wollen. Nun, die Diamanten finden sie sogar. Und es sieht auch so aus, als würden sie ALDI-reich werden können - die Hilfsgüter für die von Krisen und Not geschüttelten Region Belongo einmal abgerechnet. Hilfsgüter? Nicht zu knapp. Und dann kommt es auch noch zu einem Weltkriegsähnlichen Ereignis, aber... Lest einfach selbst. ^^
Textbaustein Ende.


Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^b
Und wie immer gilt: Am linken Bildschirmrand ganz oben geht es zu den Links zu meinen Büchern und eBooks, die man kaufen kann. ^^

Freitag, 8. Februar 2013

Schnapszahl: 7777 Aufrufe auf die Konoha Side Stories

Gerade eben haben die Konoha Side Stories auf Fanfiktion.de eine Schnapszahl geschossen:  Sie wurden siebentausendsiebenhundertsiebenundsiebzigmal aufgerufen.  Wenn man bedenkt, dass ich den letzten Tausender am 28.12. verkündet habe, war das schon eine rasante Entwicklung. Mit einhundertvierzig Reviews macht das KSS nicht nur zu meiner meistgeklickten (und hoffentlich auch meistgelesenen) Fanfiction auf Fanfiktion.de, sondern auch zu meiner meistkommentierten. Aber na ja, wenn ich die Lust habe, geschlagene sechzig Kapitel zu schreiben, verteilt auf mittlerweile vier Bücher, jedes Kapitel zehn bis zwölf Seiten lang (Times, Schriftgröße 10), dann liegt das natürlich auch am Feedback und den Klickzahlen. Apropos: Feedback kann ich immer gebrauchen. Deshalb herzlichen Dank an alle Einmal-, und Mehrfach-Poster von Reviews zu meiner Geschichte, nicht nur auf Fanfiktion.de, sondern auch auf Twobt.de und Animexx.info. Ach,und hört nicht auf. ^^

(Und nein, ich halte es nicht für realistisch, den Japanern die Konoha Side Stories einzureichen, in der Hoffnung, dass sie bei ihnen Kanon wird. ^^°)

Und was sagt uns das? Richtig: Die Achttausend ist geradezu um die Ecke für die Konoha Side Stories. Und das bedeutet automatisch, dass auch das Große und Ganze kurz vor dem nächsten Tausender steht. Und auch bei den Reviews sind es keine fünfzig mehr, bis hier der nächste große Erfolg ansteht. Also, haltet Euch ran, Stammposter wie Neue. Ich mag Feedback von jedem gerne. ^^
Ach, und mit Trollen kann ich umgehen, nebenbei bemerkt...

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Dienstag, 5. Februar 2013

Aufschreien will gelernt sein

Tja, nun blogge ich auch mal, aber nur ganz kurz, versprochen, zum Aufschrei des #aufschrei in der Sexismus-Debatte. Dazu habe ich bereits einige sehr gute Beiträge gelesen und auch gesehen... Teilweise mal einen Blick auf das Twitter-Hashtag geworfen, wo am heftigsten diskutiert, oder eher gebrüllt wird. Meist "gegen" den Sexismus der Männer, wie ich subjektiv empfinde.
Nun hat die @manutextura, der ich seit dem NaNoWriMo folge, die @Frau_Elise retweetet, die ihren Blogpost Was vom #aufschrei übrig blieb getwittert und ein wenig über die Nutzer sozialer Netzwerke und deren Verhalten in der Debatte geschrieben hat. Doch zu ihr später mehr.

Vorab erstmal noch für alle, die davon noch nicht kotzen können, worum es überhaupt geht, inklusive meiner laienhaften Analyse. Die Journalistin Laura Himmelreich vom Stern hat den Rainer Brüderle von der FDP Abends nach dem Parteitag in der Hotelbar schräg angequatscht. Nachlesen kann man das in diesem FAZ-Artikel. Der alte Mann hat das gekontert, indem er Frau Himmelreich gesagt haben soll, sie würde ein Dirndl sicher gut ausfüllen. Ich bin sicher, Frau Himmelreich konnte daraufhin ihr Glück kaum fassen. Hatte sie m.E. anfangs vor, Brüderle zu einer vielleicht auch wütenden Äußerung zu verleiten, die ein wenig tiefer blicken lassen würde, als ein Politiker seines Schlages normalerweise zulässt, so hatte sie ihn nun in einer weit besseren Position: Er hatte sie ungefragt angemacht. Grund genug für sie, im Stern eine Kolumne zu schreiben, in der sie jammert, wie schlimm es ihr als weiblicher Politikjournalistin in Deutschland doch geht, weil an jeder Ecke der Sexismus lauert.
...sacken lassen.

Herrschaften, versteht mich nicht falsch. Frau Himmelreich hätte dem alten Mann an der Bar, der vielleicht um Mitternacht mehr als ein Glas Wein getrunken hatte, den Spruch durchaus verzeihen, eventuell auch als Kompliment auffassen können. Oder als das abtun, was es war: Eine Nebensächlichkeit. Genauso gut hätte der Brüderle sie auch für ihre Frechheit in der Luft zerfetzen können, implizierte sie doch, dass der alte Knacker die FDP nicht mehr "retten" könne. Wie auch immer, sie hat ihre Story, und das auf Kosten eine FDP-Mannes. Nichts könnte mir sonst egaler sein, aber ich sehe in der Debatte durchaus Sinn. Allerdings läuft sie aus dem Ruder, denn meines Erachtens nach gibt es genauso viele Empfindungen, was Sexismus ist, wie es Diskussionsteilnehmer gibt. Was wir brauchen, ist ein Sexismus-Knigge.
Ich will das mal an einem Beispiel erläutern.
Kein Sexismus, weil schlimmer: Vergewaltigung, Nötigung, Kindesmissbrauch, körperliche Gewalt im Allgemeinen
Kein Sexismus, weil harmlos: Komplimente zu Figur, Kleidung, Frisur, Gesicht, Schmuck bei Frauen und Männer gleichermaßen (Parfum nicht zu vergessen); Komplimente über Dekolletées, so nicht allzu plump, gehören ebenfalls dazu, warum sonst sollte Frau so etwas tragen?; Handküsse, Bussi auf die Wange, kurze, nicht ausufernde Umarmungen; Schulterklopfen.
Sexismus: Hinterherpfeifen (da sexuell motiviert), anzügliche bis beleidigende Bemerkung mit sexueller Intention; Kneifen, schlagen, bedrängen, ungewünschte Berührungen bis zum Aneinanderdrängen z.B. in vollen Fahrstühlen.
Alle drei Aspekte sind nicht vollständig, wie ich zugeben möchte, aber sie zeigen doch gut auf, was und wie ich denke.
Klar ist, Sexismus darf nicht tabuisiert werden. Im gleichen Maße aber darf die Sexualität der Frau weder gegen sie gerichtet werden, noch darf der Frau erlaubt sein, ihre Sexualität als Waffe zu missbrauchen. Schwierig? Unmöglich? Sicherlich. Aber was bleibt uns anderes übrig, als es zu versuchen? Immerhin MÜSSEN Männer und Frauen auf dem gleichen Planeten leben und miteinander auskommen. Und die meisten von ihnen waren oder sind auf der Suche nach dem nicht gleichgeschlechtlichen Lebenspartner. Wollen wir uns das unnötig erschweren, indem wir tabuisieren?
Oder noch schlimmer, das wir zulassen, dass ein Kompliment über ein Trachtenkleid, das ohnehin als offenherzig bekannt ist (und, ganz ehrlich, nahezu jedes Dekolletée pushen kann), automatisch auf die Sexismus-Liste gesetz wird? Gut, gut, ich bin ein Mann, und der Einzige, der mich je mit anzüglichen Bemerkungen genervt hat, war ein homosexueller Schotte, der meine Nippel toll fand. Aber wenn mich das über Gebühr genervt hätte, hätte ich ihm das auch gesagt. Tatsächlich kamen wir sogar recht gut miteinander aus, nachdem sich herausstellte, dass ich kein verklemmter, steifer Hetero war, der sich allzu leicht provozieren ließ - und nachdem ich herausfand, dass britische Schwule zwei Interpretationen für das Wort "Bagpipe" kennen, phonetisch gesehen. Warum kann ich das nicht auch von einer Frau erwarten, dass sie sagt: Du, bis hier und nicht weiter, Junge.? Ich meine, wir leben in einer Kultur, in der eine kräftige Ohrfeige durch eine Frau toleriert wird. Und der derart getadelte Mann hat sie hinzunehmen, wenn er sie verdient hat. Das soll sich geändert haben?
Sicher, problematisch wird es, wenn der Sexismus vom Chef, vom Vorgesetzten oder von jemandem kommt, der Frau was zu sagen hat. Aber ich verlange jetzt ja auch nicht von einer Frau, die derart in Bedrängnis ist, dass sie gleich einen Stern-Artikel schreibt. Wenn aber ein klares "Nein" zuviel verlangt ist, haben wir kein Sexismus-Problem in Deutschland, sondern eines des Selbstverständnisses der deutschen arbeitenden Frau. An die Debatte #aufschrei muss sich also nahtlos eine Debatte #Selbstsicherheit anschließen. Und noch was, liebe Frauen: Ich bewundere all jene, von denen ich im Zusammenhang mit der Debatte gelesen habe und die die Opferrolle nicht bereitwillig übernommen, bzw. verteidigt haben.

Was mich wieder zu @Frau_Elise und ihren Blogpost bringt. Dort rechnet sie mit der Debatte ab, aber auch mit ihren eigenen Verhalten während der Debatte. Unter anderen beklagt sie sich über die Provokateure in der Debatte, die selbige benutzt haben, um sich zu profilieren, und das auf Kosten der Ernsthaftigkeit des Themas. Unter anderem erwähnte sie, dass es nahezu unmöglich sei, mit einem Sexismus-Provokateur zu diskutieren, der entsprechendes, ihn verteidigendes Fußvolk sein eigen nennt.
(Wieso erinnert mich das jetzt an den Pseudo-Wissenschaftler und Evolutionssprung-Theoretiker Dieter Broers und seine Gefolgsleute?)
Aber während @Frau_Elise hier den Schwachpunkt sozialer Medien sehen mag, weil man mit den Provokateuren in deren Hinterhof eben zu deren kontraproduktiven Bedingungen diskutieren muss und auch noch seine Anhänger gegen sich hat, sehe ich hier Möglichkeiten. Möglichkeiten, eine Meinung zu fassen. Über solche Personen. Und Erkenntnisse zu gewinnen. Über solche Personen. Denn wenn man bei einen durchaus sehr ernstem Thema wie Sexismus in Deutschland mit besagten Personen eben nicht ernsthaft und sachlich diskutieren kann, welchen Grund gibt es anzunehmen, dass es in anderen, nicht weniger wichtigen Themen möglich sein soll? Ich nenne solche isolierten Communities bei mir ab sofort Troll-Gesellschaften, die sich zu einem gewissen Thema oder bei einer gewissen Person eingefunden haben und die Gleichheit ihrer Meinungen feiern.
Impfgegner, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker (obwohl, ich bin ja selbst einer, peinlich, peinlich), Weltuntergangsapologeten, Klimawandelleugner, radikale Christen und intelligentes Design-Anhänger, und, und, und... Hatte ich Waffenlobbyisten schon?, bis hin zu den Sexismus-Debatten-Verweigerern, sie bilden Troll-Communities. In denen man einander versichert, wie Recht man doch hat, und dass der Rest der Welt ahnungslos ist im Gegensatz zu ihnen. Und das kein Zweifel bestehen kann, dass der Rest der Welt über kurz oder lang erkennen muss, dass sie Recht haben und die Welt nicht.
Das ist der große Vorteil sozialer Netzwerke: Man kann sich sehr genau merken, wer diskussionsfähig ist und wer nicht. Eine oder zwei, besser drei Begegnungen dieser Art sollten jedem ausreichen, eine Meinung über betreffende Person, bzw. Community zu entwickeln. Oder anders ausgedrückt: Man kann recht fix lernen, wer was zum Thema beitragen kann und wer einfach nur ein Arschloch ist.
Just my two Cent.