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Donnerstag, 26. Mai 2011

Islamist zu sein ist schwer...

Herzlich willkommen zu meinem kleinen Blog, in dem ich eigentlich mehr darüber berichten wollte, was für ein großartiger, aber erfolgloser Autor ich doch bin, und der nun mehr und mehr mein Sprachrohr für Dinge geworden ist, die ich ansprechen, anprangern muss. Dass ich mir dabei manchmal widerspreche, darf verwundern, aber ist mein Vorrecht als Verfasser dieses Blogs.
Ich darf mich also schon maßlos darüber aufregen, dass deutsche Medien bei Desoxyribonukleinsäure die englische Kurzbezeichnung DNA verwenden ohne einen Hauch von Ahnung was sie damit tun; zugleich aber darf ich mich auch über die unnötige Anglizismus-Debatten aufregen, die immer mal wieder aufkommen und niemandem helfen, nur ein paar "Rechten", die die deutsche Sprache "rein" halten wollen. ^^°°°
Und ich darf auch mal Themen ansprechen, die merkwürdig anmuten. So zum Beispiel mein kleiner Ego-Trip, als ich ein paar Tage tatsächlich zu Fuß zur Arbeit ging, und das zur religiös-spirituellen Erkenntnis stilisierte.
Oder mein Versuch, einigen Unwissenden zu erklären, dass Allah und Gott (also Jehowa oder Jahwe) ein und derselbe sind, dass der Islam im Großen und Ganzen eine christliche Splittersekte ist, die einfach nur so erfolgreich ist wie Katholiken, Orthodoxe und Kopten.

Und damit sind wir schon beim Thema: Ich rege mich auf und versuche etwas zu erklären. Aufregen will ich mich über einen Artikel in meiner Tageszeitung: Islamist mit deutschem Pass in Süd-Afghanistan gefasst.
Islamist. Islamist. Hm, Islamist. Was bedeutet dieses Wort? So wie es die deutschen Medien verwenden, bedeutet es radikaler, gewaltbereiter, tötungsbereiter und unmoralischer Terrorist.

...sacken lassen.
Und hier die Erklärung zur Aufregung: Islamist, das ist absoluter Bullshit! Islamgläubiger potentieller Terrorist ist ihnen wohl zu lang gewesen, wäre aber eine weitaus korrektere Ausdrucksweise gewesen. Islamist ist in diesem Zusammenhang eine Dreistigkeit, eine Frechheit, eine Beleidigung einer ganzen Religion. Islamist in diesem Zusammenhang bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass alle Angehörigen dieses Glaubens radikale, gewaltbereite, tötungsbereite und unmoralische Terroristen sind. Ich kann das so nicht mehr stehen lassen, und als toleranter, gläubiger und vor allem mit dem Prinzip der Nächstenliebe vertrauter Christ will ich es auch nicht länger akzeptieren. So geht das nicht, meine Damen und Herren in den Medien!

Das ist in etwa das Gleiche, wenn man die Angehörigen der Roten Armee Fraktion je nach Taufe Katholizist oder Evangelizist genannt hätte, wohl gemerkt mit der gleichen Bedeutung, nämlich des gewaltbereiten Terroristen. Oder die gewaltbereiten Mitglieder der IRA, die wahrlich genug geschossen und gebombt haben, als Katholizisten zu bezeichnen. Oder jene aufständischen Tibeter, die sich gegen die chinesische Zentralregierung aufgelehnt haben, als Buddhitisten oder Lamaisten. Es passt einfach nicht, es klappt einfach nicht, und diffamiert den Glauben als Ganzes.
Sicher, Osama Bin Laden war muslimischen Glaubens. Und ebenso waren das die Attentäter von 9/11. Und die Selbstmordattentäter, die jahrelang Israel in Angst und Schrecken versetzt haben wahrscheinlich ebenso wie jene, die im Irak, in Afghanistan und Pakistan ihrem Leben ein Ende setzen, und so viele Menschen wie möglich mitnehmen wollen. Gut, gut, das IST Terrorismus. Aber in Afghanistan, im Irak, in Pakistan sind ihre Opfer auch hauptsächlich Muslime.
Zynisch ist ein jeder, der nun denkt: Islamisten, die Islamisten töten, das ist doch in Ordnung. Eine Verhöhnung der Opfer UND ihres Glaubens in einem Atemzug.
Ich stelle fest: Die überwiegend große Mehrheit der Christen dieser Welt hat nichts mit Terrorismus am Hut, und hat auch keine Lust darauf, als Märtyrer zu sterben und möglichst viele Menschen bei einem Selbstmordanschlag zu töten. Das Gleiche gilt eins zu eins für Muslime. Die Verwendung des Begriffs Islamist ist nicht einfach nur diskriminierend, abwertend und von Grundauf falsch, er bietet viele Vorwände für unsere "Stammtischtäter", um Vorurteile zu pflegen und Menschen zu diskriminieren, die sie nicht einmal kennen. Und das alles nur, weil die MEDIEN diskriminieren.

Normalerweise kann mich die Political Correctness mal Kreuzweise am Arsch lecken, weil ich ein ehrlich ausgesprochenes Wort mehr schätze als erzwungene Höflichkeit. Sie ist halt nichts wert, da Zwang im Spiel ist. Aber in diesem Fall ist es auch kein Fall der Political Correctness, sondern eine Frage der Menschenwürde, der Akzeptanz fremden Glaubens, der Toleranz, und - besonders für uns Christen - der Nächstenliebe. All das vermisse ich aber, wenn ich wieder irgendwo Islamist lese, und genau weiß, dass der Autor Terrorist meinte.

Mein Fazit: Liebe deutsche Redaktionen, wenn Ihr Terrorist meint, dann schreibt gefälligst auch Terrorist! Meinetwegen Terrorist islamischen Glaubens, aber dieses Kunstwort Islamist ist in diesem Zusammenhang einfach nur widerwärtig. Pfui, jeder Redakteur, der es benutzt, sollte sich schämen. Solche Taktiken gab es schon einmal in Deutschland, und anschließend haben "gute Deutsche" in bestimmten Geschäften nicht mehr eingekauft. Soll es so wieder kommen? Oder sollen "Islamisten" wegen ihres Glaubens Menschen zweiter Klasse werden? Menschen beurteilt man nach ihren Taten, und ich habe noch keinen Sprengstoffattentäter beim Anschlag beten sehen.
An dieser Stelle möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich die feige Art des Selbstmordsprengstoffattentats nicht als Akt des Märtyrertums betrachte. Im Gegenteil, diese verwerfliche, feige Tat ist die direkte Fahrkarte in die Dschehenna, meine lieben Terroristen.
Und im gleichen Atemzug noch mal an alle anderen: Von feigen Selbstmordattentätern auf den gesamten Islam zu schließen ist mindestens ebenso feige. Aber bequem, oder?

Edit am Samstag, dem 28.05.2011: MartinM vom Blog MMsSenf weist mich in den Kommentaren darauf hin, dass das Wort "Islamist" nicht die Bedeutung hat, die ich festgestellt habe.
Nun ist MartinM ein schlauer, belesener Mann mit Ahnung von allem was er tut. Deshalb möchte ich nicht nur in meiner Antwort in den Kommentaren, sondern auch hier noch mal kurz darlegen: Meines Erachtens steht in der deutschen Presse das Wort "Islamist" synonym für "Terrorist", politischer Islam hin oder her. MartinM geht es darum, dass "Islamisten" durch ihre Bestrebungen, Kirche in die Politik oder Politik in die Kirche zu bringen, durchaus zu Recht scheel angesehen werden sollten; mir geht es einzig und alleine darum, dass das Wort Islamist nach meinem Wissen, Fühlen und Denken den Islam und all seine Angehörigen automatisch als Terroristen vorverurteilt.
Danke für Deinen Hinweis, MartinM.
Wie seht Ihr das da draußen? Weitere Kommentare würden mich freuen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

EHEC für alle

Also, ich muss schon sagen, ich bin etwas überrascht. Über EHEC. Ihr wisst schon, dieses Bakterium, das die Erbfolge von H1N1 als gefährlichste Geissel Deutschland antreten soll.
Zwar gab es schon zwei bestätigte Todesfälle durch EHEC, aber der übliche Trubel um das vermeintliche Todes-Virus, von den Medien permanent als "Keim" bezeichnet, weil es eben ein Bakterium ist, will sich nicht so recht einstellen.
Selbst BILD.de begrenzt den möglichen Schaden, bevor er eintreten kann, indem sie Horrorvisionen über zukünftige Todesfälle spinnt, sondern beinahe schon sachlich in Fertigsalaten die mögliche Infektionsquelle identifizieren möchte. Und das mit dem Salat macht sogar richtig Sinn.
Irgendwie zündet es also nicht so richtig, das "EHEC ist brandgefährlich"-Feuerwerk.

Aber man muss sich fragen, was mit unseren Medien los ist. Ich habe neulich im Web gelesen, dass die Bakterien, aus dessem Stamm EHEC stammt, jedes Jahr für eintausend bis eintausendfünfhundert Tote verantwortlich sind. Das ist, in Anbetracht der saisonalen Grippe, äußerst geringe Zahlen. Aber seien wir doch mal ehrlich: Manchen Medien reicht schon weniger, um eine neue Superbedrohung mit anschließender Pandemie herbeizureden und Panik zu schüren. Ich denke, es mangelt nicht am VERSUCH, die Mega-Panik herbei zu reden. Es klappt eben nur nicht. Und BILD.de hat das anscheinend erkannt, wenn sie jetzt schon eine mögliche Infektionsquelle liefert, und damit der Panik, dass "es jeden treffen könnte", so konsequent ein Ende setzt. Dafür kann man die Redaktion loben, aber man sollte nicht vergessen, dass die gleiche Redaktion weiter getreten hätte, wäre es ihr nützlich erschienen.

Für diese, ich will es mal Halbpanik nennen, müssen wir beinahe dankbar sein. Aber anscheinend ist das Thema durch die Überzeichnungen der letzten Jahre derart ausgelutscht, dass selbst die reißerischste BILD-Schlagzeile bei mir nicht mal mehr den üblichen Abscheu auslöst. Geschweige denn die Überzeichnung in anderen Print-, Fernseh-, und Online-Medien.

Mein Fazit: EHEC stammt aus einer Bakteriengruppe, die normalerweise keinen so schweren Krankheitsverlauf verursacht, diesmal aber recht aggressiv ist. NDR.de spricht derzeit von 131 schweren Erkrankungen und Verdachtsfällen bundesweit. Das ist zwar für jene, die unter schwersten, teils blutigen Durchfallsymptomen leiden und teilweise auf der Intensivstation liegen, nicht sehr tröstlich, aber von einer Epidemie, gar einer Pandemie, sind diese Zahlen noch weit entfernt. Sorgen machen sollte uns vor allem die merkwürdig weite Streuung über das ehemalige Westdeutschland; der Verdacht liegt nahe, dass mindestens ein bundesweiter Fertignahrungslieferant ungewollt für diese Streuung gesorgt hat. Und im gleichen Atemzug möchte ich den Erkrankten und ihren Angehörigen - vor allem denen der beiden Todesfälle - mein Mitgefühl aussprechen. Aber von einer Katastrophe sind wir weit entfernt. Dass wichtige Gesundheitswächter wie das Robert Koch-Institut nervös werden, braucht wiederum uns nicht nervös zu machen - das ist ihr Job.

Ich sehe die Sachlichkeit und die Vernunft, mit der die Medienkonsumenten dem Thema begegnen, als positive Entwicklung, nach dem Hype um die verschiedensten Grippen, werfe es aber den Medien vor, dass sie EHEC als "Keim" titulieren, anstatt als Bakterium, wobei ich ihnen Absicht unterstellen will, weil "Keim" reißerischer klingt als "Bakterie". Bakterie klingt so normal, so ungefährlich.
Es ist also nicht so, als würden bestimmte Medien nicht VERSUCHEN, Panik zu schüren und ihre Verkaufszahlen hoch zu treiben. Es gelingt ihnen nur wohl einfach nicht, weil das Thema zu abgestumpft ist, egal ob Keim oder Bakterium. Tja. Pech gehabt.

Tipps für alle, die dennoch ein mulmiges Gefühl haben: Händewaschen. Frisches Gemüse und frisches Obst vor der Verarbeitung gründlich putzen und schälen. Nicht ins Bockshorn jagen lassen. Und Grundregel Nummer eins im Umgang mit Bakterien beachten: Gekocht zu werden überleben die Biester niemals.
Also, ruhig bleiben, das Geschehen sachlich verfolgen, und es sehen wie es ist: Eine auffällige, meldepflichtige Krankheit. Mehr nicht.

Nachtrag am 13.07.2011: Und das EHEC-Freudenfeuer der Medien ist ganz erloschen. Erwähnt wird der Erreger überhaupt nicht mehr, obwohl er uns laut Experten "fortan immer begleiten wird".
Und DAS war nun die große Gefahr, die von diesem E.coli-Bakterium ausgegangen ist?
Dafür war das Medieninteresse wieder einmal viel zu hoch, und noch schlimmer, viel zu unsicher. Außerdem hat sich die BILD weit mehr zurückgehalten als üblich. Vielleicht liegt es daran, es fehlte der Hetz- und Panikschür-Vorreiter.
Was lernen wir daraus? Bitte in Zukunft mehr Sachlichkeit und weniger Sensation, liebe BILD-Redaktion, und wir würden sogar eine echte Pandemie meistern.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Pwned 'bout Fukushima

Gestern wurde ich gepwned. Und das vollkommen zu Recht, wenn ich im Nachhinein nachdenke. Wegen der Reaktorkatastrophe in Fukushima Daiichi. Vom Freund meiner Schwester.
Was war passiert? Nun, das was immer passiert, wenn wir zusammensitzen: Wir unterhalten uns, hüpfen durch die Themen, und da wir beide ein breites Wissen haben, kommt immer was Konstruktives bei raus. Dann kam das Thema auf Fukushima, und ich, mit dem Gedanken daran, was passiert wäre, wenn bei einem, oder womöglich allen sechs Kernkraftwerken die sogenannten Cores supererhitzt auf z.B. Grundwasser getroffen wären, was eine wirklich erstklassige Explosion mit anschließender Verseuchung Nord-Honshus zur Folge gehabt hätte, sagte: Das hätte noch viel schlimmer kommen können.
Nun, der Freund meiner Schwester war nicht dieser Meinung. Er sagte, es wäre so schon schlimm genug, und es würde die Menschen, die unter Tsunami, Erdbeben und nun Atomkatastrophe leiden müssten, verhöhnen. Mit einem "Es hätte schlimmer kommen können" ist ihnen weder geholfen, noch werden sie in irgendeiner Form getröstet. Von den Toten, den Obdachlosen, den Evakuierten und den Angehörigen der Opfer, die ganze Liste runter. Keinem ist damit geholfen, diese Riesenkatastrophe auch nur ansatzweise, auch nur in Gedanken zu beschönigen. Pwned. Vollkommen zu Recht.

Es passt sich eigentlich. Ich wollte die Tage ohnehin etwas zu Fukushima Daiichi schreiben, alleine schon um zu zeigen, das ich das Thema weiterhin im Fokus habe (wobei, wie ich zugeben muss, die Folgen von Erdbeben und Tsunami etwas aus meinem Blickwinkel verdrängt werden, was nicht zuletzt an unserer einseitigen Berichterstattung in den Medien liegt - ich würde wirklich gerne mehr über den Wiederaufbau und die Versorgung der Bevölkerung erfahren, über die Arbeit der Hilfskräfte im Erdbebengebiet, und ich würde liebend gerne etwas darüber lesen oder sehen, dass Menschen in der Krisenregion tatsächlich wieder zur Normalität übergehen. Nun, hoffen darf man doch.).
Wenn ich jetzt darüber schreibe, dann mit dem schlechten Gedanken im Hinterkopf, dass ich tatsächlich dachte, es hätte schlimmer kommen können. Das alleine wäre wohl der Fall gewesen, wenn das Erdbebenepizentrum nicht im Pazifik, sondern beispielsweise direkt unter Tokio gelegen hätte. Oder wenn die Evakuierungszone näher an der Hauptstadt liegen würde. Dennoch, auch so ist es schlimm genug. Und ich habe nicht einmal ansatzweise Daten dazu - kann aber runterbeten, in welchen Reaktoren es zu Wasserstoffverpuffungen kam. Das ist zwiespältig.
Zehntausende Menschen an der Küste sind im Zuge eine Tsunami gestorben, die durch ein Erdbeben der Stufe 9 ausgelöst wurde, einem der stärksten Beben unserer Tage. Hunderttausende waren im Inland betroffen - selbst in der Mega-Region Tokio zeigte das Erdbeben Auswirkungen. Und ich habe absolut keine Ahnung, wie viele Menschen leiden und sterben mussten, weil sie erst späte oder gar keine Hilfe erhielten... In einem Land, das auf Tsunamis eingestellt ist. In einem Land, das auf Erdbeben eingestellt ist. Damit will ich den Helfern und den japanischen Streitkräften keine Unfähigkeit vorwerfen, sondern die GRÖßE der Aufgabe beschreiben, derer sie sich stellen mussten. Warum liest man davon so wenig? Und warum ist der berühmte deutsche THW bereits nach vier Tagen wieder außer Landes geflogen, angeblich weil "die radioaktive Wolke" auf sie zugekommen war, während andere Länder wie China (China, hm, mit dem Japan eigentlich gerade nicht so gut kann) und Südkorea im Lande blieben und halfen?

Alles in allem hätte es natürlich schlimmer kommen können. Ironischerweise geht es immer noch schlimmer. Aber ich gebe dem Freund meiner Schwester nach langem Nachdenken vollkommen Recht. Es war schlimm genug, es war erschütternd. Und es ist nicht vorbei. Weder in der überbevorzugten Berichterstattung über Fukushima Daiichi, die auch ich betreibe, noch in jenen Gebieten, die von Erdbeben und Tsunami verwüstet wurden. Wohlgemerkt, das Land ist auf Erdbeben eingestellt, und entsprechende Hafenanlagen und Strandwälle sollen gegen die Tsunamis helfen (was sie bei schwächeren wohl auch tun). Dennoch wurde es hart getroffen, und es verdient wie jedes andere Land auf diesem Erdball, das eine solche nationale Katastrophe wohl zwei Dinge:
Erstens, unsere Loyalität, Unterstützung und unsere Hilfe, wie wir sie auch allen anderen Ländern zuteil haben werden lassen.
Zweitens, dass die Berichterstattung über Japan aus diesen Tagen, wenn schon auf diese gigantische Katastrophe reduziert, dann doch wenigstens nicht auf die Atomkatastrophe reduziert ist/bleibt/sein wird. Die großen Nachrichtenagenturen und Sender sollten der Bekämpfung der Folgen von Tsunami und Erdbeben genauso viel Nachrichtenzeit einräumen wie der Berichterstattung über die sechs Reaktoren von Fukushima Daiichi.
Meine Meinung. Und, liebe Japaner, entschuldigt, wenn es irgendwann, irgendwo in meinem Blog so geklungen haben sollte, als wäre die Katastrophe nicht schon schlimm genug. Das wäre eine Dummheit, die mir tatsächlich auf der Seele liegen würde.

P.S.: Wer für Japan etwas tun will, kann dies mittlerweile auf die verschiedensten Wege tun. Für WoW-Zocker wie mich bietet Blizzard ein besonderes Cenarius-Jungtier als Pet an. Der Verkaufspreis von zehn Euro soll laut Blizzard Europe komplett an die Japanhilfe gehen.
Selbstverständlich habe ich dieses Pet - das erste Mal, dass ich für so etwas Geld ausgegeben habe.