Mittwoch, 29. Juli 2009

Kriegsklingen von Joe Abercrombie

Heute will ich mich mal einer ganz anderen Sache widmen: Einer Buch-Empfehlung.
Normalerweise habe ich erheblichen Respekt vor besonders langen Büchern. Gerade von amerikanischen Autoren sagt man ja, sie werden nach Seitenlänge bezahlt und neigen dazu zu schwafeln, um zusätzlichen Platz zu sichern. In dieser Beziehung wurde ich angenehm enttäuscht als ich das Achthundert Seiten-Buch Kriegsklingen von Joe Abercrombie in die Hand nahm. Im Gegenteil, das Buch hat mich so sehr beeindruckt, dass ich die anderen beiden Bände der Trilogie, Feuerklingen und Königsklingen, gleich nachgekauft habe. Ich habe es nicht bereut.

Die Trilogie ist ein klein wenig anders als man erwartet, keine richtige Fantasy, aber auch kein Klon des Mittelalters oder der antiken Stadtstaaten. Am ehesten erkläre ich seinen sehr kurzweiligen Stil wohl so: Es ist als würde Terry Pratchett plötzlich fürs Schwarze Auge schreiben.
Gegenwart, Fantasy und Vergangenheit treffen aufeinander, kumulieren und erschaffen etwas völlig neues.

Der eigentliche Held - sofern man von einem Helden sprechen kann, ist der raue Nordmann Neunfinger-Jarl. Auf der Suche nach Rache verschlägt es ihn in die Gefilde von Bayaz, dem Ersten Magus, der ihn sogleich mit auf eine anstrengende und gefährliche Reise mitnimmt, die sie, einen jungen Hauptmann der königlichen Wache und eine junge Halbdämonin aus dem Wüstenland bis ans Ende der Welt führt.
Soweit klingt das schon nach klassischer Fantasy, aber die Charaktere sind nicht ganz das was sie zu sein vorgeben. Der weise alte Magus zum Beispiel hat sich schon sehr lange dazu entschlossen, die Zügel in dem von ihm gegründeten Großkönigreich etwas härter anzufassen, der junge Hauptmann ist von recht zweifelhafter hochroyaler Herkunft, und der Nordmann hat ab und an gewaltige Aussetzer, in denen seine zweite, finstere Persönlichkeit, der Blutige Neuner, Tod und Verderben unter allen säht, die sich ihm in den Weg stellen. Auch unter Verbündete.
All das ist abgeschmeckt mit einem schwachen König, einem unfähigen und einem blassen Erben, einen dräuenden Großreich, das unter dem Einfluss des Zweiten der Magi steht und der Rache an Bayaz sucht, einer interessanten Bank- und einer nicht so interessanten Liebesgeschichte. Alles aufzuzählen würde bei über zweitausendvierhundert Seiten Erzählung wirklich diesen Rahmen sprengen, aber ich empfehle die Bücher nachdrücklich. Zugleich warne ich aber: Das Ende ist unerwartet erwartet. Klingt komisch? Ist aber so. Ich war anfangs enttäuscht, habe die Bücher jedoch noch ein wenig im Kopf gewälzt, und konnte mich letztendlich damit anfreunden. Zu viele Ideen fließen ein, zu viele Handlungsebenen spielen zusammen, und zu gewitzt sind diese und jene Akteure, während man dem Rest grenzenlose Naivität vorwerfen muss...

Mein Lieblingscharakter zum Beispiel ist Sand da Gloktar, ein verkrüppelter Inquisitor, der in feindlicher Gefangenschaft grausam verstümmelt wurde. Nun foltert er selbst, und er ist der Beste in diesem Beruf. Zusammen mit seinen beiden Praktikalen deckt er manche finstere Verschwörung auf - und begeht eine Menge Unrecht, letztendlich sogar an seinem Zahnarzt, einfach weil den Erzlektor nur Ergebnisse interessieren, aber nicht die Wahrheit.
Dass dieser verkrüppelte, bittere und letztendlich dann doch freundlichste der Charaktere schließlich weit mehr erreicht als er vor der Folter hätte schaffen können, ist ein positiver Widerspruch in sich. Beinahe mag man ihn etwas zu sehr - bis er wieder sein Talent zum foltern unter Beweis stellt. Dabei kommt einem dieser Umstand nicht unwirklich vor, sondern man akzeptiert die Inquisition des Königs als das was sie ist: Ein Teil davon. Ein ungerechter, selbstverliebter, pauschalisierender und brutaler Teil, zugegeben.

Wer also keine Angst vor einem besonderen Ende hat, wer mit den Charakteren gerne miteifert und sich an den Gedanken gewöhnen kann, dass einige Hauptakteure sterben, der wird mit Joe Abercrombies Trilogie seine Freude haben.
Ich verlinke jetzt absichtlich nicht auf Amazon oder eBay, da ich festgestellt habe, dass der Begriff Kriegsklingen in der Suche schon ausreicht. Basta. Tut mal was fürs Hobby.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ein Hoch auf den Nachreiter für unser aller Gesundheit!

Ja, ein Hoch auf FOODWATCH, die unermüdliche Verbraucherschutzorganisation, die sich niemals dafür zu schade ist, auf Themen aufzuspringen, die vor zwei Wochen brandaktuell waren, die gerne Ideen angesehener Firmen für Verbraucherschutz auf sich nimmt, um ihnen den Anschein zu geben, eigene Ideen zu sein, und die gegen kleinere Firmen wie Capri Sonne jederzeit ins Feld zu ziehen bereit sind.

Ja, ein Hoch auf den legendären Nachreiter, Foodwatch.
Der neueste Geniestreich der Verbraucherstußorganisation, gestern in meiner Tageszeitung unter neueste Meldungen gelesen, ist... *Trommelwirbel* Ihr hervorragender, verspäteter und vehementer Kampf gegen Kunstkäse und Konstruktfleisch aus dem Chemielabor.
Wie, die Diskussion um dieses Thema wird schon seit Wochen geführt? Wie, warum kommen die erst jetzt damit an?
Nun, vielleicht mussten sie ja erst prüfen, ob sie niemandem mit Geld, Macht und Prestige auf die Füße treten. Als Verbraucherstußorganisation muss man ja vorsichtig sein, damit man weiterhin die Rechte des Bürgers beschützen kann. Solange es für einen selbst nicht gefährlich ist.

Liebe Nachreiter von Foodwatch: Niemand braucht Euch, wenn Ihr nur Themen aufgreift, die bereits seit Wochen in den Medien durchgelutscht wurden.
Ein Besuch auf Eurer Homepage hat mir auch nicht gerade den Eindruck beschert, die Medien würden nur selektiv über Euch berichten. Im Gegenteil: Ihr sucht Euch wirklich nur die harmlosen Themen aus, oder jene Bereiche, in denen andere bereits ausgiebig aktiv waren.
Wie nennt man sowas? Ich hoffe, man nennt es Langsamkeit, denn das nächste was mir einfällt wäre Feigheit, und Feigheit kann sich eine Organisation, die für Verbraucherrechte kämpft, absolut nicht leisten. Denkt man drüber nach.

Dienstag, 14. Juli 2009

Ja, sie lebt noch!

Ich betätige mich jetzt einmal als Prophet...
Folgende Schlagzeile wird vor allem in der von mir viel geliebten Zeitung mit den vier Großbuchstaben zu finden sein, aber auch als Aufmacher anderer Springer- und Boulevard-Blätter: "Schweinegrippe auf dem Vormarsch!" "Pandemie nicht mehr aufzuhalten!" "Das Ende der Welt noch in diesem Jahr?" "Wer darf sich durch eine Impfung retten?" "Zu wenig Impfstoff für alle Bürger, wer gehört zu den Auserwählten?"
Und ich wette, mindestens zwei dieser Überschriften werde ich auch in Zeitungsdschungel zu lesen bekommen.

Woher ich das weiß? Nun, seit dem Ausbruch von H1N1, auch Amerikanische Grippe oder volkstümlich Schweinegrippe genannt (ironischerweise wurde sie bei Schweinen aber bisher nicht nachgewiesen), ist gut ein Vierteljahr vergangen. Das bedeutet, die Impfstoffe sind fertig!
Oder um es anders auszudrücken: Die Pharma-Industrien, die fest mit einer weltweiten und tödlichen Pandemie gerechnet haben, investierten Material und Kosten mit immensem Aufwand in der Entwicklung eines Impfstoffs, der nun für ein paar hundert Millionen Bürger zur Verfügung stehen soll. Und was passiert? Die Tödlichkeit von H1N1 ist nicht nur verdammt weit unter den Erwartungen, trotz Pandemie ist das Thema zudem aus den Medien verschwunden.
Aber nun ist der Impfstoff fertig, und vor wenigen Minuten hörte ich bei den Privaten im Fernsehen folgenden Spruch: "Deutschland soll fünfzig Millionen Einheiten des Impfstoffs bekommen. Da aber jeder zweimal geimpft werden muss, reichen die Dosen nur für fünfundzwanzig Millionen Menschen."
Hand hoch, wer hier gezielte Panikmache und Geschäftemacherei vermutet!
Ach, du? Du auch? Und du da hinten? Genau das gleiche denke ich auch.
Nun ist der Impfstoff schon mal fertig, also muss er auch an den Mann gebracht, also verkauft werden, auf Teufel komm raus. Und wenn dazu H1N1 tödlicher geredet werden muss als sie ist, dann muss das halt so sein.
Außerdem könnte sie ja auch mutieren... Aber funktioniert der Impfstoff gegen einen defacto neuen Erreger? ^^°
Liebe Pharma-Industrie, vielen lieben herzlichen Dank für Eure Sorge um die Weltbevölkerung, für Euren Einsatz und die vielen Impf-Dosen, die Ihr produziert habt. Aber können wir das Zeug nicht einfach mit unseren Steuergeldern sinnlos bezahlen und damit die Regeln des freien Marktes ignorieren, und gut ist? Muss es auch noch verbraucht werden? Also ehrlich, das ist doch zuviel des Guten. Da kann Frau Chang in New York noch so lange über die Pandemie lamentieren, H1N1 ist nicht annähernd tödlich genug dafür.
Und wie gesagt, wenn das Virus mutiert, wirkt die Impfung dann noch? Ich denke nein.
Bezahlen müssen wir den Scheiß eh. Dumm gelaufen.
Und welchen Bärendienst erweisen wir hier eigentlich den regulären Impfungen, indem wir das Verfahren so in Verruf bringen? Pocken - weggeimpft. Kinderlähmung - durch Impfungen besiegt. Tuberkulose - in Europa nahezu im Griff durch Impfungen. Das ist nur Wasser auf die Mühlen der Impfungsgegner. Und eine schlechte Visitenkarte für die Pharma-Industrie.
Was ich jetzt schreibe, werdet ihr, werte Leser, von mir bestimmt kein zweites Mal hören, aber was soll´s: Leute, lasst euch nicht impfen. Nicht gegen die Amerikanische Grippe.


Edit: Gerade auf Bild.de entdeckt: ...aber der Impfstoff reicht nicht für alle!
Irgendwie habe ich ein Déjà-vu...

Edit am 18.07.: Britische Boulevardblätter hauen mächtig auf die Pandemie-Pauke und verbreiten Aufmacherschlagzeilen wie: "Worst Case: 65.000 People killed by Pig Flu."
"Schlimmstes Szenario: 65.000 Menschen sterben an Schweinegrippe."
Dazu sollte folgendes gesagt werden: Die so genannten Worst Case-Szenarien sind immer Planspiele, die davon ausgehen, dass sich eine Situation zum allerschlimmsten wandelt und die umgebenden Parameter dies noch unterstützen.
In unserem Fall würde das bedeuten, dass H1N1 doch noch tödlich werden würde.
Himmel, wir sind noch nicht einmal bei 65.000 Infektionen weltweit, bei denen 0,2% tödlich verlaufen und bei denen H1N1 als Todesursache vermutet wird. Wie also sollen wir auf 65.000 Tote kommen? o_O
Aber es stimmt wohl, der Impfstoff ist da, und nun muss er verbraucht werden. Die arme Pharma-Industrie hat ja sonst ein paar Millionen in den Sand gesetzt.
Ach, und wenn ich schon mal dabei bin: 65.000 Grippetote allein im United Kingdom klingt gewaltig, aber ist weit hinter den Horrorprognosen, welche noch im April aufgestellt wurden. Die Schreckensszenarien rudern zurück, wie es die Schlagzeilenlast der Yellow Press gerade noch vertragen kann...

Zwischenbericht

Tatsächlich, es geht wieder mal ums schreiben. Genauer gesagt geht es um Dinge, die ich bereits geschrieben habe. Die sind mir beinahe die liebsten, weil ich sie schon fertig habe.
Nichts gegen den Kitzel, etwas Neues zu schaffen, oder eine gute Geschichte fort zu setzen. Aber eine beendete Geschichte bietet beinahe noch mehr Möglichkeiten, und ich bin ein leicht abzulenkender Mensch.
Nun, wie alle meine regelmäßigen Blog-Leser wissen, veröffentliche ich seit April massiv und viel auf Fanfiction.de, und berichte regelmäßig über den Stand des Interesses, das meine Storys dort erreichen. Voller Stolz kann ich diesmal verkünden, das meine mittlerweile vierundfünfzig Geschichten stolze 3519 Hits erhalten haben. Mittlerweile halte ich das für ein recht großes Interesse. Ich bin zufrieden, für den Moment. Und ich fühle mich seit langer Zeit endlich mal wieder motiviert, um meine längeren Sachen fort zu setzen, die auf Vollendung harren.
Freut euch auf mehr aus meiner Feder.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Zurück ins wahre Leben? Was ist wahres Leben?

Hm. Seit mich mein alter Freund Lucas heute darauf aufmerksam gemacht hat, das ich ja "lange nichts mehr im Blog geschrieben" habe, dachte ich darüber nach. Über das was ich schreiben könnte, über das was ich schreiben wollte. Ich habe eigentlich erkannt, dass ich in letzter Zeit immer einen Anlass für einen Blog brauchte, und bisher hatte ich den nicht gefunden.
Natürlich hätte ich kurz über meinen extraknappen Trip mit meinen Kumpels zur Ostsee referieren können - oder erwähnen, dass ich auf Fanfiction.de mittlerweile 3354 Hits habe.
Ich könnte einem sehr guten Freund in diesem Blog beistehen, der kürzlich einen großen Verlust erlitten hat - würde mir auch nur irgendetwas einfallen, für das mein Blog der richtige Rahmen wäre, was er aber nicht ist.
Ich könnte mir Ärger, Seelennot, Zufriedenheit und Nachdenklichkeit von der Seele schreiben. Letztendlich fühle ich für all das keine Motivation oder keine Chance, einen wirklich sinnvollen Text zu schreiben.

Dann geschah folgendes: In der aktuellen Leine Deister Zeitung las ich den Kommentar, der den schwungvollen Titel trägt: Zurück ins wahre Leben. Der Verfasser, Herr Jan Schlüter, geht darin auf einer Fünftel Zeitungsseite auf ein Ereignis ein, das uns wohl fast alle die letzte Woche beschäftigt hat, den Tod von Michael Jackson und seine Beisetzung am gestrigen Tage.
Nun war ich nie ein besonders großer oder fanatischer Fan des "King of Pop", dennoch habe ich seine Lieder sehr gerne gehört und fand die meisten seiner Videos schlichtweg genial. Es gibt Menschen, die kann man entweder hassen oder lieben. Ich glaube, Michael kann man nur lieben oder noch nicht kennen.
Jedenfalls schreibt Herr Schlüter: [...] Mehr als 1,6 Millionen Menschen beteiligten sich an der Internetlotterie, um an Michael Jacksons Trauerfeier teilzunehmen... [...] Nun ist der Rummel endlich vorüber. Die Medien beruhigen sich, die Fans hoffentlich auch... [...] ...bei manchem muss wohl erst die erkenntnis reifen, dass auch der als Ersatzmonarch fungierende Star nur aus Fleisch und Blut war... [...] Seine Anhänger sollten Jacko vor allem für dessen Musik dankbar sein, sich aber nicht in kitschiger Verklärtheit verlieren, sondern in die eigene Realität zurückkehren... [...]
Ehrlich gesagt habe ich in dem Moment gewusst, als ich Nun ist der Rummel vorüber las: Dies ist mein neuer Blog.
...sacken lassen.
Lieber Her Jan Schlüter, ich muss wirklich sagen, Ihren Kommentar habe ich mit Widerwillen, ja, mit deutlicher Abneigung gelesen. Was unterstellen Sie da den Fans von Michael Jackson? Was unterstellen Sie mir da persönlich? Nein, reden Sie sich nicht raus, dass Sie nur die fanatischten Fans unter ihnen meinten, und werfen Sie mir nicht vor, dass ich nur auszugsweise aus Ihrem Kommentar berichte; alle anderen Textpassagen sind lediglich Fakten. Was mich aufregt sind die Meinungen!
Wenn ich so einen Kommentar lese, bin ich Michael Jackson-Fan, selbst wenn ich es vorher nicht gewesen wäre. Wir alle sind dann Michael Jackson-Fans, und wir alle sind dann darüber verärgert! Wieso scheren Sie uns alle über einen Kamm? Wieso werfen Sie uns Realitätsflucht vor, und ihm, unser Traumkönig gewesen zu sein? Haben Sie solche Angst vor Menschen, die sich von jemandem verabschieden wollen, der ihre Leben bewegt hat? Oh, er hat vielen Menschen etwas gegeben, er hat sie träumen lassen. Er hatte Visionen, schuf einige der besten Musikstücke und Musikvideos der Welt. Er erfand den Moonwalk. Ihn als etwas anderes zu sehen als einen Mega-Star wäre Kurzsichtigkeit. Ihn aber zum Oberträumer vom Nimmerland zu erklären und zu "hoffen, das sich die Fans beruhigen" nur ein Schlag in unsere Gesichter.
Wir trauern nicht alle gleich. Die einen weinen, die anderen sind stumm. Der eine oder andere mag Daheim einen Altar für sein Idol haben, andere wie ich jedoch nur ein oder zwei Alben.
Dennoch waren und sind wir Fans.
Michael Jackson-Fans neigen weder zu Spontandemonstrationen, noch zum Massenmord. Sie wollen weder die Grundlage unserer Demokratie erschüttern, noch die Welt zur Scheibe erklären, in derem Mittelpunkt sein Grab liegt.
Sie werfen uns kitschige Verklärtheit vor. Und? Ich weiß nicht wo Sie das gesehen haben, aber bitte, Herr Schlüter, lassen Sie uns doch unsere kitschige Verklärtheit. Sie tut niemandem weh und hilft einigen damit klar zu kommen, dass jemand gegangen ist, der schon immer da war und großartige Musikwerke geschaffen hat.
Zurück zur eigenen Realität? Was für ein ausgesprochen dummer Spruch, denn Michael Jackson GEHÖRT zur eigenen Realität eines jeden Fans! So gesehen war das widerum ein sehr guter Rat.
Herr Schlüter, ich glaube nicht, dass Sie ein Fan sind. Bitte schreiben Sie nicht bei Wikipedia ab, um einen Kommentar zu verfassen, wenn das Thema Ihnen Angst macht, Sie aber keine Ahnung davon haben.
Ihr sehr enttäuschter, bekennender Michael Jackson-Fan Alexander "Ace" Kaiser.

Zurück ins wahre Leben? Was ist wahres Leben?

Hm. Seit mich mein alter Freund Lucas heute darauf aufmerksam gemacht hat, das ich ja "lange nichts mehr im Blog geschrieben" habe, dachte ich darüber nach. Über das was ich schreiben könnte, über das was ich schreiben wollte. Ich habe eigentlich erkannt, dass ich in letzter Zeit immer einen Anlass für einen Blog brauchte, und bisher hatte ich den nicht gefunden.
Natürlich hätte ich kurz über meinen extraknappen Trip mit meinen Kumpels zur Ostsee referieren können - oder erwähnen, dass ich auf Fanfiction.de mittlerweile 3354 Hits habe.
Ich könnte einem sehr guten Freund in diesem Blog beistehen, der kürzlich einen großen Verlust erlitten hat - würde mir auch nur irgendetwas einfallen, für das mein Blog der richtige Rahmen wäre, was er aber nicht ist.
Ich könnte mir Ärger, Seelennot, Zufriedenheit und Nachdenklichkeit von der Seele schreiben. Letztendlich fühle ich für all das keine Motivation oder keine Chance, einen wirklich sinnvollen Text zu schreiben.

Dann geschah folgendes: In der aktuellen Leine Deister Zeitung las ich den Kommentar, der den schwungvollen Titel trägt: Zurück ins wahre Leben. Der Verfasser, Herr Jan Schlüter, geht darin auf einer Fünftel Zeitungsseite auf ein Ereignis ein, das uns wohl fast alle die letzte Woche beschäftigt hat, den Tod von Michael Jackson und seine Beisetzung am gestrigen Tage.
Nun war ich nie ein besonders großer oder fanatischer Fan des "King of Pop", dennoch habe ich seine Lieder sehr gerne gehört und fand die meisten seiner Videos schlichtweg genial. Es gibt Menschen, die kann man entweder hassen oder lieben. Ich glaube, Michael kann man nur lieben oder noch nicht kennen.
Jedenfalls schreibt Herr Schlüter: [...] Mehr als 1,6 Millionen Menschen beteiligten sich an der Internetlotterie, um an Michael Jacksons Trauerfeier teilzunehmen... [...] Nun ist der Rummel endlich vorüber. Die Medien beruhigen sich, die Fans hoffentlich auch... [...] ...bei manchem muss wohl erst die erkenntnis reifen, dass auch der als Ersatzmonarch fungierende Star nur aus Fleisch und Blut war... [...] Seine Anhänger sollten jacko vor allem für dessen Musik dankbar sein, sich aber nicht in kitschiger Verklärtheit verlieren, sondern in die eigene Realität zurückkehren... [...]
Ehrlich gesagt habe ich in dem Moment gewusst, als ich Nun ist der Rummel vorüber las: Dies ist mein neuer Blog.
...sacken lassen.
Lieber Her Jan Schlüter, ich muss wirklich sagen, Ihren Kommentar habe ich mit Widerwillen, ja, mit deutlicher Abneigung gelesen. Was unterstellen Sie da den Fans von Michael Jackson? Was unterstellen Sie mir da persönlich? Nein, reden Sie sich nicht raus, dass Sie nur die fanatischten Fans unter ihnen meinten, und werfen Sie mir nicht vor, dass ich nur auszugsweise aus Ihrem Kommentar berichte