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Dienstag, 20. November 2012

Sag mal, E.ON...

...gibt's eigentlich noch eine andere Werbung als Frau Weiß und ihre Frage nach dem Akku für Windenergie?
Ganz, ganz ehrlich, liebe E.ON-Leute, Euer Konzept, mit überschüssigem Strom aus Windenergie Rückhaltebecken für Wasserkraftwerke zu befüllen, ist ja wirklich eine nette Idee (wobei wir über den Nutzen, bzw. die Effektivität besser nicht streiten sollten), aber...
KÖNNT IHR DEN SCHEIß NICHT MAL ERSETZEN?
Neun von zehn auf Youtube vorgeschaltete Werbeträger sind von Euch, was ja nicht verwerflich ist, E.ON; und zehn von zehn handeln von Frau Weiß und ihrer naiven Frage. (Wobei "naiv" in diesem Fall als einfach zu verstehen ist.) Um es kurz zu machen: Es reicht. Es reicht wirklich. Kauft Euch Werbeplätze, so viele, wie Ihr wollt, setzt Werbevideos meinetwegen vor jedes Youtube-Video. Es sei Euch gegönnt, und der Werbe-Effekt soll Euch sicher sein. Aber bitte, bitte, bitte, ersetzt es. Ich kann es nicht mehr sehen. Es wird doch hoffentlich noch mehr Werbefilme geben, die Ihr habt oder produzieren lasst. Es geht mir auf die Nerven, und besonders hasse ich den einen Moment der Unsicherheit, bevor sie ihre Frage stellt... Wirklich, es geht nicht mehr. ^^°°°
Also, E.ON, bitte eine neue Werbung auf Youtube, meinetwegen auch eine ganze Kampagne. Gerne auch ein neuer Trailer mit "Frau Weiß", aber hört mit diesem Powerplay auf. Dadurch werden Eure Kunden jedenfalls nicht glücklicher, und Neukunden werden mit gesträubten Haaren zu Yello gehen...

Und übrigens, sollte ich der armen Frau, die "Frau Weiß" in Eurer Werbung spielt, eines Tages aus schierem Zufall auf der Straße begegnen, und sollte ich sie spontan hassen, weil ich sie ein halbes Jahr vor jedem zweiten Youtube-Video vorgeschaltet bekam, das ich gesehen habe, dann seid Ihr Schuld, E.ON.
In dem Sinne: Rettet Frau Weiß und schaltet neue Werbefilme.
Und ja, ironischerweise bin ich E.ON-Kunde. Noch. :(

Dienstag, 25. September 2012

Iran schränkt freies Internet ein...

...und das bedeutet im Umkehrschluss, dass er bis dahin ein freies Internet gehabt hat. Und das halte ich doch für eine bemerkenswerte Aussage, ebenso wie den nicht besonders diskreten Hinweis, dass jeder Iraner mit ein wenig Wissen über die Problematik mit einer Umleitung, Proxy genannt, ruckzuck wieder auf die gesperrten Seiten zugreifen kann.

So, so, der Iran hat also Google Mail gesperrt, was zugleich Youtube-Zugriffe unmöglich macht. Und auch Facebook soll drunter leiden. Und dann plant der Iran anscheinend auch noch ein nationales Internet, so wie es bereits China versucht, indem es chinesische Alternativen für Youtube, Google und Facebook propagiert.
Was wieder im Umkehrschluss heißt: So etwas haben sie noch nicht.
Ja, ich weiß, ich klinge hier recht Iranfreundlich, und das obwohl Außenminister Westerwave gerade erst in der Tagesschau aus New York verlauten ließ, man "müsse die Schrauben der Sanktion fester ziehen", weil der Iran sein Atomprogramm immer noch nicht offenlege. Übrigens der gleiche Mist, den die Regierung Netanjahu herbei schreit und einen Erstschlag fordert, bevor Obama wiedergewählt wird. (Hoffentlich wiedergewählt wird.) Es liegt relativ nahe, dass Regierungschef Netanjahu, der mit sozialen Protesten im eigenen Land zu kämpfen hat, ohne Unterstützung durch die USA einen solchen Schlag nicht wird ausführen können, ohne ein großes Debakel zu produzieren.
Es liegt auch ebenso auf der Hand, dass trotz Netanjahus unversöhnlicher Haltung, trotz der von ihm geschürten Befürchtungen, Menschen aus Israel und aus Iran sich z.B. per Facebook seit Monaten gegenseitig versichern, dass man einander eben nicht angreifen will. Weder den Iran per Luftschlag, noch Israel mit einer Atombombe. Iran loves Israel.

Was auch noch auf der Hand liegt? Sehr moderate Töne von Präsident Ahmadinedschad, der zum Mohammed-Video, das an der Teilabschaltung Schuld sein soll, gesagt hat, dass die Regierung Irans grundsätzlich alle Aktionen verurteilt, die die religiösen Gefühle und Ansichten aller (wohlgemerkt ALLER) Menschen verletze. Zugleich wird er zitiert: Ebenso verurteilen wir jede Form von Extremismus.
Erstaunlich, dass ich das ausgerechnet beim Focus gefunden habe. Das klingt jedenfalls nicht nach dem "Irren von Teheran", wie uns Präsident Ahmadinedschad z.B. von BLÖD bisher verkauft worden ist. Das klingt nach jemandem, der es zwar nicht gerne sieht, wenn man ein peinliches Propaganda-Video gegen den Islam dreht, aber deshalb nicht gleich ein Kopfgeld auf den Macher aussetzt, wie ein gewisser pakistanischer Eisenbahnminister.
Der Mann bleibt also sachlich und nachvollziehbar. Muss ganz klar ein Fehler in der westlichen Medienzensur sein.
Was allerdings funktioniert hat, das ist, in unseren Medien - nicht im Internet - den Eindruck zu erwecken, die Welt des Islam würde jetzt Kopf stehen, und die Demonstrationen gegen das Video würden noch den arabischen Frühling toppen.
Tun sie nicht. Nicht mal ansatzweise. Das hat Professor Megan Reif empirisch bewiesen.

Tja, was bleibt zu sagen? Ich hoffe, dass der Iran bei fast zwanzig Millionen Facebook-Profilen im eigenen Land den Quatsch bald mal lässt, und dass die chinesischen Hausdienste den Chinesen trotzdem weltweiten Zugang gewähren.
Ich hoffe auch, dass mal handfeste Beweise auf den Tisch kommen, das iranische Atombombenprogramm betreffend, sodass ich Netanjahu, Westerwelle und Co. nicht länger für Propagandisten halten muss. Selbst Obama sagt ja nur, wenn sie das Programm hätten, müssten sie davon abgebracht werden...
Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, und die westlichen Medien kochen gerade auf starker Flamme. Aber, meine lieben Fernsehsender, Zeitungen, Illustrierte und Magazine: Wir leben im Zeitalter des Internets, das zwar viele Gefahren bietet, aber noch mehr Chancen. Zum Beispiel die Chance, sich unabhängig von Euch zu informieren, wenn Ihr tendentiös und sachlich falsch berichtet.
(Das wäre ja nicht schlimm, wenn das nicht auch noch Radikalismus schüren würde. Geez.)
Und wenn Ihr das weiterhin tut, könnte sich irgendwann der Gedanke durchsetzen, dass man Euch nicht braucht. Und was soll ich sagen? Freie Blogger betreiben jetzt schon neben einer Menge nichtssagender Seiten auch qualitativ hochwertige Nachrichtenblogs mit besserer Recherche, als gut für Euch ist.
Falls auch mal bei uns Teile des Internets abgeschaltet oder gefiltert werden sollen, weiß ich dann wenigstens, was der echte Grund sein könnte.

Samstag, 21. April 2012

Wenn man die eigene Zeitung nicht kennt.

Ich glaube es nicht. Nein, ich verstehe es nicht. Am 2. April habe ich einen Blogeintrag über einen Brief verfasst, den ich Johannes Bruggaier für seinen Internet-paranoiden Kommentar geschickt hatte.
Ich habe nie eine Antwort erhalten, aber das habe ich auch gar nicht erwartet.
Nun findet sich im überregionalen Teil der LDZ wieder ein Kommentar von Herrn Bruggaier, in dem er auf das aktuelle Youtube-GEMA-Urteil eingeht.
Hier wird es kurios. Ich tue mich ansonsten nicht sehr leicht damit, angreifende Worte zu schreiben, weil ich, wann immer ich das getan habe, entweder überreagiert, oder einen auf die Zwölf bekommen habe. Diesmal aber sei es mir verziehen, denn Herr Bruggaier ist nicht nur nicht in der Lage, auf Leserreaktionen zu antworten, er schwadroniert über Internetzensur und Pauschalkriminalisierung von Youtube-Nutzern. Und das aufs Gröbste.
Nachdem er eingestehen muss, dass Youtube doch nicht für die Inhalte der hochgeladenen Videos verantwortlich ist, aber mit einem hämischen Hinweis auf die vom Gericht festgestellte Kontrollpflicht Youtubes, geht es los mit seiner Meinung:
Von der "Verantwortbarkeit von Youtube" redet er, von den "Rechten der Künstler" und davon, das Kritiker (angeblich) argumentieren, "eine Kontrolle von Rechtsverstößen" würde heutzutage gar nicht mehr funktionieren.
Das ist insofern verwunderlich, steht doch in der gleichen Zeitung in der Rubrik "Menschen und Medien" unter dem Titel "Punktsieg für die GEMA" weit interessanteres. Nach dieser Lektüre fällt es schwer, Herrn Bruggaier bei seinem Kreuzzug gegen das Gratis-Internet zu folgen, verstandesgemäß meine ich.
Aus dem Artikel gehen einige Dinge klar hervor, die auch jeder Nutzer Youtubes nur zu gut kennt.
1) Die Rechtslage ist doch längst bedacht worden, weil die GEMA mit Youtube einen vorläufigen Vertrag abgeschlossen hatte. Nun geht es um die Neuformulierung des Vertrags.
2) Wieder einmal geht es um den Lizenzinhaber, nicht um die Künstler. Ein Journalist sollte wissen, dass es da einen Unterschied gibt.
3) Youtube und GEMA wollen nun einen neuen Vertrag aushandeln, was augenscheinlich darauf schließen lässt, dass Youtube auf Musikvideos nicht verzichten will, die z.B. geschützte Musik enthalten.
Also, es scheint doch zu gehen. Warum aber das polemische Zitat gesichtsloser Kritiker, die den Eindruck der "Gratis-Kultur" verstärken soll, weil "Kontrolle ohnehin nicht möglich ist"? Das weiß wohl nur Herr Bruggaier, oder derjenige, der ihn beauftragt hat, diesen Kommentar zu schreiben.

Nun wird es aber richtig verschwurbelt, wenn Herr Bruggaier von der Entlohnung geschädigter Künstler mittels des Almosens Flatter fabuliert, den die gesichtslosen Kritiker vorschlagen.
Einerseits drängt sich die Gewissheit auf, er kennt sein eigenes Blatt nicht, andererseits sieht er gar nicht den eklatanten Fehler bei der Geschichte: Flattr-Buttons für die Künstler sind wünschenswert und richtig, und selbst wenn ein Almosen dabei herauskommt, ist es doch ein Plus - außer natürlich, der "Künstler" war schlau genug, keinen Knebelvertrag zu unterschreiben und die Vertriebsrechte an einen Musikkonzern abzugeben, der mit dem geistigen Eigentum des Künstlers den Umsatz macht, während der Künstler selbst ganz andere Almosen erhält.
Aber ich will die Musikindustrie nicht schlecht machen. Sicher zahlen sie national wie international auch jungen, unbekannten Künstlern einen ansprechenden, gerechten und fairen Anteil am Vertrieb seiner Arbeit, und das Gerede von Knebelverträgen und Minimalbeteiligungen am Gewinn ist wirklich nur Gerede.
Noch einmal, um wieder ein wenig Sinn ins Thema zu kriegen: Ein Flattr-Button würde Geld für den Künstler bedeuten, so oder so. Jeder sollte sich einen einrichten. Ich habe auch einen für meinen Blog.
GEMA-Gebühren auf jedes Video, das geschützte Musik enthält, bedeutet aber nicht automatisch Geld für den Künstler, beim Flattr-Button schon. Es bedeutet automatisch Geld für den Rechte-Inhaber. Wie viel der dann an den Künstler weitergibt, ist entscheidend. Die Aussage: GEMA gleich Geld für Künstler ist schon mal irreführend. Geschriebenes Opium für die Massen, um von den Tatsachen abzulenken.

Schließlich und endlich redet Herr Bruggaier von der "steigenden Hemmschwelle" weil man in Zukunft "mehr kriminelle Energie" benötigt, um sich "Videos weiterhin runter zu laden".
"Auch Künstler brauchen Geld zum Leben", schreibt er dazu, "wer es ihnen vorenthält..." muss dann wohl die Musikindustrie sein, möchte ich sagen. Das ist in jedem Fall eine bessere Aussage als die, die danach folgt: "...kann für sich nicht mehr die Ahnungslosigkeit eines harmlosen Youtube-Besuchers in Anspruch nehmen."
Richtig schlimm wird es im nächsten Satz, und der Kommentar vollends zur Scharade: "Von heute an ist ihm bewusst gesetzwidriges Handeln zu unterstellen".
Hier verliert Herr Bruggaier die Übersicht, und das sogar total. Was bitte haben denn die Youtube-Nutzer hier plötzlich verloren? Es geht in dem Urteil NICHT um die Nutzer, es geht auch NICHT um die Downloader, und es wurde auch KEIN Urteil darüber gefällt, ob das Downloaden von Youtube-Videos eine Straftat ist oder nicht.  Nicht einmal ob das Hochladen eine Straftat ist.
Herr Bruggaier, lesen Sie wirklich Ihre eigene Zeitung nicht? In dem Urteil geht es um hochgeladene Videos, nicht um deren Download. Es geht auch nicht darum, wie Youtube mit den Rechten dieser Videos verfährt, und es geht auch nicht um "Gratis-Kultur" im Internet, oder darum, irgendjemanden zu kriminalisieren. Ihr Geschrei nach der Regulierung der Webkultur ist hier vollkommen fehl am Platz und hat auch nichts mit der Sache zu tun: Ihr Versuch, Youtube-Nutzer zu pauschalisieren und unter Generalverdacht zu stellen, ist hingegen nur noch peinlich.
Im Artikel "Punktsieg für die GEMA" geht es die ganze Zeit um zwölf Videos, die von der GEMA beanstandet wurden, weil sie Musik enthielten, die bei ihnen angemeldet ist. Fünf dieser Videos wurden daraufhin gelöscht, sieben müssen gelöscht werden. Dabei wies das Gericht auch darauf hin, dass sich Youtube nach einer Beschwerde keine anderthalb Monate Zeit lassen könne, bis es handelt. Es geht weder um die Rechte-Inhaber noch um Künstler, und die Möglichkeit Youtube-Videos herunter zu laden spielt nicht mal eine Rolle. Außer für Sie, natürlich.
Auch Ihr Angriff auf den durchschnittlichen Normalnutzer von Youtube wird zur lächerlichen Farce, wenn ich im Artikel lese, wie ich oben schon schrieb, das es einerseits bereits einen vorläufigen Vertrag zwischen beiden Firmen gab, und andererseits auch wieder geben soll. D.h. wenn es Youtube tatsächlich die eine oder andere Million aus ihren Werbe-Einnahmen wert ist, Videos mit geschützter Musik zu zeigen, soll mir das recht sein. Hier an dieser Stelle könnten Sie was für die von Ihnen so verehrten Künstler tun und sich vehement dafür einsetzen, dass das Geld sie auch erreicht. Können Sie aber nicht, und werden Sie auch nicht. Dürfen Sie wahrscheinlich auch gar nicht. Denn das Geld fließt ja zu den Rechte-Inhabern. Sind das immer die Künstler? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ehrlich gesagt glaube ich es aber auch nicht.

So, genug von Herrn Bruggaier. Man sollte mit Internet-Laien nachsichtiger sein, als ich es war. Und man sollte jemandem, dem so offensichtlich aufgenötigt wurde, mit Kommentaren den Volkswillen in Richtung Zensur des Internets zu lenken, nicht allzu sehr maßregeln. Er kann ja nichts dafür, dass er Propaganda schreiben muss.
Sollte dies allerdings seine wahre Meinung sein, ist ihm nur zu raten, besser zu recherchieren. Notfalls in der eigenen Zeitung.
Für uns aber ergibt sich vielleicht etwas bei der ganzen Geschichte, etwas positives, man mag es kaum glauben.
Wer von Euch geht ab und an auf Youtube? Aha. Du auch? Und du? Ihr da hinten, Ihr? Ja? Schön.
Und was ist es, was einem am meisten auf den Keks geht? Die Werbung, die vor die Clips besonderer Videos und/oder Youtube-Partner vorgeschaltet wird? Nervt zwar, ist aber nicht wirklich schlimm.
Nein, es ist der Umstand, das man, wenn man in seine Favoriten geht, oder ein paar Empfehlungen anklickt, sehr oft die Meldung findet, dass der Content wegen GEMA-Unklarheiten gelöscht wurde.
Das fällt dann in Zukunft weg. Nicht auf Kosten der User, die es gewagt haben, ein Video mit GEMA-Inhalten zu machen und hoch zu laden, sondern auf Kosten von Youtube, das weiß, dass es zu einem nicht unerheblichen Teil auf diese Videos angewiesen ist. Sollten sich Youtube und GEMA also tatsächlich einigen, und diesmal sattelfest, dann würde das bedeuten, das ein erheblicher Anteil dieser gesperrten und gelöschten Videos wieder zu sehen wäre. Das wäre das Plus an der ganzen Geschichte.

Was dadurch nicht geklärt werden wird, das ist unser Hauptproblem als deutsche User: Wir gehen auf eine Empfehlung und kriegen die Mitteilung, dass der Content für unser Land nicht freigegeben wurde. Mist. Aber vielleicht lässt sich da ja auch mal irgendwas regeln, ohne das man einen Fake-Account anlegen muss, der über eine Umleitung simuliert, meine IP würde aus den USA stammen. Mal sehen, ob das Youtube auch ein paar Euro oder Dollar wert sein wird.

Sonntag, 22. Januar 2012

And now to something completely different 2

Ohne große Worte hier ein Link zu einem Comedy-Video auf Youtube zum Thema Homöopathie.
Und ja, das verlinke ich mit einem gewissen hämischen Grinsen. Enjoy.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Kreationisten - Du kannst nicht mit ihnen...

Es ist ein offenes Geheimnis. Ich sage es jedem, der mich fragt oder der mir nicht schnell genug entkommen kann: Ich hasse Kreationisten. Das hat vielerlei Gründe. Uneinsichtigkeit, sich die Welt solange zurecht biegen wie sie diese brauchen, und offene Lügen sind nur ein paar meiner Gründe. Nun bezweifle ich nicht, dass auch Kreationisten tolle Menschen sein können. Aber ihr Bibel-Chauvinismus disqualifiziert sie für mich in jeder Form ideologischer oder religiöser Debatte. Wer so lange A ruft, bis außer A nichts mehr zu hören ist, obwohl B eindeutig richtig ist, bekommt bei mir kein Verständnis.

Ich hatte ab und an mit Kreationisten zu tun, vor allem im Internet. Ich erinnere mich noch gut an die junge Frau in einem Unterforum auf Animexx, die es tatsächlich geschafft hat mir einzureden, dass das Ursuppen-Experiment noch nie erfolgreich durchgeführt worden sei, d.h. im Versuchsaufbau tatsächlich aus Wasser, Elektrizität und toter Materie urprimitivstes Leben erschaffen worden ist. Nur um dann Jahre später zu lesen, dass das (erfolgreiche) Ursuppen-Experiment zum ersten Semester von Physik- und Chemie-Studenten gehört.
Oder die Art und Weise, in der sie längst widerlegte Ideen aufwärmen und brandneu verkaufen. Verkaufen können, weil SIE nur behaupten müssen, während die Wissenschaft widerlegen muss. Wieder und wieder und wieder. Ich denke da nur an das unsägliche Beispiel mit dem Augen, das schon um Neunzehnhundert ad absurdum geführt wurde. Und wieder, und wieder, und wieder, und immer noch als Argument pro Kreationismus gebracht wird.
Oder die penetrante Art, mit der Kreationisten frech behaupten, der Grand Canyon sei durch die Sintflut entstanden...

Gestern bin ich zufällig auf MMs Seiten auf einen Videolink nach Youtube gestoßen, das sich mit dem Thema Evolution, Kreationismus und Intelligentes Design beschäftigt. Verfasst wurden die Videos von einem Universitätsprofessor für Biologie; da sich die Fakten mit meinem Wissen decken, habe ich keine Probleme, sie auch ohne weitere Prüfung als authentisch zu bezeichnen. Ich kann jedem nur raten, da mal rein zu schauen, weil die insgesamt vier Videos einiges an Rüstzeug mitbringen - für den Fall, dass man mal wieder auf Kreationisten trifft.

Leider hat dieses Erlebnis für mich zu einer äußerst bitteren Erkenntnis geführt. das kreationistische Gift ist schleichend, langwierig und verschlagen, oh ja. Denn ich selbst rede seit Jahren auch von der EvolutionsTHEORIE.
Die Forschungsdisziplin von Professor Dr. Kutschera nennt sich aber EvolutionsBIOLOGIE. Ich weiß, es klingt wie Erbsenzählerei, aber dadurch, das ich den Kreationisten gefolgt bin und ebenfalls von der Evolutionstheorie gedacht und gesprochen habe, gab ich ihnen ein Werkzeug gegen mich und die Tatsache der Evolution in die Hand. Wieder. Und wieder. Und wieder. Denn die Evolutionsbiologie als Evolutionstheorie zu bezeichnen ermöglicht es Kreationisten, alleine schon durch dieses Wort die gesamte, bewiesene Wissenschaft der Evolutionsbiologie in Frage zu stellen, nur weil da ein "Theorie" rangehängt wurde. Und ich war willfähriger Helfer.
Darum hasse ich Kreationisten. Und da kann man mal sehen, wie weit ihr Gift aus Falschaussage, offener Lüge, Tatsachenverdrehung und Sturheit schon verbreitet wurde.

Also, meine lieben Leser, es hieß zu Darwins Zeiten noch Evolutionstheorie, weil Darwin viele Beweise für seine Worte hatte, aber die gesamte Theorie noch nicht durchgängig schlüssig bewiesen war. Das wurde im Zwanzigsten Jahrhundert vollkommen anders, als die Theorie zur Wissenschaft wurde, weil festgestellt wurde, dass Evolution stattfand und auch jetzt gerade stattfindet.
Für uns wackere Verfechter der exakten Wissenschaft muss es also in Zukunft heißen, EvolutionsBIOLOGIE zu sagen, nicht Evolutionstheorie.
So, das war mir ein Anliegen. Ich gehe mich derweil noch ein wenig ärgern, über Kreationisten.

Sonntag, 8. August 2010

Moderne Sklavenhaltung oder auch Tagesschau.de

Meine lieben Leser. Es ist schon über ein Vierteljahr her, seit ich durch die Berichterstattung von Tagesschau.de in ein großes, breites Fettnäpfchen getreten bin, das sich damals "Rothemden" nannte. Durch die einseitige und unvollständige Berichterstattung habe ich damals tatsächlich geglaubt, die Proteste der "Opposition" in Bangkok seien friedlich verlaufen. Später entlarvte sich Tagesschau.de mit widersprüchlichen Aussagen und einem sehr informativen Interview mit dem deutschen Botschafter in Thailand weitestgehend selbst. Seither lese ich Tagesschau.de-Nachrichten mit einer gesunden Portion Skepsis. Wie ich heute sehen muss, zu Recht.

Heute steht ein wundervoller Artikel über die Auslastung des Internets des Online-Redakteurs Jan Starkebaum auf der Titelseite. Herr Starkebaum propagiert einerseits, dass das Internet überlastet ist, andererseits bietet er verschiedene Lösungen an, um dieses Problem zu lösen. Diese Lösungen stammen natürlich nicht von ihm, sondern von den Anbietern.
...sacken lassen.

Es ist nicht meine Art, meine Meinung über die Analyse zu setzen, aber diesmal tue ich es einfach: Was Herr Starkebaum sich da geleistet hat, das geht auf keine Kuhhaut. Nicht nur, dass er, wie es in den Medien gerade üblich ist, Google einen Seitenhieb verpasst; nicht nur, das er den Gedanken schürt, dass die Anbieter von Flatrates zu Volumenbasierten Tarifen zurückkehren wollen; nicht nur, das er suggeriert, dass Youtube-Nutzer und Leute, die sogenannte Warez (also illegal Filme und Musik downloaden)ziehen, am Kollaps des Internets Schuld sind; nein, der liebe Herr Online-Redakteur bemüht neben der urbanen Legende des kurz vor dem Kollaps stehenden Internets jedes ihm mögliche Argument, um Werbung vor Videos, Volumentarife vor Flatrates und Mehrkosten durch den Netzausbau mit Glasfaserkabeln zu rechtfertigen. Damit macht er sich der modernen Sklaverei durch den Kotau vor den Netzanbietern schuldig.

Aber gehen wir im Detail auf seine Ideen und Argumente ein.
1) Der Dateninfarkt des Internet, ein Fake wie die regelmäßig nicht einschlagenden Meteore?
Bereits 2007 prognostizierte der Spiegel für 2010 den Infarkt des Internets, also den totalen Zusammenbruch. Nun, wir haben 2010. Bin ich zu früh? Ist der Infarkt des Intenets zu spät? Fragen über Fragen. Aber ich nehme an, hier verhält es sich genauso wie bei einer Prophezeiung von Nostradamus: Erst wenn das Ereignis eingetreten ist, kann man es einer Prophezeiung zuordnen.
Also haben die Anbieter entweder in den letzten drei Jahren Unsummen investiert und herkuleanische Leistungen vollbracht, um den kommenden Infarkt abzuwehren, oder fünfundzwanzig Prozent Belastung durch Youtube, Videostreaming und ähnliches im Internet haben dann doch nicht für den Super-GAU gereicht.
Wie immer man es auch sieht, Herr Starkebaum hat ein uraltes Mysterium aus seinem feuchten Grab gezerrt, und mangelhaft wiederbelebt. Zudem nennt er im Gegensatz zum Spiegel 2007 keinen Termin für "seinen" Infarkt des Netzes. Das klingt für mich wie der Versuch, höhere Gebühren der Netzbetreiber schönzureden.

2) Wer mehr zahlt, hat auf der Datenautobahn Vorfahrt?
Oh mein Gott. Was für ein Schrott. Was für ein Witz. Das Internet funktioniert folgendermaßen: Von meinem PC geht eine Anfrage an eine bestimmte Seite. Diese Seite reagiert auf meine Anfrage und schickt die Antwort in vielen kleinen defragmentierten Datensätzen zu mir zurück. Diese Datensätze sind so codiert, dass sie auch bei mir ankommen. Dabei gibt es ab und an Verluste, und das bedeutet geringfügig längere Ladezeiten. Kann passieren, muss aber nicht. Mein Internet-Speed wird allerdings dadurch geregelt, wie hoch der Download ist, den mein Anbieter mir vermietet.
Um ein Zwei Klassen-Web zu ermöglichen, in dem der Mehrbezahler unabhängig von seinem Download-Speed Vorfahrt vor anderen Datenpaketen hat, müssten nicht nur die Severbetreiber weltweit mitspielen, man müsste in die gesamte Infrastruktur auch Zwischenserver setzen, die kontrollieren, ob das aktuelle Datenfragment eine Signatur hat, die sie einem Premium-Nutzer zurechnet. Auf diese Weise kann man das Internet verlangsamen, aber sicher keinen Premium-Zugriff ermöglichen.

3) Qualitätsklassen und Geschäftsmodelle?
Die Welt schrieb zum gleichen Thema (und endlich weiß ich, wo dieser ganze Quatsch her ist), Zitat: "Die Videoplattform YouTube verursache in drei Monaten den gleichen Datenverkehr im Internet wie alle Rundfunkstationen dieser Welt in einem ganzen Jahr..." Zitat Ende.
Dabei beruft sich Welt.de auf den Economist, hat also gar nicht selbst recherchiert und käut wieder. Etwas, was Tagesschau.de anscheinend auch sehr gut beherrscht. Einmal ganz davon abgesehen, dass eine Viertelmillion Homepages sicher nicht soviel Datenverkehr verursachen wie Clipfish und Konsorten, selbst wenn man den Radiostream dazurechnet. Aber wer versucht, Äpfel mit Birnen zu addieren, kommt eben immer zum gleichen Ergebnis: Beides ist Obst.

4) Werbeclips vor Videos schalten?
Eine mögliche Kostenbremse sieht Herr Starkebaum darin, vor Videoclips Werbeclips zu setzen, wie es zum Beispiel Web.de/Gmx.de und manchmal auch Youtube schon einige Zeit tun. Damit kann das Web refinanziert werden. Oder anders ausgedrückt: Ich bezahle die Telekom für meinen Internet-Anschluss, und große Firmen bezahlen Inhalte-Anbieter, nicht Provider, im Netz dafür, dass sie mich mit überflüssiger Werbung nerven.
Herr Starkebaum, ich dachte es geht um die Überlastung des Netzes, nicht um dessen Finanzierung? Wie soll ein vergrößertes Übertragungsvolumen durch MEHR VIDEOS das Web entlasten? Ein etwas durchsichtiges Argument, dass vermuten lässt, dass Sie versklavt sind, Herr Starkebaum. Versklavt von der Industrie.

5) Sorgen um freien Datenverkehr?
Der Artikel rührt einen schönen großen Pott an. Ingredienzien sind eBay, Google, Youtube und Amazon, die besonderen Wert auf freien Internet-Zugang setzen sollen.
Noch einmal, Herr Starkebaum, ich dachte, es geht hier um die Belastung durch zuviel Traffic? Freier Datenverkehr ist selbst dann gewährleistet, wenn mein Internet wie zu Modem-Zeiten schleicht, und ich mit 56KB durch das Internet surfe. Bitte lernen Sie doch das Vokabular der Branche, bevor Sie sich wieder mutwillig blamieren.
Die einzige Firma, die einigermaßen von Premium-Geschwindigkeiten und Usern zweiter Klasse betroffen sein würde, wäre ohnehin Youtube. Und damit das für diese Seite Folgen hat, müssten sich Provider weltweit für ein gemeinsames Zwei Klassen-Web entscheiden. Ansonsten werden nämlich zweieinhalb Milliarden Chinesen und Inder wesentlich schneller im Web sein, als es den Europäern dann möglich ist. Aber wir sind ja auch nur ne Viertelmilliarde. Und die Chinesen wird es freuen, wenn wir ihre Bandbreite in Ruhe lassen.
Noch einmal: Von langsamen Datenverkehr ist die Freiheit im Internet nicht bedroht. Wovon sie allerdings bedroht ist, das ist zum Beispiel der Anspruch der Bundesregierung, Google zu zensieren. Und im Gegensatz zu Chinas Forderungen werden Berlins Forderungen umgesetzt. DAS ist die richtige Gefahr für das freie Internet.

6) Netzanbieter werden zu Schrankenwertern?
Tschuldigung. Gerade ich, der öfter mal einen Tippfehler in seinen Blogposts hat, sollte mich nicht darüber lustig machen, wenn es einem anderen passiert. Aber einem Bezahlmedium des führenden öffentlich-rechtlichen Senders ARD darf so etwas nicht passieren. Es heißt SchrankenwÄrter. Mit ä, nicht mit e, Herr Starkebaum. Sicherheitshalber habe ich das mit Hilfe des Duden verifiziert. Zu den offensichtlichen Nachbetungen überholter Argumente kommen jetzt auch noch peinliche Tippfehler. Hat Tagesschau.de keinen Lektor in der Redaktion?

7) Netzausbau und Berlins vorsichtiges Bekenntnis zur Netzneutralität?
Hm. Hm. HM! Erst neulich hat mir die Telekom angeboten, meine Flat mit 16Mbit auf den VDSL-Standard von 25Mbit zu erhöhen. Und sobald das bei mir verfügbar ist, werde ich das auch tun. Der Netzausbau scheint in vollem Gange zu sein. ;D
Was Berlin allerdings von Netzneutralität hält, kann man absehen, wenn man sich die Diskussion über Bezahlinhalte, Internetzensur durch Zensursula, Stoppschilder vor bösen Seiten (anstatt sie zu löschen) und die Urheberrechtsdiskussion vor Augen hält.
Letztere ist meiner Meinung nach nichts weiter als eine Farce, da sich z.B. die BILD (als einer der Begründer der Urheberrechtsdiskussion) bei der Berichterstattung über die Loveparade ungeniert über das Urheberrecht der tödlich Verunglückten hinweg gesetzt hat, und eiskalt in der Druckausgabe abgelichtet hat. Das wäre mal ein Punkt für Netzneutralität; nämlich die Rechte unschuldiger BILD-Opfer zu wahren, und nicht darüber zu diskutieren, wie einem amerikanischen Großkonzern Geld für nix aus den Rippen geschnitten werden kann.

8) Bezahlmodelle und Kabelanbieter für Internet?
Herr Starkebaum beweist einmal mehr, dass er sein Vokabular nicht beherrscht.
Im letzten Block, in dem es wieder einmal um teureres Internet und die Polemik geht, selbiges für die User schmackhaft zu machen, referiert er über Internetanbieter über Kabel. Zitat: "Kabelanbieter drängen mit hundert Megabit-Raten auf den Markt." Zitat Ende.
Ich kann mich irren. Nein, ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht irre. Diese 100 Mbit-Rate klingt doch nach genau der Leistung, die moderne WLAN-Netze zur Zeit leisten können. Ein Blick auf eine große Kabel-Internet-Vergleichsseite zeigt uns dann auch, dass Begriffe wie 100Mbit im Zusammenhang mit keinem Kabelbetreiber auftauchen.


Fazit: Tagesschau.de und besonders ihr Redakteur Jan Starkebaum macht mit diesem Artikel gleich mehrere Dinge klar. Zum Beispiel, dass sie ein willfähriger Sklave der Internet-Industrie ist und Preiserhöhungen schönredet, bevor sie überhaupt angedacht sind. Zum Beispiel, dass Herr Starkebaum keine Ahnung von dem hat, was er da (ab)geschrieben hat. Zum Beispiel, dass nicht nur deutsche Politiker absolut keine Ahnung vom Internet haben. Zum Beispiel, dass Videos und Google für Tagesschau.de die neuen Superbösen sind, und das obwohl sie dem modernen Internet nach eigener Aussage nur ein Viertel der Bandbreite kosten. Wäre es da nicht interessant gewesen, die anderen drei Viertel unter die Lupe zu nehmen, jetzt wo das Netz vor dem endgültigen Kollaps steht?

Setzen, sechs. Aufgabenstellung nicht erfüllt. Aber keine Sorge, die BLÖD sucht eigentlich immer ein paar alles nachplappernde, Recherchefaule Reporter und Redakteure.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

U.S.-Regierung warnt vor Schweinegrippe-Epidemie... 1976?

Richtig gelesen. Gerade bin ich über mehrere Links via Bildblog.de, FAZ.de und weltwoche.ch auf Youtube gelandet. Dort wurde Usern wie mir der Tipp gegeben, nach den Schlagwörtern "Swine Flu 1976" zu suchen.
Als Ergebnis landete ich bei einem zweiteiligen Enthüllungsbericht der CBS-Sendung 60 Minutes, die dem Propagandafeldzug folgt, der zur Impfung von 42 Millonen Amerikanern führte, sowie den dreiundvierzigtausend Amerikanern, welche die Regierung wegen Folgeschäden der Impfung verklagt.
Durchaus sehenswert, um Soll und Ist unserer Tage zu vergleichen. Außerdem unterstreicht es wieder mal, dass heiße Luft nicht gefährlich ist. Ausgelöst hatte die Geschichte damals ein Private in der Army, der aus dem Krankenbett heraus gezwungen wurde, an einem längeren Marsch teil zu nehmen. Das mit dem Krankenbett verschwiegen die offiziellen Stellen, betonten aber den "überraschenden und plötzlichen Todesfall eines jungen, gesunden Menschen".
Ein Schelm ist, der dabei Parallelen zur heutigen Zeit entdeckt.

Aber ich bin auch auf anderen Quatsch gestoßen, der sich nahtlos daran anschließt.
Ich habe dieses Jahr schon einmal erwähnt, dass ich eher ein Verfechter der Impfung bin und es sehr bedaure, dass der Impfung an sich durch die H1N1-Hysterie ein Bärendienst erwiesen wird. Prompt stoße ich auf "Lasst euch nicht impfen"-Videos. Nun, solange sie sich nur um Schweinegrippe drehen, ist alles in Ordnung. Ausgemachte Impfgegner hingegen sind mir ein Dorn im Auge.
Auch stieß ich auf ein Video, das Obama im Titel vorwarf, einen Plan entwickelt zu haben, die Bevölkerungszahlen zu senken und dafür den Schweinegrippe-Impfstoff zu missbrauchen.
Leider aber produziert eine Firma an der Rumsfeld Anteile hat, den Impfstoff. Ich bezweifle auch ernsthaft, dass Barry überhaupt Zeit hatte, sich einen solchen perfiden, hirnrissigen, abstrakten und darüber hinaus paranoiden Plan auszudenken. Das passt dann doch eher zu George "Dubia" Bush. ...Okay, da er nur eine Marionette war, zu seinen Beratern. Und da finden wir, wen wundert es, Donald Rumsfeld.

Letztendlich komme ich zu folgendem Schluss:
Risikogruppen sollten sich gegen die reguläre Grippe impfen lassen.
Wenn Du Grippe oder Schweinegrippe hattest, kuriere dich ordentlich aus, denn die große Gefahr ist nicht die Krankheit, sondern der geschwächte Kreislauf und das angegriffene Herz NACH der Infektion.
Lass dich nicht gegen Schweinegrippe impfen, vor allem nicht wenn du sie schon hast oder sie in deinem Umfeld bereits aufgetreten ist.
Ich glaube einfach nicht daran, dass Pharma-Unternehmen ihren eigenen Kundenkreis ausrotten wollen, um eine obskure Menschenreduzierungspolitik zu betreiben. Selbst bei allergrößter Skepsis rate ich, statt auf die großen Konzerne wie Roche eher auf die Medikamente europäischer mittelständischer Unternehmen zu wechseln, die es sich nicht leisten können, ihren Kundenstamm auszurotten.
Wenn sich das Schwänzchen noch nicht kringelt, ist es auch keine Schweinegrippe.