Sonntag, 9. Februar 2014

Der 100.000 Klicks-Wettbewerb: Beitrag von Spelllord

Der Postbote

Dies ist ein reines Gedankenspiel darüber was Krieg erschafft und das man sich manchmal überlegen sollte wen man sich zum Feind macht.




„Sir, ich hab hier etwas komisches auf dem Radar. Es könnte ein Flugobjekt sein aber auch ein Vogelschwarm.“
„Lassen sie mal sehen. …....Ein Vogelschwarm ganz klar.“
„Aber, sir.“
„Kein aber. Ein Vogelschwarm!“
„Ay.“

Ich stand unbemerkt im Schatten eines Hauses als sich Axel Herwig zurückzog. Während er im Funk vertieft war trat ich leise und schnell an ihn heran.
„Axel Herwig ein Paket für sie.“, ich übergab ihm ein in groben Leinen gebundenen Stein auf dem Geokoordinaten standen und zückte ein Stück Holz, das mir als Unterlage diente.
„Würden sie bitte hier noch unterschreiben.“, ich hielt ihm das Brett, auf dem ein Zettel mit einer unsinnigen Anordnung von Wörtern stand, mit einem Stift entgegen. Er unterschrieb, ich bedankte mich und ging, wie ich gekommen war, in dem Moment in dem er auf das Paket schaute.
Im Schatten haltend und die Posten der Amis wie Deutschen meidend ging ich zu meinem Versteck.
Dort holte ich meine Waffe, Munition, Sprengstoff und Granaten heraus, danach begab ich mich, ohne gesehen zu werden, zu einem unbeobachtetem Teil des Hauses des Rikki.
Als ich dort unter einem Fenster lag und gerade überlegt wie ich weiter vorgehen sollte, fing ein Beschuss der Front an, der alles übertönte.
Den Moment nutzend warf ich zwei Splittergranaten durchs Fenster und eine Blendgranate wenige Sekunden später hinterher.
Nachdem ich drei Detonationen gehört hatte sprang ich durch das Fenster und sicherte mit meiner HK33 den Raum, es waren vier lebende Personen im Raum als ich ihn betrat, als ich ihn verließ lebte keiner mehr. Als der Dauerbeschuss der Deutschen und Amis aufhörte wechselte ich von meiner Waffe zum Messer. Niemand ob Frau, Mann oder Kind überlebte eine Begegnung mit mir.
Ich hatte das gesamte Erdgeschoss ohne den Rikki zu finden durch kämmt und war dabei an einer Treppe vorbei gekommen, als mit einem Megafon angefangen wurde zu sprechen. Die lauten Geräusche nutzend rannte ich zu der Treppe und sie hoch. Als ich die Treppe betrat hinterließ ich auf der dritten Stufe eine Claymore wie auch auf dem oberen Absatz.
An der ersten Tür, an der ich vorbei kam, hielt ich an, was ich sah war eine Art Thronsaal. Ein Raum der so lang war wie das Haus tief, auf dem Boden saßen Frauen und Kinder, manche lagen, die Männer waren entweder hinten im Raum an den Fenstern oder vorne an einer Barrikade die so massiv war das sie alle Kugeln abfing die ankamen.
Ich hatte noch 3 Splitter- und 2 Blendgranaten die und meine HK würden reichen um es und seine Companions auszulöschen. Ich warf die Splittergranaten so das jede selbst ein drittel des Raumes hatte und brachte mich in Sicherheit. Nachdem die Granaten für Unheil und Verwirrung unter den Anwesenden gesorgt hatten, kam noch eine Blendgranate hinter her. Danach betrat ich den Raum und verpasste jedem Körper an dem ich vorbei kam, einen Schuss in den Kopf. Als ich beim Rikki ankam, der auf seinem „Thron“ thronte und geschützt durch die Körper seiner Sklaven noch lebte, waren gerade einmal 40 Sekunden vergangen seit die erste Granate den Raum betreten hatte.
Weitere 5 Sekunden später waren wir beide die letzten lebenden Wesen im Raum und meine Waffe nachgeladen.
Er der auf einem Thron verziert mit Knochen und Geschlechtsorganen saß noch immer nicht ganz bei sinnen und ich im Tropentarn, seit zwei Monaten unrasiert und einer HK33 im Anschlag.
Ich entwaffnete ihn und goss die nächst beste Flüssigkeit über ihn, um ihn zu wecken.
Mit einem prusten kam er zu sich.
„DU!“
„Ja ich.“, kam es ruhig von mir auf den ängstlichen Ausruf.
Vier Schüsse knallten auf gefolgt von einer Explosion im Erdgeschoss und einem Mark erschütternden Schrei. Die vier Schüsse galten den Gelenken des Rikki, die Explosion kam von einer Claymore.
„Niemand betrügt den Posboten.“, kam es von mir während ich C4 und einen Zeitzünder mit Bewegungssensor herausholte. Den Zeitzünder stellte ich auf 40 Sekunden und so hin das der Rikki den Rest seines Lebens ablaufen sehen würde, unfähig sich zu bewegen.
Ich aktivierte den Zeitzünder und flüchtete aus einem der Fenster an der Rückwand.
Als ich auf dem Boden ankam rollte ich mich ab und verschwand im nahen Dschungel, 40 Sekunden später hörte ich eine Explosion.

Kommentare:

Stinkstiefel hat gesagt…

Man sieht, man sollte nett zu den Postboten sein. Gute Story übrigens.

Ich konnte mir das Überbringen und die Annahme des Pakets an Axel Herwig schön bildlich vorstellen. Sehr dabei gelacht.
Die Infiltration des Hauses war auch sehr schön. Da es einen gewissen Kontrast zu den ersten paar Sätzen bildet.

Anonym hat gesagt…

Akiradom sagt:

Bei der vielen Post, die hier verspätet oder gar nicht ankommt, würde ich selbst ganz gerne mal rabiant werden ;-)...
Originelle Geschichte, in einem Hub durcherzählt mit gleich bleibender Intensität... bis auf die paar Sätze am Anfang. Mir tuen nur die ganzen Kollateral-Schäden leid... aber ein bissl Schwund ist immer, ne? XD

Ich hoffe, wir lesen uns,
ja ne
Akira

Adken hat gesagt…

Nette Story. Schnell und zügig erzählt. Etwas mehr Spannung hätte der Geschichte allerdings gut getan.

Spelllord hat gesagt…

@Stinkstiefel also ich finde man sollte grundsätzlich zum Postboten freundlich sein.

@Akiradom mhhh das Problem habe ich nicht, gut der Gedanke für diese Geschichte kam mir weil ich mich fragte wer eigentlich kleine oder delikate Lieferungen macht. Es gibt sicher so einen Lieferservice.

@Adken ja Spannung aufbauen kann ich noch nicht vieleicht lerne ich es noch mal sehen

Nathan hat gesagt…

Nette geschichte ...ist der Ricki jetzt abserviert???
die Post schaft alles...
und sowieso leg dich nicht mit Paketzustellern an

Tolechir hat gesagt…

Ein netter Gedankengang. Ich frage mich nur, was hat das Opfer dem Postboten angetan um eine solche Behandlung zu verdienen...

Spelllord hat gesagt…

@Nathan also ich gehe davon aus das er Tod ist oder wofür als dafür das er nicht flüchten kann, wurde ihm in die Gelenke geschossen und eine Bombe mit Bewegungsmelder platziert.?

@Tolechir naja es kann von unbezahlten Rechnungen bis einem versuchtem Mord alles sein, schließlich muss man seinen Ruf wahren, als Postbote.

Mhhhh so jetzt schreibe ich für meine Geschichte eine Review.
Erster Punkt die Idee ist natürlich grandios begnadet aber sie wirklich rein passt bezweifle ich irgendwie deswegen nur
30/40 Punkten.

Zweiter Punkt, die Durchführung. Nicht schlecht aber man hätte, als der Protagonist im Erdgeschoss war, etwas detaillierter sein können. Auch dem Charakter hätte es gut getan mehr tiefe zu haben.
15/30 Punkten

Da ich mir bei meiner Geschichte immer sicher sein kann, dass wenigstens Kommafehler drin sind und ich so etwas, bei mir, nicht tolerieren kann.
0/10 Punkten

Da es meine Geschichte ist.
0/20 Punkten

Das macht in der Summe
45/100 Punkten.