Sonntag, 29. Januar 2012

Atomkraft - nein, danke?

Ruhig ist es geworden, um die Atomkraft in letzter Zeit. Aber nicht völlig. Während sich Deutschland weitestgehend mit dem versprochenen Ausstieg zufrieden zu geben scheint und eher gelangweilt als alarmiert auf die marode Asse schaut, flackern die Vorteile der Atomenergie doch durchaus auf tagesschau.de und Scienceblog.de auf.
Während also tagessschau.de über das "Kernkraftwerkchen" von Temelin redet, über Vorteile der Region durch direkte Förderung des Stromkonzerns, und was sie doch schon alles getan haben - und es hat ja keiner Bedenken, neben einem Atomkraftwerk zu leben - stellt das Scienceblog Primaklima die Frage, ob wir in Zeiten des Klimawandels auf Atomstrom verzichten dürfen, da sie ja CO2-neutral ist.
Hier lohnt wirklich bei beiden Artikeln ein Blick auf die Kommentare. Auf tagesschau.de spukt bei den Befürwortern verächtlich die "German Angst" vor Atomstrom umher, und eine hämische Betrachtung auf die Unqualifiziertheit der Gegner, bis hin zu Totschlagargumente, wir würden jetzt ja selbst Atomstrom importieren müssen, da wir nicht mehr genügend produzieren.  Auf Primaklima geht es hingegen wissenschaftlich-sachlicher zu. Nach dem Artikel, der den Aufsatz dreier französische Physiker pro Atomstrom beinhaltet, liest man in den Kommentaren viel über Reaktorsicherheit in Deutschland. Und auch die Kraftwerke der 4. Generation werden erwähnt, die teilweise Atommüll als Energiequelle verwenden.

Als Mensch, der mit offenen Augen durchs Leben geht, kann ich mich einem Kraftwerkstyp der 4. Generation nicht verschließen. Man denke nur, ein Kraftwerk, das Atommüll verwertet. Genau, dieses fies strahlende Zeug, das uns einhunderttausend Jahre erhalten bleibt, hoch giftig ist und nirgends richtig zwischengelagert werden kann, geschweige denn endgelagert.
Der Haken: Die ersten Reaktoren dieses Bautyps sind frühestens in zwanzig Jahren verfügbar. Ein Vorteil: Für Kraftwerke dieses Typs steht heute schon mehr als genügend Atommüll bereit, denn Kraftwerke produzieren selbst nach Aufbereitung lt. Wikipedia bis zu sieben Kubikmeter hochgradig strahlenden Atommüll, der eigentlich sicher endgelagert werden sollte.
...sacken lassen.

Eigentlich schätze ich den Scienceblog sehr, wegen der Art, wie dort Wissenschaft leicht verständlich zugänglich gemacht wird. Und ich habe nicht das erste Mal von Fission-Kraftwerken gelesen, die generell positiv zu bewerten sind. Aber hier wurde ein wenig der Bock zum Gärtner gemacht. Und wer den tagesschau-Artikel für Propaganda pro Atomstrom hält, hat unbesehen Recht, wenn die einzige Gegenstimme im Artikel selbst eine Beschwerde einer Umweltorganisation ist, die nur meckert "dass der Stromkonzern die Meinung der Leute kauft".
Mit Atomstrom habe ich mich ja schon ein paarmal auseinander gesetzt, wie eifrige Leser meines Blogs wissen. Und ich habe jedes Mal ein wenig dazu gelernt, so dass ich mich jetzt als wissenden Laien betrachte.
Generell gilt: Generation 4-Kraftwerke sind förderungswürdig, und daher sollten einige von ihnen gebaut werden. Dies aber nicht auf Kosten des Energiemixes. Atomkraft hatte vor der Teilabschaltung im Moratorium einen Schnitt von gut einem Viertel am Stromaufkommen in Deutschland, und das war ungefähr die Menge, die Deutschland deutsche Stromkonzerne ins Ausland verkauft haben. Ich weiß, ist physikalisch so nicht richtig, aber auch nicht so falsch. Nun sind sieben Standorte vom Netz, und es ist immer noch genügend Strom da... Und die Horrorausfälle, die für den Winter fest eingeplant waren, sind bisher nicht eingetreten.

Kommen wir also auf die Kernaussagen zurück und platzieren wir unsere Gegenargumente.
1) German Angst verhindert, dass Atomkraft weiterhin positiv gesehen wird und wichtige, notwendige Reaktoren weiter laufen.
German Angst haben wohl nur die Eltern von Kindern in der Elbmarsch, deren Kinder überproportional an Leukämie erkranken als im Rest von Deutschland. Die anderen fragen sich eher zwei Dinge: Warum hat Atomkraft seit ihrer Existenz rund sechshundert Milliarden Euro Fördergelder erhalten, obwohl Atomstrom so "billig" ist? Und: Was machen wir mit dem einhunderttausend Jahre strahlenden Müll, wenn Gorleben kein sicheres Endlager ist, wie der andere Salzstock, die Asse, gerade eindrucksvoll beweist?
Wir wissen, dass die Verklappung von Atommüll im Ozean eine dumme Idee ist/war, weil nicht nur die Strahlung, sondern die gefährlichen Partikel wie Cäsium, Strontium, auch Plutonium die Nahrungskette hinaufwandern und irgendwann wieder auf unserem Teller landen. Es bedarf nicht einmal großer Mengen dieser hochgiftigen Substanzen -  und auf dem Grund der Meere lauert es hochkonzentriert.
Wer also Atomkraft positiv sieht, soll mir erklären, was er mit dem hochradioaktiven Abfall zu machen gedenkt, und mir erklärt, warum der Atomstrom einerseits als billig gepriesen wird, wir aber Horrorsummen an Subventionen zahlen müssen.

2) Atomstrom ist CO2-neutral.
Okay, ich werde zum Erbsenzähler. Was haben wir hier? Atomstrom. Wie funktioniert der? Aus angereichertem Uran werden Brennstäbe gemacht. Diese werden in Druckreaktoren mit Neutronen beschossen. Uran spaltet sich auf und gibt dabei Energie frei. Dabei entstehen auch die hochgiftigen Substanzen wie Cäsium und andere, aber das nur nebenbei. Die Energie wird genutzt, um eine ganz klassische Dampfturbine anzutreiben, die Strom produziert. Der ganze Vorgang braucht also nur die Brennstäbe, zwei Kühlkreisläufe, die Reaktorkammer, ausreichend Wasserzufluss. Ende. Beim Beschuss des Urans wird tatsächlich kein CO2 produziert. Im Gegenteil, die schneeweißen Rauchsäulen über den Kernkraftwerken bestehen nur aus Wasserdampf. Reinem H2O.
Kommen wir zur Erbsenzählerei. Man kann aus einem Kilo Uran mehr Energie produzieren als aus einem Kilo Kohle. Viel mehr. Sehr viel mehr. Viiiiiel mehr. Aber wir kommt man an das Kilo Uran?
Das wird im Tagebau gewonnen. Im Ausland. Auch in Deutschland ist mal Uran gewonnen worden. Aber die Methode war zu unergiebig, und die Geschichte an sich zu giftig für die Umwelt, deshalb hat man es nach dem Ende der Sowjetunion sein gelassen. Derzeit bauen u.a. einige afrikanische Länder, Kanada, die USA, Russland, Australien und andere im Tagebau Uran ab und verkaufen es auf dem spekulativen Weltmarkt zum Tagespreis.
Moment Mal, Tagebau? Heißt das, erstmal sieht es irgendwo in einem Abbaugebiet aus wie bei uns im Braunkohletagebau? Nun, nicht ganz. Bei uns genügt ein Riesenbagger, der das weiche Braunkohleflöz abträgt. Bei Uranerz muss Gestein gesprengt werden. Und eine Menge Gestein muss bewegt werden um ans Uran zu kommen. Wieder und wieder und wieder. Dabei fällt natürlich CO2 an, genauso wie für den Transport nach z.B. Gronau/Westfalen, wo dann Brennstäbe entstehen, die wiederum zu den Kraftwerken geschaffen werden. Das mag jetzt wirklich Erbsenzählerei sein, aber es ist leider ein Fakt: Kernkraft produziert während der Kettenreaktion kein CO2, das ist richtig, aber für den Abbau von Uran, die Weiterverarbeitung und den Transport fällt eine Menge an. Auch für den Abtransport, die Wiederaufbereitung, und, und, und. Dazu kommen höhere Kosten, einerseits für die Ressource, andererseits für den Umgang mit der gefährlichen Substanz nach ihrer Verwendung: Für die Arbeit mit Atommüll wird ein immener Aufwand betrieben. Werkzeuge und Bekleidung werden nach einmaliger Benutzung im Zusammenhang mit hochradioaktivem Müll entsorgt - als Atommüll. Diese Verschleißprodukte müssen auch erst mal produziert werden. Mag ja sein, dass Kernkraft weniger CO2 als Kohle produziert - wobei man die modernsten Filtersysteme nicht unterschätzen sollte - aber CO2-neutral sind gaaaaanz anders aus.
Und billig ist die Scheiße auch nicht. Einmal ganz davon abgesehen, dass der billige Atomstrom ohnehin ins Ausland verkauft wird, nachdem wir ihn subventioniert haben. ^^°°°


3) Wir dürfen uns neuen Technologien nicht verschließen.
Richtig. Unterschreibe ich sofort. Wenn die Generation 4-Reaktoren einsatzbereit sind, und so schicke Sachen wie ausgebrannte Brennstäbe oder Thorium verwerten - sogar Cäsium und Plutonium - dann her mit den Dingern. Atommüll fällt immer irgendwo an. Aber normalerweise nur leicht strahlender Müll, wie bei der Ölförderung, wenn durch Radiumhaltige Gesteinsschichten gebohrt werden muss.
Aber wollen wir dafür eine überteuerte, hochsubventionierte und Endlagerungeklärte Atomkraft behalten?
Die meisten Kraftwerke in Deutschland laufen ohnehin bis zu jenem Zeitpunkt, an dem ihr vorhergeplantes  "Leben" ein Ende gehabt hätte, wenn nicht die Kanzlerin wegen der Reaktorsicherheit deutscher KKW vollmundig von vierzig Jahren Laufzeitverlängerung gesprochen hätte - und Hitzköpfe in der CDU sogar sechzig gefordert hatten, vor Fukushima natürlich.
Nebenbei bemerkt halte ich es für die dümmste Entscheidung Merkels,  die Atomkatastrophe in Japan als Anlass für das Moratorium und die Abschaltung der sieben ältesten AKW in Deutschland zu nehmen. Man könnte ja meinen, Muberkel hat Angst davor, das eine entsprechende Katastrophe auch hier bei uns möglich ist. Wenn es German Angst in diesem Thema gibt, dann ist die Atompolitik der Bundesregierung Schuld. ^^°
Ach ja, darüber hinaus forschen wir ja immer noch an der Kernfusion. Und auch das Helium-3-Isotop soll eine gute Energiequelle darstellen.
Also: Immer her mit den neuen Technologien, und weg mit der unzuverlässigen, teuren und einhunderttausend Jahre strahlenden Müll produzierenden alten. Nein, nicht Merkel, ich meine die alte Technologie.

4) Deutsche Kernkraftwerke sind sicher.
Sicherlich sind sie sicher. Deshalb wurden ja auch die älteren abgeschaltet, weil sie die Richtlinien z.B. für den Fall eines Flugzeugabsturzes nicht erfüllen.
Und sicher sind jene, die in Erdbebengebieten stehen, gegen leichtere Beben, die in diesen Regionen vorkommen können, abgesichert.
Aber auch wenn die Technologie idiotensicher ist, gibt es immer noch ein Restrisiko. Zwar sind weder Tsunamis zu erwarten, noch der Versuch waffenfähiges Plutonium für deutsche Kernwaffen zu produzieren; aber das Restrisiko, das so oft beschworen wurde, ist im Falle des Eintritts erheblich gravierender als ein Unglück in einem Gas-, oder Kohle-Kraftwerk. Wir haben es in Tschernobyl und Fukushima gesehen: Wenn was passiert, dann passiert es richtig, und rund um das KKW entsteht eine Sperrzone von zwanzig bis dreißig Kilometern, die in einem gesundheitsgefährdenden Maße radioatkiv belastet ist.
Und nein, "das bisschen Radioaktivität" ist nicht das Problem. Die Spaltprodukte, von denen die Radioaktivität ausgeht, und die teilweise hochgiftig sind, sind ein Problem.
Das gleiche Problem haben wir mit der Asse. Sobald Radioaktivität in den Konsens mit Grundwasser tritt, kann alles Mögliche passieren, inklusive einer verstrahlten/verseuchten Region Deutschlands.
Das Risiko für Deutschland mag dank unserer Technologie minimal sein, aber ich wünsche mir, dass alle Befürworter der Kernkraft für diese Sicherheit mit ihrem Namen einzustehen bereit sind.

5) Wenn nicht die Sonne scheint und kein Wind weht, hat es sich mit alternativen Energien, und Ihr wollt die KKW's zurück.
Ja, aber hallo. Was für ein tolles Argument. Dabei weiß doch jeder, dass den dezentralen Kraftwerken die Zukunft gehört. Nicht Atomkraftwerken, sondern Strohkraftwerken, Wasserkraftwerken, Solaranlagen, Biogasanlagen, Erdwärmetauschern, Windkraft, und, und, und.
Wir erinnern uns: Vor der Abschaltung der KKW war der Anteil der Kernenergie am deutschen Strom unter fünfundzwanzig Prozent. Das nannte man den "Deutschen Energiemix". Woher kamen die anderen rund fünfundsiebzig Prozent? Eines steht fest, nicht aus Kernenergie. Und nun ist der Anteil der Kernenergie weiter zusammen geschrumpft, und ich habe hier an meinem PC immer noch Licht, Strom für den PC, und die Heizung, die für den Brenner Strom braucht, läuft auch noch. Es scheint, dass irgendwo doch die Sonne scheint und der Wind weht.
Davon mal abgesehen, und die privaten Investoren außen vor gelassen, die auf ihrem Hausdach eine Photovoltaik-Anlage haben: Da investieren die gleichen Stromkonzerne, die sich an Atomenergie gesund stoßen, Milliarden in Windkraft, u.a. in sogenannten Offshore-Anlagen. Stromkonzerne, die Gewinne einfahren wollen. Die diese als Aktienunternehmen auch bitter brauchen. Glaubt hier jemand ernsthaft, dass ein Vattenfall-Manager ein paar hundert Millionen in den Sand setzen darf, um die Untauglichkeit von Offshore-Windkraft verkünden zu können, ohne das sein Kopf rollt? ^^°
Und um gleich mal das andere Totschlag-Argument vorweg zu nehmen: Photovoltaik funktioniert nur am Tage: Genau da haben wir ja unsere Verbrauchsspitzen. Es hat seinen Grund, warum das Gros der Deutschen am Tage arbeitet, und nicht in der Nacht...

So, ich tippe hier jetzt schon über eine Stunde dran rum, muss noch Korrekturlesen und die wichtigsten Fehler ausmerzen, und schlicht und einfach habe ich keine Lust mehr. Vor allem weil ich darüber enttäuscht bin, dass intelligente Menschen Atommüll als "kleineres Übel" anzunehmen bereit sind.
Und dass diese Menschen es tatsächlich wagen, uns Deutsche als die einzigen hinzustellen, die Atomkraft nicht mehr wollen, obwohl die Kernenergie weltweit auf dem absteigenden Ast ist. Das ist frech.
Bei dieser Riesenmenge an Text wünsche ich mir eine rege Diskussion. Ich bin gerne bereit, mit jedermann über jedes Detail zu diskutieren. Ich wünsche mir dabei nur zwei Dinge:
1) Wenn mich ein Argument überzeugt, oder wenn mir ein Fehler nachgewiesen wird, nehme ich das so an. Das Gleiche wünsche ich mir von meinen Kommentatoren.
2) Es ist offensichtlich, dass ich mich nicht zum Atomstrombefürworter bekehren lasse. Aber das macht mich nicht zum Feind. Ich erwarte sachliche Argumente und Fakten, keine emotionalen.

Ja, das ist ein wichtiger Punkt, denn wenn Atomkraftgegnern pauschal untergeschoben wird, Befürworter wären allgemein besser informiert und Gegner hätten kaum Ahnung von dem, wogegen sie eigentlich seien, muss ich den Kopf schütteln. Es ist gerade nicht so, dass Gegner weniger Ahnung haben. Es gibt nur sehr viel mehr von uns als Befürworter, und daher kann man nicht erwarten, jedes Mal an einen Experten zu geraten, nur weil man mit jemandem redet, der einmal in seinem Leben erkannt hat, dass runde sechshundert Milliarden Euro Subventionen für billigen Atomstrom eine dumme Idee sind.
Wenn jemand dagegen ist, hat er seine Gründe, so wie Befürworter ihre Gründe haben. Der gegenseitige Respekt vor dem Standpunkt des anderen ist essentiell, und darauf werde ich auch achten. Nicht, dass ich wirklich glaube, dass sich ein Befürworter hierher verirrt. Aber mein Blog, meine Regeln. Und ich finde, das sind gute Regeln.
Rest dann in den Kommentaren.

Kommentare:

Nathan hat gesagt…

Hi Ace
Wie soll ich denn dir gegenagumente entgegenwerfen wenn ich voll deiner Meinung bin

Ace hat gesagt…

Lol?
Schau Dir doch bitte mal die Diskussion an, die auf Scienceblog läuft. Da gibt es einiges zum Nachdenken, auch für KKW-Gegner.

Anonym hat gesagt…

Also vorweg meiner einer ist auch für die Abschaffung der Atomenergie, nur gerade Solaranlagen sind bei weitem kein Teil der Lösung.

Zum einen werden sie ähnlich hoch subventioniert wie Atomenergie, wenn nicht noch mehr.
Zum anderen ist der Herstellungsproszess meines Wissens mit jeder Menge Schadstoffen verbunden und die Entsorgung ebenfalls unheimlich teuer (zum Glück kein Vergleich zur Atomenergie).
Und drittens sind diese Anlagen schrecklich ineffektiv, was die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom angeht.

WAs in Sachen Atomkraft aber ebenfalls nicht bedacht wird; Uran ist auch kein unendlicher Rohstoff, der ist ja nunmal auch irgendwann alle oder in strahlenden Restmüll umgewandelt.

MfG
L. Cunningham

Ace hat gesagt…

Lucas: Aber die Solartechnologie hinterlässt keinen strahlenden Müll, das alleine ist schon mal ein Riesenvorteil. Dazu kommt, dass Photovoltaikzellen nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Auch hier geht die Technik weiter, sodass wir bald Solarpanels haben, die unsichtbar auf eine Scheibe geklebt werden und dort Strom erzeugen können - für ein Minimum an Aufwand und Produktionskosten. Natürlich muss ein solches Produkt nur so lange gefördert werden, bis es sich verselbstständigt hat.

Schrecklich ineffektiv: Seltsam, dass man mit Atomenergie eine Dampfturbine betreiben muss, um Strom zu erzeugen. Das ist auch irgendwie... Ineffektiv, finde ich.

Ace hat gesagt…

Nathan: Ich sehe gerade, meine Antwort könnte vielseitig ausgelegt werden. Darum will ich schnell noch präzisieren.
Wenn Du Dir die Diskussion anschaust, wirst Du erkennen, dass auch die "andere Seite" gute Argumente hat, bei denen man wankelmütig werden kann, wenn man sich die ungeheuren Subventionen und den ewig lange strahlenden hochradioaktiven Abfall nicht vor Augen hält. Mich interessiert Deine Meinung dazu.

Anonym hat gesagt…

@Ace:
Entschuldige bitte, das Atomstrom nicht direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden kann ;) (ja ein Lehrer von mir kam tatsächlich mal mit der Geschichte, dass ihm jemand erklären wollte, dass in einem AKW Atomstrom in elektirschen Strom umgewandelt wird), sondern dass man da auf das gute alte Dynamo zurückgreifen muss.

Ich streite ja gar nicht ab, dass alles was hilft Atomkraftwerke abzuschaffen schon mal ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Ebenso gestehe ich auch gerne zu, dass Solaranlagen noch nicht am Ende ihrer Entwicklung stehen. Nur zur Zeit sind sie noch ziemlich ineffektiv.

Ein interessantes Phänomen sind auch die Windkrafträder in Verbindung mit den Grünen, welche auf Bundesebene natürlich voll hinter der Idee stehen, auf komunaler Ebene das aber gar nicht mehr so toll findet, wenn "die Natur um unsere Stadt herum" mit solchen Dinger zerstört wird... *woob-woob-woooob*

Lange Rede wenig Sinn, will sagen, man sollte sich natürlich auch mal mit den zur Verfügung stehenden Alternativen auseinander setzen, welche sich dann wie so oft nicht als der Weißheit letzter Schluss herausstellen.

Ich könnte mich jetzt noch stunden lang über blinden Aktionissmus auslassen, der Grüne Punkt läst grüßen, aber meine Mittagspause reicht dafür nicht ganz aus.

MfG
L. Cunningham

Ace hat gesagt…

Warum kann Atomstrom nicht direkt umgewandelt werden? Ich glaube, wenn wir weiter an der optimalen Gasturbine feilen, die das vom Zerfallsprozess erhitzte Wasser in Strom umwandelt, werden wir ewig in dieser Sackgasse stecken... Aber das sind technische Aspekte, von denen ich keine große Ahnung habe.
Lucas, Solarenergie und Windkraft haben zwei große Vorteile, die auch eine nicht ganz so effiziente Energieerzeugung rechtfertigen - jedenfalls mehr das das Subventionsgrab Atomstrom - nämlich, dass sie nicht regelmäßig neue Brennstäbe brauchen, um zu funktionieren. Die Windkraft braucht bestenfalls Wartungskosten, Solarenergie nicht mal die.
Und ich persönlich halte alles für weiser, als weiterhin unbedarft einhunderttausend Jahre strahlenden Atommüll zu produzieren. Da nehme ich auch schlecht funktionierende Solaranlagen in Kauf. Überhaupt ist Solarenergie ein noch recht geringer Anteil im Strommix. Da ist noch Spiel nach oben.

Anonym hat gesagt…

Da kann ich Dir eigentlich, es wird Dich erstauenen und schockieren, nur zustimmen.

Mfg
L. Cunningham

Ace hat gesagt…

Erstaunen, ja, schockieren, vielleicht ein klein wenig.^^

Nathan hat gesagt…

Egal ob Atom, Gas, Kohle oder (gott behüte)Ölkraftwerk alle arbeiten mit der Dampfturbine
Bei allen 4 Varianten wird Wasser erhitzt und Turbinen mit dem erhitzten Wasserdampf angetrieben,
bei Geotermalkraftwerken wird das erhitze wasser direkt in turbinen in strom umgewandelt
deswegen ist für mich die forschung in richtung effektiver Dampfturbinen keinesfalls eine Sackgasse

und entschuldigung was ist denn Atomstrom der in elektr.Strom umgewandelt wird?

Ace hat gesagt…

Ups. Sagen wir nicht Atomstrom, sondern Kernzerfallsenergie. Besser?

Es gibt ja eine Technologie, die direkt umwandelt, ohne Turbine, das ist Solarenergie. Vielleicht sollte man auf dieser Basis weiter forschen, um Strom ohne Umwege zu kriegen.
Windenergie ist ja auch wieder Turbinenstrom, so gesehen.

Nathan hat gesagt…

Du wirst wirklich mit Ausnahme von Solorpanelen nix finden, bei der Elektr.Strom nicht via Turbine(Motor)/Generatorkombination erzeugt wird.

upps doch die Brennstoffzelle

ok
KKWs wie ich in den Diskussionen zum Beitrag auf den sich dein Blog hier bezieht müssten allein um den jährlichen anstieg des Energiebedarfs der Erde zu decken jedes jahr 400kkws gebaut werden also jedes Jahr soviele KKws wie es z.Z.gibt und dabei ist noch nicht mal der ersatz der jedes Jahr stillgelegten Kraftwerke eingerechnet.
Schon damit ist das Thema KKW für mich erledigt.
denn wenn jetzt schon ein aufstand gemacht wird weil Iran ein KKW und eine aufbereitungsanlage betreibt und als untergang des Abendlandes angesehen wird. wo sollen dann die 400 KKWs gebaut werden?
woher kommen die Brennstäbe, denn Uran gibt es auch nicht unbegrenzt.
wohin mit dem Abfall?, woher kommt das fachpersonal?
Politsch ist ein neubau von KKW in deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr möglich.
wann wurde das letzte KKW in den USA gebaut?

Stinkstiefel hat gesagt…

ch melde mich auch mal. ^^
Die Zukunft wird interessant werden. Bei den Möglichkeiten der Zukünftigen Energieproduktion (Umwandlung). Etwas was immer sehr an den Rand bei solchen Diskussionen geschoben wird, ist die Verringerung des Energieverbrauchs der benutzten Geräte.
Des weiteren, bei WKWs fällt mir immer auf dass die Leute bei deren Steigerung der Energieproduktion immer nur an eine Vermehrung der Anlagen denken, aber nie an die Ersetzung durch effizientere Anlagen.
Das war es erst mal. ^^

Anonym hat gesagt…

@Nathan:

"und entschuldigung was ist denn Atomstrom der in elektr.Strom umgewandelt wird?"

Der Spruch stammt aus einer Anekdote eines meiner Lehrer von vor zehn Jahren... also nicht beachten, sondern nur Kopf drüber schütteln.

MfG
L. Cunninghma

Nathan hat gesagt…

Kopf kräftig Schüttel

Upps jetzt wird mir schwindlig

Anonym hat gesagt…

Also als erstes: Für mich ist nicht jeder Atomstrom gleich. Die heutigen, auch die sehr sicheren gen 3+ Kraftwerke sind für mich im bestem fall eine Brückentechnologie. Egal ob leicht oder schwerwasser Reaktoren, sie sind alle müssen scheitern, auch wenn sie absolut sicher wären. Die abbauwürdigen Uranvorkommen sind einfach zu gering um eine grosse Reaktorflotte lange zu versorgen. Dies sollte schon diese Reaktortypen begraben, und zwar vor Jahrzehnten.

Wenn man Heute noch Leichtwasserreaktoren baut, dann nur um aus dieser alten Kuh noch den allerletzten Rest auszumelken.

Anders sieht es aber bei anderen Reaktorkonzepten aus, die auf brütertechnologie basieren. Wenn Atomkraft die Welt mit Energie versorgen könnte, dann nur mit Hilfe von Brütern. Aber die kommen ja erst in zwanzig Jahren... oder?

Es gibt viele Brütertechnologien die seit langem entwickelt werden. Die Russischen BN-800 werden mittlerweile sogar Eksportiert (2013 soll der bau 2er Einheiten in China beginnen), vieles deutet darauf hin dass es wesentlich weniger als 20 Jahre dauern wird bis diese Reaktoren für die Massenproduktion bereit sind.

Sehr interessant sind auch die Thermischen Brüter, (oder Flüssigfluoridreaktoren) die gegenüber anderen Technologien Vorteile im bereich Sicherheit und Effizienz haben. Was viele nicht wissen, Flüssigsalzreaktoren werden bereits gebaut. Ein 60 Mw Prototyp soll ab diesem Jahr in Tschechien gebaut werden, voraussetzlich 2016 ans Netz gehen. info: http://thmsr.com/introduction.htm
Die Flüssigsalzreaktoren sind also auch eine Option, die bis zur Marktreife relativ schnell entwickelt werden kann.

Brüter haben viele Vorteile: Erstens, mit weniger Brennstoff mehr Energie. Somit auch weniger Abfall.
Der Abfall enthält im Idealfall sehr wenig bis gar keine langlebige Nuklide, wodurch sich die Lagerzeit drastisch verkürzt. man Redet von wenigen hundert Jahren, nicht Jahrmillionen. Das macht die suche nach geeigneten endlagern viel einfacher.
Die Sicherheit dieser Reaktoren soll auch größer als die der heutigen Reaktoren sein. Bei Schnellen Brütern habe ich da meine Zweifel, aber bei Flüssigsalzreaktoren habe ich eigentlich keine bedenken. Auch im bereich Proliferationssicherheit punktet der Flüssigsalzreaktor gewaltig. Und beide Typen können mit heutigen Atommüll betrieben werden, und deren Lebensdauer deutlich verkürzen.
Was bleibt noch... Ach ja, das liebe Geld.
Kaum ein Privatinvestor wird in Technologien investieren, wenn die Zeitspanne zwischen Anmeldung beim Patentamt, und verkauf erster Produkte mehr als 10, 20 Jahre beträgt. Und so lange können Genehmigungsverfahren dauern, besonders bei Technologien die für Bürokraten unbekannt oder kontrovers sind. Bis mann da das Erlaubnis hat ein Produkt zu verkaufen, sind deren Patente bereits ausgelöscht...
In so einem Umfeld kann man die Forschung nur mit Staatlichen Geld oder gar nicht fortsetzen. Neben Kerntechnik sind da auch zum beispiel Gentechnik betroffen.
Es ist auch nicht wirklich relevant wie viel Geld man in Atomkraft als ganzes reingesteckt hat, sondern in welche Projekte. Projekte die Zukunftsfähig sind, also Schnelle Brüter, oder Flüssigsalzreaktoren haben kaum oder gar nichts bekommen. Na gut, Fusionskraftwerke sind meiner Meinung nach auch eine gute Idee, verdienen aber weniger Aufmerksamkeit als sie jetzt bekommen.
Atomkraft ist nicht überall in der Defensive, in China entwickelt sie sich prächtig. Dort werden mehr als 20 Leichtwasserreaktoren gebaut, Hochtemperatur Kugelhaufen Reaktoren, Schnelle Brüter, Es gibt ein vielversprechendes Forschungsprojekt für Flüssigsalzreaktoren und für Fusionskraftwerke. Ich weis nicht wie viel Statsgelder China in Ihr Nuklearprogramm reinsteckt, die Investition hindert sie aber offensichtlich nicht am schnellem Wirtschaftswachstum.

Ace hat gesagt…

Nathan: Ah, die Brennstoffzelle, Kern unserer superleisen U-Boote, wie konnten wir die nur vergessen?

Interessanter Exkurs in die Machbarkeit der Versorgung durch Nuklearenergie. Danke dafür. Ich gebe Dir da Recht. Es scheint also, als wäre die Atomlobby nicht wichtig, sondern einfach nur laut...
Allerdings ist die Idee mit den "begrenzten Vorräten" irgendeiner Ressource einfach nur ein urbanes Märchen, weil viele Lagerstätten noch gar nicht entdeckt sind. Das gilt für Uran, das gilt für Erdöl und Erdgas. Das gilt auch für andere Produkte. Tatsächlich werden Lagerstätten erst in die "Weltvorräte" hinein gerechnet, wenn sie bereits ausgebeutet werden...

Ace hat gesagt…

Stinkstiefel: Jetzt wo Du es gerade sagst: Durch Banteln fließt der Fluss Leine. Auf einem Nebenarm steht ein Mühlengebäude von 18**. Natürlich wird hier schon lange kein Getreide mehr gemahlen, dafür waren aber Turbinen zur Energieerzeugung eingebaut. Der Besitzer hat neulich Turbinen neuerer Generation einbauen lassen, um die Energieausbeute zu erhöhen. Wir sehen, auch bei Wasserkraft geht die Forschung weiter. ^^

Ace hat gesagt…

An Mr. Anonym in Post sechzehn, falls es nicht Lucas Cunningham ist:
1) Danke für den Beitrag.
2) Flüssigsalzreaktoren, das klingt sehr interessant. Ich werde mir gleich dazu mehr Informationen holen.
3) Generell sind billige Energien, die Atommüll verbrennen, bzw. keinen ewig strahlenden Müll produzieren, bzw. bei einem Unfall nicht Tschernobyl und/oder Fukushima in den Schatten stellen, sehr wünschenswert. Letztendlich müssen wir voran schreiten, nicht zurück schauen. Die Welt entwickelt sich auch ohne unsere Meinungen weiter. Und wenn Flüssigsalz nicht so eine Subventionsfalle wie unsere AKW's sind, gerne her damit.
5) Lust auf einen etwas ausführlicheren Gastbeitrag zu diesem Thema in meinem Blog?

Ace hat gesagt…

Nicht falsch verstehen, Lucas. Wenn Du das warst, lobe ich Dich auch. ^^

Anonym hat gesagt…

@Ace:
Nein, ich unterschreibe meine Statements.

MfG
L. Cunningham

Ace hat gesagt…

Schade, so wäre es ja einfach gewesen. Stattdessen muss ich hoffen, dass mein anonymer Gast wiederkommt.

jacqueaux hat gesagt…

Hallo Ace,

schöner Artikel! Ich möchte dazu auch noch ein paar Sätze loswerden.
Sowohl Solarstrom als auch Windenergie sind was die Leistung - und im Fall des Solarstrom auch die Effektivität - angeht, noch lange nicht ausgeschöpft. Was die Unregelmäßigkeit angeht, zeichnen sich doch schon mehrere Möglichkeiten ab:
Windgas-Solargas: Hier wird bei Wind- bzw. Solarstromüberschuss dieser überschüssige Strom zur Erzeugung von Wasserstoff bzw. Methan verwendet. Diese Gase können ins Erdgasnetz eingespeist (die Kapazität dieses Netzes ist gewaltig) und somit als Speicher verwendet werden, um in wind- und sonnenfreien Zeiten wieder in Strom umgewandelt zu werden. Und ehrlich, auch wenn der Wirkungsgrad der Umwandlung nicht wirklich hoch ist, ist es immer noch besser ein Viertel der sauberen Energie zu nutzen als den Überschuss verpuffen zu lassen.
Auch die Verstromung/Verkokung von Bioabfällen sollte man nicht unterschätzen. Auch hier ist eine neue Technik (hydrothermale Carbonisierung / HTC) in der Entwicklung, die viele Möglichkeiten bietet. Dies kann eine gute Möglichkeit werden, die Lücken, die Wind und Sonne nicht abdecken können, zu füllen.
Ich denke, ein guter regenerativer Mix kann in ein paar Jahren wirklich in der Lage sein, den Energiebedarf in Deutschland (und theoretisch auch dem Rest der Welt) zu decken, wenn wirkliches Interesse daran besteht.

Ace hat gesagt…

Hallo, jacqueaux.
Schön, dass Du den Weg von FF.de in meinen Blog gefunden hast. ^^

Ich gebe Dir vollkommen Recht, wir haben unsere Möglichkeiten bei den regenerativen Energien noch lange nicht ausgeschöpft. Zum Beispiel fällt mir gerade ein: Wasserturbinen werden doch bestimmt heiß, bzw. ein Teil von ihnen. Bei großen Projekten wie Staudämmen würde eine Wärmerückgewinnungsmaßnahme zusätzliche Energie produzieren. Nur mal so ein Gedanke am Rande.
Mir kommt es so vor, als hätten wir bisher aus dem Vollen schöpfen können, und nun müssen wir Strom rational erwirtschaften, und mit fünfzig Jahren Verspätung kommt erst das Thema regenerative Energien auf den Tisch, plus Technologieverbesserung, um die Ausbeute zu erhöhen.
Darunter fällt auch die 4. Generation von Kernkraftwerken, was aber ehrlich gesagt mit der Vorstellung von mehr dezentralen Kraftwerken und ein weniger aufgefächertes, dafür aber sichereres Stromnetz.
Jetzt erst bemühen wir uns aktiv um Alternativen; und wie Du dargelegt hast, gibt es nicht nur einige.

Ehrlich gesagt blutet mir immer ein wenig das Herz, wenn ich von Kornkraftwerken höre, oder Biogasanlagen, die Maissilage verbrennen. Die armen Lebensmittel. Aber es gibt ja auch Kümmerkorn und reines Maisblatt. ^^

Anonym hat gesagt…

Ich glaube der gesuchter Anonymer bin wohl ich...
Tut mir leid, war seit seit Gestern nicht mehr auf deiner Seite. Ich habe leider in nächster Zeit bisschen zu tun, zumindest bis zum 9 Februar... Danach könnte Ich gerne einen Gastbeitrag verfassen :D.
MFG Kroll

Ace hat gesagt…

Das ist ja quasi um die Ecke. Kroll, das nehme ich gerne so an.

Und am Besten kombiniere ich das mit Ausführungen von jacqeaux zu alternativen Energien, dann ist die ausgemolkene Kuh bald vom Eis. ^^
Obwohl, das führt dann wohl doch zu weit. Erstmal nur ein Gastbetrag von Dir, Kroll, irgendwann in der zweiten Februarhälfte. Meine Mail steht im Impressum. ^^

Miyu-Moon hat gesagt…

Ich möchte keine Diskussion anfangen, sondern nur ne simple Frage stellen. Was sind Asse im Zusammenhang mit der Kernkraftwerk? Beim Lesen hat mich das nämlich ziemlich verwirrt, als ich zu den Realisation gekommen bin, dass du gewiss nicht von Elite in Plural sprichst. Ist das auch eine Art Abfall-oder Nebenprodukt?

Ace hat gesagt…

Die Asse ist ein Bergwerk im ehemaligen niedersächsischen Grenzgebiet zur damaligen DDR. Genauer gesagt handelt es sich um einen Salzbergwerk, bzw. einen Salzstock, in dem Jahrelang Kalisalze abgebaut wurden.
Da Salz hervorragend Wärme leitet, und Atommüll mit der Strahlung eben auch Wärme emissiert, hat man lange Zeit angenommen, ein Salzstock wäre das richtige Endlager für die nächsten einhunderttausend Jahre, und mit der Asse den Versuch unternommen, dort schwach radioaktiven und mittel radioaktiven Müll einzulagern. Dabei soll dann sogar hochgradig strahlender Müll "zwischengeraten" sein.
Nun ist das passiert, was man befürchten sollte, wenn man mit Salz arbeitet: Wasser ist eingebrochen und bedroht die Integrität der verschiedenen Lagerkammern. Genauer gesagt, droht eine mittlere Katastrophe durch die Verseuchung des Grundwassers durch radioaktive und teilweise hochgiftige Stoffe.
Das ist die Asse.

Nathan hat gesagt…

Genaueres zur ASSE findest du bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Schachtanlage_Asse

Ace hat gesagt…

Da sieht man es, ich war Nathan nicht ausführlich genug. XDDD

Irgendwie steigt auch der Leistungsdruck auf Blogger, mehr Qualität abzuliefern...
Nur Spaß. ^^ Ich bin ja kein Journalist. ;P