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Dienstag, 19. Juni 2012

Raum&Zeit-Kontinuum II - Die Eröffnung


Hier wie versprochen der kurze Einakter, mit dem wir das Con-Programm vorgestellt haben.
Alle Akteure hatten viel Spaß, und sobald ich die Hand auf das Video kriege, werde ich es verlinken.
...oder auch nicht, je nachdem wie ich rüberkomme. XD
Aber ohne weitere Worte mitten ins Geschehen.

Schauspiel zur Vorstellung des Conprogramms in einem Akt.

Ort: Das Restaurant Raum&Zeit.
Die Protagonisten:
Der Kellner: Tiff
Er: Holger
Sie: Claudia
Hilfsmittel: Die Speisekarten Samstag und Sonntag.
Kursive Schrift ist Szenenbeschreibung, der Name des Sprechers ist fett.

Szene beginnt. Zwei Personen setzen sich an den Tisch. Der Kellner tritt hinzu.
Kellner: Willkommen im Restaurant Raum&Zeit. Welche Karte kann ich Ihnen bringen?
Er: Wir wollen heute so richtig gut essen. Können Sie die Freitagskarte empfehlen?
Sie: Oh ja, darüber habe ich so viel Gutes gehört.
Kellner: Nein, das kann ich nicht empfehlen. Sie ist vollkommen veraltet und hat nur ein einziges Menu: Den Vorcon. Ich empfehle Ihnen eher die Samstagskarte, oder, für Feinschmecker, die Sonntagskarte.
Er: Wir schauen mal in beide rein.
Kellner: Sehr wohl.
Überreicht jedem zwei Karten.
Sie: Das Captain Future-Hörspiel sieht doch appetitlich aus.
Er: Ja, schon, aber ich tendiere mehr zum Frick, wenn ich ehrlich bin.
Zum Kellner. Was können Sie empfehlen?
Kellner: Hm, wie wäre es mit dem Olaf Schilgen-Menu von der Samstagskarte? Das kommt mit Konstruktionstechnik von Raumschiffen. Viele Leute fangen mit dem Schilgen-Menu an.
Sie: Schatz, Schilgen ist doch immer so komplex.
Er: Aber es klingt doch gut. Was wird denn dazu serviert? Kaffeeklatsch?
Kellner: Nein, tut mir leid, das Schilgen-Menu ist so schon gut genug, sagt der Chef.
Aber wenn es Ihnen nach Extras steht, empfehle ich die Harun Raffael-Speise. Die hat auf der Samstagskarte Perry Rhodan NEO und Vernes und Griffiths Luftschiffe. Das sind etwas schwere Beilagen, aber sehr lecker.
Sie: Ich weiß nicht. Haben Sie kein Menu auf der Samstagskarte für die Damen?
Kellner: Sehr wohl. Da wäre dann das Beatrice Nunold-Menu. Das kommt mit einer Buchlesung.
Sie: Schatz, das klingt doch gut. Nehmen wir das.
Er: Nicht drängeln, wir haben doch Zeit. Was ist denn mit dem Michael Buchholz-Menu? Oder hier, Robert Vogel satt. Das klingt doch gut.
Kellner: Das Buchholz-Essen kriegt man in zwei Variationen: Mit Sunquest-Buchvorlesung oder mit Kaffeeklatsch. Ich empfehle Ihnen den Kaffeeklatsch. Viele neue Aromen und Nuancen beim Buchholz.
Der Vogel ist mit Weltuntergang in SF-Filmen zu bekommen - und er ist Bestandteil der großen Abenddiskussion. Da ist für jeden Geschmack was dabei. Außerdem kriegen Sie ihn auf der Sonntagskarte mit Star Wars.
Er: Star Wars ist mir zu scharf, seit sie Darth Talon dran machen.
Sie: Nun sei doch nicht so. Vielleicht entscheiden wir uns ja für die Große Abenddiskussion.
Was gibt es denn alles dazu?
Kellner: Wie gesagt, Vogel ist ein Bestandteil. Dazu natürlich eine große Portion Klaus N. Frick und Corinna Rindlisbacher. Das servieren wir in einer Zukunft der deutschen Science Fiction mit Natron, weil es so mächtig ist. Rindlisbacher kriegen Sie auch am Sonntag mit dem Vortrag Schriftsteller werden. Für viele meiner Kunden Neuland, wird aber gut angenommen.
Sie: Frick klingt gut. Haben Sie den noch mal auf der Karte?
Kellner: Einzeln kriegen Sie ihn mit Kaffeeklatsch oder mit der Lesung Das Tier von Garoua. Sehr schmackhaft. Auf der Sonntagskarte haben wir dann noch mal den Frick extra dick mit Geschichtsschreiberworkshop. Sehr pikant.
Sie: Wie sieht es denn mit dem Beyblade-Turnier oder dem Perry Rhodan Sammelkartenturnier aus. Können Sie das empfehlen?
Kellner: Ich kann alles empfehlen, was auf der Karte ist.
Er: Ha, auf der Sonntagskarte haben Sie Quiz. Hat das viel Knoblauch?
Kellner: Auf jeden Fall ist es spannend, es mitzunehmen. Wir bieten auch Quiz to go an.
Er: Soso.
Sie: Ach ja.
Kellner: Und was darf ich Ihnen bringen?
Er/Sie: Synchron Alles! Wir fressen uns einmal die Karte runter!

Edit um 21.15 Uhr: Mit Tiff bin natürlich - alle nicht im Perry Rhodan Fandom heimischen Leser mögen es mir nachsehen, das ich dieses Wissen so voraus gesetzt habe - ich gemeint.

Montag, 18. Juni 2012

Der Braunschweig-Con - Erste Eindrücke

Puh, wo soll ich anfangen? Jetzt ist der Con seit sechsundzwanzig Stunden vorbei, ich bin seit zweiundzwanzig Stunden wieder Zuhause, seit einundzwanzig Stunden wieder an meinem PC, und hier und jetzt will ich nur mal meine wichtigsten Eindrücke schildern, bevor ich einen massentauglichen Con-Bericht, und/oder einen persönlichen Con-Bericht schreibe.

Die Anfahrt: War mit der Bahn. Ich dachte mir, in zwei Stunden rüber, schön gemütlich dabei lesen, und so. Leider wurde die Bahnstrecke wegen Personenschaden (was wahrscheinlich Selbstmord bedeutet) gesperrt, und meine Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr dauerte dann drei Stunden länger als geplant.
Auf der Rückfahrt stand ein Bagger auf den Schienen, was eine halbe Stunde Verzögerung ausmachte. Als ich mich deswegen ärgerte, erwähnte ich meinem Sitznachbarn gegenüber die Verspätung am Freitag. Darauf meinte der, die Strecke sei bei Selbstmördern sehr beliebt... Soweit so gut, aber es waren seine folgenden Worte, die mir die Spucke wegbleiben ließ: "Es gibt viele Schulen an der Strecke."
...sacken lassen.
Liebe Schulen rund um Peine und Vechelde, ich hoffe doch, Ihr tut alles, um Eure Schutzbefohlenen zu fördern und zu unterstützen und ihnen in Zeiten der Unsicherheit und Labilität, der manischen oder depressiven Versagensangst, in Zeiten, in denen sie unter Druck stehen, und ihnen die bestmögliche psychologische Hilfestellung zu geben? Jeder tote Schüler ist ein toter Schüler zuviel, und auch die Bahn wird es Euch mehr als danken, wenn weitere Selbstmorde in Zukunft ausbleiben.
Und ach ja, nachdem die Straßenbahn mich mit Verspätung und rechtschaffend müde in der Nähe der Mühle absetzte, in dem der Con stattfand, lief ich noch mal dreihundert Meter durch strömenden Regen. Dass sich daraus noch etwas positives entwickeln würden, konnte ich nur hoffen. Aber es passierte. ^^

Der Vor-Con: Sehr dürftig besucht, und ich konnte ahnen, was uns das Wochenende erwarten würde. Zum Glück diesmal ohne drei verschiedene Sorten starken Alkohols, sodass ich den Samstag diesmal ohne Kreislauforpbleme überstand. ^^
Gemütliches Beisammensein bei Bier und Essen. Harun Raffael traf ein. Meine Stimmung wurde besser.

Erster Con-Tag: Wenige, wenige Besucher. Es war auch schlechtes Wetter. Und es war eine Messe in der Stadt, ergo wenige Hotelzimmer. Dumm gelaufen. Über zwanzig Leute, die vorbestellt und bezahlt hatten, sind gar nicht erst gekommen. Schade.
Nicht nur ich war über den mäßigen Besuch nicht erfreut. Und ich weiß nicht, ob die Händler ihren Schnitt gemacht haben, aber es ist ihnen zu wünschen.
Die, die da waren, hatten jedenfalls Spaß. Aber vier Programmschienen gleichzeitig, da haben sie sich doch verlaufen. Trotzdem schienen die Programmpunkte, die einen Vortragenden brauchten, gut besucht zu sein. In Erinnernung ist mir Olav Schilgens Programmpunkt, Ingenieur bei VW, der den Produktionsprozess eines Autos auf den eines Raumschiffs ummünzte. War spannend und witzig.
Leider habe ich viel Thekendienst gemacht - Mangel an Helfern - sodass ich nur noch meine eigenen Programmpunkte mitgekriegt habe, das Captain Future-Hörspiel und die Abenddiskussion.
Hörspiel war geil. Ich bin in zehn Minuten Fan geworden. War natürlich eine geniale Idee, die Originalsprecher zu nehmen. ^^
Der Klaus N. Frick kam an. Fragte man sich früher, welche Haarfarbe er diesmal haben würde, so fragt man sich heute, welche Frisur hat er. ^^
Sehr atmosphärisch fand ich auch die gemalten Bilder von Beatrice Nunold, die im Saal ausgestellt waren. Mir haben sie gefallen.
In der Abenddiskussion ging es interessant zu, und ich habe einiges über Alternativen zu dem Provider meiner Bücher, lulu.com, gelernt. Scheint so, als würde ausgerechnet Amazon ein paar gute Alternativen anbieten.

Zweiter Con-Tag: Ich hatte den ersten Programmpunkt: Das Ende aller Tage. Anfangs hatte ich zwei Zuhörer, als ich über Elenin, Nibiru, Atlantis und Homöopathen frei aus dem Stand referierte, dann waren es fünf. Teilweise wurde der Vortrag eine Diskussion und hat mir viel Spaß gemacht.
Ace auf eine Bühne zu lassen ist immer eine dumme/grandiose Idee. (Das, was Euch unwahrscheinlicher erscheint, bitte ausblenden.)
Danach wieder Thekendienst, bevor ich zu Corinna Rindlisbachers Programmpunkt frei bekam. Sie referierte über e-Books, wie man sie veröffentlicht, wo am besten, welche Hilfen es gibt. Wie man mit dem Link auf das eigene Buch bei Amazon Geld verdienen kann - also nutzt diesen <--- Link am linken Rand meines Blogs bitte eifrig und kauft dann erst auf Amazon ein - welche Tools es gibt, dass man ihre professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann (je komplexer, desto teurer, aber sie hat einen Gebührenrechner auf ihrer Homepage. Für Leute, die sich unsicher sind, ist sie ideal als Beraterin. Da sie schon mehrere e-Book-Autoren betreut, kann sie ihren Job auch.)
Anschließend hatten wir viel Spaß beim Quiz. Der Beste hatte siebzehn richtige Antworten - tolle Leistung, Harun - ich selbst wäre vielleicht auf zwölf gekommen, und das auch nur mit Glück.
War jedenfalls eine gute Gelegenheit für mich, um ein paar Witze zu reißen...
Dann noch die Abschlussveranstaltung, wo auch die Sammelkartenspieler ihre Sieger ehrten. Ich war zutiefs angenehm überrascht, weil die Sammelkartler an vielen Programmpunkten aktiv teil genommen hatten. Sonst sind sie doch sehr verschrien, das sie unter sich bleiben. Versprochen, nächstes Mal mache ich 'ne Einführungsrunde mit. ^^
Halb drei waren wir also durch, hatten aber bis kurz vor sechs zu tun, bevor unsere Con-Mama mich zum Bahnhof bringen konnte. Dort ein Schock: Mein Zug storniert. Darauf folge eine heilsame Erkenntnis. Storniert, weil der Zug eine Stunde früher noch gar nicht da war. Ich nahm also den 17.20er, der für den 18.20er fuhr, und die Welt war wieder in Ordnung. Leider gab es die obig beschriebene Verzögerung, sodass mein halbstündiger Aufenthalt in Hannover zu einem fünfminütigen wurde. Kein Sushi für Ace. :(((
Und ach ja: Klaus N. Frick war sichtlich ein wenig verstimmt, weil er seinen Schreiberworkshop mangels Interessenten nicht halten konnte. Das wäre dann aber wohl auch jeder, der extra für so eine Veranstaltung kommt, und dem dann so wenig Echo entgegen hallt.

So, das war mal ein sehr, sehr grober Überblick. Die Woche vielleicht mehr.
Und morgen poste ich das kleine Theaterstück, das ich für die Eröffnung geschrieben habe, mit der wir das Programm präsentiert haben. ^^