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Dienstag, 31. Juli 2012

Hallo, Umfrage.

Gerade eben hatte ich wieder ein Umfrage-Institut am Telefon. FORSA diesmal. Ob ich für ein paar Fragen zur Verfügung stünde. Oder jemand aus meinem Haushalt. Nein. Stünde ich nicht. Und auch keiner aus meinem Umfeld. Die FORSA ist mir eh zu CDU-nah.
Gut, aufgelegt.

Um das Thema aber etwas ausführlicher zu beleuchten, hier noch eine nette Erklärung, warum ich nicht zur Verfügung stand.
Im Zeitalter von Anruf-Bots und verbrecherischen Umfragefirmen, die ein "Ja" von dir hören wollen, damit sie dir eine Bestellung oder dergleichen unterjubeln können, ist es kein Wunder, das ich an keiner Umfrage teilnehmen möchte. Ich habe keine Lust, einen neuen Internetprovider zu bekommen, nur weil ich auf die Frage: "Leben Sie in diesem Moment?" mit "Ja" geantwortet habe, und dieses "Ja" in einem neuen Zusammenhang geschnitten wurde.
Und solange Umfragen so offenkundig missbraucht werden können, werde ich keine Meinung über Telefon äußern. So einfach ist das.
Die Branche bedarf dringend einer ordentlichen Reinigung. So ist ihr nicht zu vertrauen, selbst wenn jemand "FORSA" am Telefon sagt.
Außerdem hasse ich es, wenn ich zum Thema "Wein" oder "Kopfkissen" befragt werde, und prompt kriege ich Werbematerial von Weinhändlern oder Bettwäscheherstellern. So auch bitte nicht.

Ach, und wenn wir schon dabei sind: FORSA sitzt laut Homepage in Berlin. Die Vorwahlnummer des Anrufs war aber eine Dortmunder Nummer. Nehmen wir den schlimmsten Fall an: Ich bin einer verbrecherischen Aktion entgangen. Dann muss ich sagen: Liebe FORSA, kümmert Euch um den Missbrauch Eures Markennamens.
Gehen wir vom wahrscheinlichsten Fall aus: FORSA hat die Umfrage an ein Call-Center outgesourct. Dann frage ich mich ernsthaft, wie der Laden aufgestellt ist. Sicher, Fragen nach Katalog stellen kann jeder, aber wenn schon, dann bitte auch von jemandem aus dem Haus. Das ist alleine schon besser für den Ruf.
Aber mir ist es egal. Solange Umfragen potentiell gefährlich sind, nehme ich an keiner teil. Ende.

Kommentare:

Nenos hat gesagt…

In Deutschland steht jedem das gleiche Recht zu. Das heißt das du auch das Recht hast das Gespräch im Zweifel mit zu schneiden. Und somit hat man auch eine Version der Aufzeichnung, wenn der Gesprächpartner damit einverstanden ist.

Aber ich gebe dir Recht wenn es sich um eine Computerstimme handelte die dich nach ja oder nein Antworten ausfragt. Darauf sollte man im Allgemeinen niemals antworten.

Ansonsten solltet doch jeder mit halbwegs Verstand, in der Lage sein andere bejahende oder verneinende Wörter zu ja oder nein zu finden.
Niemand zwingt einen zu schnellen Antworten.

Oder an einer Umfrage die Kostenlos ist, teil zu nehmen.

Ace hat gesagt…

Ich bin übervorsichtig, richtig.
Aber die Branche muss m.E. ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Was ein Hauptanliegen meines Posts war.

Schön, wieder von Dir zu hören. ^^

Anonym hat gesagt…

Es reicht schon wenn man mit einem "Nein Danke, kein Interesse" wieder auflegt. Irgendwann begreifen die es auch und rufen nicht mehr an. Bei so einem Weindepot hab ich einfach mal gesagt ich wäre alkoholkrank (ich weiß, war blöd) aber ab da hatte ich meine Ruhe...

LG b.

Ace hat gesagt…

Na ja, mir geht es vor allem darum, das eigentlich eine sehr ernsthafte und wichtige Wissenschaft derart kriminalisiert und kompromittiert ist, das ich mich gar nicht mehr traue, selbst bei der FORSA teil zu nehmen. Ein ordentlicher Rundumschlag und ein umfassender Käuferschutz sind hier dringend notwendig. Dann dürfen seriöse Institute mich auch befragen.