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Samstag, 10. Dezember 2011

Wissen ist Macht, die Zweite. Anonym und ich im Disput.


Lieber Herr Anonym,
Sie haben sehr ausgiebig und sehr ausführlich zu meinem Post "Wissen ist Macht, Glauben ist Ohnmacht" gepostet. Da es etwas viel ist, erlaube ich mir, daraus einen eigenen Blogeintrag zu machen. Ich stelle dabei die Zitate, auf die Sie sich beziehen, und Ihre Antworten kursiv.
Vorweg eines: Ein Name wäre nicht schlecht gewesen. So bleibt von vorne herein ein bitterer Beigeschmack.
Dennoch, neun Seiten Word-Text zu schreiben ist eine Leistung, dafür gebührt Ihnen Respekt.
Aber gehen wir in die Einzelbetrachtung.




"Wissen ist Macht, Glauben ist Ohnmacht - Klimawandel eine Glaubensfrage?"

schon diese Überschrift ist der Brüller. :-) Bildet sich der Autor dieses blogs etwa wirklich ein, dass er so etwas wie "Wissen" besitzen würde!??? Da kann man echt nur Lachen. :-)
Der Autor, also ich, geht sogar noch einen Schritt weiter und behauptet, ein sehr großes Nichtwissen zu besitzen. Also meine Ansätze und Erfahrungen auf vielen Gebieten sind groß genug, sodass ich feststellen kann, wie viel Wissen über den Gesamtkomplex mir noch fehlt. Dieses Nichtwissen resultiert aber gerade aus Wissen, und daher, Herr Anonym, bilde ich mir Wissen nicht ein. Ich habe es.



Zitat:
Seit etwa zwei Jahren twittere ich.
Zitat Ende.

Jo. Das kann ja auch schließlich jeder Vollidiot.
Jeder Vollidiot kann auch auf einen Blogpost antworten, so what?



Zitat:

Vor etwa einer Stunde fiel mir dann ein Tweed von @Newstopaktuell auf, der zu diesem Artikel führte.

Zitat Ende.

Habe den Artikel gelesen. Ausgezeichneter Artikel. Hätte man kaum besser schreiben können.
Ja, das war ein hervorragendes Stück Werbearbeit, um den nicht vorhandenen Klimagate-Skandal noch einmal zu pushen und den Klimawandel als nichtexistent hinzustellen. Genauso, wie Katrina nie New Orleans zerstört hat, genauso, wie die Packeisschicht an Nord- und Südpol keinen Rekordniedrigststand aufweisen. Das enthält alles diese tiefe Leugnung.
Herr Anonym, wir befinden uns in einer Zwischenzeitlichen Warmzeit einer Eiszeit, d.h. die nächste Eiszeit kommt garantiert. Das heißt auch, dass die Temperatur während der Interglaziale variiert. Ein Freund von mir, ein Geologe, hat das wie viele andere vor ihm anhand von Erdproben und Samenablagerungen, Sporen und Pollen verifiziert. Wie das funktioniert, erkläre ich auf Anfrage gerne.
Diese Schwankung ist unter Wissenschaftlern allgemein bekannt. Wir befinden uns gerade auf dem Weg zu einer neuen Temperaturspitze. Das auszuschließen widerspricht jedem seriösen Wissen.


Zitat:

Das Besondere an diesem Artikel ist seine Engstirnigkeit.

Zitat Ende.

Nö. Das besondere an diesem Artikel ist, dass er die ungeschminkte Warheit beinhaltet, was ich HIER leider arg vermisse.
Möööp. Falle. Er enthält keinesfalls die ungeschminkte Wahrheit, dafür aber ungeschminkte Propaganda. Aber wenn Sie lieber einem Murdoch-Blatt vertrauen, ist Ihnen das freigestellt.
Ich hingegen empfehle Ihnen, mal auf Scienceblog.de zu gehen und sich von der "Gegenseite" informieren zu lassen. Mutige Menschen stellen ihre eigenen Dogmen regelmäßig auf den Prüfstand.


Das "Ende der Klimalüge" wird hier herbei geredet.

Nö. Hier wird lediglich darauf hingewiesen, aber nichts "herbei geredet".
Wie ich schon sagte: Der sogenannte Klimagate-Skandal ist in sich zusammengefallen, und wir befinden uns auf dem Weg zu einem Temperaturhoch in der Interglaziale. Das Klima ändert sich, daran ist nicht zu rütteln. Das Einzige, woran man rütteln kann, das ist die Frage, wie viel davon von Menschen gemacht wurde.


Zitat:

Ich möchte mich mit dem Thema nicht zu sehr auseinandersetzen, weil mir der Klimarat IPCC überhaupt nichts sagt. Wohl aber zu dem Artikel selbst, der vor Fehlern, Lügen und Ignoranz nur so strotzt.

Zitat Ende.

ICH konnte in diesem Artikel keinen einzigen Fehler ausmachen. Auch keine Lügen und schon gar keine Ignoranz.
Das ist merkwürdig, denn Lügen, Ignoranz und eine große Portion Frechheit konnte ich in Ihren Antworten ausmachen. Das kann vielleicht daran liegen, dass Sie auf diesen Augen "betriebsblind" sind.


Zitat:

Ich arbeite diesen Blödsinn mal Punkt für Punkt ab.

Zitat Ende.

Das hätten Sie sich sparen können.
Nein, sehe ich nicht so. Ich blogge, worüber ich will, wann ich will und wie ich will. Wenn ich denke, darüber zu bloggen ist mir die Mühe wert, tue ich das. Wenn Sie denken, mein Blogpost ist eine kritische Antwort wert, dann tun Sie das ja auch. Das war sicherlich auch eine ganze Menge Mühe. Dafür erneut meinen Respekt.


Zitat:

1) Die australische Zeitung The Australian titelte: "The IPCC has ben wrong for the past fifteen years!"
(Die IPCC hat sich die ganzen letzten fünfzehn Jahre geirrt!)
...sacken lassen.

Nun ist es schon mal sehr sensationsheischend, eine Zeitung als Beleg für diese Aussage zu nehmen

Zitat Ende.

Keineswegs. Es wird auf eine Zeitung verwiesen, die dies so gedruckt hat. Das wird von jedem Medium dieser Welt pausenlos gemacht und ist absolut gängiger Alltag.

Gut, da habe ich mich unklar ausgedrückt. Sensationsheischend ist es, wenn man sich auf eine Zeitung bezieht, die keine Quellen für ihre Aussage angibt. Wenn man als Quelle "aus wissenschaftlichen Kreisen" oder ähnliche Schwurbeleien wie die Interviewvideos angibt, reicht das nicht als Beleg. Das ist ein journalistisches Luftschloss. Behaupten kann man schließlich viel. Beweisen muss man es.


Zitat:

anstelle einer zitierfähigen wissenschaftlichen Arbeit.

Zitat Ende.

Seit wann sind Journalisten Wissenschaftler?
Wie kann man so etwas zum Vorwurf machen?
Im Übrigen lassen sich in dem Artikel sogar Videos von Wolfgang Thüne (Meteorologe) und Michael Limburg (Vizepräsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie). Im Weiteren wird auf die Arbeit von Experimentalphysiker Robert W. Wood (Hopkins Universität) verwiesen und SIE schreiben hier ALLENE ERNSTES, dass die "wissenschaftliche Arbeiten" fehlen würden!??? Dann sollten Sie Ihre Klüsen vielleicht mal überprüfen lassen oder ein bisschen weiter aufmachen!
Die eingebetteten Videos habe ich mir nicht angesehen. Nachdem der Artikel schon reißerisch, hetzerisch und faktisch falsch war, habe ich davon nicht mehr erwartet, als eine Unterstützung dieser nennen wir es mal gewagten These.
Da ich aber von vorne herein gegen die Kernaussagen eingestellt bin, schauen Sie bitte mal weiter oben meine Aussage zur Interglazialen und die damit verbundene periodische Erwärmung und Abkühlung an (noch mal, wir steuern auf ein Temperaturhoch zu), war es mir den Aufwand nicht wert. Unter wissenschaftlichen Arbeiten verstehe ich übrigens keine Belanglos-Interviews mit Klimagate-Befürwortern, sondern eine ordentliche wissenschaftliche, nachprüfbare Arbeit in geschriebener Form. Das dürfte aber schwer fallen, weil... *seufz* Siehe oben.
Und: Wer über Wissenschaft journalistische Arbeiten schreibt, sollte sich auf dem Themengebiet auskennen oder jemanden kennen, der das für einen beherrscht. Der Begriff "wissenschaftlicher Journalist" sagt Ihnen etwas?


Zitat:

Zudem auch noch eine, die dem in letzter Zeit in erhebliche Kritik geratenen Medienmogul Rupert Murdoch gehört, der für Sensationen, nicht aber unbedingt für die Wahrheitsfindung bekannt ist.

Zitat Ende.

Jo. DAS sind immer schöne Behauptungen aber wo ist denn jetzt IHR BELEG für diese Behauptung?!
Kennen Sie die Geschichte um das Yellow Press-Blatt "News of the World"? Ich denke, jemand, der diese Arbeitsweise bei einem seiner Unternehmen duldet, hat sich keinen guten Leumund bestellt, was die anderen Unternehmen angeht. Oder ist der News of the World-Skandal auch nur ein großes Yellowgate?


Zitat:

Es ist dabei aber besonders dämlich, wenn @Newstopaktuell auf den Diskussionsthread verlinkt, nicht auf den Zeitungsartikel selbst.

Zitat Ende.

Dann hat sich der Link wohl extern geändert. Neulich führte der noch zu dem Zeitungsartikel. Nun wird sogar nicht einmal mehr die Seite gefunden, weil die Domain scheinbar "renamed" wurde.
Ja, er wurde geändert. Vorher führte er tatsächlich zum Diskussionsthread, in dem sich Befürworter und Gegner gegenseitig getrollt haben. Das habe ich, wie man sieht, in meinem eigenen Blog. Das brauche ich dann nicht von anderen.


Zitat:

Verlinkung auf belegbare Quellen habe ich nicht gefunden. Ergo: Unglaubwürdige Berichterstattung.

Zitat Ende.

Tja...
Dazu kann ich nur schreiben: Augen auf beim Eierkauf! Allein die in dem Artikel befindlichen Videos sprechen ja wohl Bände! Im Weiteren wird auf Robert Wood hingewiesen und auf zahlreiche theoretische Physiker, darunter Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887) oder William Thomson (1824-1907).

Physiker, deren Arbeiten über einhundert Jahre her sind, und deren Wissensstand längst durch modernere Arbeiten fortgeführt wurden? Ach, kommen Sie, genau so berufen sich Homöopathen immer wieder auf Hahnemann, obwohl der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts praktizierende Arzt mittlerweile tausendfach widerlegt ist.
Wissenschaft heißt auch, auf dem neuesten Stand zu sein.


Zitat:

2) "Klimalügner IPCC am Ende"
...sacken lassen.
Die IPCC ist ein Konglomerat von Fachleuten und Wissenschaftlern, die die neuesten Erkenntnisse über das Weltklima referieren und Empfehlungen geben.

Zitat Ende.

Seltsam. GERADE EBEN schrieben Sie noch Originalzitat: "Ich möchte mich mit dem Thema nicht zu sehr auseinandersetzen, weil mir der Klimarat IPCC überhaupt nichts sagt." Zitat Ende.

Ja WAS denn jetzt?! ENTWEDER das IPCC sagt Ihnen ÜBERHAUPT NICHTS, oder aber Sie stellen fest, dass das IPCC ein Konglomerat von Fachleuten und Wissenschaftlern ist, die die neuesten Erkenntnisse über das Weltklima referieren und Empfehlungen geben. DAS ist das IPCC übrigens nicht! Ich werde Ihnen mitteilen, WAS das IPCC ist! Das IPCC ist durch eine Flut aus Geldern korrumpierte Bagage pseudowissenschaftlicher Berufsverbrecher, deren einziges Interesse die Jagd nach Forschungsgeldern und Karrieremöglichkeiten ist! DAS ist das IPCC!
Wissen Sie WAS das IPCC in seinem sogenannten "Weltklimabericht" geschrieben hat!? DAS hier: Sogenannter "Weltklimabericht" / Seite 774; Originalzitat: "Klimamodelle arbeiten mit gekoppelten, nicht linearen, chaotischen Systemen. Dadurch ist eine langfristige Voraussage nicht möglich.
Zitat Ende. Und SOLCHE LEUTE wollen "EMPFEHLUNGEN" geben können!??? Na schönen guten Morgen auch!

Nicht zu sehr auseinander setzen bedeutet: So viel wie nötig.
Ihre Aufregung zur IPCC kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Behaupten Sie da gerade, die EU, die UNO, die USA und alle anderen Staaten der Welt hätten sich genasführen lassen, für - sagen wir - die letzten fünfzehn Jahre? Das ist eine ziemlich harte Aussage. Hierzu hätte ich gerne einen Link, und keine von Emotionen getragene Schreierei.

Die von Ihnen so sehr getadelten Klimamodelle beziehen sich regionales Klima, Weltklima, und dergleichen. Eine Aussage wie: "Ein genaues Modell ist nicht möglich, weil zu viele Faktoren hineinspielen, die wir womöglich noch nicht kennen" hingegen ist wissenschaftlich. Man richtet sich nach der Faktenlage und ergänzt sein Modell, wenn neue Fakten hinzu kommen.
Der IPCC das vorzuwerfen bedeutet, Erbsen zu zählen. Und ehrlich gesagt bedeutet es, dass ich Laie mehr Ahnung von wissenschaftlicher Arbeit habe als Sie.

Und nebenbei, diese Leute geben Empfehlungen, weil sie dazu berufene Wissenschaftler sind, und keine Lobbyisten, die den Klimawandel für den mittelfristigen Profit von Industriebetrieben leugnen, weil sie befürchten, eine CO2-Reduzierung bedeute für ihre Branche Verluste von Gewinnspannen.


Zitat:

Die IPCC schreibt selbst nicht auf ihrer Homepage, fünfzehn Jahre falsch gelegen zu haben

Zitat Ende.

Logisch schreibt das IPCC nichts darüber. Die Frösche melden sich ja schließlich auch nicht zu Wort, wenn man sie beim Wasser saufen erwischt hat und jetzt ihr Teich austrocknet.
Äh, doch. Die Frösche quaken dann. Denn wie man weiß, gibt es dann Regen, und der Teich wird wieder voll. Diese Metapher würde Ihrer Argumentation übrigens hervorragend stehen. Aber ich bezweifle, dass Sie sich damit beschäftigen.


Zitat:

Klarer Fall von träumerischem Wunschdenken. So wird definitiv KEIN Journalismus gemacht. Abgesehen davon, dass die IPCC nicht von den Journalisten mit dieser "Tatsache" konfrontiert wurde, wie es gute Journalisten, die nicht für Murdoch arbeiten, getan hätten.

Zitat Ende.

Woher wollen SIE wissen, ob "newstopaktuell" oder "The Australian" wer das IPCC damit nicht konfrontiert hat!? Haben Sie da nachgefragt oder was?!

Wenn sie nachgefragt hätten, wäre die IPCC zitiert worden. Alleine schon, um die eigenen Argumente zu unterstützen. Oder kennen Sie einen anderen Grund, warum die australische Zeitung eine wichtige Grundlage des Journalismus derart abstrus vernachlässigt hat?


Zitat:

Als Beleg für die Behauptung, der Treibhauseffekt existiere gar nicht, werden Wissenschaftler erwähnt, die "schon vor hundert Jahren" belegt haben, dass es den Treibhauseffekt nicht gibt, nicht geben kann.

Zitat Ende.

Jo. GERADE EBEN haben Sie noch sinngemäß geschrieben, dass ja angeblich "überhaupt keine wissenschaftlichen Arbeiten" erwähnt würden! Ja WAS denn nun?!!
Ah, ich sehe da mein eigenes Defizit. Zum Schutz gegen Trolle muss ich exakter formulieren, um ihnen keine Angriffsflächen zu bieten. Danke für diese Lektion.


Zitat:

Schon vor hundert Jahren hat man auch die Homöopathie als nicht funktionierenden Schwachsinn erkannt, und dennoch hat sie sich gehalten.

Zitat Ende.

Und was soll das Eine jetzt mit dem Anderen zu tun haben!??? In dem Artikel von newstopaktuell wird sogar Folgendes explizit erwähnt: "Die Wissenschaft von Professor Wood setzte sich bis Mitte der dreißiger Jahre durch, nachdem er bewiesen hatte, dass kein Treibhauseffekt existiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwachte das Interesse an dem Treibhauseffektblödsinn kurzzeitig erneut. Die American Meteorological Society verwarf diese These im Jahre 1951 jedoch, nachdem sie alle verfügbaren Daten begutachtet hatte, und veröffentlichte das „Compendium of Meteorology“, um die unsinnigen Behauptungen bezüglich „Treibhausgase“ abzuwürgen.

Allerdings gelang es den Angstmachern Mitte der achtziger Jahre die Idee eines angeblichen „Treibhauseffektes“ wieder zum Leben zu erwecken. Die Gründung des IPCC 1988 war die unmittelbare Folge. Die Riokonferenz 1992 bereitete den internationalen politischen Boden vor, unter aktiver Beteiligung der jetzigen Kanzlerdarstellerin Merkel."
Auch hier muss ich wieder sagen: Wissenschaft ist nicht statisch. 1930 gewonnene Erkenntnisse sind nach allen Regeln der Kunst längst veraltet.
Ein Beispiel aus einer anderen Schule: Laut den Gesetzen der Aerodynamik sollten Hummeln gar nicht flugfähig sein. Die Gesetze der Physik lassen es nicht zu, dass ein so klobiger Körper von so filigranen Flügeln angehoben wird, geschweige denn fliegt.
Bis Ingenieure dann heraus gefunden haben, dass ein besonderer Flügelschlag ein Plus an Auftrieb verursacht. Dadurch kann auch die Hummel fliegen. Aber dazu waren neue Erkenntnisse notwendig. Erkenntnisse, die Jahre später gewonnen wurden. So ist es aber in allen Wissenschaftszweigen.
Wenn Sie also belastbare wissenschaftliche Fakten vorweisen wollen, nehmen Sie aktuelle Fakten. Da gibt es unter den Klimaerwärmungsleugnern doch sicherlich genug Aktuelle, oder?



Zitat:

Bei der Klimaforschung sieht es jedoch anders aus. Vor einhundert Jahren hatten Wissenschaftler weder Wettersatelliten, noch weltweite Messstationen, also unsere heutigen Möglichkeiten. Anders ausgedrückt: Schon vor hundert Jahren können sich Wissenschaftler geirrt haben. Und ihnen haben definitiv die Daten von heute gefehlt. Das ist unumstößlich.

Zitat Ende.

Falsch!
Unumstößlich ist, dass Sie ausschließlich Unsinn schreiben. Man braucht nämlich keine "Wettersatelliten", um ein Experiment wie Robert Wood durchführen zu können. Hier hat das Eine also auch schon wieder mit dem Anderen nichts zu tun. Und was Ihre "Messtationen" betrifft: Von diesen befinden sich grob geschätze 70 Prozent in sogenannten "Wärmeinseln". Das sind Wärmequellen wie z.B. Ballungsgebiete oder auch der Abluftkamin einer Müllverbrennungsanlage, sowie Flughäfen, wo aus Flugzeugtriebwerken heiße Abgase entweichen. ALL DIE DATEN die auch an SOLCHEN Stellen gemessen werden fließen fleißig in die sogenannten "Berechnungen" mit ein, obwohl diese Daten komplett unbrauchbar sind. Auf DIESE Art und Weise bekäme man natürlich selbst den Saturn warmgerechnet!

Ha, eine wunderbare Gelegenheit, um den Spieß umzudrehen. Nun sind Sie, Herr Anonym, in der Bringschuld, mir zu beweisen, dass Ihre Aussage wahr ist. Stehen wirklich siebzig Prozent aller Messstationen in sogenannten Wärmeinseln? Wieso profitieren Flughäfen von einer genauen Wetteranalyse und haben eigene Wetterstationen? Fließen deren Daten in das Gesamtbild ein? Wie viele Städte braucht man in der Welt, um siebzig Prozent Wärmeinseln zu bekommen?
Ihr Argument setzt voraus, dass die gesamte weltweite meteorologische Arbeit der letzten einhundertfünfzig Jahre eine einzige große Verschwörung war mit dem Ziel, den Klimawandel zu propagieren. Ich bitte daher um belegbare Fakten.


Zitat:

4) Der sogenannte "Treibhauseffekt" ist nichts anderes als wissenschaftlich verbrämter Unsinn.

Zitat Ende.

Absolut korrekt.
Absolut falsch. Der Treibhauseffekt ist ein wichtiger Bestandteil für den Umstand, dass wir wohnliche Temperaturen auf der Erde haben, und nicht in einem Eissschrank leben. Hauptträger des Treibhauseffekts ist übrigens Wasserdampf.


Zitat:

Da wird also ein Themenfeld der Wissenschaft, an der laut Wikipedia seit fünfzig Jahren geforscht wird, mal eben als null und nichtig, wissenschaftliche Spinnerei abgetan.

Zitat Ende.

Jo :-) "Wikipedia"! Für manche offenbar der Quell jeglichen Ausbildungsersatzes. Vielleicht erkennen Sie jetzt mal, dass "Wikipedia" nicht der Quell aller Weisheiten ist und dass sich dort leider auch viel Schwachsinn finden lässt. Denn WARUM sollte man seit fünfzehn Jahren an einem Thema "forschen", dass schon seit 100 Jahren faktuiert via EXPERIMENT (nicht etwa mit "Computermodellen") erwiesen und somit erledigt ist?!
Ja, ja, die Leute, die auf Wikipedia herab blicken... Ich habe Wikipedia schon lückenhaft erlegt, ab und an ungenau, zugegeben. Aber falsch war die Wiki eigentlich nie. Doch das Totschlag-Argument mit der "nicht zitierfähigen Quelle Wikipedia" wird gerne genommen.
Tatsächlich ist Wikipedia sehr belastbar und spricht in vielen Fällen mit meinem eigenen Wissen überein, weshalb ich der Seite vertraue.

Warum sollte man an einem Thema forschen, das schon hundert Jahre faktuiert ist? Was ist das denn für eine unwissenschaftliche und hanebüchene Frage? Natürlich, weil es neue Messmethoden, neue Experimente und neue Ergebnisse gibt. Ja, Himmel, glauben Sie wirklich, irgend ein Thema der Wissenschaft ist irgendwann mal abgeschlossen, das Buch wird geschlossen und gut ist? Nichts ändert sich dann mehr an diesem Themenkomplex? Das ist eine äußerst naive Einstellung. Denken Sie darüber mal nach.


Zitat:

Der Treibhauseffekt ist eine Wechselwirkung zwischen bestimmten, vermehrt auftretenden Gasen und Sonnenstrahlung. Das kann man mögen oder hassen, wegreden geht allerdings nicht.

Zitat Ende

Da seien Sie sich mal nicht so sicher! Es existiert erwiesenerweise nämlich kein "Treibhauseffekt". Und was Ihre "vermehrt auftretenden Gase" betrifft: CO2 ist ein Spurengas, dass zu 0,038 Prozent in der Atmosphäre vorkommt. Der daran MENSCHLICHE Anteil beträgt "SATTE" 0,000078 Prozent! So viel zum Thema "vermehrt auftretende Gase"! Jetzt zu Ihrer "Wechselwirkung mit der Sonnenstrahlung"! CO2 absorbiert Strahlung nur bei MINUS 73,5 Grad und kälter! Sich davon eine "Erwärmung" zu erhoffen ist so absurd wie nur irgendwas! Da könnte man auch gleich darauf hoffen, dass ein heißer Kaffee sich durch Zugabe von Eiswürfeln erwärmt!

Im Jahre 2000 wurden märchenhafte katastrophale Klimavorhersagen gemacht, u.a. „Deutschland wird keine Winter mehr erleben“. Und was kam: Die Winterreifenpflicht! Solche Wichtigtuer vom Jahre 2000 sind immer noch in Amt und Würden und verbreiten auch heute noch den selben verlogenen Blödsinn!

Der dominierende solare Einfluss auf unser Klima in Verbindung mit dem thermischen Gedächtnis des Ozeans wird sich auch dann nicht ändern, wenn sich der Mensch als Zauberlehrling versucht.
Die Temperaturen gehen rauf und runter. C02 hat damit nichts zu tun. Denn alle Versuche, einen wissenschaftlichen Beweis für den behaupteten C02-Treibhauseffekt zu erbringen, sind bislang fehlgeschlagen.
Wie bereits erwähnt: Bereits 1909 hat der amerikanische Experimentalphysiker R. Wood beweisen können, dass nicht einmal ein Treibhaus sich nach dem nach ihm benannten Treibhauseffekt erwärmt.
Na so was! Das Treibhaus kennt also seinen eigenen Effekt nicht!

Autsch. Reflektiert. Nicht absorbiert. Der Treibhauseffekt entsteht nicht, weil sich die Stratosphäre aufheizt, sondern weil weniger Wärmestrahlung von der Erde in den Weltraum reflektiert werden kann. In der Stratosphäre wäre diese Wärme egal wir irgendwas. Aber als Argument sicher super zu gebrauchen.
Nebenbei, ein Treibhaus ist ein Treibhaus, nicht die Erdatmosphäre. Wo bitte sind den Ihre Minus siebzig Grad, in denen das CO2 nach Ihrer eigenen Aussage aktiv sein soll? Eine schwache Aussage.
Und im Übrigen ist Ihr "erwiesener Anteil" von menschengemachtem CO2 ein relativ hoher Wert von über einem Prozent. Für Sie sicher schwer zu begreifen, dass so etwas tatsächlich Auswirkungen haben kann. Aber nur nichts hat keine Wirkung. Über den Effekt und den Grad der Wirkung kann man allerdings diskutieren. Eine Nichtwirkung herbei reden ist Dummheit.
Vielleicht hilft Ihnen da dieses Zitat von Paracelsus: "Ein Gift ist kein Gift. Kein Gift ist ein Gift. Allein die Dosis macht's, dass ein Ding kein Gift sei."


Zitat:

Aber Wissenschaft besteht nicht aus Glauben, sondern aus Wissen.

So is´ es.
Also, warum glauben Sie noch?



Zitat:

Und wir wissen, wo diese Gase sind, was sie bewirken und wie sie es tun.

Zitat Ende

Jo. Die Gase befinden sich in de Atmosphäre und bewirken Orginal GA NICHTS!
Nichts bewirkt gar nichts. Selbst Ozon bewirkt etwas, obwohl es nach prozentualem Ermessen eher spärlich vertreten ist.


Zitat:

5) Für diesen Punkt muss ich zitieren: "Laut Klima(l)ügnern sollte das Spurengas CO2 (atmosphärischer Gehalt: nur 0,0385 Prozent) nun diese von der Erde abgstrahlte Wärmeenergie absorbieren. Das Dumme dabei ist, dass CO2 das gar nicht kann! CO2 ist nämlich nur bei minus 73,5 und weniger Grad Celsius zur Absorbtion von Energie in der Lage. Was vom Erdkörper abgestrahlt wird, ist aber deutlich wohltemperierter und somit für CO2 in tieferen atmosphärischen Schichten gar nicht absorbierbar, da es dort nicht kalt genug ist."
...sacken lassen.
Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben, um ein paar Tatsachen zu verdrehen

Zitat Ende

Nö, da dass die exakten Tatsachen sind.
Wir divergieren hier. Sie in Ihrem Dogma, ich in meinem. Da werden wir wohl nicht mehr zueinander kommen. Außer, Sie können wir erklären, warum der Autor dieses Artikels meint, Wissenschaftler würden die Absorption von Wärme in der kalten Stratosphäre für eine Erwärmung der Troposphäre verantwortlich machen, und wie dies funktionieren soll.
Ich bleibe da doch lieber bei der Reflexion. Die klingt für mich sinnvoller, gehaltvoller. Da dieser Effekt auch bei Wasserdampf beobachtet wird, liegt er auch nahe.


Zitat:

und physikalische Erkenntnisse gegen die Wissenschaft zu verwenden.

Zitat Ende

Falsch! Hier werden nämlich nicht physikalische Erkenntnisse gegen die Wissenschaft verwendet, sondern physikalische Erkenntnisse gegen eine Flut aus Geldern korrumpierte Bagage pseudowissenschaftlicher Berufsverbrecher, deren einziges Interesse die Jagd nach Forschungsgeldern und Karrieremöglichkeiten ist!
Könnten Sie bitte aufhören, ein paar zehntausend Wissenschaftler, die ihre wissenschaftlichen Arbeiten nicht geguttet haben, über einen Kamm zu scheren? Sie sind gegen mehr Menschen ungerecht, als Sie in Ihrem persönlichen Bekanntenkreis haben. Das alleine ist schon eine freche Pauschalisierung. Ihnen dann auch noch Gesetzesbruch durch Korruption vorzuwerfen ist eine starke Aussage, die durchaus rechtlich geprüft werden kann. Anders sieht es natürlich aus, wenn Sie mir belegen können, dass die von Ihnen beleidigten Wissenschaftler tatsächlich alle Berufsverbrecher sind. Ich bin gespannt. Aussagen sollte man belegen können, falls ich das noch nicht erwähnt habe. Und ein Tipp für die Zukunft: Setzen Sie vor solche Aussagen doch ein "In meinen Augen", damit es nicht irgendwann von jemandem als Vorwurf einer Straftat verstanden wird.


Zitat:

Selbst ich als Laie weiß, dass es NICHT darum geht, dass CO2 in der Atmosphäre Wärme ABSORBIERT.

Zitat Ende

Doch. Genau darum geht es.

Es geht um Reflexion. Wie bitte soll denn Wasserdampf in der Stratosphäre Wärme speichern? Wer hat denn je so einen Quatsch behauptet?


Zitat:

Tatsächlich aber geht es darum, dass Gase wie CO2 zwar Wärmestrahlung auf die Erde lassen, jedoch die Wiederreflexion ins All behindern.

Zitat Ende.

Und WIE bitte soll das funktionieren?! Wie soll ein transparentes Gas, dass oberhalb von minus 73.5 Grad Celsius auch noch IR-INAKTIV ist, DAS denn bitte bewerkstelligt bekommen?!!
Ganz einfach. Auf die gleiche Art, auf die Radioaktivität gestoppt wird. Die Strahlung ist als Teilchen oder Welle ultrafein. Trifft sie auf einen Atomkern, wird sie reflektiert. Je mehr Atomkerne im Wege sind, desto größer ist die Reflexion. Deshalb helfen Betonwände gegen radioaktive Strahlung.
Im Umkehrschluss müssen nur genügend Atome da oben rumschwirren, um einen ausreichenden Teil der Strahlung zu reflektieren.
Mit IR-Inaktivität hat das gar nichts zu tun. Auch nichts mit der Umgebungstemperatur.
Im Übrigen ist CO2 nur eines der wichtigsten Treibhausgase. Aber eines, dessen Anteil, laut Ihrer eigenen Aussage, angestiegen ist. So what? Nur weil etwas klein ist, hat es doch nicht automatisch keine Wirkung.


Zitat:

Dass diese Gase Wärmestrahlung speichern sollen, ist Blödsinn.

Zitat Ende

Ist es auch.Aber GENAU DAS behaupten die Klimaschindler.
Autsch. Nein. Es geht um Reflexion. Außer natürlich, die Wikipedia-Seiten werden tatsächlich von Kreuzdebilen Möchtegernwissenschaftlern mit Geltungszwang getippt.


Zitat:

So funktioniert die Aufheizung der Erde nicht.
Das hätte ein guter Journalist herausgefunden, mit einem Klick auf Wikipedia.

Zitat Ende

Jo. "Wikipedia" wieder! Der vermeintliche "Quell aller Weisheiten"!
Die Daten der Wikipedia waren für mich nachvollziehbarer als alles, was die australische Zeitung, oder auch Sie aufgebracht haben. Dementsprechend verbitte ich mir die Pauschalverurteilung dieses nicht perfekten, aber nützlichen Nachschlagewerks, das Wissen zu allen Menschen bringt.


Zitat:

Ein richtig guter Journalist jedoch kennt all diese Fakten, verdreht sie, und schreibt ein Rupert Murdoch-Pamphlet gegen die Wissenschaft und gegen die wissenschaftliche Forschung zum Klimawandel.
...sacken lassen.

Zitat Ende

Jo. Den Quatsch muss man in der tat "sacken lassen". Es existiertiert nämlich keine "wissenschaftliche Forschung zum Klimawandel", sondern nur sogenannte "Modelle", "Simulationen" und Interpolierungen. Das ist bestenfalls VOODOO, aber keine wissenschaftliche Forschung!
Okay, spätestens jetzt haben Sie sich als Wissenschaftler geoutet, der an mir einen Test durchführt. Einen Nerven-Belastungstest. Oder einen Standhaftigkeitstest, um zu erfahren, wann ich in die Tischkante beiße.
Was denken Sie denn, ist ein sogenanntes Modell, oder eine Simulation? Woher bezieht es seine Grundlagen? Ach, doch nicht etwa von den empirisch erhobenen Daten einer einhundertfünfzig Jahre alten Forschungsdisziplin?
Das ist wissenschaftliche Forschung. Oder wollen Sie die Relativitätstheorie in Abrede stellen, weil sie ja nur eine Theorie ist? Evolution, nur weil sie mit Modellen arbeitet? Quantenmechanik, weil man sie nicht anfassen kann? Auch wenn es Ihnen nicht passt, aber die Modelle und Simulationen der Klimaforscher sind alles wissenschaftliche Arbeiten.


Zitat:

News Top Aktuell, das war eine miese Leistung für Journalisten. Oder es war eine exzellente, hoffentlich bezahlte Lobby-Auftragsarbeit. In beiden Fällen: Setzen, sechs.

Zitat Ende

Keineswegs! Was SIE absonderten war eine miese Leistung. Und zwar eine GANZ Miese, so dass man Ihnen nur raten kann: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal... den Rest kennen Sie.

Ich finde diesen Rat, den Sie mir gegeben haben, richtig gut. Und dann wieder doch nicht.
Einerseits finde ich ihn gut, weil ich ihn postwendend an Sie zurückgeben kann, Herr Anonym.
Andererseits ist er Quatsch, denn wenn man keine Ahnung hat, und den Mund hält, nimmt man sich selbst die Chance, sich von anderen verbessern zu lassen. Und ich finde, dass man zwar dumm sein darf, aber es gibt kein Recht auf dieser Welt, vorsätzlich dumm zu bleiben.
Deshalb: Fragt! Forscht! Regt Euch auf! Drängt! Seid neugierig! Seid wissbegierig! Was Ihr nicht versteht, lasst Euch erklären! Das Wissen ist ein wunderbares Land des Lichts, wandelt darin.


Zitat:

Nun streben die Temperaturen wieder nach oben, und ich weiß noch nicht, wann wir die aktuelle Spitze erreichen werden. Tatsache ist jedenfalls, dass es die Erderwärmung gibt.

Zitat Ende

Falsch!
Es wird nämlich seit 12 is 15 Jahen kühler, was selbst der wegen Datenmanipulationen und anderer Verfehlungen zurückgetretene Direktor des britischen Klimaforschungsinstituts CRU, Dr. Phil Jones, in einer BBC-Sendung am 13.2.2010 öffentlich eingräumte, dass es seit 1995 keine globale Erwärmung gegeben hat!
Wie ich in meinem Artikel und hier mehrfach schrieb: Interglaziale. Warmzeit einer Eiszeit. In den letzten tausend Jahren war der Nil zweimal zugefroren, wie man sich erzählt. Grönland war in den wärmeren Phasen mit Bäumen bewachsen. Cook konnte nicht bis zur Antarktis vordringen, weil es damals kälter war, und das Packeis der Antarktis massiver. Jetzt, auf dem Weg zur Temperaturspitze, geht es zurück. Dieser Vorgang entscheidet sich nicht in Jahrzehnten, sondern in Jahrhunderten. Befragen Sie hierzu ruhig den Geologen Ihres Vertrauens.


Zitat:

Tatsache ist auch, dass der Mensch die Erderwärmung u.a. mit Klimagasen begünstigt.

Zitat Ende

Behaupten kann man das. Zu einer Tatsache wird´s dadurch aber trotzdem nicht.
Reflexion, Herr Anonym. Reflexion.


Zitat:

Da wir aber erst seit rund einhundertfünfzig Jahren das Wetter effektiv beobachten, wird noch viel Forschung notwendig sein, um die natürliche Erwärmung und den Anteil von Menschenhand zu bestimmen. Soweit mein eigenes Wissen zum Thema.

Zitat Ende

Und DAS nennen SIE auch noch "Ihr eigenes Wissen"!
Guter Witz! :-))
Ich verstehe nicht. Was finden Sie daran genau witzig? Diese Aussage entspricht Ihren eigenen Argumenten doch am ehesten. Dafür hätten Sie mir eigentlich um den Hals fallen müssen, Herr Anonym.


Zitat:

Fazit: Es gibt die globale Erwärmung.

Zitat Ende

Korrekt. Zurzeit aber leider gerade nicht.

Es gibt auch die globale Abkühlung. Zur Zeit aber nicht. Und?

Zitat:

Sie mit Blick auf das nicht existente "Klimagate" wegreden zu wollen, oder mit Hinweis darauf, dass "der Treibhauseffekt gar nicht funktionieren kann", ist dumm.

Zitat Ende

Jo :-) Al Gores Lügen aufgeflogen, "Hockeystick" aufgeflogen, IPCC schon mehfach aufgeflogen, CRU aufgeflogen, aber mit all dem und dem wissenschaftlichen Beweis, dass der Treibhauseffekt gar nicht funktionieren kann, kann man die angebliche "Erwärmung" ja "nicht wegreden".
Na schönen guten Morgen!
*kopfschüttel*
Das Haupttreibhausgas ist Wasserdampf. Es reflektiert die Wärmestrahlung zurück zur Erde. Aber Wasserdampf haben wir ja gar nicht in der Atmosphäre, richtig?
Und wie ich mehrfach sagte: Interglaziale, Temperaturspitze. Geologie. Tun Sie mir den Gefallen, und informieren Sie sich bei einem Geologen über die Veränderungen des Weltklimas in den letzten zweitausend Jahren. Dürfte relativ schnell gehen.


Zitat:

Jeder Journalist, jeder Wissenschaftler, der sagt, es gibt keine globale Erwärmung, hat entweder von Klimaforschung, Geologie, Meteorologie oder wenigstens rationaler Wissenschaft keine Ahnung oder sie lügen ganz bewusst.

Zitat Ende

Falsch!
Jeder Journalist, jeder Wissenschaftler, der sagt, es gibt keine globale Erwärmung, sagt ausnahmsweise mal die Wahrheit.
Interglaziale. Interglaziale... Das ist doch jetzt nicht so schwer zu verstehen.
Oder wie erklären Sie sich das Packeis zu Cooks Zeiten, aber die mit Bäumen bewachsene Insel Grönland zu Zeiten der Wikinger? Temperaturspitze,Temperaturtief. Ein Rhythmus.
Sie haben doch nicht etwa erwartet, ein globales Gebilde wie das Erdklima wäre permanent konstant? Konstant in den Schwankungen, für ein paar Jahzehntausende, eventuell. Aber nicht steril stabil.


Zitat:

Deshalb, liebe @Newstopaktuell: Ihr seid mir schon mehrfach negativ aufgefallen.

Zitat Ende

Dann haben Sie von allem anderen also auch keine Ahnung und nix begiffen. Interessant! Dann sollten Sie mehr "Newstopaktuell" konsumieren. Da können Sie nämlich viel lernen.
Oh, ich muss zugeben, einige der verlinkten Artikel waren recht interessant und sinnvoll. Dennoch, beim nächsten Blödsinn wird der Twitteraccount entfolgt, basta.


Zitat:

Es kann NICHT angehen, dass ich Laie EURE journalistische Arbeit machen muss, um die Welt vor Dummheit zu bewahren.

Zitat Ende

Na DAS wär´ ja ´n toller Trick, wenn Dumme die Welt vor Dummheit bewahren könnten!

Haben Sie es tatsächlich nötig, mich zu beleidigen? Ich respektiere Sie für Ihre Arbeit, die Sie investiert haben, bin offen für einen Meinungsaustausch, auch einen verbalen Schlagabtausch. Dabei ist es mir egal, welche persönliche Meinung Sie von mir haben. Doch nehmen Sie Abstand von wertenden Beleidigungen.
Und noch eine Bitte: Posten Sie doch das nächste Mal mit einem Hauch von Identität. Danke im voraus.
Aber kommen Sie ruhig zu einem weiteren Schlagabtausch vorbei.

Edit am Sonntag: Soll ja keiner sagen, dass ich nicht dazu lernen kann.
Jetzt habe ich mich etwas intensiver mit dem Treibhauseffekt beschäftigt, weil es mich verwundert hat, dass Wasserdampf ein Treibhausgas ist, aber die Einstrahlung auf die Erde nicht wesentlich reduziert.
Des Rätsels Lösung: Die eintreffende Wärmestrahlung ist kurzwellig und durchdringt die Wolken mehrheitlich. Wird die Wärmestrahlung von der Erdoberfläche reflektiert, kommt es zu einer Verschiebung zur langwelligen Strahlung, welche wiederum reflektiert wird.
Oder, um das zu präzisieren, je zur Hälfte zur Erde zurückgestrahlt oder in den Weltraum abgeleitet wird.
Auch weiß ich jetzt, dass der Treibhauseffekt für die Erde essentiell ist. Der war also schon immer da, und ohne ihn hätten wir eine Durchschnittstemperatur von minus vierzehn Grad. Ihn als Unsinn abzutun ist also hochgradiges dummes Zeug; und wie ich schon erklärte, sind wir in unserer warmen Phase der derzeitigen Eiszeit ohnehin auf dem Weg zu einem Temperaturhoch. Das alles in Abrede zu stellen, weil es einem nicht in dem Kram passt, ist dumm.
Was nun CO2 und das Argument angeht, bei Minus siebzig Grad wäre es IR-inaktiv, muss ich zugeben, etwas wichtiges gelernt zu haben. Klimawandelleugner glauben also tatsächlich, dass sich CO2 in der Atmosphäre in der Stratopause oder gar der Mesosphäre sammelt. Das ist falsch und sicherlich an die Ozonschicht angelehnt. Tatsächlich aber ist CO2 stark in der Troposphäre vertreten, der untersten Atmosphärenschicht. Erst in der Tropopause fällt die Temperatur nennenswert auf minus sechzig Grad und kommt damit überhaupt ansatzweise in den Bereich der herbei geredeten IR-Inaktivität des CO2.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Aus gegebenem Anlass

Als langjähriger Manga-Leser, der noch die alten Tank Police-Alben aus dern Achtzigern im Schrank hat, als begeisterter Anime-Fan, der mit Captain Future, Pinocchio, Nils Holgerson, Wickie und vielen weiteren Anime aufgewachsen ist, möchte ich protestieren.
Um diesen Protest zu formulieren, verlinke ich hier auf den aktuellen Bildblog-Post und verweise auf die Erklärung von Nicole B. zum Tode ihres guten Freundes  Jonathan H. und seine Diffamierung in der BLÖD und Dresdner Morgenpost.
Ich gebe Nicole B. vollkommen Recht und bin angewidert von diesen Auswüchsen des Boulevards.
Selbst wenn alle Vorwürfe, die BLÖD und Dresdner Morgenpost gegen ihn erheben, wahr sein sollten (was ich nicht eine Sekunde glaube) - Jonathan H. ist das Opfer. Und Ihr habt ihn noch einmal getötet. Das ist unverzeihlich. Jegliche nicht-öffentlichrelevante Berichterstattung zu einem Gewaltverbrechen ist eine Verhöhung der Opfer. Aber was habe ich anderes erwartet?

Mit Respekt für Nicole B.s Mut, und vor dem Opfer, verbleibe ich angewidert von der Boulevard-Presse, ihrer schlechten Recherche und ihrer Sensationsgier.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

34.000 Aufrufe und Edit

Leise, still und heimlich schlich die Gesamtzahl der Aufrufe meiner Geschichten auf Fanfiktion.de gestern über den nächsten Tausender - reichlich spät übrigens. Kamen die Sprünge seit einem Jahr durchschnittlich nach zwanzig Tagen, sind es diesmal vierundzwanzig.
Die Frage ist: Kann man das als nachlassendes Interesse werten, als mangelndes Engagement meinerseits? Oder ist das eine natürliche Fluktuation, die mich nicht weiter beunruhigen sollte?
Tatsache ist, dass ich sowohl die Zahl der Aufrufe als auch die Zahl und Art der Kommentare - neben der Möglichkeit, meine Bücher z.B. hier, hier und hier als Download zu kaufen - als Maßstab für das Interesse ansehe, das meinen vielen Arbeiten entgegen gebracht wird.

Leute, es macht mich also leicht nervös, wenn der zwanzig-Tage-Rhythmus nicht unter-, sondern überboten wird.
Darum: Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.


Edit um zehn vor fünf: Meine SailorMoon-Fanfiktion Schatten der Vergangenheit, auf die ich nicht ganz grundlos recht stolz bin, hat ebenso still und heimlich die nächste Schnapszahl erreicht. Sie verzeichnet jetzt aktuell zweitausendzweihundertzweiundzwanzig Aufrufe.

Sonntag, 4. Dezember 2011

1111 - Guncross rockt

Hm, vielleicht ist die Überschrift ganz schön etwas übertrieben. Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge.
Mein Wettbewerbsbeitrag für das 50 Jahre - 50 Geschichten-Projekt, Guncross Perry Rhodan, hat gestern Abend auf Fanfiktion.de die magische Schnapszahl von 1111 Aufrufen erreicht. Also, ein gewisses Interesse an meiner zweiten Neuinterpretation von Perry Rhodan (hier die erste) kann ich nicht leugnen.

Von daher: Lest mich weiterhin und bleibt mir treu. ^^

Samstag, 3. Dezember 2011

War... what is it good for?

So langsam verdichten sich die Hinweise darauf, dass nach dem Irak der nächste Streich gegen ein ölreiches Land geplant ist, zumindest wenn man dem Kölner Stadtanzeiger glauben mag.
Gemeint ist natürlich der Iran. Die Vorwürfe in den letzten Wochen und Monaten bezogen sich vor allem auf das angebliche militärische Atomprogramm, welches die iranische Regierung betreiben soll.
 Im Kölner Stadtanzeiger folgt dann auch ein reißerischer Artikel mit der Überschrift: Krieg ist nicht mehr ausgeschlossen. Der wird aber letztendlich am Schluss relativiert, wenn der Autor Markus Decker seinen ?unbekannten? Interviewpartner sagen lässt: "[...] weil der Iran weiß, dass seinen Gegnern die militärische Option nicht wirklich zur Verfügung steht."
Eröffnet wird der Artikel mit "Anschlägen" iranischer Terroristen in Deutschland, oder um genauer und präziser zu werden, auf us-amerikanische Einrichtungen des Militärs, darunter das wichtigste Flugzentrum in Europa, Ramstein.
...sacken lassen.

Ursprünglich wollte ich mich furchtbar aufregen. Meckern über diesen Titel, meckern über Anschläge in Deutschland, meckern über die Angst vor einem militärischen Atomprogramm des Irans. Aber je weiter ich las, je mehr ich vom Artikel las, desto mehr verstand ich, dass Herr Decker und sein unbekannter Interviewpartner, der sich immer wieder auf einen Oliver Thränert, Experte für Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik bezieht, hier nur kleine Brötchen backen. Der Autor und sein Interviewpartner bringen zwar eine reißerische Überschrift, aber die relativiert sich von selbst wieder. Viel heiße Luft um nichts - oder eben nur für die Leute, die lediglich Überschriften lesen, und fortan rumlaufen und von Krieg und Anschlägen des Irans in Deutschland sprechen werden, nur weil sie nicht weiter gelesen haben.
...sacken lassen.

Eifrige Leser meines Blogs wissen, dass ich nicht die Klappe halten kann dazu neige, zu allem meinen Senf dazu zu geben, auch und gerade in der großen Politik. 
Ich neige dazu, selbst zu denken, anstatt Statements eins zu eins zu übernehmen. Das ist natürlich auch eine riesengroße Falltür, die ins Gegenteil umschlagen kann. So ist es mir mit der vermeintlichen demokratischen Redshirt-Bewegung in Thailand passiert, und ich habe einige Zeit gebraucht, um von meinem Standpunkt, hier werden Demokraten, ja das Volk niedergeknüppelt, abzurücken und die Relationen wieder einzunorden. Spätestens das Bild eines Kleinkinds auf der Barrikade der Rothemden hat mich mein eigenes Argumentengebilde überprüfen lassen und etliche Widersprüche zugelassen, die ich zuvor übersehen hatte.
Ich sah mich damals als Unterstützer der "Guten", wenn man so möchte. Aber wenn überhaupt gab es keine "Guten" in diesem Konflikt, und die größte Hoffnung auf Ordnung und Stabilität ist sicherlich eher bei den Gelbhemden zu finden, einer konfessions-, Partei-, Klassen- und Gesellschaftsübergreifenden Gemeinschaft.

Was ich sagen will: Ich bin durchaus in der Lage, mich selbst zu hinterfragen. Deshalb nehme ich mir hier und jetzt dreist das Recht heraus, die Lage im nahen Osten zu analysieren und zu bewerten. Sollte ich mich später revidieren müssen, werde ich das tun. Aber erstmal gibt es Backpfeifen.


Der Iran. Viele Menschen, die dieses Wort hören oder lesen, denken sofort an den Film "Nicht ohne meine Tochter", oder an die Revolutionsgarden, an ein Regime der Islamisten, den Gottesstaat auf Erden, in dem in Fußballstadien Todeskandidaten hingerichtet werden.
Aber auch wenn es vielen nicht passt, das lesen zu müssen: Der Iran ist durchaus ein demokratisches Land. Zwar gibt es eine hohe religiöse Instanz, die dem Staat befehlen kann, ähnlich unserem Bundesrat oder unserem Bundespräsidenten, aber Präsident Ahmadinedschad ist demokratisch gewählt an die Macht gekommen. Ich lasse behaupte jetzt mal, dass Ahmadinedschad auf rechtlichem Wege in freien Wahlen Präsident wurde. Was hat das für Konsequenzen? Zuerst einmal wird das Label "Schurkenstaat" ein wenig schwammig. Wenn der Iran, der ja so furchtbar religiös dominiert wird, eine demokratisch gewählte Regierung hat, ist er dann überhaupt ein Schurkenstaat?
Kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt, nämlich Israel. Netanjahu, wieder mal Regierungschef einer Mitte-Rechts-Regierung, wird nicht müde zu betonen, dass der Iran und sein Präsident den Israelis das Existenzrecht abstreitet.
Tatsächlich hat Ahmadinedschad bei einer Konferenz feststellen lassen, ob die israelischen Juden überhaupt einen Anrecht auf den Staat haben, der ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg von den Briten zugewiesen wurde. Er hat auch angeregt, dass Deutschland Land abtreten sollte, um einerseits für die sechs Millionen toten Juden zu sühnen, und andererseits einen Judenstaat in Europa zu schaffen.
Das ist alles nicht sehr nett, und es ist klar, dass weder Israel noch Deutschland das gerne gehört haben, bzw. auch nur dran gedacht haben, dem Rat des iranischen Präsidenten zu folgen.
Problematisch bei der Geschichte ist natürlich auch, dass der Iran die Hisbollah und die Hamas unterstützt, mit Geld und Waffen. Diese kämpfen offen gegen Israel. Man kann also nicht sagen, dass der Iran besonders nett zu Israel wäre. Eher im Gegenteil: Der Begriff Erzfeinde ist mehr als angebracht.
Deshalb die Frage: Steht einem Staat so ein Verhalten zu?
Betrachten wir mal eine ähnliche Situation, die USA und Groß-Britannien im dritten Golfkrieg, die Invasion einer souveränen Nation unter Vorspiegelung einer falschen Beweislage. Giftgas, Sarin, Atombomben, Al Kaida... Alles leere Luftschlösser. Trotzdem wurde das Land erobert, und mit massiver militärischer Gewalt mühsam unter Kontrolle gehalten. 
So gesehen ist das Verhalten des Irans gegenüber Israels geradezu nett.
 
Das Atomprogramm: Israel hat laut offiziellen Verlautbarungen keine Atombombe. Inoffiziell heißt es aber, sie hätten wohl ein paar tausend Raketen mit den entsprechenden Sprengköpfen, die ein beachtliches Bedrohungspotential bilden. Nun, sie haben die Bombe niemals eingesetzt, weil sie wissen, dass so ein Verhalten im Zweiten Weltkrieg verziehen werden konnte - aber heutzutage würde die Weltöffentlichkeit ein Land ächten, dass in einem Krieg Atombomben einsetzt. Bei Atomgranaten bin ich mir allerdings nicht so sicher. 
Israel hat dabei ein rechtes Problem: Das Land ist gerade jetzt hochgradig nervös. Hohe Steuern, sinkende Löhne, teurer oder nicht vorhandener Wohnraum, während gleichzeitig Dutzende Siedlungen auf Palästinensergebiet auf Staatskosten errichtet werden, das alles führte vor gar nicht langer Zeit zu lang anhaltenden Protesten, die im Moment allerdings aus den westlichen Medien verschwunden sind. Eventuell auch aus den israelischen Medien, denn der Iran mit der Atombombe ist ja wichtiger.
Überhaupt hat Israel ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Es hat Jahre gedauert, bis es die besetzte Sinai-Halbinsel an Ägypten zurück gegeben hat. Die syrischen Golan-Höhen hält Israel noch immer besetzt.
Jetzt einen arabischen Staat in der Region zu haben, der womöglich eine Atombombe, ja sogar mehrere mit Mittelstreckenraketen im Arsenal haben könnte, lässt sie hyperventilieren. Der Witz ist, der Iran wird hauptsächlich von Persern bewohnt. Dazu kommen natürlich minderheitlich Araber, Juden, und einige weitere Völker aus der Region. Aber dies nur am Rande.
Drohung gegen Drohung, denn der kluge Staatsmann weiß natürlich: Du brauchst gar nicht so viele Atombomben bauen und unterhalten, um die Welt dreimal zu vernichten. Du brauchst nur eine einzige, um dreißigtausend Raketen auszukontern.

Was passiert eigentlich, wenn der Iran seine Mittelstreckenraketen mit Atombomben bestückt? Wird sofort Israel angegriffen und ausgelöscht?
Hm, gute Frage. Israel ist ein kleines, ja, schmales Land. Jeder atomare Angriff auf Israel würde automatisch die Nachbarn ebenfalls beeinträchtigen. Entweder durch die Explosion selbst, oder aber durch Fallouts und dergleichen. Was soll der Iran machen? Sorry, Syrien, dass wir zwanzig Prozent eures Landes verseucht haben, aber es war ja für einen wichtigen Zweck, und erklärt uns jetzt bitte nicht den Krieg!?
Eher unwahrscheinlich. Auch ist es unwahrscheinlich, dass das militärische Atomprogramm gleich ein paar hundert Atombomben ergibt, die für eine komplette Auslöschung Israels ausreichen würden.
Ach, richtig, es leben ja auch noch Araber in dem Land, deren Tod äußerst unpopulär wäre. Und einer der wichtigsten Flüsse der Region, der Jordan, fließt hindurch. Und dann sind mit Ägypten und Saudi-Arabien zwei Länder mit nicht zu unterschätzenden Armeen, die durchaus sauer werden dürften, wenn ihr Staatsgebiet in irgend einer Form beeinträchtigt werden würde... Keine Option.
Wenn der Iran tatsächlich an einer Atombombe arbeitet, dann nur, um auszukontern, was wichtige Nachbarn längst haben. 
Russland=Atommacht. Israel=Atommacht. Pakistan=Atommacht. Indien=Atommacht. China=Atommacht. Es scheint, in dieser Gegend der Welt gehören Atomraketen einfach zum guten Ton. Und wer keine hat, darf nicht mitspielen.
...sacken lassen.


Nein, ich halte das Atomprogramm des Iran für keine Bedrohung Israels, bestenfalls für eine Drohung an sich. Denn ebenso wie über Israel die iranische Atombombe schweben würde, schwebt die Drohung jetzt schon über allen anderen Ländern der Region durch die israelische Atombombe. Ach, Verzeihung, natürlich hat Israel gar keine Atombomben.
Sehen wir es doch mal realistisch. Sogar Pakistan und Indien, die sich überhaupt nicht grün sind, haben sich nie mit Atom-Eiern beschmissen, obwohl die Waffe bei ihnen als göttliches Licht verehrt wird. Wenn sogar die vernünftig genug sein können, warum können das nicht Israel und Iran?
Hat Netanjahu wirklich Angst davor, dass die erste fertige Atombombe auf Israel niedergehen wird, auf ein Land, das mit wie vielen Atomraketen antworten könnte? Oder geht es nur darum, das Volk von der eigenen Krise abzulenken? Oder wieder mal um Öl? Oder was?
...sacken lassen.


Kommen wir zum Artikel zurück, von Anschlägen iranischer Terroristen in Deutschland, auf militärischen Anlagen der USA.
Tut mir ja leid, aber ich kann da keinen Terrorismus erkennen. Wenn sich die USA zum Waffengang entschließen, und sei es nur auf Luftschläge begrenzt, ist Ramstein ein legitimes militärisches Ziel des Iran. Und wir, wenn wir erlauben, dass Ramstein für diesen Krieg genutzt wird, sind dann automatisch als Verbündete ebenfalls ein legitimes militärisches Ziel. Hier von Terrorismus zu sprechen ist also Schwachsinn. Da hatte wohl jemand zu viele Al Kaidas. Gerade in Kriegen gelten Sabotage-Kommandos als wichtige strategische Waffe. Im Zweiten Weltkrieg z.B. setzte die Royal Navy in den Tagen vor der Invasion der Normandie die sogenannten Kommandos ein, welche die verminten Strände räumen sollten... Die Vorgänger des berühmten SAS, das auch für Sabotage im feindlichen Hinterland gut ist.
Es ist also nicht nett, wenn der Iran angegriffen wird, und iranische Soldaten oder Agenten dann versuchen, Ramstein auszuschalten - eine Anklage wegen Spionage ist ihnen sicher. Aber sicher keine wegen Terrorismus.
Besteht denn überhaupt Kriegsgefahr? Der Artikel sagt nein, sagt, dass ein Krieg keinen Rückhalt hätte, selbst der schnelle Luftkrieg nicht. Die USA ist pleite, weil sie sich zu Tode gewonnen hat, Nutznießer waren die britischen und amerikanischen Ölfirmen. Barack Obama traue ich einen fadenscheinigen Krieg wie diesen ohnehin nicht zu, egal, wie sehr ihn die Falken im Pentagon bedrängen. Und auch ein Luftschlag könnte teuer werden; immerhin befindet sich Persien Iran in einer Koalition mit Ländern wie Russland, China, Venezuela, Brasilien. Das bedeutet gutes militärisches Equipment, das einen solchen Luftschlag zu einem unverantwortlichen Abenteuer machen würde. 
...sacken lassen.


Fazit:
Was haben wir hier also? Einen Krieg, der so nicht stattfinden wird, bevor nicht die erste iranische Atombombe den halben Nahen Osten verseucht, und in dem die israelische Regierung mit Säbelrasseln vom Siedlungsbau im palästinensischen Gebiet sowie den sozialen Druck im eigenen Land ablenken will, bei dem Herr Decker aber den willigen Steigbügelhalter spielt.
Spätestens wenn er selbst relativiert, dass das Drohszenario verstärkt werden muss, einen Krieg aber ausschließt, weht wieder mal so etwas wie guter deutscher vorauseilender Gehorsam durch die Republik.
Baut der Iran also an der Bombe? Ich bin mir sehr sicher, ja. Das tut der Iran.
Landet die erste, zweite, dritte, vierte oder gleich ein paar hundert Atombomben dann auf israelischen Köpfen, um das Land, wie Ahmadinedschad zitiert wird, endlich auszuradieren? Sicherlich nicht. Israels größte Schwäche, die Schmalheit des eigenen Landes, wird hier zum großen Vorteil. Der Iran kann gar nicht bomben. Abgesehen davon, dass die Abwehr steht. Welchen Unterschied sollten Atomraketen der heutigen Zeit bei der Patriot-Abwehr machen gegenüber den russischen Raketen, die Saddam Hussein während des Zweiten Golfkrieges auf Israel hat feuern lassen?
Was, wenn er doch bombt und Israel auslöscht? Dann können sich die Israelis freuen, weil der Iran dann nicht nur vor einer Revolution steht, sondern sich die ganze Region für einen Krieg gegen den Iran vereinigt. A bisserl zynisch von mir, zugegeben, und man sollte eigentlich nicht mit Ängsten spielen, die reale Menschen haben. Andererseits bin nicht ich es, der Ängste schürt oder herbei redet. Das ist der nette Opa in Tel Aviv, der seine rechte Klientel bedient. 
Und wir haben eine Zeitung, die nicht weiß was sie will. Gut, der Kölner Stadtanzeiger gehört nicht zu meinen Favoriten. Nach diesem schwachen Artikel wird er das auch nie werden.


Nachtrag: Der Kölner Stadtanzeiger hat nicht das alleinige Recht darauf, schlecht zu informieren. Auf Gmx/Web.de ist folgender Artikle zu finden: Konflikt spitzt sich zu: Iran schießt US-Drohne ab.
Da frage ich doch mal: Was hätten sie denn sonst damit machen sollen? Da schickt eine Großmacht, von der die Iraner wissen, dass sie ihr Land nicht mag, Drohnen zur Luftaufklärung über die Grenze, was gleichbedeutend mit einem kriegerischen Akt ist, und sie sollen was machen? Das Ding fliegen lassen?
Ernsthaft, würde Holland das an unserer Grenze veranstalten, würde die Bundeswehr das Ding auch erstmal runter holen. Und danach etliche peinliche Fragen an Holland stellen.

Samstag, 26. November 2011

2222 schon wieder

Schnapszahlen sind für mich immer besonders erfreulich, gerade wenn es um meine Geschichten auf Fanfiktion.de geht. Bedeutet es doch, dass ich was positives über Geschichten aus meiner Feder zu bloggen habe.
Die heutige Schnapszahl 2222 hat eine meiner begehrtesten Geschichten ereilt - Ultimate Perry Rhodan erreicht zweitausendzweihundertzweiundzwanzig Aufrufe und erfreut sich damit großer Beliebtheit. Zudem weist die Geschichte zehn Reviews auf. Das klingt jetzt nicht so viel, aber da die Reviewer mit meiner Arbeit zufrieden sind, bin ich es auch mit den Reviews. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch mehr werden dürfen. ^^

Lest mich weiter und bleibt mir treu.

Donnerstag, 24. November 2011

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!

Und ich möchte hinzufügen: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!! Und: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!! AAAAAAAAAAA!! AAAAAAAAAAAAAA!!!!
Da fasse ich mir doch an den Kopf! Karl Theodor zu Guttenberg betreibt fleißig seine Legendenbildung, und die ZEIT geht ihm auch noch zur Hand!!! Im Interview mit der ZEIT sagt er so schöne Sachen wie: "Ich habe Fehler gemacht", und: "Es war kein Betrug."
Im weiteren Verlauf des Interviews erzählt er, wie er "interessante Passagen sofort kopiert, herunter geladen und gespeichert hat", und kommt schließlich zu dem Schluss: Zitatanfang "Ich wusste offensichtlich später auch nicht mehr, an welchem Text ich selbst bereits gearbeitet hatte, welcher Text mein eigener und welcher möglicherweise ein Fremdtext war, insbesondere beim Zusammenfügen dieser Bruchstücke." Zitat Ende.

Oookay, ich habe noch nie eine Arbeit für die Uni geschrieben, noch nie ein Staatsexamen abgegeben oder gar das Zweite Staatsexamen (Guttenberg aber auch nicht), und ich habe nie eine Doktorarbeit geschrieben. Aber wenn ich lese, wie sich der gute Gutti hier raus windet, mit dem Elan und dem Schleim der gemeinen Nacktschnecke, indem er dann auch noch tränendrückerisch sagt: Zitatanfang "Das politische Leben hat mich nicht überfordert, wohl aber die parallele wissenschaftliche Arbeit." Zitat Ende Dann ist uns wohl allen klar, was das bedeutet: Nehmt mich nicht als Doktor, nehmt mich aber als Politiker.

...sacken lassen.

Also, lieber KTG, eines vorweg. Ich habe einiges gelernt, seit Sie mit diesem miesen Plagiatsstück aufgeflogen sind: Richtiges Zitieren lernt jeder Student im Ersten Semester. Wer das nicht beherzigt, der kriegt von seinem Professor ordentlich eines auf die Finger. Wer den Mist in der Doktorarbeit abliefert, muss mit scharfen Konsequenzen rechnen! Gerade WEIL die akademische Welt von der Arbeit anderer lebt, muss hier klar abgegrenzt werden: Was sind meine Gedanken, was die Gedanken anderer? Wer das NICHT KANN, der hat im Studium nichts verloren und sollte auch keine Doktorarbeit abgeben. Schon gar nicht ohne Zweites Staatsexamen. Und man sollte dann auch NICHT BEANTRAGEN, den Doktortitel schon vorab führen zu dürfen.
Und, KTG, eine Frage: Wieso beeinträchtigte die Belastung Ihre politische Arbeit nicht? Überlastung SUCHT SICH NICHT AUS, WAS sie überlastet. Sie sind offensichtlich mit akademischen Leistungen überfordert, nicht in der Lage, einen Betrug als solchen auch zuzugeben (verständlich, wenn er selbst vor der Presse sagt, dass er erst nach den Vorwürfen selbst in seine Dissertation rein gesehen hat... Oh, wie viel Wahrheit steckt doch in diesen Worten), nicht in der Lage, sich zu entschuldigen, nicht in der Lage, neu anzufangen, wohl aber in der Lage, die Sache aussitzen zu wollen.

Ich fasse zusammen: Mieser Akademiker, der nicht mal die Grundlagen beherrscht, die zehntausende Doktoren in Deutschland beachten mussten.
Mieser Politiker, der effekthaschend in Afghanistan in einem sicheren Gebiet für die Kameras, die er selbst mitgebracht hat, mit kugelsicherer Weste herumlief.
Mieser Verlierer, der mehr Bestürzung darüber gezeigt hat, erwischt worden zu sein, als über den Grund dafür: seinen Betrug.
Alles in allem: Ich werde Sie nicht wählen. Und ich weiß, dass Sie sich winden und versuchen, durch Lügen und Halbwahrheiten wieder auf die politische Bühne Deutschlands zurück zu kommen. Und Sie glauben, dann ist alles wieder gut. Warum? Weil Sie da oben und reich sind, und wir hier unten und arm?

Ich will Ihnen mal etwas sagen: Zwar sind auch Doktoren nur auf ihrem eigenen Gebiet Doktoren, aber die Doktoren, die ich kenne, halten sich wenigstens nicht für unfehlbar und unanfechtbar, geschweige denn sakrosant. Es sind Menschen.
Sie sind Ken. Genau, der aus der Barbie-Serie. Eine nicht mal besonders hübsche Kunstfigur.
Ich mag Sie nicht, und das wird sich nie ändern. Und jedes Mal, wenn Sie an Ihrer Legende stricken, und versuchen, Ihren Betrug zu rechtfertigen oder zu verdrehen, stehe ich bereit, um jeden, der meinen Blog liest, daran zu erinnern, WAS Sie getan haben. Und wie.

Ich persönlich gebe Ihnen eine letzte Chance, KTG. Ehrlich zugeben, dass Sie beschissen haben. Die Ausrede mit dem "herunterladen und vergessen" ist ein zweischneidiges Schwert und könnte dazu führen, dass man Sie für einen Idioten hält. Oder ehrlich zugeben, dass Sie haben schreiben lassen. Das macht Sie zwar nicht zu einem besseren Politiker, oder gar einem besseren Menschen, aber Sie übernehmen Verantwortung... Was Ihnen ansonsten ja fremd zu sein scheint.
Tun Sie das nicht, nun, ich bin nicht der einzige Blogger, der hofft, dass es auch Politiker gibt, denen man vertrauen kann. Als Kommunalpolitiker ist mir das sogar ein persönliches Anliegen. Und Sie tun nichts Gutes für unsere Zunft.

Ach, Scheiß auf die Chance. Jemand der sich so raus redet und so windet, will nicht Vergebung, er will Konfetti. Ich traue Ihnen nicht, KTG. Und das werde ich sagen, solange wie Sie ein öffentliches Amt zu erreichen versuchen, dass Menschen wie mich Ihren unfähigen Händen ausliefert.
Mit freundlichem Gruß,
Ihr Blogger von nebenan.

P.S.: Hier noch ein netter Tagesschau-Kommentar.

Dienstag, 22. November 2011

Wissen ist Macht, Glauben ist Ohnmacht - Klimawandel eine Glaubensfrage?

Seit etwa zwei Jahren twittere ich. Seit einem knappen Monat habe ich ein Tool gefunden, mit dem ich tatsächlich Twitter nicht nur für die Verbreitung meiner Tweeds nutzen, sondern auch mitlesen kann.
Vor etwa einer Stunde fiel mir dann ein Tweed von @Newstopaktuell auf, der zu diesem Artikel führte.
Das Besondere an diesem Artikel ist seine Engstirnigkeit. Das "Ende der Klimalüge" wird hier herbei geredet.
Ich möchte mich mit dem Thema nicht zu sehr auseinandersetzen, weil mir der Klimarat IPCC überhaupt nichts sagt. Wohl aber zu dem Artikel selbst, der vor Fehlern, Lügen und Ignoranz nur so strotzt.
Ich arbeite diesen Blödsinn mal Punkt für Punkt ab.

1) Die australische Zeitung The Australian titelte: "The IPCC has ben wrong for the past fifteen years!"
(Die IPCC hat sich die ganzen letzten fünfzehn Jahre geirrt!)
...sacken lassen.
Nun ist es schon mal sehr sensationsheischend, eine Zeitung als Beleg für diese Aussage zu nehmen anstelle einer zitierfähigen wissenschaftlichen Arbeit. Zudem auch noch eine, die dem in letzter Zeit in erhebliche Kritik geratenen Medienmogul Rupert Murdoch gehört, der für Sensationen, nicht aber unbedingt für die Wahrheitsfindung bekannt ist. Es ist dabei aber besonders dämlich, wenn @Newstopaktuell auf den Diskussionsthread verlinkt, nicht auf den Zeitungsartikel selbst.
Verlinkung auf belegbare Quellen habe ich nicht gefunden. Ergo: Unglaubwürdige Berichterstattung.

2) "Klimalügner IPCC am Ende"
...sacken lassen.
Die IPCC ist ein Konglomerat von Fachleuten und Wissenschaftlern, die die neuesten Erkenntnisse über das Weltklima referieren und Empfehlungen geben. Die IPCC schreibt selbst nicht auf ihrer Homepage, fünfzehn Jahre falsch gelegen zu haben oder räumt Teilaspekte ein. Klarer Fall von träumerischem Wunschdenken. So wird definitiv KEIN Journalismus gemacht. Abgesehen davon, dass die IPCC nicht von den Journalisten mit dieser "Tatsache" konfrontiert wurde, wie es gute Journalisten, die nicht für Murdoch arbeiten, getan hätten.

3) Als Beleg für die Behauptung, der Treibhauseffekt existiere gar nicht, werden Wissenschaftler erwähnt, die "schon vor hundert Jahren" belegt haben, dass es den Treibhauseffekt nicht gibt, nicht geben kann.
...sacken lassen.
Schon vor hundert Jahren hat man auch die Homöopathie als nicht funktionierenden Schwachsinn erkannt, und dennoch hat sie sich gehalten.
Bei der Klimaforschung sieht es jedoch anders aus. Vor einhundert Jahren hatten Wissenschaftler weder Wettersatelliten, noch weltweite Messstationen, also unsere heutigen Möglichkeiten. Anders ausgedrückt: Schon vor hundert Jahren können sich Wissenschaftler geirrt haben. Und ihnen haben definitiv die Daten von heute gefehlt. Das ist unumstößlich.

4) Der sogenannte "Treibhauseffekt" ist nichts anderes als wissenschaftlich verbrämter Unsinn.
...sacken lassen.
Da wird also ein Themenfeld der Wissenschaft, an der laut Wikipedia seit fünfzig Jahren geforscht wird, mal eben als null und nichtig, wissenschaftliche Spinnerei abgetan.
Der Treibhauseffekt ist eine Wechselwirkung zwischen bestimmten, vermehrt auftretenden Gasen und Sonnenstrahlung. Das kann man mögen oder hassen, wegreden geht allerdings nicht. Außer, man wird dafür bezahlt. Aber Wissenschaft besteht nicht aus Glauben, sondern aus Wissen. Und wir wissen, wo diese Gase sind, was sie bewirken und wie sie es tun. Der Rest ist Messarbeit und Datenauswertung.

5) Für diesen Punkt muss ich zitieren: "Laut Klima(l)ügnern sollte das Spurengas CO2 (atmosphärischer Gehalt: nur 0,0385 Prozent) nun diese von der Erde abgstrahlte Wärmeenergie absorbieren. Das Dumme dabei ist, dass CO2 das gar nicht kann! CO2 ist nämlich nur bei minus 73,5 und weniger Grad Celsius zur Absorbtion von Energie in der Lage. Was vom Erdkörper abgestrahlt wird, ist aber deutlich wohltemperierter und somit für CO2 in tieferen atmosphärischen Schichten gar nicht absorbierbar, da es dort nicht kalt genug ist."
...sacken lassen.
Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben, um ein paar Tatsachen zu verdrehen, sprich sich die Wirklichkeit wie gute Kreationisten zurecht zu biegen und physikalische Erkenntnisse gegen die Wissenschaft zu verwenden.
Selbst ich als Laie weiß, dass es NICHT darum geht, dass CO2 in der Atmosphäre Wärme ABSORBIERT. Das wäre in zehn, zwanzig und mehr Kilometern Höhe, wo automatisch Minusgrade herrschen, vielleicht auch ein wenig viel verlangt.
Tatsächlich aber geht es darum, dass Gase wie CO2 zwar Wärmestrahlung auf die Erde lassen, jedoch die Wiederreflexion ins All behindern. Dass diese Gase Wärmestrahlung speichern sollen, ist Blödsinn. So funktioniert die Aufheizung der Erde nicht.
Das hätte ein guter Journalist herausgefunden, mit einem Klick auf Wikipedia.

Ein richtig guter Journalist jedoch kennt all diese Fakten, verdreht sie, und schreibt ein Rupert Murdoch-Pamphlet gegen die Wissenschaft und gegen die wissenschaftliche Forschung zum Klimawandel.

...sacken lassen.
News Top Aktuell, das war eine miese Leistung für Journalisten. Oder es war eine exzellente, hoffentlich bezahlte Lobby-Auftragsarbeit. In beiden Fällen: Setzen, sechs.
Tatsächlich bin ich kein Verfechter des von Menschen verursachten Treibhauseffekts und der damit zusammenhängenden globalen Erwärmung. Nein, sicher nicht.
Stattdessen weiß ich, dass sich die Erde periodisch, in einem Zeitraum, den ich jetzt nicht im Kopf habe (der aber sechshundert bis eintausend Jahre andauern kann, ich recherchiere das noch mal), um ein bis zwei Grad erwärmt und wieder abkühlt. Das liegt vor allem daran, dass wir uns mitten in einer sogenannten Interglaziale befinden, der warmen Phase einer Eiszeit, und Schwankungen in der Welttemperatur über einen großen Zeitraum sind da vollkommen normal. Und, daran möchte ich auch kurz erinnern, zur Römerzeit galt Germanien als noch unwirtlicher und kälter, während sich um 900 herum norwegische Bauern auf dem warmen und fruchtbaren Grönland niederließen. Tatsächlich war das Eis der Antarktis dann zu Cooks Zeiten ein noch gewaltigeres Bollwerk und der Nil fror zu, als wir den letzten Tiefpunkt erreicht hatten. Dies mal als Ansatz für ein Zeitfenster für Erwärmung und Abkühlung.
Nun streben die Temperaturen wieder nach oben, und ich weiß noch nicht, wann wir die aktuelle Spitze erreichen werden. Tatsache ist jedenfalls, dass es die Erderwärmung gibt. Tatsache ist auch, dass der Mensch die Erderwärmung u.a. mit Klimagasen begünstigt. Da wir aber erst seit rund einhundertfünfzig Jahren das Wetter effektiv beobachten, wird noch viel Forschung notwendig sein, um die natürliche Erwärmung und den Anteil von Menschenhand zu bestimmen. Soweit mein eigenes Wissen zum Thema.
...sacken lassen.


Fazit: Es gibt die globale Erwärmung. Sie mit Blick auf das nicht existente "Klimagate" wegreden zu wollen, oder mit Hinweis darauf, dass "der Treibhauseffekt gar nicht funktionieren kann", nur weil sie Wirtschaftsinteressen stört, ist dumm, leichtfertig und wird für die gleichen Wirtschaftsinteressen horrende Kosten verursachen. Wie ich schon sagte, halte ich den menschlichen Anteil an der Erwärmung für nicht gleichbedeutend mit der Gesamterwärmung, um es schwammig zu sagen. Jeder Journalist, jeder Wissenschaftler, der sagt, es gibt keine globale Erwärmung, hat entweder von Klimaforschung, Geologie, Meteorologie oder wenigstens rationaler Wissenschaft keine Ahnung (was bei Journalisten eventuell verzeihbar wäre - eventuell), oder sie lügen ganz bewusst.
Deshalb, liebe @Newstopaktuell: Ihr seid mir schon mehrfach negativ aufgefallen. Noch so ein Propaganda-Ding, und Ihr seid entfolgt. Wer sich als Journalist ausgibt, muss auch als Journalist arbeiten.
Selbstredend werde ich dann auch all meinen Followern die Entfolgung empfehlen.
Es kann NICHT angehen, dass ich Laie EURE journalistische Arbeit machen muss, um die Welt vor Dummheit zu bewahren.

Samstag, 19. November 2011

33.333

Es ist mal wieder soweit. Schnapszahl! Wenige Tage nach dem letzten Tausender verzeichne ich dreiunddreißigtausenddreihundertunddreiunddreißig Aufrufe auf meiner Seite. Na, wenn das nicht mal einen Blogeintrag über Fanfiktion.de wert ist...

Was mich zu einem anderen Thema bringt. Ich bin ja nicht der einzige, den höhere Klickzahlen und mehr Kommentare freuen. Ein mittlerweile guter Freund von mir, der Autor Stinkstiefel, hat eine geniale alternative Stargate-Geschichte namens Projekt Killian geschrieben, nicht abgeschlossen, die Jahre vor dem Spielfilm ansetzt, und dazu... in Deutschland. Ich habe es gerne gelesen, und ich denke, wenn er mehr Klicks kriegt, dann kommt auch bald die Fortsetzung. Also, Leute, schaut mal rein, wenn Ihr eine unabhängige Story im Stargateversum lesen möchtet. Ich empfehle sie nachdrücklich.

Donnerstag, 17. November 2011

He's back - und wir haben ihn nicht vergessen!

Tja, es ist also soweit. Karl Theodor und so weiter zu Guttenberg traut sich das erste Mal seit seinem Rücktritt und seiner Flucht nach Amerika wieder zu einem öffentlichen Auftritt. Laut dem Handelsblatt soll er auf einem Sicherheitskongress in Halifax, Kanada, eine Rede zum Thema Weltwirtschaftskrise halten.
...sacken lassen.

Nur noch einmal zur Erinnerung an den Themenkomplex: KTG ist im März als Verteidigungsminister zurückgetreten, weil ihm "die feige Linke und die heuchlerische anonyme Schwarmintelligenz im Internet" (ironische Hervorhebung von mir) nachweisen konnte, dass er nicht nur über die Hälfte seiner Doktorarbeit geklaut hatte, sondern sogar für das Fazit Fremdtexte verwendet hat - was den Sinn des Fazits ad absurdum geführt hat.
Darauf, dass er mit nur einem Staatsexamen mit seiner Doktorarbeit beginnen durfte, und dass er den Doktortitel rund ein Jahr vor Abgabe seines Machwerks bereits führen durfte - machte sich ja gut auf seinem Namensschild - will ich auch nur am Rande eingehen.
Viel wichtiger ist für mich, wofür dieser Mann steht, der bei der Bundeswehr ach so beliebt war, weil er im sicheren Masar el Sharif für die Presse mit kugelsicherer Weste Schaulaufen betrieben hat, als wäre er direkt an der Front: Nämlich für halbherzige Ausreden, stückchenweise Teilgeständnisse, ans Ausmaß der Enthüllung seiner Verfehlungen angepasst, und einen weinerlichen, rührseligen Abschied, in dem er es gewagt hat, sich als Opfer darzustellen. Ohne seine Tat zuzugeben, als er bereits entlarvt war. Dabei war er sich auch nicht zu schade, seine eigene Familie zu instrumentalisieren.
...sacken lassen.

Man kann ihm sicherlich vieles vorwerfen. Als Wirtschaftsminister hat er mir überhaupt nicht gefallen (was wohl auch an seiner Mitgliedschaft bei der Atlantikbrücke liegt, die amerikanische Interessen in Deutschland schützt und neoliberale Wirtschaftspolitik propagiert - genau, die gleiche Wirtschaftspolitik, die uns in die aktuelle Krise geführt hat), und als Verteidigungsminister werfe ich ihm Ablenkung auf Kosten der Soldaten vor. So hat er nämlich, als die Vorwürfe konkreter wurden, den Tod von drei deutschen Soldaten in Afghanistan genutzt, um sich zu verteidigen, weil "die Aufmerksamkeit nicht ihm, sondern den getöteten Soldaten gebühre". Gorch Fock-Affäre; undurchsichtige Handlungsstrategie im Zuge der Untersuchungen zur Zerstörung der von Taliban entführten Tanklaster; Ministerarbeit, als sei sie von der BILD-Redaktion diktiert; nein, ich kann nichts Gutes an KTG in der Politik entdecken.
...sacken lassen.

So, jetzt hat er also seinen ersten Auftritt in Kanada, und nicht in den USA, wo er viele persönliche Kontakte haben soll. Das ist dann wohl der erste Schritt in Richtung Comeback für ihn.

Fazit: Ich habe es ja gewusst. Er kommt durch die Hintertür wieder und wird definitiv 2013 für den Bundestag antreten. Das ist meine Prognose. Und Merkel wird, falls sie überhaupt wieder die Regierung bilden kann (was ich nicht hoffe, denn schlechter geht es nicht, besser allemal), keine Probleme haben, ihn wieder in die Regierung zu holen. Obwohl er beinahe für zehntausende Doktoren ihre hart erarbeiteten Titel zur Lächerlichkeit degradiert hatte. Obwohl er sich nicht einmal entschuldigt hat. Obwohl er der Wissenschaft großen Schaden zugefügt hat, vor allem durch seinen Abschied auf Raten. Obwohl er seinen Ghostwriter schlecht bezahlt hat... Okay, letzteres ist meine Mutmaßung.

KTG, komm ruhig wieder, wenn Du meinst, Du wirst wieder gewählt, sobald der Staub sich gelegt hat. Mit einem Mann, der sich entschuldigt, und dann wieder von unten versucht Tritt zu fassen hätte ich kein Problem. Wohl aber mit jemandem, der von Glaubwürdigkeit keine Ahnung hat, aber dieses Land regieren will. Dreister geht es wohl nicht. Es fehlt nur noch, dass am Ende "die Linke" schuld war, und alles war nur ein Komplott gegen den zukünftigen Bundeskanzler. Wundern würde mich diese Legendenbildung keinesfalls.
Ich für meinen Teil stehe dann bereit und helfe dabei, den Staub wieder aufzuwirbeln.
Aber theoretisch kannst Du Dich ja immer noch aufrichtig entschuldigen, um Dir eine zweite Chance ehrlich zu verdienen.
Allein, daran glaube ich nicht.
Komm nur, ich warte auf Dich. Die feige, anonyme Schwarmintelligenz wartet auf Dich.

Montag, 14. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 3

Und weiter geht es mit dem Webcomic-Roll.
Die Reaktionen sind ja eher spärlich. Aber das hindert mich nicht daran, weiter zu machen.

Der nächste englsichsprachige Comic beschäftigt sich mit World of Warcraft. Siinigerweise heißt er: "World of Warcraft, eh?", und beschäftigt sich - man lese und staune - mit dem Erfolgs-MMORPG von Blizzard.
Die Kanadierin Kelly Aarons zeichnet hier humorvolle, sympathische, augenzwinkernde Texte aus Sicht der Horde, und speziell aus der Sicht ihrer Tauren-Druidin Cadistra.
Ihr zur Seite steht die Blutelfen-Paladina Kissless, und gemeinsam erleben sie ihre Abenteuer in Azeroth.
Die ersten rund fünfzig Comics von ihr sind Onepager oder Ein Bild-Cartoons. Später wagt sie sich mehrfach an längere Storylines. In einem dieser längeren Arcs stößt der Heiler Kama hinzu, um das Duo fortan zu unterstützen.
Eigentlich updated der Comic jeden Montag, doch seit einiger Zeit erfolgt er nur sehr unregelmäßig. Kelly Aaron lässt da die Zügel ungewohnt lange schleifen; ich hoffe ja, weil sie eine neue Arbeit gefunden und deshalb für ihr "sweet Baby" keine Zeit mehr hat. Generell zu empfehlen, sonst würde ich nicht regelmäßig rein schauen.


Manly Guys doing manly Things von Kelly Turnbull ist, wie der Name schon verrät, ein englischsprachiger Comic mit eine Menge Humor, Ironie und Sarkasmus. Punchline der Geschichte ist eine Agentur, die machomäßigen Männern nach ihrer Zeit als Actionheld den Einstieg ins normale Berufsleben erleichtert. Und so tummeln sich dann auch ganz besondere Personen in der Agentur, so wie zum Beispiel Duke Nukem, Kratos aus dem Spiel God of War, Marv aus dem legendären Film Sin City oder gar Goliath aus der Disney-Serie Gargoyles.
Dazu kommen etliche große, Muskelbepackte Männer aus etlichen weiteren Serien, Filmen, Spielen, Bücher und dergleichen, die ich nicht zuordnen kann.
Sie stellen sich unter der Leitung des "Commanders", einem geschiedenen Vater und zeitreisendem Space Marine (übrigens ein Original-Charakter), den Unbilden des normalen Lebens.
Ich verfolge den Comic erst seit einer Woche, hatte aber viel Spaß dabei, ihn von Anfang an nachzulesen.
So wie ich das erkennen kann, kommt der Update einmal wöchentlich.



Daily Quests
von Sara Kleeyo ist wieder ein englischsprachiger WoW-Comic. Meistens geschildert aus der Sicht eines Blutelfen-Pärchens, aber sie/er hat auch ein paar Gastbeiträge auf ihrer Seite. Mit viel Spaß schaut sie auf die Lebensumstände, die man eben so hat, wenn man auf Seiten der Horde in Azeroth unterwegs ist.
Der Comic kriegt sein Update immer Montags. Bisher habe ih keine größere Verzögerung bemerkt.


Um wenigstens ansatzweise gerecht zu sein, präsentiere ich jetzt einen WoW-Webcomic, der aus der Sicht der Allianz erzählt: Dark Legacy behandelt die Erlebnisse der Gilde Dark Legacy, und hat anfangs einen eher gewöhnungsbedürftigen Stil. Nach ein paar Seiten aber hat Arad Kedar seine Form und seinen Stil gefunden und gestaltet seine Comics aufwändiger.
Die Comics haben im Allgemeinen einen düsteren Humor, und man muss sich beinahe schon schämen beim Lachen. Wen das nicht stört, der wird wundervoll unterhalten von den vielen unterschiedlichen Charakteren und ihren Abenteuern in Azeroth.
Aber Leute mit schwachem Magen sollten die Rubrik Gighs Kitchen überspringen. Was die Nachtelfenheilerin da in ihre Töpfe tut ist gewöhnungsbedürftig. ^^
Der Comic kriegt jeden Montag eine neue Seite, und ich habe nicht bemerkt, dass Arad großartig laggen würde. In jedem Fall schreibt er amüsante Geschichten für seine Charaktere.


Der zweite - oho, es gibt noch einen - englische Allianz-Webcomic zum Thema World of Warcraft ist ein älteres, bereits abgeschlossenes Projekt der Autoren Dave Kossak und Rhys Yorke, die mittlerweile professionell für Blizzard arbeiten: Flintlocke's Guide to Azeroth.
Erzählt werden die Abenteuer des Zwergenjägers Flintlocke und seinem üblichen, täglichen Wahnsinn. Gemeinsam mit seinen Gefährten richtet er normalerweise mehr Schaden an als er nützt. Ich sage einfach mal: Reinschauen.
Wie ich oben schon schrieb, ist der Webcomic abgeschlossen. Der Leseaufwand ist also überschaubar.

Samstag, 12. November 2011

33.000 mit leichter Verspätung

Ich gebe zu, ich war in letzter Zeit etwas verwöhnt. Mit schöner Regelmäßigkeit hatte ich alle zwanzig Tage eintausend Aufrufe auf meine Geschichten bei Fanfiktion.de.
Diesmal haben die Klickzahlen zwei Tage Verspätung.
Ich hoffe nicht, das dies ein Zeichen für das nachlassende Interesse von Euch Lesern ist. ^^°

Aber aussagekräftiger sind ohnehin die Reviews. Also, schreibt mir welche. ^^

Lest mich weiter und bleibt mir treu.


Edit: Heute habe ich doch glatt den SPAMFILTER entdeckt. Da waren drei alte Kommentare versteckt, die ich soeben freigegeben habe. Sorry, liebe User. Ich habe Euch nicht zensiert. ^^°

Edit 2: Auch gerade entdeckt: Dies ist exakt mein dreihundertster Blogpost. ^^

Donnerstag, 10. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 2

Den zweiten Teil meines Rolls fülle ich hauptsächlich mit deutschen Seiten, damit ich das hinter mir habe.

Den Auftakt macht Joscha Sauers Blog-Comic Nicht lustig. In seinen Ein Bild-Comedy-Performances kommen seine Knuddel-Menschen so richtig in Fahrt. Seien es die beiden verrückten Wissenschaftler, Herr Riebmann aus der Zwischenwand oder die üblichen Opfer des Alltags. Natürlich kriegt auch der Weihnachtsmann sein Fett weg. Beliebte Themen bei ihm sind auch die todesverliebten Lemminge. Legendär die Szene mit dem Tod, der einem Lemming sagt: "Hören Sie auf, mich zu verfolgen!" Und der Lemming: "Aber... Ich liebe Sie!"
Auch die ungezählten Yeti-Sketche, Zeitreise-Dinosaurier, auf ihre eigene Art fiese Hunde, (legendär die Szene mit dem lesenden Hund, an dessem Zaun folgende drei Schilder zu sehen waren: 1. Warnung vor dem Hund. 2. Hey, ich kann schreiben! 3. Dann kann ich auch lesen!), Kühe, und was das Tierreich noch zum Besten gibt.
Episch wird es dann allerdings, wenn es ein Crossover zwischen ihm und Ruthe gibt.
Während Ralph Ruthe einen Maulwurf zeichnet, der mit dem Besenstiel gegen einen Sarg über seiner Decke trommelt, taucht bei Joscha ein Maulwurf auf, der einen alten, toten Maulwurf auf dem Bett eines Mannes ausdrapiert und sagt: "So, jetzt liegt MEIN toter Großvater in Ihrem Schlafzimmer! Wie finden Sie das? WIE FINDEN SIE DAS?"
Die Mafia kriegt natürlich auch ihr Fett weg.
Nicht lustig lädt sehr unregelmäßig hoch, ungefähr einmal die Woche ist normal. Es kann auch mal sein, das zwei Wochen oder länger nichts kommt. Aber dann lädt Joscha auch mal zwei in der gleichen Woche hoch. Legendär ist auch das Merchandising der Seite, mit T-Shirts, Kaffeetassen und vielen weiteren Extras.
Nichts gegen den Pudel des Todes, Leute.


Der Cartoonist Flix aus Berlin hat auf seiner Homepage einen eigenen Bereich für simple Schwarzweiß-Comics, in dem er den Alltag veralbert: Flix' Helentage.
Auf diesen Vier Bilder-Strips kommt so ziemlich alles vor, was ihn bewegt und was er kennen lernt. Ob Beziehungsprobleme, eine seiner Reisen, der ganz normale Berliner Alltag, sein Job aus Comiczeichner (er hat schon einige Bücher raus gebracht), oder sogar - man staune - sein neues Sofa. Alles wird verflixt erzählt.
Doch auch ihm sind Grenzen gesetzt. Wenn er erzählt, dass er eigentlich Vampir ist, und seine Kumpels Joscha und Ralph ja Werwölfe, und er dann nicht mehr weiter weiß, ist das schon irritierend. Aber lustig. ^^V
Der Flix datet sehr unregelmäßig ab. Alle zwei Wochen zumindest bringt er aber seine "Heldentage" auf den neuesten Stand.


Last but not least für die deutschen Comics kommt wieder Ralph Ruthe zum Zug. Bei den Frühreifen kämpfen Ralfi, Norbert und Marcel mit den Unbilden klein zu sein, erwachsen zu werden, der Schule, den Eltern und der Pubertät.
Vor allem Ralfi fängt sich mit seiner Liebe für die Veganerin Jenny regelmäßig Ärger ein. Und dann ist da noch sein eigener Hund, der ihm das Leben schwer macht, von Mama und Papa ganz zu schweigen...
Ralph Ruthe tobt sich hier tüchtig aus, bringt die Probleme, Peinlichkeiten und Unmöglichkeiten dieses Alters auf den Punkt und uns zum Lachen. Amüsant, abstrakt, abstrus, aber immer witzig begleitet er Ralfi und Freunde durch ihren Alltag.



Arkward Zombie
von Katie Tiedrich gehört definitiv zu meinen englisch-sprachigen Lieblingen. Katie parodiert hauptsächlich Spiele, von Nintendo über Portal bis zu Minecraft, Filme wie Matrix, Anime und Manga... Zu viel um es alles aufzuzählen. Sie ist ungeheuer kreativ und trifft fast immer meinen Humor. Ich bin sehr zufrieden mit ihr.
Sie lädt eigentlich regelmäßig jeweils Montag einen neuen Comic hoch; Ausnahmen bestätigen die Regel. Für Game-Fans von Link&Co. sehr zu empfehlen.


So, die vier sollten erst mal vorhalten.
Bitte schreibt mir in die Kommentare, welche Comics Ihr besucht habt und wie Ihr sie findet.

Mittwoch, 9. November 2011

Webcomic-Roll: Ace schaut über den Tellerrand 1

Webcomics, was ist das? Oder vielmehr, was SIND sie?
Webcomics sind für jeden etwas, der schon einmal die Micky Maus durchgeblättert hat; der einen Manga im Schrank hat; der mit Lucky Luke in den Sonnenuntergang geritten ist, Tim&Struppi auf Abenteuer begleitete; Lollek und Bollek mochte; mit Clever&Smart auf verrückte Missionen gegangen ist und mit Captain America oder Superman die Welt zu retten versuchte...

Im Prinzip ist ein Webcomic ein Comic im Internet, wie es der Name schon sagt. Er wird regelmäßig oder unregelmäßig, manchmal auch gar nicht geupdatet... Was bei einigen Schade ist. Thematisch sind Webcomics breit gestreut, es ist für jeden was dabei. Manche Webcomics sind grandios, manche gewöhnungsbedürftig, manche extrem, so wie das Web selbst sein kann.
In meinem heutigen Blogeintrag möchte ich erst mal vier der Comics vorstellen, die ich regelmäßig besuche. Ich werde dazu schreiben, wer sie produziert, wie oft geupdatet wird, und natürlich von vorne herein, worum es geht. Die Webcomics, die ich besuche, sind fast alle auf englisch. Das als Warnung vorneweg. Aber ich musste eher selten zum Web-Übersetzer greifen, also keine Panik, Leute. ^^
Ich stelle alle Links ab Seite eins ein; teilweise haben diese Webcomics vierhundert Episoden.


Ich beginne mal mit leichter Kost vom Blind Ferret-Team Lar Desouza und Ryan Sohmer.
Least I could do behandelt die Abenteuer des eigentlich eher normalen Rayne Summers. Das "eigentlich" ist hier das Problem, denn Rayne hat gegenüber Sexualität ein sehr offenes Verständnis. Der erste Comic, der im Web zu finden ist, zeigt ihn prompt auch dabei, wie er seinem Penis zur fünfzigsten Frau gratuliert...
Macho-Schwachsinn, könnte man jetzt sagen, und man hätte eventuell auch Recht. Aber das ist nur ein Teilaspekt der Geschichte. Denn es dreht sich für Rayne nicht nur um Frauen. Rayne ist Fantasy-begeistert, Manga- und Comic-Liebhaber, ein guter Freund und ein verlässlicher Partner - nur nicht in Liebesdingen. Tja.
Das Augenmerk gilt natürlich Rayne, aber auch die anderen Mitglieder des Comics kommen nicht zu kurz. So kommt zum Beispiel sein Bruder vorbei, der ein noch rigoroseres, kompromissloseres Verhältnis zu Frauen pflegt, und dabei gerne noch darauf herum reitet, dass er Chirurg ist.
Ich will nicht zu viel erzählen, um nicht die Freude an der Entdeckung des Comics zu nehmen. Ich erwähne nur eine Szene, in dem Rayne für den 1. April seinem eher klein geratenen Freund Mick die Tür zu seinem Zimmer zu einer typischen runden Hobbit-Tür umbaut.
Oder wenn der Lehrer John mit dem imaginären Darth Vader auf seiner Schulter Zwiegespräche hält... Der Spaß und der Humor kommen nie zu kurz.
Eine kleine Warnung vielleicht noch. Lar Desouza ist der vierte? Zeichner, der LICD umsetzt. Der Stil des ersten Zeichners Trevor Adams und der der nachfolgenden Zeichner ist... Sehr different und gewöhnungsbedürftig. Bis zu Lars unverwechselbarem und gutem Stil dauert es ein wenig, aber die Story ist es wert, versprochen.
Der Comic wird!!!! täglich geupdated, und Sonntags kommt grundsätzlich ein Least I could do! Beginnings! in Form einer großformatigen Seite, in der der junge Rayne die Welt auf den Kopf stellt.


Der nächste Webcomic ist ebenfalls von Blind Ferret und dem bewährten Team Desouza/Sohmer. Looking for Group fängt als World of Warcraft bealike an.
Der Elf Cale'Anon betritt das Geschehen mit dem großherzigen Versprechen, alles Gute in der Welt zu beschützen. Leider trifft er schon auf der ersten großformatigen Seite auf den Untoten Hexenmeister Richard, der dem Elfen anhand eines Hasen erklärt, dass die Welt aus Gut und Böse besteht - und dass er nicht zu den Guten gehört. Das Cale selbst auch ein "Böser" sein soll, ist für ihn dann doch etwas schwierig zu verstehen. Und das sie die Hilfe der Troll-Priesterin Benny brauchen, um den gerade eben von Richard in Asche verwandelten Cale zu rezzen - was sie in die unvorteilhafte Lage bringt, gegen einen General des Königs zu kämpfen und seine Männer zu töten - hilft auch nicht gerade weiter. Aber es ist der Beginn einer Zweckgemeinschaft, die für etliche Lacher gut ist, aber auch für den einen oder anderen Schauder.
LFG beginnt als WoW-Comic-Klon, aber etabliert sich schnell in der eigenen Welt mit eigenen Regeln. Zwar begegnen einem viele der alten Völker - schnell kommen weitere Trolle, Gnome, Zwerge und Menschen hinzu - aber wir haben hier viel Eigendynamik, und ein grandioses Gesamtkunstwerk, das jede gelesene Seite wert ist.
LFG wird garantiert!!! jeden Montag und jeden Donnerstag fortgesetzt. Ich habe es noch nie erlebt, dass das Blind Ferret-Team jemals Verspätung gehabt hätte.


Willkommen auf einem deutschsprachigen Webcomic: Ruthe.de. Ralph Ruthe ist ein wahres Multitalent. Wer dem Link folgt, gelangt nicht nur auf der Hauptseite seiner Homepage mit jeweils dem aktuellsten Cartoon, er hat auch Zugang zu einer Vielzahl an Videos, die Ralph in den meisten Fällen alleine produziert, spricht, und die Musik dazu schreibt und macht.
Zu Ralph Ruthe möchte ich nicht viel sagen, nur dass er seinen ganz eigenen Humor hat, der sich wirklich, wirklich lohnt; es ist eigentlich für jeden was dabei.
Und es lohnt sich, vor allem wenn man seine Arbeiten noch nicht kennt, wirklich bis zum Anfang zurück zu klicken und sich alles anzuschauen.
Hauptelemente von Ralph sind die HNO-WG (Giraffe, Nashorn und Koala), der Weihnachtsmann und Rudolph, der Typ in rosa Hasenkostüm, die Bäume, der gelbe Hund und der arme blonde Kerl, der bei Ruthe selten viel zu lachen hat. Auf seine Kosten kommt man trotzdem, versprochen.
Ralph veröffentlicht unregelmäßig, aber man kann sich sicher sein, dass es die Woche mindestens zwei Updates gibt, manchmal auch vier oder sogar fünf. Gibt es keine Updates, steht bald wieder ein neues Video an. Der Mann ist super produktiv, und wer ihn nicht schätzt, hat selber Schuld. Wer ihn nicht kennt, sollte das UNBEDINGT nachholen.

Dann wäre da als letzte Vorstellung des Tages die englische Seite vom Tsunami Channel samt Webcomic.
Eine Warnung vorweg: Der Hauptautor Akira hat letztes Jahr im Frühjahr eine fast anderthalbjährige Pause beendet... In diesen Tagen befindet er sich in einer weiteren, bereits ein Jahr andauernden Pause.
Der Comic ist schwarzweiß, aufgelockert durch die Arbeiten von Akiras Schwester Romy und diversen Gastcomics.
Der Comic selbst ist geprägt durch die vielen Anspielungen auf populäre Mangas und Animes. Hier erkennt man sehr gut den Insider, nein, den Fachmann. Gerade Anime-Fans, wie ich einer bin, haben hier sehr viel Spaß.
Den Hauptanteil bestreitet übrigens Experimental Comic Kotone, kurz ExCoKo.
Wie im Anime kriegt die Hauptfigur, "Onii-chan", den weiblichen Cyborg Kotone als kleine Schwester zur Seite gestellt... Im Forum der Seite wird übrigens reichlich spekuliert, wie Oniichans wahrer Name lauten könnte.
Und damit beginnt nicht nur der Spaß, sondern auch der Ärger, regelmäßig angeheizt vom Tutor des studierenden Oniichans, Professor Hagesawa, der selbst ein übermäßiges Interesse an Animes hat. Seine Assistentin Tsunami hat dabei auch alle Hände voll zu tun, um die schlimmsten Schnitzer des Professors, ebenso wie seine Hentai-Sucht, auszubügeln.
Das Ganze nimmt dann nicht Harem-hafte, sondern Datingsim-hafte Züge an, wenn die Kendo-Meisterin Raika Teil von Oniichans Leben wird. Natürlich trägt sie ein richtiges Katana bei sich und hat mit inneren Dämonen zu kämpfen.
Dann folgt auch noch die ominöse japanische Verlobte Haruna für Oniichan, die kein Englisch spricht, und recht unbedarft daher kommt, sowohl was die plötzliche Verlobung angeht, als auch die Umstände ihres auf den Kopf gestellten Lebens. Nur, um dann der doch recht gewalttätigen Raika effektvoll Kontra zu geben.
Und das passiert alleine auf den ersten Seiten. Und es sind längst nicht alle Figuren. Spätenstens wenn Konstantin dazu kommt - jung, bisexuell und offen für jeden und alles zwischen sechzehn und achtzig - ist ExCoKo vollends im Comedy-Sektor angekommen.
Wie ich eingangs schon schrieb, pausiert Akira. Ich schaue immer wieder mal rein in der Hoffnung, das es weiter geht; ins Forum habe ich nicht geschaut.
Dennoch, es gibt viel zu entdecken, gerade als Fan von populären Animes und Mangas. Ich halte es nicht für verschwendete Zeit, all dies nachzulesen. Selbst wenn Akira seine Arbeit nie mehr fortsetzen sollte. Ein Schicksal, das viele viel versprechende Webcomics ereilt. Leider.

Das waren natürlich nicht alle Webcomics, die ich verfolge. Die anderen werde ich Euch nach und nach Häppchenweise präsentieren.
Schreibt mir bitte in die Kommentare, welche Comics Ihr Euch angesehen habt, und was Ihr von ihnen haltet.

Freitag, 4. November 2011

How to deceive german people...

Also, Leute, ich weiß ernsthaft nicht, wo ich heute anfangen soll.
Ich weiß wirklich nicht, wo ich thematisch hinsteuern soll.
Und ich weiß echt noch nicht, wie weit ich es heute führen soll.

Fangen wir mit dem Thema an, über das ich ursprünglich posten wollte:
Mittagstisch. Diskussion. Zufällig erwähnt: "Pluto ist ja kein Planet mehr."
Da kriege ich zu hören: "Ja, aber dieser andere Planet im Planetoidengürtel, der größer als der Mond ist, der soll ja Planet werden."
"Wo? Im Asteroidengürtel?" "Ja." "Größer als der Mond?" "Ja." "Du meinst nicht Ceres?"
"Nein, das kam im Fernsehen. Den haben sie neulich erst entdeckt."
"Das ist unmöglich." ... ... ... "Du weißt auch nicht alles besser, und es kam im Fernsehen."
...
"Das ist trotzdem unmöglich. Ein Objekt dieser Größe müsste schon vor Jahrtausenden entdeckt worden sein. Sieh dir Ceres an. Eintausend Kilometer groß, und seit Ewigkeiten bekannt."
"Aber es kam im Fernsehen in so ner Sendung. Man konnte ihn vorher nicht sehen, weil er so eine Oberflächenstruktur hat. Er wurde jetzt erst entdeckt."
"Sieh mal, ein Objekt größer als der Mond, das sich im Planetoidengürtel befindet, reflektiert Sonnenlicht und wird damit sichtbar. Ceres hat man so entdeckt. Wenn das Ding größer als der Mond ist, dann hätte man deinen Planeten noch vor Ceres entdecken müssen."
"Aber es kam im Fernsehen. Du weißt auch nicht alles besser. Die werden ja keinen Quatsch erzählen."
"Das ist trotzdem unmöglich. Du meinst sicher den neuen Planeten, den man in der Oortschen Wolke hinter Pluto entdeckt hat..."
"Nein, im Planetoidengürtel. Kam im Fernsehen. Und jetzt halt die Klappe."
...sacken lassen.

Also, hier noch mal zum Mitschreiben: Der Astronom Florian Freistetter, der auf Scienceblogs.de das Astrodicticum Simplex betreibt, ein Blog, der Astronomie Laien erklärt und näher bringt, hat vollkommen Recht. Die Existenz dieses Planeten, der angeblich im Planetoidengürtel existieren soll, erfordert Glauben. Wissenschaft aber erfordert Wissen. Mit einigen schlichten Beobachtungen, ein wenig Fachliteratur und gesundem Menschenverstand wäre mein Gesprächspartner von selbst darauf gekommen, dass ihm das Fernsehen - schade, dass ich den Sender nicht weiß - gequirlte Scheiße erzählt hat.
Florian hatte und hat zuerst mit dem Kometen Elenin zu kämpfen gehabt, der wahlweise aus hochverdichteter Masse eines Neutronensterns bestehen sollte, oder selbst ein Brauner Zwerg sein sollte (weil Idioten Koma und Schweif des Planeten für genauso fest hielten wie Sonnenmasse, dabei ist sie gasförmig und flüchtig), oder eben ein Vorbote von Nibiru, der schon im Dezember nächsten Jahres die Erde treffen soll, und das auf einer Bahn, für die er dreitausendsechshundert Jahre braucht... Was 1) eine sehr exzentrische, ellyptische Umlaufbahn erfordert, und 2) bedeutet, er müsste, um nächsten Dezember der Erde auch nur nahe zu kommen, bereits auf Höhe der Jupiterbahn sein.
Wäre das Objekt tatsächlich so groß wie ein Brauner Zwerg, und damit locker zwanzigmal so Massereich wie der Jupiter, hätten wir schon einen zweiten Mond am Himmel, alleine weil er Sonnenlicht reflektiert.
Klingt das soweit für alle logisch? Gut, okay. Und für alle, die jetzt rufen, Nibiru sei nur im Infrarotbereich zu erkennen, bzw. er absorbiert Sonnenstrahlen, eine Gegenfrage: Wenn da plötzlich ein riesiger schwarzer Fleck durchs Sonnensystem wandert, der Sterne verdeckt, meint Ihr, der fällt nicht auf?

Summa summarum verhält es sich auch mit dem Planeten, von dem das Fernsehen behauptet hat (Oh, ich WILL wissen, welcher dämliche Sender das war!!!), er wäre größer als der Mond und befände sich im Planetoidengürtel: Ein Ding, das so groß ist, erreicht fast die Größe des Mars. Zwar ist der Planetoidengürtel noch weiter entfernt als Mars, aber trotz der höheren Entfernung wäre er das hellste Objekt im Gürtel und wäre ohne Mühe bei der richtigen Konstellation mit bloßem Auge zu sehen.
Und auch wenn er Licht absorbiert, d.h. kein Sonnenlicht reflektiert, aus welchen Gründen auch immer, würde man ihn spätestens dann entdecken, wenn er Sterne verdeckt.
Also, Leute, bitte, bitte, bitte. Das ist Kreationismus, das ist Glaube statt Wissenschaft. Das ist Schwachsinn. Schaut zum Himmel und guckt nach, ob da irgendwas zu finden ist.
Und an meinen Gesprächspartner gerichtet: Glaub nicht jeden Scheiß, den Du im Fernsehen siehst, und verbiete mir nicht den Mund, nur weil Dir meine Antwort unbequem ist. Letztendlich weiß ich nicht annähernd so viel über Astronomie wie Florian Freistetter, aber unter den Blinden ist der Einäugige König.


Nächstes Thema. Es ist lange her, dass ich mich über GMX.de/Web.de aufgeregt habe. Heute ist es mal wieder so weit.
Die Redaktion schreibt unter dem Titel Deutsche für Euro-Aus Athens bei Sparverweigerung: "Die große Mehrheit der Deutschen ist für einen Austritt Athens aus der Eurozone, sollten die Griechen bei einem Volksentscheid gegen das internationale Hilfsprogramm stimmen. 82 Prozent sprechen sich im aktuellen ARD-Deutschlandtrend für das Euro-Aus der Hellenen aus."
...sacken lassen.

Leute, ich kann hier zwei Dinge nicht glauben. Das eine ist, dass hier wirklich suggeriert wird, dass Griechenland aus dem Euro aussteigen KANN; das andere, dass deutsche Politiker das für eine LÖSUNG halten.
Und noch ein Punkt stößt mir dabei sehr sauer auf: BILD. Natürlich ist es die BILD-Berichterstattung, die Fähnchen nach dem Wind-Merkel dazu gebracht hat, nach Atom-Umstieg und Minderlohnschwenk nun vom alternativlosen Retten von Griechenland auf den RAUS! RAUS! RAUS!-Zug aufzuspringen.
...sacken lassen.

Leute, mal ganz ehrlich. Griechenland hat knappe elf Millionen Einwohner. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt lt. Wikipedia 230 Milliarden Euro pro Jahr.
Zum Vergleich: Deutschland macht bei 82 Millionen Einwohnern fast 3,3 Billionen!
Oder um es mal in Worte zu fassen: Für eine Million Steuergelder, die Griechenland generiert, generieren wir zwei! Wir sind reicher als unser beliebtes südländisches Urlaubsland, erheblich reicher. Nicht nur ein bisschen reicher, sondern RICHTIG reicher. Und wir sind nicht die einzigen EU-Motoren. Sonst wäre das eine traurige Sache, das Vereinigte Europa.
...sacken lassen.

Natürlich läuft nicht alles rund in Griechenland. Gerade erst in den Siebzigern Demokratie geworden, ist der Staat recht jung. Korruption ist ein riesiges Problem. Beamte, die nicht existieren, Rentner, die nicht existieren und Tote, die Rente beziehen, sind für das erheblich geringere Budget Griechenlands ein Riesenproblem. Da muss was getan werden. Da muss aufgeräumt werden. Und man fängt am Besten z.B. in den Krankenhäusern an, wo man nur behandelt wird, wenn man sein Schmiergeld für den Arzt abgibt. Sicher. Aber das sind interne Probleme, die die Griechen bitte auch selbst regeln.
Okay, bleiben die großzügigen Beihilfen Deutschlands und anderer europäischer Staaten. Was ist damit?
Nun, ich misstraue Muberkel, dass wissen alle meine Blog-Leser. Und ich misstraue vor allem einer Hilfe, die vertraglich verlangt, das Griechenland von den Hilfsgeldern stantepede für ein paar Milliarden Euro deutsche U-Boote kauft. Was soll denn der Scheiß? Ich dachte, das Geld soll Griechenland helfen, und nicht Deutschen Werften? Muberkels Politik ist das.
Und jetzt kommt die Crux: Wofür ist das Geld da? Soll es die Infrastruktur verbessern? Fließen daraus Gehälter für Spezialisten, die Korruption bekämpfen? Werden wichtige Firmen wettbewerbsfähig gehalten, und damit Arbeitsplätze gesichert?
...sacken lassen.

Nun, es gibt da ein paar Banken, viele davon europäische Banken. Auch deutsche. Griechische sind, ehrlich gesagt, auch dabei. Die haben Griechenland geholfen, besser auszusehen als sie eigentlich dastanden, und ihnen damit den Sprung in die Währungsunion erleichtert. Und das war auch gut so, denn ich sehe einerseits in einem Land wie Griechenland in keinem Fall eine große Nagelprobe für eine Staatengemeinschaft von fast dreihundert Millionen Menschen, und andererseits kommt es auch deutschen Urlaubern zugute, die im Urlaub mit Euro bezahlen können.
Peter Scholl-Latour hat gesagt, es sei Quatsch, Griechenland zu "opfern" und den Euro politisch angreifbar zu machen, nur weil ein so kleines Land wie Griechenland in überschaubaren Schwierigkeiten steckt.
Zurück aber zu den Banken. Griechenland wurde ein rigoroser Sparkurs verpasst. Das mag auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Haben die doch alle über ihre Verhältnisse gelebt, die Pensionskassen und Rentenkassen leergefressen, und dergleichen - zumindest wenn man BLÖD glaubt. Aber was macht dieser rigorose Sparkurs? Warum demonstrieren so viele Menschen in Athen? Wieso wollen die nicht zum eigenen Wohl sparen? Trauern sie dem Geld nach, das die nichtexistenten Beamten bekommen haben, und das ihnen nun fehlt? Mussten sie jetzt doch Opa als verstorben abmelden und kriegen keine Rente mehr für ihn? Oder... sieht es vollkommen anders aus, und sorgt der rigide Sparkurs dafür, dass - japs - der sich selbst regulierende Markt plötzlich Arbeitsplätze KOSTET, weil die Sparmaßnahmen jeden vernünftigen Unternehmer kleine Brötchen backen lässt, bis die Krise vorbei ist?
Griechenland spart sich kaputt, aber nicht auf Kosten derer, die dort das Geld haben, die berühmten fünf Prozent. Auch nicht so sehr auf Lasten korrupter Ärzte, Richter, Rechtsanwälte, und was weiß ich noch. Nein, auf dem Rücken der Masse. Und glaubt mir, achttausend Renten, die an tote oder nichtexistente Personen ausgezahlt wurden, reichen nicht für elf Millionen korrupte Griechen.
...sacken lassen.

Und wenn wir schon mal dabei sind: WER kriegt eigentlich das Geld, das die EU zur Euro-Rettung zur Verfügung stellt? WER profitiert? Griechenland? Die Griechen? Die griechische Regierung? BILD? Nur eine Antwort ist richtig.
Aber es profitiert noch jemand. Hierzu ein kleines Rätsel: Wo hat das Land die meisten Verpflichtungen, d.h. die meisten Zinsforderungen, die es mit den Krediten aus Euro-Land fleißig bedienen muss, damit das Geld weiter fließt?
*trommelwirbel*
Richtig! Bei AUSLÄNDISCHEN BANKEN, darunter auch deutsche Banken! Dieser ganze Knüppelkurs, zur Schicksalsfrage für den Euro hoch gepusht, ist nichts weiter als eine Subvention für unsere eigenen Banken. Und das auf Kosten, des - zugegeben - korrumpierten Staates Griechenland, aber vor allem auf dem Rücken der kleinen Leute.
Das ist das Knochenxylophon, auf dem Muberkel und BLÖD gerade spielen.
...sacken lassen.

Und jetzt die Crux des Themas. Die europäischen Staaten und damit auch Griechenland haben rechtsgültige Verträge abgeschlossen. Weit reichende Verträge. Viele Verträge. Haben Rechte und Pflichten auf sich genommen.
Glaubt hier irgendjemand, Griechenland könnte einfach so zur Drachme zurückkehren? Glaubt hier irgendjemand, nur weil eine obskure Umfrage behauptet, die meisten Deutschen wollen Griechenland aus der Eurozone kicken, das hätte auch nur die geringste Auswirkung auf die Politik?
Glaubt hier noch irgendjemand, dass wenn Muberkel irgend etwas als "alternativlos" bezeichnet, dass es keine Alternativen gibt?
Nein, das geht alles nicht. Aber schreien tut sie ja, die Frau Doktor. Ach, wäre sie doch nur in der Physik geblieben. Dort kann man Macht-Politiker, die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen, sicher noch gut gebrauchen...

Mein Fazit: Retten sieht anders aus. Größter Schwachsinn aus den Stuben des Turbokapitalismus und aus dem Schwarz/Gelben Regierungssumpf.
Mein Rat: Entweder die Zügel schleifen lassen und Griechenland zu einer Wirtschaft verhelfen, die ihre Verpflichtungen eines Tages begleichen kann, oder ein radikaler Schuldenschnitt. Trifft dann ohnehin nur die Banken, die überhaupt eine Mitschuld am Griechenland-Desaster haben.
Was den Schuldenschnitt angeht: Keine Angst vor dem Staatsbankrott. Staaten überleben sowas. Und ein so kleines Land wie Griechenland mit einem so kleinen Bruttosozialprodukt reißt uns nicht mit in den Untergang.

Aber, man fragt sich zu Recht, warum dafür Geld da ist, und in Deutschland Menschen beinahe schon zwei Jobs brauchen, um ihre Familien über Wasser zu halten.
Die Antwort steht weiter oben. Das Geld ist ja nicht für die Griechen, sondern für deutsche Banken. Und für ein paar versteckte Subventionen hat Schwarz/Gelb doch immer Zeit und ein paar Milliarden übrig...
Anstatt den Banken das Geld und die Zinsen in den Arsch zu schieben, wäre eine Übernahme der Schulden und eine Verringerung der Zinslast angebracht. Daran würde Deutschland noch sehr gut verdienen. Aber dann könnte man die Banken ja nicht versteckt fördern.
Und das erklärt auch unser bröckelndes Sozialsystem: Deutsche Staatsbürger, ob mit oder ohne Hartz IV, sind keine Banken.
...sacken lassen.


So, genug geschrieben. Das reicht definitiv für einen Eintrag. Und es reicht für mich, um mich zu ärgern.
Das nächste Mal hoffe ich, dass Lettland pleite geht. Nicht, dass ich den Letten Böses wünsche... Aber wer wie ich gefühlte fünfzig Mal Griechenland geschrieben hat, der weiß, was ich meine. ^^°°°

Dienstag, 1. November 2011

Was für eine (Ohn-)Macht-Politikerin

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen ja, das manche Themen mich finden, und nicht umgekehrt. So ist es auch mit diesem Thema: Merkel und der Mindestlohn. Die Debatte an sich ist ja schon entlarvend. Mindestlohn ja, nachdem die CDU sich im Wahlprogramm eigentlich dagegen geäußert hat, weil er "Arbeitsplätze großflächig zerstört", diverse Erfolge des Mindestlohns z.B. in England wurden ignoriert.
Dass es mit dem Mindestlohn dennoch nicht zum Besten steht, aber dass die meisten Länder wenigstens einen haben, verraten uns Die Grünen hier.
Und dass es bei dieser Mindestlohn-Diskussion in der CDU nur darum geht, ihn auf dem Niveau der Zeitarbeitslöhne festzusetzen, diese also zu zementieren, und der soziale Aspekt ein schlechter Witz ist, sollte jedem aufmerksamen Zeitungsleser bekannt sein. Außer den üblichen Verdächtigen.
...sacken lassen.

Nun habe ich den Fehler gemacht und zum Mittag in der Leine Deister Zeitung gelesen.
Dort gibt es einen Kommentar von Tibor Pésca zum Thema unter dem Titel "Gleichmäßigere Verteilung".
Unter anderem schreibt Herr Pésca: [...]Sie hat es schon wieder getan, diesmal beim Mindestlohn! Was für eine Machtpolitikerin! Wie geschickt sie der SPD ein Thema wegnimmt! [...]
...sacken lassen.
Dazu muss ich sagen: [...] Was für ein Journalist! Wie er der orientierungslosen Merkel, während sie ihr Fähnchen nach dem Wind dreht, derart in den Arsch kriechen kann, ist erstaunlich! [...]
Denn wenn man die Zeitung weiter liest, findet man auf Seite vier unter dem Titel "Am Thema Gerechtigkeit führt kein Weg vorbei" folgende Textpassage, die Herrn Pésca und sein Lobgehudel auf Fraum Merkel ad absurdum führt: [...] Anders als bei der Abschaffung der Wehrpflicht, dem Atomausstieg oder in der Bildungspolitik sei der Anstoß für den nächsten Kursschwenk aus der Mitte der Partei gekommen - und nicht von Angela Merkel oder anderen CDU-Granden, wird in der Führungsetage der Partei betont.[...]
...sacken lassen.

Wenn man beide Textauszüge im Verhältnis sieht, und sich bewusst macht, dass der internationale Teil dieser Zeitung druckgleich in mindestens sieben weiteren Zeitungen des Dirk Ippen erscheint, frage ich mich, vor wie vielen Menschen Herr Pésca sich hier blamiert hat, für seinen unkritischen Lobgesang für eine Frau, die Trends hinterher hechelt. Und das meistens dann, wenn ihr ohnehin keine andere Wahl mehr bleibt.
Nur tiefschwarze Parteigänger und ewig stoische CDU-Gläubige können der Diskussion über Mindestlohn auf Höhe der Zeitarbeitslöhne und Merkels Schwenk unter dem Druck der Parteibasis überhaupt etwas Positives für sie selbst abgewinnen. Man muss schon eine ziemlich tiefschwarze Sonnenbrille aufsetzen, um hier Merkels Handschrift zu erkennen. Wie auch, sie ist ja gar nicht da.
...sacken lassen.

Letzten Freitag war bei mir in Banteln Ortsbegehung. Als ich mit unserem Bürgermeister zufällig vorweg ging, meinte er zum Thema Tempo, dass die Spitze das Tempo vorgibt, nämlich wir beide, die wir vorweg gingen, für alle anderen rund vierzig Personen, die teilnahmen.
Ich antwortete ihm: "Etwas Ähnliches gilt für Mobs. Drängel dich an ihre Spitze, und alle anderen glauben, du führst sie an."
Dass diese Worte nur ein paar Tage später zu einhundert Prozent auf Muberkel passen würden, habe ich bestenfalls geahnt.