Sonntag, 30. Januar 2011

Anime Evolution - Überraschung!!!

Tja, lang, lang ist es her, das ich mich mit der vierzehnteiligen Episodengeschichte neben Twobt.de, Battletech.info und Animexx.info auch auf Fanfiktion.de angemeldet habe. Genau gesagt postete ich vier Episoden auf einen Haps - und vergaß die Seite. Denn ehrlich gesagt hatte ich auf den anderen Seiten wesentlich mehr Aufmerksamkeit, mehr Kommentare, mehr Aufrufe - bis mich eine E-Mail darauf hinwies, dass ich einen Review hatte.
Interessiert postete ich die ganze Staffel, fand das Prinzip sehr bequem, postete was ich von meiner Full Metal Panic!-Fanfiction fertig hatte, und brachte immer mehr meiner Geschichten online. Auch solche, die ich bisher nicht im Netz veröffentlich hatte.
Über die ganze Zeit ging meine erste Geschichte etwas unter, vor allem weil ich nach über sechzig Episoden eigentlich schon an Band zehn der fünften Staffel arbeite. Und soo erfolgreich war Anime Evolution auf Fanfiktion.de nun wirklich nicht. Geschweige denn, dass die Nachfolge-Staffeln besonders gerockt hätten.
Titel wie Für den Kaiser und Schatten der Vergangenheit, ebenso wie UPR überholten die mir eigentlich sehr liebe Geschichte, in der viel von meinem Herzblut steckt... Und sprengten die Eintausender-Marke.

Heute erlebte ich eine kleine, persönliche Überraschung, die mich sehr zufrieden gestellt hat. Tatsächlich hat auch die erste Staffel von Anime Evolution sich ihren Platz in die Ränge meiner Geschichten erkämpft, die eintausend Aufrufe haben. Und das macht mich jetzt mehr als stolz.
Mein Dank an alle Leser, die langsam aber stetig gelesen und aufgerufen haben. ^^

Und vergesst nicht ab und an einen Kommentar zu hinterlassen. Gerade wenn Euch etwas oder gar die ganze Story nicht gefallen hat.

Freitag, 28. Januar 2011

Jubilate - 20.000!!!

Warum melde ich das eigentlich immer? Warum verkünde ich hier, wie viele Aufrufe eine meiner Geschichten auf einer Seite von vielen im Web, aktuell erreicht hat? Ich meine, ich bin der Einzige, der die Aufrufzahlen sehen kann; wichtiger wäre es zu verkünden, wie viele Kommentare ich bekommen habe, weil man durchaus davon ausgehen kann, dass alle Leser, die nicht kommentiert haben, mit mir unzufrieden waren.
Warum also? Weil ich trotz der negativen Möglichkeiten daran glaube, dass es tatsächlich so etwas wie eine schweigende, zufriedene Mehrheit gibt, und ich auch gerne hoffe, dass sich meine Geschichten einer steigenden Beliebtheit erfreuen und einen weiten Leserkreis erreichen und noch erreichen werden. Außerdem weiß ich, wie faul die Leser sind, bis sie sich zu einem Kommentar durch ringen. ^^V

Heute beim Aufrufen meiner Seite auf Fanfiktion.de hat die Zahl meiner Aufrufe die 20.000 geknackt; tatsächlich habe ich 20.019 Aufrufe notiert...
Ich gebe zu, diese Zahl macht mich ein wenig schwindlig, denn wenn ich meine Notizen konsultiere, dann hatte ich am 28.01.2010 exakt 8819 Aufrufe notiert. In einem Jahr habe ich also 11.200 Aufrufe zugelegt. Das ist eine Tendenz für mehr Aufrufe. Leider habe ich mir die Zahl der Kommentare nicht notiert. *seufz* Aber da habe ich bisher 144 erreicht. Und ich freue mich auf mehr.
Also, liebe Leser, bleibt meinen Geschichten treu und lest mich weiterhin, denn ich werde nie aufhören zu schreiben... Versprochen.
Aber kommentiert ruhig ab und zu mal. ^^b

Montag, 24. Januar 2011

50 Jahre Perry Rhodan - 50 Storys

Ja, auch das muss es mal geben. Ein Blogeintrag, der mir schnell und einfach von der Hand geht. Was es dazu braucht? Lediglich den fertigen Blogeintrag meines wackeren Mitstreiters Schreiberlings, und den diskreten Hinweis, das ich bei der Aktion, die er mit seinem neuesten Blogeintrag propagiert, selbstverständlich an vorderster Linie mitstreite.
Aber lest selbst den per Drag&Drop geklauten Artikel von Schreiberling:

50 Jahre Perry Rhodan – Zeit für einen neuen Stil!
Dieses Jahr steht ein ganz besonderes Jubiläum an. Denn 1961 erblickte die größte Science-Fiction-Serie der Welt das Licht derselben – somit wird die Romanheftserie PERRY RHODAN 2011 stolze 50 Jahre alt.
Auch wenn ich jetzt seit über sieben Jahren nicht mehr lese – dieser runde Geburtstag hat für mich doch einige Bedeutung und soll daher gebührend begangen werden. Schließlich hat mich die Serie doch lange Jahre – Jahrzehnte gar – begleitet und mir viele schöne Stunden bereitet. Bis ich ihr dann weniger in Zorn denn in Gleichgültigkeit den Rücken gekehrt habe – aber das ist eine andere Geschichte. Denn die Erinnerung an die „gute alte Zeit“ ist gerade in einem solchen Jubeljahr wach.

Schon seit fast einem Jahr rumort in mir daher die Idee, einen Beitrag zu den Feierlichkeiten zu leisten. Die Idee lautet wie folgt: Schenken wir dem guten alten Perry doch ein neues Gewand – verpassen wir ihm einen neuen Stil – reloaden wir ihn zu seinen Ehren.
Die Idee ist nicht neu, ich weiß. Superhelden-Comic-Serien machen sowas ständig. Dasselbe mit PERRY RHODAN zu tun ist auch allzu naheliegend. Schon vor über zehn Jahren haben wir an PR-Stammtischen darüber diskutiert, vor ein paar Jahren habe ich mit einem Freund das Thema mal wieder hervorgeholt – dieser hat, schreibwütig wie er ist, gleich ein paar hunderttausend Anschläge in die Tasten gehauen. Nachzulesen bei FanFiktion.de

Dennoch sei dies mein Vorschlag: Ihr da draußen, die ihr doch alle irgendwann mal ein PERRY RHODAN-Heft in der Hand hattet – tut es mir gleich und schnappt euch den ersten Band von 1961, lest ihn erneut … und schreibt ihn dann neu! Es muss nicht unbedingt ein moderneres Gewand sein, das wir ihm verpassen. Wie wäre es mit Steam-Punk? Manga/Anime-Mecha-Action? Western? Piraten-Abenteuern? Fantasy (ob urban oder klassisch)? Oder am Ende gar PERRY RHODAN … mit Zombies!?!

Und ja … es muss natürlich nicht Band 1 sein. Dem ein oder anderen wird in den letzten 50 Jahren ein anderer Moment viel mehr in wohliger Erinnerung sein: Guckys oder Atlans erster Auftritt, die Landung des ersten Ultraschlachtschiffs, legendäre Duelle wie das zwischen Atlan und Mirona Tethin, Perrys Verbindung mit BARDIOC, … Ich käme hier vom Hundertsten ins Tausendste.
Und schließlich muss nicht gleich jeder einen ganzen Heftroman schreiben. Eine gute Kurzgeschichte tut es natürlich auch.

Diese Idee trug ich kürzlich an Klaus N. Frick, den Chefredakteur der PR-Serie heran – und er war durchaus angetan. Mehr noch, er stellte sogar in Aussicht – so wir bis zu einem bestimmten Datum eine ansehnliche Anzahl vernünftiger Texte zusammenbekommen –, die besten Beiträge in eine Anthologie aufzunehmen. Dem Besten der Besten winkt gar ein Preis, der auf dem Weltcon überreicht werden soll.
Na, das lassen wir uns doch nicht zweimal sagen, oder?

50 Jahre – 50 Texte – PERRY RHODAN reloaded

Noch mal im Überblick:

* Jeder von uns schnappt sich einen Roman oder eine Szene aus 50 Jahren PR, liest sie gegebenenfalls noch einmal – und schreibt sie dann in anderem Stile neu. Entweder als Kurzgeschichte (bis 25.000 Anschläge) oder als Heftroman (bis 200.000 Anschläge). Der Text muss neu in dem Sinne sein, dass er vor 2011 noch nirgendwo veröffentlicht wurde. Ach ja – so nett Crossover sind, mit der Verletzung von Markenrechten Dritter müssen wir fürchte ich vorsichtig sein …
* Diskutieren und präsentieren wir unsere Werke auch während der Entstehung und tauschen wir uns rege aus! Ich habe dazu eine Facebook-Gruppe eingerichtet. Man kann sich aber auch in den einschlägigen Foren und Kommentar-Bereichen tummeln.
* Bis zum 15. Juli 2011 müssen wir aber spätestens fertig sein. Die jeweiligen Beiträge gehen als PDF entweder an eine noch zu nennende Mailadresse und/oder werden auf einer noch zu nennenden Plattform hochgeladen. Denn ab diesem Datum beginnt das Voting.
* Bis zum 15. August 2011 läuft die Abstimmung. Die Top 10 in jeder Kategorie (Heftroman und Kurzgeschichte) erhalten dann die höheren Weihen einer Druckversion – die jeweils Besten werden zudem mit einem vom Verlag gestifteten „Publikumspreis“ geehrt.


Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn wir – nun vielleicht nicht unbedingt 50 – aber doch ne Menge brauchbarer Texte zusammenbekommen.
Gehen wir's an! Mein „Unternehmen Stardust“ liegt jedenfalls schon auf dem Nachttisch bereit.

Samstag, 22. Januar 2011

Das kommt davon, wenn man lange nicht bloggt: Viele, viele Themen auf einen Schlag.

Es ist zehn Tage her, das ich gebloggt habe. Das habe ich nicht getan, weil nichts in der Welt passiert ist, sondern weil ich zu faul war. Und dann passiert natürlich das: Alle Themen wollen auf einmal raus. Passiert ist ja auch genug. ^^

Fangen wir an mit dem ersten Thema: Seit meine Schwester mich zwangsverpflichtet hat, bin ich, wie eifrige Leser meines Blogs wissen, Moderator des Bandwettbewerbs Beatbattle in Hohe Warthe, Coppengrave, Alfeld.
Der Veranstalter, die Disco Checkpoint, hoffte damit, ein ganz eigenes, begeistertes Publikum am Freitagabend zu erreichen.
Ich habe lange nicht mehr drüber gebloggt, obwohl wir mittlerweile beim dritten Wettbewerb dieser Art angelagt sind. Schlicht und einfach weil ich das Gefühl habe, dass solche Blogeinträge von meinen Lesern nicht gerne gelesen werden.
Aber entschuldigt bitte, dafür ist ja der "Nicht mein Ding"-Button da. Und als nichtkommerzieller, werbefreier Blogger kann ich ja ohnehin tun, was ich will. ^^
Beim dritten Beatbattle sind wir mittlerweile beim Viertelfinale angekommen: Vier von sechs Bands haben sich bereits erfolgreich für das Halbfinale qualifiziert. Ich blogge vor allem deswegen, weil mir der gestrige Sieger, 180°, sehr viel besser gefallen hat als in der Vorrunde. Auch ohne das ihr Gegner Pluspunkt feige den Schwanz eingekniffen hätte, bin ich sicher, dass sie gewonnen hätten. Na, quod erat demonstrandum, wie die Lateiner sagen. Es war sehr schade, dass sich das Publikum wetterungsbedingt in Grenzen hielt. Es war auch sehr schade, dass die Alfelder Zeitung als größtes örtliches Blatt über diesen Wettbewerb kein einziges Wort verliert. Nein, das ist nicht schade, das ist Arbeitsverweigerung, wenn sogar die Hamelner Zeitungen über den Beatbattle berichten. Aber das steht auf einem anderen Blatt.
Fakt ist, 180° haben mir gestern sehr gut gefallen, so richtig gut. Und weil sie die Bühne für sich hatten, haben sie mit ihrem lauschigen Melancho-Pop auch eine volle Stunde gespielt.

In der Vorwoche gewann Couchdivers. Auch eine tolle Combo voller Elan und Energie. Die haben wirklich Spaß gemacht, und ich erwarte einen harten Kampf gegen 180° im Halbfinale, Jungs.
Im zweiten Viertelfinale setzte sich Magistarium klar durch. Sehr, sehr, sehr klar...
Ihre Gegner werden die Sieger des ersten Viertelfinales sein: Schrödingers Katze.
Als einzige der Halbfinalsbands kommt die aus der näheren Umgebung und bringt ihren Heimvorteil mit. Das wird eine interessante Schlacht auf der Bühne.

Was ich mir für die beiden letzten Viertelfinals und die Halbfinals wünsche: Mehr Publikum, das meine Anmoderationen bewundern kann. XD
Doch, mehr Publikum ist in der Tat wünschenswert. Denn auch wenn die eine oder andere Band im Laufe aller drei Beatbattles mal im Ausdruck oder im Gesang gelaggt haben mag, technisch waren sie bisher alle einwandfrei. Und manche Band, die bereits aufgetreten war und sich verkleinern musste, gewann dadurch an Ausdruck und musikalischer Stärke. Die Frauencombo Hangmanz verzichtete auf ihre Leadsängerin, und damit auf den alten Bandnamen Hangmans Reputation. Aber die drei Mädels haben dadurch so sagenhaft gewonnen, dass sie beim Beatbattle drei ohne Weiteres in den oberen Etagen mitspielen können. Gerade solche Veränderungen verdienen Aufmerksamkeit, eben weil der Checkpoint so ein geiler Stage für die Bands ist. Gerade für solche, die vor allem Bühnenerfahrung suchen.
Bettle ich hier um Publikum? Gut erkannt. d^^b

Thema Nummer zwei:
Auf der Gorch Fock stürzte eine Offiziersanwärterin aus der Takelage.
In Afghanistan wurde ein Unteroffizier getötet, und die Spekulationen, es könnte eine freundliche Kugel beim Waffenreinigen gewesen sein, wehte munter durch die nicht so ernst zu nehmenden Medien wie BILD und Co.
Und dann ist da noch der Vorwurf, Bundeswehr-Feldpost hätte geöffnete und leere Briefe ausgeliefert.

Im Falle der Gorch Fock, dem Schulschiff der Marine, zog sich ein kleiner Skandal nach. Angeblich weigerten sich Offiziersanwärter nach dem Sturz, erneut in die Takelage zu klettern. Und die Ausbilder sollen sie harsch getriezt haben. Das Wort "Meuterei" geisterte danach durch die Presse.
Meine Meinung dazu: Wer auf einem Segelschiff auf einem verdammten Ozean nicht seinen Teil leistet, und sei er noch so klein, der gefährdet Schiff und Mannschaft. Das ist inakzeptabel, gerade für junge Zeitsoldaten, die das Marineleben zu ihrem Beruf machen wollen und zudem freiwillig an Bord sind.
Ich stelle mir vor, ein Maschinenbauer wird von einer herab fallenden Stahlplatte erschlagen. Die ganze Halle ist geschockt. Selbstverständlich. Ein trauriges Unglück, ohne Frage. Aber deswegen wird am nächsten Morgen die Frühschicht ganz regulär anfangen und Trauerarbeit vom Broterwerb trennen. So sieht das aus - in der Freien Wirtschaft.
Nun haben wir - angeblich - vier Kadetten, die gerne das Geld der Bundeswehr und damit von uns nehmen, denen wir die - zugegeben in naher Zukunft nicht notwendige - Landesverteidigung auf hoher See anvertrauen, und die schlichte Befehle nicht befolgen können?
Meine Herren, ich war beim Bund. Und es ist traurig, das ausgerechnet ICH Ihnen sagen muss, wie es läuft: Wenn der Schock über den Tod der Kameradin so groß für Sie war, dass Sie nicht mehr in die Wanten steigen können, haben Sie auf dem Vordeck und in der Takelage nichts mehr verloren. Dann müssen Sie beim Bordarzt vorstellig werden und sich Dienstunfähig schreiben lassen. Der Segelbetrieb ist für ein Hochseeschiff wie die Gorch Fock überlebenswichtig. Da können keine zögerlichen Sissies gebraucht werden, weil es da ums Leben aller geht. Also, nächstes Mal aufs Revier, und nicht in die Meuterei.
Meine Tageszeitung vermeldete dazu heute, der Kapitän der Gorch Fock sei abgelöst worden. Eine unglaubliche Fehlentscheidung von KTG, um die Medien zufrieden zu stellen. Aber seit wann, frage ich, soll ausgerechnet die Bundeswehr tun, was große rote Buchstaben wollen? Solange die Marine nicht gegen Recht, Gesetz und die schärferen Bundeswehrgesetze verstößt, sollte ihnen öffentliche Meinung echt am Arsch vorbei gehen. Tschuldigung.

Ja, da ist also in Afghanistan, wie man hört, ein Soldat beim Waffenreinigen ums Leben gekommen. Ein Unteroffizier. Entweder hat er sich selbst verletzt, oder es ist beim Waffenreinigen mit neun Kameraden durch die Waffe eines anderen passiert.
Natürlich, lückenlose Aufklärung ist hier gefragt, Keine Zurückhaltung, volle Ehrlichkeit. Immerhin sterben genügend Bundeswehrsoldaten bereits durch Feindfeuer, da können wir uns Tote durch Unachtsamkeit nicht leisten.
Aber, Herrschaften, Presse und solch die es vorgeben zu sein, sprich BLÖD: Es war aus meiner bisherigen Sicht ein Unfall. Unfälle passieren. Gute Unteroffiziere wissen das, und sind mehr als akribisch, verlassen sich darauf, dass das Magazin abgenommen, und die Munitionskammer leer ist. In meiner Ausbildung war der Griff nach der Schießübung mit dem kleinen Finger durch die Munitionskammer in den Lauf Usus. Und wehe dem, der so blöde war, das Schloss nicht richtig gespannt zu halten.
Wenn man solche elementaren Sicherheitsregeln über die Jahre vergisst, dann ist das nicht Erfahrung, sondern Dummheit. Fragt sich nur, wessen Dummheit. Für diese Dummheit musste ein Mensch sterben. Aber muss dafür die Boulevardpresse aufhetzen? Von BILD erwarte ich ja nichts anderes.

Ach ja, die Feldpost, die Feldpost.
Okay, wer glaubt wirklich daran, dass deutsche Feldpost aus Afghanistan unzensiert und ungeöffnet nach Hause geschickt wird? Ich meine, im Zeitalter von E-Mails hat der MAD es schwer genug, die Zensur aufrecht zu erhalten... Ach, doch so viele.
Träumt weiter. Klar, das ist gegen die Verfassung. Aber das ist ein Angriffskrieg auch, und wir sind in Afghanistan daran beteiligt. Aber immerhin, wir leisten zivile Aufbauhilfe, ohne wie Uncle Sam nebenbei auf Mohn und Erdgas zu stieren...
Da sitzt also ein Vollidiot des MAD in der Kontrollstelle, und weiß nicht, wie man die Briefe wieder ordentlich verschließt, bzw. vergisst die kontrollierten Briefe weiter zu verschicken? Feuert den Trottel.
Soldatenpost sollte man nicht lesen dürfen? Hm, warum verschicken die ihre Briefe dann nicht per SMS oder E-Mail? Oder E-Post-Brief? Wie, das kann auch zensiert werden? Klar, aber ich glaube, jetzt überschätzt Ihr den MAD maßlos. XDDD


Und es geht in meinem heutigen Post, man glaube es kaum, auch ums SCHREIBEN:
Jaha, ab und an kann ich auch von diese Front etwas Positives berichten.
Ich stehe auf Fanfiktion.de kurz davor zwanzigtausendmal aufgerufen zu werden... In achtundsiebzig Geschichten präsentiere ich ein gefühltes halbes Gigabyte an Texten, und wurde bisher mit einhundertvierundvierzig Reviews auf der Page, und zweien hier in meinem Blog belohnt. Ich melde mich natürlich, wenn die zwanzigtausend geknackt ist.
Was ich auch noch erwähnen möchte: Vor gar nicht langer Zeit vermeldete ich für meine Geschichten Für den Kaiser und SailorMoon: Schatten der Vergangenheit, dass ich die Eintausender-, und später die Eintausendeinhundertelfer-Marke durchbrochen hatte, was Aufrufe angeht. Ersteres ist ein von mir komplett eigenständiges Werk von vier Romanen in einem von mir erdachten Universum. Zweiteres ist - ja, ich gebe es erneut zu, ich bin und bleibe Fan - eine SailorMoon-Fanfiktion.
Auf beide bin ich sehr stolz, und das Interesse ist mehr als erstaunlich. Na ja, eigentlich ist es eher erstaunlich, dass ich nicht noch MEHR Interesse wecke.
Wie dem auch immer sei, beide Geschichten sind auf dem Wege, zweitausend Klicks zu erzielen. Beide haben vor wenigen Wochen die Eintausendfünfhunderter-Marke hinter sich gelassen, und streben unaufhaltsam, aber recht langsam, auf den nächsten Tausender zu.
Ich wünsche mir natürlich: Bleibt mir treu, liebe Leser. Wenn Ihr die beiden Geschichten durch habt, warten noch ein paar hundert Megabytes an weiteren Texten von mir auf Euch. Und vergesst nicht ab und an einen Kommentar auf Fanfiktion.de oder hier in meinem Blog zu hinterlassen.

Thema Nummer vier, um das es mir heute geht ist ein ganz Besonderes. Heute werde ich hochoffiziell meine kleine Feindschaft mit Foodwatch zu Grabe tragen. Ich meine, Hey, Hey, Hey, was haben die nicht schon alles geleistet? Gut, gut, manchmal sagen sie so einen Quatsch wie: Schluss mit Dioxin im Essen, und lassen dabei vollkommen außer Acht, dass erstens Dioxin als natürliches Abfallprodukt bei Röst- und Garverfahren entsteht, und zweitens ist nur ein Bruchteil der möglichen entstehenden Dioxine wirklich gefährlich. Sprich, Du kannst Dioxin nicht entkommen, und nur Grenzwerte sind eine sichere Kontroll- und Schutzmöglichkeit.
Aber dann hat Foodwatch eben auch Aktionen, die mich zufriedener stimmen, zum Beispiel, wenn sie Pfanner fragen, warum in ihrem Litschi-Eistee laut Zutatenliste gar keine Litschis drin sind, und eine patzige Antwort kassieren wie: Es müssen laut Gesetz ja gar keine drin sein, auch wenn der Tee so heißt. Da hat Foodwatch mal eine echte Mogelpackung an der Hand gehabt. (Nein, ich werfe ihnen diesmal nicht vor, sich nur leichte Gegner auszusuchen.) Und ja, wenn ich ehrlich bin, brauchen wir auch jemand, der sich um die kleinen Skandälchen kümmert, und nicht ständig große Brötchen backt...
Und das geht ganz einfach, denn Foodwatch hat ein tolles Fördersystem entwickelt: Für sechzig Euro Jahresbeitrag kann man ihren Kampf gegen die unsauber arbeitende Industrie unterstützen. Laut eigener Aussage hat Foodwatch bereits 17.000 Förderer, die mit mindestens fünf Euro monatlich den Kampf unterstützen können. Als Gegenleistung, abgesehen vom Gefühl, etwas zur Gemeinschaft beigetragen zu haben, erhält man die kostenlosen Foodwatch-Nachrichten und kann sich kostenfrei von einer Ernährungswissenschaftlerin beraten lassen...
Mal ganz davon abgesehen, dass man für fast zwanzig Euronen diverse hilfreiche Bücher im Shop erwerben kann, die um das Thema Lebensmittelbetrug gehen. Was? Ermäßigung bei den Büchern für Fördermitglieder, die immerhin sechzig Tacken minimal im Jahr berappen? Davon steht da nichts. Siebzehntausend Fördermitglieder, jedes bezahlt freiwillig mindestens fünf Euro... Okay, nach dem Spendensiegel sucht man auf der Page vergebens, aber das ist bei fünfundachtzigtausend Euro monatlichen Einnahmen nur durch die Fördermitglieder ja auch nicht notwendig, oder? Ich meine, das sind ja im Jahr nur etwas mehr als mindestens eine Million Euro... Man kriegt ja auch ne Spendenquittung, wenn man sie haben möchte. Und ganz ehrlich gesagt, bei solchen Peanuts wie einer Million Euro im Jahr muss man ja auch nicht unbedingt seine Zahlungen offen legen, Referenzen über die eigenen geleisteten Aktionen abgeben, oder sogar aufschlüsseln, welchen Weg die eingenommenen Gelder gehen. Unter Bilanz ist nichts derartiges auf der Homepage zu finden. Und auch das Wort Jahresbericht führt ins Leere.
Was? Wie? Ich wollte eigentlich positiv über Foodwatch schreiben, und sie nicht in die Pfanne hauen?
Aber, aber, aber, das IST doch positiv, oder nicht? Ich meine, andere große gemeinnützige Vereine wie das Rote Kreuz und Greenpeace haben doch auch kein Spendensiegel und so... Und ein kleiner Verein wie Foodwatch, der ne läppische Million an Fördermitgliedbeiträgen bekommt, muss sich ja wohl nicht die Mühe machen, das Verbrauchervertrauen durch einen offenen Jahresbericht zu erhalten. Immerhin tun sie ja schon so sehr viel für uns Verbraucher. Zum Beispiel... Neee, war nix. Aber... Ach, das waren andere.
Geht doch am Besten mal auf die Homepage und überzeugt Euch selbst. Aber vergesst nicht, vorher mit dem Taschenrechner meine Zahlen zu betätigen, und Euch dann zu fragen, wie teuer wohl die Homepage, die ganzen Konferenzen und der Druck der Verkaufsbücher wohl kostet. Ich meine, da bleibt von einer Million eben nicht viel übrig. Natürlich nicht.

Mein Fazit: Ich bin Fördermitglied beim ASB. Das Geld sehe ich zwar nie wieder (die Hälfte übers Finanzamt), aber ich fühle mich dabei gut, und sehe des Öfteren einen ASB-Krankenwagen über die Straßen huschen. Greenpeace könnte ich mir auch vorstellen. Aber Foodwatch? Nein, danke.


Sooo, jetzt ist das doch eine ganze Menge geworden. Das hätten auch vier einzelne Blogs im Verlauf der Woche sein können. Sind sie aber nicht, und habe ich nicht.
Dies ist übrigens Blog zweihunderteins, den ich jemals geschrieben habe.
Hoffentlich folgen noch viele, viele Blogeinträge. Und hoffentlich folgen noch viele, viele Kommentare von Euch, meine lieben Leser. Oder klickt wenigstens die Buttons. Ich weiß, dass Ihr da seid. Ich habe die Statistiken entdeckt und herausgefunden, dass mein Blog im Dezember eintausendmal aufgerufen wurde. Also, faule Bande, für einen Buttonklick MUSS es doch einfach reichen. ^^
Euer Ace

Edit am Sonntag, den 23.01.: Zum Thema Gorch Fock.
Auf der Gmx-Homepage ist ein Artikel zu finden, der mich entsetzt. Überschrieben ist er mit "Gorch Fock ein schwimmender Puff".
Begründet wird der Titel im Artikel damit, dass eine ehemalige Kadettin davon berichtet, dass es sexuelle "Avancen" in Richtung der Offiziersanwärterinnen an Bord gebe, sich viele Kadetten bei den Frauen Chancen ausrechneten, usw. Das erfüllt nun nicht gerade meine Vorstellungen eines schwimmenden Puffs, aber ich war ja auch nicht an Bord und kann ergo nicht aus erster Hand berichten.
Weiter berichtet die Frau von Drill, Schlafmangel, und das sich viele Frauen "vor Erschöpfung in den Schlaf geweint" hätten.
...
Sacken lassen.
Ist sich die junge Frau im Klaren, dass "sexuelle Belästigung" auch in der Bundeswehr ein Strafbestand sind? Oder auch nur, dass sie mit dieser Anschuldigung einen Strafbestand aufzeigt, der dringend geklärt werden muss? Aber, und das sage ich hier ernsthaft, weil ich den Artikel für vollkommen überzogen halte, auch, dass Falschaussage ebenfalls ein Tatbestand ist? Bisher ging ich davon aus, dass die Gorch Fock der Stolz der deutschen Marine ist, wo junge Offiziersanwärter einiges für ihren späteren Beruf mitnehmen werden. Der Sohn eines ehemaligen Arbeitskollegen war als Mannschaftsmitglied an Bord, und er hat nur Gutes berichtet, sogar an Bord heiraten dürfen.
Nun gut, es ist Web.de/Gmx.de, und von diesen Nachrichten sollte man weder gute Recherche, noch Wahrhaftigkeit erwarten. Auch wenn ich meine E-Mail auf Gmx habe, so traue ich der Redaktion keine Nachrichten zu, die einen größeren Wert haben als die BILD-Schlagzeilen. Mit diesem Artikel hat Gmx.de bestenfalls einen Missstand aufgedeckt, der an Bord des Seglers herrscht/herrschte. Schlimmstenfalls ist die Gmx-Redaktion aber mit beiden Beinen voll in einen Karren Mist gesprungen, um im Klima der Hinterfragung der Vorfälle auf der Gorch Fock ihren Teil vom Kuchen abzubekommen - und sei es durch eine überzogene Berichterstattung, ja, falsche Berichterstattung. Der Titel hat nämlich mit dem Bericht nichts zu tun, und der Hinweis auf "sexuelle Avancen" hat nun weder was mit einem schwimmenden Puff zu tun, noch mit dem Tatbestand der sexuellen Nötigung, oder gar Vergewaltigung im schlimmsten Fall. Für mich liest sich der Artikel so, dass da eine Offiziersanwärterin an Bor eines Segelschulschiffs eine schwere Zeit gehabt hat und nun darüber meckert. Aber was hat sie auch auf einem Segelschiff anderes erwartet?
Und die Redaktion hat einen ordentlichen Header drauf geklatscht, damit möglichst viele Leute drauf klicken, u.a. ich. Damit nutzen sie nicht nur die Berichterstattung über das Schiff schamlos aus, sie beschädigen auch den Ruf der Marine. Sollten sie Recht haben, gratuliere zu einer großartigen journalistisch-investigativen Leistung. Sollten sie Unrecht haben, was ich sehr stark vermute, dann sollte die Bundesmarine, nein, dann MUSS die Bundesmarine angemessen reagieren.
KTG? Handeln? Ha, der muss doch vorher erst in die BILD-Zeitung gucken um zu wissen, was von ihm erwartet wird. ^^°°°

Mittwoch, 12. Januar 2011

Kreationisten - Du kannst nicht mit ihnen...

Es ist ein offenes Geheimnis. Ich sage es jedem, der mich fragt oder der mir nicht schnell genug entkommen kann: Ich hasse Kreationisten. Das hat vielerlei Gründe. Uneinsichtigkeit, sich die Welt solange zurecht biegen wie sie diese brauchen, und offene Lügen sind nur ein paar meiner Gründe. Nun bezweifle ich nicht, dass auch Kreationisten tolle Menschen sein können. Aber ihr Bibel-Chauvinismus disqualifiziert sie für mich in jeder Form ideologischer oder religiöser Debatte. Wer so lange A ruft, bis außer A nichts mehr zu hören ist, obwohl B eindeutig richtig ist, bekommt bei mir kein Verständnis.

Ich hatte ab und an mit Kreationisten zu tun, vor allem im Internet. Ich erinnere mich noch gut an die junge Frau in einem Unterforum auf Animexx, die es tatsächlich geschafft hat mir einzureden, dass das Ursuppen-Experiment noch nie erfolgreich durchgeführt worden sei, d.h. im Versuchsaufbau tatsächlich aus Wasser, Elektrizität und toter Materie urprimitivstes Leben erschaffen worden ist. Nur um dann Jahre später zu lesen, dass das (erfolgreiche) Ursuppen-Experiment zum ersten Semester von Physik- und Chemie-Studenten gehört.
Oder die Art und Weise, in der sie längst widerlegte Ideen aufwärmen und brandneu verkaufen. Verkaufen können, weil SIE nur behaupten müssen, während die Wissenschaft widerlegen muss. Wieder und wieder und wieder. Ich denke da nur an das unsägliche Beispiel mit dem Augen, das schon um Neunzehnhundert ad absurdum geführt wurde. Und wieder, und wieder, und wieder, und immer noch als Argument pro Kreationismus gebracht wird.
Oder die penetrante Art, mit der Kreationisten frech behaupten, der Grand Canyon sei durch die Sintflut entstanden...

Gestern bin ich zufällig auf MMs Seiten auf einen Videolink nach Youtube gestoßen, das sich mit dem Thema Evolution, Kreationismus und Intelligentes Design beschäftigt. Verfasst wurden die Videos von einem Universitätsprofessor für Biologie; da sich die Fakten mit meinem Wissen decken, habe ich keine Probleme, sie auch ohne weitere Prüfung als authentisch zu bezeichnen. Ich kann jedem nur raten, da mal rein zu schauen, weil die insgesamt vier Videos einiges an Rüstzeug mitbringen - für den Fall, dass man mal wieder auf Kreationisten trifft.

Leider hat dieses Erlebnis für mich zu einer äußerst bitteren Erkenntnis geführt. das kreationistische Gift ist schleichend, langwierig und verschlagen, oh ja. Denn ich selbst rede seit Jahren auch von der EvolutionsTHEORIE.
Die Forschungsdisziplin von Professor Dr. Kutschera nennt sich aber EvolutionsBIOLOGIE. Ich weiß, es klingt wie Erbsenzählerei, aber dadurch, das ich den Kreationisten gefolgt bin und ebenfalls von der Evolutionstheorie gedacht und gesprochen habe, gab ich ihnen ein Werkzeug gegen mich und die Tatsache der Evolution in die Hand. Wieder. Und wieder. Und wieder. Denn die Evolutionsbiologie als Evolutionstheorie zu bezeichnen ermöglicht es Kreationisten, alleine schon durch dieses Wort die gesamte, bewiesene Wissenschaft der Evolutionsbiologie in Frage zu stellen, nur weil da ein "Theorie" rangehängt wurde. Und ich war willfähriger Helfer.
Darum hasse ich Kreationisten. Und da kann man mal sehen, wie weit ihr Gift aus Falschaussage, offener Lüge, Tatsachenverdrehung und Sturheit schon verbreitet wurde.

Also, meine lieben Leser, es hieß zu Darwins Zeiten noch Evolutionstheorie, weil Darwin viele Beweise für seine Worte hatte, aber die gesamte Theorie noch nicht durchgängig schlüssig bewiesen war. Das wurde im Zwanzigsten Jahrhundert vollkommen anders, als die Theorie zur Wissenschaft wurde, weil festgestellt wurde, dass Evolution stattfand und auch jetzt gerade stattfindet.
Für uns wackere Verfechter der exakten Wissenschaft muss es also in Zukunft heißen, EvolutionsBIOLOGIE zu sagen, nicht Evolutionstheorie.
So, das war mir ein Anliegen. Ich gehe mich derweil noch ein wenig ärgern, über Kreationisten.

Montag, 10. Januar 2011

Who the f**k is Foodwatch?

Wer meinen Blog des Öfteren besucht, weiß das ich so meine Schwierigkeiten mit der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch habe. Die uns die Capri Sonne madig machen wollte, der die Grenzwerte für radioaktive Belastung von natürlichem Mineralwasser zu hoch angesetzt waren. Die der Deutschen Bahn einfach mal so pauschal vorgeworfen hat, die Gourmet-Speisen in den ICE-Restaurants wären mit Geschmacksverstärkern vorproduziert worden. Und, und, und...
Was mich bei diesen ganzen Geschichten nervt ist: Wer auf die Foodwatch-Seiten geht, der erkennt sehr bald, dass sich die Organisation nicht auf Spenden oder Sponsoren verlässt - aber auf Förderer, also eine Art Dauerspender. Und diese Dauerspender weren mit Nachhaltigkeit bei Laune gehalten. Nämlich Nachhaltigkeit der Präsenz von Foodwatch in den Medien. Ferner stören mich zwei weitere Dinge:
1) Foodwatch sucht sich leichte Ziele aus. Zum Beispiel Capri Sonne statt Coca Cola, oder die Deutsche Bahn, bei der jeder zuerst einmal nickt, wenn man dem Essen im Bordrestaurant vorwirft, es wäre mit Geschmacksverstärkern gemacht worden.
2) Foodwatch ist nur zu gerne bereit, Fortschritte in von ihnen aufgegriffenen Themen als eigenen Erfolg zu verkaufen. Ich möchte jetzt Innocence in Danger nicht beleidigen, aber das Prinzip erscheint mir dasselbe zu sein. Hauptsache in den Medien, Hauptsache, die Förderer bleiben dabei.
Ehrlich, ich mag Foodwatch nicht. Wir haben genügend Clowns im öffentlichen Leben. Fragt die FDP.

Nun ist Foodwatch auf den Dioxin-Zug aufgesprungen. Weil das Kind da aber schon in den Brunnen gefallen ist, erheischt die Verbraucherschutzorganisation mit einer aufsehenerregenden These Publikumsaufmerksamkeit: Nach ihren Informationen stammt die hohe Dioxid-Belastung von Pflanzenschutzmitteln, wie Stern.de, Bild.de, oder auch Abendblatt.de.
Der Tenor der Meldung ist folgender: Foodwatch liegt eine Probe aus dem Futtermittelbetrieb vor, die genau diese Belastung durch Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln bestätigt.

Okay, mal einen Schritt zurück. Ohne den Skandal schön reden zu wollen, und ohne den skrupellosen Geldschneidern, die mit unser aller Gesundheit gespielt haben, eine Brücke zu bauen: Worum geht es eigentlich? Dioxine sind Verbrennungsrückstände, die entstehen können, wenn etwas geröstet oder verbrannt wird. Deshalb gehen offizielle Stellen bisher davon aus, dass Überreste aus der Biodieselherstellung an der Belastung Schuld sind. Foodwatch hingegen ist sich sehr sicher, dass nun die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln Schuld sind.
Okay, Dioxine sind Chlorhaltige Kohlenwasserstoffe, und viele Pflanzenschutzmittel sind auf Ölbasis (also Kohlenwasserstoffen) aufgebaut. Soweit klingt es so als gäbe es da tatsächlich einen Zusammenhang. Aber eine Frage bleibt natürlich: Warum sollte irgend ein Hersteller in Deutschland oder in Europa ausgerechnet die schlecht abbaubaren Dioxine, von denen einige Untergruppen nachweislich Chlorakne, Krebs oder Diabetes auslösen können, in ein Pflanzenschutzmittel einfügen? Oder warum sollte bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln Dioxin entstehen? Ich weiß aus erster Hand, dass Pflanzenschutzmittel weder erwärmt noch gekocht oder gar vorgeröstet gespritzt werden. Wo ist da also der Sinn? Oder anders formuliert: Zwar bin ich kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, warum die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln Dioxin verarbeiten sollten - und das in der Lebensmittelproduktion. So blöd werden die wohl nicht sein.

Lassen wir mal kurz Wikipedia etwas sagen. Gut, gut, einige halten Wikipedia für eine Desinformationsseite, wo Datenhijacker jeglichen Quatsch als bare Münze verkaufen können. Aber ich habe Wikipedia wenn schon nicht als ausführlich, so doch als gute Recherche-Seite kennen gelernt, und in kleineren Dingen vertraue ich Wikie und den Starken Seiten. Diesmal habe ich die Seite zu Dioxin aufgerufen, und folgenden Satz gefunden, der wohl vieles erklären dürfte: "Dioxine werden, außer für Forschung und Analytik, nicht gezielt hergestellt. Sie entstehen als Nebenprodukte bei einer Vielzahl von thermischen Prozessen. Es gibt keinerlei technische Verwendung von Dioxinen."
Also, wenn nicht tatsächlich ein Pflanzenschutzmittel vor der Verwendung gekocht oder geröstet werden muss, bevor es ausgebracht wird, habe ich tatsächlich keine Ahnung, wie Dioxin da rein gelangen soll. Im großen Stil produziert wird es laut der Wikie jedenfalls nicht.
Warum also sagt Foodwatch, es "wären mit großer Wahrscheinlichkeit Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln Schuld" an der Dioxin-Belastung im Tierfutter?
1) Weil es noch kein anderer behautet hat.
2) Weil es in ihr Konzept passt und sie den Buhmann "Spritzmittel" herbeirufen können - viele werden das tatsächlich glauben.
3) Weil es von einem Laien nicht widerlegt werden kann. Selbst ich kann nur Vermutungen anstellen, und dies anhand von Indizien. Ich kann widersprechen, aber ich kann nicht klar verneinen.
4) Weil sich Foodwatch wieder mal ein leichtes Ziel ausgesucht hat.

Fazit: Versteht mich nicht falsch, Dioxin ist nichts, was wir im Essen haben sollten. Andererseits können wir dem Dioxin ebenso wenig ausweichen wie der natürlichen Radioaktivität unserer Umgebung. Und dazu kommt, dass die EU die Grenzwerte für Dioxin vor gar nicht allzulanger Zeit auf ein Zehntel herunter geschraubt hat. Dennoch muss man gegen diese Geldmacherei strafrechtlich vorgehen, und vor allem die illegalen Gewinne beschlagnahmen und eventuell in Forschungsprojekte investieren, die zum Beispiel erforschen, wie man Dioxin dazu bringen kann, schneller von Körper wieder abgebaut zu werden - einmal im menschlichen Körper tut es das nur sehr widerwillig. Zum Beispiel.
Aber was Foodwatch da gemacht hat, passt in das übliche Handlungsschema dieser Organisation. Sie hat eine These in den Raum gestellt. Sie hat die Probe und kann es behaupten, und das Gesundheitsministerium schweigt vorerst. Weil es die Fakten prüfen wird, nicht weil Foodwatch automatisch Recht hat. Und die Verbraucherschutzorganisation schlägt drei Fliegen mit einer Klappe: Sie ist wieder im Gespräch, sie hat etwas vollkommen Neues in die Diskussion eingebracht und sie kann gegen Pflanzenschutzmittel wettern.

Und genau deshalb mag ich sie nicht. Das ist kein Verbraucherschutz, das ist Schlagzeilenwahn im BLÖD-Stil. Und mich würde es absolut nicht wundern, wenn sich heraus stellt, dass die "Pflanzenschutzmittel sind schuld"-These in sich zusammenstürzt wie ein Kartenhaus. Leider werden aber viele Bürger dann an Vertuschung, Verschleierung und Mauschelei glauben, nicht daran dass Foodwatch Unrecht hatte. Eine verrückte Welt.
Liebe Foodwatch, wenn Dioxine nicht produziert werden, um z.B. industriell genutzt zu werden, wie sollen sie dann in Pflanzenschutzmittel gelangen? Wenn Du mir diese Frage schlüssig erklären kannst, glaube ich Deine Theorie. Aber ich fürchte, Du kannst zwar diese Behauptung aufstellen, sie aber nicht beweisen.

Sonntag, 9. Januar 2011

Auch Witze sind kreative Arbeit...

So, auch wenn es gerade so ausschaut, als hätte ich Schreibblockade - mein Gehirn steht niemals still. Zum Beispiel habe ich gerade einen Witz erfunden, den ich Euch nicht vorenthalten will. Ja, auch das ist kreative Arbeit. ^^

Here we go:

Treffen sich zwei Freunde. Meint der eine: "Mensch, Thomas, wie siehst du denn aus? Was ist denn mit Dir passiert?"
"Ja, weißt du, da hat mich doch so ein Typ mit einer Socke verprügelt."
"Mit einer Socke? Und das hat dich so zugerichtet? Was hat er denn da rein getan?"
"Na, seinen Fuß."

Mittwoch, 5. Januar 2011

1111 - UPR rocks

So, langsam aber sicher komme ich posttechnisch dieses Jahr so richtig in Fahrt.
Diesmal geht es wieder ums Schreiben.
Genauer gesagt geht es um Ultimate Perry Rhodan, mein und Schreiberlings Versuch, Perry Rhodans Anfänge ins neue Jahrtausend zu katapultieren.
Mitte Dezember konnte ich noch stolz verkünden, dass ich eintausend Aufrufe der Geschichte vermerkt habe. Heute bin ich einen beträchtlichen Schritt weiter. Ich habe in der vergangenen Nacht mit meiner PR-Version die Schnapszahl 1111 geknackt.
Dafür danke, liebe Leser. Und vergesst nicht, immer schön kommentieren, wenn euch etwas nicht gefällt.

Montag, 3. Januar 2011

Der Steher ist zurück.

Ja, Leute, Ihr werdet es kaum glauben, aber ein Thema ist nicht tot zu kriegen: Ausgerechnet etwas, was laut der Presse UNS tot machen will, nämlich die gute alte H1N1-Schweinegrippe, die uns letzte Saison so wenig Grippetote wie noch nie während der Influenza-Saison beschert hat.
Dreißig Infizierte und zwei Tote, einer davon mit chronischer schwerer Vorerkrankung, ist Tagesschau.de gleich einen warnenden Artikel wert, mit dem Hinweis, man rechne mit "steigenden Zahlen in den nächsten Wochen".
Natürlich soll man sich die Hände waschen, wenn man nach Hause kommt, und ebenso selbstverständlich soll man sich impfen lassen.

...Noch mal für alle zum Mitschreiben: In einer normalen Grippesaison, wenn sich die saisonalen Viren bis nach Europa ausgebreitet haben, gibt es in Deutschland zwischen fünf- und zehntausend Tote. Diese kommen meistens aus Risikogruppen. Alten Menschen, Leuten mit Immunschwäche und/oder Vorerkrankungen, Personen die durch andere Krankheiten bereits geschwächt sind, Schwangere, die dadurch stärker belastet und damit angreifbarer sind. Zwei Tote sind nichts.
In einem weiteren Artikel ist sich Tagesschau.de auch nicht zu Schade, einen Experten zu Wort kommen zu lassen, der zumindest moderat über das Thema berichtet. Er geht mir zwar zu sanft mit der WHO um, und auch mit den hysterischen Medien, die nur der Story willens Panik geschürt haben, aber immerhin widerspricht er der Panik. Moderat.
Und er ruft dazu auf, sich impfen zu lassen, nicht nur gegen H1N1, sondern auch gegen zwei andere Viren, die bereits zirkulieren, und definitiv aggressiver sein werden.


Also, noch mal zum Mitschreiben: Generell ist die Impfung eine gute Sache. Man immunisiert sich gegen die bedrohlichen Viren, aber nicht unbedingt gegen das halbe Dutzend andere Krankheiten, die zugleich im Winter herum schwirren und leichtes Spiel haben.
Generell gilt: Impfung gegen die saisonale Grippe ist richtig und gut, WENN man zu einer der Risikogruppen gehört, die ich weiter oben genannt habe. Alte Leute mit geschwächtem Immunsystem. Chronisch Kranke. Schwangere. Und so weiter. Dann aber auch eher gegen die saisonale Grippe, nicht so sehr gegen H1N1. Aber, da der Virus relativ harmlos ist, schadet es auch nicht.
Alle anderen gesunden Menschen sollten jede Grippe-Infektion mit ein paar Tagen Bettruhe und zwei Wochen Schonung im Anschluss gut überstehen sollen - auch ohne Impfung. Und dann gibt es ja immer noch Tamiflu... Das angeblich wirkt. Aber na ja.

...Noch einmal an dieser Stelle: Ich bin kein Impfgegner, sondern ein Impfbefürworter. Und ich kann die Impfgegner, die gegen jeden kleinen Wirkstoff im Serum so vehement vorgehen als sei er definitiv tödlich, nicht verstehen und ihre Meinung nicht akzeptieren. Ihr geht mir auf den Geist mit euren Verschwörungstheorien, Masernparties und dem Gejammer über Schwermetalle im Impfstoff. Die H1N1-Hysterie hat euch zu Unrecht ins Konzept gespielt.

Mein Fazit: Gehört Ihr einer Risikogruppe an, lasst euch impfen. Aber die relativ harmlose Schweinegrippe sollte man auch so gut überstehen können. Rund einhundertvierzig Tote in einer Saison, die mindestens fünftausend hätte erleben sollen, sprechen dafür.
Also, nicht hysterisch machen lassen, wenn die blöde Zeitschrift mit den vier Buchstaben wieder auf den Panik-Zug aufschwingt und darauf hofft, dass ganz Deutschland nach einem Jahr bereits vergessen hat, wie es damals verarscht wurde.

Sonntag, 2. Januar 2011

Erster Post im Neuen Jahr

Hallo, liebe Leser. Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins Neue Jahr gerutscht und hattet zu Weihnachten die richtigen Geschenke.
Auch in diesem Jahr habe ich vor, zu nationalen, internationalen und galaktischen Themen meine werte Meinung zum Besten zu geben, und ich hoffe, Ihr folgt mir dann interessiert, kritisch oder meinetwegen auch amüsiert. Ist mir alles Recht.
Auch zum Schreiben, meinem Lieblingshobby, werde ich mich wieder viel und liebend gerne äußern.

Apropos Schreiben: Heute beim einloggen auf Fanfiktion.de bekam ich mein letztes leicht verspätetes Weihnachtsgeschenk. Meine Leser haben die Zahl meiner Klicks durch die nächste Schallmauer getrieben; gerade eben habe ich 19005 Zugriffe auf meine Geschichten verzeichnet. Die Zwanzigtausend ist nun nicht mehr fern, und die Abstände zwischen den Tausendern verkürzen sich tatsächlich immer mehr. Das bedeutet entdeckungsfreudige und ausdauernde Leser. ^^V
Bleibt mir auch bis über die Zwanzigtausend treu.