Seiten

Dienstag, 31. Juli 2012

Hallo, Umfrage.

Gerade eben hatte ich wieder ein Umfrage-Institut am Telefon. FORSA diesmal. Ob ich für ein paar Fragen zur Verfügung stünde. Oder jemand aus meinem Haushalt. Nein. Stünde ich nicht. Und auch keiner aus meinem Umfeld. Die FORSA ist mir eh zu CDU-nah.
Gut, aufgelegt.

Um das Thema aber etwas ausführlicher zu beleuchten, hier noch eine nette Erklärung, warum ich nicht zur Verfügung stand.
Im Zeitalter von Anruf-Bots und verbrecherischen Umfragefirmen, die ein "Ja" von dir hören wollen, damit sie dir eine Bestellung oder dergleichen unterjubeln können, ist es kein Wunder, das ich an keiner Umfrage teilnehmen möchte. Ich habe keine Lust, einen neuen Internetprovider zu bekommen, nur weil ich auf die Frage: "Leben Sie in diesem Moment?" mit "Ja" geantwortet habe, und dieses "Ja" in einem neuen Zusammenhang geschnitten wurde.
Und solange Umfragen so offenkundig missbraucht werden können, werde ich keine Meinung über Telefon äußern. So einfach ist das.
Die Branche bedarf dringend einer ordentlichen Reinigung. So ist ihr nicht zu vertrauen, selbst wenn jemand "FORSA" am Telefon sagt.
Außerdem hasse ich es, wenn ich zum Thema "Wein" oder "Kopfkissen" befragt werde, und prompt kriege ich Werbematerial von Weinhändlern oder Bettwäscheherstellern. So auch bitte nicht.

Ach, und wenn wir schon dabei sind: FORSA sitzt laut Homepage in Berlin. Die Vorwahlnummer des Anrufs war aber eine Dortmunder Nummer. Nehmen wir den schlimmsten Fall an: Ich bin einer verbrecherischen Aktion entgangen. Dann muss ich sagen: Liebe FORSA, kümmert Euch um den Missbrauch Eures Markennamens.
Gehen wir vom wahrscheinlichsten Fall aus: FORSA hat die Umfrage an ein Call-Center outgesourct. Dann frage ich mich ernsthaft, wie der Laden aufgestellt ist. Sicher, Fragen nach Katalog stellen kann jeder, aber wenn schon, dann bitte auch von jemandem aus dem Haus. Das ist alleine schon besser für den Ruf.
Aber mir ist es egal. Solange Umfragen potentiell gefährlich sind, nehme ich an keiner teil. Ende.

Samstag, 28. Juli 2012

Trojaner noch eins

Gestern hatte ich, während ich den Livestream der Olympia-Eröffnungsfeier anschaute und nebenbei durchs Web surfte, Besuch vom einem Bewohner der berühmten Stadt, die wegen einer Frau dem Erdboden gleich gemacht wurde, wobei ein Holzpferd und ein ziemlich mieser Seemann und Navigator eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Richtig: Ich hatte einen Trojaner auf dem System.

In meinem Fall war es der BKA-Trojaner. Dieser ziemlich ungemütliche, hartnäckige und vulgäre Zeitgenosse gibt sich -  man mag es kaum glauben -  als Werkzeug der Bundespolizei Cyber Crime Unit aus (als wenn die Bundespolizei auf Anglizismen stehen würde), sperrt den PC inklusive des Task-Managers, behauptet, jede Menge belastendes Material auf dem Rechner entdeckt zu haben, und fordert die Einsendung von einhundert Euro als Strafzahlung, um den PC wieder frei zu schalten, z.B. über ukash. Er bietet auch viele nützliche Hinweise, wie man an diese E-Geld-Zahlungen ran kommt, damit die Überweisung auch klappt. Wer dann glaubt, der PC wäre frei geschaltet, und man selbst vom Haken, dem ist nicht mehr zu helfen.
Auf der Seite, die ich über den Namen BKA-Trojaner verlinkt habe, findet jeder Betroffene narrensichere Methoden, um den üblen Mediterraner wieder los zu werden.
Mir selbst war klar, dass eine Autostart-Geschichte und der abgesicherte Modus die Ursache beseitigen mussten. Leider aber hat der fiese Möpp mir beim zweiten Hochfahren ein Stück Windows zerschossen, und nur mit viel Glück und einer Rettungs-CD, von der ich noch nicht mal weiß, wie ich sie angewendet habe (allerdings erfolgreich, wie Ihr ja gerade lesen könnt) und der Reparaturfunktion von Windows konnte ich überhaupt in den abgesicherten Modus kommen.
Hier ein Tipp für alle, die es nicht wissen: F8 ist Dein Freund.

Nun, Scareware.de beantwortet alle Fragen zu diesem üblen Möpp, weshalb ich mich auf meine Erleichterung beschränken möchte, das Ding los zu sein - hoffentlich - mich darüber zu ärgern, dass ich ihn mir im Drive by-Verfahren eingefangen habe - wozu er Sicherheitslücken meines geliebten Mozilla Firefox ausgenutzt hat, und das noch nicht mal auf einer Seite, wo man das vermutet hätte - und mir Gedanken darüber mache, ob es tatsächlich Menschen gibt, die das Geld bezahlen, ihre Kröten nie wiedersehen, und anschließend zum Computerspezi tapern müssen, der ihnen das System dann in zwei, drei Stunden flickt.
Natürlich gibt es solche Menschen. Deshalb hat der oder haben die Programmierer das ja überhaupt erst erfunden. Wenn nur ein einziger Bundesbürger diesen Betrag bezahlt hat, dann ist das ein guter Stundenlohn für diese Bande.
Davon abgesehen handelt es sich hier um die gleiche Geisteshaltung, wie sie Download-Abmahner betreiben, wobei es egal ist, ob es um eine im guten Glauben eingegebene Email-Adresse und anschließende überzogene Forderungen nach sechsundneunzig Euro geht, oder um Anwaltskanzleien, die kleine Leute wegen "Musikraubkopierens" zu weit höheren Beträgen abzocken abmahnen.
Die Leute haben Geld - man muss es ihnen abnehmen. Irgendwie klappt das immer.

Doch während die Musikpiraterie-Abmahnungen (noch) legal sind, und die Internet-Abo-Abmahner noch nicht illegal genug sind, sollten unsere unbekannten Freunde vom BKA-Trojaner-Verein sich doch ein wenig vorsehen, denn mit einfachem Betrug kommen sie nicht davon.
Schauen wir doch mal. Sie geben vor, eine Bundesbehörde zu sein. Das ist Vortäuschung einer amtlichen Handlung und Amtsanmaßung. Sie erpressen nicht nur einhundert Euro von den unglücklichen Surfern, sondern bringen ihnen nur Ärger und Kummer. Das sind Betrug, Erpressung und eigentlich Cyber-Entführung des PC. Außerdem schädigen sie die Gesundheit des Geschädigten, was ich ohne Weiteres als Körperverletzung ansehe.
Leute, das ist Betrug auf hohem Niveau. Und mit hohem Niveau meine ich das Niveau der Strafe, das die kriminellen Individuen erwartet, die sich diese äußerst üble Masche ausgedacht haben. Besonders, wenn man bedenkt, das alleine in Göttingen achttausend Anzeigen gegen die Schöpfer des BKA-Trojaners laufen.

Ich nehme stark an, das man dieses BKA-Schätzchen ursprünglich auf gehackten Seiten des illegalen pornographischen Untergrunds antreffen konnte, zumindest bis die Schöpfer gierig wurden und auch teilweise erfolgreich andere Seiten infiltrierten, von normaler Pornographie bis hin zu "normalen" Seiten, deren Abwehr man überwinden und das Drive by-Schätzchen installieren konnte. Mag man ihnen deshalb einen moralischen Bonus gewähren, weil es "ja nur Päderasten trifft", anfangs zumindest? Sicherlich nicht für eine einzige Sekunde. Diesen Menschen einhundert Euro abzuknöpfen und sie mit gesperrtem System zurückzulassen verändert nichts - außer ihrem Kontostand. Moralischer Aspekt Fehlanzeige. Und spätestens jetzt, bei der Infektion auf nicht illegalen Seiten ist davon nicht einmal im Ansatz zu sprechen. Sie sind amoralisch. Und Geldgierig. Das lässt mich dann auch weniger wütend auf sie sein, sondern es macht mich eher nachdenklich und auch ein wenig wehmütig. Wahrscheinlich wird man solchen Menschen nie begreiflich machen, was sie anderen antun, egal ob sie eine Abofalle konstruieren, Blogger für vermeintliche Zitate abmahnen, Tausende Euros wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Musik-Downloads eintreiben, oder mit gesperrten Computern und bösen Popup-Fenstern die Zeit und den letzten Nerv rauben. Amoralisch. Sagte ich ja.

Dienstag, 24. Juli 2012

49.000 - mit Riesenschritten auf die 50.000 zu

So, es ist passiert. Heute im Laufe des Abends - nachdem Fanfiktion.de's User mich haben lange zappeln lassen - erreichte ich den nächsten Tausender. Meine Geschichten auf Fanfiktion.de wurden damit 49.000 Mal aufgerufen. Damit stehe ich knapp vor einer richtig großen Zahl, der Fünfzigtausend. Die Zahl meiner Reviews liegt übrigens aktuell bei 610.

Wie versprochen werde ich einen nichtmateriellen Preis ausloten und diesen verlosen, sobald die 50.000 geknackt ist. Ich avisiere das so um den 14. August an.

Bleibt mit treu und lest mich weiterhin.

Freitag, 20. Juli 2012

Die Allianz - Im Korridor der Sterne

Ja, so habe ich das erste Buch, das ich selbstständig veröffentlicht habe, tatsächlich genannt. Und seither sehe ich den Namen recht zwiespältig. Es gibt zwar eine schlüssige Erklärung für den Titel, irgendwann im Handlungsverlauf, aber ob er wirklich Interesse anzieht?
Na, Schwamm drüber. Jedenfalls ist Die Allianz - Im Korridor der Sterne bei Amazon.de zu erwerben, da es als einziges meiner bisher vier selbst veröffentlichten Bücher eine ISBN-Nummer hat. Leider zu einem teuren Preis, deshalb empfehle ich Euch lieber das eBook oder die kostenlose (nicht ganz fehlerfreie... Ich will ja auch noch einen Anreiz für die Bücher haben ^^V ) Komplettfassung auf Fanfiktion.de.
Apropos Fanfiktion.de. Da gab es neulich neue Regeln. Demnach darf man zwar eine Leseprobe für einen Roman, den man verkauft, dort hochladen, aber der Text sollte eine signifikante Zeit dort komplett zu finden sein.
Was zur Folge hatte, das ich den Roman komplett hochgeladen habe. Und ich denke, dass ich das auch in ein, zwei Jahren, wenn ich wieder auf eine Leseprobe reduzieren darf, so lassen werde.
Warum? Weil der Text gelesen wird. Erst neulich konnte ich den eintausendsten Aufruf verkünden. Und gestern Nachmittag kletterte die Marke auf die erste Schnapszahl, auf eintauseindeinhundertundelf Aufrufe. Das freut mich doch sehr. ^^

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Wohlstand - Eine Meinung zum Artikel mit Sicht aus der ehemaligen DDR

Als ich den Text zu "Wohlstand? Ja, leck mich am Arsch" geschrieben habe, wollte ich vor allem darauf hinweisen, dass ich einen Verlust des Wohlstandes in Deutschland empfinde. Dass wir gezwungen werden, als einfache, nicht organisierte Arbeiter und Angestellte, im Neoliberalen Jobvernichter-System immer schlechtere Arbeit zu immer schlechteren Konditionen anzunehmen. Und dass in der Familie immer mehr gearbeitet werden muss, damit die Familie funktioniert. Eine der Ursachen für den Geburtenrückgang sehe ich ganz klar hier: Kinder sind teuer und eine Belastung für viele Paare. Die Politik ändert die Rahmenbedingungen nur insoweit, dass den Eltern das Arbeiten erleichtert wird, obwohl m. E. ein Schwenk in die andere Richtung erforderlich wäre.
...sacken lassen.

Nun hat sich betty0815, eine Userin auf Fanfiktion.de und meine Leserin, zu Wort gemeldet. Meine Beschwerde erinnerte sie frappierend an die Zeit in der DDR, und ich fand das, was sie geschrieben hat, so interessant, dass ich es Euch nicht vorenthalten möchte.

Betty, it's yours.


Ich bin ja im Ostteil der Bunten Republik aufgewachsen und hier war das normal. Meine Mutter blieb jeweils die ersten drei Jahre bei ihren Kindern zu Hause (ich habe Bruder und Schwester), dann ist sie wieder arbeiten gegangen, weil Geld sonst knapp war. Aber man muss auch sagen, dass die Verdienste bei weitem nicht so hoch wie im anderen Teil der Republik waren. Na gut, Mieten und Lebensmittel waren auch billig, da mussten wir uns nach der Wende ganz schön umstellen...(alle Preise mal 10, ohne dass sich am Lohn was veränderte, zumindest vorerst).
Ich kann mich an meinen ersten "West-" Blumenkohl erinnern. Der kostete schlappe 10 Mark!

[Den nächsten Absatz hat sie mir später geschickt. Ich habe ihn hier eigenmächtig eingesetzt, damit er nicht umkommt. Ace]
Wir lebten im Sozialismus, der Kommunismus war ein Ideal, eine theoretische Utopie von Marx. Im Kommunismus haben die Menschen alle das Gleiche, will heißen es gibt keine Klassenunterschiede. Jeder bekommt die Waren die er braucht...also jedem nach seinen Bedürfnissen. Geld ist überflüssig usw. Keine Ahnung wer das und wie das geregelt werden soll..

Es gab auch viele Mütter, die wenn sie einen Krippenplatz bekamen, nach ihren 6 bezahlten Wochen Mutterschutz wieder losgezogen sind. Die Mütter hatten nichts von ihren Kindern und die Kinder nichts von ihren Eltern, da der Arbeitstag (Mo-Sa) 8 3/4 h war. Sowas wie Teilzeit gab es selten. Meine Mutter z.B. ging voll arbeiten und war erst abends nach 18.oo wieder zu Hause. Vom Kindergarten hat mich entweder mein Vater, oder eins meiner Geschwister abgeholt.
Urlaub? Wenn man Glück hatte konnte man über die Gewerkschaft einen Platz ergattern, oder man suchte sich einen privaten Platz. Meine Eltern hatten nur ein Auto...einen Trabbi, bei dem die Bestellzeit, ich weiß nicht mehr, 8-10 Jahre gedauert hat. Ins Ausland sind wir zum ersten Mal in den Achzigern gefahren. CSSR (heute heißt das ja Tschechien). Das war was ganz besonders für mich. Du konntest einfach nicht unbegrenzt Geld tauschen, nicht weil du es finanziell nicht konntest, sondern weil der Staat einen Riegel vorgeschoben hat. Ungarn hat sich für viele nicht gelohnt, weil man nicht genug Geld in die Hand bekam um dort auch mal essen zu gehen, geschweige sich ein Hotel zu leisten.
Aber das fand ich nicht so schlimm. Der Betrieb meines Vaters hatte ein Ferienlager an der Ostsee, und da bin ich bis zur 10. Klasse jedes Jahr für 2 1/2 Wochen hingefahren. Im Gegensatz zu einer heutigen Jugendreise war das spottbillig. Und wir sind nicht dauerhaft Rotlicht bestrahlt worden, auf wenn das manche heute behaupten.
[Rotlicht = Staatliche Propaganda. Ace]
Arbeiten gehen*** durften wir ab 14 und die meisten haben das genutzt um sich ein paar Mark Taschengeld dazuzuverdienen. Ich denke mal, dass wir hier frühzeitig darauf getrimmt wurden unsere Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Jeder hat einen Beruf erlernen können und bekam einen Arbeitsplatz (auch wenn es nicht immer der Wunschberuf war).
Dass hier die Frauen nach der Entbindung arbeiten gingen, war irgendwie selbverständlich. Und ich denke, dass weder Krippe noch Kindergarten geschadet haben. Vielleicht sind wir Kinder damals schneller selbständig geworden, weil es diese tiefe Bindung zu den Eltern aus der Kinderzeit nicht gab? Ich weiß es nicht, aber jeder Jugendliche hat zumindest versucht so schnell wie möglich das Nest zu verlassen...aber da gab es ja wieder das Problem mit einer Wohnung...aber das ist eine andere Geschichte...
***Ach herrje, ich meinte nicht Kinderarbeit...ist wohl falsch rübergekommen, ich meinte Ferienarbeit. Aber zum Unterricht in der DDR gehörte auch ab der 7. Klasse sogenannten UTP zum Lehrplan : Einführung in die sozialistischen Produktion, Technisches Zeichen und Produktive Arbeit und da gab es Noten. Im Prinzip waren wir aber billige Arbeitskräfte, die in Betriebe geschickt wurden, und dann Idiotenjobs gemacht haben. Als Beispiel: Federrechen herstellen für einen Fernschreiber (das sind die Vorläufer der Faxgeräte und die haben diese lustigen Lochstreifen gehabt...), absolute Fummelarbeit! Dann saß ich mal an einer Maschine, die die Schlitze in die Schraubenkopfe gefräßt hat...ich durfte Schrauben nachfüllen, geistig total anstrengend! (*g*), oder Motoren für den Fernschreiber zusammenbauen usw., bohren und senken, sowie Gewinde schneiden nicht mitgezählt. Wir wurden also für die Arbeit nach der Schule aufs Berufsleben vorbereitet und ich wusste, das werd ich niemals machen. Später bin ich Krankenschwester geworden...aber das ist ja Nebensache.
Die Politiker der BRD waren froh die DDR und alles was dazu gehört geschenkt bekommen zu haben. Viel haben sich an der Vereinigung eine goldene Nase verdient. Betriebe wurde für einen Appel und ein Ei an Großunternehmer verscheuert und dann zugemacht = Konkurrenz ausgeschaltet. Hier sind eben die Leute vor 22 auf die Straße gesetzt worden und nun ist es im Westen nicht anders. Die Großen können den Hals nicht voll genug bekommen und verlagern die Produktion ins Ausland, wegen der geringeren Lohnkosten.
Auch der Osten der Republik ist ein Lohnbilligland, aber das wird gut verschwiegen. Und noch eins, was die meisten Leute im Westen nicht wissen, wir bezahlen auch den Solibeitrag. Ist übrigens nur eine Steuer, die nicht den Anschein erwecken soll ;o))

Dienstag, 17. Juli 2012

Wohlstand? Ja, leck mich am Arsch - eine Glosse über das Leben in Deutschland

So, mit diesem markigen Eingangsspruch, entlehnt von Thorsten Dörnbach, solange solche Zitate durch das neue Leistungsschutzrecht noch nicht zahlungspflichtig sind (sorry, Ralph, kein Affront gegen Dich, nur gegen Printverlage) möchte ich mal ein wenig zum Wohlstand in Deutschland schreiben. Einfach, weil mir danach ist. Und einfach, weil es tatsächlich Dinge gibt, die mal gesagt werden müssen.

Wie war das doch gleich noch, als ich ein Kind war? Vater ging arbeiten, Montag bis Freitag, ab und an auch mal Samstags und Sonntags, ab und an fuhr er mal auf Montage; ich und meine zwei Geschwister gingen in Kindergarten und Schule. Mutter war Zuhause, schmiss den Haushalt und hielt uns drei Blagen, so gut sie konnte unter Kontrolle. Wir hatten nur einen Familienwagen, aber das war immer ein Großer, also Opel Ascona oder ein dicker Volvo.  Urlaub war nicht drin bei so vielen Kindern. Aber wozu gab es die Badeanstalt direkt im Ort? Ich frage mich sowieso, warum alle in der Sonne Urlaub gemacht haben - mitten im Hochsommer? Ach ja, weil die Sonne hier nicht immer im Sommer auch geschienen hat.
Alles in allem nicht gerade eine bescheidene Existenz, aber auch kein Luxusleben. Und das alles finanziert durch den alleinigen Verdiener in der Familie, meinen Vater.

Wie sieht es heute aus in Deutschland? Papa arbeitet, Mutter geht zumindest halbtags arbeiten, wenn es ein oder zwei Kinder gibt, ganztags, wenn sie nur ein Pärchen sind, damit sie ihr eigenes Geld verdienen kann; irgendwann einmal wird gebaut, auch wenn beide Großelternpaare Häuser haben, die die Kinder ursprünglich mal erben sollten, um darin zu wohnen. Aber das ist ja eine so unsichere Sache in einer Zeit, wo die Urgroßmutter schon hundert geworden ist, und die Großeltern wohl auch hundert werden, dank der guten medizinischen Versorgung in Deutschland.

Funktioniert natürlich nur, wenn man nicht in das amerikanische Hire&Fire gerät, das auch dank neoliberaler Wirtschaftspolitik in Deutschland favorisiert wird, wo ja die Kosten für Mitarbeiter so exorbitant hoch sind... Gerät ein Verdiener da hinein, kann das schon mal ALG I heißen. Hat er Pech und findet nicht schnell einen Job, heißt es nach einem Jahr ALG II. Oder auch im Volksmund: Hartz IV. Und ist z.B. der Papa da erstmal drin, dann fragen sich all die Personalchefs, wie unfähig der Mann wohl ist, dass er nicht rechtzeitig Arbeit bekommen hat, und stellen ihn lieber nicht ein. Er könnte ja faul sein. Oder klauen. Oder schlecht über den Boss reden. Oder alles zusammen.
Also, das Schicksal wollen wir Papa lieber nicht wünschen, denn wir wissen doch alle, dass Hartz IV-Menschen faul sind, klauen, und schlecht über andere reden. Zum Beispiel über solche Leute, die sich nicht faul auf dem Wohlstandsstaat ausruhen und sich nicht mit 364,-€ ein schönes Leben machen.
Außerdem sollen sie sich mal an anderen Menschen ein Beispiel nehmen, die für 364,-€ einen regulären Vollzeitjob machen, weil sie sich ihr eigenes Geld verdienen wollen, damit sie nicht von Hartz IV leben müssen. Ja, das sind natürlich Idioten, wenn sie so wenig Geld arbeiten, obwohl sie das Gleiche vom Staat kriegen könnten. Aber immerhin, sie gehen wenigstens arbeiten. Und irgendwas muss man doch tun, heutzutage.
(Anmerkung für alle, die es nicht verstanden haben: Ab Hire&Fire ist der Text absichtlich ironisch gehalten.)

Schauen wir aber mal zurück auf den Idealfall: Mama und Papa gehen arbeiten. Beide verdienen und bringen anderthalb oder zwei Gehälter nach Hause. Das ist eine Menge Geld. Und das obwohl Frauen immer noch schlechter bezahlt werden als Männer in der gleichen Tätigkeit. Auch, obwohl sich Papas Gehalt in den letzten zehn Jahren kaum vergrößert hat, die Gewinne seiner Firma aber in den Himmel geschossen sind. Das übrigens auch, weil man die Lohnkosten niedrig halten konnte - sprich: man hat den eigenen Leuten nicht das bezahlt, was sie eigentlich wert sind, obwohl es die Arbeiter und Angestellten sind, die in einer Firma das Geld ranschaffen.
Ist so ein Doppel-Gehalt also immer noch eine Menge Geld? Hier kommen wir zum ersten wirklich nachdenklichen Punkt in einer Welt, in der nicht nur jedem Kind ein Kindergartenplatz garantiert werden soll (damit Mama halbtags arbeiten gehen kann), sondern sogar Krippenplätze angeboten werden (damit Mama nach der Entbindung möglichst schnell wieder arbeiten kann).
Man kann natürlich nicht darüber streiten, wie pädagogisch wertvoll Kindergärten sind, und wie wundervoll die Krippenplätze, wo sich ausgebildete Spezialisten gleich um viele der kleinen Würmer kümmern (nämlich, damit Mama früher wieder arbeiten kann), und man mag sich auch fragen, ob das Betreuungsgeld, das es Eltern leichter möglich machen soll, das ein Elternteil eben doch zu Hause bleiben und sich selbst um die Kinder kümmern kann, ein Rückschritt ist. Weil, seine soziale Kompetenz erlernt das Kind selbstverständlich nicht in der Familie, sondern in der Krabbelgruppe in der Krippe. (Den Kindergarten nehme ich von meinen satirischen Einwürfen aus. Hier trifft man die ersten Freunde für's Leben.)

Was man aber hinterfragen kann, ist die Philosophie, die dahinter steht. Nämlich: Warum konnte mein Vater die ganze Familie allein ernähren, warum konnte meine Mutter Zuhause bleiben (Vorsicht, sie hat einen Gesellenbrief, das gebe ich hier allen Einwürfen vorab zu bedenken) und sich um uns Blagen kümmern, und warum ist das heute nicht mehr möglich?
Warum müssen Mama und Papa beide arbeiten? Sind wir in Deutschland so geldgeil? Muss es der Zweitwagen sein, das selbstgebaute Haus, die zwei Urlaube im Jahr im Süden? Nein. Es muss sein, weil Papas Gehalt nicht gewachsen ist. Die Familie braucht das Mehr an Geld einfach. Es reicht nicht mehr, dass nur der Papa arbeiten geht. Auch die Mama muss verdienen, und dann kommt für beide noch der Haushalt dazu. Und dann sind da noch die Kinder, falls vorhanden. Die dürfen natürlich nicht so lange in der Familie bleiben. Ab in die Krippe mit ihnen. Damit Mama arbeiten kann, damit sie Geld verdienen kann, damit sich die Familie überhaupt eine Familie leisten kann.

Versteht mich hier nicht falsch: Angenommen, wir haben Familie A, die wirklich vom sehr guten Gehalt des Papas leben kann - und er läuft auch nicht Gefahr, irgendwann mal neoliberal weggekürzt und gefeuert zu werden, zumindest nicht, solange er nicht zu alt ist, und die Firma zu viel kostet (und obwohl seine langjährige Erfahrung pures Gold wert ist) - und die Mama könnte Zuhause bleiben... Tut sie aber nicht. Weil Frauen heutzutage gleichberechtigt sind. Weil auch die Mama sich beruflich verwirklichen will. Weil man ja "nicht nur Hausfrau" sein möchte. Weil man es gesellschaftlich gesehen auch gar nicht darf, denn "nur Hausfrau"? Hat die nichts gelernt? Kann sie nichts? Hauptberuf Ehefrau, oder was? Nein, dann lieber arbeiten gehen. Wozu gibt es denn Kindergärten und Krippenplätze?
Oder, noch besser, wozu überhaupt Kinder? Die sind eh zu teuer, und kaum einer kann sie sich mal leisten. Und wenn Papa mal in die Hartz IV-Mühlen gerät, dann hat man die Kleinen am Hals. Das geht ja auch nicht. Und man setzt ja auch viele Kinder mit Hartz IV gleich, also lieber nicht.
Nein, lasst diese Mama ruhig verdienen. Gleichberechtigt sein. Eigenes Geld haben (das klingt so dämlich, finde ich), und den zweiten Familienurlaub auf Malle finanzieren lassen. Und lasst sie sich was gönnen. Von ihrem Geld. Kleider, Schmuck, sowas dergleichen. Weil sie es kann. Sie hat ja dafür gearbeitet. Lasst ihr ihren Spaß und ihren Lebensweg.

Kommen wir zu Familie B. Vater ist Vollverdiener. Muss er auch sein. Frauen kriegen ja trotz Vollzeitstelle nicht das Gleiche wie die Männer. Aber der Kindergarten ist teuer. Ein Kind sowieso. Und in der Schule darf es nur mit Markenklamotten herum laufen, weil die anderen Eltern ihren Kindern einbläuen: Du, das Kind trägt Sachen aus dem KiK, die Eltern haben kein Geld, halte dich von dem fern.
Mama MUSS arbeiten. Damit genügend Geld da ist. Damit sie den Lebensstandard halten können. Oder wenigstens nicht zuviel davon aufgeben müssen. Das Geld wird dringend gebraucht. Auch für die Kinder. Falls sich die Familie überhaupt Kinder leisten kann.
Irgendwie geht es dann doch. Irgendwie kriegen sie immer genügend zusammen. Für die Hypothek auf das Haus. Für die laufenden Kosten beim Auto. Für die Krippe, für den Kindergarten. Für die Schulbücher, wenn das Bundesland mal wieder sparen will, und sie im Gegensatz zu all den anderen Bundesländern nicht finanziert. (Da fragt man sich, wann jemand allen Kindern ein Kindle kauft, und die Schulbücher digital runter lädt. Was wäre das für eine Erleichterung im Schulranzen.)
Und vielleicht, nachdem man geRiestert hat und noch einen Bausparvertrag füttert, reicht es für einen bescheidenen Urlaub auf Malle.

Um das, worum es mir geht, noch mal heraus zu arbeiten:
Lasst Familie A am Leben. Lasst die Mama Geld verdienen, für ihren Luxus, für den Luxus der Familie. Sie hat einen Job, und gut ist. Und egal, ob ich das Prinzip einer Krippe mag oder nicht, sie scheint es zu mögen und zu nutzen.
Was aber Familie B angeht, in der die Mama arbeiten muss, damit es die Familie überhaupt geben kann, so frage ich mich doch eines: Damals, in den Siebzigern und Achtzigern, als ich Kind war, da war es vollkommen normal, das es nur einen Verdiener gab. Das war der Durchschnitt, und die Familie kam damit sehr gut zurecht. Wo zum Henker sind diese Zeiten hin? Nichts gegen eine Mama, die halbtags oder ganztags arbeitet oder arbeiten kann, weil die Schule eine Ganztagsbetreuung anbietet (oder weil die Kleinen einen Schlüssel um den Hals tragen und in der Mikrowelle das fertige Essen steht), vor allem im Zuge der Gleichberechtigung ist gegen arbeitende Frauen überhaupt nichts einzuwenden. Aber dass sie mittlerweile arbeiten MÜSSEN, ist schlicht und einfach furchtbar. Das gilt aber auch für den Papa, wenn die Mama besser verdient als er; der Papa darf auch nicht als Hausmann Zuhause bleiben. Er muss ebenfalls ran am Arbeitsmarkt, und wenn er nur die Hälfte kriegt, weil er in seinem Sechzig Stunden-Job nur sechs Euro Stundenlohn kriegt.

In diesem Land konnte man einmal von einem vollen Verdienst eine Familie mit drei Kindern groß ziehen. Ja, das war mal so, auch bei knappem Kindergeld.
Heutzutage geht das nicht mehr. Nichts dagegen zu sagen, wenn beide arbeiten wollen. Aber arbeiten zu müssen, das ist furchtbar. Nicht, weil ich arbeitsscheue Menschen fördern möchte, sondern weil auf diese Weise die Reihen der Zeitarbeiter gefüllt werden, der Niedriglohn-Sparten, der Haustarifler.
Und damit beginnt der Teufelskreis, der dazu führte, das ein Verdiener nicht mehr reicht. Dadurch, das so viele Unternehmen kaum etwas für die harte Arbeit ihrer Leute zahlen, machen sie Unternehmen, die das sehr wohl tun, Konkurrenz. Diese denken, ganz neoliberal, dass sie am Besten bei den Personalkosten sparen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können, und ein Verdiener in der Familie kriegt weniger Geld. Oder wird gefeuert. Prompt kann man auch im Niedriglohnsektor an der Lohnschraube ziehen. Und zwar kräftig, weil man ja bei den geringen Lohnnebenkosten der Konkurrenzbetriebe sonst nicht kostengünstig arbeiten kann. Mindestlöhne gibt es ja nicht, also können sie sich schadlos halten. Ergebnis: Die Betriebe, die ihre Mitarbeiter schon schlechter entlohnen (weil sie glauben, es zu müssen), werfen einen Teil von ihnen raus, und holen sie als Zeitarbeiter zurück. Weil, sie kennen die Produktionsabläufe, oder? Das bedeutet Mehrkosten für den Betrieb, die eingespart werden müssen. Oder sie schmeißen gleich Leute raus oder senken wieder die Löhne. Und was passiert dann? Beide Elternteile müssen arbeiten, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht. Ziel erreicht, neoliberale Wirtschaftsideologie.

Fazit: Ich wünsche mir die Siebziger zurück, in der es nur einen Verdiener geben musste. Ich will nicht, dass die Mama aufhört zu arbeiten (oder der Hausmann-Papa), aber ich will, dass sie es darf, wenn sie es will (beziehungsweise er). Und wenn sie wegen der Selbstbestätigung lieber doch arbeiten geht, dann soll ihr Gehalt den Wohlstand der Familie vergrößern, nicht die gröbsten Löcher im Budget füllen. Warum ist das heutzutage nicht mehr möglich?
Darauf gibt es nur eine Antwort: Die Löhne und Gehälter sind im direkten Vergleich nicht mehr groß genug, verglichen mit den Siebzigern. Autsch.
Sechzehn Jahre Kohl, sieben Jahre Schröder, und Fegefeuer mit Angela Merkel. Doppel-Autsch.
Oder um mal das MAD zu zitieren: Warum vom Urlaub in einem Billiglohn-Land träumen? Dank Angela Merkel leben Sie selbst bald in einem.
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

P.S.: Ich will die Siebziger zurück.

Sonntag, 15. Juli 2012

600 Reviews

Also, da warte ich schon den ganzen Tag darauf, das jemand die Konoha Side Stories anklickt, damit ich darauf 3333 Aufrufe vermelden kann - und dann rutscht die Zahl der Reviews auf meine Geschichten auf Fanfiktion.de quasi zwischen Tür und Angel auf sechshundert.
Das macht mich schon sehr stolz, vor allem weil kaum Quietschkommis, negative Kommentare und Einselfer darunter sind. ^^
Dafür vielen Dank, liebe Leser. Und seid versichert, ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar, den ich kriege. Egal auf welcher Seite und in welchem Forum.

Mal sehen, vielleicht kann ich die 3333 bei den Konoha Side Stories auch noch heute vermelden.
Bis dahin bleibt mir treu und lest mich weiter. ^^

Edit zwanzig Minuten später: Typisch. Kaum  habe ich es verlinkt, haben die Konoha Side Stories die Schnapszahl 3333 natürlich erreicht. Andererseits werden Klicks mit einer Stunde Verspätung angezeigt. Hmmmm.
Auf jeden Fall: Schnapszahl. XD

Mittwoch, 11. Juli 2012

Bau mir einen Genin

Ja, ist denn schon Weihnachten?
Es ist noch gar nicht so lange her, da kletterte meine Fanfiction Konoha Side Stories, die ich auf Fanfiktion.de veröffentliche (aber auch auf Twobt.de, Battletech.info und Animexx.info), auf über dreitausend Aufrufe. Tatsächlich steht sie kurz vor der Schnapszahl 3333, und wird sie voraussichtlich in ein, zwei Monaten erreichen. Für eine Geschichte, die jetzt gerade mal ein Jahr alt ist, eine erstaunliche Entwicklung. Und natürlich freue ich mich auch über die dreiundfünfzig Reviews. ^^
Tja, nun ist es erst mal geschafft, Buch drei mit den Abenteuern des Ewigen Chunin Mamoru Morikubo ist beendet, und ich habe ihm ein eigenes Team an Schulabgängern aufgeschwatzt. Das heißt, wenn ich in drei, vier Wochen nach Konoha zurückkehre, sind da drei Halbstarke Zwölfjährige, denen er die Feinheiten des Shinobi-Lebens beibringen muss.
Da die Geschichte so beliebt ist, habe ich mich entschlossen, mal einen nichtmateriellen Preis raus zu hauen. Wer möchte, kann mir einen Charakter kreieren, also einen der drei Nachwuchs-Shinobi. Gefällt mir das Setting, werde ich ihn fortan verwenden.
Ich habe dies auch schon den Usern bloodykiss und JonasDerKolo auf Fanfiktion.de angeboten; wenn sie nicht annehmen sollten, brauche ich sogar zwei oder drei Vorschläge.
Wobei ich klarstellen möchte, dass die Rechte an der erdachten Figur mit der Übergabe an mich vollkommen auf mich übergehen. ^^°°°° Ich habe absolut keine Lust, in einem Genre, in dem ich ohnehin nur geduldeter Gast bin, irgendwann mal einen Rechtsstreit an der Nase zu haben.
Auch stelle ich klar, das ich die Handlung allein bestimme. Anregungen werden gerne bedacht.
Alles, was Ihr könnt, ist das Charaktersetting zu erstellen, der Figur einen Namen zu geben, und fortan zu meckern, wenn sie sich unter mir nicht so entwickelt, wie Ihr es gerne hättet.
Und ach ja, Ihr dürft natürlich stets und immer darauf hinweisen, dass Ihr euch die Figur ausgedacht habt.
Wem das genug ist, und wer sich etwas im Naruto-Umfeld auskennt und hier zuschlagen möchte, um quasi in den Konoha Side Stories mitzuspielen - give it a try.

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^

Edit am 14.07.: Und der erste Genin ist fertig. Der Fanfiktion.de-User JonasderKolo hat mit dem zwölfjährigen Shinji Nanahara vorgelegt. Spezifikationen später. Mir wird es jedenfalls viel Spaß machen, mit dieser Figur zu arbeiten. ^^V

Edit gleicher Tag um 23.00 Uhr: Genin Nummer zwei, erschaffen vom Animexx-User Lord Jin ist fertig. Freut euch auf Kira Yamada. Auch hier, Spezifikationen spätestens im neuesten Teil der Konoha Side  Stories. ^^

Edit am Dienstag, dem 17.07.: Genin Nummer drei ist nun auch fertig. Und ganz klassisch ein Mädchen geworden. bloodykiss steuert zu den drei Anfängern, die zu betreuen die Hokage Mamo-chan verdonnert hat,  Mai Kobashi hinzu.
Das wird eine interessante Geschichte mit den dreien. ^^

Sonntag, 8. Juli 2012

48.000 Aufrufe

So, es ist geschafft - und mir einen eigenen Post wert: Meine Geschichten und Gedichte auf Fanfiktion.de, eigene wie Fanfiction, steuern mit Urgewalt auf die fünfzigtausend Aufrufe zu. Gerade eben knackten sie dafür die 48.000, und nähren damit meine Prognose, irgendwann im August auf die avisierte Jubiläumszahl zu kommen.
Wenn es soweit ist, denke ich mir einen schönen, nichtmateriellen Gewinn aus den ich dann unters Volk schmeiße. Versprochen. ^^

Bleibt mir treu, und lest mich weiterhin.

Dreitausend Aufrufe für Ultimate Perry Rhodan

So, nun hat es auch meine erste Neuinterpretation der Perry Rhodan-Serie, Ultimate PR, über die dreitausend Aufrufe geschafft. Das freut mich persönlich ganz besonders. Gerade weil ich dort lange Zeit nicht weiter gearbeitet habe. Dreizehn Reviews sind zwar etwas mager, aber ich will mich nicht beklagen, weil ich bisher nur drei Geschichten mit über dreitausend Aufrufen habe.
Wenn ich hier weiter arbeite, werden es auch sicher mehr werden. ^^

Eventuell werde ich heute auch noch den Sprung auf die 48.000 Aufrufe für all meine Geschichten auf Fanfiktion.de verkünden können; dieser Post könnte also noch modifiziert werden.

Was bleibt mir noch zu sagen? Nur: Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 5. Juli 2012

ACTA ad acta II - geschafft

Heute konnte ich es in der Zeitung lesen: Das Anti-Counter Trade Agreement, unter uns Usern als das Schreckgespenst ACTA bekannt, über das ich bereits ausgiebig gebloggt habe, wurde vom EU-Parlament mit großer Mehrheit bei wenigen Gegenstimmen und einer erstaunlich großen Anzahl Enthaltungen abgelehnt. Und das ist ein großer Tag. Nicht für Produktpiraten und Raubkopierer, sondern für uns alle, die wir das Internet nutzen. Für eine gewisse Zeit, bis eine bestimmte Kleinindustrie den nächsten Vorwand und das nächste Lobby-Gesetz durchbringen will, natürlich. Aber dann werden die User sich erneut im Internet gegenseitig formieren, und diesem Unsinn einen Riegel vorschieben.

Noch einmal für alle, die befürchten, dass die Musikindustrie oder die Filmindustrie (schon wieder mal) drohen, vor die Hunde zu gehen, weil niemand sie für ihre Arbeit bezahlt: ACTA war nie ein gutes Gesetz. Es war ein Schutzgesetz für die gestaltende Industrie, wogegen generell nichts zu sagen ist. Aber dieses Gesetz wäre auf unser aller Kosten erfolgt. Youtube, Facebook, mySpace, Clipfish, meinVZ, Google+ und sogar die Google-Suche hätten durch die schwammige Formulierung des Gesetzestextes einen Großteil ihrer Tätigkeiten einstellen müssen, ganz einfach, um nicht strafrechtlich belangt werden zu können. Das hätte nebenbei zwei der wichtigsten Internet-Konzerne der USA ausgelöscht, was sich ja auf den ersten Blick nicht sooo schlecht anhört. Leider hätte dies auch das Ende für meinen Facebook-Account bedeutet, was sich widerum sehr, sehr schlecht anhört.
Auch der Teil des Gesetzes, der den Internetprovider für die Taten seiner Kunden verantwortlich machen konnte, war von vorne herein größter anzunehmender Schwachsinn und nur darauf aus, Geldproduzierenden Klagen den Boden zu bereiten. Ja, ACTA war so eine Art internationales Leistungsschutzrecht - und mindestens ebenso sinnlos.
Und die produzierende Industrie, die unter Fälschungen aus Ländern der Zweiten und Dritten Welt leidet, was hätte sie gewonnen? Mehr Schutz vor Plagiaten? Nein, nur das Recht, Server abzuschalten, auf denen die Plagiate ihrer Produkte angeboten werden. Aber das klappt auch mit der bisherigen Gesetzeslage. Wenn die Server nicht in der Südsee stehen.

Ich möchte an dieser Stelle noch mal darauf hinweisen, womit wir hier in Deutschland arbeiten. Hier gibt es für geistige Werke, Musik, Bücher, Filme, und was deren mehr ist, ein lebenslanges Urheberrecht. Dieses gilt bis zu siebzig Jahre nach dem Tod. Es kann also in diesem Zeitraum noch von Lizenznehmern vermarktet werden, bevor es Allgemeingut wird. Und glaubt mir, bevor sich Elvis' Tod das siebzigste Mal jährt, wird die Musikindustrie die Klausel auf einhundert Jahre angehoben haben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Hier wird nichts mehr Allgemeingut. Und das ist irgendwie doch schon sehr traurig.
Ich denke, dieses Urheberrecht reicht, sollte eher noch reduziert werden, auf meinetwegen zwanzig, dreißig Jahre nach dem Tod des Künstlers, bevor die Leistungen unserer Künstler Allgemeingut werden, aber das sind nur meine persönlichen Gedanken.
Wir haben also ein sehr strenges Urheberrecht, und dieses wird auch gnadenlos im Internet umgesetzt. Allein die klagewütige Musikindustrie hat Unsummen dabei eingenommen, indem sie Raubkopierer im Internet mit zum Teil vierstelligen Beträgen abgemahnt hat. Soll mir also noch mal einer erzählen, das Internet wäre ein rechtsfreier Raum, und wir bräuchten neue Rahmenbedingungen zu Gunsten der Industrie.
Das Gegenteil ist der Fall. Wir sollten uns von den Bedürfnissen der Industrie nicht länger gängeln lassen, gerade nicht von der Film-, und Musikindustrie. Wo bleiben wir denn, bitte, die für Musik und Filme Geld ausgeben, und dann auf der neuen DVD erst einmal pauschal als Raubkopierer hingestellt und mit einer Knaststrafe bedroht werden, die es für Raubkopien gar nicht gibt?

Leider wird es genau anders herum laufen. Das nächste Gesetz wartet schon, und es wird ein wenig anders sein, etwas konformer, aber ähnlich einschneidend. Die ACTA-Befürworter haben schon einmal ihr Gesetz durch den Fischerei-Ausschuss der EU geschleust, damit es kein Aufsehen erregt. Das wird wieder passieren. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Bis endlich jemand deutlich sagt: Halt, das reicht. Liebe Film-, und Musikindustrie, meine Unterwäsche bleibt an.

Also dann, bis zum nächsten Gesetzesirrsinn.

Montag, 2. Juli 2012

Fun auf Fanfiktion.de

Also, eigentlich kann ich mich nicht beklagen. Obwohl ich in keinem ultrapopulären Forum wie z.B. Harry Potter oder Biss schreibe, ist Fanfiktion.de sehr gut zu mir. Erst gestern streunte ich durch meinen Blog, und fand einen Eintrag im März 2010, in dem ich meinen zehntausendsten Aufruf gefeiert habe. Heute sind es siebenundvierzigtausendsechshundert und ein paar bei beinahe sechshundert Reviews.
Und durch meine Schreibtätigkeit auf Fanfiktion.de habe ich auch das eine oder andere meiner Bücher verkauft, was mich sehr, sehr stolz macht. Alles in allem kann ich noch nicht davon leben als freiberuflicher Schriftsteller, aber ich erreiche viele Leute, denen ich eine Freude mache, und die sich tatsächlich bei mir bedanken. Das freut mich dann wieder sehr. ^^
Zum großen Jubiläum, den von mir erwarteten fünfzigtausend Aufrufen irgendwann Mitte/Ende August, werde ich dann auch einen Preis in die Menge werfen. Natürlich einen geschriebenen Preis.

Nun aber genug von mir und meinen Geschichten. Kommen wir zum eigentlichen Grund meines heutigen Blogeintrags: Das ist nämlich Treanor, wie er sich auf Fanfiktion.de nennt, der auch als Schreiberling bekannt ist, oder, auf seinem Blog, als Nerdlicht.
Besagter Treanor ist ein begabter Fan-Autor wie ich, dessen Texte mir sehr viel Spaß gemacht haben. Unter anderem veröffentlicht Treanor auch die mit mir in Kooperation geschriebene, in bisher zwei Akten veröffentlichte Heldenfahrt, eine klassische Fantasy-Geschichte, zu der wir jeweils einen Hauptcharakter und die Situation zusammen geworfen haben. Es ist eine tolle Geschichte geworden, die noch lange nicht beendet ist.
Nun habe ich bemerkt, dass der gute Treanor viel zu wenige Reviews hat, und das, obwohl er so ein begabter Autor ist. Das tut wirklich, wirklich weh. Deshalb ergeht mein Ruf an Euch da draußen, die Ihr meinen Blog lest: Wenn Ihr Bock habt, lest bei ihm rein, und wenn Ihr ihn eines Kommentars für würdig erachtet, hinterlasst bitte einen.

Ansonsten bleibt mir treu und lest mich weiterhin. ^^V

Freitag, 29. Juni 2012

1111 Aufrufe auf Mein Gott, meine Göttin

Ja, es ist wahr: Mein Gott, meine Göttin, mein in einer Parallelwelt spielendes Götter-Epos, (stark von meinem Manga-, und Anime-Konsum inspiriert) ist auf Fanfiktion.de nun nicht nur über die magische Zahl von tausend Aufrufen gesprungen, sondern hat seine erste vierstellige Schnapszahl erreicht.
Das ist natürlich noch viel zu wenig, geschweige denn die Zahl der Reviews, bei der Arbeit und der Phantasie, die ich investiert habe, also lest eifrig weiter und tut mir Eure Meinung kund. Mehr Reviews bedeutet ein schnelleres Update, da ich festgestellt habe, dass mein Interesse zu schreiben von Eurem Interesse mich zu lesen stark motiviert wird.
Aber bitte sinnvolle Kommentare, keine Einself-Kommies.

Was ist ein Einself-Kommie? Das will ich hier mal kurz erklären. Jeder, der schon mal in einem gewissen Fandom gelesen hat, konnte ihr/ihm begegnen. Viertausend Wörter in neunzehn Kapiteln geschrieben, vorweg und hinterher eigene Anmerkungen verbunden mit der Bitte, viele Kommentare zu posten, und eine nicht enden wollende Schar von Freunden, die das primitive Machwerk auf fünftausend Kommentare hochpuschen, in der Hoffnung, selbst positive Kommentare erhalten zu können. Diese Kommentare sehen dann meinst so aus:
"Super geschrieben!!!! Ich liebe was du mit harry und draco machst!!!!! Schreib schnell weiter!!!!!!"
Das ist in etwa der Tenor. Vergisst der Autor des Reviews aber, Capslock einzuschalten oder die Shift-Taste an sich zu drücken, dann werden seine zu Rudeltieren mutierten Satzzeichen plötzlich hierzu: "Du bist sooo klasse!!11111111111111111 Schreieiiiiiiiieb gaaaaanz shcnel weiter1111111111111111111"
Prinzip verstanden?
Diese Einself-Kommies sind leider ein todsicherer Hinweis auf ein bestimmtes Subgenre der Autorenschaft, die sich liebend gerne selber schadet. Wie? Ganz einfach: Einerseits sind sie für richtige und konstruktive Kritik nicht empfänglich, andererseits halten sie sich für die nächsten Nobelpreisträger in Literatur.
In so einer Traumwelt möchte ich nicht leben. Ich habe nichts gegen ein "Gut gemacht. Wann kommt das nächste Kapitel?" ab und an, aber nur wer Kritik kriegt, kann auch was verbessern - an seinem Stil, oder an seiner Meinung über den Kritik übenden.
Deshalb, keine Einself-Kommies. Ein Thumbs up ist mir da lieber, wenn Ihr wortkarg seid, oder nur die Gesamtsituation würdigen wollt.

So, wer hat bis hier durchgelesen? Ach, doch so viele.
Dann möchte ich noch mal dran erinnern, dass man das erste Buch von "Mein Gott, meine Göttin: Von Menschen und Göttern" auch kaufen kann.
Hier geht es zum probelesen auf Fanfiktion.de, und hier geht es zur gedruckten Variante, hier zum eBook, beides noch einmal überarbeitet. ...Und beides wird auch noch ein zweites mal überarbeitet. ^^°

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Die Heldenfahrt - eine Schreibkooperation von Schreiberling und mir.

Man kann sagen, was man will, ich und Schreiberling, den man auch unter Nerdlicht oder Treanor kennt - manche Kreise wissen, das er sich auch des Pseudonyms Ijon Tichys bedient hat, sind seit fünfzehn Jahren Freunde. Mehr noch, wir sind Autorenkollegen, und ich möchte kein Jahr und keinen Tag missen.
Damals, in den Tagen, als Internet für mich noch etwas war, was andere hatten, begannen wir mit einer belanglosen Fantasy-Kooperation. Die Helfenfahrt war geboren. Die ungraden Episoden waren von mir, die graden von Treanor. Es gab nur eine Regel: Den Helden des anderen nicht zu töten... Das schloss den eigenen Helden allerdings nicht aus.
Mit der Zeit entsponn sich ein hin und her mit mittlerweile dreißig Versen, die wahrhaft epische Ausmaße erreicht hatten, und die Geschichte ist nicht beendet.
2010 kam Treanor schließlich auf die Idee, Fanfiktion.de zu nutzen, um die Heldenfahrt der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich habe mit Freude und Spaß die ersten zehn Verse nachgelesen.
Danach war Ruhe an der Fanfiktion.de-Front.
Dann kam im Frühjahr die Userin betty0815 vorbei, und entwickelte lebhaftes Interesse an der Heldenfahrt. Grund genug für Treanor, regelrecht beflügelt, die nächsten sechs Verse einzustellen, die, nebenbei bemerkt, zu den längsten Erzählungen der Reihe zählen.
Nun hat auch mich das Heldenfahrt-Fieber wieder gepackt, und auch wenn ich heutzutage einiges anders formulieren würde, so ist die Überarbeitung von Treanor doch verdammt gut geworden. Mit großem Interesse schmökere ich, was für Ideen ich damals hatte, mit welchen faszinierenden Szenarien Treanor mich überrascht und begeistert hat, wie gut wir ineinander greifen, wie sich das Große Ganze entwickelt. Ich bin schlichtweg begeistert.
Und auch wenn das Klickspitzen für Treanor bedeutet, schaut es Euch an. Fantasy-Fans werden auf ihre Kosten kommen, und eventuell die eine oder andere *hüstel* Hommage entdecken.
Ich verspreche Tolkiense Unterhaltung. ^^V



Montag, 25. Juni 2012

Wann bombt er denn endlich?

Ehrlich, manchmal frage ich mich schon, ob ich des Lesens noch mächtig bin.
Wenn ich nämlich lese, was der Präsident des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke von sich gegeben hat, zweifle ich daran, das ich die Buchstaben zu den richtigen Worten zusammengesetzt, geschweige denn das daraus entstandene Wort verstanden habe.

Um meine Verwirrung zu verstehen, möchte ich gerne aus dem Stern zitieren: Demnach hält besagter Herr Ziercke die Anschlagsgefahr für weiterhin sehr hoch. Zwar gibt es keinerlei Anzeichen für eine konkrete Gefahr, d.h. einen Anschlag in Vorbereitung, aber man dürfe in der Wachsamkeit nicht nachlassen.
...sacken lassen.

Als "Beweis" für die weiterhin hohe Bedrohung nach dem Tod Osama bin Ladens - oder, wer sich erinnert, nach der Videodrohung eines deutschsprachigen Arabers, der uns vor der letzten Wahl ermahnt hat, die richtige Partei zu wählen, weil sonst Anschläge drohen (der muss übrigens CDU oder FDP gemeint haben, denn es gab keine Anschläge) - muss mal wieder das Schreckgespenst Al Kaida herhalten. Oder wahlweise die Salafisten, die sich von rechtsgerichteten Idioten provozieren lassen oder gemeinerweise und in hinterhältiger Absicht gratis den Koran verteilen.
...sacken lassen.

Ich fasse zusammen. Zwar gibt es keinerlei Anzeichen für einen Anschlag durch Al Kaida oder die Salafisten, oder sonst irgendeine arabische Gruppe, aber wir müssen weiterhin wachsam sein.
Warum? Weil der Islam da ist? Die letzten spektakulären Anschläge in Deutschland gingen von deutschen Chaoten gegen deutsche Autos, oder von deutschen Linken gegen unschuldige Weichenkästen der Bahn.
Versteht mich nicht falsch, es ist genug geschehen in Deutschland, und der Sauerlandgruppe sind auch genügend Idioten gefolgt, sodass man wirklich sagen kann, alle größeren Anschläge wurden wirksam vereitelt. Aber kann man wirklich sagen, die Anschlagsgefahr ist weiterhin hoch, obwohl man keinerlei Hinweise auf einen Anschlag hat?
Natürlich müssen Polizei und Geheimdienste wachsam bleiben. Das ist ihr Job, oder?
Aber ich weigere mich, zur "German Angst" jetzt auch noch eine Grundangst vor Anschlägen anzunehmen, seien diese religiös, links oder rechts motiviert.

Lieber Herr Ziercke, wenn man keinerlei Hinweise auf bevorstehende Anschläge hat, und alle anderen bereits vereiteln konnte, kann man ruhig mal einen Gang runter schalten.
Bleiben Sie wachsam, aber rufen Sie nicht zu oft "Wolf", sonst ergeht es der Polizei womöglich irgendwann wie der Schweinegrippenimpfung.

Donnerstag, 21. Juni 2012

47.000 auf Fanfiktion.de

Ich habe ein Problem. Nein, es ist kein Problem in dem Sinne. Es ist mehr ein Verständnis-Problem der logischen Abläufe im Universum und im Internet im Besonderen.
Seit sieben Uhr stagnierte der Zähler der Aufrufe bei meinen Geschichten auf Fanfiktion.de bei exakt 46.999. Jetzt, um halb zehn Uhr Abends beim siebten oder achten Check - ich wollte ja heute diesen Blogeintrag schreiben - zeigt mir der Counter tatsächlich 47.000 Aufrufe an. Aber nicht nur das: Er steht auf 47.004!
Ehrlich, ich sollte das nicht sagen, weil es ein für mich positives Ereignis ist, wenn meine Geschichten wieder einen Tausender auf dem Weg zum nächsten Zehntausender geknackt haben, wenn fünfhundertsiebzig Reviews auf der Haben-Seite stehen, aber... Ich fühle mich von meinem Counter irgendwie verarscht. *seufz*
Na, egal, hauptsache drüber.

 Bleibt mir treu und lest mich weiterhin, sowie auf die Fünfzigtausend! ^^V

Dienstag, 19. Juni 2012

Konoha Side Stories und Belongo

Wie aufmerksame Leser meines Blogs wissen, vermeide ich nach Möglichkeit zwei Posts an einem Tag.
Wie noch aufmerksamere Leser meines Blogs wissen, verletze ich diese Regel schon mal, wenn es wichtig ist. In diesem speziellen Fall ist es zumindest interessant.

Bei meinen Geschichten auf Fanfiktion.de gab es heute gleich zwei Zahlenspieler-Jubiläen.
Die Konoha Side Stories, meine persönliche Naruto-Fanfiction-Variante, in der ich das Naruto-Universum aus der Sicht meines eigens geschaffen Charakters Mamoru Morikubo beschreibe/erlebe, hat heute die dreitausend Aufrufe gerissen. Und das, bevor sie ihren einjährigen Geburtstag hatte. Dazu kommen sechsundvierzig Reviews und etliche Mails, die ich zum Thema mit meinen Fans getauscht habe. So macht schreiben Spaß. ^^

Jubel zwei gibt es für Belongo, meine (eigene) fiktive Geschichte über eine fiktive Söldnertruppe, die in einem fiktiven afrikanischen Bundesland eines fiktiven afrikanischen Staats eine fiktive Diamantenmine ausbeutet, und mit der Ausbeute die fiktive Bevölkerung so lange zu unterstützen versucht, bis ihnen die Welt unter dem fiktiven Hintern weggeballert wird. Auch diese Story hat noch kein Jahr auf Fanfiktion.de gesehen, erreichte heute aber eintausendeinhundertundelf Aufrufe. Schnapszahlen sind mir immer gut genug, um sie zu verkünden, wie Ihr wisst. ^^V

Was bleibt mir noch zu sagen außer: Bleibt mir treu und lest mich weiter?
Ach ja: Wenn Euch meine Leseproben gefallen, kauft meine Bücher oder die eBooks. ;D

Raum&Zeit-Kontinuum II - Die Eröffnung


Hier wie versprochen der kurze Einakter, mit dem wir das Con-Programm vorgestellt haben.
Alle Akteure hatten viel Spaß, und sobald ich die Hand auf das Video kriege, werde ich es verlinken.
...oder auch nicht, je nachdem wie ich rüberkomme. XD
Aber ohne weitere Worte mitten ins Geschehen.

Schauspiel zur Vorstellung des Conprogramms in einem Akt.

Ort: Das Restaurant Raum&Zeit.
Die Protagonisten:
Der Kellner: Tiff
Er: Holger
Sie: Claudia
Hilfsmittel: Die Speisekarten Samstag und Sonntag.
Kursive Schrift ist Szenenbeschreibung, der Name des Sprechers ist fett.

Szene beginnt. Zwei Personen setzen sich an den Tisch. Der Kellner tritt hinzu.
Kellner: Willkommen im Restaurant Raum&Zeit. Welche Karte kann ich Ihnen bringen?
Er: Wir wollen heute so richtig gut essen. Können Sie die Freitagskarte empfehlen?
Sie: Oh ja, darüber habe ich so viel Gutes gehört.
Kellner: Nein, das kann ich nicht empfehlen. Sie ist vollkommen veraltet und hat nur ein einziges Menu: Den Vorcon. Ich empfehle Ihnen eher die Samstagskarte, oder, für Feinschmecker, die Sonntagskarte.
Er: Wir schauen mal in beide rein.
Kellner: Sehr wohl.
Überreicht jedem zwei Karten.
Sie: Das Captain Future-Hörspiel sieht doch appetitlich aus.
Er: Ja, schon, aber ich tendiere mehr zum Frick, wenn ich ehrlich bin.
Zum Kellner. Was können Sie empfehlen?
Kellner: Hm, wie wäre es mit dem Olaf Schilgen-Menu von der Samstagskarte? Das kommt mit Konstruktionstechnik von Raumschiffen. Viele Leute fangen mit dem Schilgen-Menu an.
Sie: Schatz, Schilgen ist doch immer so komplex.
Er: Aber es klingt doch gut. Was wird denn dazu serviert? Kaffeeklatsch?
Kellner: Nein, tut mir leid, das Schilgen-Menu ist so schon gut genug, sagt der Chef.
Aber wenn es Ihnen nach Extras steht, empfehle ich die Harun Raffael-Speise. Die hat auf der Samstagskarte Perry Rhodan NEO und Vernes und Griffiths Luftschiffe. Das sind etwas schwere Beilagen, aber sehr lecker.
Sie: Ich weiß nicht. Haben Sie kein Menu auf der Samstagskarte für die Damen?
Kellner: Sehr wohl. Da wäre dann das Beatrice Nunold-Menu. Das kommt mit einer Buchlesung.
Sie: Schatz, das klingt doch gut. Nehmen wir das.
Er: Nicht drängeln, wir haben doch Zeit. Was ist denn mit dem Michael Buchholz-Menu? Oder hier, Robert Vogel satt. Das klingt doch gut.
Kellner: Das Buchholz-Essen kriegt man in zwei Variationen: Mit Sunquest-Buchvorlesung oder mit Kaffeeklatsch. Ich empfehle Ihnen den Kaffeeklatsch. Viele neue Aromen und Nuancen beim Buchholz.
Der Vogel ist mit Weltuntergang in SF-Filmen zu bekommen - und er ist Bestandteil der großen Abenddiskussion. Da ist für jeden Geschmack was dabei. Außerdem kriegen Sie ihn auf der Sonntagskarte mit Star Wars.
Er: Star Wars ist mir zu scharf, seit sie Darth Talon dran machen.
Sie: Nun sei doch nicht so. Vielleicht entscheiden wir uns ja für die Große Abenddiskussion.
Was gibt es denn alles dazu?
Kellner: Wie gesagt, Vogel ist ein Bestandteil. Dazu natürlich eine große Portion Klaus N. Frick und Corinna Rindlisbacher. Das servieren wir in einer Zukunft der deutschen Science Fiction mit Natron, weil es so mächtig ist. Rindlisbacher kriegen Sie auch am Sonntag mit dem Vortrag Schriftsteller werden. Für viele meiner Kunden Neuland, wird aber gut angenommen.
Sie: Frick klingt gut. Haben Sie den noch mal auf der Karte?
Kellner: Einzeln kriegen Sie ihn mit Kaffeeklatsch oder mit der Lesung Das Tier von Garoua. Sehr schmackhaft. Auf der Sonntagskarte haben wir dann noch mal den Frick extra dick mit Geschichtsschreiberworkshop. Sehr pikant.
Sie: Wie sieht es denn mit dem Beyblade-Turnier oder dem Perry Rhodan Sammelkartenturnier aus. Können Sie das empfehlen?
Kellner: Ich kann alles empfehlen, was auf der Karte ist.
Er: Ha, auf der Sonntagskarte haben Sie Quiz. Hat das viel Knoblauch?
Kellner: Auf jeden Fall ist es spannend, es mitzunehmen. Wir bieten auch Quiz to go an.
Er: Soso.
Sie: Ach ja.
Kellner: Und was darf ich Ihnen bringen?
Er/Sie: Synchron Alles! Wir fressen uns einmal die Karte runter!

Edit um 21.15 Uhr: Mit Tiff bin natürlich - alle nicht im Perry Rhodan Fandom heimischen Leser mögen es mir nachsehen, das ich dieses Wissen so voraus gesetzt habe - ich gemeint.

Montag, 18. Juni 2012

Der Braunschweig-Con - Erste Eindrücke

Puh, wo soll ich anfangen? Jetzt ist der Con seit sechsundzwanzig Stunden vorbei, ich bin seit zweiundzwanzig Stunden wieder Zuhause, seit einundzwanzig Stunden wieder an meinem PC, und hier und jetzt will ich nur mal meine wichtigsten Eindrücke schildern, bevor ich einen massentauglichen Con-Bericht, und/oder einen persönlichen Con-Bericht schreibe.

Die Anfahrt: War mit der Bahn. Ich dachte mir, in zwei Stunden rüber, schön gemütlich dabei lesen, und so. Leider wurde die Bahnstrecke wegen Personenschaden (was wahrscheinlich Selbstmord bedeutet) gesperrt, und meine Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr dauerte dann drei Stunden länger als geplant.
Auf der Rückfahrt stand ein Bagger auf den Schienen, was eine halbe Stunde Verzögerung ausmachte. Als ich mich deswegen ärgerte, erwähnte ich meinem Sitznachbarn gegenüber die Verspätung am Freitag. Darauf meinte der, die Strecke sei bei Selbstmördern sehr beliebt... Soweit so gut, aber es waren seine folgenden Worte, die mir die Spucke wegbleiben ließ: "Es gibt viele Schulen an der Strecke."
...sacken lassen.
Liebe Schulen rund um Peine und Vechelde, ich hoffe doch, Ihr tut alles, um Eure Schutzbefohlenen zu fördern und zu unterstützen und ihnen in Zeiten der Unsicherheit und Labilität, der manischen oder depressiven Versagensangst, in Zeiten, in denen sie unter Druck stehen, und ihnen die bestmögliche psychologische Hilfestellung zu geben? Jeder tote Schüler ist ein toter Schüler zuviel, und auch die Bahn wird es Euch mehr als danken, wenn weitere Selbstmorde in Zukunft ausbleiben.
Und ach ja, nachdem die Straßenbahn mich mit Verspätung und rechtschaffend müde in der Nähe der Mühle absetzte, in dem der Con stattfand, lief ich noch mal dreihundert Meter durch strömenden Regen. Dass sich daraus noch etwas positives entwickeln würden, konnte ich nur hoffen. Aber es passierte. ^^

Der Vor-Con: Sehr dürftig besucht, und ich konnte ahnen, was uns das Wochenende erwarten würde. Zum Glück diesmal ohne drei verschiedene Sorten starken Alkohols, sodass ich den Samstag diesmal ohne Kreislauforpbleme überstand. ^^
Gemütliches Beisammensein bei Bier und Essen. Harun Raffael traf ein. Meine Stimmung wurde besser.

Erster Con-Tag: Wenige, wenige Besucher. Es war auch schlechtes Wetter. Und es war eine Messe in der Stadt, ergo wenige Hotelzimmer. Dumm gelaufen. Über zwanzig Leute, die vorbestellt und bezahlt hatten, sind gar nicht erst gekommen. Schade.
Nicht nur ich war über den mäßigen Besuch nicht erfreut. Und ich weiß nicht, ob die Händler ihren Schnitt gemacht haben, aber es ist ihnen zu wünschen.
Die, die da waren, hatten jedenfalls Spaß. Aber vier Programmschienen gleichzeitig, da haben sie sich doch verlaufen. Trotzdem schienen die Programmpunkte, die einen Vortragenden brauchten, gut besucht zu sein. In Erinnernung ist mir Olav Schilgens Programmpunkt, Ingenieur bei VW, der den Produktionsprozess eines Autos auf den eines Raumschiffs ummünzte. War spannend und witzig.
Leider habe ich viel Thekendienst gemacht - Mangel an Helfern - sodass ich nur noch meine eigenen Programmpunkte mitgekriegt habe, das Captain Future-Hörspiel und die Abenddiskussion.
Hörspiel war geil. Ich bin in zehn Minuten Fan geworden. War natürlich eine geniale Idee, die Originalsprecher zu nehmen. ^^
Der Klaus N. Frick kam an. Fragte man sich früher, welche Haarfarbe er diesmal haben würde, so fragt man sich heute, welche Frisur hat er. ^^
Sehr atmosphärisch fand ich auch die gemalten Bilder von Beatrice Nunold, die im Saal ausgestellt waren. Mir haben sie gefallen.
In der Abenddiskussion ging es interessant zu, und ich habe einiges über Alternativen zu dem Provider meiner Bücher, lulu.com, gelernt. Scheint so, als würde ausgerechnet Amazon ein paar gute Alternativen anbieten.

Zweiter Con-Tag: Ich hatte den ersten Programmpunkt: Das Ende aller Tage. Anfangs hatte ich zwei Zuhörer, als ich über Elenin, Nibiru, Atlantis und Homöopathen frei aus dem Stand referierte, dann waren es fünf. Teilweise wurde der Vortrag eine Diskussion und hat mir viel Spaß gemacht.
Ace auf eine Bühne zu lassen ist immer eine dumme/grandiose Idee. (Das, was Euch unwahrscheinlicher erscheint, bitte ausblenden.)
Danach wieder Thekendienst, bevor ich zu Corinna Rindlisbachers Programmpunkt frei bekam. Sie referierte über e-Books, wie man sie veröffentlicht, wo am besten, welche Hilfen es gibt. Wie man mit dem Link auf das eigene Buch bei Amazon Geld verdienen kann - also nutzt diesen <--- Link am linken Rand meines Blogs bitte eifrig und kauft dann erst auf Amazon ein - welche Tools es gibt, dass man ihre professionelle Hilfe in Anspruch nehmen kann (je komplexer, desto teurer, aber sie hat einen Gebührenrechner auf ihrer Homepage. Für Leute, die sich unsicher sind, ist sie ideal als Beraterin. Da sie schon mehrere e-Book-Autoren betreut, kann sie ihren Job auch.)
Anschließend hatten wir viel Spaß beim Quiz. Der Beste hatte siebzehn richtige Antworten - tolle Leistung, Harun - ich selbst wäre vielleicht auf zwölf gekommen, und das auch nur mit Glück.
War jedenfalls eine gute Gelegenheit für mich, um ein paar Witze zu reißen...
Dann noch die Abschlussveranstaltung, wo auch die Sammelkartenspieler ihre Sieger ehrten. Ich war zutiefs angenehm überrascht, weil die Sammelkartler an vielen Programmpunkten aktiv teil genommen hatten. Sonst sind sie doch sehr verschrien, das sie unter sich bleiben. Versprochen, nächstes Mal mache ich 'ne Einführungsrunde mit. ^^
Halb drei waren wir also durch, hatten aber bis kurz vor sechs zu tun, bevor unsere Con-Mama mich zum Bahnhof bringen konnte. Dort ein Schock: Mein Zug storniert. Darauf folge eine heilsame Erkenntnis. Storniert, weil der Zug eine Stunde früher noch gar nicht da war. Ich nahm also den 17.20er, der für den 18.20er fuhr, und die Welt war wieder in Ordnung. Leider gab es die obig beschriebene Verzögerung, sodass mein halbstündiger Aufenthalt in Hannover zu einem fünfminütigen wurde. Kein Sushi für Ace. :(((
Und ach ja: Klaus N. Frick war sichtlich ein wenig verstimmt, weil er seinen Schreiberworkshop mangels Interessenten nicht halten konnte. Das wäre dann aber wohl auch jeder, der extra für so eine Veranstaltung kommt, und dem dann so wenig Echo entgegen hallt.

So, das war mal ein sehr, sehr grober Überblick. Die Woche vielleicht mehr.
Und morgen poste ich das kleine Theaterstück, das ich für die Eröffnung geschrieben habe, mit der wir das Programm präsentiert haben. ^^

Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich bin dann mal weg...

Aber glaubt nicht, ich würde hier nicht rein schauen.
Morgen komme ich sicher nicht dazu, deshalb poste ich es heute. Ich bin für drei Tage in Braunschweig. Für die Raum&Zeit-Kontinuum, von der ich bereits, aber zu spät, berichtet habe.
Kommt vorbei, wenn Ihr in der Nähe seid, oder freut Euch auf meinen Con-Bericht im Laufe der nächsten Woche.
Und vergesst nicht, die meisten Menschen sterben Zuhause, also immer in Bewegung bleiben. ^^V

Dienstag, 12. Juni 2012

Science Fiction-Con in Braunschweig dieses Wochenende

Es ist vielleicht etwas spät darauf hinzuweisen, aber diesen Samstag und Sonntag (Freitag VorCon) findet im Veranstaltungszentrum Alte Mühle in Braunschweig zum zweiten Mal der Raum&Zeit-Con statt. Unter anderem werden da sein Klaus N. Frick, der Perry Rhodan-Chefredakteur, und Robert Vogel, der in allen Universen heimische rasende Reporter.
Für Menschen aus der Region sicher auch als Tagestrip erlebenswert.
Details findet Ihr hier auf diesem Link zur Con-Homepage.

Montag, 11. Juni 2012

Blogpost vierhundert

Es ist kaum zu glauben, aber dies ist wirklich, wirklich der vierte Post mit zwei Nullen dahinter.
Am 2. November 2008 begann es, angestachelt von Nerdlicht. "Blog doch auch. Ist ganz einfach. Und sowas wie ein Egozine."
Was ein Egozine ist, wusste ich, aber nicht, wie viel Spaß es machen würde.
Ursprünglich sollte mein Blog sich ums Schreiben drehen, und das tut er ja auch. Aber das Gros meiner Blogeinträge dreht sich dann eben doch nicht um meine Welten, sondern um unsere gemeinsame Welt.
Politik, Kultur, Medizin, Soziales, lokal, regional landesweit, europaweit, global, ich denke, ich decke all diese Bereiche ab. Wenn auch nicht immer ganz sinnvoll, aber das ist ein Privileg der Egoziner.
Ich bin froh, das ich mit dem Bloggen begonnen habe, und ich bin stolz auf manche verbal geschlagene Schlacht, und auf all die Fehler, die ich begangen und (teilweise) wieder korrigiert habe. Ich habe dabei viel gelernt, und dies auch über mich selbst, nicht nur über die Welt.
Und ich habe Menschen gefunden und erreicht, die ich ansonsten nie kennengelernt hätte.
Viele meiner Leser sind mir von einem der Foren, in denen ich aktiv bin, zu meinem Blog gefolgt - und umgekehrt auch. Auch dafür bin ich sehr dankbar.

Kommen wir mal zur Statistik: Vierhundert Blogposts, eintausendneunhundertfünf Kommentare (bzw. davon ungefähr die Hälfte, weil die andere Hälfte meistens meine Antworten sind), acht feste Leser, sechsunddreißigtausendsiebenhunderteinundsechzig Aufrufe in dieser Sekunde, drei Jahre und acht Monate Gesamtblogzeit, so sehen die blanken Zahlen aus.
Was bleibt mir noch zu sagen außer Danke schön und bleibt mir treu?
Nicht viel. Vielleicht: Auf die nächsten vierhundert Blogposts und Eure über eintausend Kommentare dazu. ^^V

Freitag, 8. Juni 2012

James Randi challenges Homeopathy

Eifrige Leser meines Blogs wissen, dass ich Homöopathie nicht mag. Weil es einerseits nach den eigenen Prinzipien niemals funktionieren kann, und weil es andererseits wirksame pflanzliche Arzneien nimmt und einfach als homöopathisch labelt.  Mit anderen Worten, ein zweifacher Betrug, nur um Homöopathie zu stützen. Dabei ist es noch eine besondere Frechheit, das Lösungen, die besonders dünn sind - also zum Beispiel ein Tropfen Wirkstoff auf das Wasser des Mittelmeers - als noch wirksamer angesehen werden. Von Homöopathen. Jeder Mensch mit genügend Geistesgegenwart sieht spätestens jetzt, was Homöopathie ist: Großer Quatsch und ein Verbrechen. Dazu kein kleines. Jedes Kind, das an Kinderkrankheiten stirbt, weil es auf Anraten des homöopathischen Arztes nicht geimpft wurde und mit unwirksamen Globuli behandelt wurde, anstatt richtige Medikamente zu bekommen, geht direkt auf ihr Konto. Aber davon wollte ich gar nicht reden.

In Berlin war die Tage der Weltskeptiker-Kongress, auf dem James Randi seinen Auftritt hatte. Der berühmte Skeptiker - den ich bis dahin nicht einmal ansatzweise kannte - wurde dadurch populär, das er u.a. die magischen Tricks jener Menschen entlarvte, die behaupteten, über kognitive oder telekinetische Fähigkeiten zu verfügen. Dafür kickt er sogar ein Preisgeld raus, von erheblicher Höhe. Natürlich musste er noch nie zahlen. Das hat mich dann doch interessiert, und ich habe mehr über den großen alten Mann gelesen.
Heute fand ich ein Video auf Youtube von ihm, in dem er der homöopathischen Industrie die Leviten liest - und zum Schluss eine Wette anbietet, bei der seine Foundation jedem Produzenten von homöopathischen Produkten eine Million Dollar für einen guten Zweck zur Verfügung stellt, wenn sein Präparat sich entgegen aller bisherigen Studien doch als wirksam erweisen sollte.

In Utrecht, wie ein weiteres Video erzählt, hat er von einem homöopathischen Produkt, das als Schlaftablette gilt - Dosierungsvorschlag eins bis drei - rund zwanzig auf einen Schlag genommen. Was bei echten Schlaftabletten tödlich wäre, führt hier zu - gar nichts. Das Video wurde 2010 gedreht, und er war dieses Jahr in Berlin. Einen besseren Beweis für die Unwirksamkeit von homöopathischen Produkten gibt es wohl nicht.

Zum Schluss des ersten Videos sagt James Randi: "Ich bin James Randi, und ich habe etliche homöopathische Schlaftabletten genommen. Meine Augen sind immer noch offen. Eure sollten das auch sein."
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Was vom Sushi übrig blieb...

Jeder, der im Mai meinen Blog aufmerksam gelesen hat, weiß: Ich liebe Sushi! Um ehrlich zu sein gibt es nur EINE Sache, die ich noch lieber esse als Sushi, und das sind Nudeln, speziell Spaghetti. Und das will schon was heißen.
Nun habe ich in der heutigen überregionalen Ausgabe der Leine Deister Zeitung einen Artikel über Sushi gelesen. Sushi-Boom bedroht Meere heißt der Artikel, und als Quelle wird dpa angegeben. Im Artikel selbst geht es aber vor allem um den von Überfischung bedrohten Blauflossenthunfisch, auch oder eigentlich Roter Thun genannt, und um den Dokumentarfilm Sushi - The Global Catch von Mark Hall, dem auch Zeit Online einen Artikel gewidmet hat.
Demnach ist Sushi ein Luxusprodukt, und für die Überfischung des Blauflossenthunfisch verantwortlich. Und während Zeit Online von der "milliardenschweren Sushi-Industrie" schwadroniert, zeigt sich die LDZ eher versöhnlich, indem sie darauf hinweist, Sushi-Fans "können auf den Gelbflossenthunfisch ausweichen".

...sacken lassen.

Worüber ich mich aufrege: Weder bei Zeit Online noch LDZ, geschweige denn dpa scheinen die Redakteure jemals in ihrem Leben Sushi gegessen zu haben. Sonst wüssten sie nämlich, dass es außer Thunfisch-Sushi und vegetarischem Sushi auch noch ganz andere Sorten Sushi in der Welt gibt. Tatsächlich sind Thunfisch-Sashimi und Thunfisch-Nigiri auf vielen Karten weltweit vertreten, aber nicht die Essenz von Sushi.
Ich will an dieser Stelle einlenken. Wenn Blauflossenthunfisch überfischt wird, wenn der Bestand durch Überfischung womöglich vernichtet wird, wenn es bald nie wieder Blauflossenthunfisch geben wird, ist das ein Thema, über das man berichten muss, berichten kann und auch berichten darf. Auch einen Dokumentarfilm drehen. Die Tatsache, das auf der Tokioter Fischbörse schon mal dreihunderttausend Euro oder mehr für ein Prachtexemplar bezahlt werden, zeigt ja wohl zwei Dinge an: Zumindest richtig hochwertiger Blauflossenthunfisch ist (bereits?) eher selten, aber der Bedarf ist da, und die Kunden der Sushi-Künstler sind bereit, für diesen Genuss Unsummen zu zahlen. Und gerade Sushi-Produzenten sollten mehr als alle anderen daran interessiert sein, dass es Blauflossenthunfisch auch noch in fangbarer Menge in hundert Jahren im Ozean gibt.
Aber dafür quasi das ganze Thema Sushi pauschal zu verurteilen, das ist ein starkes Stück.
Was ist mit meinen Shrimps-Maki und -Nigiri? Wie sieht es mit meinem Lachs aus? Was mit mit Herzmuschel-Nigiri? Die Lachsrogen-Maki? Oder diese leckeren Maki mit Fischsalat? Barsch-, Lachs-, und Tintenfisch-Sashimi? Und hier fange ich erst an. Klar ist Thunfisch ein Bestandteil der Sushi-Küche. Aber ich bezweifle doch sehr, dass ich je in meinem Leben Blauflossenthunfisch in Deutschland serviert bekommen habe. Hat trotzdem geschmeckt. Und ehrlich gesagt habe ich Thunfisch-Sashimi erst einmal, und Thunfisch-Nigiri zweimal in meinem Leben gegessen. Schmeckt, zugegeben, wobei mir Sashimi an sich nicht so sehr zusagt wie die Nigiri, weil ich die Reisnote sehr mag. Doch lieber esse ich Lachs und Shrimps. Gerne auch mal Tako, und wenn es halt sein muss, auch ein gutes Nigiri mit Rührei-Stückchen, die Tamago-Nigiri.

Fazit: Um es auf den Punkt zu bringen, wusste ich schon, was mich erwartet, nachdem der Artikel Sushi-Boom bedroht Meere sich bereits in den ersten Zeilen ausschließlich um Blauflossenthunfisch gedreht hat. Ein Eyecatcher als Schlagzeile, Anklage an populäres Yuppie-New Age-Food, und dann das Fazit: Sushi-Esser rotten den Blauflossenthunfisch aus.
Nicht mit mir, Leute. Und sicher nicht mit irgendjemandem, der gerne mal Sushi isst.
Diese Totalverurteilung von Sushi an sich ist ein totaler redaktioneller Fehlgriff. Eine Konzentration auf das Thema an sich, den Blauflossenthunfisch, wäre dem Thema auch in Hinsicht auf die Tokioter Fischbörse und den Bedarf der Sushi-Künstler besser gewesen, wie es der Dokumentarfilmer sicherlich auch gemeint hat, indem er seine Interviews von Verwertern und Kritikern unkommentiert lässt. So aber ist es nur ein nichtssagendes Pamphlet, unter dem eine Kochsparte zu leiden hat, die nur mittelbar "Schuld" ist.

Zwei Gedanken, die ich noch zum Thema habe, möchte ich loswerden.
Zum einen sind da die horrenden Auktionspreise, die Blauflossenthunfisch erzielt. Besonders der Artikel auf Welt Online ist zwiespältig verfasst. Wird nun jeder Thunfisch da so teuer versteigert? Oder zumindest die Hälfte, ein Drittel, oder wieviel?
Ich vergleiche das jetzt mal mit den Koi-Karpfen, die in Japan sehr beliebt sind, und auch in der westlichen Welt ihre Fans haben. Nur eine Sorte Koi-Karpfen bringt wirklich einen Höchstpreis: das sind jene schneeweißen Karpfen mit dem roten Punkt im Nacken, die aussehen wie die japanische Nationalfahne. Dann kommt erst einmal lange Zeit nichts, und dann erst setzen die Zuchtformen ein, bei denen große, prächtig gemusterte Fische auch ihren Preis erzielen, aber eben nicht die Spitzenpreise wie die mit der japanischen Fahne als Schuppenkleid.
Ebenso wird es mit den Blauflossenthunfisch sein. Ein frischer, gesunder und besonders großer sowie wohlgeformter Fisch schafft es hier in die oberste Preiskategorie - da ich Fotos von Sushi-Tafeln gesehen habe, wo der Kopf mitserviert wurde, gibt es hier wohl auch einige wichtige Kriterien, den Kopf betreffend. Alle anderen fallen unter ferner liefen, werden aber, bei entsprechendem Bedarf, auch ihren Preis erzielen - nur halt keine halbe Million Euro.

Der andere Gedanke ist, dass Sushi, wie ich mal gelesen habe, angeblich entstanden sei, weil "die frühen Japaner alles, was irgendwie essbar war, in Reis gelegt und mit Reisblättern umwickelt haben" sollen.
Tatsächlich ist die Geschichte des Sushi sehr alt, und nicht nur in Japan weitverbreitet. Kulturell gehört diese Speise zu ganz Südostasien.
Und wenn mal nicht gerade ein Dreihunderttausend Euro-Thunfisch auf dem Teller liegt, dann gilt Sushi durchaus nicht als Delikatesse, sondern als Alltagsessen. Spötter meinen sogar, Sushi sei eigentlich ein "Arme Leute-Essen".

Tja, es ist legitim und richtig, dem Hauptabnehmer für Roten Thun, der Sushi-Industrie, auf die Finger zu schauen und diesen Aspekt besonders zu beleuchten. Auch die verantwortlichen Geschäftsleute mit dem Problem zu konfrontieren.
Dafür aber eine ganze Kochrichtung abzuwatschen und so zu tun, Sushi würde grundsätzlich und ausschließlich mit Thunfisch zubereitet - ja, und selbstverständlich NUR mit Blauflossenthunfisch - ist nicht nur eine Frechheit, sondern ganz mieser Journalismus.
Also: Sushi bedroht keinesfalls die Meere, jedenfalls nicht mehr, als die übliche Überfischung durch westliche Fangflotten ohnehin verursacht. Und mir meine Tako-Nigiri und meine Kappa-Maki madig zu reden, weil die Autoren der Artikel nicht mal wissen, dass es diese Varianten gibt, ist sehr, sehr, sehr peinlich.

Aber bevor ich es vergesse: Rettet den Roten Thun. Ich für meinen Teil esse jetzt gar keinen Tuna mehr, oder, wenn es sich nicht vermeiden lässt, nur noch Gelbflossenthunfisch.

P.S.: Ein großer, ausgewachsener Roter Thun bringt es auf drei Meter Länge und rund dreihundert Kilo Gewicht. Das sind eine ganze Menge Sashimi und Nigiri.

Dienstag, 5. Juni 2012

Gut geworfen, gut gefangen

So. Jetzt ist es wieder passiert. Der Schreiberling, der sich auf nerdlicht.net ein neues Nest gebaut hat, wirft wieder mit Stöckchen um sich. ist faul geworden und wirft seine Stöckchen gar nicht mehr. Er lässt sie im Blog herum liegen zum selbstaufheben.
Weil die liebe Jo ihm eins an den Kopf geworfen hat, ist er wohl süchtig geworden. Diesmal hat der unter Kennern auch als Treanor bekannte Autor und Blogger (und persönliche Freund) zehn Teilfragmente eines Stöckchens geschaffen bei Jo abgestaubt, die von ihr speziell für die hart arbeitende Zunft der Autoren geschaffen wurden. Nun, die Fragen finden durchaus meinen Gefallen, ich schwadroniere ohnehin gerne, also los geht es.

Noch kurz zur Sache: Die folgenden zehn Fragen dürfen von jedermann, der sich berufen fühlt, aufgenommen und beantwortet werden. Nett wäre natürlich ein kleiner Post mit den eigenen Antworten beim Schreiberling/ bei Jo auf dem Blog.

Ohne weitere Verzögerungen hier das Stöckchen:

1. Kurzgeschichte oder Roman?
Da gibt es keine zwei Meinungen. Roman. Natürlich. Die meisten Arbeiten geraten bei mir ohnehin dreißig Seiten und mehr. Unter hundert mache ich es gar nicht.

2. Lieber eine Beschreibung oder ein Dialog?
Ich mag beides recht gerne. Und nutze beides auch gerne. Aber der Dialog hat dann bei mir doch die Nase vorn.

3. Eher Mann oder eher Frau als Protagonist?
Mann. Das hat allerdings nichts mit Vorliebe zu tun. Ich habe genügend weibliche Pro- und Antagonisten. Ich habe bisher halt häufiger aus Sicht eines Mannes geschrieben, also ist das mein "Habit".

4. Immer mit oder ohne Liebesgeschichte?
Was wäre die Welt ohne ein wenig Liebe? Wo es geht, baue ich die Liebesgeschichte mit ein.

5. Umfangreicher Plot oder Ideen sofort in Worte fassen?
Planung, was ist das? Du meinst, man kann tatsächlich eine Story vorab - japs - planen? Die Charaktere vorab auflisten, ihre Eigenschaften beschreiben, einen Plot mit Exposé festlegen, und dann danach schreiben? Die Welt erst erschaffen, und dann erst in ihr wandeln? Wow. Wusste ich nicht. Mache ich nie so. Ich schreibe immer und grundsätzlich aus dem Bauch raus. Und es ist eventuell ein Wunder, das ab und an etwas Brauchbares dabei herauskommt.
Ernsthaft: Die einzige Geschichte, bei der ich je so gearbeitet habe, war RdG, und das auch nur bis Band 24. Die Bände ab der 25 schreibe ich genauso aus dem Bauch und im Blindflug wie alles andere.

6. Nur ein Genre oder mehrere?
Ich schreibe zu allen Themen, zu denen mir etwas einfällt. Ich habe keine Vorurteile, und es gibt nur wenige Genre, die ich nicht mag. Eine Harry Potter-Fanfic werde ich also nie schreiben, auch wenn mir das wahrscheinlich tausende Leser einbringen würde. Aber ich hätte absolut keine Skrupel, bei Liebesromanen zu wildern oder gar einen Landser aufzusetzen - von der Ärzteschmonzette ganz zu schweigen. Aber ich würde viel Wert auf den Background legen.

7. Beste Tageszeit zum Schreiben ist:
Wann immer ich wach bin. Tageszeit vollkommen egal. Setzt mich ans Keyboard. Ich muss nur 'ne Idee haben und Blut lecken, dann schreibe ich schon mal vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Oder zumindest ein paar Stunden am Stück.  ^^



8. Die besten Ideen kommen einem immer, wenn…:
… ich es am wenigsten erwarte, oder direkt beim Schreiben selbst. Dann passiert es schon mal, das man für Story I schreibt, und für Story II eine geniale Idee hat, die man einbaut. Eine Zeitlang habe ich mal meine Ideen in einem Word-Dokument gesammelt, um sie später zu verwerten. Seither habe ich festgestellt, das ich da weder was von umsetze, noch überhaupt reinschaue. Deshalb setze ich Story-Ideen meistens sofort um.

9. In welcher Zeit handeln die meisten Geschichten (Vergangenheit, Heute, Zukunft)?
Kann ich nicht so einfach beantworten, da ich in meinen Geschichten oft Parallelwelten aufsuche. Aber mein Herz gehört der Zukunft.

10. Klassisch zuerst mit Stift und Papier oder immer gleich am Rechner?
Rechner. Aus einem einfachen, ökonomischen Grund: Ich bin am PC viel fixer als per Hand. Außerdem ist das spätere Abtippen total verschwendete Arbeit, wenn man es gleich eintippen und noch problemlos korrigieren kann.

Das sind meine zehn Antworten auf Treanors Jos zehn Fragen. Wer mag und will, darf sich hier gerne bedienen. Aber bitte, Link an Nerdlicht.net und/oder zu Jo.

Edit: Urgs. Ja, lesen bildet. Ich lese anscheinend nicht genug. Aber den Eintrag von Treanor, den er gerade hinterlassen hat, den habe ich gelesen. Und der besagt neben diversen Änderungen, die ich am Text vornehmen werde, auch, dass die Fragen ursprünglich von Jo sind, nicht von ihm. Gut, ist hiermit verkündet. Er schmückt sich halt nicht mit fremden Federn.

Samstag, 2. Juni 2012

46.000 Aufrufe

Leise, still und heimlich huschte der Zähler bei meinen Geschichten auf Fanfiktion.de über die nächste Tausender-Marke. Nun verzeichne ich 46.013 Aufrufe, und dazu 552 Reviews bei siebenundachtzig Geschichten in 317 Kapiteln.
Das sind gute sechzehn Tage seit dem letzten Tausender, also durchaus recht flott.
Einunddreißig Leser haben mich direkt favorisiert, und meine Geschichten einzeln 352x.
Den Vogel ab schießt bei den Favorisierungen meine Fanfiction Konoha Side Stories mit fünfundzwanzig Einzelfavorisierungen, meine eigene Geschichte Belongo jedoch führt mit zweiundfünfzig Reviews.
Die meisten einzelnen Aufrufe verzeichnet meine SailorMoon-Fanfiction Schatten der Vergangenheit.
Das bringt mich einen großen Schritt näher an die 50.000, die ich dann Ende August erreichen werde, wenn sich das Interesse an meinen Geschichten nicht großartig verändert.

Ich habe mal in meinem eigenen Blog recherchiert und nachgeschaut, wie ich letztes Jahr um diese Zeit dastand. Am 23. Juni 2011 habe ich tatsächlich einen Blogeintrag zu einem Tausender. An diesem Tag erreichte ich 26.000 Aufrufe auf Fanfiktion.de, und ebenfalls ist dort zu lesen, dass die Konoha Side Stories ungefähr damals begonnen hatten.
Das macht in nicht ganz einem Jahr satte ZWANZIGTAUSEND Aufrufe, und da kann ich einfach nur sagen: Danke. Je mehr mich anklicken, je mehr mich lesen, desto mehr schreibe ich auch. Und sollte ich eines Tages davon leben können, werde ich nur noch schreiben, versprochen.^^

Also, meine lieben Leser, bleibt mir treu und lest mich weiterhin, und auf die 50.000 irgendwann im August. ^^V

Freitag, 1. Juni 2012

Und dann war da noch Belongo...

Von mir vollkommen unbemerkt rutschte gestern meine Geschichte Belongo auf Fanfiktion.de, in der ich die fiktive Geschichte einer afrikanischen Diamantenminengesellschaft in einem fiktiven Krisengebiet beschreibe, über die Tausender-Marke der Aufrufe. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Darüber, und über die zweiundfünfzig Reviews, die diese Geschichte mittlerweile erreicht hat, was sie reviewtechnisch zur aktivsten Geschichte macht. ^^
Auch wenn gefühlt die Hälfte von Stinkstiefel stammt - Fan ist Fan. XD

Bleibt mir treu und lest mich weiterhin.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Facebook ist kein rechtsfreier Raum...

Und so war Facebook auch nie gedacht. Dies musste auch der achtzehnjährige Emdener feststellen, der gerade für seinen Lynchaufruf an einem Tatverdächtigen nach einem Kindsmord  in Emden sein Urteil entgegen nahm: Zwei Wochen Jugendarrest. Und damit ist er noch ziemlich gut bei weg gekommen.
Ja, Leute, das Strafgesetzbuch gilt auch im Internet, und die Anonymität im Netz, vor allem bei Facebook, geht auch nur bis zu einem gewissen Punkt - was auf der Kehrseite wiederum missbraucht wird, z.B. von der Abmahnindustrie.
Ehrlich gesagt hätte ich mich sehr gewundert, wenn es anders abgelaufen wäre. Jetzt warte ich nur noch auf die ersten Verwarnungen an die Teilnehmer des Mobs.


Aber trotz allem, und nach der Feststellung, dass das Internet auch vom Strafgesetzbuch erfasst wird: Der Junge hatte über neunhundert "Freunde" auf Facebook, von denen augenscheinlich um die dreißig "Gefällt mir" geklickt haben, und auf seinen Aufruf hin kamen wohl fünfzig Jugendliche zusammen, die "die Wache stürmen, den Kerl rausziehen und aufhängen" wollten. Große Resonanz hat er nicht erreicht; und das ist auch gut so. Wahrscheinlich hätten wir von dem Geschehen nie etwas mitbekommen, wenn der Lynchaufruf nicht so von etablierten Medien breit getreten worden wäre.
Und ich möchte es nicht als guten Nebeneffekt beschreiben, dass der Medienhype überhaupt erst zur Aufmerksamkeit der Polizei und zur jetzigen Verurteilung geführt hat. Anders rum wird ein Schuh draus.



Merke: Eine sensiblere, vor allem zurückhaltendere Berichterstattung mit dem Mordfall durch die etablierten Medien hätte viel zerschlagenes Geschirr verhindert.
Und wahrscheinlich hätte sich dann auch ein junger Mann nicht dazu hinreißen lassen, in seinem jugendlichen Leichtsinn zum Lynchmord aufzurufen.
Hoffentlich lernt er was draus. Und bitte mehr als: Die mögen mich einfach nur nicht.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Der böse, böse Solarcent

Heute in der Tageszeitung gelesen: Strom könnte teurer werden, weil die fiese Umlage für erneuerbaren Strom um einen Zehntel Cent oder sogar noch mehr steigen könnte.
...sacken lassen.
Ich weiß jetzt ehrlich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Weinen spätestens dann, wenn noch mal leise auf Atomstrom hingewiesen wird, der, wie wir wissen, hochsubventioniert ist.
Um das zu verdeutlichen, muss ich nicht mal verlinken: Die gesamte Entsorgung der hochradioaktiven Abfälle ist Bundessache, und damit alle anfallenden Kosten der aufwändigen Aufbereitung und der finalen Entsorgung. Dies aber nicht, um den Betreiberfirmen Zucker in den Arsch zu blasen, sondern einfach weil der Bund meiner Ansicht nach frei über das als Abfallprodukt produzierte waffenfähige Plutonium verfügen will. Weshalb es auch nach La Hague geht, und nicht nach Cellerfield. Eine eigene Wiederaufbereitungsanlage haben wir übrigens deshalb nicht, weil wir keine eigenen Kernwaffen haben dürfen. Aber seltsamerweise dürfen wir selbst Brennstäbe bauen - in Gronau/Westfalen. Tja, und deshalb wird alleine in diesen Aspekt ordentlich Zucker reingebuttert.

Zurück zum Thema. Laut Grafik in der LDZ ist Atomstrom jetzt nur noch bei sechzehn Prozent, hat also ein Drittel der Kapazitäten eingebüßt. Und in Deutschland sind die Lichter immer noch nicht ausgegangen. Zwar gibt es jetzt eine große Kontroverse über den Ausbau der "Stromautobahnen", so wird auch u.a. über eine 380 KV-Leitung durch das Leinetal diskutiert, um den Strom von den Produktionsstätten runter nach Süddeutschland zu schaffen, aber eifrige Leser meines Blogs werden sich dran erinnern, dass Stadtunternehmen rund zwanzig Milliarden in dezentrale Kraftwerke investieren wollen, jetzt, wo der Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg sichere Sache ist. Verwirrend? Ja, das ist es.
Übrigens können diese dezentralen Krafwerke dann durchaus Kernreaktoren der Generation IV sein, die Atommüll verwerten können. Kleiner, dezentral, direkt am Stromnetz, besondere Kühlung nicht erforderlich, und die meisten dieser Reaktoren fressen so gut wie alles. Das wäre ein Schritt in die Zukunft.
Und noch eine gute Nachricht gibt es: Bundesweit haben Photovoltaik-Anlagen über die warmen, sonnenintensiven Pfingsttage so viel Strom ins Netz eingespeist, das es die Kapazität von zwanzig deutschen Kernkraftwerken aufwiegt. Zwanzig!!!

Was also tun gegen die böse Photovoltaik-Technik?
Tja, die produziert leider kein Plutonium, sind aber hauptsächlich Sache der Verbraucher selbst, weil auf privaten Dächern errichtet. Den Nachbarn zu beschimpfen halte ich jetzt für keine gute Idee. Im Gegenteil sollte man hoffen, da der Bund jetzt acht AKW weniger subventionieren muss, dass man zwar den Solarcent zahlen muss, aber irgendwie über die Steuer wieder rein kriegt, weil Frau Merkel jetzt eigentlich weniger von uns haben wollen sollte.
Strom ist genügend da. Wenn er tatsächlich teurer wird, und sei es über die Umlage, so liegt das Hauptproblem im Polypol begründet. Und bei Muberkel. Meine Meinung.