Dienstag, 31. Juli 2012

Hallo, Umfrage.

Gerade eben hatte ich wieder ein Umfrage-Institut am Telefon. FORSA diesmal. Ob ich für ein paar Fragen zur Verfügung stünde. Oder jemand aus meinem Haushalt. Nein. Stünde ich nicht. Und auch keiner aus meinem Umfeld. Die FORSA ist mir eh zu CDU-nah.
Gut, aufgelegt.

Um das Thema aber etwas ausführlicher zu beleuchten, hier noch eine nette Erklärung, warum ich nicht zur Verfügung stand.
Im Zeitalter von Anruf-Bots und verbrecherischen Umfragefirmen, die ein "Ja" von dir hören wollen, damit sie dir eine Bestellung oder dergleichen unterjubeln können, ist es kein Wunder, das ich an keiner Umfrage teilnehmen möchte. Ich habe keine Lust, einen neuen Internetprovider zu bekommen, nur weil ich auf die Frage: "Leben Sie in diesem Moment?" mit "Ja" geantwortet habe, und dieses "Ja" in einem neuen Zusammenhang geschnitten wurde.
Und solange Umfragen so offenkundig missbraucht werden können, werde ich keine Meinung über Telefon äußern. So einfach ist das.
Die Branche bedarf dringend einer ordentlichen Reinigung. So ist ihr nicht zu vertrauen, selbst wenn jemand "FORSA" am Telefon sagt.
Außerdem hasse ich es, wenn ich zum Thema "Wein" oder "Kopfkissen" befragt werde, und prompt kriege ich Werbematerial von Weinhändlern oder Bettwäscheherstellern. So auch bitte nicht.

Ach, und wenn wir schon dabei sind: FORSA sitzt laut Homepage in Berlin. Die Vorwahlnummer des Anrufs war aber eine Dortmunder Nummer. Nehmen wir den schlimmsten Fall an: Ich bin einer verbrecherischen Aktion entgangen. Dann muss ich sagen: Liebe FORSA, kümmert Euch um den Missbrauch Eures Markennamens.
Gehen wir vom wahrscheinlichsten Fall aus: FORSA hat die Umfrage an ein Call-Center outgesourct. Dann frage ich mich ernsthaft, wie der Laden aufgestellt ist. Sicher, Fragen nach Katalog stellen kann jeder, aber wenn schon, dann bitte auch von jemandem aus dem Haus. Das ist alleine schon besser für den Ruf.
Aber mir ist es egal. Solange Umfragen potentiell gefährlich sind, nehme ich an keiner teil. Ende.

Samstag, 28. Juli 2012

Trojaner noch eins

Gestern hatte ich, während ich den Livestream der Olympia-Eröffnungsfeier anschaute und nebenbei durchs Web surfte, Besuch vom einem Bewohner der berühmten Stadt, die wegen einer Frau dem Erdboden gleich gemacht wurde, wobei ein Holzpferd und ein ziemlich mieser Seemann und Navigator eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Richtig: Ich hatte einen Trojaner auf dem System.

In meinem Fall war es der BKA-Trojaner. Dieser ziemlich ungemütliche, hartnäckige und vulgäre Zeitgenosse gibt sich -  man mag es kaum glauben -  als Werkzeug der Bundespolizei Cyber Crime Unit aus (als wenn die Bundespolizei auf Anglizismen stehen würde), sperrt den PC inklusive des Task-Managers, behauptet, jede Menge belastendes Material auf dem Rechner entdeckt zu haben, und fordert die Einsendung von einhundert Euro als Strafzahlung, um den PC wieder frei zu schalten, z.B. über ukash. Er bietet auch viele nützliche Hinweise, wie man an diese E-Geld-Zahlungen ran kommt, damit die Überweisung auch klappt. Wer dann glaubt, der PC wäre frei geschaltet, und man selbst vom Haken, dem ist nicht mehr zu helfen.
Auf der Seite, die ich über den Namen BKA-Trojaner verlinkt habe, findet jeder Betroffene narrensichere Methoden, um den üblen Mediterraner wieder los zu werden.
Mir selbst war klar, dass eine Autostart-Geschichte und der abgesicherte Modus die Ursache beseitigen mussten. Leider aber hat der fiese Möpp mir beim zweiten Hochfahren ein Stück Windows zerschossen, und nur mit viel Glück und einer Rettungs-CD, von der ich noch nicht mal weiß, wie ich sie angewendet habe (allerdings erfolgreich, wie Ihr ja gerade lesen könnt) und der Reparaturfunktion von Windows konnte ich überhaupt in den abgesicherten Modus kommen.
Hier ein Tipp für alle, die es nicht wissen: F8 ist Dein Freund.

Nun, Scareware.de beantwortet alle Fragen zu diesem üblen Möpp, weshalb ich mich auf meine Erleichterung beschränken möchte, das Ding los zu sein - hoffentlich - mich darüber zu ärgern, dass ich ihn mir im Drive by-Verfahren eingefangen habe - wozu er Sicherheitslücken meines geliebten Mozilla Firefox ausgenutzt hat, und das noch nicht mal auf einer Seite, wo man das vermutet hätte - und mir Gedanken darüber mache, ob es tatsächlich Menschen gibt, die das Geld bezahlen, ihre Kröten nie wiedersehen, und anschließend zum Computerspezi tapern müssen, der ihnen das System dann in zwei, drei Stunden flickt.
Natürlich gibt es solche Menschen. Deshalb hat der oder haben die Programmierer das ja überhaupt erst erfunden. Wenn nur ein einziger Bundesbürger diesen Betrag bezahlt hat, dann ist das ein guter Stundenlohn für diese Bande.
Davon abgesehen handelt es sich hier um die gleiche Geisteshaltung, wie sie Download-Abmahner betreiben, wobei es egal ist, ob es um eine im guten Glauben eingegebene Email-Adresse und anschließende überzogene Forderungen nach sechsundneunzig Euro geht, oder um Anwaltskanzleien, die kleine Leute wegen "Musikraubkopierens" zu weit höheren Beträgen abzocken abmahnen.
Die Leute haben Geld - man muss es ihnen abnehmen. Irgendwie klappt das immer.

Doch während die Musikpiraterie-Abmahnungen (noch) legal sind, und die Internet-Abo-Abmahner noch nicht illegal genug sind, sollten unsere unbekannten Freunde vom BKA-Trojaner-Verein sich doch ein wenig vorsehen, denn mit einfachem Betrug kommen sie nicht davon.
Schauen wir doch mal. Sie geben vor, eine Bundesbehörde zu sein. Das ist Vortäuschung einer amtlichen Handlung und Amtsanmaßung. Sie erpressen nicht nur einhundert Euro von den unglücklichen Surfern, sondern bringen ihnen nur Ärger und Kummer. Das sind Betrug, Erpressung und eigentlich Cyber-Entführung des PC. Außerdem schädigen sie die Gesundheit des Geschädigten, was ich ohne Weiteres als Körperverletzung ansehe.
Leute, das ist Betrug auf hohem Niveau. Und mit hohem Niveau meine ich das Niveau der Strafe, das die kriminellen Individuen erwartet, die sich diese äußerst üble Masche ausgedacht haben. Besonders, wenn man bedenkt, das alleine in Göttingen achttausend Anzeigen gegen die Schöpfer des BKA-Trojaners laufen.

Ich nehme stark an, das man dieses BKA-Schätzchen ursprünglich auf gehackten Seiten des illegalen pornographischen Untergrunds antreffen konnte, zumindest bis die Schöpfer gierig wurden und auch teilweise erfolgreich andere Seiten infiltrierten, von normaler Pornographie bis hin zu "normalen" Seiten, deren Abwehr man überwinden und das Drive by-Schätzchen installieren konnte. Mag man ihnen deshalb einen moralischen Bonus gewähren, weil es "ja nur Päderasten trifft", anfangs zumindest? Sicherlich nicht für eine einzige Sekunde. Diesen Menschen einhundert Euro abzuknöpfen und sie mit gesperrtem System zurückzulassen verändert nichts - außer ihrem Kontostand. Moralischer Aspekt Fehlanzeige. Und spätestens jetzt, bei der Infektion auf nicht illegalen Seiten ist davon nicht einmal im Ansatz zu sprechen. Sie sind amoralisch. Und Geldgierig. Das lässt mich dann auch weniger wütend auf sie sein, sondern es macht mich eher nachdenklich und auch ein wenig wehmütig. Wahrscheinlich wird man solchen Menschen nie begreiflich machen, was sie anderen antun, egal ob sie eine Abofalle konstruieren, Blogger für vermeintliche Zitate abmahnen, Tausende Euros wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Musik-Downloads eintreiben, oder mit gesperrten Computern und bösen Popup-Fenstern die Zeit und den letzten Nerv rauben. Amoralisch. Sagte ich ja.

Dienstag, 24. Juli 2012

49.000 - mit Riesenschritten auf die 50.000 zu

So, es ist passiert. Heute im Laufe des Abends - nachdem Fanfiktion.de's User mich haben lange zappeln lassen - erreichte ich den nächsten Tausender. Meine Geschichten auf Fanfiktion.de wurden damit 49.000 Mal aufgerufen. Damit stehe ich knapp vor einer richtig großen Zahl, der Fünfzigtausend. Die Zahl meiner Reviews liegt übrigens aktuell bei 610.

Wie versprochen werde ich einen nichtmateriellen Preis ausloten und diesen verlosen, sobald die 50.000 geknackt ist. Ich avisiere das so um den 14. August an.

Bleibt mit treu und lest mich weiterhin.

Freitag, 20. Juli 2012

Die Allianz - Im Korridor der Sterne

Ja, so habe ich das erste Buch, das ich selbstständig veröffentlicht habe, tatsächlich genannt. Und seither sehe ich den Namen recht zwiespältig. Es gibt zwar eine schlüssige Erklärung für den Titel, irgendwann im Handlungsverlauf, aber ob er wirklich Interesse anzieht?
Na, Schwamm drüber. Jedenfalls ist Die Allianz - Im Korridor der Sterne bei Amazon.de zu erwerben, da es als einziges meiner bisher vier selbst veröffentlichten Bücher eine ISBN-Nummer hat. Leider zu einem teuren Preis, deshalb empfehle ich Euch lieber das eBook oder die kostenlose (nicht ganz fehlerfreie... Ich will ja auch noch einen Anreiz für die Bücher haben ^^V ) Komplettfassung auf Fanfiktion.de.
Apropos Fanfiktion.de. Da gab es neulich neue Regeln. Demnach darf man zwar eine Leseprobe für einen Roman, den man verkauft, dort hochladen, aber der Text sollte eine signifikante Zeit dort komplett zu finden sein.
Was zur Folge hatte, das ich den Roman komplett hochgeladen habe. Und ich denke, dass ich das auch in ein, zwei Jahren, wenn ich wieder auf eine Leseprobe reduzieren darf, so lassen werde.
Warum? Weil der Text gelesen wird. Erst neulich konnte ich den eintausendsten Aufruf verkünden. Und gestern Nachmittag kletterte die Marke auf die erste Schnapszahl, auf eintauseindeinhundertundelf Aufrufe. Das freut mich doch sehr. ^^

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Wohlstand - Eine Meinung zum Artikel mit Sicht aus der ehemaligen DDR

Als ich den Text zu "Wohlstand? Ja, leck mich am Arsch" geschrieben habe, wollte ich vor allem darauf hinweisen, dass ich einen Verlust des Wohlstandes in Deutschland empfinde. Dass wir gezwungen werden, als einfache, nicht organisierte Arbeiter und Angestellte, im Neoliberalen Jobvernichter-System immer schlechtere Arbeit zu immer schlechteren Konditionen anzunehmen. Und dass in der Familie immer mehr gearbeitet werden muss, damit die Familie funktioniert. Eine der Ursachen für den Geburtenrückgang sehe ich ganz klar hier: Kinder sind teuer und eine Belastung für viele Paare. Die Politik ändert die Rahmenbedingungen nur insoweit, dass den Eltern das Arbeiten erleichtert wird, obwohl m. E. ein Schwenk in die andere Richtung erforderlich wäre.
...sacken lassen.

Nun hat sich betty0815, eine Userin auf Fanfiktion.de und meine Leserin, zu Wort gemeldet. Meine Beschwerde erinnerte sie frappierend an die Zeit in der DDR, und ich fand das, was sie geschrieben hat, so interessant, dass ich es Euch nicht vorenthalten möchte.

Betty, it's yours.


Ich bin ja im Ostteil der Bunten Republik aufgewachsen und hier war das normal. Meine Mutter blieb jeweils die ersten drei Jahre bei ihren Kindern zu Hause (ich habe Bruder und Schwester), dann ist sie wieder arbeiten gegangen, weil Geld sonst knapp war. Aber man muss auch sagen, dass die Verdienste bei weitem nicht so hoch wie im anderen Teil der Republik waren. Na gut, Mieten und Lebensmittel waren auch billig, da mussten wir uns nach der Wende ganz schön umstellen...(alle Preise mal 10, ohne dass sich am Lohn was veränderte, zumindest vorerst).
Ich kann mich an meinen ersten "West-" Blumenkohl erinnern. Der kostete schlappe 10 Mark!

[Den nächsten Absatz hat sie mir später geschickt. Ich habe ihn hier eigenmächtig eingesetzt, damit er nicht umkommt. Ace]
Wir lebten im Sozialismus, der Kommunismus war ein Ideal, eine theoretische Utopie von Marx. Im Kommunismus haben die Menschen alle das Gleiche, will heißen es gibt keine Klassenunterschiede. Jeder bekommt die Waren die er braucht...also jedem nach seinen Bedürfnissen. Geld ist überflüssig usw. Keine Ahnung wer das und wie das geregelt werden soll..

Es gab auch viele Mütter, die wenn sie einen Krippenplatz bekamen, nach ihren 6 bezahlten Wochen Mutterschutz wieder losgezogen sind. Die Mütter hatten nichts von ihren Kindern und die Kinder nichts von ihren Eltern, da der Arbeitstag (Mo-Sa) 8 3/4 h war. Sowas wie Teilzeit gab es selten. Meine Mutter z.B. ging voll arbeiten und war erst abends nach 18.oo wieder zu Hause. Vom Kindergarten hat mich entweder mein Vater, oder eins meiner Geschwister abgeholt.
Urlaub? Wenn man Glück hatte konnte man über die Gewerkschaft einen Platz ergattern, oder man suchte sich einen privaten Platz. Meine Eltern hatten nur ein Auto...einen Trabbi, bei dem die Bestellzeit, ich weiß nicht mehr, 8-10 Jahre gedauert hat. Ins Ausland sind wir zum ersten Mal in den Achzigern gefahren. CSSR (heute heißt das ja Tschechien). Das war was ganz besonders für mich. Du konntest einfach nicht unbegrenzt Geld tauschen, nicht weil du es finanziell nicht konntest, sondern weil der Staat einen Riegel vorgeschoben hat. Ungarn hat sich für viele nicht gelohnt, weil man nicht genug Geld in die Hand bekam um dort auch mal essen zu gehen, geschweige sich ein Hotel zu leisten.
Aber das fand ich nicht so schlimm. Der Betrieb meines Vaters hatte ein Ferienlager an der Ostsee, und da bin ich bis zur 10. Klasse jedes Jahr für 2 1/2 Wochen hingefahren. Im Gegensatz zu einer heutigen Jugendreise war das spottbillig. Und wir sind nicht dauerhaft Rotlicht bestrahlt worden, auf wenn das manche heute behaupten.
[Rotlicht = Staatliche Propaganda. Ace]
Arbeiten gehen*** durften wir ab 14 und die meisten haben das genutzt um sich ein paar Mark Taschengeld dazuzuverdienen. Ich denke mal, dass wir hier frühzeitig darauf getrimmt wurden unsere Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Jeder hat einen Beruf erlernen können und bekam einen Arbeitsplatz (auch wenn es nicht immer der Wunschberuf war).
Dass hier die Frauen nach der Entbindung arbeiten gingen, war irgendwie selbverständlich. Und ich denke, dass weder Krippe noch Kindergarten geschadet haben. Vielleicht sind wir Kinder damals schneller selbständig geworden, weil es diese tiefe Bindung zu den Eltern aus der Kinderzeit nicht gab? Ich weiß es nicht, aber jeder Jugendliche hat zumindest versucht so schnell wie möglich das Nest zu verlassen...aber da gab es ja wieder das Problem mit einer Wohnung...aber das ist eine andere Geschichte...
***Ach herrje, ich meinte nicht Kinderarbeit...ist wohl falsch rübergekommen, ich meinte Ferienarbeit. Aber zum Unterricht in der DDR gehörte auch ab der 7. Klasse sogenannten UTP zum Lehrplan : Einführung in die sozialistischen Produktion, Technisches Zeichen und Produktive Arbeit und da gab es Noten. Im Prinzip waren wir aber billige Arbeitskräfte, die in Betriebe geschickt wurden, und dann Idiotenjobs gemacht haben. Als Beispiel: Federrechen herstellen für einen Fernschreiber (das sind die Vorläufer der Faxgeräte und die haben diese lustigen Lochstreifen gehabt...), absolute Fummelarbeit! Dann saß ich mal an einer Maschine, die die Schlitze in die Schraubenkopfe gefräßt hat...ich durfte Schrauben nachfüllen, geistig total anstrengend! (*g*), oder Motoren für den Fernschreiber zusammenbauen usw., bohren und senken, sowie Gewinde schneiden nicht mitgezählt. Wir wurden also für die Arbeit nach der Schule aufs Berufsleben vorbereitet und ich wusste, das werd ich niemals machen. Später bin ich Krankenschwester geworden...aber das ist ja Nebensache.
Die Politiker der BRD waren froh die DDR und alles was dazu gehört geschenkt bekommen zu haben. Viel haben sich an der Vereinigung eine goldene Nase verdient. Betriebe wurde für einen Appel und ein Ei an Großunternehmer verscheuert und dann zugemacht = Konkurrenz ausgeschaltet. Hier sind eben die Leute vor 22 auf die Straße gesetzt worden und nun ist es im Westen nicht anders. Die Großen können den Hals nicht voll genug bekommen und verlagern die Produktion ins Ausland, wegen der geringeren Lohnkosten.
Auch der Osten der Republik ist ein Lohnbilligland, aber das wird gut verschwiegen. Und noch eins, was die meisten Leute im Westen nicht wissen, wir bezahlen auch den Solibeitrag. Ist übrigens nur eine Steuer, die nicht den Anschein erwecken soll ;o))

Dienstag, 17. Juli 2012

Wohlstand? Ja, leck mich am Arsch - eine Glosse über das Leben in Deutschland

So, mit diesem markigen Eingangsspruch, entlehnt von Thorsten Dörnbach, solange solche Zitate durch das neue Leistungsschutzrecht noch nicht zahlungspflichtig sind (sorry, Ralph, kein Affront gegen Dich, nur gegen Printverlage) möchte ich mal ein wenig zum Wohlstand in Deutschland schreiben. Einfach, weil mir danach ist. Und einfach, weil es tatsächlich Dinge gibt, die mal gesagt werden müssen.

Wie war das doch gleich noch, als ich ein Kind war? Vater ging arbeiten, Montag bis Freitag, ab und an auch mal Samstags und Sonntags, ab und an fuhr er mal auf Montage; ich und meine zwei Geschwister gingen in Kindergarten und Schule. Mutter war Zuhause, schmiss den Haushalt und hielt uns drei Blagen, so gut sie konnte unter Kontrolle. Wir hatten nur einen Familienwagen, aber das war immer ein Großer, also Opel Ascona oder ein dicker Volvo.  Urlaub war nicht drin bei so vielen Kindern. Aber wozu gab es die Badeanstalt direkt im Ort? Ich frage mich sowieso, warum alle in der Sonne Urlaub gemacht haben - mitten im Hochsommer? Ach ja, weil die Sonne hier nicht immer im Sommer auch geschienen hat.
Alles in allem nicht gerade eine bescheidene Existenz, aber auch kein Luxusleben. Und das alles finanziert durch den alleinigen Verdiener in der Familie, meinen Vater.

Wie sieht es heute aus in Deutschland? Papa arbeitet, Mutter geht zumindest halbtags arbeiten, wenn es ein oder zwei Kinder gibt, ganztags, wenn sie nur ein Pärchen sind, damit sie ihr eigenes Geld verdienen kann; irgendwann einmal wird gebaut, auch wenn beide Großelternpaare Häuser haben, die die Kinder ursprünglich mal erben sollten, um darin zu wohnen. Aber das ist ja eine so unsichere Sache in einer Zeit, wo die Urgroßmutter schon hundert geworden ist, und die Großeltern wohl auch hundert werden, dank der guten medizinischen Versorgung in Deutschland.

Funktioniert natürlich nur, wenn man nicht in das amerikanische Hire&Fire gerät, das auch dank neoliberaler Wirtschaftspolitik in Deutschland favorisiert wird, wo ja die Kosten für Mitarbeiter so exorbitant hoch sind... Gerät ein Verdiener da hinein, kann das schon mal ALG I heißen. Hat er Pech und findet nicht schnell einen Job, heißt es nach einem Jahr ALG II. Oder auch im Volksmund: Hartz IV. Und ist z.B. der Papa da erstmal drin, dann fragen sich all die Personalchefs, wie unfähig der Mann wohl ist, dass er nicht rechtzeitig Arbeit bekommen hat, und stellen ihn lieber nicht ein. Er könnte ja faul sein. Oder klauen. Oder schlecht über den Boss reden. Oder alles zusammen.
Also, das Schicksal wollen wir Papa lieber nicht wünschen, denn wir wissen doch alle, dass Hartz IV-Menschen faul sind, klauen, und schlecht über andere reden. Zum Beispiel über solche Leute, die sich nicht faul auf dem Wohlstandsstaat ausruhen und sich nicht mit 364,-€ ein schönes Leben machen.
Außerdem sollen sie sich mal an anderen Menschen ein Beispiel nehmen, die für 364,-€ einen regulären Vollzeitjob machen, weil sie sich ihr eigenes Geld verdienen wollen, damit sie nicht von Hartz IV leben müssen. Ja, das sind natürlich Idioten, wenn sie so wenig Geld arbeiten, obwohl sie das Gleiche vom Staat kriegen könnten. Aber immerhin, sie gehen wenigstens arbeiten. Und irgendwas muss man doch tun, heutzutage.
(Anmerkung für alle, die es nicht verstanden haben: Ab Hire&Fire ist der Text absichtlich ironisch gehalten.)

Schauen wir aber mal zurück auf den Idealfall: Mama und Papa gehen arbeiten. Beide verdienen und bringen anderthalb oder zwei Gehälter nach Hause. Das ist eine Menge Geld. Und das obwohl Frauen immer noch schlechter bezahlt werden als Männer in der gleichen Tätigkeit. Auch, obwohl sich Papas Gehalt in den letzten zehn Jahren kaum vergrößert hat, die Gewinne seiner Firma aber in den Himmel geschossen sind. Das übrigens auch, weil man die Lohnkosten niedrig halten konnte - sprich: man hat den eigenen Leuten nicht das bezahlt, was sie eigentlich wert sind, obwohl es die Arbeiter und Angestellten sind, die in einer Firma das Geld ranschaffen.
Ist so ein Doppel-Gehalt also immer noch eine Menge Geld? Hier kommen wir zum ersten wirklich nachdenklichen Punkt in einer Welt, in der nicht nur jedem Kind ein Kindergartenplatz garantiert werden soll (damit Mama halbtags arbeiten gehen kann), sondern sogar Krippenplätze angeboten werden (damit Mama nach der Entbindung möglichst schnell wieder arbeiten kann).
Man kann natürlich nicht darüber streiten, wie pädagogisch wertvoll Kindergärten sind, und wie wundervoll die Krippenplätze, wo sich ausgebildete Spezialisten gleich um viele der kleinen Würmer kümmern (nämlich, damit Mama früher wieder arbeiten kann), und man mag sich auch fragen, ob das Betreuungsgeld, das es Eltern leichter möglich machen soll, das ein Elternteil eben doch zu Hause bleiben und sich selbst um die Kinder kümmern kann, ein Rückschritt ist. Weil, seine soziale Kompetenz erlernt das Kind selbstverständlich nicht in der Familie, sondern in der Krabbelgruppe in der Krippe. (Den Kindergarten nehme ich von meinen satirischen Einwürfen aus. Hier trifft man die ersten Freunde für's Leben.)

Was man aber hinterfragen kann, ist die Philosophie, die dahinter steht. Nämlich: Warum konnte mein Vater die ganze Familie allein ernähren, warum konnte meine Mutter Zuhause bleiben (Vorsicht, sie hat einen Gesellenbrief, das gebe ich hier allen Einwürfen vorab zu bedenken) und sich um uns Blagen kümmern, und warum ist das heute nicht mehr möglich?
Warum müssen Mama und Papa beide arbeiten? Sind wir in Deutschland so geldgeil? Muss es der Zweitwagen sein, das selbstgebaute Haus, die zwei Urlaube im Jahr im Süden? Nein. Es muss sein, weil Papas Gehalt nicht gewachsen ist. Die Familie braucht das Mehr an Geld einfach. Es reicht nicht mehr, dass nur der Papa arbeiten geht. Auch die Mama muss verdienen, und dann kommt für beide noch der Haushalt dazu. Und dann sind da noch die Kinder, falls vorhanden. Die dürfen natürlich nicht so lange in der Familie bleiben. Ab in die Krippe mit ihnen. Damit Mama arbeiten kann, damit sie Geld verdienen kann, damit sich die Familie überhaupt eine Familie leisten kann.

Versteht mich hier nicht falsch: Angenommen, wir haben Familie A, die wirklich vom sehr guten Gehalt des Papas leben kann - und er läuft auch nicht Gefahr, irgendwann mal neoliberal weggekürzt und gefeuert zu werden, zumindest nicht, solange er nicht zu alt ist, und die Firma zu viel kostet (und obwohl seine langjährige Erfahrung pures Gold wert ist) - und die Mama könnte Zuhause bleiben... Tut sie aber nicht. Weil Frauen heutzutage gleichberechtigt sind. Weil auch die Mama sich beruflich verwirklichen will. Weil man ja "nicht nur Hausfrau" sein möchte. Weil man es gesellschaftlich gesehen auch gar nicht darf, denn "nur Hausfrau"? Hat die nichts gelernt? Kann sie nichts? Hauptberuf Ehefrau, oder was? Nein, dann lieber arbeiten gehen. Wozu gibt es denn Kindergärten und Krippenplätze?
Oder, noch besser, wozu überhaupt Kinder? Die sind eh zu teuer, und kaum einer kann sie sich mal leisten. Und wenn Papa mal in die Hartz IV-Mühlen gerät, dann hat man die Kleinen am Hals. Das geht ja auch nicht. Und man setzt ja auch viele Kinder mit Hartz IV gleich, also lieber nicht.
Nein, lasst diese Mama ruhig verdienen. Gleichberechtigt sein. Eigenes Geld haben (das klingt so dämlich, finde ich), und den zweiten Familienurlaub auf Malle finanzieren lassen. Und lasst sie sich was gönnen. Von ihrem Geld. Kleider, Schmuck, sowas dergleichen. Weil sie es kann. Sie hat ja dafür gearbeitet. Lasst ihr ihren Spaß und ihren Lebensweg.

Kommen wir zu Familie B. Vater ist Vollverdiener. Muss er auch sein. Frauen kriegen ja trotz Vollzeitstelle nicht das Gleiche wie die Männer. Aber der Kindergarten ist teuer. Ein Kind sowieso. Und in der Schule darf es nur mit Markenklamotten herum laufen, weil die anderen Eltern ihren Kindern einbläuen: Du, das Kind trägt Sachen aus dem KiK, die Eltern haben kein Geld, halte dich von dem fern.
Mama MUSS arbeiten. Damit genügend Geld da ist. Damit sie den Lebensstandard halten können. Oder wenigstens nicht zuviel davon aufgeben müssen. Das Geld wird dringend gebraucht. Auch für die Kinder. Falls sich die Familie überhaupt Kinder leisten kann.
Irgendwie geht es dann doch. Irgendwie kriegen sie immer genügend zusammen. Für die Hypothek auf das Haus. Für die laufenden Kosten beim Auto. Für die Krippe, für den Kindergarten. Für die Schulbücher, wenn das Bundesland mal wieder sparen will, und sie im Gegensatz zu all den anderen Bundesländern nicht finanziert. (Da fragt man sich, wann jemand allen Kindern ein Kindle kauft, und die Schulbücher digital runter lädt. Was wäre das für eine Erleichterung im Schulranzen.)
Und vielleicht, nachdem man geRiestert hat und noch einen Bausparvertrag füttert, reicht es für einen bescheidenen Urlaub auf Malle.

Um das, worum es mir geht, noch mal heraus zu arbeiten:
Lasst Familie A am Leben. Lasst die Mama Geld verdienen, für ihren Luxus, für den Luxus der Familie. Sie hat einen Job, und gut ist. Und egal, ob ich das Prinzip einer Krippe mag oder nicht, sie scheint es zu mögen und zu nutzen.
Was aber Familie B angeht, in der die Mama arbeiten muss, damit es die Familie überhaupt geben kann, so frage ich mich doch eines: Damals, in den Siebzigern und Achtzigern, als ich Kind war, da war es vollkommen normal, das es nur einen Verdiener gab. Das war der Durchschnitt, und die Familie kam damit sehr gut zurecht. Wo zum Henker sind diese Zeiten hin? Nichts gegen eine Mama, die halbtags oder ganztags arbeitet oder arbeiten kann, weil die Schule eine Ganztagsbetreuung anbietet (oder weil die Kleinen einen Schlüssel um den Hals tragen und in der Mikrowelle das fertige Essen steht), vor allem im Zuge der Gleichberechtigung ist gegen arbeitende Frauen überhaupt nichts einzuwenden. Aber dass sie mittlerweile arbeiten MÜSSEN, ist schlicht und einfach furchtbar. Das gilt aber auch für den Papa, wenn die Mama besser verdient als er; der Papa darf auch nicht als Hausmann Zuhause bleiben. Er muss ebenfalls ran am Arbeitsmarkt, und wenn er nur die Hälfte kriegt, weil er in seinem Sechzig Stunden-Job nur sechs Euro Stundenlohn kriegt.

In diesem Land konnte man einmal von einem vollen Verdienst eine Familie mit drei Kindern groß ziehen. Ja, das war mal so, auch bei knappem Kindergeld.
Heutzutage geht das nicht mehr. Nichts dagegen zu sagen, wenn beide arbeiten wollen. Aber arbeiten zu müssen, das ist furchtbar. Nicht, weil ich arbeitsscheue Menschen fördern möchte, sondern weil auf diese Weise die Reihen der Zeitarbeiter gefüllt werden, der Niedriglohn-Sparten, der Haustarifler.
Und damit beginnt der Teufelskreis, der dazu führte, das ein Verdiener nicht mehr reicht. Dadurch, das so viele Unternehmen kaum etwas für die harte Arbeit ihrer Leute zahlen, machen sie Unternehmen, die das sehr wohl tun, Konkurrenz. Diese denken, ganz neoliberal, dass sie am Besten bei den Personalkosten sparen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, und ein Verdiener in der Familie kriegt weniger Geld. Oder wird gefeuert. Prompt kann man auch im Niedriglohnsektor an der Lohnschraube ziehen. Und zwar kräftig, weil man ja bei den geringen Lohnnebenkosten der Konkurrenzbetriebe sonst nicht kostengünstig arbeiten kann. Mindestlöhne gibt es ja nicht, also können sie sich schadlos halten. Ergebnis: Die Betriebe, die ihre Mitarbeiter schon schlechter entlohnen (weil sie glauben, es zu müssen), werfen einen Teil von ihnen raus, und holen sie als Zeitarbeiter zurück. Weil, sie kennen die Produktionsabläufe, oder? Das bedeutet Mehrkosten für den Betrieb, die eingespart werden müssen. Oder sie schmeißen gleich Leute raus oder senken wieder die Löhne. Und was passiert dann? Beide Elternteile müssen arbeiten, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht. Ziel erreicht, neoliberale Wirtschaftsideologie.

Fazit: Ich wünsche mir die Siebziger zurück, in der es nur einen Verdiener geben musste. Ich will nicht, dass die Mama aufhört zu arbeiten (oder der Hausmann-Papa), aber ich will, dass sie es darf, wenn sie es will (beziehungsweise er). Und wenn sie wegen der Selbstbestätigung lieber doch arbeiten geht, dann soll ihr Gehalt den Wohlstand der Familie vergrößern, nicht die gröbsten Löcher im Budget füllen. Warum ist das heutzutage nicht mehr möglich?
Darauf gibt es nur eine Antwort: Die Löhne und Gehälter sind im direkten Vergleich nicht mehr groß genug, verglichen mit den Siebzigern. Autsch.
Sechzehn Jahre Kohl, sieben Jahre Schröder, und Fegefeuer mit Angela Merkel. Doppel-Autsch.
Oder um mal das MAD zu zitieren: Warum vom Urlaub in einem Billiglohn-Land träumen? Dank Angela Merkel leben Sie selbst bald in einem.
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

P.S.: Ich will die Siebziger zurück.

Sonntag, 15. Juli 2012

600 Reviews

Also, da warte ich schon den ganzen Tag darauf, das jemand die Konoha Side Stories anklickt, damit ich darauf 3333 Aufrufe vermelden kann - und dann rutscht die Zahl der Reviews auf meine Geschichten auf Fanfiktion.de quasi zwischen Tür und Angel auf sechshundert.
Das macht mich schon sehr stolz, vor allem weil kaum Quietschkommis, negative Kommentare und Einselfer darunter sind. ^^
Dafür vielen Dank, liebe Leser. Und seid versichert, ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar, den ich kriege. Egal auf welcher Seite und in welchem Forum.

Mal sehen, vielleicht kann ich die 3333 bei den Konoha Side Stories auch noch heute vermelden.
Bis dahin bleibt mir treu und lest mich weiter. ^^

Edit zwanzig Minuten später: Typisch. Kaum  habe ich es verlinkt, haben die Konoha Side Stories die Schnapszahl 3333 natürlich erreicht. Andererseits werden Klicks mit einer Stunde Verspätung angezeigt. Hmmmm.
Auf jeden Fall: Schnapszahl. XD

Mittwoch, 11. Juli 2012

Bau mir einen Genin

Ja, ist denn schon Weihnachten?
Es ist noch gar nicht so lange her, da kletterte meine Fanfiction Konoha Side Stories, die ich auf Fanfiktion.de veröffentliche (aber auch auf Twobt.de, Battletech.info und Animexx.info), auf über dreitausend Aufrufe. Tatsächlich steht sie kurz vor der Schnapszahl 3333, und wird sie voraussichtlich in ein, zwei Monaten erreichen. Für eine Geschichte, die jetzt gerade mal ein Jahr alt ist, eine erstaunliche Entwicklung. Und natürlich freue ich mich auch über die dreiundfünfzig Reviews. ^^
Tja, nun ist es erst mal geschafft, Buch drei mit den Abenteuern des Ewigen Chunin Mamoru Morikubo ist beendet, und ich habe ihm ein eigenes Team an Schulabgängern aufgeschwatzt. Das heißt, wenn ich in drei, vier Wochen nach Konoha zurückkehre, sind da drei Halbstarke Zwölfjährige, denen er die Feinheiten des Shinobi-Lebens beibringen muss.
Da die Geschichte so beliebt ist, habe ich mich entschlossen, mal einen nichtmateriellen Preis raus zu hauen. Wer möchte, kann mir einen Charakter kreieren, also einen der drei Nachwuchs-Shinobi. Gefällt mir das Setting, werde ich ihn fortan verwenden.
Ich habe dies auch schon den Usern bloodykiss und JonasDerKolo auf Fanfiktion.de angeboten; wenn sie nicht annehmen sollten, brauche ich sogar zwei oder drei Vorschläge.
Wobei ich klarstellen möchte, dass die Rechte an der erdachten Figur mit der Übergabe an mich vollkommen auf mich übergehen. ^^°°°° Ich habe absolut keine Lust, in einem Genre, in dem ich ohnehin nur geduldeter Gast bin, irgendwann mal einen Rechtsstreit an der Nase zu haben.
Auch stelle ich klar, das ich die Handlung allein bestimme. Anregungen werden gerne bedacht.
Alles, was Ihr könnt, ist das Charaktersetting zu erstellen, der Figur einen Namen zu geben, und fortan zu meckern, wenn sie sich unter mir nicht so entwickelt, wie Ihr es gerne hättet.
Und ach ja, Ihr dürft natürlich stets und immer darauf hinweisen, dass Ihr euch die Figur ausgedacht habt.
Wem das genug ist, und wer sich etwas im Naruto-Umfeld auskennt und hier zuschlagen möchte, um quasi in den Konoha Side Stories mitzuspielen - give it a try.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^

Edit am 14.07.: Und der erste Genin ist fertig. Der Fanfiktion.de-User JonasderKolo hat mit dem zwölfjährigen Shinji Nanahara vorgelegt. Spezifikationen später. Mir wird es jedenfalls viel Spaß machen, mit dieser Figur zu arbeiten. ^^V

Edit gleicher Tag um 23.00 Uhr: Genin Nummer zwei, erschaffen vom Animexx-User Lord Jin ist fertig. Freut euch auf Kira Yamada. Auch hier, Spezifikationen spätestens im neuesten Teil der Konoha Side  Stories. ^^

Edit am Dienstag, dem 17.07.: Genin Nummer drei ist nun auch fertig. Und ganz klassisch ein Mädchen geworden. bloodykiss steuert zu den drei Anfängern, die zu betreuen die Hokage Mamo-chan verdonnert hat,  Mai Kobashi hinzu.
Das wird eine interessante Geschichte mit den dreien. ^^

Sonntag, 8. Juli 2012

48.000 Aufrufe

So, es ist geschafft - und mir einen eigenen Post wert: Meine Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de, eigene wie Fanfiction, steuern mit Urgewalt auf die fünfzigtausend Aufrufe zu. Gerade eben knackten sie dafür die 48.000, und nähren damit meine Prognose, irgendwann im August auf die avisierte Jubiläumszahl zu kommen.
Wenn es soweit ist, denke ich mir einen schönen, nichtmateriellen Gewinn aus den ich dann unters Volk schmeiße. Versprochen. ^^

Bleibt mir treu, und lest mich weiterhin.

Dreitausend Aufrufe für Ultimate Perry Rhodan

So, nun hat es auch meine erste Neuinterpretation der Perry Rhodan-Serie, Ultimate PR, über die dreitausend Aufrufe geschafft. Das freut mich persönlich ganz besonders. Gerade weil ich dort lange Zeit nicht weiter gearbeitet habe. Dreizehn Reviews sind zwar etwas mager, aber ich will mich nicht beklagen, weil ich bisher nur drei Geschichten mit über dreitausend Aufrufen habe.
Wenn ich hier weiter arbeite, werden es auch sicher mehr werden. ^^

Eventuell werde ich heute auch noch den Sprung auf die 48.000 Aufrufe für all meine Geschichten auf Fanfiktion.de verkünden können; dieser Post könnte also noch modifiziert werden.

Was bleibt mir noch zu sagen? Nur: Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 5. Juli 2012

ACTA ad acta II - geschafft

Heute konnte ich es in der Zeitung lesen: Das Anti-Counter Trade Agreement, unter uns Usern als das Schreckgespenst ACTA bekannt, über das ich bereits ausgiebig gebloggt habe, wurde vom EU-Parlament mit großer Mehrheit bei wenigen Gegenstimmen und einer erstaunlich großen Anzahl Enthaltungen abgelehnt. Und das ist ein großer Tag. Nicht für Produktpiraten und Raubkopierer, sondern für uns alle, die wir das Internet nutzen. Für eine gewisse Zeit, bis eine bestimmte Kleinindustrie den nächsten Vorwand und das nächste Lobby-Gesetz durchbringen will, natürlich. Aber dann werden die User sich erneut im Internet gegenseitig formieren, und diesem Unsinn einen Riegel vorschieben.

Noch einmal für alle, die befürchten, dass die Musikindustrie oder die Filmindustrie (schon wieder mal) drohen, vor die Hunde zu gehen, weil niemand sie für ihre Arbeit bezahlt: ACTA war nie ein gutes Gesetz. Es war ein Schutzgesetz für die gestaltende Industrie, wogegen generell nichts zu sagen ist. Aber dieses Gesetz wäre auf unser aller Kosten erfolgt. Youtube, Facebook, mySpace, Clipfish, meinVZ, Google+ und sogar die Google-Suche hätten durch die schwammige Formulierung des Gesetzestextes einen Großteil ihrer Tätigkeiten einstellen müssen, ganz einfach, um nicht strafrechtlich belangt werden zu können. Das hätte nebenbei zwei der wichtigsten Internet-Konzerne der USA ausgelöscht, was sich ja auf den ersten Blick nicht sooo schlecht anhört. Leider hätte dies auch das Ende für meinen Facebook-Account bedeutet, was sich widerum sehr, sehr schlecht anhört.
Auch der Teil des Gesetzes, der den Internetprovider für die Taten seiner Kunden verantwortlich machen konnte, war von vorne herein größter anzunehmender Schwachsinn und nur darauf aus, Geldproduzierenden Klagen den Boden zu bereiten. Ja, ACTA war so eine Art internationales Leistungsschutzrecht - und mindestens ebenso sinnlos.
Und die produzierende Industrie, die unter Fälschungen aus Ländern der Zweiten und Dritten Welt leidet, was hätte sie gewonnen? Mehr Schutz vor Plagiaten? Nein, nur das Recht, Server abzuschalten, auf denen die Plagiate ihrer Produkte angeboten werden. Aber das klappt auch mit der bisherigen Gesetzeslage. Wenn die Server nicht in der Südsee stehen.

Ich möchte an dieser Stelle noch mal darauf hinweisen, womit wir hier in Deutschland arbeiten. Hier gibt es für geistige Werke, Musik, Bücher, Filme, und was deren mehr ist, ein lebenslanges Urheberrecht. Dieses gilt bis zu siebzig Jahre nach dem Tod. Es kann also in diesem Zeitraum noch von Lizenznehmern vermarktet werden, bevor es Allgemeingut wird. Und glaubt mir, bevor sich Elvis' Tod das siebzigste Mal jährt, wird die Musikindustrie die Klausel auf einhundert Jahre angehoben haben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Hier wird nichts mehr Allgemeingut. Und das ist irgendwie doch schon sehr traurig.
Ich denke, dieses Urheberrecht reicht, sollte eher noch reduziert werden, auf meinetwegen zwanzig, dreißig Jahre nach dem Tod des Künstlers, bevor die Leistungen unserer Künstler Allgemeingut werden, aber das sind nur meine persönlichen Gedanken.
Wir haben also ein sehr strenges Urheberrecht, und dieses wird auch gnadenlos im Internet umgesetzt. Allein die klagewütige Musikindustrie hat Unsummen dabei eingenommen, indem sie Raubkopierer im Internet mit zum Teil vierstelligen Beträgen abgemahnt hat. Soll mir also noch mal einer erzählen, das Internet wäre ein rechtsfreier Raum, und wir bräuchten neue Rahmenbedingungen zu Gunsten der Industrie.
Das Gegenteil ist der Fall. Wir sollten uns von den Bedürfnissen der Industrie nicht länger gängeln lassen, gerade nicht von der Film-, und Musikindustrie. Wo bleiben wir denn, bitte, die für Musik und Filme Geld ausgeben, und dann auf der neuen DVD erst einmal pauschal als Raubkopierer hingestellt und mit einer Knaststrafe bedroht werden, die es für Raubkopien gar nicht gibt?

Leider wird es genau anders herum laufen. Das nächste Gesetz wartet schon, und es wird ein wenig anders sein, etwas konformer, aber ähnlich einschneidend. Die ACTA-Befürworter haben schon einmal ihr Gesetz durch den Fischerei-Ausschuss der EU geschleust, damit es kein Aufsehen erregt. Das wird wieder passieren. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Bis endlich jemand deutlich sagt: Halt, das reicht. Liebe Film-, und Musikindustrie, meine Unterwäsche bleibt an.

Also dann, bis zum nächsten Gesetzesirrsinn.

Montag, 2. Juli 2012

Fun auf Fanfiktion.de

Also, eigentlich kann ich mich nicht beklagen. Obwohl ich in keinem ultrapopulären Forum wie z.B. Harry Potter oder Biss schreibe, ist Fanfiktion.de sehr gut zu mir. Erst gestern streunte ich durch meinen Blog, und fand einen Eintrag im März 2010, in dem ich meinen zehntausendsten Aufruf gefeiert habe. Heute sind es siebenundvierzigtausendsechshundert und ein paar bei beinahe sechshundert Reviews.
Und durch meine Schreibtätigkeit auf Fanfiktion.de habe ich auch das eine oder andere meiner Bücher verkauft, was mich sehr, sehr stolz macht. Alles in allem kann ich noch nicht davon leben als freiberuflicher Schriftsteller, aber ich erreiche viele Leute, denen ich eine Freude mache, und die sich tatsächlich bei mir bedanken. Das freut mich dann wieder sehr. ^^
Zum großen Jubiläum, den von mir erwarteten fünfzigtausend Aufrufen irgendwann Mitte/Ende August, werde ich dann auch einen Preis in die Menge werfen. Natürlich einen geschriebenen Preis.

Nun aber genug von mir und meinen Geschichten. Kommen wir zum eigentlichen Grund meines heutigen Blogeintrags: Das ist nämlich Treanor, wie er sich auf Fanfiktion.de nennt, der auch als Schreiberling bekannt ist, oder, auf seinem Blog, als Nerdlicht.
Besagter Treanor ist ein begabter Fan-Autor wie ich, dessen Texte mir sehr viel Spaß gemacht haben. Unter anderem veröffentlicht Treanor auch die mit mir in Kooperation geschriebene, in bisher zwei Akten veröffentlichte Heldenfahrt, eine klassische Fantasy-Geschichte, zu der wir jeweils einen Hauptcharakter und die Situation zusammen geworfen haben. Es ist eine tolle Geschichte geworden, die noch lange nicht beendet ist.
Nun habe ich bemerkt, dass der gute Treanor viel zu wenige Reviews hat, und das, obwohl er so ein begabter Autor ist. Das tut wirklich, wirklich weh. Deshalb ergeht mein Ruf an Euch da draußen, die Ihr meinen Blog lest: Wenn Ihr Bock habt, lest bei ihm rein, und wenn Ihr ihn eines Kommentars für würdig erachtet, hinterlasst bitte einen.

Ansonsten bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^V