Mittwoch, 11. Januar 2012

Masernparty?

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen, dass ich ab und an zum Besten zu geben pflege, dass manche Themen mich aussuchen, und nicht ich die Themen.
Eines dieser Themen hat mich nun gefunden, und ich werde nicht zögern, darüber zu schreiben.
Sandra aus Hamburg, die auf Twitter als @Nerdiana unterwegs ist, und die ich persönlich kenne, hat heute folgendes getwittert: "@nerdlicht Gestern wieder einer Diskussion beigewohnt, ob sie ihre Kinder gegen Masern impfen lassen... :-( "
Nun muss man dazu wissen, dass sowohl @Nerdiana als auch @nerdlicht junge Eltern und miteinander befreundet sind, aber das nur am Rande. Ihre Kinder jedenfalls sind um die drei, und damit im Alter für die abschließenden Schutzimpfungen gegen die üblichen Kinderkrankheiten.
Nachtrag: Natürlich sind die Kinder voll geimpft.

...sacken lassen.

Das hat mich wieder daran erinnert, dass es eine gewisse Impfmüdigkeit in Deutschland gibt, dass impfen als "gefährlich wegen der Schwermetalle und anderer Komponenten" angesehen wird. Impfgegner kommen bei mir auf eine Stufe mit Kreationisten, Homöopathie-Verteidigern, Weltuntergangfans, seit neuestem gehören auch Chemtrailer zu dieser Gruppe, und natürlich auch die Pharmaverschwörungstheoretiker. Sie gefährden sich, ihre Kinder, und auch andere, wenn sie tatsächlich auf das Impfen verzichten, und stattdessen gezielt nach Ansteckung suchen, wie es in der Schweiz der Fall ist, bei den sogenannten Masernparties. Dort bringen Eltern gezielt ihre Kinder mit erkrankten Kindern zusammen, um sie zu infizieren, "um ihr Immunsystem zu stärken".
Um ein tieferes Verständnis für eine Impfung zu erzeugen, möchte ich hier als Laie kurz mal über die klassischen Impfungen reden und auch auf Wikipedia verlinken. Nicht rumstöhnen. Ich halte die Wiki für sehr schlüssig, und diverse Kontrollen von mir haben lediglich ergeben, dass sie lediglich manchmal in Details ungenau ist.

Ich möchte meinen kleinen Artikel deshalb auch mit etwas beginnen, was Eltern heutzutage in Deutschland, ja, in Europa nicht mehr kennen: Kinderlähmung oder auch Polio genannt.
Polio ist eine virale Erkrankung, die zu Lähmungen, Deformationen, Schäden am Rückenmark und auch bis zum Tod z.B. durch Ersticken führen kann. Polio war nicht gerade der Schwarze Tod, aber in Deutschland weit verbreitet. Mit Zunahme der Hygiene, bzw. der Belastung der Körper durch die erhöhte Industrialisierung nahm die Polio dann epidemische Züge an, sprich: wurde stärker verbreitet. Mehrere Tausend Kinder starben an Polio weltweit. Etliche von ihnen durch Lähmung der Atemwege. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, vor allem wenn man Zahlen zur Spanischen Grippe zum Vergleich heranzieht, die, kurz nach dem Ersten Weltkrieg ausgebrochen, rund zwanzig Millionen Tote weltweit kostete. Aber die Spanische Grippe war eine saisonale Epidemie, Polio aber begleitete uns bis Ende der Fünfziger Jahre. Und wir wollen nicht vergessen, dass es nicht nur Tote durch diese Erkrankung gab, sondern auch Menschen, die anschließend mit Lähmungen und Deformationen leben mussten, denn diese Krankheit betraf und betrifft vor allem Kinder, die mitten im Wachstum stehen.
Als Ende der Fünfziger die ersten funktionierenden Impfstoffe bereit gestellt wurden, und breitflächig angewendet werden konnten, sanken die Neuinfektionen rasch, und landeten schließlich bei einem Wert, der für Europa "Null" lautet. Weitere Ausbrüche dieser Krankheit in Europa waren zumeist eingeschleppt; weltweit gingen die Infektionen durch die Impfung zurück.
Das ist unumstößlich, gehört zum Schulstoff. Ich selbst habe als Kind meine süße Schluckimpfung mit Lebendserum bekommen und bin immunisiert; heutzutage werden aber nur noch Totseren verwendet. Dazu später mehr.

Kommen wir zu anderen Kinderkrankheiten, die es immer noch in Europa, und auch in Deutschland gibt. Polio hatte einen großen Nachteil: Sie breitete sich durch Schmierinfektion aus. Das schränkt die Übertragungsrate im Gegensatz zur Grippe deutlich ein und macht die virale Erkrankung deutlich leichter bekämpfbar. Dies ist auch der Grund, warum Europa heutzutage Poliofrei ist. Wir haben einen großen Grad der Durchimpfung, der Immunisierung erreicht, und Neuansteckungen aus anderen Teilen der Welt wird so ein Riegel vorgeschoben. Lt. Wikipedia erfolgten die letzten Ansteckungen auf europäischem Boden lediglich bei religiösen Gruppen, die die Impfung aus Glaubensgründen ablehnen.

Masern sind da schon aggressiver, sie breiten sich ähnlich wie Grippe über Tröpfcheninfektion aus. Dies führt dazu, dass ungeimpfte Kinder, die mit der Krankheit angesteckt werden, dem Risiko ausgesetzt sind, neben bis zu 41°C Fieber, Bronchitis, Ausschlag, geschwollenen Augen, und, und, und, zusätzlich noch Herz- und Hirnhautschäden mit diversen Spätfolgen zu erleiden. Darüber hinaus gibt es ein Risiko einer Folgeerkrankung, die immer tödlich endet, und bis zu zehn Jahre nach der Erkrankung auftreten kann, die Subakute sklerosierende Panenzephalitis. Die mit dieser Erkrankung einher gehende Hirnschädigung betrifft in etwa einen Infektionsfall von dreitausend. Und wie gesagt, er verläuft immer tödlich.
Das mag jetzt dem einen oder anderen wenig erscheinen, aber ich frage mich hier wirklich: Wer wettet denn hier eins zu dreitausend freiwillig gegen sein eigenes Kind?

Mumps gehört zu den sogeannten Kinderkrankheiten, so wie auch Masern, aber nicht weil die Krankheit ein Kinderspiel ist, sondern weil zumeist Kinder befallen sind; Kinderkrankheiten, die Erwachsene befallen, nehmen grundsätzlich einen schwereren Verlauf.
Die schlimmsten Symptome von Mumps sind Schwellungen des Lymphsystems, Fieber, Erbrechen und Durchfall; schlimmste Folgen können sein: Hirnhautentzündung mit allen negativen Folgen, Taubheit, Entzündungen von u.a. Herz und Bauchspeicheldrüse, und bei Jungen auch eine Entzündung der Hoden, was in dreizehn Prozent der Fälle zu einer Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit führen kann, in seltenen Fällen auch zur Unfruchtbarkeit.

Auch Röteln gehört in diese Gruppe. Neben bis zu 39°C Fieber kann es hier zu typischen Grippe-Symptomen führen wie Gelenkschmerzen, Lymphknotenschwellungen im Halsbereich, und Katarrh.
Röteln sind nicht per Definition tödlich, aber eine Besonderheit ist, dass Schwangere, die an Röteln erkranken, ein hohes Risiko haben, dass ihr Kind im Mutterleib schwere Schädigungen erleidet. Das kann von Schädigungen von Seh-, und Hörsinn über Herzfehler bis hin zum Verlust des Kindes führen.

An dieser Stelle möchte ich den Ausflug in die Krankheiten beenden. Einige dieser Krankheiten habe ich selbst gehabt, und sie überlebt, möchte ich sagen. Aber ehrlich gesagt, ich wäre froh gewesen, wenn ich mir die Zeit mit Windpocken, Mumps und Masern hätte ersparen können. Und wenn ich jetzt lese, dass ein Teil jener, die Masern haben, an einer definitiv tödlichen Nacherkrankung leiden können, die sich bis zu drei Jahre hinziehen kann, bin ich recht froh, dass ich nicht zu dieser Gruppe gehört habe.
Na, eventuell hat sich auch mein Hausarzt verdiagnostiziert, und ich hatte gar keine Masern... Aber das ist hier, über den Abgrund der Zeit hinweg müßige Spekulation.
Es steht in jedem Fall fest, dass diese Krankheiten, die sogenannten Kinderkrankheiten, für Erwachsene wesentlich übler verlaufen, und, das wird mir hoffentlich jeder bestätigen, der sie selbst durchgemacht hat, dass man sie seinen Kindern möglichst ersparen sollte.

Warum gibt es also Masernparties? Warum setzen Eltern ihre Kinder der Gefahr aus, Herzschäden, Hirnschäden, ja, den Tod zu erleiden? Warum gibt es diesen Hype gegen das Impfen, die Impfmüdigkeit und die Legende von der Gefährlichkeit der Impfstoffe, gegen besseres Wissen?
Das ist ja der springende Punkt. Diese Menschen sagen, dass sie es besser wissen. Sie sind davon überzeugt, im Recht zu sein.
...sacken lassen.

Vor zwei Jahren hatten wir unsere Freude an H1N1, auch Schweinegrippe genannt. Dies war eine Abart der alljährlichen, periodisch auftretenden Grippe, die ausnahmsweise nicht von Hong Kong zu uns kam, sondern aus Mexiko den Weg um die Welt nahm. Mir war damals schnell klar, dass die Infektionszahlen und die anschließend gemeldeten Todeszahlen bei weitem nicht reichten, um Zeter und Mordio zu schreien. Die geschürte Panik vor dieser Tröpfcheninfektionskrankeit und ihre tatsächliche Gefährlichkeit gingen nicht einher. Australien meldete dann auch prompt, H1N1 hätte die saisonale Grippe verdrängt, und statt der tödlichen Verläufe mit dreitausend Toten hätte man diesmal nur einige Dutzend Tote zu beklagen. Und spätestens als die Bundesregierung fünfzig Millionen Einheiten Impfstoff anforderten, weit mehr als gebraucht wurde um jene zehn Prozent der Bevölkerung zu impfen, die für ein weiteres Funktionieren des Gebildes Deutschland notwendig sind, und die Option auf Nachbestellung erklärte, war wohl jedem klar, dass diese relativ harmlose Grippe und die geplanten Massenimpfungen nicht in Relation zueinander standen.
Damals habe ich davon abgeraten, sich impfen zu lassen, und stattdessen die Impfung gegen die reguläre Grippewelle zu nehmen. Vielleicht liegt es am Brimborium rund um Schweinegrippe, dass die gefährliche Idee von der Gefährlichkeit der Impfung populärer geworden ist.

Es gibt verschiedene Methoden, Impfstoff herzustellen. Es gibt das Lebendserum, das Totserum und die Antikörper. Sicher ist die Liste nicht vollständig und die Erklärung ungenau, aber ich will es einfach halten.
Lebendserum: Es besteht aus lebensfähigen, verbreitungsfähigen Viren, die das Risiko in sich bergen, selbst die Krankheit, gegen die sie impfen sollen, auszulösen. Diese Viren sind geschwächt, können also vom Immunsystem leicht erkannt und vernichtet werden. Komplikationen wie der Krankheitsausbruch sind selten, und der Verlauf ist sicher um einiges angenehmer als jener durch das ungeschwächte Virus selbst.
Totserum: Hier werden große Mengen von Viren produziert. Und abgetötet. Anschließend werden sie dem Körper verabreicht, das Immunsystem erkennt sie, entwickelt Antikörper und entwickelt dadurch Immunität.
Bei Totseren kann es vorkommen, dass man nachimpfen muss, um der körpereigenen Abwehr auf die Sprünge zu helfen. Totseren sind weniger effektiv als Lebendseren, aber immer noch besser als die Krankheit selbst. Weit, weiiiit besser.
Kommen wir zu Antikörpern. Früher war es gang und gäbe, z.B. Pferde mit bestimmten Krankheiten zu infizieren, die sowohl sie als auch Menschen befallen können. Nach der Erkrankung wurde den Tieren Blut abgenommen, das Serum abgespaltet und als Therapie oder Impfung an Menschen verabreicht. Das hat damals tatsächlich funktioniert. Heutzutage haben wir natürlich mit Lebendseren und Totseren wesentlich bessere Methoden, klinisch saubere, hergestellt unter kontrollierten Laborbedingungen.
Auch hier gibt es wieder viele kleine Verfeinerungen. So kommen einige Seren mit nur Teilen der Viren aus; das Serum wird also gestreckt, man produziert mehr auf Kosten der Wirksamkeit.
Manche Seren enthalten Zusatzstoffe, welche die Wirksamkeit erhöhen sollen. Kritiker nennen hier Schwermetalle, die den Körper schädigen können. 
Angebliche Impfschäden, oder eine Hinwendung zu nachgewiesenerweise nutzlosen Therapien wie Homöopathie spielen auch eine große Rolle.
Auch führen Impfgegner im besten kreationistischen Sinne immer wieder an, Impfungen durch den Breitbandwirkstoff MMR würden Autismus auslösen. Dies ist seit Jahrzehnten ebenso widerlegt wie andere Behauptungen, Impfungen würden Allergien und Asthma auslösen.
Sicher, auch eine Impfung kann Nebenwirkungen haben, aber ein Medikament ohne Nebenwirkungen ist auch immer ein Placebo.

Mein Fazit: Ich gehe mit den Gedanken der Wikipedia-Autoren zum Thema konform. Wir hier in Europa haben durch konsequente Durchimpfung diesen Krankheiten viel von ihrem Schrecken genommen, und auch in den Entwicklungsländern läuft der Trend eindeutig zugunsten der Impfung ab. Wenn ich lese, dass "Homöopathen ohne Grenzen" in Afrikas Malaria-Gebieten Globuli und eins zu einer Millionen verdünnte Lösungen als Schutz vor Malaria verabreichen, bin ich zutiefst erschüttert. Hier, in unserem aufgeklärten Deutschland läuft das gleiche Spiel, aber nicht in dem Ausmaß.
Die meisten Menschen, die heutzutage Impfungen ablehnen und zusätzliche Risiken für ihre Kinder befürworten, ja sogar Masernparties veranstalten, machen einen gewaltigen Fehler: Sie informieren sich zwar über den Standpunkt der Impfgegner, über ihre Behauptungen und die potentiellen Risiken. Sie gehen aber nicht auf den Standpunkt der anderen Seite ein, der seriösen Medizinforschung.
Oder anders ausgedrückt: Jede billige Statistik zum Thema zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Rückgang der Infektionszahlen diverser Krankheiten.

Gehen wir dazu wieder zu Polio zurück: Tritt in Europa NUR bei religiösen Gruppen auf, die aufgrund ihres Glaubens Impfungen verweigern. Klingelt da was?
Pocken, eine hochgradig ansteckende und oft tödlich verlaufende Krankheit ist so erfolgreich aus Europa vertrieben worden, dass die Impfung mittlerweile eingestellt werden konnte. Aber meine eigenen Eltern wurden noch dagegen geimpft. Habt Ihr das vergessen, Impfgegner? Fragt mal Eure Eltern und Großeltern, was sie von Impfung halten. Vor allem fragt die Älteren, wie sie diese weggeimpften Krankheiten erlebt haben. 
Ich sehe es nicht ein und kann es nicht verstehen, wenn erwachsene und aufgeklärte Menschen auf eine Impfung ihrer Kinder verzichten, wenn die Alternative sogar bis zum Tod führen kann.

Abschließend noch eines: Das Immunsystem von Kindern ist in der Regel erheblich besser als das von Erwachsenen. Das ist auch ein Grund für den vermeintlich harmlosen Verlauf der Kinderkrankheiten, während sie für Erwachsene ein echtes Brett sind. Dies erwähne ich noch mal, um die Gefährlichkeit hervor zu heben. Es ist nicht notwendig, das Immunsystem mit dem voll aktionsfähigen Erreger bekannt zu machen, indem man sein Kind von einem erkrankten Kind anstecken lässt; wenn man es impfen lässt, lernt das Immunsystem den Erreger auch kennen. Es hat nur nicht auf Leben und Tod damit zu kämpfen.
Die Impfung ist alternativlos. Einerseits für die Kinder, andererseits für die Menschheit an sich. Je länger Menschen daran glauben, dass Kinder diese Krankheit "durchleben" müssen, weil es besser für ihre zukünftige Gesundheit ist, desto länger tragen sie dazu bei, dass Masern im menschlichen Environment verbleiben. Sie helfen damit, dass zukünftige Generationen wieder an Masern erkranken.
Es ist möglich, Krankheiten auszurotten, zumindest nach und nach aus Regionen der Erde. Wie ich schon schrieb, ist Europa Pockenfrei. Auch die europäische Malaria gibt es nicht mehr. Wer dies torpediert, macht dies auf Kosten seiner Kinder, seiner Enkel und aller zukünftigen Generationen.
Und das ist wirklich nicht sehr nett. Denkt mal drüber nach.

Kommentare:

Roland Triankowski hat gesagt…

Zum Thema "Masernparty" gibt's ne schöne Southpark Folge ... ;-)

Ace hat gesagt…

Wenn Du mir die Staffel sagst, werde ich sie hier finden: http://www.southpark.de/

Spelllord hat gesagt…

die Folge heißt: jared has/hat aides
sagt mir jedenfalls das google ergebnis
und man muss ja ziemlich blöd sein um solche Parties zu machen
ich hatte Windpocken und ich würde es ungern irgend einem Kind antunden es war der Horror

Roland Triankowski hat gesagt…

Ach ja ... und nicht, dass Dein erster Absatz da einen falschen Eindruck hinterlässt:
Die genannten Twitterer sind große Befürworter des Impfens und die erwähnten Kinder (von denen eines übrigens schon über drei ist) verfügen über den kompletten altersgemäßen Impfschutz.

Ace hat gesagt…

Spelllord: Eine AIDS-Party stelle ich mir etwas problematisch vor.
Man muss eigentlich nur intellektuell angehaucht sein, Alternativmedizin als tatsächliche Hilfe ansehen, und den New Age-Kram glauben, dass ein starkes Immun-System durch schwere Krankheiten wie Masern gestärkt wird. Es sind meist die klügeren Leute, die dümmere Entscheidungen treffen.

Danke für die Google-Arbeit. Ich schau sie mir mal an.

Ace hat gesagt…

Roland: Ich dachte eigentlich, es sei offensichtlich, dass das Zitat von einer Impfbefürworterin stammt.
Sollte ich das besser noch mal rausarbeiten?

Spelllord hat gesagt…

nein es ist nicht offentsichtlich
und in dem Kontext sieht auch wirklich eher so aus als ob die Personen Impfgegner sind

Ace hat gesagt…

Ich dachte, der Trauer-Smilie hinter dem Zitat würde all das ausdrücken. Um auf Nummer Sicher zu gehen habe ich den Text ergänzt.
Ist halt die Problematik für uns Autoren: Nicht nur Fakten wissen, sondern auch so vermitteln, dass jeder (oder zumindest jeder der möchte) sie versteht.

SilviaK hat gesagt…

Mann kann sich heute gegen Mumps und Windpocken impfen lassen? Cool. Ich hatte das Zeug als Kind noch, war nervig. Und diese Pockenschutzimpfung bekam ich auch, glaube ich. War in der Ostzone alles ganz easy. Da kam eine Krankenschwester in die Schule, die ganze Klasse nahm Aufstellung und ratzfatz war die Impfung durch. Schade, dass das heute nicht mehr so gemacht wird. Na, ich werds ja erleben, wie das heutzutage geht, werde ja auch bald Mami :-)

Ace hat gesagt…

Ich glaube, dazu können Dir die Väter hier was sagen... Die haben das schon durch mit ihren Kindern. ^^

Übrigens, ich bin beeindruckt. Ich dachte immer, heutzutage Kinder zu kriegen ist off. Aber überall kriegen die Leute welche. Und jetzt auch noch Du, Silvia. ^^
Ich möchte jetzt noch nicht gratulieren, das soll ja Unglück bringen. ^^°

Ach ja, Windpocken und Mumps hätte ich auch gerne vermieden. Es gibt nämlich keine Kinderkrankheiten, die Kinder "ruhig haben können".
Jede Infektion birgt große Risiken.

Stinkstiefel hat gesagt…

Ist doch schade das wir für bestimmte Krankheiten noch keine Impfung habe. Bei Malaria kann man nur in regelmäßigen Abständen Tabletten (Chemoprophylaxe) nehmen, wobei die Nebenwirkungen, abhängig von der Person, schon gravierende Folgen haben.

Ace hat gesagt…

Ja, das ist sehr schade.
Auf der anderen Seite sehe ich es aber als sehr beruhigend an, dass fast dreißig Jahre Forschung im Bereich AIDS dazu geführt haben, dass die Infektion mit HIV nicht automatisch ein Todesurteil ist, dass mit Hilfe von Medikamenten die Weitergabe von AIDS auf einen Punkt gedrückt werden kann, der gegen Null geht, und dass man mit dem Virus leben kann, ohne dass das Syndrom ausbricht.
Das gilt leider nicht für alle Erkrankten.
Fakt: Also müssen wir sie erreichen. Irgendwie. Auf der einen Seite haben wir zwar die rasant anwachsende Weltbevölkerung, auf der anderen Seite ist jeder x-beliebiger Staat der Erde, der in einer Generation ein Drittel seiner Bevölkerung verliert, eine Belastung für die gesamte Staatengemeinschaft. Das kriegen wir alle zu spüren.