Mittwoch, 21. September 2011

Foodwatch wieder...

Es ist kaum zu glauben. Eine Zeitlang dachte ich wirklich, Foodwatch würde sich tatsächlich zu einer sinnvollen Verbraucherschutz-Organisation mausern, die nicht nur Fördermitglieder an sich binden und Zeitungsschlagzeilen produzieren will, sondern nützlich sein möchte... Da beweist sie mir heute das Gegenteil.
Neulich noch fand ich Foodwatch GUT. Dazu genügte ein Blick auf den Pfanner-Tee mit Litschi. Ursprünglich gehörten Litschi nicht mal auf die Zutatenliste, da die Firma behauptet hat, es müssen keine drin sein, nur weil der Saft so heiße... Mittlerweile ist die Litschi auf der Zutatenliste, ergo auch mit drin. Ein grandioser Erfolg, und eine richtig gute Sache, die Foodwatch da betrieben hat. Ich gebe zu, ich hatte HOFFNUNG.

Doch nun das. Foodwatch und die Ärzteorganisation IPPNW, oder auf Deutsch, Vereinigung der Ärzte zur Verhinderung eines Atomkriegs haben in einer Studie klargestellt, dass die Grenzwerte für Radioaktivität in Deutschland viel zu hoch sind.
...sacken lassen.
Der von mir verlinkte Artikel der Website der Frankfurter Rundschau ist nicht ganz vollständig. Sicherlich in der gedruckten Ausgabe, aber auch in meiner hiesigen Zeitung, der Leine Deister Zeitung, ist der Artikel ausführlicher und nennt sogar die Grenzwerte, um die es geht.
Demnach ist diesem Doppelpack der erlaubte Grenzwert von 370 Becquerel Cäsium pro Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte zu hoch, und soll auf acht gesenkt werden.
In allen anderen Nahrungsmitteln soll der Grenzwert von 600 Becquerel auf 16 gesenkt werden. Cäsium, natürlich.
...sacken lassen.
Bevor ich jetzt mit meinem laienhaften Wissen und einiger Unterstützung von Wiki und den starken Seiten mein Donnerwetter herniederfahren lasse, habe ich für Euch, meine Leser, zwei Fragen:
1) Warum wird immer Cäsium erwähnt? Wir wissen alle, dass Cäsium hochgiftig ist, auch in kleinsten Konzentrationen. Aber ist Cäsium das einzige, was strahlt? Und warum wird der Strahlenwert Becquerel angegeben, aber nicht die Menge an Gramm, Milligramm oder Mikrogramm, die Cäsium gemessen an einem Kilogramm Nahrung haben darf? Warum dieser Umweg über die Strahlenbelastung? Okay, das waren jetzt vier Fragen, zugegeben.

2) Wenn die IPPNW und Foodwatch die Senkung des Grenzwerts für Babynahrung von 370 auf acht Becquerel pro Kilogramm fordern, kommt das nur mir wie billiger Populismus vor? Das war Frage fünf, zugegeben.
...sacken lassen.

Der Kinderarzt Winfried Eisenberg wird ganz zu Recht damit zitiert, dass "selbst kleinste Strahlendosen [...] die Erbinformationen verändern, das Immunsystem schädigen und Krebs auslösen" können, und das dies besonders für Kinder und Jugendliche gilt. Aber was hat das mit den aktuellen Grenzwerten zu tun?

Menschen, die sich für das Thema interessieren, sprich sich ein klein wenig mit Radioaktivität auskennen, können auf Anhieb mehrere Fakten zitieren, die diese Forderung in einem merkwürdigen Licht erscheinen lässt, schon einmal ganz davon abgesehen, dass Foodwatch und IPPNW das arme Cäsium totreiten.
Da hätten wir:
Radioaktiver, sprich ionisierter Strahlung, also der Strahlung die entsteht, wenn Atomkerne, vornehmlich Isotopen, zerfallen, sind wir permanent ausgesetzt.
Die wichtigsten Quellen für radioaktive Strahlung sind: Der Boden in Form von Emissionen unter anderem des radioaktiven Edelgases Radon; der Himmel in Form von kosmischer Strahlung, die natürlich im Weltall vorkommt; und, man höre und staune, der menschliche Körper! Jaha, Herrschaften, wir strahlen selbst, und das nicht zu knapp. Die Aufteilung auf die einzelnen Werte hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Je höher man wohnt, desto höher ist die Belastung durch Weltraumstrahlung. Je nachdem in welcher Region man lebt, ist die Belastung durch Radon-Emissionen höher oder niedriger. Je nachdem was man zu sich nimmt, hat man mehr oder weniger Isotopen im Körper, die radioaktive Strahlung aussenden.
...sacken lassen.

Laut Wikipedia emissiert ein Mensch durch die in seinem Körper eingelagerten Isotope - weniger Cäsium, sondern eher durch Elemente wie das natürlich strahlende Kalium - 9000 Becquerel selbst. Bei einem Anteil von dreißig Prozent der natürlichen Strahlenbelastung durch den eigenen Körper, vierzig von kosmischer Strahlung und dreißig von Erdstrahlung (was ja je nach Ort variiert) schauen wir hier auf die natürliche Belastung des Menschen. Das, was der Mensch sowieso abkriegt, ob er will oder nicht. Genau, von diesem Zeug, das einem in Überdosis Krebs verursacht, die Haare ausfallen lässt und die Zähne kostet. In Überdosis, wohlgemerkt.
Das gilt für uns, das gilt für Kinder.
...sacken lassen.

Mein Fazit: Augenwischerei. Alles nur Augenwischerei. Die Forderung nach einer derart radikalen Senkung der Grenzwerte ist reiner Populismus. Klingt gut, aber was soll das bringen? Klar sind Grenzwerte für Cäsium eine sehr gute Idee, das Zeug IST ja hochgiftig. Aber es zeigt doch mal wieder den reinen Show-Effekt, wenn immer wieder Cäsium! Cäsium! geschrien wird, und andere radioaktive Quellen wie Radon, Kalium und Radium keine Erwähnung finden. ODer Uran. Warum nennt hier niemand Uran?
Wieder einmal wird hier schlicht auf die Angst der Menschen spekuliert. Jener Menschen, die nicht einmal so wenig wie ich über Radioaktivität wissen. Und diese sollen dann was? Foodwatch-Unterstützer werden? Sicher, es macht immer Sinn, über Belastungsgrenzen für Umweltgifte zu diskutieren, es macht immer Sinn zu schauen, ob die derzeitigen Grenzen nicht zu hoch angelegt sind, ob diese nicht ein Hintertürchen dafür sind, dass Menschen Schaden entsteht. Und gerade beim hochgiftigen Cäsium sollte man sehr umsichtig sein, vom Iod-Isotop 131, das sich in der Schilddrüse ablagert und dort schwere Schäden anrichten kann, ganz zu schweigen.
Aber ehrlich gesagt möchte ich diese Diskussion nicht mit jemandem führen, der die Grenzwerte für Kindernahrung fünfzigfach zu hoch hält, und die Werte für Erwachsene fast zwanzigfach zu hoch... Da denkt man doch spontan: Hey, Greenpeace, ist euch das noch nicht aufgefallen, Ihr Flaschen?

Nein, Herrschaften, es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass wir permanent Radioaktivität ausgesetzt sind. Sie kommt von oben, sie kommt von unten, und sie kommt aus uns selbst. Diese Radioaktivität alleine ist weit höher als die Grenzwerte für Kindernahrung in Deutschland. Und wir reden hier von der Normalbelastung für den menschlichen Körper, nicht von Extremfällen. Dazu muss man auch einrechnen, dass auch die durch Nahrung aufgenommenen Isotope zu dieser natürlichen Belastung gehören.
Die Grenzwerte sollen uns vor übermäßiger Belastung schützen, vor gefährlicher, ja, tödlicher Belastung. Aus diesem Grund sind sie bei uns sehr tief angesetzt, und in Japan doppelt so tief. Jetzt zu kommen und eine Senkung um das Fünfzigfache zu fordern ist schlichtweg Quatsch. Genauso wie der Cäsium-Chauvinismus im ganzen Artikel Quatsch ist. Ich habe es schon geschrieben: Cäsium ist nicht das einzige Element, das strahlt. Aber das Wort zieht wohl einfach besser. Noch eindringlicher kann man sich selbst nicht als Populisten entlarven.

Vielleicht ist eine Diskussion über die deutschen Grenzwerte und über gemeinsame europäische Grenzwerte keine schlechte Sache. Aber Foodwatch oder die IPPNW würde ich dabei nicht so gerne anhören. Beide Organisationen kennen laut Zeitung nur das radioaktive Isotop Cäsium und sehen nur dies als gefährlich an; die anderen radioaktiven Elemente verschweigen sie oder kennen sie nicht, und laut Zeitung wollen sie auch nur eine Senkung für den Anteil von Cäsium im Essen, es geht ihnen nicht um eine Senkung von Strahlungsbelastung im Allgemeinen. Dabei ist es Gamma-Strahlung egal, ob sie aus der Kernfusion von Wasserstoff zu Helium entstammt, von Cäsium emissiert wird, oder ob Radon sie abgibt.
Mit Schock-Begriffen Schock-Grenzwerte durchzusetzen ist und bleibt Populismus. Und bei einer körpereigenen Strahlenbelastung von lt. Wiki 9000 Becquerel eine Senkung des Grenzwerts von sechshundert auf sechzehn zu fordern - wohlgemerkt geht es hier um eine Obergrenze, die bereits niedrig angesetzt ist - ist vor allem sehr dreist.
Mit der Angst der Menschen zu spielen hingegen ist frech.

Noch ein kleines Schlusswort von mir: Natürlich ist Radioaktivität gefährlich, natürlich kann sie tödlich sein. Ich wäre nicht gegen Atomenergie, wenn das nicht der Fall wäre. Aber es gibt eine sinnvolle, sachliche Diskussion, und es gibt eine unsachliche, populistische und übertreibende Diskussion, die der Sache nicht hilft, aber dem, der sie ausspricht, mehr Aufmerksamkeit verschafft. Ich nenne das: Schreien um des Schreiens willen. Foodwatch hat das in meinen Augen schon oft genug gemacht. Und hat in puncto Sachlichkeit nicht dazu gelernt.
Die Radioaktivität, über die wir hier allerdings reden, ist moderat. Natürlich können Kinder, Kleinkinder und Babys bereits bei diesen niedrigen Grenzwerten durch über die Nahrung aufgenommene Isotope Krebs bekommen... Aber das können sie auch bei einem Grenzwert von acht Becquerel. Und wie ich weiter oben schon schrieb, der Radioaktivität entkommen können wir ohnehin nicht.
Für uns Menschen gilt, dass wir uns von zu hoher, zu langer, zu intensiver Strahlung schützen müssen.
Tatsächlich erleiden unsere Körper genau in diesem Moment, wir Erwachsene ebenso wie Kinder und Babys, abertausende Zellschädigungen in unseren Körpern durch die radioaktive Strahlung in unseren Körpern und in unserer DNS. Tatsächlich entarten gerade jetzt bei einigen von uns durch diese Schäden Zellen und werden zu Krebsgeschwüren.
Tatsächlich werden einige von uns erst in wenigen Minuten Krebs ausbilden...
Und tatsächlich ist unser Körper darauf eingestellt. Denn auch tatsächlich frisst der Körper jeden Tag entartete Zellen, vernichtet Krebs, repariert die DNS-Codes. Dennoch erkranken und sterben Menschen an Krebs. Aber das liegt nun einmal nicht primär an der Nahrung, und ein Pilot oder ein Flugbegleiter, oder eben eine Röntgenschwester im Krankenhaus haben eine höhere Strahlenbelastung und damit ein höheres Risiko, um an Krebs zu erkranken... Was aber nicht automatisch Krebs bedeutet. Das Gleiche gilt für die Nahrung.
Entkommen können wir der Radioaktivität nicht. Sie gehört zu unserem Leben einfach dazu. Ebenso wie der Krebs, der uns begleiten wird, solange wir Menschen aus organischer Materie bestehen werden. Allein, helfen kann uns die Forderung von Foodwatch und der IPPNW in keiner Form. Sie ist nur gut zur Profilierung beider Organisationen. Und das ist diesem ernsten Thema nicht angemessen.


Themawechsel. In meiner Tageszeitung steht auch, dass in Rom sieben Seismologen vor Gericht gestellt werden sollen, mit der Anklage auf Totschlag, weil sie vor dem Erdbeben am 6. April 2009 in L'Aquila nicht ausreichend gewarnt haben...
Noch so eine Sache, die man nahtlos in die Foodwatch-Diskussion mit einbeziehen kann. Wenn ich so etwas lese, denke ich automatisch an Kreationisten.
Die zitierten Wissenschaftler wurden nach einer Analyse gefragt, ob es in der Region L'Aquila nach mehreren kleineren Erdbeben zu einem großen kommen könnte.
Die Wissenschaftler waren sich einig, dass die bsiherigen Beben keine typischen Vorläuferbeben für ein "Big One" waren, aber sie konnten es auch nicht ausschließen.
Anschließend gab es das Beben, und es verwüstete die Stadt, es gab 308 Tote. Es hatte eine Stärke von 5,8 auf der Richterskala.
...sacken lassen.
Als ich in San Francisco war, im Jahr 2000, habe ich in meiner ersten Nacht im Hilton&Towers im, hm, dreißigsten oder vierzigsten Stock geschlafen. Ich war so totmüde wegen meinem Jetlag, ich verschlief sogar das Erdbeben, das die Stadt kurz erschütterte... Es hatte, wenn ich mich recht erinnere, eine Stärke von fünf Komma vier. Und man mag es kaum glauben, am nächsten Morgen stand nicht nur mein Hotel noch, sondern auch die restliche Stadt.
...sacken lassen.

Fazit: Man kann Erdbeben nicht zu einhundert Prozent vorhersagen. Die Japaner haben eine Methode entwickelt, die anhand gemessener Schockwellen eine Vorwarnzeit von zehn bis dreißig Sekunden bietet; genug Zeit, um Menschen per Handy zu warnen, damit sie Schutz suchen können, oder ins Freie kommen, genug Zeit, um Kraftwerke abzuschalten (was, wie wir wissen, auch nicht immer klappt).
Dass die Forscher L'Aquila nicht vorhersagen konnten, ja, ein großes sogar ausschlossen (aber nicht ganz) liegt einfach in der Natur dieser Wissenschaftsdisziplin.
Vergleichen wir jedoch mal das San Francisco-Beben, das ich verschlafen habe, und nehmen das L'Aquila-Erdbeben hinzu, was sehen wir da? Links eine unversehrte, erdbebensichere Stadt, die gelernt hat, mit dieser Naturkatastrophe umzugehen und kleinere Beben unbeschadet zu überstehen; rechts hingegen eine komplett verwüstete Stadt mit vielen Toten und Verletzten.
Das bringt mich zur Erkenntnis, dass es weder um die Erdbebenforscher geht, noch um die Erdbebenvorhersage an sich. Es geht darum, dass jemand für L'Aquila büßen soll, für die Pfuscharbeiten beim Bau der Häuser, für die langsamen bis nicht vorhandenen Hilfen, die der Staatschef eigentlich zugesagt hatte, für den Wiederaufbau der einsturzgefährdeten Innenstadt, für das zerstörte Leben der Opfer. Und wie es scheint, versucht man nun den Volkszorn von der korrupten Baubranche, vom Versagen der Politik und vom Pfade der Vernunft in Richtung der Wissenschaft zu drängen. Besser sie als... Wer?
Derjenige, der eine Antwort auf diese schlichte Frage hat, findet die wahren Verantwortlichen der Katastrophe von L'Aquila.
Oder um es mal anders auszudrücken: 5,8? Moderne Länder mit Erfahrung im Erdbebenschutz lachen doch über so ein Beben.
Italien ist ein Erdbebenland, aber augenscheinlich wurde die ganze Stadt L'Aquila NICHT erdbebensicher erbaut. Und das, obwohl vor allem in der Innenstadt viele moderne Gebäude stehen/standen, wenn ich die Fernsehbilder der geräumten Zone recht im Kopf habe. Wir reden hier über Korruption, Pfusch am Bau, Materialunterschlagung, und über weitere hässliche Dinge, die zur Vernichtung der Stadt beigetragen haben. Die Wissenschaftler haben damit am wenigsten zu tun.
Man kann nur hoffen, dass dieser populistische Täuschungsversuch grandios scheitert und die wirklich Schuldigen auf die Anklagebank gesetzt werden.
Jemanden zu bestrafen, nur weil man einen braucht, das ist absolut sinnlos. Es muss dann auch den Richtigen treffen.


Edit am 22.09.: Erstmals hat Foodwatch meinen kleinen Blog gefunden, und Herr Rücker nimmt ausführlich Stellung in den Kommentaren zu meinen Vorwürfen.
Um mal ein Zuckerli auszuteilen: Bei der Null Toleranz-Forderung von Iod131 in Nahrungsmitteln haben Foodwatch und IPPNW zu einhundert Prozent Recht.
Der Rest, na ja, lest die Kommentare.

Nachtrag: Nachdem ich einige Zeit darüber nachgedacht habe, komme ich zu dem Schluss, dass ein einheitlicher Höchstwert in der Exposition durch Ionenstrahlung sowohl für Nahrung als auch für Belastung z.B. benachbarte Kernkraftwerke Sinn macht. Wie hoch dieser Wert sein sollte, sei allerdings dahin gestellt. Denn wie gesagt, der eigene Körper produziert alleine schon 9000 Becquerel...

Kommentare:

Nathan hat gesagt…

Hi Ace
leider hab ich keine ahnung von Cäsium
bei erdbeben ist der unterschied von 1 stufe der faktor 10, danach war Aquila 2,5 mal stärker als dein Beben in Californien ausserdem hängt sowas auch an dauer des Bebens und wie der untergrund beschaffen ist...
aber du hast recht über eine 5,8 lachen Californien und Japan nur

jeder der sich über Bauvorschriften und deren kontrolle hier in deutschland aufregt der kann ja das gegen teil in Italien und in der türkei begutachten
ist doch vor jahren bei einem Beben in der Türkei einige Wohnblöcke einfach umgestürzt oder auch bei einem Hochwasser in Italien viele Illigal gebaute Häuser weggespült worden weil diese in den Hochwasserzonen der flüsse gebaut wurden

Ace hat gesagt…

Hi, Nathan. Hast natürlich Recht, 0,1 Punkte auf der Richterskala bedeutet eine Verdopplung der Kraft eines Erdbebens...
Aber das ein Land wie Italien nicht Erdbebengerecht bauen kann, das ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten. Immerhin haben sie in der Region schon Erdbeben gehabt, einen aktiven Gigantvulkan, einen momentan ruhenden, eine Vulkaninsel, die auch bald mal wieder spucken könnte...Tektonisch aktives Gebiet, dazu muss man nicht mal die Alpen sehen.
Wie ich schon schrieb, für mich ein klarer Fall von Korruption und Unterschlagung. Und die Anklage gegen die Forscher ist ein Ablenkungsmanöver von den wahren Schuldigen.

Oder ist es zuviel verlangt, in einem Erdbebengebiet Häuser Erdbebensicher zu bauen, damit die Menschen eben nicht auf die Straße fliehen müssen, um im Falle eines Erdbebens ihre Leben zu retten?

Ich denke, da sind wir einer Meinung, Nathan.

Martin Rücker, foodwatch hat gesagt…

Hallo Ace Kaiser,

wir freuen uns, dass Sie sich so ausführlich mit unserer Veröffentlichung befasst haben. Ich möchte Sie herzlich einladen, auch tatsächlich die gesamte Studie zu lesen (den Report können Sie unter http://foodwatch.de/kampagnen__themen/radioaktivitaet/report_grenzwerte/index_ger.html herunterladen). Dort finden Sie Ihre Fragen bereits beantwortet.

In Kürze: Selbstverständlich gibt es jenseits von Cäsium andere radioaktive Elemente. Es gibt solche (wie Radon), die man als "natürliche" Strahlenquellen bezeichnet - sie kommen in der Umwelt vor und können nicht vermieden werden. Dass es keinen Sinn macht, Grenzwerte etwa für kosmische Strahlung festzulegen, versteht sich von selbst. Sie erkennen ja an, was heute eigentlich auch nicht mehr umstritten ist: Dass jede noch so geringe Dosis an Strahlung ein gesundheitliches Risiko darstellt. Es geht also darum, die vermeidbare Strahlung tatsächlich zu vermeiden, so gut es eben möglich ist. Das setzt bei der menschengemachten Strahlung an. Die kam bis vor einigen Jahren etwa von atmosphärischen Atomwaffentests und kommt heute aus dem Betrieb von Kernkraftwerken, in erheblich größerem Ausmaß von den Atom-Unfällen, wie sie sich in Tschernobyl oder Fukushima ereignet haben. Radioaktiv belastete Nahrungsmittel stellen hier ein langfristiges Problem dar. Vielleicht wissen Sie, dass Pilze oder Wildfleisch in den von Tschernobyl betroffenen Regionen, auch etwa in Bayern, heute noch immer zum Teil sehr hoch belastet sind. Für die Menschen in Japan wird es über viele Jahre erhebliche Probleme bei der Nahrungsmittelproduktion geben.

Warum also Cäsium? Neben Cäsium spielen in der Belastung von Nahrungsmitteln durch den Fallout von Fukushima auch Jod-, Strontium- und Plutonium-Isotope eine Rolle. Für Jod-131 haben wir ebenfalls eine Forderung aufgestellt, nämlich Null-Toleranz - und zwar wegen der kurzen Halbwertszeit. Mit Jod-131 belastete Produkte lassen sich lagern oder einfrieren, und nach einigen Wochen sind die radioaktiven Jod-isotope zerfallen, das Produkt ist wieder als Nahrungsmittel geeignet. Deshalb sagen wir: Es gibt keine Notwendigkeit, diese Produkte vorher in den Handel zu bringen. Wenn man einen Grenzwert für Cäsium festlegt, hat man damit auch Grenzwerte für andere Nuklide (Strontium, Plutonium) festgelegt. Denn die Radionuklide treten in einem bestimmten Verhältnis auf. Wenn zum Beispiel auf 1 Teilchen Cäsium immer 1/2 Teilchen Strontium kommt, so hat man durch Festlegen eines Cäsiumwertes auch die Höchstgrenzen für Strontium definiert usw.

Die Angabe der Grenzwerte in Becquerel/Kilogramm Nahrungsmittel ist die gängige Praxis, auch die gegenwärtigen Grenzwerte in der EU sind in dieser Einheit angeben. Die Höhe unserer Grenzwertforderung ist übrigens nicht aus der Luft gegriffen, sondern aus geltendem Recht abgeleitet. Sie finden die Rechenschritte in der Studie, in Kürze aber auch an dieser Stelle: In Deutschland regelt die Strahlenschutzverordnung, wie sehr Menschen durch den Betrieb von Kraftwerken belastet werden dürfen. Pro Jahr darf ihnen aus jedem Expositionspfad (Ableitung von Radioaktivität aus dem Kraftwerk durch Luft oder Wasser) eine effektive Dosis von maximal 0,3 Millisievert zugemutet werden. Wir haben uns daher angeschaut, welche effektive Jahresdosis die geltenden Grenzwerte für Nahrungsmittel tolerieren - und umgekehrt für eine Nuklid- [wird fortgesetzt]

Martin Rücker, foodwatch hat gesagt…

[Fortsetzung] -Zusammensetzung wie in Fukushima berechnet, welche Grenzwerte für Cäsium-Isotope gelten müssen, damit diese 0,3 Millisievert nicht überschritten werden. Das Ergebnis ist unsere Forderung, 8 Bq/kg für Säuglingsnahrung und Milchprodukte, 16 Bq/kg für alle anderen Lebensmittel.

Da es keine Versorgungsengpässe durch Fukushima gibt, v.a. nicht in Europa, wo japanische Nahrungsmittel nur in extrem geringen Mengen im Handel auftauchen, sehen wir überhaupt keine Notwendigkeit, den Menschen durch großzügige Grenzwerte hochbelastete Produkte zuzumuten (gerade wenn man weiß, dass jede noch so geringe Dosis Strahlung gesundheitliche Risiken birgt). Es gibt schlicht und einfach genügend unbelastete Nahrungsmittel.

Damit es zu keinen Missverständnissen kommt: Wir haben keinerlei Hinweis darauf, dass hochbelastete Lebensmittel aus Japan aktuell in Europa im Handel aufgetaucht sind (das haben wir auch in unseren ausdrücklich Veröffentlichungen betont). Uns geht es darum, welchen Schutz die Grenzwerte bieten. Für die Menschen in Japan ist er zu gering, für die Menschen in Europa spielen die Grenzwerte dann eine entscheidende Rolle, wenn hier radioaktiv kontaminierte Produkte auftauchen oder es zu einem Atomunfall in Europa kommt, was wir alle nicht hoffen wollen. Die Tatsache, dass die geltenden Grenzwerte in Europa derzeit in der Realität nicht ausgeschöpft werden, ist übrigens kein Argument dafür, dass man sie so großzügig belassen kann. Im Gegenteil ist das das beste Argument, sie zu senken.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit nähmen, unsere Studie noch ein wenig ausführlicher anzuschauen und an dem ein oder anderen Punkt zu einer anderen Kommentierung kämen als in Ihrem Post.

Mit besten Grüßen,

Martin Rücker, foodwatch e.v.

Ace hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Rücker,
vorab eines. Mein bisheriger Eindruck von Foodwatch, von einigen löblichen Ausnahmen abgesehen wie zum Beispiel der Pfanner- Litschi-Eistee-Diskussion, die mir tatsächlich Hoffnung auf eine effektive Verbraucherschutzorganisation gemacht haben, ist folgender: Hauptsache laut.
Verstehen Sie also, wenn ich mit Foodwatch hart ins Gericht gehe, wenn ich erneut diesen Eindruck habe.

Ich weiß, Sie haben die Zeitungsartikel und den Artikel online, auf den ich verlinkt habe, nicht geschrieben, aber der Cäsium-Chauvinismus, der im Artikel deutlich wird, schadet Ihren Forderungen mehr als er ihnen nützt. Mit anderen Worten: Mir kam und kommt es so vor, als solle mit dem Schlagwort Cäsium über die Angst der Menschen Öffentlichkeit erreicht werden. Und mit Menschen, die mit Angst arbeiten, habe ich ein Problem.

Ich finde es löblich, wenn Sie mir erklären, dass eine Obergrenze für Cäsium auch eine Obergrenze für andere radioaktive Stoffe in der Nahrung bedeutet. Leider haben Sie es versäumt, dies so auch der Presse mitzuteilen. Das wäre nachvollziehbar, wichtig gewesen.

Ich muss Ihre Organisation für den Vorstoß ein klein wenig loben, halte den von Ihnen geforderten Wert aber weiterhin für utopisch. Und dies aus mehreren simplen Gründen:
Ihre Berechnungsgrundlage für die Strahlenobergrenze sind, wie Sie selbst gesagt haben, Herr Rücker, die Obergrenze der erlaubten zusätzlichen Strahlenbelastung durch Exposition in der Umgebung von Kernkraftwerken beträgt 0,3 Millisievert. Laut Wikipedia, ich weiß, es gibt bessere Quellen, beträgt der Strahlenwert, den ein Mensch durch natürliche Strahlung aufnimmt, im Durchschnitt ein Sievert.
Foodwatch und IPPNW setzen also ein Dreitausendstel pro Kilogramm Nahrung an zusätzlicher radioaktiver Belastung an. Natürlich ist es löblich, die vermeidbare radioaktive Strahlung auch tatsächlich zu vermeiden, aber macht Foodwatch an dieser Stelle nicht aus einer Mücke einen Elefanten?
Natürlich können schon kleinste Mengen Radioaktivität Krebs auslösen; aber mir stellt sich die Frage, ob sich die Diskussion um quasi ein Zehntausendstel oder dreißig Zehntausendstel drehen muss.
Das meinte ich mit Populismus.

Ace hat gesagt…

Aber, Herr Rücker, und das können Sie als Erfolg für Foodwatch verbuchen, räume ich eine Unterlassung meinerseits ein.
Hätte ich mich mit der Studie und nicht mit den Zeitungsartikeln beschäftigt, hätte ich Ihre sinnvolle und einhundert Prozent korrekte Forderung gesehen, die mit Iod131 belasteten Nahrungsmittel bis zum Abklingen der Halbwertszeit zwischenzulagern.
Das ist logisch, nachvollziehbar, machbar und erschreckend richtig und konsequent.
Und ich bin der Letzte, der sich sinnvollen Argumenten verschließt.
Ich entschuldige mich dafür, dass ich hier selbst auf den Populismus-Zug aufgesprungen bin.
Das macht mir ein wenig Hoffnung, dass das "laut" in der Berichterstattung über und von Foodwatch eines Tages nicht mehr "laut um jeden Preis", sondern "laut und richtig und sinnvoll" sein wird.
Ich sehe da gewisse Ansätze, Herr Rücker, die mir Hoffnung machen.

Martin Rücker, foodwatch hat gesagt…

Hallo Ace Kaiser,

das freut mich, dass doch zumindest die Hoffnung wieder gewachsen ist. Wie so oft kommt es auf die Details an (übrigens auch bei dem Pfanner-Tee, bei dem es um Physalis und nicht um Litschi ging, aber das nur am Rande). Bei der natürlöichen Strahlung liegt die Belastung eines Menschen in Deutschland übrigens höher, nämlich bei 2,1 Millisievert, hinzu kommen im Mittel noch einmal etwa 1,8 Millisievert durch medizinische Diagnostig (etwaige Strahlentherapien nicht mit eingerechnet). In dieser Größenordnung gibt das Bundesamt für Strahlenschutz die Dosiswerte konstant über die vergangenen Jahre an. Aus unserer Sicht ist der Vergleich mit belasteten Nahrungsmitteln nicht zulässig. Denn natürliche Strahlung heißt natürliche Strahlung, weil sie in der Natur vorkommt und nicht vermeidbar ist. Die Belastung von Lebensmitteln, zu der wir uns geäußerthaben, betrifft 1. menschengemachte Strahlung (AKW-Unfälle, Atomwasffentests) und 2. Produkte aus bestimmten Regionen - hier muss also schon die Frage erlaubt sein, ob wir aus den stark belasteten Regionen überhaupt Lebensmittel benötigen.

Die Dosiswerte, die wir genannt haben, sind keine Erfindung, deshalb hinkt Ihr Vergleich mit der Dosis aus natürlichen Strahlenquellen. Es ist die Dosis, die die EU-Grenzwerte zulässt. Nochmal: Diese Werte werden zurzeit bei weitem nicht ausgeschöpft, aber es sind die Belastungen, die die EU durch ihre Grenzwerte für tolerabel erklärt. Und wir sagen: Gerade weil diese Werte nicht ausgenützt werden und weil wir aus Lebensmittel aus den Regionen um Tschernobyl und Fukushima nicht angewiesen sind, gibt es keinen Grund, eine solche Strahlenbelastung aus Nahrungsmitteln zu akzeptieren. Grenzwerte in dieser Höhe, u.U. sogar noch höhere (=lockerere), würden ja auch gelten, wenn es zu einem Atomunglück in Europa käme. Diese Grenzwertfestsetzung würde dann dazu führen, dass viele hochbelastete Produkte in den Handel kämen und nicht zu allererst versucht wird, die Versorgung der Bevölkerung mit unbelasteten Produkten aus anderen Regionen zu organisieren. Dies halten wir für falsch.

Ich hoffe, dass Sie unsere Überlegungen nachvollziehen können (die wir übrigens auch gegenüber der Presse so dargestellt haben - wir haben dazu eigens eine ausführliche Pressekonferenz veranstaltet und alle Dokumente, auch den ausführlichen Report, vorgestellt).

Viele Grüße,

Martin Rücker, foodwatch

Stinkstiefel hat gesagt…

Kann man dich für diesen Post eigentlich beglückwünschen oder möchtest Du ihn vergessen. XD
Man kann ja sehen, dass dein Blog die Leute erreicht.
Zu diesem Thema kann ich persönlich nicht sagen. Das einzige was ich mit Gewissheit weiß ist das ich wäre ich in Fukushima dabei gewesen eine höhere Strahlendosis in kauf genommen hätte. Man hätte es mir nicht mal befehlen müssen.

Gruß Stinkstiefel

Ace hat gesagt…

Lieber Herr Rücker,
ich bin dankbar und sogar ein wenig erstaunt, dass Sie so sehr auf meine Argumente eingehen und auf Erklärung bedacht sind. Das freut mich, das freut mich wirklich.

Physalis, natürlich. Da ist mir ein gedanklicher Dreher passiert. Ich hatte neulich Litschis da, ich vermute mal, es kommt daher.

Ich gebe zu, Ihre letzte Erklärung hat doch einiges bewirkt; ich sehe einiges an dieser Aktion nun anders.
Natürlich gebe ich Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass wir weder auf einen Import von strahlenden Lebensmitteln aus Japan angewiesen sind, noch dass wir hinnehmen sollten, permanent Lebensmittel konsumieren zu müssen, die bis zur erlaubten Obergrenze belastet sind.

Natürlich macht es auch Sinn, in diesem Zusammenhang über einen GAU in Deutschland und die damit einher gehende stärkere radioaktive Belastung der Nahrung einzugehen, vor allem wenn die Politik die Grenzwerte dann hochschraubt, damit kontaminierte Waren legal verkauft werden können.
Einzig, ich glaube nicht, dass eine Begrenzung auf acht, bzw. sechzehn Becquerel verhindern wird, dass diese Hochstufung dann auch kommen wird. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Herr Rücker, ich bedanke mich für Ihre Zeit und für Ihre Erklärungen. Sie sehen mich nun deutlich zufriedener, und ich kann einiges besser nachvollziehen.
Ich schrieb weiter oben, ich sehe Hoffnung für Foodwatch. Das ist nunmehr verstärkt der Fall.

Ace hat gesagt…

Aber, so ganz ohne kann ich Sie nicht vom Haken lassen. Deshalb möchte ich gerne noch mal ein paar Dinge erwähnen, die mir noch immer sauer aufstoßen.

1) Natürlich war ich bei der Pressekonferenz nicht dabei und ich weiß, dass Foodwatch nur begrenzt steuern kann, was die Medien anschließend berichten, aber diese Fixierung auf Cäsium (auch laut Ihrer Homepage), also auf ein hochgiftiges Produkt, von der Radioaktivität seiner Isotope abgesehen sollte meiner Meinung nach Aufmerksamkeit schüren, vielleicht sogar Angst. Foodwatch hat durch die Erwähnung dieses Begriffs vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekommen als mit der schlichten Erwähnung von Ionenstrahlung, aber auch bei mir persönlich Seriösitätskredit verspielt.

2) Wie ich bereits im Blog schrieb, halte ich eine Diskussion über Obergrenzen für Umweltgifte generell für eine gute Idee. Aber wieso diese drastische, nicht zu verwirklichende Forderung? Es klingt bei mir so, als würde um des Effektes willen geworben werden. Zwar schreibt Foodwatch auf der Homepage, alleine bei fünf Prozent bis ans erlaubte Maximum mit Radioaktivität kontaminierten Lebensmitteln in Deutschland (und deren Verzehr) wäre mit 7700 Toten z.B. durch Krebsleiden zu rechnen. Aber das ist natürlich ein hypothetischer Wert und soll auch schocken, beeindrucken, meinetwegen aufrütteln. Ich halte diesen Wert für viel zu hoch und nicht ermittelbar. Wir haben viel zu viele Krebstote durch andere Zellgifte wie z.B. Nikotin, Ethanol.
Tut sich Foodwatch wirklich einen Gefallen damit, wenn es mit den höchstmöglichen Werten arbeitet, jenen des maximal schlimmsten Falls? Ihre Unterhaltung mit mir in meinem Blog gibt Foodwatch bei mir Seriosität in großem Maße. Die "Maximalzahl" der möglichen Toten durch indirekte Verstrahlung der Nahrung tut das bei mir nicht.
Ich verstehe, dass Sie Aufmerksamkeit wollen, aber doch nicht zu jedem Preis, und bitte nicht über den Umweg, den Leuten Angst einzujagen.

3) Augenscheinlich stecken Sie in der Materie weit tiefer drin als ich, Herr Rücker, deshalb mal Butter bei die Fische bei einer Frage, die mir schon im Kopf herum spukt, seit ich über dieses Thema gebloggt habe: Halten Sie es überhaupt für möglich, dass es Lebensmittel da draußen in der Welt gibt, die auf natürliche Weise eine Strahlenbelastung von nur acht, bzw. sechzehn Becquerel aufweisen? Natürliche Isotope kommen nun einmal überall vor, und 9000 Becquerel Emissionen alleine des menschlichen Körpers sprechen eine deutliche Sprache dessen, was wir bereits in normalen Zeiten ohne Fukushima oder Tschernobyl an Isotopen aufnehmen. Kann ein fünfzigfach, ein zwanzigfach niedrigerer Wert angesichts natürlicher Isotope überhaupt durchgesetzt werden?

Vielen Dank für Ihre Zeit.

Ace hat gesagt…

Stinkstiefel:
Alle Achtung, das ist eine große Aussage von Dir.
Gilt für mich natürlich genauso. ^^

Du kannst mich beglückwünschen. Immerhin führe ich mit Herrn Rücker hier eine sachliche, ernsthafte Diskussion. Und so etwas ist doch nie verkehrt.

Stinkstiefel hat gesagt…

Ja, sieht man hier selten. :P

Ace hat gesagt…

Na, na, na, wir beide führen doch alle Nase lang sachliche Diskussionen, oder? ^^

Stinkstiefel hat gesagt…

Klar. Wie haben aber meistens die gleiche Meinung und die eignet sich nicht für eine vernüftige Diskussion.
Eine Diskussion lebt doch von teils unterschiedlichen Standpunkten. Dass Thema hatten wir glaube ich schon mal. ^^

Ace hat gesagt…

Man kann einander auch mit gleichen Meinungen ergänzende Informationen liefern...

Stinkstiefel hat gesagt…

Mein letztes Wort dazu.
Nörgeln - Des Deutschen liebste Lust

PS. Ist auch ein Buchtitel

Subtra aka DJ Dimension hat gesagt…

Ich kenne Foodwatch eigentlich nicht und deshalb hat mich der Teil des Blogs auch kalt gelassen.

Die Radioaktivität in den Österreichischen Pilzen, im Lande Wind und Oberösterreich und im Burgenland sind ebenfalls noch hoch aber mann kann sie essen. Ihr wisst schon diese Tchernobyl Geschichte ^^.

Aber zu was ich tatsächlich den Kommentar schreibe ist diese Wissenschaftler Geschichte.

Die können nichts für die Toten und für die Idioten die alles für Bare Münze geben. Die machen nur ihren Job. So kleine Mini Erdbeben ergeben kein Superbeben, die Dinger unterliegen Mutter Natur, damit Murphys Gesetzt und wenn man sagt nein dann heißt es eigentlich JA. Ist doch logisch oder?

Martin Rücker, foodwatch hat gesagt…

Lieber Ace Kaiser,

die Zeit nehme ich mir gerne, denn foodwatch ist es daran gelegen, mit unseren Themen gehört und verstanden zu werden. Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie sich so intensiv damit befassen.

Gerne möchte ich deshalb kurz auf Ihre Fragen eingehen. Zum Thema Cäsium: Ich weiß ehrlich nicht genau, was die Alternative wäre. Sicher könnte man Grenzwerte zum Beispiel für Plutonium verlangen, aber ist allein der Begriff Plutonium nicht noch viel alarmierender? Wir haben uns schlicht ergreifend deshalb auf Cäsium konzentriert, weil dies in allen unterschiedlichen Cäsium-Grenzwertregimen der EU geregelt wird und man so einen Vergleich hat, auch aber einen pragmatischen Ansatz, der zwar andere Werte, aber nicht gleich ein ganz anderes System der Grenzwertsetzung vorsieht.

Zur Ableitung der Strahlentoten: Das ist in der Tat eine hypothetische Rechnung, darauf weisen wir auch hin. Es ist aber die Rechnung, die jeder Politiker machen muss, wenn er über Grenzwerte entscheidet. Jede Dosis Strahlung ist schädlich. Jeder Grenzwert ist daher eine Festlegung, in welchem Ausmaß Erkrankungen und Todesfälle akzeptiert werden. Wir haben diese Zahlen genannt, weil wir meinen, dass eine gesellschaftliche Diskussion darüber erforderlich wäre, was diese Grenzwerte eigentlich bedeuten und wie viele Todesfälle durch Atomkraft wir gesellschaft für akzeptabel erachten. Wenn diese Grenzwerte - gerade dann, wenn es (möges es so bleiben!) keinen Atomunfall hier in Europa gibt, nicht ausgeschöpft werden, kann man sie ja erst recht strenger festsetzen.

Drittens fragen Sie nach den tatsächluichen Belastungen von Nahrungsmitteln. In den von Fukushima, aber auch heute noch in den von Tschernobyl betroffenen Regionen, werden bei vielen Produkten auch die heutigen Grenzwerte (die, wie Sie wissen, erheblich höher sind als unsere Forderung) oft überschritten. Aber selbst Ostseefische, die eine radioaktive Kontamination z.B. in Folge von Atomwaffentests aufweisen, werden nach unserer Kenntnis die von uns geforderten Werte eher unter- als überschritten. Für andere Produkte gilt das ohnehin. Ich verweise an dieser Stelle gern auf unser ausführliches Hintergrundpapier unter http://foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e42688/e44884/e45041/2011-09-20Hintergrund_Grenzwerte_EU-Verordnungen_Messwerte_ger.pdf. Im letzten Teil, also auf den beiden letzten Seiten, finden Sie Quellen für aktuelle Messdaten aus Deutschland und aus Japan. Sie sehen daran, dass die Werte im Grunde nur dann in eine Größenordnung jenseits unserer Grenzwertforderung gehen, wenn man es mit den Folgen eines Atomunglücks zu tun hat.

Mit besten Grüßen,

Martin Rücker, foodwatch

Ace hat gesagt…

Subtra, da gebe ich Dir Recht.

Ace hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Rücker,
danke für Ihren erneuten Besuch bei mir. Ganz zufrieden bin ich aber nicht.

1) Wenn Sie nach Alternativen fragen, für welches radioaktive Material man einen Grenzwert fordern könnte, muss ich Ihnen erneut Populismus vorwerfen. Sie selbst haben gesagt, ein Grenzwert für Cäsium wäre automatisch ein Grenzwert für andere Nuklide.
Gewiss, ich verstehe, dass Sie in Zeiten von Atombombentests und Fukushima Daiichi gerne einen handfesten Begriff wählen wollten, der den Menschen bekannt ist. Aber durch die Wahl des nicht nur radioaktiven, sondern auch hochgiftigen Cäsiums spekuliert Foodwatch auf die Angst des Menschen. Warum also nicht generell einfach "radioaktive Belastung" sagen und deren Senkung fordern? Ein Grenzwert für allgemeine Strahlenbelastung würde dann ja auch für Cäsium, Strontium und Plutonium gelten, wenn ich Ihrer Argumentation folge.

2) Bei den zu erwartenden Toten durch die Strahlung in bis an die Grenzwerte kontaminierter Nahrung muss ich folgendes sagen. Wie ich schon erwähnt habe, bin ich mit dem Thema Radioaktivität nicht sehr vertraut. Auch bin ich kein Wissenschaftler; ich kenne jedoch einige Schriften, in denen Wahrscheinlichkeitsberechnungen in drei Stufen gerechnet werden: Pessimistisch, realistisch, optimistisch, wobei pessimistisch immer die kleinste Zahl ist. Foodwatch hat hier m.E. nur die optimistische Zahl genommen, um ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit zu erlangen, und ist dabei auch von der größtmöglichen Lethalität ausgegangen. Eine Wertspanne von pessimistisch zu optimistisch, oder meinetwegen von realistisch zu optimistisch, oder der reine realistische Wert als Mittelweg ist hier m.E. die bessere Lösung als dem deutschen Verbraucher die zu erwartenden Toten auf Höchstmaß um die Ohren zu klatschen. Ein wenig mehr Augenmaß wirkt hier wahre Wunder und wird das Ansehen der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch ansteigen lassen, das verspreche ich Ihnen, Herr Rücker.

Ace hat gesagt…

3) Im dritten und letzten Punkt bewegen wir uns in einem Missverständnis. Meine Frage an Sie hat nichts mit Fukushima zu tun, eigentlich nicht einmal mit Atomwaffentests und der einher gehenden Belastung durch Cäsium-Isotope. Wie wir festgestellt haben, wissen wir beide, dass Isotope ganz selbstverständlich in der Natur vorkommen, und wie wir zwei wissen, nehmen wir sie regulär mit unserer Nahrung auf.
Diese Belastung variiert natürlich von Tierart zu Tierart, von Fangort zu Fangort und von Anbaugebiet zu Anbaugebiet.
Jetzt mal ganz von Fukushima unabhängig: Sind die von Foodwatch geforderten neuen Höchstgrenzen nicht viel zu tief unter den Werten, die wir durch die alltägliche, natürliche Belastung in unserer Nahrung haben? Oder erheben Sie diese Forderung, weil sie gut klingt?
Die Orientierung an der Belastungsobergrenze für Anwohner von Kernkraftwerken geht ja auch von einer Mehrbelastung zusätzlich zur natürlichen Exposition aus, und ich frage mich, ob Foodwatch hier nicht erheblich übers Ziel hinaus geschossen ist.
Die Listen, die Sie erwähnen, scheinen hier die Antwort zu dieser meiner Frage zu liefern, deshalb werde ich sie eingehend studieren, einen Vergleich ziehen und die Werte ggf. noch aus anderen Quellen beziehen.
Werden Sie mit Ihrer Aussage bestätigt, Herr Rücker, dann habe ich selbstverständlich in diesem Punkt keine Bedenken mehr.

Für die Zukunft und weitere Kampagnen rate ich Foodwatch, nicht mit Details zu geizen. Ein Hinweis, die Radioaktivität betreffend - natürlich in der Nahrung vorkommende Strahlung kommt bei weitem nicht an die von uns geforderten Grenzen heran - wäre hier hilfreich gewesen.
Die Fixierung auf Cäsium war peinlich und musste ja jeden, der sich damit ein wenig auskennt, zumindest irritieren. Sehr viel besser wäre eine Auflistung der Elemente gewesen oder eine allgemeine Verwendung des Begriffs Strahlung in der Nahrung; Ihr Erklärungsversuch, die Obergrenze gelte dann genauso für andere Strahlungsquellen enthebt Foodwatch nicht des Versuchs, mit dem Schlagwort zu punkten. Belastung durch Fukushima hin oder her.
Weniger Schlagworte, weniger Angst macht Foodwatch vielleicht leiser, und man wird weniger gehört... Aber der Zuwachs an Seriösität wird sich in der Zukunft als unweit wertvoller erweisen.
Ich hoffe auf viele weitere, sachliche und korrekt dargestellte Kampagnen zum Schutz der Verbraucher von Ihrer Organisation, Herr Rücker. Denn das ist es was Deutschland braucht, und es würde einige der in meinen Augen begangenen Fauxpas wieder gerade rücken.
Ich könnte dann mit Foodwatch leben.

Martin Rücker, foodwatch hat gesagt…

Hallo Ace Kaiser,

Sie sind hartnäckig und fragen kritisch nach, das finde ich gut! Deshalb möchte ich gern auch auf Ihre jüngsten Fragen antworten:

1) Noch einmal Cäsium: Für Jod-131 haben wir Null-Toleranz gefordert, das haben Sie ja auch für sinnvoll erachtet. Bleiben Cäsium-134, Cäsium-137, Strontium (v.a. Strontium-90) und Alphateilchen emittierende Plutoniumisotope und Transplutoniumelemente (v.a. Plutonium-239). Wenn man die nach einem Fallout wie in Fukushima tatsächlich vorliegende Nuklidzusammensetzung (also das Verhältnis von Cs-134 zu C-137 zu Strontium zu Plutonium-Teilchen) kennt, ist es wie beschrieben: Legt man für einen Wert eine Grenze fest, hat man auch einen Höchstwert für die anderen festgesetzt, weil diese in dem bekannten Verhältnis zum ersten auftreten. Einen Lebensmittel-Grenzwert für die Gesamt-Strahlenbelastung, also für alle Nuklide, festzulegen, ist wenig sinnvoll. Erstens wegen der unterschiedlichen Halbwertszeit, weshalb in einigen Jahren einige Nuklide schon weitgehend zerfallen sind, andere weniger und man durch gezielte Grenzwerte anders steuern kann. Zweitens wegen der unterschiedlichen Wirkung: 1 Becquerel Cäsium ist nicht gleich 1 Becquerel Plutonium ist nicht gleich 1 Becquerel Strontium, jedenfalls nicht, was die daraus resultierende Strahlendosis für den Menschen angeht. Becquerel ist ein Maß für die Aktivität, 1 Bq liegt vor, wenn pro Sekunde 1 Atomkern zerfällt. Entscheidend ist aber die Strahlendosis, die beim Menschen ankommt. Zudem ist es, wie gesagt, aus unserer Sicht realistischer mit einer Forderung durchzukommen, wenn diese zwar andere Werte, aber nicht gleich ein neues System der Grenzwertfestsetzung mitbringt.

2) Die Beispielrechnungen sind für die theoretische Annahme einer vollen Grenzwertausschöpfung, aber die Rechnungen an sich sind dennoch konservativ. Sie folgen den Berechnungsgrundlagen der Internationalen Strahlenschutzkommission, die von atom-kritischen Wissenschaftlern als Pro-Atom-Lobby gesehen wird. Es gibt auch andere Berechnungsgrundlagen, die von 10 Mal mehr Erkrankungen und Todesfällen ausgehen - weil wir um die Wirkung solcher Zahlen wissen, haben wir diese in unserem Pressematerial gar nicht erst kommuniziert. Für weitere Details sehen Sie sich bitte die Ableitung auf S. 28 in unserem Report an.

3) Kein Missverständnis! Ich habe Ihre Frage so verstanden, wie Sie das jetzt schreiben. Es gibt natürlich mehr Messwerte aus den von Tschernobyl und Fukushima betroffenen Gebieten, einfach weil ohne Verdacht kaum Messungen durchgeführt werden. Aber die bekannten Messdaten bestätigen das von mir Geschriebene, dass jenseit der Fukushima-/Tschernobyl-Regionen die Einhaltung der Grenzwert in der Regel kein Problem darstellen. In dem genannten Hintergrunddokument finden Sie besonders in dem dort verlinkten Jahresbericht zur Umweltradioaktivität des
Bundesumweltministeriums entsprechende Daten.

Mit besten Grüßen,

Martin Rücker, foodwatch

Ace hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Rücker,

um mal Themenkomplex eins abzuschließen, das Cäsium: Natürlich weiß ich, wie ich weiter oben schon schrieb, dass Sie nur partiell für den Inhalt der Zeitungsmeldungen verantwortlich sind und deshalb eventuell nichts für den Cäsium-Chauvinismus können.
Dennoch, so wie Sie mir die Thematik vermittelt haben, einem wissbegierigen Laien, kann ich Ihnen endlich zustimmen und Ihnen sagen, dass ich verstanden haben.
Das wirft zwei Varianten einer Frage auf.
1) Warum wurde den Medien dies nicht so vermittelt, also erklärt warum mit dem Begriff Cäsium gearbeitet wird? Ein simpler Beisatz, dass es nicht um die Giftigkeit primär ginge, sondern um die Halbwertszeit (ca. dreißig Jahre, wenn ich das richtig im Kopf habe), wäre m.E. das Richtige gewesen. Auch die Erklärung der Art der Emissionen fand ich sehr schlüssig und einleuchtend. Sie haben mich heute tatsächlich schlauer gemacht.
2)Wenn es den Medien so vermittelt wurde, sie aber die anschließenden Artikel vereinfacht haben, kann man was tun, um diesen Fehler in Zukunft zu unterbinden? Denn Sie sehen ja an meinem Blog, dass es da so Typen gibt, die zwar wenig Ahnung haben, aber sofort nachhaken und den ganzen Hühnerhof rebellisch machen. Die hätten es am liebsten gleich so vermittelt, wie Sie es für mich in drei Gesprächsrunden getan haben.


Was die potentiellen Todeszahlen betrifft, so sehen Sie mich sehr, sehr, sehr erstaunt, wenn Sie erklären, dies wären die pessimistischen, bzw. realistischen Zahlen, und die optimistischen würden noch weit höher liegen.
Das kann ich so nicht glauben. Zwar gibt es z.B. belegte Fälle von massiv erhöhten Krebserkrankungen rund um das Gebiet um Tschernobyl, aber - entschuldigen Sie meine flapsige Wortwahl - das Massensterben, das die optimistischen Zahlen befürchtet haben, blieb bisher aus.
Die sogenannten "Liquidatoren" nicht berücksichtigt.
Vielleicht verquicke ich hier zwei Themen oder zwei Faktenblöcke. Aber da es Foodwatch ja darum geht, im Falle von Atomunfällen bereits tiefere Grenzwerte zu haben, vielleicht auch nicht.
An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich weder die Todesopfer, noch die Liquidatoren, noch die zahlreichen Krebsopfer, die z.B. vermehrt unter Schilddrüsenkrebs leiden, verhöhnen möchte. Die optimistischen Zahlen passen nur einfach nicht zu meinem subjektiven Eindruck.

Ich bin übrigens Ihrem Link gefolgt, und werde das auch gleich noch mal tun, um Seite 28 zu lesen, dort wurde ich jedoch ein klein wenig enttäuscht. Ich fand lediglich die von Ihnen versprochenen aktuellen Messdaten; ich hatte gehofft, Vergleichsmessungen zu finden. Solange ich die nicht habe und sagen kann, wieviel Becquerel z.B. ein wild gefangener Lachs in Nicht-Fukushima-Zeiten hat, lässt mir das Thema keine Ruhe.
Aber keine Sorge, obwohl ich die neuen Grenzwerte von Foodwatch einerseits politisch nicht durchsetzbar empfinde und andererseits für viel zu niedrig halte, rücke ich von meiner alten Meinung ab, mit der ich Foodwatch reinen Populismus unterstellt habe. Ich bin jetzt bei übertrieben, werde aber noch mal zu normaler, alltäglicher Strahlenbelastung recherchieren.
Und eventuell mal Greenpeace treten, weil die damit nicht schon vor Jahren begonnen haben.

Ace hat gesagt…

Herr Rücker, ich bedanke mich für die Zeit, die Sie investiert haben. Ja, ich habe tatsächlich etwas dazu gelernt.
Im Gegenzug hoffe ich, egal wie lange unsere Diskussion noch läuft, dass auch Sie etwas mit nach Hause nehmen werden. Denn für jeden wie mich, der auf den Cäsium-Chauvinismus anspricht und bei zu starken Reduzierungsforderungen der Grenzwerte gleich Populismus ruft, gibt es im Schnitt zehn weitere, die so denken, es aber nicht sagen.
Die Presseabteilung von Foodwatch, und das sieht man auch am Dokument auf der Homepage, hat die einseitige Sicht auf Cäsium gefördert. Ich frage mich, ob man mit zwei, drei mehr erklärenden Seiten nicht auch kundige Laien und Fachleute hätte überzeugen können. Ich weiß, in eine Pressemeldung passen nun einmal nur eine begrenzte Anzahl von Wörtern. Auf Ihre Homepage jedoch passt noch viel mehr.
Das ist etwas, was ich selbst schon lernen musste: Man kann gar nicht genug erklären.
Aber das haben Sie ja selbst erfahren müssen, als Sie auf meinen Blog kamen.

Sie sehen, bis auf meine letzten Kritikpunkte, die sich nicht um Wissen, sondern um Meinung drehen, haben wir uns angenähert. Warum nicht gleich so klingt vielleicht etwas frech, aber Menschen wie ich wollen nun mal die lange, nicht die kurze Erklärung.
Noch einmal vielen Dank für Ihre Mühe, Herr Rücker.

Nathan hat gesagt…

Auch Ich bedanke mich bei ihnen Herr Rücker, das waren einige sehr gute Erklärung und diese haben bei mir viele meiner Fragen beantwortet. Ich wollte auch schon eine Nachfrage starten, aber wir haben ja Ace der so schön (manchmal nervig)nachfragen kann. :D

Ace hat gesagt…

Wie, nur manchmal nervig, Nathan? ^^

Nathan hat gesagt…

na gut "immer nervig" :P

Stinkstiefel hat gesagt…

Typische Ace halt.

Ace hat gesagt…

Ich hoffe, das habt Ihr jetzt mit Liebe gesagt...